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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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Haribo
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Verfasst: Dienstag 18. April 2006, 20:50 |
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Registriert: Mittwoch 5. Mai 2004, 15:29 Beiträge: 1036
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rohr isch sicher ä guete trainer, aber isch är dr richtig für yb???
langsam aber sicher fat sech dä afa wiederhole mit sine floskle wo är nachem spiel bringt. isch immer z'gliche ohni fortschritt momentan! das isch das womer chli z'dänke git.
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wernu
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Verfasst: Dienstag 18. April 2006, 21:05 |
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Registriert: Montag 20. Dezember 2004, 19:07 Beiträge: 93
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Zitat: rohr isch sicher ä guete trainer, aber isch är dr richtig für yb???
langsam aber sicher fat sech dä afa wiederhole mit sine floskle wo är nachem spiel bringt. isch immer z'gliche ohni fortschritt momentan! das isch das womer chli z'dänke git.
i bi eine vo dä gröste zaugg kritiker gsie! ha nie öbbis könne afa mitim! o wen är mir mönschlich sehr gut isch inne cho. är het o geng aus schönn gred!
aber bi rohr ischs angersch! i teile fasch geng sini meinig nachem spiel! u das dschiedsrichter leistige im ch fussball nid gad die beste sie (nid nume wäg gester) isch ja i vergangene spieltäg meh au deutlich bestädiged worde. auso scheiss uf gester! gloub a die manschaft gloub a de club gloub a de trainer u dänk geng dra:
...i ha mis lebe dir vermacht jede tag u jedi nacht sforza bsc gelb u schwarz olé...

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YBMONSTER
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Verfasst: Dienstag 18. April 2006, 22:35 |
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Registriert: Montag 25. Juli 2005, 19:36 Beiträge: 285
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Wir müssen dem Rohr noch eine Chance geben. Das Team ist noch sehr jung und unerfahren. Wenn wir jetzt nen neuen Trainer holen ist monatelange Arbeit futsch. Das Gestern war wirklich knapp, ja YB hat nicht gut gespielt, aber der Schiri war auch total überfordert.
Wenn Rohr aber mit der gleichen Betontaktik weiterspielt, nicht mal den dritten Platz holt ist er in meinen Augen uch fällig, dass wär aber ein ziemlicher Fleck in seiner bisher ruhmreichen Karriere, dies wird er kaum riskieren. Mir ist aber auch bewusst, dass Hottiger menschlich ein gueter siech ist, und sich lange hinter Rohr stellen wird.
_________________ ...habe fertig!
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 19. April 2006, 08:33 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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BZ, 19.04.2006
Verpasste Chance zur Einsicht
Nach der Niederlage im Cupfinal gegen Sion wollten sich die YB-Verantwortlichen gestern bei den Anhängern entschuldigen. Trainer Gernot Rohr setzte diese Idee nicht wie gewünscht um. Er blieb uneinsichtig.
Wird es eng für Gernot Rohr?
«Wenn nicht João Paulo, sondern ein Sion-Spieler einen Penalty an die Latte gesetzt hätte, dann wären meine Spieler alles Helden», sagte Gernot Rohr gestern. Der YB-Trainer würde dann auch nicht in der Kritik stehen. Er wäre jener Coach, der YB zum ersten Titel seit 1987 geführt hätte.
Wäre das wirklich so?
Diese Frage ist hypothetisch, wie so vieles, was in den Stunden nach der bitteren Cupfinalniederlage der Young Boys gegen Sion fiebrig debattiert worden ist. Tatsache ist, dass die YB-Anhänger nach dem wiederholt unattraktiven Auftritt der Berner masslos enttäuscht sind. Zahlreiche wütende Briefe und E-Mails erreichten die YB-Geschäftsstelle, Saisonkarten wurden zerrissen, die Young Boys und ihr Trainer Rohr haben viel Kredit verspielt. Die Stimmung ist aggressiv, YB drohen die Zuschauer davonzulaufen. «Diese Niederlage gegen Sion wirft uns weit zurück», sagt Wankdorf-CEO Stefan Niedermaier.
Die gute Idee …
Als Niedermaier gestern die enttäuschten YB-Spieler im Morgentraining sah, hatte er eine gute Idee. Und die geht so: Um den zu erwartenden Ansturm der Medien zu kanalisieren, wurden die Journalisten auf 14.30 Uhr eingeladen. Die YB-Exponenten sollten sich an einer Medienkonferenz selbstkritisch und einsichtig zeigen; man wollte sich bei der Anhängerschaft entschuldigen für den mageren Auftritt gegen Sion und den verpassten Cupsieg; und man wollte einen Schlussstrich unter den Final ziehen und optimistisch in die Zukunft blicken. Dazu war vorgesehen, dies alles in einem offenen Brief an die Fans und die Sponsoren zu kommunizieren.
Allein: Es blieb beim Vorsatz.
Gernot Rohr, der sich bereits am Ostermontag als schlechter Verlierer gebärdete, hielt nichts davon, Fehler einzugestehen.
Der unfehlbare YB-Trainer
Und so erlebten die Medienvertreter im Wankdorf-Presseraum eine groteske Szene. Hinter einer Stellwand versuchten Niedermaier und Sportchef Marcel Hottiger den Trainer noch einmal davon zu überzeugen, wenigstens heute ein bisschen Demut zu zeigen. Doch Gernot Rohr schritt zu Tisch, suchte die Schuld erneut beim Schiedsrichter, griff die Medien in überheblicher Art an und torpedierte damit die Pläne seiner Vorgesetzten, Ruhe in den nervösen Betrieb einkehren zu lassen.
Die rund zweistündige Veranstaltung, in der sich Rohr unfehlbar und uneinsichtig gab, mutierte zur Rechtfertigungstirade des Deutschfranzosen. Stefan Niedermaier entschuldigte sich jedenfalls später bei sämtlichen zuvor anwesenden Journalisten telefonisch für den unglücklichen Verlauf der Diskussion. Die Absicht Niedermaiers verkam durch das Verhalten des sturen Trainers zur Farce.
Es brodelt bei den Young Boys. Rohrs oft abschätzige Kommentare über den Schweizer Fussball erschweren die Aufgabe, das schlingernde Schiff YB wieder auf Kurs zu bringen. «Wir sind von Rohrs fachlichen Qualitäten nach wie vor überzeugt», sagt Sportchef Hottiger zwar. Doch es ist offensichtlich: Die YB-Macher sind frustriert darüber, wie der Trainer ihre Ideen desavouiert.
Sonderprämie für Spieler
Und so akzentuiert sich der Druck auf Rohr. In den restlichen sieben Partien in der Super League muss der 52-Jährige mit YB den dritten Rang und damit den Uefa-Cup erreichen. Einer der Stadioninvestoren stellte am Montagabend beim Mannschaftsessen im Kornhauskeller gegenüber zwei Spielern eine Sonderprämie für alle Akteure in Aussicht, sollte GC noch verdrängt werden. Es ist fraglich, ob diese Massnahme, man spricht von rund 12 000 Franken pro Spieler, der richtige Ansatz ist, um das Vertrauen des ernüchterten Publikums wieder zu gewinnen. Nachdem Niedermaier diese Prämie gestern den Medien vorstellte, erklärte Rohr: «Ein solcher Anreiz wäre nicht notwendig gewesen, um uns zu motivieren.» Von Einigkeit ist bei YB derzeit wenig zu spüren.
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Wir stellen die Trainerfrage:
Die Young Boys spielen unattraktiven Fussball, verlieren den Cupfinal und entfachen unter den Fans keine Euphorie. Ist Gernot Rohr der richtige Trainer der Young Boys? Stimmen Sie ab im Internet unter http://www.espace.ch/umfrage.
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Die Niederlage teuer bezahlt
Bei den YB-Spielern war die Enttäuschung über die Niederlage im Cupfinal auch gestern noch enorm gross. Zwei von ihnen haben einen teuren Preis bezahlt: Everson und Ronny Hodel fallen lange Zeit aus.
Captain Joël Magnin, Torhüter Marco Wölfli und Mittelfeldspieler Mario Raimondi erschienen gestern als Vertreter der Mannschaft zum Mediengespräch. Gefasst schienen sie, die Enttäuschung, den Cupfinal gegen Sion verloren zu haben, war ihnen dennoch anzumerken. «Als ich heute Morgen vor dem Training in die Runde schaute, sah ich, dass viele von uns keine erholsame Nacht verbracht hatten», sagte Raimondi. Zwar habe das gemeinsame Nachtessen im Anschluss ans Spiel gut getan, die Niederlage sei jedoch weiterhin allgegenwärtig.
Wie ihr Trainer Gernot Rohr wollten aber auch die drei Spieler nichts davon wissen, gegen den Challenge-League-Klub Sion versagt zu haben. Immerhin sah Joël Magnin ein, dass die Zuschauer kein attraktives Spiel gesehen hätten: «Taktisch war unsere Leistung aber gut. Wir haben dem Gegner trotz Unterzahl bis zum Ende der Verlängerung kaum Torchancen zugestanden.»
Die Spieler schlossen sich auch in der Kritik am Referee ihrem Trainer an. «Der Schiedsrichter hat nicht berücksichtigt, was er in einem derart wichtigen Match mit seiner umstrittenen roten Karte gegen Gohouri auslöst», sagte Mario Raimondi. Der Mittelfeldspieler sprach davon, wie sehr das Team durch den Platzverweis getroffen wurde: «Für uns war es ein Schock. Bis wir uns auf die neue Situation eingestellt hatten, brauchte es Zeit.» Und als YB nach der Pause wieder ein wenig aufgekommen sei, habe der Schiedsrichter einen zweifelhaften Freistoss gepfiffen, der zum Tor durch Obradovic geführt habe.
Everson kaum geschützt
Obwohl der gestrige Medientermin zum Ziel hatte, den Cupfinal abzuhaken und danach nach vorne zu schauen, wird YB die Niederlage am Ostermontag weiterverfolgen: Everson und Ronny Hodel schieden verletzt aus.
Während Hodel mit einem Bänderriss am Sprunggelenk nur zehn Tage pausieren muss, ist für Everson die Saison wegen eines Kreuzbandrisses zu Ende. Er wird laut Trainer Gernot Rohr ein halbes Jahr ausfallen. Obwohl der Brasilianer, der von den Sion-Spieler mehrmals hart attackiert wurde, bereits früh einen Schlag aufs Knie erhielt und lange Zeit nur humpeln konnte, wurde er von Rohr erst nach Hälfte der Verlängerung ausgewechselt. «Everson hat mir gesagt, dass er weiterspielen kann», verteidigte sich der Trainer gegen den Vorwurf, die Gesundheit des Spielers fahrlässig gefährdet zu haben. «Er ist halt einer, der die Zähne zusammenbeisst», sagte auch Mario Raimondi. Wieso aber haben seine Mitspieler den Brasilianer, zurzeit der wichtigste Akteur im Team, nicht stärker vor den Angriffen der Sion-Spieler geschützt und mit einer harten Aktion gleichzeitig ein Signal gesetzt? «Diese Frage habe ich mir nach der Partie auch gestellt», gab Raimondi zu. In den Köpfen der YB-Spieler hätten wohl aber die Furcht vor den Konsequenzen einer Revancheaktion eine entscheidende Rolle gespielt.
Nach dem Ausfall von Everson sind für YB die Chancen, in der Super League Rang drei und damit den Uefa-Cup zu erreichen, nicht gestiegen. Dennoch glaubt das Team fest daran. «Wir werden die Ausfälle kompensieren», ist Mario Raimondi überzeugt. «Das Glück wird wieder zurückkehren und wir belohnt werden. Garantiert.»
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 19. April 2006, 08:36 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Bund, 19.04.2006
Vergebliche Suche nach Erklärungen
Am Tag danach: Bei den Young Boys und Trainer Gernot Rohr ist der verlorene Cupfinal gegen den FC Sion noch unbewältigt
Katzenjammer beim BSC Young Boys: Nach dem missglückten Cupfinal suchen Trainer, Funktionäre und Spieler nach Erklärungen, weshalb dieses Endspiel verloren gegangen ist. Vergeblich . . .
«Wir haben das Spiel nicht verloren», möchte Gernot Rohr, der YB-Trainer, vorerst präzisiert haben: «Wir haben nach einer hervorragenden kämpferischen Leistung mit einem Mann weniger 1:1 unentschieden gespielt.» In diesem Punkt mag Rohr Recht haben, denn das Nervenspiel des Penaltyschiessens, das den FC Sion zum Cupsieger machte, war eine Glückssache nach dem Prinzip «Kopf oder Zahl». Richtig ist auch des Trainers Einschätzung, dass seine Mannschaft von der ersten bis zur letzten Minute generös gekämpft hat.
Anderseits hat am Ostermontag aber die ganze Schweiz genau so gesehen und festgestellt, dass die spielerische Leistung der favorisierten Young Boys keinesfalls höheren Ansprüchen genügte. Entsprechend bissige Kommentare waren gestern in der nationalen und regionalen Presse zu lesen, was den YB-Trainer gestern ganz schön aus der Reserve gelockt hat. Seine Statements zu den Vorwürfen:
Leistung: «Es war kein so schlechtes Spiel, wie das behauptet wird. Es war für uns aber ein Spiel, das sehr schwierig zu führen war: Wir mussten – inklusive Verlängerung – über eine Stunde lang in Unterzahl gegen einen äusserst aggressiven Gegner bestehen. Dass uns das gelang, war nicht selbstverständlich.»
Schiedsrichter: «Auch am Tag danach muss ich feststellen, dass der Unparteiische das Spiel kaputtgepfiffen hat. Er hat eine riesige Verantwortung auf sich gebürdet, als er Gohouri des Feldes verwies. Das war nie und nimmer eine Notbremse – und es war bezeichnend, dass der Schiedsrichter zuerst Tiago die rote Karte zeigte. Das bewies doch nur, dass er die Situation nicht richtig gesehen hat.» Auch das Gegentor kreidet Rohr dem Ref an: Der Foulpfiff 26 Meter vor dem Tor gegen Magnin sei ein Fehlentscheid gewesen – das habe man später am Fernsehen bestätigt erhalten.
Taktik: «Wir haben die Partie doch ausgezeichnet begonnen und sind durch Varela auch in Führung gegangen. Unsere Leistung in der ersten halben Stunde war nicht nur in Ordnung, sondern sehr gut– das allerdings habe ich nirgends lesen können. Nach dem Platzverweis Gohouris haben wir – wie das alle anderen Trainer auf der ganzen Welt auch angeordnet hätten – angesichts unserer 1:0-Führung den Verteidiger durch einen anderen Verteidiger ersetzt. Es hat mir unglaublich leidgetan für Gohouri, dass er in diesem Spiel für nichts einen Platzverweis erhielt – und es hat mir auch leidgetan für Yapi, den ich dann aus taktischen Gründen auswechseln musste.»
Hakan Yakin: «Er hat nicht von Anfang an gespielt, weil er noch nicht bereit war. Die Überlegung war, den Schweizer Nationalspieler im Lauf der Partie zu bringen. Weil wir auf zehn Mann dezimiert waren und auf dem Feld noch angeschlagene Spieler hatten – nämlich Magnin, Hodel und vor allem Everson –, konnte ich nicht früher handeln. Im Übrigen ist Yakin noch nicht so weit, dass er 120 Minuten hätte durchspielen können – das hat sich ja jüngst auch im Match gegen den FC Schaffhausen gezeigt, als der Spieler seine Chance nicht wahrgenommen hat.»
Und doch noch Selbstkritik
Gernot Rohr argumentiert, debattiert und doziert. Er ist überzeugt, dass seine Sicht der Dinge die einzig richtige ist. Deshalb die schüchterne Frage aus der Journalistenrunde, ob bei YB in diesem für Bern so unglückseligen Cupfinal denn tatsächlich keine Fehler gemacht worden seien . . .
Der Trainer gibt sich geschlagen: Natürlich sei in seiner Mannschaft nicht alles optimal gelaufen. Man sei ja erst dabei, sich als Team zu entwickeln, sich zurechtzufinden. Die Automatismen klappten noch nicht immer, und auch im taktischen Verhalten habe es Fehler gegeben. Etwa: «Wir hätten unsere Blöcke besser verschieben müssen – da hatten wir ein Defizit. Das haben wir in der Pause angesprochen, ebenso erkannten wir unsere Probleme in der Defensive links und rechts. Und wir haben aus dem Konterspiel zu wenig gemacht.»
Doch für Letzteres gäbe es mildernde Umstände: Weil Yapi fehlte und auf dieser Position nicht ersetzt werden konnte, habe YB im Mittelfeld der Passspieler gefehlt. «Das», so Rohr, «hat dazu geführt, dass unsere Gegenstösse meist schlecht koordiniert und überhastet gespielt wurden und zu schnell verpufften.»
Auch im Nachhinein ist Gernot Rohr überzeugt, mit dem richtigen Konzept in dieses Spiel gegangen zu sein. Er verstehe schon, dass der Match nicht allen gefallen habe – aber seiner Mannschaft habe wirklich alles versucht, um den Cupfinal zu gewinnen. «Vielleicht», sagt er, «hat es von aussen anders ausgesehen. Sicher aber ist, dass wir auch einem Gegner gegenüberstanden, der uns überhaupt keinen Spielraum liess und jede Chance zur Provokation nutzte und überdies unseren Spielmacher Everson ausser Gefecht setzte. Gegen diesen FC Sion zu bestehen, war nicht eine einfache Sache – Klassenunterschied hin oder her.»
Tatsache ist anderseits, dass dem Berner Publikum die Leistung der Young Boys überhaupt nicht gefiel. Entsprechende Reaktionen aus dem Leser- und Hörerkreis gingen gestern massenweise auf den Redaktionen ein. «Zu defensiv und entsprechend unattraktiv» – das war der Grundtenor fast aller Stimmen. Pikant in diesem Zusammenhang: Gernot Rohrs Vorgänger, Hanspeter Zaugg, war Ähnliches zum Vorwurf gemacht worden. Er musste sein Amt nach einer Serie wenig spektakulärer Heimspiele vorzeitig räumen.
Magnin: «Wir gaben alles»
Interessant ist, wie die YB-Spieler die Leistung ihres Teams am Cupfinal beurteilen. Für Captain Joël Magnin wars ein «äusserst umkämpftes und intensives Spiel», wie es in der Meisterschaft nur selten vorkomme. «Auf dem Feld unten hatten wir nie das Gefühl, als brächten wir unsere Leistung nicht. Das Gegenteil war der Fall: Wir kämpften, feuerten einander an, gaben alles – aber der Platzverweis hat uns schon aus dem Konzept geworfen.»
So sah es auch Mittelfeldspieler Mario Raimondi, der die Kritik an der YB-Leistung nur schwer verstand: «Der Match war sicherlich nicht attraktiv, aber wir waren mit grösster Konzentration bei der Sache und der Rhythmus schien mir sehr hoch zu sein. Unser Bestreben war es in erster Linie, gut zu stehen, damit der Gegner keine Chancen erhielt. Diese primäre Aufgabe haben wir nicht schlecht erfüllt.»
Klar, weder Magnin noch Raimondi wollten ihren Trainer kritisieren – dafür hatten sie auch keinen Grund: Beide gehören sie zum erlauchten Kreis der Stammspieler von YB. Doch Raimondi will diesen Einwand nicht gelten lassen: Vergleichsweise habe man in Bern trotz den jetzt fehlenden Erfolgen eine weit bessere Mannschaft und einen besseren Zusammenhalt innerhalb des Kaders als seinerzeit beim FC Thun.
Dies freilich hinderte den FC Thun in dieser Saison nicht, als «europäischer Nobody» in der Champions League für Furore zu sorgen.
Hottiger fordert Geduld
In einer höchst delikaten Lage befindet sich zurzeit Sportchef Marcel Hottiger. Als direkter Vorgesetzter Gernot Rohrs möchte er seinen Trainer nicht öffentlich kritisieren, anderseits hat ihm der Match vom Ostermontag natürlich nicht bedingungslos gefallen. Doch Hottiger blieb auch gestern Diplomat: «Wir müssen jetzt nach vorn schauen und versuchen, den Cupfinal zu vergessen.»
Durchhalteparolen also, aber der Sion-Match hat Spuren hinterlassen. «Jeder von uns», sagt Hottiger, «hat insgeheim auf einen Cupsieg gehofft. Auch ich. Wir haben es nicht geschafft, und es nützt nichts, nun die Niederlage schönzureden.»
Hottiger führt immerhin an, dass YB der Weg in den Final nicht geschenkt worden sei: Man habe stets auswärts spielen müssen – etwa in Lugano oder beim FC Zürich –, allein diese Leistung sei doch positiv. Schliesslich plädiert der Sportchef für Geduld: Noch warteten sieben Runden. Die Mannschaft müsse nun sofort wieder Moral tanken und wenn möglich Rang 3 erreichen.
Sonderprämie für Rang 3
Rang 3 – das ist das letzte Ziel, das den Young Boys nun noch bleibt und das ihnen den Weg in den Europacup ebnen würde. Es steht also ein Fernduell mit GC bevor.
Der Verwaltungsrat der Betriebs-AG hat für Platz 3 noch am Ostermontag eine Sonderprämie ausgesetzt. Ganz klar: Für die Betreiber des Stade de Suisse ist es aus wirtschaftlichen Gründen ein Muss, dass YB im Europacup mitspielt. Stadion-Direktor Stefan Niedermaier: «Wir wissen, dass wir unser Publikum zurück an die Spiele holen müssen. Das Interesse wäre vorhanden – das hat man doch schon mit dem Aufmarsch der Fans auf dem Bundesplatz gesehen. Stimmen die Resultate, kommen auch die Zuschauer.»
Deshalb die Sonderprämie, die eigentlich überflüssig ist, wie auch Trainer Rohr zugibt: «Es ist klar, dass wir diesen dritten Schlussrang mit aller Kraft anstreben werden – so oder so.»
Nur: Das Unterfangen wird so leicht nicht sein. Die Young Boys müssen morgen Donnerstag (in La Chaux-de-Fonds gegen Xamax) und am Sonntag (in Aarau) nun zweimal auswärts antreten – mit angeschlagener Moral und ohne Spielmacher Everson (vgl. Kasten). Dazu ist Gohouri automatisch für einen Match gesperrt.
Vorverkauf stagniert– Everson fällt aus
Nicht die Niederlage der Young Boys, sondern die Art und Weise ihres Untergangs im Cupfinal gegen das unterklassige Sion sorgte in Bern auch am Tag danach für Aufruhr. Die Internet-Foren prophezeien ungemütliche Tage für die YB-Verantwortlichen. Die Köpfe von Sportchef Marcel Hottiger und Trainer Gernot Rohr werden vehement gefordert. Zu denken geben muss den YB-Verantwortlichen vor allem die öffentlich geäusserte Kritik von Entscheidungsträgern wie beispielsweise des Stadion-Verantwortlichen Stefan Niedermaier: «Diese Niederlage und vor allem diese Darbietung werfen uns um Monate zurück.»
In der Tat wurde mit dem verpassten Cupsieg einiges infrage gestellt oder gestoppt, was in diesen Tagen hätte aufgegleist werden müssen. Der Karten-Verkauf für die neue Saison wird so lange stagnieren, bis die YB-Fans wissen, ob eine Europacup-Teilnahme doch noch Tatsache wird. Die Planung der Stadion-Aktivitäten im Sommer wird blockiert, weil Europacup-Heimspiele nicht definitiv eingesetzt werden können.
Glücklichere Wochen hat der FC Sion vor sich, auch wenn Trainer Christophe Moulin die Terminplanung des Verbands als skandalös bezeichnet und den Spielern intensive Wochen bevorstehen. Bereits am Donnerstag (in Wohlen) und am Sonntag (gegen Wil) ist die Mannschaft gefordert, wenn sie den angestrebten Aufstieg in die Super League realisieren will. Im Freudentaumel ob seines vierten Cuptitels zeigte sich Sion-Präsident Christian Constantin zuerst versöhnlich («den Protest gegen Everson werden wir selbstverständlich nicht bestätigen!»), dann wieder geschäftstüchtig: «Everson möchte nächste Saison für uns spielen. Sein Manager ist an uns herangetreten. Er ist ein guter Spieler.»
Vorerst aber gilt, dass Everson nicht mehr spielt. Die Verletzung, die er sich im Cupfinal in Raten zuzog und die ihn nach einem Sturz ohne gegnerische Einwirkung schliesslich zur Aufgabe zwang, erwies sich als Kreuzbandriss am rechten Knie. Everson wird sechs bis acht Monate pausieren müssen. Ronny Hodel (23) erlitt im Cupfinal einen Bänderriss am linken Sprunggelenk. Der Linksverteidiger wird voraussichtlich 10 Tage ausfallen.
Mit Uefa-Cup geplant
Der Blick von Sion-Trainer Moulin, der nach sechsmonatiger Amtszeit den ersten Titel gewann, richtet sich nicht weit voraus: «Ich weiss nicht, wer in der nächsten Saison Trainer ist. Ich wurde ja ursprünglich nur für zwei Tage eingestellt. Jetzt ist April, und ich bin immer noch hier.» So viel ist sicher: Am 10. und am 24. August stehen die Termine der Uefa-Cup-Qualifikation auf dem Programm. Das Heimspiel wird im Stade de Genève ausgetragen. Die Verträge sind bereits unterschrieben. Constantin hat offenbar nie gezweifelt, dass Sions Cup-Mythos von YB zerstört werden könnte. (spg/bsp)
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 19. April 2006, 08:41 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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_________________ For Ever
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roeschu
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Verfasst: Mittwoch 19. April 2006, 08:50 |
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Registriert: Montag 29. August 2005, 18:08 Beiträge: 641
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nur weil die berner presse sich jetzt auf rohr eingeschossen hat ist es noch lange kein grund jetzt einen Schnellschuss zu lancieren. Der Mann ist gerade mal 6 Mte bei YB. Die BZ ist doch einfach nur beleidigt das ihr Rohr nicht nach dem Mündchen redet
Bei diesem Thema scheint die BZ auf Blick Niveau zu sinken.
"Nach der Niederlage im Cupfinal gegen Sion wollten sich die YB-Verantwortlichen gestern bei den Anhängern entschuldigen. Trainer Gernot Rohr setzte diese Idee nicht wie gewünscht um. Er blieb uneinsichtig. "
Mit diesem Abschnitt wird gedreckelt was das Zeug hält...
_________________ Und so sprach Hakin zum Menschengeschlecht:
"E trener wäggsel isch immer positiv. mängisch aber ou negativ..."
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black_panther
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Verfasst: Mittwoch 19. April 2006, 09:13 |
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Registriert: Sonntag 14. August 2005, 12:25 Beiträge: 1122 Wohnort: Zollikofen
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Apropo: Heute schon die Leserbriefe im Blick gelesen? Echt Traurig was manche dort so schreiben. Verzapfen irgend einen Scheiss, obwohl sie das spiel wohl kaum gesehen haben oder nur die Bilder im TV oder Blick. Echt lächerlich, was die dort abziehen...
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roeschu
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Verfasst: Mittwoch 19. April 2006, 09:24 |
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Registriert: Montag 29. August 2005, 18:08 Beiträge: 641
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Ruchs Artikel sind etwa so glaubwürdig wie die Aussage von "Jessica"
http://www.sag-es-doch.de/default.asp?s ... UUIMSHQGSC
höhöhö....ton aufdrehen....
_________________ Und so sprach Hakin zum Menschengeschlecht:
"E trener wäggsel isch immer positiv. mängisch aber ou negativ..."
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Haribo
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Verfasst: Mittwoch 19. April 2006, 10:27 |
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Registriert: Mittwoch 5. Mai 2004, 15:29 Beiträge: 1036
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dr ruch het da scho vou ufe trainer gschosse i däm artikel. aber ig würd am rohr die chance gä dr dritt platz z'hole. ändi saison chöi mer abrächne.
z'problem isch haut ou, das di herre im vorstand, vor allem dr jauch, immer aber ou würklech immer dervo gschnurret het das im nöie stadion alles besser wird und mir ei titu nachem andere hole. das d'lüt jetzt entüscht si isch normal. es wär äbe mängisch scho besser mi wwürd nid z'viel schnurre und versprächige abgäh im vorfäud.
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