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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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chato
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Verfasst: Freitag 21. April 2006, 21:29 |
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Registriert: Samstag 6. August 2005, 11:17 Beiträge: 367
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da erzählt gernot wieder was von einem starken fc sion am montag.
ach komm gernot, die waren jetzt wirklich "putznüt" und hätte man locker schlagen können, ja müssen! 
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BSC YOUNG BOYS1898
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Verfasst: Samstag 22. April 2006, 10:55 |
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Registriert: Samstag 15. April 2006, 09:54 Beiträge: 245 Wohnort: Wiedlisbach
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roeschu hat geschrieben: Gonzo hat geschrieben: Der Hauptgrund in der Diskrepanz der Sichtweise zwischen Presse und Verein liegt m.e klar in den grossmäuligen Ankündigungen gewisser Leute ("Biiiiiig YB", "Baselverfolger Nummer 1" usw.) und dem (bisherigen) nichtgenügen dieser eigenen aufgestellten Standards.
du muesch ou gseh das e mannschaft mit dene finanzielle mitu und däm stadion und dere mannschaft nid sött ume 3. platz kämpfe wiesi das im momänt müesse!die mannschaft hät meh potenzial nume söttme mou dr grund finge wieso das das potenzial nid usgnützt wird(  rohr)! e wott nid aues am rohr i dschue schiebe aber weme mit dene offensivchräft so defensiv spöut geit das haut nid lang guet!
_________________ !!!!Böhse Onkelz!!!!
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McBöngli
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Verfasst: Samstag 22. April 2006, 13:18 |
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Registriert: Mittwoch 26. Oktober 2005, 11:56 Beiträge: 20
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BSC YOUNG BOYS1898 hat geschrieben: roeschu hat geschrieben: Gonzo hat geschrieben: Der Hauptgrund in der Diskrepanz der Sichtweise zwischen Presse und Verein liegt m.e klar in den grossmäuligen Ankündigungen gewisser Leute ("Biiiiiig YB", "Baselverfolger Nummer 1" usw.) und dem (bisherigen) nichtgenügen dieser eigenen aufgestellten Standards. du muesch ou gseh das e mannschaft mit dene finanzielle mitu und däm stadion und dere mannschaft nid sött ume 3. platz kämpfe wiesi das im momänt müesse!die mannschaft hät meh potenzial nume söttme mou dr grund finge wieso das das potenzial nid usgnützt wird(  rohr)! e wott nid aues am rohr i dschue schiebe aber weme mit dene offensivchräft so defensiv spöut geit das haut nid lang guet!
SÖTT UND HÄTT....
Das wo dr Herr Ruch da gschribe het isch doch schwachsinn..
Völlig Pro Rohr!!!!
Klar i wet o gärn offensivspektakel gseh, aber mir müesse dere Mannschaft no Zyt gä bis nächscht Saison, meine Devise, I hoffe itz dasmer dä scheiss 3. Platz no holä..
FÄBU RUCH --> AB INS WALLIS!!!!!!!!!!!!
_________________ Ab id Schwümm!!!
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roeschu
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Verfasst: Samstag 22. April 2006, 13:26 |
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Registriert: Montag 29. August 2005, 18:08 Beiträge: 641
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BSC YOUNG BOYS1898 hat geschrieben: du muesch ou gseh das e mannschaft mit dene finanzielle mitu und däm stadion und dere mannschaft nid sött ume 3. platz kämpfe wiesi das im momänt müesse!die mannschaft hät meh potenzial nume söttme mou dr grund finge wieso das das potenzial nid usgnützt wird(  rohr)! e wott nid aues am rohr i dschue schiebe aber weme mit dene offensivchräft so defensiv spöut geit das haut nid lang guet!
ich kenne das genaue Budget nicht von YB, ich denke aber man liegt nicht falsch wenn man es etwa auf 16 - 17 mio schätzt (wobei ich wenn ich von Budget rede, die Mittel meine welche einem zur Verfügung stehen um die Spielersaläre du decken). Basel hat wahrscheinlich ca. 30 - 32 mio zur verfügung. Zürcher Clubs liegen wohl leicht unter dem Budget von YB (GC hat ja momentan eine Finanzkrise). Wie gesagt ich kenne diese Zahlen nicht genau, man kann sie aber ziemlich genau schätzen. Von dem her liegen wir in der Tabelle ziemlich genau dort wo wir auch budgetmässig hingehören.
Wie von vielen Fans immer wieder geschrieben wird teile ich auch die Meinung das man es in den letzten 3 Jahren versäumt hat das Fundament für erfolgreiche Jahre im neuen Wankdorf zu legen...dementsprechend muss man jetzt kämpfen und chrampfen.
Nebst dem Geld ist auch halt das Scouting eine Schwäche. Junge Talente gehen in der Regel zu den Zürchern Clubs oder zum FC GigiOeri weil sie dort gut dotierte Verträge bekommen.
_________________ Und so sprach Hakin zum Menschengeschlecht:
"E trener wäggsel isch immer positiv. mängisch aber ou negativ..."
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TA04
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Verfasst: Samstag 22. April 2006, 20:42 |
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Registriert: Mittwoch 12. Oktober 2005, 14:07 Beiträge: 14
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Hallo
Die BZ hat seit der Eröffnung nur noch schlechtes geschrieben und kaum etwas positives!
Und denn FC Thun haben sie in allen Wolken gelobt, gelobt, gelobt, gelobt, gelobt, gelobt, gelobt und so weiter.....
Für eine Berner Zeitung ist solches verhalten nicht akzeptabel Denn Lokalclub so fertig zu machen! Nichts gegen Kritik, aber einmal ist das Fass überfüllt
Wenn ich kein Gratis Abo hätte für die nächsten 3 Jahre, dann würde ich mein Abo kündigen 
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shalako
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Verfasst: Sonntag 23. April 2006, 10:38 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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NZZ, 23.04.2006
YB in der Zwickmühle
Die Berner wollen Spektakel bieten - Trainer Rohr lässt sie defensiv spielen
Von Andreas Kopp
Man wähnt sich in einer Fussball-Idylle. Wären da nicht die YB-Niederlage im Cup-Final gegen den unterklassigen FC Sion und deren Verarbeitung gewesen. Freitagmittag, grosse Allmend, Bern. Das YB-Training neigt sich dem Ende zu, eine Gruppe Spieler schlendert in Richtung Stade de Suisse, ein paar andere spielen noch Fussball-Tennis. Der Trainer Gernot Rohr, französischer Fussballlehrer mit deutschen Wurzeln, sitzt auf dem Rasen und redet mit Christian Schwegler; hört zu, zeigt sich interessiert, stellt Fragen. Danach fordert er den Journalisten auf, sich auf einem Ball zu ihm und zu Oscar zu setzen. Oscar ist sein dreijähriger Sohn. Rohrs Lebenspartnerin wohnt in Bordeaux, Oscar weilt diese Woche ebenso in Bern wie der 16 Jahre ältere Emmanuel, Sohn aus erster Ehe. Oscar hält es nicht lange auf Vaters Schoss aus, beginnt, mit dem Plasticband zu spielen, welches das Tennisfeld begrenzte, wickelt das Band um den Vater und den Journalisten, zieht am Band. Als versuchte er, den Abstand zwischen seinem Vater und dem unbekannten Fragesteller zu verkleinern. Als spürte er, dass die Idylle trügt.
«Herr Rohr, welchen Ausweg sehen Sie?» Der Angesprochene blinzelt in die wärmende Frühlingssonne, die er im kalten Bern so lange vermisst hat. «Ausweg? Ich suche keinen Ausweg», erwidert Rohr. Er sei nicht in der Klemme; die Spieler stünden hinter ihm, das mache ihn stark. Der 52-Jährige könnte auf eine Episode des Vorabends verweisen, tut es aber nicht. Nachdem er YB bei Xamax 1:0 in Führung gebracht hatte, rannte João Paulo zur Trainerbank und fiel seinem Coach um den Hals. Daniel João Paulo - der Goalgetter, der als Einziger im Penaltyschiessen des Cup-Finals gescheitert war, nur die Latte getroffen hatte. Die Geste des Brasilianers ging auch dem Trainer nahe; es sei ihm ganz warm ums Herz geworden.
Gernot Rohr, der Copain? In Nizza sei Rohr am Schluss unter anderem die von der Vereinsführung nicht mehr tolerierte Nähe zu den Spielern zum Verhängnis geworden, sagt ein französischer Journalist. Doch der Trainer kann auch fordernd sein, wie Beobachter bestätigen. Im Namen seines Klienten soll sich João Paulos Manager bei Rohr für die Härte im Training bedankt haben. In der Öffentlichkeit stellt sich der Trainer konsequent vors Team. Das hielt er schon immer so - und tut es auch in Bern. «Ich lasse mir meine Spieler von den Medien nicht kaputtmachen», sagt Rohr. Dies birgt die Gefahr der Schönrednerei. Nach dem Cup-Final war dieser Tatbestand erfüllt. Rohr redete seine Spieler stark und kritisierte den Schiedsrichter. In den Medien kam dieses Verhalten schlecht an, doch Rohr zeigte sich uneinsichtig und rückte keinen Millimeter von seiner Position ab. Im Gegenteil. Nach dem glanzlosen 3:1-Sieg in La Chaux-de-Fonds gegen Xamax sprach er nur drei Tage nach dem Cup-Final abermals von «einem schlechten Schiedsrichter» (womit er Recht hatte) und «einer bravourösen YB-Leistung» (was nicht stimmte). Klar ist: So glättet man keine Wogen.
Gernot Rohr durfte lange fast ohne Kritik leben. Bei Girondins Bordeaux schuf er sich zwischen 1977 und 1998 als harter Verteidiger, Jugendkoordinator, Sportdirektor und Trainer einen ausgezeichneten Namen. Zu den Auswärtsspielen reiste Bordeaux im Flugzeug, in der hintersten Reihe sassen jeweils Zidane, Dugarry, Lizarazu und Rohr. In Frankreich hat Rohrs Stimme noch immer Gewicht. Auf französischen Fernsehsendern besticht er mit Eloquenz und einem für einen gebürtigen Deutschen erstaunlichen Sprachgefühl. Eine solche Vita schult einen nicht unbedingt in Kritikfähigkeit, macht einen kaum wetterfest. Das zeigte auch das Intermezzo als Technischer Direktor bei Eintracht Frankfurt, das 1999 nach sechs Monaten endete. Rohr befand sich im Dauerclinch mit den Medien, nachdem er in einem Interview die Frankfurter Journalisten als «verkommen» bezeichnet hatte.
In Bern ersetzte Rohr im vergangenen Oktober Hans-Peter Zaugg. Die YB-Führung wollte im neuen Stadion einen charismatischeren Trainer, der offensiver spielen lässt. Roger Ricort, Sportdirektor in Rohrs letztem Verein OGC Nice, schmunzelt und staunt. «Wer Rohr verpflichtet, holt einen Trainer, der auf soliden, gut organisierten Fussball Wert legt. Für ihn haben das Resultat und die Effizienz Vorrang.» Rohr widerspricht nicht. Offensivfussball sei nur aus einer sicheren Defensive und mit starken Angreifern möglich. Beide Vorgaben stuft er bei YB als nicht erfüllt ein. Am meisten ärgere ihn, dass sein Team auswärts noch nie 1:0 gewonnen, ein Tor noch nie zum Sieg gereicht habe. Solche Worte dürften YB-Sportchef Marcel Hottiger wenig freuen. Er war die treibende Kraft bei Rohrs Verpflichtung und reagiert gereizt auf den Vorwurf, der Zaugg- Nachfolger lasse zu defensiv spielen und verärgere die Zuschauer.
YB wird nächste Woche einen Preisabschlag auf dem Einzeleintritt und der Jahreskarte im zentralen Sektor C kommunizieren. Vielleicht gibt es auch einen andern Ausweg aus dem Dilemma. Rohrs Vertrag läuft noch eine Saison, enthält aber eine Ausstiegsklausel. «Wir sind doch alles vernünftige Leute», sagt der Trainer.
YB und die Spielregeln des Medien-Monopols
Zweifellos hat sich der YB-Trainer Gernot Rohr nach dem Cup-Final gegen Sitten ungeschickt verhalten. Dass der Klub danach gerügt und geschüttelt wurde und sich Rohr in einem Pingpong mit den Medien wiederfand, liegt nicht nur an Rohrs Gebaren, sondern auch an den Verhältnissen im Medienplatz Bern. Dort ist alles unter dem Dach der Espace Media vereint. Geschieht Ausserordentliches, prescht die «Berner Zeitung» im Stil einer Boulevardzeitung voran. Sie macht auf der Frontseite Druck auf den Trainer und schreibt, dass dieser «zum Erfolg verdammt» sei, sonst sei seine Zeit «abgelaufen». Der Gratisanzeiger, das Lokalradio und das Lokalfernsehen, alle zur Espace Media gehörend, doppeln nach. Dazu kommt, dass die Journalisten teilweise in mehreren Medien schreiben und sich sogar gegenseitig interviewen. Ende April wird nun die Sportredaktion des «Bunds» aufgelöst; der «Bund» übernimmt den «BZ»-Sportteil. Der YB-Trainer kann sich fortan nicht mehr bei den einen ausheulen, wenn ihm die anderen bös sind. Damit ist Bern sportmedial so weit wie Basel, Luzern oder St. Gallen - in der Monokultur, die in der Hauptstadt als Besonderheit von einem boulevardesken Blatt geprägt wird. Auch darauf haben sich YB- und SCB-Gemeinde einzustellen. (bir.)
_________________ For Ever
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Haribo
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Verfasst: Mittwoch 3. Mai 2006, 21:33 |
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Registriert: Mittwoch 5. Mai 2004, 15:29 Beiträge: 1036
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morn geits de wieder los mit dr böse press. 
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shalako
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Verfasst: Samstag 6. Mai 2006, 10:14 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Bund, 05.05.2006
«Was bitte soll da defensiv sein?»
Presseschelte, Schiedsrichterkritik, Diskussionen um das Spielsystem, Knatsch mit Hakan Yakin: Es sind ereignisreiche Tage für Gernot Rohr. Der YB-Trainer spricht offen über die Brennpunkte – und über seine Zukunft.
Fussball: YB-Trainer Gernot Rohr
Warum wird YB noch Dritter?
Gernot Rohr: Weil wir ein Team mit Herz und Charakter haben. Ich gebe Ihnen zwei Beispiele. Mehrere Spieler haben den verletzten Everson im Spital besucht – in Strassburg. Und am Donnerstag, einen Tag nach dem 0:1 bei GC und direkt nach einer hitzigen Diskussion in der Kabine, hat Patrick Gerhardt einen Apéro spendiert, weil er vor kurzem erstmals für YB gespielt hatte. Die Stimmung ist gut.
Aber die Leistung bei GC …
… war schrecklich. Ich habe mich geschämt, für beide Teams. Das war eines der schlechtesten Spiele, das ich je gesehen habe.
Warum versagt YB häufig in entscheidenden Spielen?
Das war offenbar schon vor meiner Zeit so, hat man mir erzählt. Wir arbeiten daran. Was mich mehr nervt, sind die ständigen Diskussionen um unsere angeblich fehlende Attraktivität.
Es war aber gegen GC keine offensive Meisterleistung von YB.
Ich zeige Ihnen jetzt etwas: (Beginnt auf einem Block zu zeichnen) GC hat sehr defensiv gespielt und Varela immer doppelt gedeckt. Es waren Freiräume vorhanden für andere Offensivspieler. Schauen Sie, wir hatten mit Gohouri, Tiago und Hodel nur drei Defensivspieler auf dem Platz. Sermeter rechts hinten ist ein Mittelfeldspieler, Pirmin Schwegler und Yapi sind kreative Fussballer, Yakin war der Regisseur, dazu Varela, Raimondi und Häberli. Was bitte schön soll daran defensiv sein?
YB hatte keine einzige Torchance.
Das ist korrekt. Liegt das an der Aufstellung? Wir haben mit den genau gleichen Spielern in Aarau 5:1 gewonnen. Das Problem ist, dass uns die mentale und physische Stärke fehlt, um gegen ein solides, cleveres Team wie GC zu gewinnen. Wir spielen selten zu null. Aggressivleader Everson ist verletzt. Wir sind im zentralen Aufbau zu wenig bissig und körperlich unterlegen.
Womit wir bei Hakan Yakin wären. Um ihn herum soll bei YB ein Team aufgebaut werden.
Das hat man mir auch so kommuniziert. Aber zuerst kommt das Team, dann ein einzelner Spieler. Wenn ich einen Kirchenplatz baue, beginne ich auch nicht mit dem goldig verzierten Glockenturm. Das Fundament ist entscheidend. Es stört mich darum auch nicht, betitelt man mich als Maurermeister. Will man offensiv und mit Risiko spielen, müssen die Verteidiger schnell und fehlerfrei sein. Wir sind noch nicht so weit.
Hakan Yakin fordert ein System mit zwei Stürmern.
Yakin ist ja von jeglicher Defensivarbeit befreit. Bloss: Er ist noch nicht auf seinem höchsten Level. Yakin kann noch gar nicht alle drei Tage brillieren, da er in den letzten Jahren selten gespielt hat. Und er hat ja bisher fast überall Probleme mit seinem Trainer gehabt.
Der Konflikt zwischen Ihnen und Yakin spitzt sich zu …
… das ist kein Konflikt. Auch ich hoffe, dass Yakin an die WM fährt. Aber er ist ganz einfach nicht in Bestform. Das ist ein Fakt. Und er benötigt Pausen.
Das heisst, Yakin spielt am Sonntag gegen den FC Thun nicht?
Das habe ich nicht gesagt. Wir werden das kurzfristig entscheiden. Es kann auch sein, dass er aus disziplinarischen Gründen eine Pause erhält. Yakin ist einer von über zwanzig Spielern – und ich bin der Trainer. Es war ungeschickt von Yakin, am Mittwoch in der Pause am TV zu erklären, er habe keinen Spass. Er ist ja nicht mehr 18 Jahre alt, sondern ein erfahrener Fussballer.
Bei Nizza haben Sie sich den Ruf erarbeitet, auf Disziplin und eine starke Defensive Wert zu legen. War es allenfalls ein Missverständnis, Sie als Nachfolger Hans-Peter Zauggs zu verpflichten? Ihm warf man vor, YB spiele zu Hause zu wenig attraktiv. Geändert hat sich das nicht.
Nizza stieg wenige Tage vor dem Saisonstart in die Ligue 1 auf. Wir hatten kaum Spieler, das Team war ein Scherbenhaufen. Wollen Sie da offensiven Zauber zelebrieren? Noch einmal: Zuerst kommt die defensive Pflicht, dann erst die offensive Kür.
Sie gelten als Mensch, der Dinge oft schönredet. Welche Fehler haben denn Sie gemacht?
Ach, das ist wieder diese deutsche Mentalität zur Selbstkritik.
Sie sind Deutscher …
Natürlich. Aber ich habe über zwanzig Jahre in Frankreich gelebt und die französische Staatsbürgerschaft angenommen. Es ist mir aufgefallen, dass man in Deutschland und der Schweiz kritischer und negativer denkt. Natürlich habe ich Fehler gemacht. Doch ich bin ein offener Mensch, ich schaue nach vorne.
Ihre ständige Kritik an den Schiedsrichtern, der Presse oder dem Verband wirkt irritierend und dünnhäutig. Als Sportdirektor von Eintracht Frankfurt hatten Sie in einem Interview mit der «Frankfurter Rundschau» erklärt, der deutsche Sportjournalismus sei verkommen …
… ich möchte Sie wieder unterbrechen. Frankfurt ist ein heisses Pflaster, es gibt mehrere Zeitungen, der Druck ist gross. Ich hatte vor allem Probleme mit einem Medium. Eine solche Aussage würde ich mir nie erlauben.
Vor kurzem haben Sie auf TeleBärn erklärt, wenn es mit der Berichterstattung in Bern so weitergehe, würden Sie sich lieber um Ihre Hotels in Cap Ferret und auf La Réunion kümmern.
Das war ein Scherz. Ich liebe den Fussball viel zu sehr, um bereits in den Ruhestand zu gehen.
Es gibt Insider, die behaupten, Sie verlassen YB Ende Saison.
Das stimmt nicht. Es gefällt mir sehr gut in Bern. Ich war am Donnerstagabend in der Stadt. Überall in den Gassen waren Leute, es war eine grossartige Ambiance. Und die Arbeit mit dem Team ist interessant.
Dann machen wir die Schlagzeile: «Gernot Rohr bleibt bei YB.»
Nein, das wäre auch nicht richtig. Wir müssen wohl leider die zentralen Mittelfeldspieler Pirmin Schwegler, Yapi und Everson ersetzen. Und: Wir brauchen mindestens einen starken Stürmer und einen Verteidiger. Es soll keine Drohung sein: Aber ich möchte sehen, dass man bereit ist, kräftig zu investieren.
Verpasst YB den Uefa-Cup …
… dann wären wir Vierter, also hätte sich YB mit mir um einen Rang verbessert. Und: Wir haben den FC Thun überholt. Die regionale Hegemonie ist wichtig. Der UI-Cup ist in diesem Jahr reizvoll, weil es nicht mehr unendlich viele Runden braucht, um den Uefa-Cup zu erreichen.
Wäre ein freiwilliger Abgang für Sie eine Niederlage?
Wir sind doch bei YB alles vernünftige Leute und werden uns Ende Saison unterhalten. Ich bin jetzt knapp ein halbes Jahr in Bern und würde gerne bleiben, wenn die Voraussetzungen stimmen. Es war eine emotionale Zeit mit Höhepunkten und Rückschlägen wie dem verlorenen Cupfinal gegen Sion, als wir vom Schiedsrichter benachteiligt worden sind. Das hat geschmerzt. Für das WM-Spiel Schweiz – Frankreich am 13. Juni in Stuttgart habe ich 35 Karten organisiert. Entweder ist es mein Abschiedsgeschenk ans Team. Oder es ist ein wunderbarer Start in die neue Saison.
_________________ For Ever
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