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 Beitrag Verfasst: Sonntag 12. September 2010, 10:26 
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sf.tv, 12.09.2010

Neuauflage der «Finalissima»

In der 8. Runde der Super League kommt es am Sonntag zum Kracher zwischen YB und Basel. Das Duell der beiden Meisteranwärter wird zur Hauptprobe für die kommenden Europacup-Aufgaben. Die weiteren Partien am Sonntag lauten Luzern - Bellinzona und Xamax - St. Gallen.

Basel und YB tanzen in den kommenden Wochen auf mehreren Hochzeiten. Der Super-League-Alltag wird durch Cupspiele erweitert und durch Europacup-Partien aufgewertet. Die Basler starten am Mittwoch in Cluj (Rum) in die Champions League, YB Tags darauf in Stuttgart in die Europa League.

«Wir wollen Platz 1 angreifen»

Das Direktduell wird so nach der zweiwöchigen Nati-Pause zu einem richtigen Härtetest. FCB-Coach Thorsten Fink äussert sich zuversichtlich: «Wir wollen die Gelegenheit wahrnehmen, um einen direkten Konkurrenten zu distanzieren. Vor dem Kunstrasen haben wir keine Angst. Wir wollen punkten und Platz 1 angreifen.» Basel darf wieder auf den zuletzt gesperrten Keeper Franco Costanzo zurückgreifen, Stocker fällt jedoch wegen einer Schleimbeutelentzündung im Fuss weiter aus.

YB mit Dudar und Nef?

Auf der Gegenseite ist eine Reaktion gefordert. YB strebt nach dem sehr schwachen Auftritt in Sion (0:2) Wiedergutmachung an. Coach Petkovic kann für die Revanche für die verlorene «Finalissima» der letzten Saison auf sämtliche Spieler zurückgreifen. Abwehrchef Emiliano Dudar wird nach seiner Sprunggelenk-Verletzung wohl sein Comeback geben. Möglicherweise kommt auch Neuzugang Alain Nef zu seinem ersten Einsatz für «gelb-schwarz».

Rückkehr von Yapi

Unter besonderer Beobachtung wird in der Bundeshauptstadt Gilles Yapi stehen. Der Mittelfeld-Regisseur von der Elfenbeinküste kehrt nach seinem von Nebengeräuschen begleiteten Wechsel ans Rheinknie erstmals nach Bern zurück.

http://www.sport.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/09/12/Fussball/Neuauflage-der-Finalissima

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 12. September 2010, 12:11 
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BAZ, 11.09.2010

Der Abwehrchef meldet sich zurück

Emiliano Dudar steht YB nach seiner Verletzungspause wieder zur Verfügung

Der Argentinier mit italienischen Wurzeln ist eine der tragenden Säulen im Berner Konzept. Nach der Niederlage in Sion muss YB schleunigst zurück auf die Erfolgsspur.

Es waren nicht die angenehmsten Wochen in seiner Karriere, die Emiliano Dudar zuletzt erlebte. Am 10. August, einen Tag nach der überraschenden Entlassung von Stadion-CEO Stephan Niedermaier, knickte Dudar nach einem Kopfballversuch im Training um. Die Verletzung am Sprunggelenk hatte eine längere Pause zur Folge. Dudar verpasste die Meisterschaftsspiele gegen Xamax, Zürich und Sion sowie die beiden Partien in der Champions-League-Qualifikation gegen Tottenham Hotspur. Für die Partie am Sonntag gegen Basel meldet sich der Argentinier nun wieder zurück. «Ich trainiere seit einiger Zeit wieder normal und spüre kaum noch Schmerzen.» Auch beim 3:1 im Testspiel gegen den SC Freiburg vor einer Woche hatte Dudar keine Probleme und kam 90 Minuten lang zum Einsatz.

Keine Spritzen. Auch wenn Dudar sagt, Verletzungen gehörten nun mal zum Leben eines Fussballprofis, ist ihm anzumerken, wie sehr er sich über die Zwangspause geärgert hat. «Vor allem bei den Partien gegen Tottenham wäre ich sehr gerne dabei gewesen», sagt er. Die Präsenz des gross gewachsenen Abwehrchefs wurde besonders im Rückspiel, als die Young Boys im Londoner Flankenregen 0:4 untergingen, vermisst. Die Idee, Dudar mit einer schmerzstillenden Spritze für das Spiel in London einsatzbereit zu machen, war noch vor dem Abflug verworfen worden.

Dudar sagt, er und das Team hätten die Enttäuschung über die verpasste Qualifikation für die Champions League unterdessen überwunden. «Tottenham war ein grosser, ein prestigeträchtiger Rivale, dem wir einiges abverlangt haben.» Die Auslosung in der Europa League bezeichnet Dudar als interessant. «Stuttgart und Getafe sind bekannte Clubs. Odense ist für uns im Moment noch der grosse Unbekannte, aber auch dieses Spiel wird schwierig.»

Bevor die Young Boys nächste Woche für das erste Europa-League-Spiel nach Stuttgart fahren, erwarten sie in der Meisterschaft den FC Basel im Stade de Suisse. «Wir müssen auch in der Super League zeigen, was wir können. Und wir wollen in der Tabelle unbedingt den Anschluss wiederherstellen», sagt Dudar. Nach der Niederlage gegen Sion vor zwei Wochen liegen die Berner in der Tabelle nur auf Rang 7.

Dudar freut sich auf die Begegnung vom Sonntag, Spiele gegen den FCB seien immer etwas Besonderes. Daran ändere auch die 0:2-Niederlage im letzten Spiel der vergangenen Saison nichts, mit der YB im Mai den Meistertitel verspielt hat. «An dieses Spiel denke ich nicht mehr zurück. Es hat eine neue Spielzeit begonnen.»

Mit David Abraham. Mit Stürmer Federico Almerares, Goalie Franco Costanzo und Verteidiger David Abraham stehen drei Argentinier beim FC Basel unter Vertrag. Abraham und Dudar spielten von 2003 bis 2004 gemeinsam für Independiente. Trotzdem bestehe zwischen ihm und den FCB-Argentiniern privat kein Kontakt, sagt Dudar. «Ich habe in der Schweiz zwar einige Freunde aus Argentinien. Diese haben aber mit Fussball nichts zu tun.»

Keine Angst vor dem neuen Kunstrasen

Belagwechsel. Tottenham Hotspur ist beinahe darauf ausgerutscht, der FC Basel aber fürchtet sich nicht vor dem Plastikrasen im Stade de Suisse. «Wir haben letzte Saison bewiesen, dass wir auf Kunstrasen gewinnen können», sagt FCB-Trainer Thorsten Fink. Und dass in Bern seit dem 2:0-Sieg der Basler im letzten Spiel der vergangenen Meisterschaft eine neue Unterlage verlegt worden ist, macht dem Deutschen auch keine Bauchschmerzen: «Wir haben deswegen keine Angst, wir sind nicht gehemmt.» Zwischen 300 000 und 400 000 Franken kostet die neue Unterlage «Polytan Ligaturf RS+», die im Berner Stadion liegt. Hauptvorteil gegenüber der alten Kunststofffläche: Das Sonnenlicht wird reflektiert, dadurch erhitzt sich das Spielfeld weniger stark.

Von seiner Mannschaft fordert Fink, dass sie die Chance nutzt, «YB auf Distanz zu halten. Ausserdem wollen wir möglichst schnell wieder auf Platz eins der Tabelle stehen». Die Mannschaft, die das umsetzen soll, stellt sich weitgehend «von selbst auf», wie Fink feststellt. Valentin Stocker und Jacques Zoua fehlen verletzt, womit auf den Flügeln Fwayo Tembo und Xherdan Shaqiri beginnen. Bei Shaqiri hofft Fink, dass ihm sein Treffer in der Schweizer Nationalmannschaft «noch einmal Schub verleiht». Vorne im Sturm sind Alex Frei und Marco Streller gesetzt, wobei Fink anmerkt: «90 Minuten Vollgas kann Streller noch nicht gehen.»

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 12. September 2010, 12:12 
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Berner Zeitung, 11.09.2010

«Sehr wichtige Woche»

YB-Trainer Vladimir Petkovic spricht über seine Arbeit, die Unruhe rund um den Verein – und die Partien der nächsten Tage.

Haben Sie die Ruhe in den letzten zwei Wochen genossen?

Vladimir Petkovic: Ja, es war gut, konnten wir uns nach der strengen, intensiven Zeit ein bisschen erholen. In der Länderspielpause fehlte aber fast die halbe Mannschaft, da wir viele Nationalspieler haben. Das macht mich als Trainer stolz, erleichtert die Arbeit aber nicht.

Der August war enorm turbulent mit der Champions-League-Qualifikation sowie der Absetzung von YB-CEO Stefan Niedermaier. Wie haben Sie das erlebt?

Sicher waren die ganzen Geschichten nicht ideal für YB, die Schlagzeilen in den Medien waren sehr negativ. Möglicherweise hat das auch die Mannschaft ein wenig beeinflusst. Doch jetzt bin ich froh, dass wir in die Zukunft blicken können.

Mit welchen Gefühlen?

Wir haben zum Glück ein erstes Saisonziel, das Erreichen einer Europacup-Gruppenphase, bereits erreicht und bewiesen, entscheidende Partien gewinnen zu können. Aber es geht für uns weiter, jetzt folgt eine sehr wichtige Woche. Wir haben weiterhin hohe Ziele. Am Sonntag gegen Basel wollen wir in der Liga einen Konkurrenten bezwingen, am Donnerstag in Stuttgart zum Start der Europa League erneut eine Überraschung schaffen – und am nächsten Samstag beginnt der Schweizer Cup in Spiez, auch in diesem Wettbewerb wollen wir viel erreichen.

Wie wichtig ist es für Ihre Arbeit, das Vertrauen der Verantwortlichen so stark zu spüren?

Das freut mich sehr. Natürlich bin ich, wie jeder Trainer, auf gute Resultate angewiesen. Mit Stefan Niedermaier verstand ich mich sehr gut, und als Ilja Kaenzig hier anfing, wusste er ja nicht, mit welchen Methoden ich arbeite. Jetzt haben wir uns kennen gelernt, und die Zusammenarbeit läuft auch ausgezeichnet. Wir tauschen uns konstruktiv und gut aus, und ich denke, wir sind bereit, sportlich den nächsten Schritt zu machen.

Bei einer Niederlage gegen Basel wäre der Druck schon gross …

…das ist richtig, es ist ein wegweisendes Spiel. Wir haben den FCB in der Vergangenheit oft geschlagen, leider aber nicht in der Finalissima im Mai. Jetzt haben wir ein junges, sehr entwicklungsfähiges Team. Es wird auch Rückschläge geben, man muss Geduld haben, doch die Richtung stimmt. Ein Sieg gegen Basel wäre bestimmt ein wertvolles Signal in alle Richtungen, dass mit uns auch in dieser Saison zu rechnen ist.

Sie haben jetzt mit dem neuen Verteidiger Alain Nef noch mehr Alternativen im Kader.

Ja, wir haben in der Abwehr einige Möglichkeiten, das freut mich. Nef kann hinten auf allen Positionen spielen, auch Ammar Jemal, François Affolter und Christoph Spycher sind vielseitig. Zudem spielte Senad Lulic für Bosnien als Linksverteidiger gegen Frankreich. Weil wir jetzt so viele Partien bestreiten, brauchen wir überall Alternativen.

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 12. September 2010, 12:20 
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Sonntag, 12.09.2010

Das Ausland als Lebensschule

Alain Nef hat bei den Young Boys unterschrieben und steht vor dem Comeback in der Super League
Von Markus Brütsch

Als Schweizer Meister mit dem FC Zürich hat sich Rechtsverteidiger Alain Nef 2006 aus der Super League nach Italien verabschiedet. Jetzt ist er zurück in der Schweiz und hofft heute auf Einsatzzeit in der wegweisenden Partie gegen Basel.

Nicht immer ist die Champions League das Mass aller Dinge. Alain Nef zum Beispiel hat darauf verzichtet, am nächsten Mittwoch in Cluj sein Debüt in der Königsklasse zu geben. Nicht mit dem FC Basel, sondern gegen diesen; mit dem rumänischen Champion gegen den Schweizer Meister. «Es gab tatsächlich ein Angebot, nach Cluj zu gehen», sagt Nef, «doch als auch die Young Boys Interesse zeigten, da war ich froh und entschied mich für die Schweiz und Bern.» Als Familienvater zog er die vertraute Heimat dem fremden Rumänien vor.

Im Juli war bereits vermeldet worden, Nef werde die nächste Saison für Pescara in der Serie B spielen. Doch nach zwei Saisons bei Piacenza und einer Spielzeit bei Triestina mit insgesamt 104 Spielen hatte Nef die zweithöchste Liga in Italien «gesehen». Zwar gab es auch Verhandlungen mit Serie-A-Aufsteiger Brescia, doch schliesslich machten die Young Boys das Rennen, als sie den 28-Jährigen bis zum Saisonende von Udinese ausleihen konnten. Bei den Friaulern steht Nef noch bis 2013 unter Vertrag.

Auf der grossen Bühne hatte sich Nef vor gut vier Jahren aus der Super League verabschiedet. Zu beiden Toren des FC Zürich hatte er mit die Vorarbeit geleistet, als sich dieser in Basel mit einem 2:1 erstmals nach 25 Jahren wieder den Meistertitel sicherte. Durch die grosse Türe kehrt Nef nun in die Schweizer Liga zurück; wieder gegen Basel zwar, aber im Trikot der Young Boys. Noch weiss Nef allerdings nicht, ob ihn Trainer Vladimir Petkovic heute Sonntagnachmittag in diesem für die Berner ausserordentlich wichtigen Spiel auch gleich einsetzt. Mit Udinese hat er die gesamte Saisonvorbereitung bestritten, und wer weiss, wie hart die Italiener im Sommer trainieren, zweifelt nicht an Nefs Fitness. Noch aber fehlt ihm die Spielpraxis. Immerhin konnte er beim 3:1-Sieg im Testspiel über den deutschen Bundesligisten SC Freiburg 90 Minuten durchspielen und einen ansprechenden Eindruck hinterlassen.

Natürlich hat sich Nef die Tabelle der Super League angesehen. Er ist sich im Klaren, dass sich YB einen Achtpunkterückstand auf den Meister einhandeln würde, sollte die Partie im Stade de Suisse wie die «Finalissima» in der vergangenen Saison verloren gehen. «Noch liegen die Mannschaften nahe beisammen», will der Rechtsverteidiger aber nichts davon wissen, dass es für die Berner bereits um Gedeih oder Verderb geht.

Auch wenn Nef vor zwei Jahren darauf gehofft hatte, nach seinem Transfer von Piacenza zu Udinese den Durchbruch in der Serie A zu schaffen, will er nichts von seinem gut vierjährigen Auslandaufenthalt missen. Auch sein leihweiser Abstecher in die Primera Division mit acht Partien für Recreativo Huelva wird ihm in guter Erinnerung bleiben. «Die vollen Stadien und das offensive Spiel in Spanien haben ihm imponiert. «Doch es wäre besser, Stürmer oder offensiver Mittelfeldspieler zu sein, um in Spanien das fussballerische Glück zu finden», denkt Nef. Er betrachtet seine Zeit im Ausland als Lebensschule, auf und neben dem Platz. «Ich würde es wieder machen», sagt Nef.

Jetzt aber lautet sein Ziel, rasch seine neue Mannschaft kennen zu lernen und so bald als möglich das zu sein, wofür er verpflichtet worden ist: Eine wertvolle Arbeitskraft. «Ich möchte dazu beitragen, dass YB zu einer gewissen Konstanz findet», sagt Nef. Egal, ob sein Team nun gegen Basel oder wie am Donnerstag in der Europa League beim VfB Stuttgart oder zwei Tage später im Cup beim interregionalen Zweitligisten Spiez anzutreten hat. Auf diese Kernaufgabe will sich Nef konzentrieren, alles andere kommt dann von selbst. Wie zum Beispiel ein Comeback in der Nationalmannschaft. Sein bisher drittes und letztes Spiel für die Nati hat er vor einem Jahr beim 2:0 über Griechenland absolviert, nachdem ihm ein Jahr zuvor beim Einstand unter Ottmar Hitzfeld gegen Zypern gleich ein Tor geglückt war.

Ob er ein ähnliches Husarenstück nun auch gegen Basel schafft?

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 12. September 2010, 21:12 
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resultat isch nach däm zwüschefall mit em dudar total egal, houptsach dr emiliano wird wieder gsund!!!


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 Beitrag Verfasst: Sonntag 12. September 2010, 21:16 
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Haribo hat geschrieben:
resultat isch nach däm zwüschefall mit em dudar total egal, houptsach dr emiliano wird wieder gsund!!!


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 Beitrag Verfasst: Montag 13. September 2010, 07:08 
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Meisterschaft, YB - Basel 2:2 (2:1)

Remis zwischen YB und Basel: Die Berner gingen dank Toren von Jemal und Degen in Führung, Frei und Chipperfield glichen das Spiel aus. Das Spiel musste nach 37 Minuten für mehrere Minuten unterbrochen werden. Emiliano Dudar blieb nach einem Zusammenprall regungslos liegen und musste lange gepflegt werden. Er wurde später ins Spital überführt.

Die Young Boys legten einen starken Start hin und setzten Basel sofort unter Druck. Der frühe Führungstreffer fiel nach einem Corner von Costanzo. Bienvenu köpfte den Ball mit dem Hinterkopf zu Jemal, dieser traf mit einem Schuss aus der Drehung ins Netz (4.). Die Young Boys kamen in der Folge zu weiteren Chancen und drückten dem Spiel den Stempel auf. Eine schöne Kombination über Lulic und Costanzo verwertete Degen in der Mitte der ersten Halbzeit zum 2:0 (22.).

Danach kam der Gast aus Basel etwas besser ins Spiel. Streller hätte den Anschlusstreffer eigentlich erzielen müssen. Aus bester Position setzte der Stürmer den Ball neben das Tor (31.).

Dann folgte die Szene, die das Fussballspiel zur Nebensache werden liess. Emiliano Dudar blieb nach einem Zusammenprall regungslos liegen. Der YB-Verteidiger musste auf dem Feld lange betreut werden, ehe er zu weiteren Untersuchungen ins Spital gebracht wurde. Schiedsrichter Studer schickte die Mannschaften nach diesem Vorfall in die Kabinen.

Nach Wiederbeginn änderte sich der Charakter des Spiels. Die Basler waren nun die spielbestimmende Mannschaft. Frei erzielte mit einem Freistoss den Anschlusstreffer (39.). Nach dem folgenden Seitenwechsel hatte der FC Basel mehrere gute Ausgleichsmöglichkeiten. Jemal rettete vor Streller zur Ecke, später wehrte Wölfli einen Shaqiri-Schuss ab. Eine Viertelstunde vor Schluss schoss der eingewechselte Chipperfield nach einem Pass von Streller den Ausgleich (73.).

In der Schlussphase konnten die Young Boys noch ein paar Offensiv-Akzente setzen. Degen wäre mit einer Direktabnahme beinahe das dritte Tor gelungen. Sein Abschluss flog über das Tor und so endete die Partie mit einem letztlich gerechten Unentschieden.

Die Gedanken der beiden Teams und der Zuschauer sind bei Emiliano Dudar.
Gute Besserung, Emiliano!

Stadion: Stade de Suisse
Zuschauer: 25772
Schiedsrichter: Studer

Tore:
4. Jemal (Linksschuss; Bienvenu) 1:0.
22. Degen (Linksschuss; M. Costanzo) 2:0.
39. Frei 2:1.
73. Chipperfield 2:2.

Auswechslungen:
37. Nef für Dudar.
63. Raimondi für M. Costanzo.
68. Hochstrasser für Lulic.
71. Chipperfield für Tembo.
89. Cabral für Safari.
92. Almerares für Frei.

Ersatz:
YB: Bürki, M. Schneuwly, C. Schneuwly, Mayuka.
Basel: Sommer, Ferati, Zanni, Xhaka.

Bemerkungen:
YB ohne Lingani (verletzt), Regazzoni (kein Aufgebot) und De Pierro (U21). Basel ohne Stocker, Kusunga und Zoua (alle verletzt). 37. Dudar muss nach Zusammenprall auf dem Spielfeld lange gepflegt werden, deshalb erfolgte der Pausenpfiff bereits zu diesem Zeitpunkt.

Verwarnungen:
13. Lulic (Unsportlichkeit), 30. Huggel (Reklamieren), 50. Inkoom (Ballwegschlagen), 67. Tembo (Foul), 82. Shaqiri (Foul), 82. Degen (Foul).


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 Beitrag Verfasst: Montag 13. September 2010, 11:15 
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Dudar auf dem Weg der Besserung

Emiliano Dudar befindet sich nach seinem Unfall im Spiel YB – Basel vom Sonntag auf dem Weg der Besserung. Nach eingehenden Untersuchungen im Inselspital lässt sich festhalten, dass sich der Argentinier eine schwere Gehirnerschütterung und einen Nasenbeinbruch zugezogen hat. Er wurde am Sonntag vor dem Transport ins Spital in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt. Im Verlauf des Montags wird die Aufweckphase eingeleitet. Sein Zustand ist stabil. Wie lange Dudar ausfallen wird, ist offen.

Der BSC Young Boys wünscht Emiliano Dudar baldige Genesung und bedankt sich herzlich für die vielen positiven Reaktionen.


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 Beitrag Verfasst: Montag 13. September 2010, 13:30 
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sf.tv, 13.09.2010

YB verliert Punkte und Dudar

Die Young Boys und Basel haben sich 2:2 unentschieden getrennt. Nach einer starken 1. Halbzeit verkrafteten die Berner den Ausfall von Emiliano Dudar schlecht und mussten wichtige Punkte lassen.

2:0 hatte YB nach 22 Minuten geführt und den Meister aus Basel dominiert. Als kurz vor der Pause Abwehrchef Dudar nach einem schlimmen Zusammenprall mit François Affolter bewusstlos liegenblieb und notfallmässig ins Spital musste, verloren die Berner den Faden.

YB früh mit 2:0 in Führung

Dabei hätte die Partie für das Heimteam besser nicht beginnen können. Gerade einmal 4 Minuten waren im Stade de Suisse gespielt, als der tunesische Neuzugang Ammar Jemal nach einem Eckball das Chaos in der Basler Verteidigung ausnützte und YB in Führung schoss.

Basel benötigte 20 Minuten, ehe Streller mit einem Kopfball erstmals für Gefahr vor YB-Keeper Wölfli sorgen konnte. Unmittelbar danach hiess es aber schon 2:0 für die Hauptstädter. David Degen erhöhte die Führung nach einem perfekten Pass Moreno Costanzos. Basel hatte bis zu diesem Zeitpunkt den Young Boys nichts entgegenzusetzen.

8. Saisontreffer von Frei

Dann ereignete sich der schlimme Zusammenprall von Dudar und Affolter. Schiedsrichter Stephan Studer pfiff die Halbzeit nach minutenlanger Pflege Dudars vorzeitig ab. Der Schock über das Ausscheiden ihres Teamkollegen sass bei den YB-Spielern tief. Nach dem Tee, es mussten zuerst noch 8 Minuten aus der 1. Hälfte nachgeholt werden, traf Alex Frei in der 39. Minuten mit einem Traumfreistoss zum 1:2. Es war bereits das 8. Saisontor des Nati-Captain.

Chipperfield sorgte für den Ausgleich

YB fand zu keinem Zeitpunkt mehr ins Spiel zurück und Basel drückte auf den Ausgleich. In der 62. Minute vergab Frei eine gute Möglichkeit, Sekunden später parierte Wölfli mit einer Glanztat einen Schuss des hervorragend spielenden Xherdan Shaqiri.

In der 73. Minute fiel der Ausgleich dann durch Scott Chipperfield doch noch. FCB-Coach Thorsten Fink hatte mit der Einwechslung des Australiers zwei Minuten zuvor ein goldenes Händchen bewiesen.

FCB 3 Punkte hinter Leader Luzern

Mit dem Remis verlor Basel weitere Punkte auf Leader Luzern (6:2 gegen Bellinzona). Der Rückstand der drittplatzierten «Bebbi» auf die Zentralschweizer beträgt 3 Zähler.

http://www.sport.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/09/12/Fussball/YB-verliert-Punkte-und-Dudar

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 Beitrag Verfasst: Montag 13. September 2010, 13:41 
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Berner Zeitung, 12.09.2010

Wenn das Resultat Nebensache ist

Die Partie YB - Basel ist vom schweren Unfall Emiliano Dudars überschattet worden. Der YB-Verteidiger verletzte sich bei einem Zusammenprall am Kopf, wurde in ein künstliches Koma versetzt und ins Inselspital überführt.

Emiliano Dudars Gesundheitszustand interessierte gestern Abend rund um YB am meisten. Der Verteidiger wurde nach seinem heftigen Zusammenprall im Heimspiel gegen den FC Basel (2:2) in ein künstliches Koma versetzt und verbrachte die Nacht auf heute im Berner Inselspital. Dort wurde er mit einer sogenannten Schichtuntersuchung auf Schädel- und Hirnverletzungen geprüft. Offenbar erlitt der Argentinier «nur» eine schwere Hirnerschütterung sowie einen Nasenbeinbruch.

Die 38.Minute läuft zwischen den Young Boys und Basel, als allen im Stade de Suisse der Atem stockt. Die YB-Verteidiger Emiliano Dudar und François Affolter sind hochgestiegen und fürchterlich mit den Köpfen zusammengeprallt. Dudar fällt zu Boden und bleibt bewusst- und reglos liegen. Er blutet stark aus der Nase. Basels Stürmer Marco Streller, ebenfalls in die Aktion verwickelt, erfasst die Situation am schnellsten: Sofort ruft er nach dem medizinischen Personal der Berner. Affolter kümmert sich um Dudar. Auch Goalie Marco Wölfli schaut nach seinem Teamkollegen, Thierry Doubai legt sich sogar neben Dudar auf den Boden und versucht den Verletzten, so gut es geht, zu unterstützen. «Es war ein schlimmes Bild», wird YB-Spieler Christoph Spycher später sagen. Affolter lässt ausrichten, er wolle nicht über die Szene sprechen. Es ist verständlich, der junge Verteidiger ist zu erschrocken über den Vorfall.

Vorzeitig in die Kabine

Mehrere Minuten lang wird Dudar intensiv auf dem Platz behandelt. Die Rettungssanitäter, die bei jedem Spiel dabei sind, stossen dazu. Dudar erhält eine Infusion und eine Spritze. Durch die Bewusstlosigkeit ist aber sein Kiefer verkrampft. Entgegen ersten Annahmen hat er die Zunge jedoch nicht verschluckt. «Er war immer mit genügend Sauerstoff versorgt», sagt Andreas Brand, der als YB-Teamarzt für die Erstversorgung Dudars zuständig war. Brand erscheint nach dem Spiel gemeinsam mit den Trainern zur Pressekonferenz. Aufgrund einer ersten Diagnose geht auch er davon aus, dass sich Dudar das Nasenbein gebrochen und eine Hirnerschütterung zugezogen hat.

Während Dudar auf dem Feld versorgt wird, schlagen die Spieler dem Schiedsrichter vor, die Mannschaften vorzeitig in die Kabine zu schicken. Studer unterhält sich kurz mit dem Schiedsrichterinspizienten, dann pfeift er zur vorzeitigen Pause. Wenig später wird Dudar auf der Bahre ins Stadioninnere gebracht und schliesslich im Krankenwagen ins Inselspital, spezialisiert auf die Behandlung von Kopf- und Schädelverletzungen, gefahren. Pechvogel Dudar hatte gegen den FC Basel nach Knöchelverletzung und rund einem Monat Verletzungspause gerade erst sein Comeback gegeben.

«Es war nicht das Gleiche»

Im Kabinentrakt verhandeln derweil der Schiedsrichter, die Trainer und die Captains der beiden Teams über die Wiederaufnahme der Begegnung. Nachdem ihnen gesagt wurde, Dudar gehe es den Umständen entsprechend gut und es bestehe keine Lebensgefahr, einigen sie sich darauf, auf den Platz zurückzukehren. Nach rund einer halben Stunde Unterbruch geht das Spiel weiter. Studer lässt die restlichen Minuten der ersten Halbzeit nachspielen. Dann werden die Seiten gewechselt. «Es war nicht das Gleiche wie vorher», sagt YB-Trainer Vladimir Petkovic, der Dudar seit gemeinsamen Bellinzona-Zeiten kennt. Dennoch stört es ihn nach dem 2:2, dass seine Spieler Mühe hatten, ins Spiel zurückzufinden und es Basel gelang, den Rückstand aufzuholen. «Der Vorfall darf für uns kein Alibi sein», sagt er. Basel-Trainer Thorsten Fink sagt, das Resultat sei gerecht, doch er habe Mühe, über das Spiel zu sprechen. Er zieht es vor, Dudar «im Namen des ganzen Klubs» gute Besserung zu wünschen. Unten, vor der Kabine, findet auch Marco Streller die richtigen Worte. Er sagt: «Ob Sieg oder Niederlage: Das war diesmal nicht das Entscheidende.»

Welche Verletzungen sich Emiliano Dudar genau zugezogen hat, darüber wird YB im Verlauf vom Montag informieren.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Wenn-das-Resultat-Nebensache-ist/story/26410780

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