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 Beitrag Verfasst: Montag 5. November 2012, 15:47 
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Auch im Fall Kaenzig verliessen sich die Rihs-Brüder weniger auf eigene Eindrücke als auf Rückmeldungen der zwei neuen Verwaltungsratskollegen. Kienberger und Werner Müller führten im YB-Umfeld Gespräche und zogen das Fazit, Kaenzig müsse freigestellt werden.

isch aber no ä interessanti information wo d'nzz schribt. :roll:


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 29. November 2012, 17:20 
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29.11.2012

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«Wir sind eine Fussball-Firma»

Andy und «Jöggi» Rihs erklären die Young Boys

Die YB-Investoren Andy und Hansueli «Jöggi» Rihs sprechen im Interview mit Blick.ch über Sportchef Fredy Bickel, das Unternehmen YB und wie man Meister werden kann.

Andy Rihs, YB hat einen neuen Sportchef. Das heisst, dass Sie und Ihr Bruder wieder in die Geld-Schatulle greifen müssen.
Ihr habt sowieso keine Ahnung, was Geld ist. Ihr seht auch nicht in das Ganze rein. Das ist kein Fussball-Klub, sondern ein Fussball-Unternehmen, eine Fussball-Firma. Das ist der kleine Unterschied. Wir sind ein Geschäft. Der Fussball ist ein Teil, das andere ist die Gastronomie, das andere sind Konzerte. Wir haben zum Beispiel drei Konzerte im Juni/Juli angesagt. Wir haben ganz andere Einnahmequellen und daher geben wir auch keine Auskunft darüber.

Aber es ist ein Fakt, dass Bickel etwas kostet.
Andy Rihs: Es kosten alle etwas.
Hans-Ueli Rihs: Jeder Mitarbeiter.

Bickel wird sicher Ambitionen haben und mit Wünschen nach neuen Spielern kommen. Es ist noch etwas früh, aber wie wird die Antwort dann aussehen?
Andy Rihs: Ich weiss es nicht. Er hat ja gesagt, er müsse zuerst hierher kommen und alles analysieren. Wir werden dann sehen, welche Vorschläge er hat. Wir werden sehen, was sich das Unternehmen leisten kann.

Unterstützen Sie die Wahl Bickels persönlich?
Andy Rihs: Ja, absolut. Ich kenne ihn natürlich seit Ewigkeiten, seit ich im Fussball bin. Ich kenne seine Storys und alles drum und dran. Wir reden nicht mit einer Unbekannten. Fredy hat einen guten Ausweis mit dem FCZ. Fredy hat einen Leistungsausweis beim FCZ: drei Meistertitel, ein Cupsieg. Chapeau! Das haben wir bei YB nicht.

Bei YB ist dies ein Vierteljahrhundert her. Man redet sicher nicht mehr, dass garantiert ein Titel geholt wird, wie man das mit Christian Gross und Ilja Kaenzig gemacht hat.
Andy Rihs:Das habe ich nicht gesagt. Das sind Erwartungen der er Leute und der Medien, wenn solche Namen auftauchen.

Aber Sie haben schon auch die Erwartung...
Andy Rihs: (unterbricht) ... Welcher Fussball-Klub will nicht Schweizer Meister werden und Cupsieger? Welcher? In dem Moment sind wir wohl alle auf dem gleichen Niveau.

Rapperswil-Jona würde dies auch gerne werden, nicht wahr, Jöggi Rihs?
Hansueli Rihs: Das ist ja ganz klar. Es ist genau das, was Freude macht und woran das Publikum Begeisterung findet.

Bei den Lakers ist die Tendenz aber auch eher Richtung Playoff-Qualifikation als Richtung Meistertitel.
Hansueli Rihs: Das lassen wir völlig offen. Wir schauen jedes Spiel neu an und geben immer das Maximum. Und das sieht man vielleicht kurz vor Saisonende, ob es eine Möglichkeit gibt. Und sonst müssen wir in Gottes Namen in die Playouts. Es wäre aber völlig falsch zu sagen, das muss jetzt erreicht sein. Dann klappt es meistens nicht. Wenn die Leute unbelastest spielen können, weil es ihnen Spass macht, klappt es plötzlich.

Es gibt einen Vorteil im Eishockey: Man kann auch vom 8. Platz noch Meister werden. Das ist bei YB leider nicht möglich.
Ich denke, in dieser Saison gab es einige ungünstige Ereignisse. Wir wollen sicher schauen, dass diese Mannschaft gute sportliche Erfolge bringen kann und dass wir anständig klassiert sind. Vielleicht gelingt sogar noch etwas im Cup. Who knows.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 23056.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 24. Juni 2013, 21:56 
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24.06.2013

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«Ein Meistertitel mit YB wäre wie ein Sieg an der Tour de France»

Unternehmer Andy Rihs spricht über seine grosse Liebe zum Radsport und über sein Engagement als Investor im Stade de Suisse. Und der 70-jährige YB-Besitzer sagt, warum er den Young Boys Millionen schenkt.

Andy Rihs, Sie sind der grösste Radsportförderer der Schweiz. Ist es Ihr Traum, Fabian Cancellara, den besten Schweizer Radfahrer, im BMC-Team zu haben? Andy Rihs: Fabian Cancellara ist ein aussergewöhnlicher Fahrer und eine grosse Persönlichkeit. Bei der Zusammenstellung eines Radteams muss man immer viele Dinge berücksichtigen, ein Fahrer sollte zur Philosophie und zu den Zielen passen. Aber ja, wir beschäftigen uns natürlich mit Cancellara, selbst wenn er eher am Ende seiner Karriere steht.

Warum unterhalten Sie eigentlich den Radrennstall BMC? Der Radsport ist mein Leben und mein liebstes Hobby. Die Werbeausstrahlung im Radsport ist global. Das Geschäft funktioniert nach dem Motto: «Du gewinnst am Sonntag, und du verkaufst am Montag». Mit Gewinnern identifiziert man sich immer gerne.

Welche Ziele haben Sie wirtschaftlich mit der BMC Group? Letztes Jahr erzielte die Gruppe einen Umsatz von 160 Millionen Franken. Als wir vor elf Jahren begonnen hatten, war er noch bei 2 Millionen Franken gelegen. Und ich gehe davon aus, dass wir den Umsatz in den nächsten drei, vier Jahren verdoppeln können.

Und weshalb haben Sie vor zwei Jahren die Elektrobikemarke Stromer gekauft und deren Mitinhaber Thomas Binggeli zum Chef der BMC Group gemacht. Es ging mir vor allem darum, meine Nachfolge zu regeln. Der Aufbau der Firma soll unabhängig von mir weitergehen.

Wie kann sich die BMC Group noch weiterentwickeln? Es wurden viele Neuheiten kreiert. Diese werden nun im Velodrome Suisse neben dem BMC-Hauptsitz in Grenchen 300 bis 400 Velohändlern präsentiert. Das ist sehr wichtig, denn der Händler spielt beim Kaufentscheid eine zentrale Rolle. Zudem laden wir 150 Händler an die Schlussetappe der Tour de France nach Paris ein. Ich hoffe, dass wir bei dieser Gelegenheit wie 2011 mit Cadel Evans einen Toursieg werden feiern können. Ein solches Erlebnis tragen die Händler im Herzen mit nach Hause.

Sie haben zu Beginn unserer Unterhaltung fast 30 Minuten vom Radsport und vom Velodrome geschwärmt. Sind Sie manchmal selber erstaunt über Ihren Radsportenthusiasmus? Rad ist eine grossartige Lebensschule. Am Berg sind alle gleich, da interessiert es niemanden, ob einer CEO ist oder aus dem Proletariat. Oben in der Bergbeiz trinken alle zusammen ein Bier. Im Radsport ist man per Du. Ausserdem sollte man nicht vergessen, dass Rad der erfolgreichste Schweizer Medaillenlieferant aller Sommersportarten ist. In der Leichtathletik sind wir nicht so gut, und um eine gute Orientierungsläuferin zu unterstützen, müsste man ja einen Wald bauen (lacht). Der Radsport ist sehr faszinierend, ich kann stundenlang über ihn philosophieren.

Stört es Sie denn nicht, dass BMC in der Sportwelt als US-Radsportteam betrachtet wird? Überhaupt nicht, im Gegenteil, das ist gut so. Die USA sind unser grösster Markt. Und dort ist Rad eine aufstrebende, neue, boomende Sportart. Wir sind in Nordkalifornien zu Hause, wo Rad etwa an der Stanford University enorm populär ist. Im Silicon Valley wird sogar gesagt, der Radsport sei das neue Golf, die Networking-Sportart. Radsport ist zudem ein erstklassiger Werbeträger. Gewinnt einer unserer BMC-Fahrer die Tour de France, geht das um die Welt. So etwas ist nur im Radsport möglich.

Ist es bei aller Leidenschaft nicht frustrierend, dass Sie nie wissen können, ob alle Profis sauber sind? Doping gab es bereits in der Antike, und es wird es immer geben. Aber wissen Sie: Ich bin überzeugt, dass Rad heute der sauberste Sport ist. Diese Aussage mag sie jetzt erstaunen, und ich möchte sie erklären.

Gerne. 2011 gab es weltweit rund 200'000 Dopingtests, alleine zehn Prozent davon im Radsport. Nirgendwo werden mehr Kontrollen durchgeführt. Und, das ist entscheidend, man will die schwarzen Schafe auch erwischen und nicht noch schützen. Spitzenfahrer wie Cancellara werden ständig untersucht. Wenn einer heute dopt, ist er ein Dummkopf. Denn er wird erwischt, früher oder halt später.

Grössen wie Lance Armstrong oder Jan Ullrich haben gedopt, das war für viele enttäuschend. Es gab immer Spekulationen, Armstrong war auch im Dopen ein Perfektionist. Doch irgendwann erwischt es jeden. Und vor wenigen Jahren haben halt fast alle gedopt. Das ist vorbei. Der Radsport hat sich vom Saulus zum Paulus gewandelt und nimmt eine Vorreiterrolle in der Dopingbekämpfung ein. Er war so tief im Sumpf und brachte sich fast selber um. Das muss allen eine Lehre gewesen sein.

Finden Sie, in anderen Sportarten wird zu wenig gegen Doping unternommen? Tennisspieler Roger Federer beklagt sich, er werde zu wenig getestet. Im Fussball passiert sehr wenig. Das ist aber auch eine Frage der Ethik und der Mentalität. In den USA oder in Spanien sieht man das nicht so eng wie etwa in Deutschland oder in der Schweiz. Und manchmal ist die Diskussion auch sehr verlogen. Menschen nehmen nun einmal oft Medikamente – nicht nur im Sport.

Über Fussball sprechen Sie deutlich weniger als über Rad ich mag Fussball, und ich habe, seit ich mich im Stade de Suisse engagiere, viel darüber gelernt. Also erkennen Sie, in welchem System die Young Boys spielen? Ja, doch, doch. Allerdings sah ich zuletzt selten ein System (lacht). Ich bin sauer, wenn YB verliert, vor allem wenn die Spieler nicht kämpfen. Dann rege ich mich auf.

Wie viele YB-Spiele sehen Sie denn pro Saison live? Ich kann leider nicht an allen Heimspielen dabei sein, weil ich beruflich oft im Ausland bin, bald auch wieder drei Wochen an der Tour de France. Aber ich möchte so oft wie möglich im Stade de Suisse sein. Auswärts bin ich ab und zu in Zürich. Und ich schaue viele Partien am Fernseher.

Wie fällt das Fazit zu Ihrem Engagement bei YB aus? Mein Bruder Hans-Ueli und ich sind Investoren des Stadions. Man sagt nicht umsonst: Investoren, die Toren. (lacht herzhaft) Ohne YB würde es kein Stade de Suisse geben, das ist klar. Und so waren wir auf einmal im Fussball drin, und weil mich Sport generell sehr interessiert, hat das Engagement einen gewissen Sex-Appeal.

Aber als Investment ist der Fussball eher nicht geeignet, oder? Natürlich nicht. In der Schweiz ist mit Fussball kein Geld zu verdienen. Der Markt ist zu klein, die TV-Gelder sind viel geringer als in anderen Ländern. Es wird hier immer Mäzene brauchen, Spitzenfussball ist etwas für finanzkräftige Liebhaber. Deshalb bin ich froh, haben wir im Stade de Suisse einen Stadionbetrieb mit fast 200 Angestellten und mehreren Geschäftszweigen.

Es stört Sie nicht, wenn Sie wie 2012 den YB-Verlust von 15 Millionen Franken decken müssen. In den letzten Jahren hatten sich diese Aktionärsdarlehen zusammengeläppert. Irgendwann erledigt man das dann halt.

Das heisst konkret: Diese Aktionärsdarlehen sind Geschenke. Das Geld ist geflossen, ja. Man ist im Fussball extrem abhängig von Zuschauerzahlen oder von Einnahmen aus dem Europacup. Und wenn man mal nicht Millionen mit Transfers verdient, wird es eng. Der FC Basel hat 15 Millionen Jahresgewinn gemeldet, nahm aber allein durch Spielerverkäufe etwa 25 Millionen ein. Nehmen sie diese weg, und der Verlust beträgt trotz internationaler Erfolge 10 Millionen. So ist das nun mal.

YB war 2010 fast auf Augenhöhe mit Basel. Warum haben Sie damals den beliebten Stadionchef Stefan Niedermaier entlassen und alles auf den Kopf gestellt? Es gab Gründe für unser Vorgehen, doch das ist lange her.

Aber war es nicht ein Fehler, damals unter Verwaltungsratspräsident Benno Oertig die Phase 3 und eine sehr teure Vorwärtsstrategie mit CEO Ilja Kaenzig auszurufen? Das kostete Millionen, sportlich und wirtschaftlich endete die Sache im Desaster. Es ist nicht gut gegangen, ja, und es war schlimm. Doch wenn es nicht läuft, muss man Änderungen vornehmen. Fussball ist zudem auch ein schwieriges Egobusiness. Jetzt wird es besser.

Sind sie weiterhin zuversichtlich, mit YB Titel feiern zu können? Sicher, das wäre eine grosse Freude und Genugtuung. Ein Meistertitel mit YB wäre wie ein Sieg an der Tour de France. Aber die letzte Saison war nicht gut, und immer ist es nicht nur Pech, wenn der Ball nicht reingeht. Ich bin kein Experte, dafür haben wir einen Trainer, er ist meiner Meinung nach der wichtigste Mann.

Ohne Sie würde es YB als Spitzenklub kaum mehr geben... ...wieso nicht? Da bin ich nicht sicher, man hat das ja nie ausprobiert. Es gibt immer Leute, die helfen, wenn es nicht weitergeht. Und alles war ja nicht schlecht, wir haben viele tolle Spiele und Veranstaltungen im Stade de Suisse gesehen. Vor kurzem waren beim Muse-Konzert wieder 45000 Zuschauer in der Arena.

Wie sieht denn Ihre Vision mit YB und dem Stade de Suisse aus? Ich denke nicht, dass ich dieses Engagement im Stade de Suisse meinen Söhnen vererben möchte. Wir wollen es irgendwann abgeben. Vorher müssen wir aber YB auf Vordermann bringen.

Ist es eine Überlegung, nur den Fussballteil zu verkaufen? Nein, das macht keinen Sinn. Wir könnten Mietzins verlangen, vielleicht ein paar Millionen pro Jahr. Aber was ist, wenn Ende Saison wieder 15 Millionen fehlen? Wer zahlt dann? Da ist es besser, wenn alles bei uns bleibt.

Es gibt teilweise abenteuerliche Gerüchte, wonach eine Berner Gruppe einsteigen soll. Bei mir hat sich nie jemand gemeldet. Auch nie ein Scheich oder ein Oligarch. Dabei wäre es toll, wenn einer 100 Millionen in Spieler investieren würde (lacht).

Sind 100 Millionen Franken auch ungefähr die Summe, die Sie sich als Verkaufspreis vorstellen, wie man immer wieder hört? Das ist derzeit unrealistisch. Ich habe Wertvorstellungen, aber die gehören nicht in die Zeitung.

Und sind Sie manchmal enttäuscht, von der Stadt Bern nicht mehr unterstützt zu werden? Das ist ein interessanter Punkt. Die Stadt hat ja nichts bezahlen müssen fürs Stadion. Manchmal bin ich enttäuscht, wie wenig uns die Stadt Bern hilft, obwohl wir ein grosser Faktor für die Wertschöpfung in Bern sind.

Warum sind Sie enttäuscht? Seit vielen Jahren weiss man um die Trainingsplatzproblematik in Bern. Es gibt nicht genügend Fussballplätze in der Stadt, und das ist auch im Nachwuchsbereich ein riesiges Problem. Dabei wäre die Lösung doch so einfach.

Wie denn? Gleich gegenüber dem Stadion auf der Allmend hat es so viel Platz, da könnte man problemlos ein paar Rasenfelder für uns aufstellen. Doch da müssen die Hunde ihr Geschäft verrichten. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir bald bessere Verhältnisse bezüglich Trainingsplätze haben werden.

Erhalten Sie von Bernern eigentlich genügend Anerkennung für Ihr Engagement bei YB? Ja, ich habe viele Berner Freunde und Bekannte, die mein Engagement schätzen. Auch Stadtpräsident Alexander Tschäppät kommt oft vorbei, wenn ich im Stade de Suisse bin. Dann rauchen wir zusammen eine Zigarre. Doch ich engagiere mich bei YB nicht, um Anerkennung zu erhalten. Mir ist wichtig, dass die Fans zufrieden sind. Ich begreife ihren Unmut, weil es zuletzt nicht gelaufen ist. Aber sie sind immer noch dabei, weil sie sich enorm stark mit dem Klub identifizieren. Er ist für diese Fans der Lebensinhalt. Man spürt, wie wichtig YB für Bern ist.

Welche Beziehung haben Sie, abgesehen von YB, zu Bern? Ich bin ein Berner, mein Heimatort ist Meinisberg im Seeland. Meine Mutter ist in Aarwangen aufgewachsen, der Vater zog vom Seeland in den Kanton Zürich, wo ich aufwuchs.

Sie können demnach auch Berndeutsch sprechen. Klar. Meine Mutter hat immer Berndeutsch mit mir und meinem Bruder gesprochen. Ein Berner spricht selten plötzlich einen anderen Dialekt. Berner sind Berner.

Und wie gefällt Ihnen Bern? Ich liebe diese wunderschöne Stadt, die eher wie ein grosses Dorf ist. Bern ist eine Qualitätsstadt mit guten Leuten.

Wie steht Bern für Sie denn im Vergleich mit Zürich da? In Zürich rennt und tut man mehr. Bern dagegen ist immer noch eher gemütlich.

Wie sieht der wirtschaftliche Vergleich der zwei Städte aus? In der Stadt Bern hat es kaum mehr Industrie. Das ist ein Problem. Dafür hat es viele Verwaltungsstellen. Die Industriebetriebe wie Feintool in Lyss oder Ypsomed in Burgdorf sind in angrenzenden Städten angesiedelt.

Sie haben viele Jahre den Hörgerätehersteller Sonova, der damals Phonak hiess, geführt. Würden Sie in Bern investieren? Vor zwanzig Jahren haben wir in der Region einen Standort für unser neues Tochterunternehmen Phonak Communications gesucht. Doch schliesslich sind wir in Murten gelandet. Vor allem weil der Kanton Freiburg damals ein interessantes Programm der Wirtschaftsförderung angeboten hat. Doch wir hätten die Firma genauso gut in Bern ansiedeln können.

Sonova hat seinen Hauptsitz in Stäfa. Welche Vorteile hat der Wirtschaftsstandort Zürich gegenüber Bern? Sucht man qualifizierte Ingenieure, ist die Auswahl in Zürich dank der ETH viel grösser. Bern wäre wohl nicht der ideale Standort für ein Unternehmen, das viele Ingenieure braucht.

Diesbezüglich hat aber die Region Biel mit der Uhrenindustrie sehr viel zu bieten. Das trifft zu. Für BMC ist der Standort Grenchen sehr gut. Wir können stark vom Wissen der Mitarbeiter und Zulieferer aus der Uhrenindustrie profitieren.

Bei Sonova bleiben Sie über die offizielle Altersgrenze im Verwaltungsrat. Sind Sie unverzichtbar? Als Mitgründer der Firma kenne ich die Materie sehr gut. Zudem verfüge ich über viele Kontakte, mit denen ich dem Unternehmen helfen kann. Aus diesem Grund bleibe ich jetzt noch zwei Jahre im Verwaltungsrat. Aber danach höre ich definitiv auf. Dann kann ich wieder mehr Velo fahren.

Infobox

Andy Rihs empfängt in einem Büroraum im neuen, imposanten Velodrome in Grenchen zum rund 90-minütigen Gespräch. Im ersten Drittel spricht fast nur der 70-Jährige. Rihs erzählt unter anderem stolz vom Bau der Radhalle in Grenchen, die knapp 17 Millionen Franken gekostet hat – und die der joviale Zürcher «in Weltrekordzeit», wie Rihs sagt, in knapp einem Jahr vom Spatenstich bis zur Eröffnung vorangetrieben hat. «Wir haben ein ungewöhnliches Projekt ganz gewöhnlich gemacht», sagt er. «Alle Beteiligten haben dabei sehr gut zusammengearbeitet.»

Man spürt während des Interviews die Liebe von Rihs zum Radsport. Er schweift, selbst wenn es um sein YB-Engagement geht, immer wieder zu seinem liebsten Thema ab.
Der temperamentvolle Unternehmer war nach eigenen Angaben in seiner Jugend YB-Fan. «Damals waren die Young Boys der grösste Klub der Schweiz und wurden oft Meister.» Andy Rihs stieg zusammen mit Bruder Hans-Ueli 2005 als Investor im Stade de Suisse ein. Das Vermögen der beiden schätzt die «Bilanz» auf 1,75 Milliarden Franken. Sie wurden in den letzten Jahren kritisiert, weil die grossspurig ausgerufene Phase 3 bei YB spektakulär gescheitert war. Alleine 2012 mussten die Rihs-Brüder 15 Millionen Franken für die Misswirtschaft im Verein bezahlen.

Reich geworden ist Andy Rihs als Mitgründer der Hörgeräteherstellerin Phonak, die nun Sonova heisst. Die Firma hat heute einen Wert von 7 Milliarden Franken. Rihs besitzt noch einen Anteil von sechs Prozent am Unternehmen und gehört dem Verwaltungsrat an. Einen Teil seines Vermögens hat Rihs in den Aufbau der Radmarke BMC gesteckt.

Im Jahr 2011 kaufte Andy Rihs dem Berner Fahrradunternehmer Thomas Binggeli die Elektrobikemarke Stromer ab und setzte Binggeli als Chef der BMC Group ein. Daneben gehört ihm etwa auch ein luxuriöses Sporthotel in Südfrankreich sowie ein umfangreiches Weingut.


http://www.bernerzeitung.ch/wirtschaft/ ... y/13236049

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 16. Juli 2013, 09:13 
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16.07.2013

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Der Velofan

Andy Rihs steckt jährlich Millionen in das Team BMC. Das dient vordergründig dem Marketing, zugleich frönt hier aber einer einfach seiner Leidenschaft zum Sport.

Die Tour de France ruht am Montag in der Provence. Das Team BMC hat es sich im Hotel seines Eigentümers Andy Rihs gemütlich gemacht, dem weitläufigen Fünfsternanwesen La Coquillade, umgeben von den dazugehörenden Weinbergen, 35 Hektaren insgesamt. «Komm doch vorbei im Coqui», antwortete Rihs, der mit jedem sofort per Du ist, auf eine Anfrage für ein Gespräch.

Also nimmt der Journalist die knapp 30 Kilometer unter die Räder, pedaliert von seinem Nachtlager nach Gargas. Wer Andy Rihs näherkommen will, muss ihn Velo fahrend erlebt haben. Beim 70-Jährigen dreht sich alles um die zwei Räder, seit er vor 30 Jahren die Sportart für sich entdeckt hat.Er empfängt in der leeren Hotelbar, erklärt minutenlang die Leistungen von BMC bei der Tour. Die Kurzform lautet: schlecht. Rihs würde das zwar nie so sagen. Dafür liebt er den Sport zu sehr. Es sind gewundene Sätze, in denen er leise Kritik anklingen lässt, etwa an Teamleader Cadel Evans. «Er hat halt jetzt Family. Wir sind nicht traurig deswegen. Aber wir haben uns das schon anders vorgestellt.»

«Nein. Das ist Sport»

Man hört ihm durchaus gerne zu, wie er referiert, von Thema zu Thema hüpft, wie das bei Menschen, die viel sprechen, oft zu beobachten ist; in seinem Sprachmischmasch mit rollendem R – sein Züritüütsch ist mit englischen und französischen Wörtern durchsetzt.

Nervt es ihn denn nicht, wenn er sieht, wie seine Equipe, eine der drei teuersten in der Tour, untergeht? «Nein. Das ist Sport. Hässig macht mich, wenn YB liederlich spielt, wenn keine Leistung erbracht wird. Und das kann man den Radprofis ja kaum vorwerfen», sagt Rihs, der mit seinem Bruder Hansueli Hauptinvestor bei den Young Boys ist.Am Sonntag sass Andy Rihs im Teamauto, was er stets macht, wenn er das Team bei Rennen besucht, und sah, wie Evans am Mont Ventoux einbrach. Überrascht hat ihn das nicht. «Ich sah schon im Teamzeitfahren: Das harmoniert nicht. 2011 (als Evans für BMC die Tour gewann, Anm. d. Red.) war das anders. Da hatte ich viel mehr ‹confidence›.»

Die Stars haben bei BMC System

Er war auch beim Tour-Start auf Korsika, meist verfolgt Rihs die Rennen aber aus der Distanz, zuletzt von seinem Anwesen aus, das ein paar Minuten vom Coqui entfernt liegt. Wenn ihn etwas wundert, gar stört, ruft er Jim Ochowicz im Teamauto an, den Präsidenten des Teams. «Dann frage ich: Findest du es gescheit, dass unsere jetzt führen, was ist los?» Die Erklärung leuchte ihm dann meist ein.Der Milliardär Rihs, reich geworden mit seinem Hörgeräteunternehmen Phonak (heute Sonova), hält sich also ein Fahrradteam und lässt sich das etwas kosten. «‹In no time› sind 20, 25 Millionen weg bei einem Topteam», sagt Rihs. 25 oder etwas mehr dürften es bei BMC sein. Dafür fährt Weltmeister Philippe Gilbert in den Teamfarben. Der Vertrag des Belgiers wurde kürzlich bis 2016 verlängert, auch wenn er seit 2012 für BMC nur zwei Siege geholt hat. Stars haben bei BMC System. Doch sie stagnieren oft. In diesem Jahr liegt die Equipe mit 13 Siegen (macht 2 Millionen pro Sieg) nur auf Rang 12 aller World-Tour-Teams.

Vielleicht fordert Rihs auch wegen Erfahrungen aus der Vergangenheit nicht expliziter Siege? Sein einstiges Team Phonak scheiterte wegen Dopingskandalen. Kann das wieder geschehen? «Ich glaube, meine Jungs sind intelligent genug, das nicht zu tun. Heute zu dopen, das ist, wie wenn du auf der Autobahn permanent 160 fährst. Sie erwischen dich früher oder später.»Auf dem Teambus steht gross «Switzerland», das bezieht sich aber nur auf die Herkunft der Velos, von 26 Fahrern sind nur 5 Schweizer. Von diesen verlässt Mathias Frank, der dieses Jahr bis zur Schlussetappe Leader der Tour de Suisse war, Ende Saison das Team, wie Rihs bestätigt. Trotzdem: Rihs will sich etwas von der Idee des Star-Teams entfernen, hat deshalb auf dieses Jahr hin die Gründung eines Nachwuchsteams vorangetrieben, die künftigen Stars sollen selber gemacht werden. «Das mit den vielen Häuptlingen . . . heute würden wir das anders anschauen. Man kann mit Geld sicher anders haushalten», sagt Rihs.

Mit dem Privatjet nach Paris

Guter Punkt: Bei der Tour sind 45 Personen für BMC im Einsatz, nur 9 sind Fahrer; insgesamt stehen 85 Leute auf der Lohnliste.Dann steht die Veloausfahrt auf dem Programm. Pralle Mittagshitze? «Mir macht das nicht viel aus», sagt Rihs, er trägt ein schwarzes Trikot. Sein Geheimtipp: Eiswürfel im Bidon. Natürlich fährt er das neuste Modell seiner Velofabrik.Das Team BMC ist für Rihs «ein Businessentscheid, in dem Emotionen integriert sind. Hobbymässig würde ich mir ein kleines Team gönnen. Das hier ist schon eine andere Kategorie. Hier geht es in erster Linie darum, Velos zu verkaufen.» Die Emotionen lässt er sich etwas kosten, BMC könnte das ganze Teambudget nicht stemmen, einen Teil finanziert Rihs persönlich. «Mit Velos verdienst du dir keine goldene Nase.» 160'000 setzt sein Unternehmen jährlich ab.Die Mittagsrunde führt durch die umliegenden Dörfer. Rihs gibt den Touristenguide. In der Ebene beschleunigt er auf ein zügiges Tempo, sein weisses Haar wippt unter dem Helm – die vielen Kilometer sind ihm anzumerken, auch wenn er sie nicht mehr zählt, sondern nur mehr Velotage. Auf 180 kommt er im Jahr.

Vielleicht wird er die Tour auch in den Alpen besuchen, so genau weiss er das noch nicht. Sicher wird er am Samstag mit seinem Privatjet nach Paris fliegen. BMC hat jeweils reservierte Plätze, direkt an der Ziellinie. «Nach drei Wochen wird gefeiert, unabhängig vom Resultat», sagt Rihs.Dann stoppt er an einem Kreisel und hält die Hand zum Abschied hin, nicht klassisch, sondern wie ein Sportler. «‹Hey man›, vielleicht sehen wir uns in Gap», sagt er und pedalt davon.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/De ... y/16746970

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 1. März 2016, 17:09 
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01.03.2016

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Rihs sei Dank

Am Mittwoch müssen die Super-League-Vereine ihre Dossiers für die ­Lizenzvergabe einreichen. YB blickt dem Ganzen sorgenfrei entgegen – wegen der vermögenden Besitzer.

Die Young Boys schreiben seit 2010 jedes Jahr hohe Millionenverluste – die Lizenz aber erhalten sie in der Regel problemlos. Das liegt an ihren vermögenden Besitzern, den Brüdern Rihs, die für die Verluste geradestehen. Weil YB in privatem Besitz ist, kommuniziert der Klub nicht transparent, wie es um die Finanzen steht.

Aber auch das Jahr 2015 lief schlecht: Trainerwechsel, teure Transfers (Miralem Sulejmani, Loris Benito), weniger Zuschauer, verpasste Europacup-Gruppenphase und kaum Spielerverkäufe rissen erneut ein beträchtliches Millionenloch in die Jahresrechnung.

Finanzierung ist gesichert

Bei der Lizenzierung geht es der Swiss Football League jedoch in erster Linie darum, dass ein Verein die Finanzierung der Saison garantieren kann. Dank Andy und Hansueli Rihs, die Zahlungsversprechen abgeben, dürfen die Young Boys der Lizenzerteilung sorgenfrei entgegenblicken.

Medienchef Albert Staudenmann sagt: «Wir sind überzeugt, alle Anforderungen des Lizenzierungsverfahrens zu erfüllen, weshalb wir davon ausgehen, die Lizenz ohne Auflagen zu erhalten.» Vor drei Jahren wurde YB die Lizenz in erster Instanz verweigert, weil die Liga nach den Konkursen von Xamax und Servette verschärfte Regeln bezüglich Defizitgarantien erstellt hatte.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/16504027

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 Beitrag Verfasst: Samstag 16. Juli 2016, 12:45 
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«Ich kanns mir bis ans Ende meiner Tage leisten»

Andy Rihs erklärt, wie er die Tour de France im Privatjet nach Bern gelotst hat. Und warum er mit seinen Radstars telefoniert, nicht aber mit seinen Fussballern.

Es gibt Orte, die warten 10 Jahre auf eine Tour-de-France-Etappe. Sie brauchen dafür zwei. Wie lief das?
Du musst die richtigen Leute kennen.

Eine Frage der Beziehung also?
Genau. Sehr vieles passiert da sehr informell. Die Fifa und die Uefa machen Ausschreibungen. Die gibt es bei der Tour nicht. Da heisst es: «Schreib mal einen Brief.» Dann schreibst du einen und sagst, was du willst. Danach hörst du meist nichts mehr.

Wie ging es weiter?
Ich sagte dem Alexander Tschäppät, dem Berner Stadtpräsidenten: «Schau, wir bereiten denen einen staatsmännischen Empfang. Wir holen sie ab in ­Paris, fahren sie in den Erlacherhof.»

Sie holten die Tour-Chefs mit dem Auto in Paris ab?
Mit meinem Flieger, rasch-rasch. Der Empfang musste den Respekt für die Veranstaltung ausdrücken und den ­Willen, diese zu empfangen. Dann organisierte Alex das im Erlacherhof…

. . . dem Stadtpalais mitten in Bern . . .
. . . genau. So schöne Palais haben nur die Sozialisten in Bern. Wunderschön, schöner kann man es gar nicht haben mit der Terrasse auf die Aare hinunter. Dann kam noch Andreas Rickenbacher dazu, der damalige Volkswirschafts­direktor des Kantons, und mit Ueli hatten wir im Von-Wattenwyl-Haus einen Lunch. Alles auch wieder offiziell.

Und Bundesrat Maurer erzählte den Franzosen, dass er einst ein Radfahrer-Bataillon kommandierte.
Genau, das ist ein Sportsmann. Der geht heute noch an den Wasalauf, 90 Kilometer! Auf jeden Fall lief es nicht wie bei Fifa und Uefa – und es ging auch nicht um Geld. Im Ernst: Am Ende ging es um lächerlich wenig Geld. Die Tour zu kriegen, ist ein Privileg.

Von wie viel Geld sprechen wir?
Für die drei Tage zahlten Bern und das Wallis etwa 600 000 Euro an die ASO, die Tour-Organisation.

Wie viel zahlten Sie?
Nichts. Keinen Rappen. Ich habe ihnen gesagt: Sobald der Rihs Geld geben muss, hört es gleich auf. Ich stelle die Verbindung her, den Rest macht ihr. Mit Tschäppät ging das gut, sie mussten ­lediglich das Budget aufbringen, einen ­lächerlichen Betrag.

Was heisst lächerlich?
Lächerlich ist, wenn man für so einen Anlass, inklusive aller Sicherheits­kosten, ein Bruttobudget von ­etwas über drei Millionen organisieren muss. Rein medial ist es der drittgrösste ­Sport­anlass der Welt. Die produzieren über 6000 Stunden Fernsehen, in über 90 Länder.

Präsenz Schweiz und Schweiz Tourismus haben Sie aber kaum unterstützt.
Ich möchte dazu nicht mehr viel ­sagen. Ich habe mit Schneider-Ammann gesprochen. Es ist einfach mühsam, sehr mühsam. Das muss man sich einmal vorstellen: Wir können 700 bis 800 Fernsehstunden lang Werbung für die Schweiz machen, und da kommt von denen einfach nichts.

Sie sprechen immer von «wir».
Das ist ein fantastisches OK-Team um Alexander Tschäppät. Wenn du dann hörst, wie schwierig es ist, etwa von ­Präsenz Schweiz Geld fürs Budget zu erhalten, dann ist das fast lachhaft.

Das hört sich an, als ob Sie primär Bern und der Schweiz etwas zuliebe getan haben. Dabei war die Tour-­Ankunft auch Ihr persönliches Ziel.
Klar. Aber ich will das nicht gross gewichten. Ich bin seit 16, 17 Jahren in der Radszene, habe zweimal die Tour de France gewonnen – einmal richtig (Anm.: 2006 wurde Floyd Landis nachträglich des Dopings überführt). Man kennt sich einfach gut. Die Tour schätzt uns. Auch, weil wir viel für sie gemacht haben. Zum Beispiel konnten sie nach dem Triumph von Cadel Evans 2011 ­sagen: Nach ­vielen Jahren haben wir ­keinen Doper als Sieger.

Sie sind im Kanton Zürich aufgewachsen. Weshalb die Affinität zu Bern?
Es ist eine extrem sportinteressierte Stadt, keine zieht – zusammengerechnet – mehr Zuschauer an bei Fussball und Eishockey. Und die Berner sind bereit, dafür etwas zu tun, das merkt man auch jetzt. In Zürich könntest du die Tour niemals machen.

War das einmal ein Gedanke?
Nein. Das ist auch von der Mentalität her kaum denkbar.

Sie sind auch Besitzer von YB. Wie unterscheiden sich die Emotionen im Fussball und im Radsport?
Es ist völlig anders, die Emotionen entstehen ganz unterschiedlich. Beim Fussball sind die Gefühle viel spontaner, viel mehr zägg-bumm. Out of the blue fällt ein Tor, und du jubelst. Im Radsport ist das anders, da bibberst du über Stunden, oft eine ganze Etappe lang. Geht es? Kommt der Fahrer durch? Wird er nicht eingeholt? Es begleiten dich viel mehr Ängste, die du durchstehen musst.

Und der Frust?
Der ist auch beim Fussball spontaner. Es kann dich furchtbar aufregen, wenn die da ein bisschen herumbömbelen und du denkst, die bringen es fertig, 27-mal am Tor vorbeizuschiessen. Das macht mich richtig ranzig, da kann ich ausrufen: «Gaats no, spinned die! Der verdient so viel Geld und leistet nichts!» Beim Radsport passiert das kaum.

Dann fühlen Sie sich einem wie BMC-Leader Van Garderen näher als einem wie YB-Stürmer Hoarau?
Schon. Es ist intimer. Ich verbringe mit den Fahrern an Rundfahrten drei Wochen am Stück. Aber: Mich freut es, wenn ein Hoarau souverän spielt. Bei YB habe ich vor allem Kontakt mit Sportchef Bickel, nicht aber mit Trainer Hütter. Ich halte Distanz und mische mich nicht ein, sonst gibt es «Kompetenzlämpen».

Und im Radsport?
Hier ist es ein bisschen anders. Hier sind wir wie eine «Family».

Und Sie sind der Vater?
Kann man so sagen. Wissen Sie, wie mein offizieller Titel hier lautet? Bei jeder Ankunft im Hotel liegt eine Zimmerliste auf mit den Bezeichnungen Fahrer, Masseur, Mechaniker und so weiter. Am Schluss bin ich aufgeführt, mein Bruder, mein Pilot und dessen Freundin. Bei uns stand das Funktionsfeld immer leer. Da sagte ich, «Himmel, alle habe einen ­Titel, nur wir nicht. Das müssen wir ­ändern.»

Und?
Ich bin nun der «Chief Sommelier». Mein Pilot ist der «Chief Pilot» und seine Freundin «Chief Flight Attendant». Bleibt noch mein Bruder. Bei Jöggi habe ich gesagt: «Du bist der ‹Chief Enthusiast.›»

Apropos Familie: Telefonieren Sie mit Ihren Athleten?
Mit einem Fussballer habe ich das noch nie gemacht. Bei BMC kommt das vor, gerade mit den Teamleadern. Das liegt in der Natur der Sache. Im Radsport entscheiden sie mit, wen sie auf eine Rundfahrt mitnehmen wollen. Im Fussball hingegen sagt der Trainer, wer spielt.

Paradox ist: Bei YB sind Sie Mitbesitzer und agieren im Hintergrund – bei BMC nur Sponsor, aber voll dabei.
Nicht ganz, auch das BMC-Team gehört mir zur Hälfte. Aber wie gesagt, hier sind wir wie eine Familie. Du weisst, was geht. Du weisst, wer ein Kind bekommt, wer verletzt, wer gestürzt ist.

Was fühlen Sie in jenem Moment?
Das tut mir eben sehr leid, wie kürzlich beim Küng (Anm.: gestürzt bei den Schweizer Meisterschaften). Wenn im Fussball einer ein Bein bricht, tut das auch weh, doch es ist ein anderes Gefühl.

Im Radsport bewundert man die Fahrer wegen ihrer Leidenskraft, die Fussballer nennt man Weichspüler.
Ein Velofahrer muss sicher für seinen Sport viel mehr machen. Er muss trainieren, trainieren, trainieren – er verschiebt Limiten. Ein Fussballer braucht technische Skills und eine gute Fitness. Er muss aber bestimmt weniger trainieren und leiden, wenn er ein bisschen «seckeln» muss. Ein Velofahrer fährt Pässe, immer nahe am anaeroben Bereich.

Haben Sie darum mehr Respekt vor den Velofahrern?
Ja. Es ist aussergewöhnlich, was die leisten. Ich leide extrem, wenn ich Pässe fahre. Ich bin schier gestorben, als ich kürzlich den Mont Ventoux hoch bin. Und ich weiss, die machen das in einem wahnsinnigen Tempo, das ist verrückt. Wenn du das kannst, und das können nicht viele, dann bist du wer. Und, ganz wichtig: Fussball ist ein Spiel. Radfahren ist ein Kampf.

Wo ist es einfacher, Erfolg zu kaufen?
Ich sage es einmal so: Wenn du ein ­Veloteam entsprechend organisierst, kommst du einfacher zum Erfolg – auch weil die Leistungskomponenten besser messbar sind. Im Fussball kannst du die besten Leute zusammenkaufen, und die Mannschaft funktioniert trotzdem nicht. Um die Tour de France zu gewinnen, braucht es eine gute Vorbereitung, du planst sehr viel – das kostet. Wir schreiben ganze Roadbooks für die Etappen, im Fussball kannst du kein Spiel planen.

Wie lange können Sie sich diese Engagements leisten?
Bis ans Ende meiner Tage sicher. Aber: Das Ganze muss Sinn machen.

Wie viele Millionen schiessen Sie denn pro Jahr in den Sport?
Bei YB liegt der Break-even bei 48 Millionen Franken. Und wenn wir nur 40 umsetzen, dann fehlen 8 Millionen. Darum fahren wir aktuell die Payroll herunter.

Und beim Radsport?
Ich liefere den Cash, rund 20 Millionen Franken. BMC bringt die Sachleistungen, die Velos und das Material.

Das heisst, Sie investieren von ihrem Vermögen im Radsport 20 Millionen pro Jahr und im Fussball 8 Millionen . . .
Wissen Sie, ich habe nicht nur Vermögen, ich habe auch Einkünfte. Ich ­verdiene auch noch Geld.

Einverstanden, doch wer ist teurer – der Fussballer oder der Radfahrer?
Im Schnitt der Fussballer.

Tatsächlich?
Im Fussball hat einer schnell einmal ein hohes Salär. Im Radsport verdient ein junger Fahrer 150'000 oder 200'000 Franken. Aber klar, wir haben auch ein paar Stars.

Die verdienen wie viel?
Das ist allgemein bekannt, da spielt ein Markt, die verdienen rund zwei Kisten (Anm.: Millionen). Doch wir haben uns gesagt, wir wollen künftig lieber junge Talente wie die Schweizer Dillier, Bohli, Küng fördern.

Und was erhalten die ­Bestverdienenden bei YB?
Wohl etwas über eine Million.

Sie kommen im Radsport jovial herüber, sind aber als Geschäftsmann zu Millionen gekommen. Wann sind Sie hart?
Ich bin im Radsport, weil es mein Sport ist, weil ich mich da erholen kann. Doch was heisst hart sein? Wenn ich sehe, dass der Einsatz fehlt, musst du halt auch einmal Rock the boat machen. Zig andere Leute hängen an den Resultaten eines Sportlers, und wenn der zu wenig macht, dann werde ich grantig, dann musst du hart sein – aber das ist der ­Sache ­wegen.

Auch im Radsport?
Eher im Fussball, wenn sie blötterlen, die Cheibe, dann sage ich: «Nehmt einmal den Finger raus.» Gut, das sage ich ihnen nicht persönlich. Beim Radsport kommen die harten Entscheide von den Trainern – und ich stütze die.

Dreizehn Ihrer Fahrer wurden wegen Dopings überführt. Wie haben Sie damals reagiert, als ­Landis und Hamilton aufflogen?
Ich war enttäuscht. Richtig enttäuscht. Ösi (Camenzind) war der einzige, der mir das gestanden hatte. Der rief mich von zu Hause an und sagte: «Du, die ­haben mich erwischt.» Ich sagte: «Das brauchtest du doch nicht. Du hast deine ganze Karriere zerstört.»

Hamilton schreibt in seiner Bio­grafie, er gehe davon aus, dass Sie vom Doping im Team gewusst hätten.
Das ist falsch. Er ist der Mann mit den blauen Augen, der einen angeschaut hat und sagte (Rhis wechselt ins Hochdeutsche): «Bei der Ehre meiner Mutter und Schwester habe ich nie irgendwas gemacht.» Ich habe ihm geglaubt.

Sie haben von einer grossen Familie gesprochen. Aber in dieser wurde offensichtlich gedopt . . .
. . . das war eine Riesenenttäuschung. Du willst nicht eine Tour gewinnen mit einer grossen Party, und drei Tage später ist alles anders.

Wie sicher sind Sie, dass das nicht mehr passiert?
Der Verband hat mit dem Blutpass vorwärtsgemacht. Es gibt Morgenkontrollen, Präsenzlisten. Heute ist es viel schwieriger zu schummeln.

Haben Sie eine schwarze Liste von Fahrern, die Sie nicht engagieren? IAM stellte etwa keine Spanier ein.
Die Liste habe ich, doch die verrate ich Ihnen nicht.

Wenn Sie einen Fahrer verpflichten, gibt es den Passus Schadensersatzforderung bei einem Dopingfall?
Nein, das machen wir nicht, doch wir prüfen ihn natürlich auf Herz und Nieren. Und: Jeder hat eine Geschichte, du weisst, wer gefährlich ist, und die nimmst du nicht.

Machen Sie heute Zimmerkontrollen nach den Rennen?
Das ist nicht meine Aufgabe, wir haben Ärzte.

Aber es ist Ihre Marke, die bei ­einem positiven Fall blutet.
Wissen Sie, das Dopingthema ist eigentlich nur noch aus der alten Zeit des Radsports, nicht mehr aus der neuen. Die heutigen Fahrer trainieren total anders. Wenn einer EPO genommen hatte, musste der doch gar nie richtig trainieren, der hat keine Entwicklung mehr durchgemacht. Aber auch die Doper kamen ursprünglich ohne EPO in den Radsport.

Anscheinend wurden die Fahrer in den 90er-Jahren von Anfang an von den Teams zum Dopen aufgefordert, später haben dann die Fahrer einzeln gedopt. Ausserdem, schauen Sie einmal im Fussball, im Eishockey. Wenn ich dort frage, was ist euer Dopinggesetz . . .

. . . noch einmal: Legen Sie für Ihre Fahrer die Hand ins Feuer?
Nein. Für keinen einzigen. Doch ich denke, das System ist mittlerweile so engmaschig . . .

. . . es gibt Mikrodosen, synthetisiertes EPO.
Du wirst erwischt, glauben Sie mir.

Angenommen, es erwischt noch einmal einen Fahrer aus Ihrem Team, hören Sie dann auf?
Nein. Wenn tatsächlich so etwas noch einmal passiert, dann ist das ein ganz trauriger Typ. Einer, der bereit ist, alles in Kauf zu nehmen. Ich bin der Überzeugung, dass heute jeder Doper in kurzer Zeit auffliegt.


http://www.tagesanzeiger.ch/sport/rad/i ... y/11452723

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 21. Juli 2016, 23:42 
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BLICK nimmt den YB-Boss in die Zange

Wird YB endlich Meister, Herr Rihs?

Können die Young Boys den FC Basel in dieser Saison wieder einmal kitzeln? Oder wollen die Berner einfach die Besten vom Rest sein? YB-Besitzer Andy Rihs antwortet.

BLICK: Andy Rihs, neue Saison, neues Glück. Und immer dieselbe Fragen: Wird YB endlich mal wieder Meister?
Andy Rihs: Jetzt erwarten Sie, dass ich «Ja» sage. Und wenn es nicht klappt, hauen Sie mir diese Aussage die ganze Saison um die Ohren.

Also wollen Sie nicht Meister werden?
Jeder, der bei einem Wettbewerb mitmacht, will das Optimum. Natürlich wünschen sich mein Bruder Hans-Ueli und ich, dass wir mit YB irgendwann einen Titel feiern können. Wir machen keine halben Sachen. Wenn man sich irgendwo engagiert, will man das Maximum.

Aber noch nicht in dieser Saison?
Natürlich wollen wir solange wie möglich ganz vorne dabei sein. Aber ein realistisches Saisonziel kann der Titelgewinn in dieser Saison nicht sein.

Weil der FC Basel noch weiter entrückt ist?
Ja, das ist so. Der FCB spielt in einer eigenen Liga. Trotzdem glaube ich, dass der Titelkampf spannender wird als letztes Jahr. Wir haben uns konsolidiert, wir sind auf einem guten Weg. Vieles ist bereinigt und schon im Frühling hat das Team ja meist überzeugend gespielt.

Aber die grossen Transfers hat der FCB getätigt. Warum haben Sie Seydou Doumbia nicht zurückgeholt?
Weil der unser Lohngefüge sprengen würde. Der ist nicht mehr in unserer Dimension. Aber wir haben ganz viele junge und hochtalentierte Spieler.

Trotzdem hätten Sie ja nochmals einen Topspieler finanzieren können.
Ich bin nicht ewig da. YB ist ja mittlerweile einer der wenigen traditionsreichen Klubs in der Super League. Aber das strukturelle Defizit muss gesenkt werden, damit die Marke auch für neue Investoren attraktiv ist. Und ich hoffe, dass neue Leute aus Bern sich engagieren.

Dann ist der Verkauf weiter ein Thema?
Nein, das ist für meinen Bruder und mich derzeit kein Thema. Aber die Investoren müssen ja nicht immer die Toren sein. Und nochmals: Wir haben eine Mannschaft, die vorne mitspielen muss. Und wir haben endlich den richtigen Trainer. Und dann gibt es auch noch den Cup als Chance für einen Titel.

Die Champions League wird schwierig.
Schachtar Donezk ist ein happiger Brocken. Aber wir haben unsere Chance. Ich will einfach ein Team auf dem Platz, welches Leidenschaft und Biss hat. Wenn ich das nicht spüre, dann stinkts mir.

Mit Urs Siegenthaler, der ja auch für die deutsche Nationalmannschaft arbeitet, gibt es eine neue sportliche Führung. Warum?
Wir haben im Verwaltungsrat nach einer solchen Kapazität gesucht. Wenn man mir sagt: Wir brauchen einen Aussenverteidiger und der kostet eine Million, dann kann ich das nicht beurteilen. Siegenthaler ist im sportlichen Bereich jetzt unsere höchste Instanz.

Auch als Kontrollorgan für Fredy Bickel?
Jeder Sportchef hat einen Chef.

Was ist denn die wichtigste Aufgabe von Siegenthaler?
Wieso brauchen wir immer nur Starspieler? Wir brauchen junge Talente und einen Toptrainer. Wir sind doch ein Ausbildungs- und Transferland. Bei der Umsetzung dieser Strategie erhoffen wir uns von Siegenthaler mit seiner Fachkompetenz Impulse.

Mit Klubs wie dem FCZ, Servette, Xamax, Aarau und Winterthur ist die Challenge League ja bald attraktiver als die Super League. Fehlen die Traditionsklubs im Oberhaus?
Ja, klar. Ich finde die Zehnerliga grundsätzlich nicht ideal und würde mir eine Aufstockung wünschen. Das gäbe auch mehr Abwechslung. Man muss das Produkt Fussball noch attraktiver machen und über vieles nachdenken.

Beispielsweise?
Man denkt in der Schweiz ja auch über eine gemeinsame Liga mit Österreich nach. Die besten sechs Schweizer Teams und die besten sechs österreichischen Teams bilden eine Zwölferliga. Es gibt zwei Meister. Jeweils der bestklassierte Klub aus jedem Land. Solche Dinge müssen zumindest diskutiert und ernsthaft geprüft werden.

Man hat immer das Gefühl, Sie seien vom Radsport fasziniert und der Fussball laufe nur so nebenbei.
Stimmt nicht. Ich bin wenn immer möglich dabei. Und die Emotionen sind beim Fussball gar grösser. Das ist ein Spiel, da leide auch ich mit. Das ist beim Radsport weniger der Fall. Das ist kein Spiel.

Aber Sie leiden ja nicht gerne?
Das muss nicht sein. Es wäre schön, YB würde mich zu Begeisterungsstürmen verleiten.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 90587.html

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 4. August 2016, 16:45 
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«Endlich!»

So reagiert YB-Besitzer Rihs auf das Wunder von Bern

YB-Besitzer Andy Rihs hat das Husarenstück seiner Young Boys gegen Donezk in Südfrankreich verfolgt. Seine Freude ist ri(h)esig.

«Das war eine taktische Meisterleistung», sagt YB-Besitzer Andy Rihs zum Triumph der Berner gegen Donezk. Rihs hat mit Familie und Freunden das Spiel auf seinem Landsitz in Südfrankreich geschaut.
Und wieder einmal gestaunt, welch unerklärliche Wechselbäder der Gefühle der Fussball bereit hält. Beim Grottenkick gegen Lugano (1:2) sass Rihs im Stade de Suisse. Und hat sich geärgert. Und Tage später erlebt er diesen Höhenflug.

«Frust und Lust liegen beim Fussball einfach viel näher zusammen als beispielsweise im Radsport. Dort ist alles viel berechenbarer», sagt Rihs. «Endlich», sagt er, «sind wir auch mal belohnt worden.»
Egal ob nun der Sprung in die Champions League gelingt: Allein die bereits jetzt garantierte Teilnahme an der Gruppenspielen der Euro League bringt mindestens fünf bis sechs Millionen. Geld, dass das Budget massiv entlasten wird. Und YB bei den Bemühungen um eine ausgeglichene Rechnung hilft.

«Die Mannschaft hat ihr schönes Gesicht gezeigt. Dieses Spiel gehört für mich sicher zu den emotional schönsten Erlebnissen», so Rihs. Und natürlich ist dieses Spiel auch eine Bestätigung dafür, dass die Vertragsverlängerung mit Trainer Adi Hütter ein richtiger Entscheid war. (fbi)


http://www.blick.ch/sport/fussball/cham ... 41004.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 19. September 2016, 11:29 
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YB-Besitzer reden, Spycher als Hoffnung

Am Montag reden die YB-Besitzer Andy und Hansueli Rihs. Und die Young Boys sind bestrebt, bald Christoph Spycher als neuen Sportchef präsentieren zu können.

Es sind intensive Tage bei den Young Boys – mit vielen Gesprächen. Und immer mehr Details werden bekannt aus den letzten Monaten. Die sehr teuren Jahre seit 2010 sind vor allem einer Geldverschwendung bei Transfers und Vertragsverlängerungen geschuldet, die unter dem früheren CEO Ilja Kaenzig, der kläglich gescheitert war, begonnen hatte – und unter Sportchef Fredy Bickel ihre Fortsetzung fand.

Bickel war nie einer, der sparsam unterwegs ist, aber all seine Deals wurden vom YB-Verwaltungsrat abgesegnet, wobei der Sportchef besonders eng mit Werner Müller zusammenarbeitete. Und immerhin baute Bickel ein relativ klug zusammengestelltes Kader auf und legte Wert auf gute Atmosphäre.

Der Entschluss, nach Zeiten der Vorwärtsstrategie auf die Kostenbremse zu treten, wurde von den Besitzern Andy und Hansueli Rihs vor einigen Monaten gefasst. Urs Siegenthaler, der sportliche Berater im Verwaltungsrat, hätte die Pläne umsetzen sollen, doch er und Bickel waren sich vom ersten Tag an feindselig gestimmt.

Siegenthaler weibelte herum, traf sich auch mit Trainer Adi Hütter kürzlich zum Nachtessen in Bern, doch sein merkwürdiges Auftreten sorgte im Sportsektor bald für Argwohn. Die hochnotpeinlichen Ereignisse letzte Woche schliesslich warfen die Young Boys weit zurück und machten sie zum Gespött der Fussballschweiz.

Und so liegt der Verein derzeit am Boden, Bickel ist weg, Siegen­thaler ist weg, es fehlt an einer sportlichen Führungskraft.

Hier und dort wird in aufgeheizter Ambiance nun ein Austausch des gesamten Verwaltungsrats gefordert. Das wird kaum passieren. Der eine oder andere aber dürfte 2017 nicht mehr dabei sein. Vielleicht geht Peter Marthaler, der die ungenügende Kommunikation in der letzten Woche verantwortete, vielleicht Müller, der als Einziger am Ende zu Bickel hielt. Das ist aber alles gar nicht so entscheidend, bald werden wieder die Geschehnisse auf dem Rasen im Vordergrund stehen.

Wankelmütigkeit der Besitzer

Am Montagmittag werden sich Andy und Hansueli Rihs vor den Medien erklären. Sie werden den Sparkurs erklären, sie werden sich ein bisschen beklagen, wie mit ihrem Geld in den letzten Jahren bei YB umgegangen wurde, sie werden Kommunikationsfehler zugeben und Verkaufsgerüchte dementieren.

Aber sie werden kaum einsehen, dass sie mit ihrer Wankelmütigkeit am Ursprung vieler Probleme stehen. Zu oft hörten die Investoren, ohne die es den Verein in dieser Form gar nicht mehr geben würde, auf die falschen Leute. 2010, als CEO Stefan Niedermaier unverständlicherweise rausgeworfen wurde, ging es YB blendend, der Zuschauerschnitt lag bei über 22'000, heute sind es 6000 weniger.

Finanziell lief es ­ordentlich, seither beträgt das Defizit im Schnitt rund zehn Millionen Franken jährlich. Sportlich waren die Young Boys auf Augenhöhe mit Basel, heute sind sie deutlich abgehängt.

Das «Phase 3»-Geschwätz damals unter Verwaltungsratsprä­sident Benno Oertig und Kaenzig muss dringend immer wieder ­erwähnt werden, weil es ohne den Grössenwahn (etwa Oertigs Spruch: «Wir wollen eine Hochphase wie Bayern von 20 bis 30 Jahren») nicht solche Schwierigkeiten geben würde.

Der Termin heute Montag wurde mit den Rihs-Brüdern akribisch vorbereitet, aber vor allem Andy Rihs ist un­berechenbar. Er besitzt die totale Unabhängigkeit, ist locker, weil er genügend Geld hat und weil ihn andere Sachen mehr beschäftigen als YB. Zum Beispiel der Radsport oder die eigene Gesundheit.

Spycher als beste Lösung

In erster Linie sind die Young Boys ohnehin bestrebt, das ganze Desaster mit Urs Siegenthaler so schnell wie möglich zu vergessen. Übers Wochenende wurde daran gearbeitet, bald eine Lösung mit Christoph Spycher als Sportchef präsentieren zu können.

Der frühere Nationalspieler und ehemalige YB-Captain war von dieser Zeitung als starker Mann im Sport gefordert worden, weil er im Prinzip die einzige Hoffnung des Klubs ist. Und weil der YB-Talentmanager die aktuell wohl beste Lösung wäre.

Spycher trifft sich am Montag mit den Rihs-Brüdern. Der 38-Jährige besitzt keine Erfahrung als Sportchef. Aber er ist smart, intelligent, redegewandt, glaubwürdig und gut vernetzt, er kennt das Fussballgeschäft seit bald zwei Jahrzehnten und den Betrieb im Stade de Suisse seit seinem Wechsel zu YB.

Das war übrigens 2010, kurz bevor Niedermaier gehen musste. Seither fehlt im Stade de Suisse ein Gesicht des Vereins. Auch diesbezüglich – und als Sympathieträger – könnte Spycher viel dazu beitragen, dass bald wieder Ruhe einkehrt.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/14422314

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 Beitrag Verfasst: Montag 19. September 2016, 11:39 
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Andy Rihs gibt in gelb-schwarzen Ringelsocken uskunft

«Wollen eigene Leute wie Spycher, Chappi und Graf bringen»

Nach den Berner Chaostagen wird in Bern kein neuer Sportchef präsentiert.

In gelbschwarzen Ringelsocken erscheint YB-Besitzer Andy Rihs zur Medienkonferenz. Er stellt gleich klar: «Wir sind Investoren, aber keine Fussball-Fachleute. Und wir sind Fans von YB. Das sieht man auch an meinen Socken.»

Es ist kein Tag der Entscheidung in Bern, aber trotzdem hochspannend. Fakt ist: Einen neuen Sportchef und Nachfolger von Fredy Bickel präsentieren die YB-Besitzer Andy und Jöggi Rihs heute Vormittag nicht.

Andy Rihs betont, dass es nun das Ziel von YB sei, «Leute aus der eigenen Küche zu bringen wie Stéphane Chapuisat, Wuschu Spycher und Nachwuchschef Ernst Graf.»

Verwaltungsrat Hanspeter Kienberger erklärt: «Der Mann mit Sportkompetenz fehlt zurzeit, denn die operative Leitung im Sport muss funktionieren. Da wird in dieser Woche einiges passieren.» Möglich, dass dieser Mann Spycher heissen wird.

Kein Geheimnis ist auch, dass die Gebrüder Rihs YB und das Stade de Suisse verkaufen würden, wenn eine regionale Lösung in Frage käme. Andy Rihs: «Eine Berner Lösung, das wäre doch toll. Das wir nicht immer Geld hineinstopfen müssen. Aber es kommt niemand!»

Andy Rihs entschuldigt sich für die Kommunikationspanne. Abgänge im Verwaltungsrat sind jedoch keine zu erwarten, aber einen Zugang. «Es braucht jemanden, der die Kirche im Dorf hält. Das kann ein ehemaliger Fussballer sein.»

Medienchef Albert Staudenmann beendet die Konferenz. Jöggi Rihs ruft ein «Hopp YB!» hinterher.


Die YB-PK zum Nachlesen

Danke für Eure Aufmerksamkeit, liebe Fussball-Freunde. 11.50 Uhr. Die Gebrüder Rihs haben die Champions Lounge im dritten Stock des Stade de Suisse verlassen. Und wir sind genau gleich schlau wie zuvor. Nämlich kein bisschen.


vor einer Stunde
Das hat Andy Rihs zum Schluss gesagt. Albert Staudenmann beendet die Konferenz. Jöggi Rihs ruft ein «Hopp YB!» hinterher. Und Andy Rihs: «Ich wünsche Euch noch einen schönen Tag, schönen Nachmittag.»


vor einer Stunde
Frage: Werden sie nach dieser Mega-Kommunikationspanne näher dabei sein als Mann mit viel Erfahrung in diesem Bereich? «Ich bin zu weit weg, zum Teil, da haben sie Recht. Aber auch in der Wirtschaft haben viele Firmen schon einen Flop gelandet. Das ist für mich Grundvoraussetzung. Ich kann nur sagen: Es wird nicht mehr passieren. Da schauen wir drauf.»


vor einer Stunde
Frage: Musste Siegenthaler zu seinem Glück gezwungen werden oder sah er das selber ein? A. Rihs: «Die Rechnung ist halt so ausgegangen wegen minimaler falscher Entscheide in der Communication, die sich katastrophal ausgewirkt haben. Urs sah das ein, dass es danach nicht mehr gehen würde. Er ist nicht irgendeine Figur, die da gekommen ist. Ein Experte, Deutscher Fussballbund und so. Wie das gegangen ist, wäre er ständig damit konfrontiert worden. Das wäre nicht gegangen.»


vor einer Stunde
Frage an Kienberger: Wie schaut es aus mit dem Mann, der sportlicher Leiter hätte werden sollen? «Es ist so, dass der Mann mit Sportkompetenz fehlt. Deshalb ist die Ausgangslage neu. Das ist jetzt eine vordringliche Aufgabe. Denn die operative Leitung im Sport muss sofort funktionieren. Da wird in dieser Woche einiges passieren.»


vor einer Stunde
Frage: Kommt nun eine Neuer in den VR, der Sportkompetenz hat? A. Rihs: «Ja, es braucht jemanden, der die Kirche im Dorf behält. Das kann ein ehemaliger Fussballer sein.»


vor einer Stunde
Frage: Können Sie die Berner Lösung skizzieren? «Eine Berner Lösung, das wäre doch toll! Das wir nicht immer Geld hineinstopfen müssen. Aber es kommt niemand! Es ist halt bequemer mit uns. Aber vielleicht kommt nun der eine der andere. Wir sind Berner, das wissen die meisten nicht. Heimatberechtigt in Meinisberg. Aber wir leben halt nicht in diesem Umfeld.»


vor einer Stunde
Frage: Gibts Veränderungen im VR? A. Rihs: «Nein, ganz sicher nicht.» Nachfrage: Und wer führt den Verein nun operativ? «Das ist Wanja.»


vor einer Stunde
Jöggi Rihs: «Wir müssen schauen, wie wir die verschiedenen Kompetenzen nun verteilen und übertragen.»


vor einer Stunde
Frage: Wie ist es mit der Person, die als Leiter Sport auserkoren war? Kommt die nun oder nicht? A. Rihs: «Das kann ich ihnen auch nicht sagen. Man weiss auch nicht, wer es ist. Aber wenn sie jemanden anheuern und alles ist anders, dann muss man das frisch diskutieren. Aber wir sind auch nicht jeden Tag hier, mein Bruder und ich, Als Investoren, manchmal als Toren. Die Verwaltungsräte sind auch die Herren Kienberger...» Andy Rihs zählt sie auf, Albert Staudenmann muss ihm gewisse Namen zuflüstern.


vor einer Stunde
Frage: Ist der Meistertitel immer noch das Ziel? «Klar», sagt Andy Rihs, «sagen sie mir mal eine Mannschaft, die das nicht zum Ziel hat. Die einen als Ziel, die anderen als Dream.»


vor einer Stunde
Frage: Welche Rolle spielt Werner Müller noch? A. Rihs: «Er ist VR. Und hat dort seine Aufgaben.»


vor einer Stunde
Frage: «Sie haben von fünfzig Millionen gesprochen. In welchem Zeitrahmen war das?» Andy Rihs: «Wir haben die Aktionäre ausgekauft, um saubere Ordnung und keine komplizierten Verhältnisse zu haben im VR. Das ist abgelaufen in den letzten sieben Jahren. Wenn sie Ausfälle in der Europa League haben, dann geht das schwer zu Buche. Sie wissen, was wir für Ausfälle hatten im Schweizer Cup. Am Schluss mussten wir das Portemonnaie wieder auftun.»


vor einer Stunde
Frage: Haben Sie Bickel nicht zugetraut, den Stilwandel zugetraut. Und hat er unkontrolliert Geld ausgeben dürfen? A. Rihs: «Wenn sie einen Spieler erhalten, der nicht mal kicken kann seit ein, zwei Monaten, aber dennoch Lohn kassiert, dann ist das nicht gut. Und dann sind die Verkäufe nicht gelaufen. Das ist der Hauptgrund. Es war ein ständiges Thema, die Wirtschaftlichkeit. Wir haben Budgets. Und wenn die nicht eingehalten werden, dann muss man etwas machen.»


vor einer Stunde
Erste Frage: Warum wurde der Entscheid, den Sportchef und den CEO zu wechseln, nicht viel früher kommuniziert? Antwort A. Rihs: «Der Entscheid ist schon vor längerem getroffen worden. Vor drei Monaten. Aber es ist etwas hinzugekommen, das es uns verunmöglichte, das erst in der Nationalpause zu kommunizieren. Wenn man Restrukturierungen macht, dann kostet das gewissen Leuten immer den Platz.»


vor einer Stunde
Auch VR-Präsident Hanspeter Kienberger betont die Wichtigkeit der Öffentlichkeitsarbeit und entschuldigt sich seinerseits.


vor einer Stunde
Wieder Andy Rihs: «Dieser Kommunikations-GAU muss das letzte Mal gewesen sein. Muss! ich bin in einer Umgebung aufgewachsen, in der Kommunikation wichtig ist. Es ist ein Shitstorm entstanden. Ich will auch nicht herumbashen, weil jemand nicht technisch auf der Höhe war. Ich bin in der PR zuhause. Wenn sie Millionen Leute überzeugen müssen, dass Schwerhörigkeit heilbar ist, dann ist Öffentlichkeitsrarbeit enorm wichtig. Deshalb entschuldige ich mich nochmals und schaue nun persönlich darauf. Wenn solche Sachen sind, muss man an die Front. Nicht kann. Man muss.»


vor einer Stunde
Jöggi Rihs: «Den Brand YB muss man europaweit hoch ansetzen. Da ist es in der Schweiz noch GC. Basel ist erst in den letzten Jahren dazugekommen. Aber YB ist über allem. Es heisst nicht umsonst YB forever. Es gibt immer wieder Leute, die Interesse zeigen. Es gibt auch immer wieder plumpe Versuche. Wir wollen in erster Linie eine Berner Lösung, die sich zusammenrauft und sagt: Das soll in Bern bleiben. Aber zuerst wollen wir diesen Klub dahinbringen, dass alle Freude haben in diesem schönen Stadion. Und das mit jungen Leuten. Adi Hütter ist ein Trainer, der das unterstützt. Wann ein Verkauf stattfindet, können wir nich nicht sagen. Wen dreissig Medienvertreter sagen, wir sind dabei mit drei. vier Millionen, dann ginge das... Wir haben genug Beispiele von Klubs, die in fremde Hände gegangen sind und Unfug getrieben wurde.»


vor einer Stunde
Andy Rihs: «Wir gehen auf die Jugend, ganz klar. Aber auch mit Topstars. Aber es geht ums Geld. Wieviele Klubs in der Schweiz haben keine Geldsorgen. Das kann man an einer Hand abzählen. Ein Thema war immer verkaufen. Da soll Jöggi etwas dazu sagen.»


vor einer Stunde
Andy Rihs: «Über den Verwaltungsrat werden wir hier nicht sprechen. Das machen wir intern. Wir wollen ein gutes Verhältnis zu den Fans, zu den Medien. Ihr wisst natürlich schon Bescheid, wie es gehen sollte. Aber wir haben gute Leute. Wir müssen unseren eigenen Weg bringen. Zuerst schauen wir da in unserem Haus. Wir sprechen mit diesen Leuten. Die Gespräche gehen weiter. Der Weg, den wir wollen, ist eingeschlagen unabhängig von dem, der das da oben hätte dirigieren müssen. Sportlich werden wir keinen Schaden haben. Die Leute, die für das Sportliche zuständig sein, haben unser vollstes Vertrauen.»


vor einer Stunde
Andy Rihs: «Was haben wir nun Fredy Bickel vorzuwerfen! Es geht um Wirtschaftlichkeit. Es geht einfach nicht, dass man jedes Jahr sagt: noch ein paar Millionen, noch ein paar Millionen. Das hat unser Verwaltungsrat gut gemacht. Hampi versteht etwas von Zahlen. Er hat schon manche Bilanz gesehen. Er ist diplomierter Bücherexperte. Haben wir das gerne gemacht? Natürlich nicht. Man investiert gerne, wenn man einen Return of Investment hat.»


vor einer Stunde
Andy Rihs: «Dieser Fauxpas ändert nichts an der Tatsache, dass wir gute Leute haben. Im Nachwuchs, im Scouting. Ich habe eben gerade mit Adi Hütter gesprochen. Er hat mir gesagt: 'Wir haben Biss!' Auch wenn das noch keinen grossen Kübel garantiert.»


vor einer Stunde
Andy Rihs: «Wir mussten das nun kommunizieren, aus Gründen, die ich ihnen nicht nennen kann. Auch wenn wir es gerne später kommuniziert hätten. Unser Fehler war, das wir nicht sogleich eine Medienpressekonferenz anberaumt haben. Da haben wir uns ins mediale Offside gestellt. Da verstehe ich schon, wenn ihr sagt, sind die überhaupt noch 'bache'. Und nun müssen wir darüber sprechen, obwohl wir lieber darüber sprechen wollen, wie es sportlich weitergeht.»


vor einer Stunde
Andy Rihs: «Wir fanden die Sportkompetenz in der Person von Urs Siegenthaler, nach anderthalbjähriger Suche. Und waren uns alle im Verwaltungsrat einig, dass wir uns von Fredy Bickel und Alain Kappeler trennen würden. Unser Ziel ist es nun, Leute aus der eigenen Küche zu bringen wie Ernst Graf, Stéphane Chapuisat und Wuschu. Und mit jungen Leuten zu arbeiten, wie man das in Breiten..., ääh Barzenheid gesehen hat.»


vor einer Stunde
Andy Rihs: «Wir waren auf gutem Weg. Führen den auch weiter. Aber unter anderen Vorzeichen. Es wird nicht mehr nur gekleckst und gekleckst und gekleckst. Deshalb brauchten wir Sportkompetenz im Verwaltungsrat. Ich werde Ihnen nicht sagen, wieviel Geld wir investiert haben. Aber es ist ein grosses Minus da. Also brauchen wir Sponsoren, Zuschauer und Transferbusiness. Deshalb haben wir schon vor ein paar Jahren gesagt, so kann es nicht weitergehen. Unser Ziel war, den Verein selbsttragend zu machen.»


vor 2 Stunden
Weiter Andy Rihs: «Wir sind Investoren. Aber keine Fussball-Fachleute. Und wir sind Fans von YB. Das sieht man auch an meinen Socken. Wir haben im Backoffice etwa hundert Leute. Hampi Kienberger ist auch gekommen, um da im Hintergrund aufzuräumen. Denn es gibt nicht nur Fussball.»


vor 2 Stunden
Andy Rihs stellt die Frage: «Was ist eigentlich passiert? Wir sind immer noch die Nummer zwei. Waren das mehrmals, seit wir eingestiegen sind. Und wir waren mehrmals in der Europa League. Wir sind angetreten mit grossen Ambitionen, Waren auch sehr nahe drain. Mussten den Titel abgeben an Basel, das noch unter Petkovic, Vlado.»


vor 2 Stunden
Es geht los. Die Gebrüder Andy und Hansueli Rihs sowie VR-Präsident Hanspeter Kienberger und Albert Staudenmann, Leiter Unternehmenskommunikation, haben sich gesetzt, nachdem Andy Rihs seinen Kugelschreiber gefunden hat. Die Rihs' sind sportlich in YB-Polo-Shirts gekleidet.


vor 2 Stunden
Erste Informationen sickern durch. Christoph Spycher ist heute nicht anwesend, wird also nicht als neuer Sportchef vorgestellt. Das Thema Sportchef steht nicht im Vordergrund, heisst es.


vor 2 Stunden
Guten Tag liebe Fussball-Freunde und herzlich willkommen zum Live-Ticker der Pressekonferenz der Young Boys. Die Klubbesitzer Andy und Hansueli Rihs sowie Verwaltungsratspräsident Hanspeter Kienberger treten vor die Medien. Präsentieren sie einen neuen Sportchef? Erfahren Sie es ab 11 Uhr.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 05576.html

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