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 Beitrag Verfasst: Freitag 17. September 2010, 14:34 
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Jungfrau Zeitung, 16.09.2010

Kann der Geist von Spiez YB ein Bein stellen?

Bernhard Hodler und der FC Spiez treffen im Cup auf die Young BoysIm Schweizer Cup gastieren die Young Boys beim Zweitligisten FC Spiez unter der Leitung von Trainer Bernhard Hodler. Mit einer disziplinierten Leistung will der Unterseener den Gelb-Schwarzen das Leben schwer machen. Im Bezug auf den Ausgang der Partie gibt sich Hodler realistisch – schliesst ein Wunder aber nicht ganz aus.

Lange ist es her, als Spiez Teil der Sportgeschichte wurde. 1954 war es, als das Endspiel der Fussball-Weltmeisterschaft in Bern stattfand. Die bundesdeutsche Nationalmannschaft hatte sich für dieses qualifiziert und stand im Final dem damals scheinbar übermächtigen Ungarn gegenüber. Als «Wunder von Bern» ging der überraschende 3:2-Sieg von Deutschland schliesslich in die Geschichte ein und bot seither mehrmals die Grundlage für Verfilmungen. Immer eine tragende Rolle spielt dabei Spiez: Im malerischen Städtchen am Südufer des Thunersees schlug die deutsche Nationalelf 1954 vor dem Final ihre Zelte auf. Bundestrainer Sepp Herberger quartierte seine Mannschaft im Hotel Belvédère ein, wo sich der Mythos um den Geist von Spiez entwickelte: Herberger schottete das Team von der Aussenwelt ab, gewährte weder Presse noch Ehefrauen und Freundinnnen Zugang zum Hotel und formte sein Team so zu einer eingeschworenen Gemeinschaft. Verantwortlich für die Niederkunft in Spiez war damals Co-Trainer Albert Sing, dessen Verwandten das Belvédère gehörte. Ohnehin kannte sich Sing in der Schweiz gut aus: Als Trainer des BSC Young Boys holte er von 1957 bis 1960 vier Meisterschaften in Serie und zwei Cupsiege – eine Quote, die in der Schweiz bis heute unerreicht ist.

Starker Spiezer Teamgeist

Ausgerechnet Spiez figuriert nun als Zwischenstation eben dieser Young Boys auf dem Weg zu ihrem vielleicht nächsten Cupsieg. Für die Spiezer Zweitligisten sind die Berner trotz zweifelloser Überlegenheit ein Traumlos: «Aus 64 Mannschaften ausgerechnet YB zugelost zu bekommen, ist wie ein Lotto-Sechser», schwärmt der Unterseener Bernhard Hodler, Trainer der ersten Spiezer Mannschaft. Diese bereitet er auf die bevorstehende, spezielle Partie vor wie auf jede andere – der Spieltag selbst soll dann jedoch zelebriert werden: Vor der Partie, die am Samstag, 18. September, um 16.30 Uhr auf dem Spielfeld bei ABC-Zentrum in Spiez beginnt, isst Hodlers Team zusammen zu Mittag, am Nachmittag werden Mannschaftsfotos geschossen, womit der Tag den Spielern ohnehin länger in Erinnerung bleibt. Auch Hodler legt also Wert auf Gemeinschaft – spürt er gar den Geist von Spiez in seiner Mannschaft? «Ja», sagt Hodler bestimmt: «Ich habe schon einige Teams trainiert, aber eine Stimmung wie in Spiez habe ich noch nie erlebt. Der Star ist die Mannschaft selbst und jeder fügt sich darin ein», schwärmt der Unterseener.

Nicht in Ehrfurcht erstarren

Die Voraussetzungen für ein Wunder von Spiez scheinen also vorhanden. Bernhard Hodler blickt dem Cup 1/32-Final jedoch realistisch entgegen: «Das Resultat ist für uns zweitrangig. Das Spiel wird von seiner Einmaligkeit leben», sagt er, schliesslich spielen seine 2.-Liga-interregional-Schützlinge wohl nicht so schnell wieder vor einer Kulisse mit rund 4000 Zuschauern. Gespannt ist Hodler auf die mentale Verfassung seiner Spieler: «Sie werden top- bis übermotiviert in die Partie steigen.» Eine gewisse Nervosität sei angebracht, in Ehrfurcht vor dem grossen Gegner zu erstarren jedoch falsch: «Genau dies wird der entscheidende Knackpunkt sein, wie wir uns gegen YB präsentieren können.» Konkretere Auskunft kann der Spiez-Trainer über die taktische Einstellung seiner Elf geben: «Gegen einen Grossen ist es einfacher, hinten die Null zu halten, als vorne die Eins zu machen.» Dementsprechend will er den Gästen aus der Super League mit einer disziplinierten Defensivleistung das Leben schwer machen. Aber auch den einen oder anderen schnellen Vorstoss werden die Spiezer versuchen: «Wir haben bewiesen, dass wir Tore schiessen können», so Hodler in Anlehnung an den 4:0-Sieg in der Meisterschaft gegen Kerzers vor Wochenfrist. Und nicht zuletzt weiss der Unterseener: «Auch YB kocht nur mit Wasser.»

http://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/105809/

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 Beitrag Verfasst: Freitag 17. September 2010, 14:41 
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20min.ch, 17.09.2010

Wiedersehen mit YB für Spiezer Duo

Der Cupmatch gegen YB ist für Spiez das Saison-Highlight. Besonders auch für das Duo Marc Gerber und Bruno Baumgartner.

Die beiden Spieler des interregionalen Zweitligisten haben eine Vergangenheit beim Klub aus der Hauptstadt: Der 30-jährige Bruno Baumgartner erinnert sich: «Im Jahr 2000 durfte ich ab und zu mit der ersten Mannschaft trainieren. Einmal nahm mich der damalige Trainer Marco Schällibaum auch ins Kader – gegen Thun sass ich auf der Ersatzbank.» Der Verteidiger hatte bei den Bernern einen Vierjahreskontrakt, nach zwei Saisons in der zweiten Mannschaft wurde er aber für zwei Jahre nach Solothurn ausgeliehen. «Da trafen wir im Cup auch auf YB und verloren ganz knapp 1:2.» 2004 kehrte Baumgartner zum Stammklub Spiez zurück. «Ich bin technisch nicht der Beste. Mein Spiel ist eher kampfbetont», erklärt er, warum er den Sprung ins Fanionteam von YB nicht geschafft hat.

Marc Gerber (28) war bereits nach einer Saison wieder ins Oberland zurückkehrt. «Die Vorrunde verpasste ich wegen einer Meniskusverletzung, die Rückrunde verlief dann ganz gut», beschreibt der heutige FCS-Captain die Saison 2001/02. «Ich hätte noch ein Jahr länger bleiben können. Aber mir fehlte der letzte Ehrgeiz.» Ein YB-Fan ist der Mittelfeldläufer auf der rechten Seite indes geblieben. Sowohl Gerber wie auch Baumgartner haben bei ihrem Abstecher zum Grossklub mit Goalie Marco Wölfli gespielt, Baumgartner auch noch mit Stürmer Marco Schneuwly. «Wir freuen uns riesig auf das Spiel», sagen beide und bestätigen die Worte von Trainer Beni Hodler: «Wir wollen die bestmögliche Leistung zeigen und der Region ein Fussballfest bieten.»

Mit mehr als 2000 verkauften Tickets steht bereits fest, dass in Spiez der Stadionrekord geknackt wird.

http://www.20min.ch/sport/fussball/story/Wiedersehen-mit-YB-fuer-Spiezer-Duo-29772637

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 Beitrag Verfasst: Freitag 17. September 2010, 15:01 
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Berner Zeitung, 17.09.2010

Lehrstunde für den FC Spiez

YB ist nicht die erste Spitzenmannschaft, die in Spiez antritt. 1984 war sogar das argentinische Nationalteam zu Besuch.

Was sind schon 26 Jahre? Peter Lanz erinnert sich noch ziemlich genau an den 28.August 1984, als er den FC Spiez als Teamcaptain im internationalen Freundschaftsspiel gegen Argentinien anführte. «Ich war damals im Militärdienst», erzählt er, «und verletzt. Dies hielt ich allerdings geheim, denn ich wollte unbedingt spielen.» Er habe mit starken Schmerzen gespielt sagt der heute 52-Jährige. Dies war allerdings nicht der Grund für die klare 1:10-Niederlage. «Die Argentinier haben uns eindrücklich den Unterschied zwischen Feierabend- und Profifussball demonstriert.» Angetreten, sei er mit der Idee, dem Gegner zu zeigen, was er fussballerisch draufhabe. Nach dem Spiel war klar: «Wir haben eine Lehrstunde erhalten.»

In guter Erinnerung ist der Auftritt vor 600 Zuschauern dennoch geblieben. «Das Spiel war für uns ein Highlight.» In die Geschichtsbücher des FC Spiez schrieb sich Markus «Stägli» Imobersteg ein. Er war einziger Spiezer Torschütze im einseitigen Duell und damit für viele ein Held.

Bilardo als Schiedsrichter

Entstanden war die Idee vom Freundschaftsspiel kurzfristig. Die Argentinier versprachen auch, einen Schiedsrichter zu stellen. Dieser hiess schliesslich Carlos Bilardo und war der Trainer der Equipe. Assistiert wurde er von zwei echten Schweizer Linienrichtern, deren Hinweise mit dem Fähnchen allerdings nicht immer nach Schweizer Art interpretiert wurden. Bilardo nahm sich zudem die Freiheit, die Partie jederzeit zu unterbrechen und seiner Equipe taktische Anweisungen zu geben.

Der FC Spiez als Testgegner hat sich für die Argentinier übrigens bewährt. Vier Tage nach dem 10:1 auf dem AC-Zentrum gewann Bilardos Team – wie in Spiez ohne Superstar Diego Maradona – das Länderspiel gegen die Schweiz 2:0.

Kein Testtraining in Bern

Peter Lanz war jahrelang ein Leistungsträger bei Spiez, zu Einsätzen in einer höheren Liga kam er aber nicht. Bereits mit 15 Jahren spielte er in der ersten Mannschaft. Er galt als das, was man gemeinhin als Talent bezeichnet. Bruno Steiner, Trainer in Spiez, arrangierte ihm sogar ein Probetraining beim damaligen NLB-Klub FC Bern. «Ich hatte daran aber kein Interesse und ging nicht hin», sagt er. Auch heute noch ist Peter Lanz überzeugt, dass er den Sprung zum Spitzensportler nicht geschafft hätte. «Für mich war Fussball Hobby. Mir war ein guter Teamgeist wichtig. Etwas, das im Spitzensport oftmals zu kurz kommt.» Heute ist Lanz nicht mehr im Fussball aktiv. «Mein Sohn spielt Rollhockey.» So engagiert sich der Vater beim RSC Uttigen.

Am Samstag Zuschauer

Bei den Spiez-Spielen ist Lanz hingegen noch ab und zu Zuschauer. «Am Samstag gegen YB werde ich natürlich auch dabei sein.» Im Berner Oberland hofft man im Übrigen auf die Sensation. Immerhin werden die Young Boys nicht ausgeruht ins Cupspiel steigen. Zwischen dem gestrigen Europa-League-Spiel der Berner in Stuttgart und dem Cupmatch in Spiez liegen nur etwas mehr als 41 Stunden.


Schwingerkönig zu Gast

Am Samstag wird auf dem AC-Zentrum im Cupspiel Spiez - YB ein neuer Zuschauerrekord aufgestellt. Im Vorverkauf wurden rund 2500 Tickets abgesetzt. Weitere Eintrittskarten sind an der Tageskasse ab 15 Uhr erhältlich.

Die Veranstalter raten den Zuschauern, frühzeitig zu erscheinen. Probleme könnte es mit den Parkplätzen geben. «Wenn jeder Zuschauer mit dem eigenen Auto anreist, wirds eng», sagt Reto Gerber, Medienchef des FC Spiez.

Das Spiel wird um 16.30 Uhr angepfiffen. Das Anspiel erfolgt durch den Schwingerkönig Kilian Wenger.

http://www.bernerzeitung.ch/region/thun/Lehrstunde-fuer-den-FC-Spiez/story/23045237

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 Beitrag Verfasst: Samstag 18. September 2010, 11:37 
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Berner Zeitung, 18.09.2010

Heute steigt der Cup-Hit Spiez - YB

Wem bringt Schwinger- könig Kilian Wenger Glück? Der Anstoss zum Cupspiel FC Spiez - BSC Young Boys erfolgt heute durch ihn.

Kurzentschlossene, aufgepasst: Heute Nachmittag um 16.30 Uhr wird auf dem Spiezer Sportplatz ABC-Zentrum in Lattigen das Fussball-Cup-Schlagerspiel zwischen dem FC Spiez (2. Liga inter) und dem BSC Young Boys (Super League) angepfiffen (wir berichteten). Die Berner haben dabei den schwachen Eindruck vom Donnerstagabend in Stuttgart (Europa League) wieder gut zu machen.

Ab 15 Uhr ist die Tageskasse geöffnet, Stehplatztickets zu 20 Franken (Erwachsene) und 10 (Kinder von 7 bis 16 Jahre) sind noch in genügender Zahl erhältlich. Im Vorverkauf wurden gut 2500 Tickets für das grösste Spiel in der 62-jährigen Geschichte des FC Spiez abgesetzt.

Ein König am Ball

Die Klubverantwortlichen rechnen mit gegen 4000 Matchbesucherinnen und -besuchern. Unter diesen wird auch Schwingerkönig Kilian Wenger sein, der den Anstoss am Berner Cup-Derby ausführen wird. Die Veranstalter empfehlen, frühzeitig anzureisen, am besten zu Fuss, mit dem Velo oder Töffli. Achtung: Im Raum Lattigen steht nur eine beschränkte Anzahl Parkplätze zur Verfügung.

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 Beitrag Verfasst: Samstag 18. September 2010, 11:40 
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Der Bund, 18.09.2010

Ausnahmezustand in Spiez

Heute ist halb Spiez auf den Beinen. Der lokale Zweitligist empfängt um 16.30 im Cup YB. Im ABC-Zentrum werden 4000 Zuschauer erwartet.

ABC-Zentrum in Spiez-Lattrigen – hier findet der lokale Fussballklub ideale Trainingsbedingungen vor. Im hinteren Teil des grosszügig bemessenen Areals steht dem Zweitligisten ein grosser und ein kleiner Übungsplatz samt Flutlicht zur Verfügung. Hier hält Trainer Beni Hodler beim zweitletzten Training vor dem Cup-Knüller gegen YB eine kurze Ansprache. Er fordert seine Spieler auf, sich dem Goliath mutig entgegenzustellen. «Unser Ziel muss es sein, den Match möglichst lange offenzuhalten. Das können wir nur, wenn wir so auftreten wie in den ersten Meisterschaftsspielen. Solidarisch, lauf- und kampfstark.» Er erinnert daran, dass beim FC Spiez «das Team der Star» ist. Eine Einschätzung, die René Brandenberger sofort unterschreiben würde. Der FCS-Sportchef beobachtet am Spielfeldrand, wie der temperamentvolle Hodler seine Spieler antreibt. «Beni ist ein Glücksfall für uns. Er hat Charisma, eine klare Linie und einen gesunden Ehrgeiz», lobt er. Hodler, der 18 Jahre für den FC Interlaken gespielt hat und später beim gleichen Verein drei Jahre an der Linie stand, ist auf diese Saison hin zu Spiez gestossen. Es war ihm ein wichtiges Anliegen, die Zahl der wöchentlichen Trainings von zwei auf drei Einheiten zu erhöhen. «Um mehr Zeit für taktische Dinge zu haben.»

Die akribische Arbeit des 41-jährigen Interlakners, welcher bis vor zwei Jahren bei der Juniorenabteilung des FC Thun als U-16-Coach tätig war, zahlte sich früh aus. Aufsteiger Spiez hat nach fünf Runden bereits 10 Punkte auf seinem Konto. Brandenberger: «Mit einem solchen Start konnten und durften wir nicht rechnen.»

Gute spielerische Mittel

Hodler findet erfreulich, dass sich seine Equipe die Punkte nicht mit Hauruck-Fussball erkämpfte, sondern mit spielerischen Mitteln. «Mir stehen etliche Spieler zur Verfügung, die eine gute Grundausbildung genossen haben.» Cyrill Baumann, Fatium Selmani, Ivan Bujanovic und Sven Simon entstammen der Nachwuchsbewegung des FC Thun. Marc Gerber und Bruno Baumgartner fanden in jüngeren Jahren sogar kurzzeitig bei der Nummer eins des Kantons Bern Unterschlupf. Baumgartner kickte zwischen 2000 und 2002 für den YB-Nachwuchs und durfte hin und wieder mit der ersten Mannschaft trainieren. Den definitiven Sprung ins Kader des Super-League-Klubs schaffte er wie Teamkollege Gerber nicht. Dieser kehrte nach nur einer Saison beim YB-Nachwuchs zu seinem Stammverein zurück. Dort ist der Mittelfeldspieler zum Captain aufgestiegen. Heute will er «die bestmögliche Leisung zeigen und der Region ein Fussballfest bieten». Das ist ganz im Sinne von Hodler, der seine Spieler am Ende seiner Ausführungen nochmals daran erinnert, dass ihnen nach etlichen Pflichtauftritten in der Meisterschaft nun eine Kür bevorsteht. «Und die wollen wir nicht vermasseln.» Die Bühne für wichtigste Spiel in der Spiezer-Klubgeschichte ist gross. Im ABC-Zentrum werden heute 4000 Zuschauer erwartet.

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 Beitrag Verfasst: Montag 20. September 2010, 08:07 
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Schweizer Cup, Spiez - YB 0:7 (0:3)

Im 1/32-Final des Schweizer Cups kam es heute in Spiez zu einem Volksfest. Der FC Spiez aus der interregionalen zweiten Liga konnte den BSC Young Boys zu einem Kantonalderby empfangen. Vor 3'650 Zuschauern liess YB nie Zweifel aufkommen. Die Mannschaft von Vladimir Petkovic nahm das Heft gegen den Unterklassigen sofort in die Hand und erspielte sich etliche Chancen. Mitte der ersten Halbzeit brachte Mayuka die Young Boys in Führung. Der Stürmer verwertete eine Vorlage von Raimondi mit einem platzierten Kopfball (22.). Ein Doppelschlag vor der Pause von Marco Schneuwly sorgte für eine standesgemässe 3:0-Führung zur Pause. Beide Treffer wurden durch den engagierten Regazzoni vorbereitet (38./44.).

Nach dem Seitenwechsel hatten die Young Boys einige Möglichkeiten zum Ausbau der Führung. Spiez-Goalie Simon konnte sich gut in Szene setzen und hielt sein Tor in der zweiten Halbzeit lange rein. Nach einem Steilpass von Christian Schneuwly auf Mayuka lag der Ball aber dann doch zum vierten Mal im Netz (71.). Zehn Minuten später war es erneut Mayuka, der nach der Vorarbeit von Raimondi mit einem satten Weitschuss seinen dritten persönlichen Treffer erzielte (79.). In den Schlussminuten erhöhten Raimondi und Marco Schneuwly (wie Mayuka heute mit drei Toren) auf 7:0.

Spiez - YB 0:7 (0:3)
ABC-Zentrum. - 3'650 Zuschauer. - SR Klossner.
Tore: 22. Mayuka (Raimondi) 0:1, 38. M. Schneuwly (Regazzoni) 0:2, 44. M. Schneuwly (Regazzoni) 0:3, 71. Mayuka (C. Schneuwly) 0:4, 79. Mayuka (Raimondi) 0:5, 82. Raimondi (M. Schneuwly) 0:6, 83. M. Schneuwly (T. Doubaï) 0:7.
Spiez: Simon; Klossner (62. S. Bürki), Schmid, Wüthrich, Müller; Gerber, Selmani, Buri (64. Baumann), Bujanovic (78. Baumgartner); Walter, Häsler.
YB: R. Bürki; Nef (83. Zimmermann), Affolter, Jemal, Raimondi; T. Doubaï; C. Schneuwly (72. Tosetti), Costanzo (78. De Pierro); Mayuka, M. Schneuwly, Regazzoni.
Bemerkungen: YB ohne Dudar, Lingani (beide verletzt), Degen, Hochstrasser (beide gesperrt), Wölfli, Sutter, Lulic (geschohnt) und Spycher («Vaterschaftsurlaub»). Tosetti mit erstem Einsatz für die erste Mannschaft.


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 Beitrag Verfasst: Montag 20. September 2010, 11:41 
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Berner Zeitung, 20.09.2010

Dorffest mit den Young Boys

Der FC Spiez hat sein Cup-Abenteuer trotz 0:7-Niederlage gegen YB genossen.

Spielen bei YB. Fast jeder Spiezer Junior träumt von YB und von einem Engagement als Profispieler. Geschafft haben es nur wenige. Martin Bircher und Thomas Hartmann kamen in der NLA regelmässig zum Einsatz. Aus dem aktuellen Kader des FC Spiez 2.Liga interregional ist hingegen für viele der Traum bereits ausgeträumt. Immerhin: Marc Gerber und Bruno Baumgartner durften sich vor einigen Jahren in der U-21-Equipe der Gelb-Schwarzen versuchen.

Einlaufen

Einlaufen mit YB. Für die E-Junioren gab es im als «Match des Jahrhunderts» angekündigten Cupspiel zwischen Spiez und YB zumindest eine Annäherung mit den Stars. Sie durften mit den Teams auf den Platz des ABC-Zentrums einlaufen. Glück hatten jene, die einen YB-Akteur begleiten durften. Wie Laura, die Emmanuel Mayuka auf den Rasen führte. Dies sei doch ganz passabel, fand sie. Immerhin habe sie dessen Namen schon gekannt.

Spielen

Spielen gegen YB. Die Spieler des FC Spiez genossen es, dass sie sich mit YB in einem offiziellen Spiel messen durften. 3650 Zuschauer liessen sich den Vergleich nicht entgehen. Dies bedeutet natürlich Stadionrekord in der 62-jährigen Geschichte des FC Spiez. Um den Ansturm zu bewältigen, wurden erstmals Zusatztribünen gestellt. Mario Raimondi sprach nach dem Spiel dennoch von zwei komplett verschiedenen Welten. Nur etwas mehr als 41 Stunden vor Spiez lag der Europacup-Auftritt der Young Boys in Stuttgart. «Spiele wie in Spiez machen mir aber genauso viel Spass wie internationale Begegnungen», sagte der YB-Captain.

Einige Fans standen beim Cupspiel mit Dorffestcharakter vor einer harten Entscheidung. Wem sollten sie helfen, Spiez oder YB? Am besten lösten diese Aufgabe die Kinder, die ein YB-Dress trugen und «Hopp Spiez» riefen.

Leiden

Leiden mit YB. Mit dem Resultat war Raimondi beim 7:0-Sieg seiner Equipe zufrieden – mit der Leistung nicht restlos. «Wir haben in der zweiten Halbzeit etwas nachgelassen.» Den anspruchsvollen YB-Fans entging auch nicht, dass das Zusammenspiel nicht immer nach Wunsch klappte. Auch, weil zahlreiche Stammspieler fehlten. Degen und Hochstrasser waren gesperrt, Dudar und Lingani verletzt. Marco Wölfli erhielt eine Pause und Christoph Spycher ist am Freitag Vater eines Jungen geworden.

Die Spiezer hatten ihren Gegner gut studiert. Sie versuchten ihr offensives Glück vor allem über die Seite, wo der YB-Unsicherheitsfaktor Ammar Jemal verteidigte. Zur einzigen guten Torchance kamen die Oberländer jedoch erst in der 74.Minute mit einem indirekten Freistoss im gegnerischen Strafraum. Patrick Walter schoss übers Tor.

YB hatte die Löcher in der Spiez-Abwehr – ohne vorheriges Studium – rasch gefunden. Die ersten drei Tore wurden allesamt über die linke Seite eingeleitet. Zuerst stand Mayuka bei einem Flankenball an der richtigen Stelle, danach zweimal Marco Schneuwly. Die Partie war zur Pause mit dem 3:0 entschieden.

Trikottausch

Trikottausch mit YB. In der zweiten Halbzeit konnten die Spiezer recht gut mithalten. Erst in der 72.Minute erzielte YB das 4:0, danach brach Spiez ein, was drei weitere Gegentore zur Folge hatte. Der am meisten beschäftigte Spiez-Spieler war natürlich Goalie Sven Simon. Der 20-Jährige nahm die sieben Gegentore mit Sportsgeist. «Es ist die erste hohe Niederlage, bei der ich mir keine Vorwürfe machen muss. YB ist für uns einfach eine Nummer zu gross.»

Nach dem Abpfiff hatten die Spiezer aber andere Prioritäten, als über den Match zu fachsimpeln. Schliesslich wollte jeder ein Trikot des Gegners ergattern. Das Dress von Emmanuel Mayuka schnappte sich Joel Müller.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Dorffest-mit-den-Young-Boys-/story/29299833

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 Beitrag Verfasst: Montag 20. September 2010, 11:44 
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Der Bund, 20.09.2010

Volksfest auf dem Armee-Gelände

Der FC Spiez betrieb vor dem Cupspiel gegen YB einen riesigen Aufwand, damit das wichtigste Spiel seiner Vereinsgeschichte in einem würdigen Rahmen stattfinden konnte.

Nur zu gerne hätte Reto Gerber gegen seinen Lieblingsverein selber mitgespielt. Doch die Leiste, die seit Wochen bei fast jeder Bewegung zwickt, hat dem Spiezer Mittelfeldspieler einen Strich durch die Rechnung gemacht. Gerber hätte Trübsal blasen können beim wichtigsten Match in der 62-jährigen Geschichte des FC Spiez. Möglicherweise hätte er dann aber Ärger bekommen mit seinem Stiefvater Bernhard Theilkäs. Der Spiko-Präsident ist der eigentliche Mister FC Spiez, immer zu Stelle, wenn helfende Hände gefragt sind. Deshalb war es nichts als logisch, dass Theilkäs zusammen mit Gerber und Sportchef René Brandenberger den Kern des sechsköpfigen OK bildete, das für die Vorbereitungen und die Durchführung der Cupbegegnung zuständig war.

Die Spiezer betrieben einen enormen Aufwand, um den Vizemeister aus Bern auf einer ordentlich hergerichteten Bühne empfangen zu können. Der Naturrasen im ABC-Zentrum wurde in den letzten Tagen vom Platzwart mit viel Aufwand und Liebe gepflegt. Rund um das Sportplatz wurden drei Tribünen mit insgesamt 2000 Steh- und Sitzplätzen aufgestellt. Damit die erwarteten 3000 bis 4000 Zuschauer sich nicht vor den Kassenhäuschen die Füsse in den Bauch stehen mussten, wurde ein Vorverkauf organisiert. Für die Medienvertreter wurden auf dem Flachdach der Turnhalle eigens ein paar Plätze eingerichtet, die punkto Sicht aufs Spielfeld VIP-Charakter hatten.

Extrazug für YB-Fans

Am Samstag strömen die Leute scharenweise in das schweizerische Fachinstitut für den Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Bedrohungen und Gefahren, wie das ABC-Zentrum offiziell heisst. Die YB-Fans kommen grösstenteils mit dem Extrazug angereist, den die BLS in Zusammenarbeit mit dem Super-League-Klub organisiert hat. Vor den Eingängen sorgen Angestellte der Broncos Security für einen geordneten Einlass. Viel zu tun haben sie nicht, obwohl das Bier reichlich fliesst und die Zuschauersektoren durchlässig sind. Für die Gäste-Anhänger besteht auch nicht der geringste Anlass, für Ärger zu sorgen. Ihre Mannschaft ist gewillt, die missglückte Europa-League-Premiere in Stuttagart vergessen zu machen. 21 Minuten brauchen die Berner, um die Spiezer Festung zu knacken. Spätestens nach Marco Schneuwlys zweitem Tor unmittelbar vor dem Pausenpfiff ist klar, dass es im ABC-Zentrum zu keiner Cup-Sensation kommen wird. Den Zuschauern, sofern deren Herz nicht ohnehin für YB schlägt, ist das ziemlich egal. Sie gönnen sich in der Halbzeit trotz bissiger Kälte ein weiteres Bier oder einen wärmenden Kaffee, klatschen und tratschen. Derweil lärmen auf dem Platz die Guggenmusiker der Bödeli-Rasselbande. Sie waren von den Gastgebern als Stimmungsmacher angeheuert worden, haben aber, solange das Spiel läuft, einen schweren Stand gegen die lautstarken YB-Supporter.

Volksnahe Sieger

Nach der einseitigen Partie zeigen sich die Sieger volksnah. Sie schreiben fleissig Autogramme auf hingestreckte Leibchen, Schals, Zettel und Arme, klatschen Hände ab, lassen sich mit Kindern fotografieren und unterhalten sich angeregt mit den Verlierern aus Spiez. Unter diesen hat es diverse YB-Fans, die laut dem verletzten Reto Gerber regelmässig die Heimspiele der Gelbschwarzen besuchen.

Willkommener Zustupf

Da im Vorverkauf rund 2500 Eintrittsbillette verkauft worden waren, rechneten die Spiezer mit 4000 bis 4500 Zuschauerinnen und Zuschauern. Ganz so viele waren es schliesslich nicht. Doch die 3650 Personen, die sich schliesslich um den Sportplatz ABC-Zentrum drängen, lassen die Spiezer frohlocken. Laut dem Cup-OK belaufen sich die Eintrittseinnahmen auf rund 60000 Franken; hinzu kommt ein zweistelliger Betrag aus der Festwirtschaft, wo über 1000 Schweins- und Bratwürste sowie etliche Kilos Pommes frites und Chäsbrägel verkauft wurden.

«Der organisatorische Aufwand war riesengross, doch er hat sich gelohnt», bilanziert Bernhard Theilkäs zufrieden, während die YB-Spieler den Bus besteigen und Richtung Stade de Suisse davonfahren. Nächsten Sonntag wird der 54-jährige selber wieder dort anzutreffen sein. Wie Reto Gerber ist er im Besitz eines Saison-Abonnements und lässt sich kaum einen Match der Young Boys entgehen. Schon gar nicht, wenn diese gegen den FC Thun antreten.

http://www.derbund.ch/bern/Volksfest-auf-dem-ArmeeGelaende/story/20003461

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 Beitrag Verfasst: Montag 20. September 2010, 11:49 
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Sonntagsblick, 19.09.2010

Neuer YB-Sturm gibt den Takt an

7:0. Mit demselben Ergebnis wie der VfB Stuttgart schiesst sich YB in Spiez aus der Krise. Mayuka und Marco Schneuwly empfehlen sich im Sturm.

Müde, überspielt, ausgelaugt. So präsentiert sich Henri Bienvenu zuletzt als einzige YB-Spitze. Zeit für eine Pause, hat BLICK am Freitag geschrieben. Gestern kriegt sie der Kameruner. YB spielt mit einem Zweimann-Sturm, Petkovic setzt auf ein offensives 4-1-3-2. Und die beiden Stürmer schlagen beim interregionalen Zweitligisten zu: Marco Schneuwly wie Emmanuel Mayuka treffen dreimal.

Für Schneuwly sind es die ersten Treffer seit dem Tor beim 2:0 gegen Basel am 29. November 2009. Frustbewältigung nach dem schwachen Auftritt in Stuttgart auf der ungewohnten Seitenposition. «Der Trainer entscheidet, wo ich spiele. Aber meine Position ist schon ganz vorne», so der Fribourger.

Mayuka zeigt einige ganz interessante Dinge gegen einen allerdings enttäuschenden Underdog. «Ich kann meinen Mitspielern nur Danke sagen. Ich fühle mich in Bern immer besser. Ich verspreche, weiter hart zu arbeiten. Was daraus wird, weiss nur Gott!» Amen. Ansprüche stellt der Sambier mit seinen zarten 19 Jahren (noch) keine, obwohl solche in Anbetracht von Bienvenus Form legitim wären.

Wellen wirft das Spiel im Oberland nicht. Der FC Spiez freut sich über einen neuen Stadionrekord: 3650 Fans. Die Fans haben Zeit, sich über den besten Raclettekäse zu unterhalten oder darüber, warum König Wenger Kile Schwinger wurde und nicht Fussballer. «Wüu er z’fuu isch zum Seckle», sagt einer. Es wird gelacht.

Wie bei Roman Bürkis kleiner Slapstick-Nummer, bei der er so lange mit dem Ball spielt, bis ihm dieser aus den Fingern gleitet. Schade nur um den mutlosen Auftritt der Einheimischen – wie YB in Stuttgart. Spiez hat eine einzige Torchance. Doch Patrick Walter haut den Ball bei einem indirekten Freistoss aus 12 Metern darüber.

Werden wir also wieder ernst und schauen in die Zukunft und die YB-Woche der Wahrheit. Am Mittwoch gehts nach St. Gallen, am Samstag empfängt man Thun. Das Minimalziel sind 4 Punkte. Sonst? «Brennt es lichterloh im Umfeld und in den Medien», sagt YB-Boss Ilja Kaenzig. Und er muss es wissen.


Spiez (2.i.) – YB

0·7 (0-3)

ABC-Zentrum – 3650 Fans – SR: Klossner.

Tore: 21. Mayuka 0:1. 38. Marco Schneuwly 0:2. 44. Marco Schneuwly 0:3. 72. Mayuka 0:4. 79. Mayuka 0:5. 82. Raimondi 0:6. 83. Marco Schneuwly 0:7.

YB: Bürki; Nef (83. Zimmermann), Affolter, Jemal; Christian Schneuwly (72. Tosetti), Costanzo (78. De Pierro), Doubai, Regazzoni, Raimondi; Mayuka, Marco Schneuwly.

Bemerkungen: YB ohne Dudar, Lengani (verletzt), Spycher (Vaterfreuden), Degen, Hochstrasser (gesperrt) und Wölfli (Pause).

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 Beitrag Verfasst: Montag 20. September 2010, 11:53 
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Berner Zeitung, 20.09.2010

Cup-Party ist, wenn…

Cup-Party in Spiez ist, wenn ein Dorf des Fussballs wegen kopfsteht. Wenn dort, wo sonst rund 250 Interessierte den Spielen beiwohnen, für einmal 3650 Zuschauerinnen und Zuschauer hinpilgern, um das fussballerische Kräftemessen zwischen David (FC Spiez) und Goliath (BSC YB) hautnah mitzuerleben. So viel vorneweg: Die Spiezer wehren sich beim ABC-Zentrum nach Kräften – die Kräfte sind jedoch ungleich verteilt. Die Städter gewinnen das Berner Derby am Ende diskussionslos – wenn auch mit etwa zwei Toren zu hoch – 7:0.

Damit der Rekordkulisse (bislang 1500 Fans) nicht der «Saft» ausgeht, wird sie in Lattigen auf sympathisch-süsse Art empfangen: «Wir haben einen Schoggijob», flachst Rosita Adriano vor dem Eingang zur Temporärarena mit 2000 Tribünenplätzen. Die Frauen des örtlichen Damenturnvereines verteilen im Auftrag der Spiez Marketing AG eigens fürs Spiel der Spiele angefertigte Schokolade. Und das nicht eben knapp: «Es sind 2000 Stück zu 50 Gramm», weiss die Spiezer Turnerin. Oder nach Stübis Rechnungsbüchlein: Stolze 100 Kilo.

Einer, der auch ohne Schoggi bärenstark ist, steht im Anspielkreis im Zentrum: Der Mann der Stunde, Schwingerkönig Kilian Wenger. «Wir kennen uns schon lange», sagt Hans Wirz vom FC Spiez, weshalb ihre Majestät am Cupspiel seine Aufwartung macht. Wirz verleiht Wenger Schwung – seit Jahren stattet der Fischer-Mitarbeiter den Bösen mit Carvingski aus. Wenger Kile, der kein sehr grosser Fussballanhänger ist, sagt vor dem Anstoss, was in Spiez viele gerne hören. «Als Bärner Giel bini scho ä bitz wyt YB-Fän.»

Unweit entfernt wirbelt Hans Wirz’ Frau Heidy in der Buvette. Wie alle Helfenden trägt auch sie – ganz Lokalpatriotin – ein T-Shirt mit der Aufschrift «Spiezerin» (bei den Herren «Spiezbueb»). Sie lacht. «Wir haben hier einen arbeitenden Notarzt!». In der Tat: Klubmitglied Robert Schneider ist nicht nur fürs Medizinische zuständig – der fesche Bayer schenkt an der Theke auch allerhand Flüssiges aus. Ein Lob gebührt allen Beteiligten: Die Spiezer lassen sich nicht lumpen. Das Cup-Schmankerl ist bestens organisiert, und am Tag x läuft alles wie geschmiert.

Für Stimmung am Spielfeldrand sorgen die chorsingenden YB-Fans und eine bunte Truppe vom Bödeli: Rassel-Bande nennt sich die Guggenmusik. «Wir sind mit 22 Leuten angereist», sagt Präsident Samuel Jost. Das taten sie nicht ohne Grund. «Schämpu, der Mann unserer musikalischen Leiterin Silä Franz, ist Assistenztrainer der Spiezer.» Jost hofft zwar vergeblich auf den Ehrentreffer für die Gastgeber – ein «Olé, olé-olé-olé» gibts von der Rassel-Bande trotzdem.

Cup-Party in Spiez ist, wenn man sich auch im Nachgang erfreuen kann. Dank Einnahmen aus dem Ticketverkauf, der Festwirtschaft, dem Beitrag des Fussballverbandes und der Sponsorengelder spült das Cupderby einen schönen fünfstelligen Betrag in die Spiezer Klubkasse. Ein gerechter Lohn.

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