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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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Rino
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Verfasst: Freitag 2. Oktober 2020, 17:17 |
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Registriert: Samstag 8. Mai 2004, 12:12 Beiträge: 3258 Wohnort: Bern
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Hauptstadt
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Verfasst: Montag 26. Oktober 2020, 23:57 |
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Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28 Beiträge: 6742
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Rino
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Verfasst: Mittwoch 28. Oktober 2020, 00:42 |
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Registriert: Samstag 8. Mai 2004, 12:12 Beiträge: 3258 Wohnort: Bern
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 28. Oktober 2020, 09:58 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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28.10.2020  Zitat: YB-Gegner Cluj
Einst fehlte Geld für den Teambus, heute hoffen sie auf Millionen
Am Donnerstag spielt YB in der Europa League gegen Cluj. Der Club hat die erstaunlichste Geschichte im rumänischen Fussball
Damals: Der CFR Cluj spielt in der dritten Liga, es ist 2001. Kein Mensch kennt diese Fussballer. Vor Auswärtsspielen verpflegen sie sich an Raststätten auf der Autobahn, Geld für einen Teambus haben sie keines.
Heute: Im rumänischen Fussball hat der Club alles gewonnen, sogar in Europa ist er jetzt bekannt. Nur Geld sucht er wieder.
Und irgendwo zwischendrin: die verrückteste Geschichte im rumänischen Fussball.
Der «Klausenburger Eisenbahner Sport Klub» aus dem rumänischen Teil von Siebenbürgen ist am Donnerstag Gegner der Young Boys in der Europa League und hat einen steilen Aufstieg hinter sich – vor drei Jahren aber stand er kurz vor dem Ruin.
Angefangen hat alles mit Arkad Paszkany. Der ungarisch-rumänische Geschäftsmann ist schon mit 35 Jahren Multimillionär, früh macht er sich einen Namen als «Tycoon von Transsilvanien». Paszkany investiert in Immobilien, er kauft auf, was er kriegen kann. Er möchte bei Universitatea einsteigen, dem grossen, traditionsreichen Club in Cluj. Den Verantwortlichen ist Paszkany zu suspekt. Also probiert er es bei CFR, und beim blassen Drittligaverein hat er leichtes Spiel. Ab 2002 legt er dort richtig los. Paszkany führt den Verein innerhalb von sechs Jahren zur Meisterschaft, bricht die Phalanx der Bukarester Clubs Steaua und Dinamo. Unter dem neuen Mäzen gelingt zunächst alles. Nach der ersten Meisterschaft gewinnt Cluj auch den Cup, spielt in der Champions League. Bei der AS Roma siegt der Neuling mit 2:1.
Ans Fundament verschwendet Paszkany keine Gedanken. In der Region geniesst der neureiche Verein wenig Rückhalt, Sponsoren springen nur wenige auf. «Fussballfans in Cluj halten zu Universitatea», sagt Emanuel Rosu, Sportjournalist in Bukarest und Kenner des rumänischen Fussballs. «Paszkany wurde übermütig, zahlte alles selber. Und die Saläre waren absurd hoch.» Der Mäzen vergoldet auch mittelmässige rumänische Kicker, dazu alternde Legionäre aus Portugal und Italien. Enorm geduldig ist er nicht: 20 Trainer engagiert er in zehn Jahren.
2016 gerät Cluj ins Visier der Staatsanwaltschaft, es geht um Steuerhinterziehung. Ein Jahr später macht sich die ausschweifende Finanzpolitik in der Clubkasse bemerkbar: Millionen fehlen, einige Spieler warten auf den Lohn. Für Paszkany wird der Druck zu gross, er tritt ab. Die Liga bestraft Cluj zu Beginn der Saison 2014/15 mit 24 Punkten Abzug. Der Club sackt ab ans Tabellenende, viele Spieler flüchten. Der Abstieg scheint unvermeidbar. Vor dem europäischen Sportgerichtshof in Lausanne erkämpft sich der Club Recht, die Liga schreibt ihm die Punkte zum Saisonende wieder gut. Cluj hält die Klasse.
«Daddy Diesel» entlässt einen schon mal nach unbeantworteten SMS
Und öffnet so den Vorhang für den nächsten Aufzug im wunderlichen Figurentheater. In einen Zweitligisten hätte er nämlich kaum investiert: Ioan «Nelu» Varga, oder «Daddy Diesel», wie sie ihn nach seinem erfolgreichsten der vielen Nachtclubs nennen, die er betreibt. «Pumping fun since 1989», so der Slogan des Etablissements – eine durchwegs zynische Anlehnung an die rumänische Revolution, an deren Ende Diktator Nicolae Ceausescu fiel.
Auch Varga scheint alles andere als berechenbar. Vereinsikone Cristian Panin, der über 200 Spiele für Cluj gemacht hat und seit seinem Rücktritt 2013 im Staff arbeitet, soll er 2019 wegen einer unbeantworteten SMS entlassen haben. Eine offizielle Funktion hat Varga im Club nicht, als Präsident hat er Marian Bagacean installiert. Aber einer muss sie ja ausfüllen, die Rolle des Vereinsvaters.
«Der rumänische Clubfussball funktioniert ausschliesslich nach dem Modell Patron», sagt Emanuel Rosu. In nahezu jedem Club der höchsten Spielklasse konzentriert sich die Macht auf einen einzelnen Magnaten. Sie haben die Vereinslandschaft – und mit ihr die Liga – übel zugerichtet. Es ist ein wilder Wettbewerb zwischen insolventen und halbwegs solventen, zwischen privat und staatlich finanzierten Vereinen geworden. Nach den europäischen Erfolgen von Cluj vor zehn Jahren wurden die internationalen Auftritte rumänischer Teams seltener. In der Fünfjahreswertung der Uefa ist Rumänien auf Platz 25 abgestürzt – die Situation der Schweiz auf Rang 18 erscheint dagegen richtig komfortabel. Die TV-Gelder fallen mit knapp drei Millionen Euro für die besten Clubs ähnlich tief aus wie in der Super League. Und der Weg in die Champions League ist auch für die Rumänen richtig schwierig geworden: Sämtliche vier Qualifikationsrunden muss der Meister überstehen, um in die Gruppenphase zu kommen. Cluj scheiterte diesmal in der zweiten Runde an Dinamo Zagreb.
Das Rollmaterial ist in die Jahre gekommen
Unter der neuen Besitzerschaft gilt der Verein als notorisch klamm, die Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League war essenziell. Schon länger schauen sich Varga und seine Platzhalter nach neuen Geldgebern um – und landen dabei nicht selten beim Nachbar Ungarn. CFR hat ungarische Tradition, 1907 bei der Gründung zählte Siebenbürgen noch zum Grossreich Österreich-Ungarn.
Cluj zahlt zwar nicht mehr überzogene Gehälter wie zu Zeiten von Paszkany, jedoch verdiene ein Grossteil der Fussballer, welche die Achse der Mannschaft bilden, noch immer etwa eine halbe Million Euro, wie Emanuel Rosu schätzt. Und das Rollmaterial der «Eisenbahner» ist in die Jahre gekommen: Der portugiesische Captain Camora hat kürzlich die rumänische Staatsbürgerschaft erlangt und mit 34 eben sein Debüt im Nationalteam gegeben. Ovidiu Hoban ist 38 und hat seit Neuestem wieder einen Stammplatz, der 36-jährige Brasilianer Paulo Vinicius zählt zu den besten Verteidigern der Liga. Ciprian Deac (34) spielt noch immer im Nationalteam, der venezolanische Stürmer Mario Rondon ist ebenfalls 34.
Das grosse Glück ist wohl Trainer Dan Petrescu. Der frühere Mittelfeldspieler, der für Chelsea immerhin 150 Partien in der Premier League absolviert hat, coachte Cluj mit dem mittelmässigen Kader zuletzt dreimal zum Titel und erreichte zweimal die Gruppenphase der Europa League. Seiner Impulsivität begegnete der 52-Jährige zwischenzeitlich sogar mit einem Assistenten, der zur Aufgabe hatte, ihn an der Seitenlinie zu beruhigen. So ganz der Loyalste scheint Petrescu nicht zu sein: Sein Engagement bei Cluj unterbrach er 2018 für sieben Monate und viel Geld, als er vorübergehend in China anheuerte.
Vor dem Vergleich mit YB machte beim Liga-Dritten Cluj mal wieder eine gute Nachricht die Runde. Möglicherweise gibt es bald die Chance auf frisches Geld. Ein amerikanischer Drohnenhersteller soll einsteigen, 27 Millionen Euro in drei Jahren einschiessen. Die Firma gehört zum Elektro-Riesen Tesla. Drohnen für die «Eisenbahner», frischer Wind aus dem Westen. Vielleicht kommt so doch noch etwas ins Rollen. https://www.bernerzeitung.ch/einst-fehl ... 3684243862
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 28. Oktober 2020, 16:27 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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28.10.2020  Zitat: Gegen Cluj unter Druck
YB reist in den Osten und rechnet (noch) nicht
Im zweiten Gruppenspiel der Europa League gastieren die Young Boys bei Cluj. Ein Sieg ist wohl Pflicht.
Am Mittwochmittag hoben die Berner Young Boys in Richtung Cluj-Napoca ab. In der inoffiziellen Hauptstadt der Region Transsilvanien steht am Donnerstagabend das zweite Gruppenspiel der Europa League gegen den rumänischen Meister an.
Die Ausgangslage hätte für YB deutlich erfreulicher sein können, als sie es nun ist. Nach der unnötigen Auftaktniederlage gegen die AS Roma – die Berner verspielten innert 5 Minuten eine 1:0-Führung – steht die Mannschaft von Gerardo Seoane bereits unter Druck. Umso mehr, weil Cluj sein Auftaktspiel gegen Sofia gewinnen konnte.
Rechnen will Seoane trotzdem nicht. «Es ist nicht unsere Art zu rechnen, was, wenn und aber», stellte der YB-Trainer klar. Klar ist aber auch: Um eine frühe Zäsur mit der AS Roma und Cluj auf den ersten zwei Plätzen sowie den Young Boys und ZSKA Sofia dahinter zu verhindern, darf YB am Donnerstag nicht verlieren.
Torproduktion stockt noch
Ein Selbstläufer wird dieses Unterfangen kaum. Der FC Basel hat mit Cluj bereits seine Erfahrungen gemacht. In den Jahren 2010 und 2012 resultierten aus insgesamt 4 Begegnungen 3 Niederlagen.
YB-Verteidiger Silvan Hefti erwartet am Donnerstag robuste und zweikampfstarke Rumänen. «Es liegt an uns, dagegen zu halten und mehr Druck auszuüben», sagt der 23-Jährige.
Mit Druck bekunden die Berner bisweilen aber noch etwas Mühe – oder zumindest damit, den Druck in Tore umzumünzen. In den 5 Spielen der neuen Super-League-Spielzeit hat der Meister erst 5 Treffer erzielt. Das sind 6 weniger als zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison und sogar 11 weniger als 2018.
«Selbstverständlich haben wir den Anspruch, mehr Tore zu schiessen. Für mich als Trainer ist aber entscheidend, dass die Balance zwischen Offensive und Defensive stimmt», sagt Seoane. Und diese scheint zu stimmen: Erst 2 Tore kassierten die Young Boys bislang in der Meisterschaft.
CL und EL bei SRF
Am Mittwoch und Donnerstag ist der internationale Fussball auf SRF zwei Trumpf. So sieht das Programm in dieser Woche aus:
Mittwoch
18:30 Uhr: Champions League, Gladbach - Real Madrid als relive 20:30 Uhr: Champions League, Juventus - Barcelona live 23:00 Uhr: Champions League – Goool Donnerstag
20:40 Uhr: Europa League, Cluj - YB live 23:00 Uhr: Europa League – Goool https://www.srf.ch/sport/fussball/europ ... noch-nicht
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Bierflasche
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Verfasst: Donnerstag 29. Oktober 2020, 00:04 |
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Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21 Beiträge: 3440 Wohnort: In der Brauerei
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Die Geschichte von CFR Cluj
CFR Cluj ist ein rumänischer Fussballverein aus Cluj-Napoca (Aussprache anhören) in der Region Siebenbürgen im Nordwesten des Landes (siehe Karte). Der 1907 gegründete Eisenbahner-Fussballclub spielt seit 2004 wieder in der höchsten Liga Rumäniens. 2007/08 holte sich Cluj mit einem Sieg am letzten Spieltag gegen Stadtrivale Universitatea Cluj erstmals den Meistertitel. In derselben Saison wurde Cluj zusätzlich rumänischer Cupsieger – ebenfalls zum ersten Mal. Das Double wiederholte sich in der Saison 2009/10.
Mit dem Meistertitel 2019/20 erzielte Cluj – wie YB – den Titel-Hattrick. Insgesamt holte Cluj in der Clubgeschichte sechs Meistertitel, vier Cupsiege und drei Titel im Supercup.
International gelang dem ältesten Fussballverein der Stadt Cluj in der Saison 2012/13 ein rumänischer Rekord. CFR Cluj qualifizierte sich für die Champions League und erlangte gleich sieben Siege in der europäischen Kampagne. In der dritten Qualifikationsrunde und im Playoff setzte sich der Verein gegen den FC Basel (2:1 und 1:0) und Slovan Liberec (1:0 und 2:1) durch. In der Gruppenphase mit Manchester United, Sporting Braga und Galatasaray Istanbul erspielten sich die Rumänen zehn Punkte (drei Siege, ein Remis).
Cluj gewann in der aktuellen Saison gegen Floriana in der ersten Champions-League-Qualifikationsrunde, unterlag jedoch in der zweiten Runde im Penaltyschiessen gegen Dynamo Zagreb (5:6). Der Einzug in die Europa-League-Gruppenphase gelang mit einem 1:0 gegen den Schwedischen Meister Djurgårdens IF (Q3) und einem 3:1 gegen das finnische Team Kuopion PS (Playoff). Zu Beginn der Gruppenphase gewann Cluj in Sofia am letzten Donnerstag mit 2:0.
Die Begegnung YB - CFR Cluj ist kein Novum. Als die Young Boys 2013 ihr Trainingslager in Cala de Mijas (Südspanien) absolvierten, traten die beiden Mannschaften in einem Testspiel gegeneinander an und trennten sich mit einem Unentschieden (1:1).
22 YB-Spieler sind in Cluj dabei
Nach rund zweistündigem Flug von Bern-Belp nach Cluj sind die Young Boys am Mittwochmittag in Rumänien gelandet, wo am Donnerstag um 21:00 Uhr Schweizer Zeit im Dr.-Constantin-Rădulescu-Stadion (siehe Bild) das zweite Gruppenspiel in der Europa League gegen den CFR Cluj auf dem Programm steht (SRF 2 überträgt live). 22 YB-Spieler gehören der Delegation an und wollen am Donnerstag ihr Ziel erreichen, gegen den rumänischen Meister, der in der ersten Runde bei ZSKA Sofia mit 2:0 gewonnen hat, zu punkten.
Neben den verletzten Sandro Lauper, Esteban Petignat und Christopher Martins sind auch Nico Maier, Léo Seydoux sowie Taulant Seferi und Marvin Spielmann in Bern geblieben. Letzterer hat am Dienstag nach seiner Verletzung erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert, doch käme am Donnerstag ein Einsatz noch zu früh.
Vor Ort werden keine Schweizer Journalisten berichten - in Corona-Zeiten ist Improvisation gefragt. Die Partie wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. YB-Trainer Gerry Seoane erwartet einen „robusten, gut organisierten Gegner, der nach dem Auftaktsieg mit viel Selbstvertrauen spielen wird.“
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 29. Oktober 2020, 12:10 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.10.2020  Zitat: YB mit Gastspiel in Rumänien
Der Meister muss jetzt stark sein
Die Young Boys wollen die Corona-Schlagzeilen am Donnerstag in der Europa League bei Cluj ausblenden.
Es sind ungemütliche Zeiten für die Sportklubs. Bereits gezeichnet von der ersten Welle, sind die Aussichten für die nächsten Monate erneut geprägt von Unsicherheit und Unwägbarkeiten.
Für YB gilt: verlieren verboten
Am Donnerstag gastieren die Young Boys im zweiten Gruppenspiel in der Europa League bei Cluj in Rumänien. Die Berner sind der einzige Schweizer Klub im Europacup, Punkte für den Uefa-Koeffizienten deshalb umso mehr im Interesse des ganzen Schweizer Fussballs. Auf der europäischen Landkarte droht die Versenkung in der neu geschaffenen und drittklassigen Conference League.
"Unser Schutzkonzept gibt mir Sicherheit." Autor:Gerardo Seoane YB-Trainer
Lieber Training als Nachrichten
Reicht die Wichtigkeit als Motivation, um im luftleeren Raum den Fokus nicht zu verlieren? Laut Seoane wäre sie nicht einmal vonnöten. Vor dem Abstecher aus dem Corona-Hotspot Schweiz ins Risikoland Rumänien sagt er: «Fokussiert zu bleiben, fällt mir trotz der traurigen Situation nicht so schwer. Mich mit meiner Mannschaft zu beschäftigen und die Spieler besser zu machen, macht mich glücklicher als täglich die neusten Zahlen auf der Welt zu studieren. Unser Schutzkonzept gibt mir Sicherheit.»
Für Skepsis sorgt beim YB-Chef am ehesten die hohe Belastung. «Wir hatten keine Gelegenheit zur Erholung zwischen den Saisons. Seit letztem Mai hatten die Spieler zweimal fünf Tage frei, einige Nationalspieler sogar gar nicht. Mental durchwegs frisch zu sein, geht unter diesen Voraussetzungen nicht – auch wenn der Wille da ist.» https://www.srf.ch/sport/fussball/europ ... stark-sein
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 29. Oktober 2020, 12:34 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.10.2020  Zitat: YB-Reise im Europacup
Sogar der Respekt ist gesund
Für die Young Boys geht es in diesen Tagen auch darum, sich gesundheitlich schadlos zu halten. In der Europa League treten sie am Donnerstag (21 Uhr) zum zweiten Gruppenspiel beim rumänischen Meister Cluj an.
Es ist Halbzeit. Aber eigentlich, auf dem nach hinten offenen Corona-Kalender, ist nicht ganz klar, wie viel noch vor den Young Boys liegt. Zumindest die bislang intensivste Phase der laufenden Saison mit sieben Spielen in vier Wochen ist zur Hälfte vorbei, YB hat sie resultatmässig mit zwei Siegen, der Niederlage gegen Roma und einem 0:0 in Servette einigermassen zufriedenstellend gemeistert. «Aber eigentlich», so sagt es Trainer Gerardo Seoane vor dem Abflug nach Cluj, wo YB am Donnerstagabend zum zweiten Gruppenspiel in der Europa League antritt, «denke ich bei der intensiven Zeit an die fünf Monate seit dem Re-Start.»
25 Partien haben die Berner seit der Wiederaufnahme der Meisterschaft nach dem Lockdown im Frühjahr absolviert. Es gab eine ultrakurze Sommerpause, es gab Unterbrüche für Länderspiele, aber es gibt auch Spieler bei YB, die hatten mit den zusätzlichen Berufungen in den Kreis der Nationalmannschaft keinen einzigen Tag frei. «Es gab nie Zeit, um eine gewisse mentale Frische wiederherzustellen», sagt Seoane. Und diese mentale Frische ist es, die womöglich jetzt, auf der letzten Tranche zur Winterpause (die mit einem knappen Monat ebenfalls sehr kurz ausfallen wird) zur grössten Herausforderung wird.
Die neuen Regeln, die fast oder ganz leeren Stadien, die kleinen Grüppchen in der Mannschaft, das veränderte Reisen. Daran habe man sich in letzter Zeit gewöhnen können, sagt Verteidiger Silvan Hefti. Ein mulmiges Gefühl verspüre vor dem Trip vom einen Corona-Hotspot in den nächsten unter den Spielern niemand, aber, und da gelingt Hefti ein wahrhaftiges Bonmot: «Wir haben einen gesunden Respekt vor der Situation.»
Fussballerisch führt die Young Boys diese eigentümliche Reise, auf der sie von weniger Leute als sonst begleitet werden, zum wohl schwierigsten Auftritt der laufenden Spielzeit. Hatten sie vor einer Woche gegen den klaren Favoriten Roma noch wenig zu verlieren, stehen sie gegen Cluj unter einem gewissen Druck – zumal sich bei einer Niederlage und dem zu erwartenden Sieg der Italiener gegen Sofia die Gruppe bereits in zwei Lager teilen und YB den Anschluss an Platz 2 verlieren könnte. Verlieren, so viel ist klar, wäre für die europäische Ausgangslage äusserst ungünstig.
Weniger Tore – dafür hinten stabiler
«Der Matchplan ist noch nicht definiert», sagt Verteidiger Hefti ausweichend, «wir wollen aber bestimmt nicht ins offene Messer laufen.» Trainer Seoane meint dazu: «Wir berechnen nicht im Voraus, wie viel Leistung es von uns braucht. Wir wollen auf jeden Fall etwas Positives aus diesem Spiel mitnehmen, und damit meine ich eigentlich den Sieg.»
Es gibt ja Dinge, die gehen dem Meister in dieser Corona-Krise deutlich weniger leicht von der Hand. Das Toreschiessen etwa. Vor einem Jahr waren es nach fünf Runden in der Liga neun, aktuell sind es fünf Treffer. Dass vor dem Tor die Leichtigkeit der vergangenen Saison, als insbesondere Stürmer Jean-Pierre Nsame einen Lauf hatte, etwas abhandengekommen ist, streiten sie bei den Young Boys nicht ab. «Wir haben den Anspruch, wieder mehr Tore zu erzielen», sagt Seoane. Tatsächlich aber bekommt YB auch weniger Gegentreffer – zwei sind es aktuell in der Meisterschaft, vor einem Jahr waren es vier – und ist so insgesamt vielleicht solider unterwegs. «Für mich als Trainer muss immer die Balance stimmen», sagt Seoane, und Nsame, wettbewerbsübergreifend auch schon bei sechs Treffern angelangt, meint: «Letztes Jahr sprachen wir über die vielen Gegentore, jetzt über weniger Tore. Was zählt, ist das Resultat.»
Personell werden die Voraussetzungen, um diese Balance zu halten und die offensive Ausbeute womöglich noch zu steigern, immer besser. Mit Michel Aebischer ist kürzlich ein weiterer Verletzter zurückgekehrt, Corona-Infizierte gibt es bei YB – Stand: Mittwochabend – keine. Am Dienstag im letzten Training vor dem Abflug am Mittwoch konnte Seoane mit praktisch allen Spielern arbeiten, auch mit dem lange Zeit verletzten Marvin Spielmann, für den ein Einsatz gegen Cluj aber noch zu früh kommt. Das ist viel, gerade auch, wenn man die Situation vor einem Jahr als Vergleichsgrösse heranzieht, als sich YB mit sechs, sieben oder mehr Verletzten durch den europäischen Herbst kämpfte.
«Mit der Maske lege ich auch alle Gedanken dazu ab»
Die Gewissheit um ein breites Kader ist angesichts des Coronavirus dennoch nie sehr stabil. Grössere mannschaftsinterne Ausbrüche sind YB bislang erspart geblieben. Beim Meister sind sie der Meinung, dass es ihnen kaum passieren könne, dass plötzlich die ganze Mannschaft in Quarantäne müsse. Das Schutzkonzept greife, «und wir leben nun auch seit etwa zwei Monaten damit», sagt Seoane.
In der Studentenstadt Cluj, deren zehn Universitäten vor allem für – wie beruhigend – Medizin bekannt sind, treffen die Young Boys auf ein robustes, eher älteres und entsprechend erfahrenes Team. «Wer dreimal in Serie Meister wird, bringt eine gewisse Qualität mit», sagt Trainer Seoane, und meint damit nicht sein Team, sondern den Gegner.
Bleibt die Frage, wie man sich mit all den Sondermassnahmen, neben ständig drohenden, weiteren Massnahmen auch für den Profisport am besten auf ein Spiel in der Europa League konzentriert. Silvan Hefti, der Mann fürs Bonmot, weiss auch hier einen Rat: «Mit der Maske lege ich auch alle Gedanken dazu ab. Wenn der Pfiff ertönt, bin ich voll im Spiel.» https://www.bernerzeitung.ch/sogar-der- ... 5258441825
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 29. Oktober 2020, 12:51 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.10.2020  Zitat: Seoane: «Fokussiert zu bleiben, fällt mir trotz der traurigen Situation nicht so schwer»
Die zweite Corona-Welle rollt über Europa und stellt den Profisport erneut vor grosse Probleme und Herausforderungen. Die Young Boys wollen sich davon auch am Donnerstag in der Europa League bei Cluj nicht negativ beeinflussen lassen.
Es sind ungemütliche Zeiten für die Sportklubs. Bereits gezeichnet von der ersten Welle, sind die Aussichten für die nächsten Monate erneut geprägt von Unsicherheit und Unwägbarkeiten. Heute Donnerstag gastieren die Young Boys im zweiten Gruppenspiel in der Europa League bei Cluj in Rumänien. Die Berner sind der einzige Schweizer Klub im Europacup, Punkte für den UEFA-Koeffizienten deshalb umso mehr im Interesse des ganzen Schweizer Fussballs. Auf der europäischen Landkarte droht die Versenkung in der neu geschaffenen und drittklassigen Conference League.
Seoane: «Zu rechnen entspricht nicht unserer Denkweise»
Um eine frühe Zäsur mit der AS Roma und Cluj auf den ersten zwei Plätzen sowie den Young Boys und CSKA Sofia unten zu verhindern, darf YB nicht verlieren. Auf Unentschieden zu spielen, ist für Trainer Gerardo Seoane indes keine Option. «Zu rechnen entspricht nicht unserer Denkweise. Wir unternehmen alles, um den Match gegen Cluj zu gewinnen.» Dass die Partie beim rumänischen Primus ihre Tücken hat, ist Seoane bewusst: «Es gibt keine Mannschaft, die europäisch spielt und dreimal in Folge Meister geworden ist, die keine Qualitäten hat.»
Reicht die Wichtigkeit als Motivation, um im luftleeren Raum den Fokus nicht zu verlieren? Laut Seoane wäre sie nicht einmal vonnöten. Vor dem Abstecher aus dem Corona-Hotspot Schweiz ins Risikoland Rumänien sagt er: «Fokussiert zu bleiben, fällt mir trotz der traurigen Situation nicht so schwer. Mich mit meiner Mannschaft zu beschäftigen und die Spieler besser zu machen, macht mich glücklicher als täglich die neusten Zahlen auf der Welt zu studieren. Unser Schutzkonzept gibt mir Sicherheit.»
Die Young Boys lassen sich auch davon nicht beunruhigen, dass die Torproduktion nach der kurzen Saisonpause noch stockt. Fünf Tore hat der Meister in der Super League in fünf Spielen erzielt. Das sind sechs weniger als zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison und sogar elf weniger als 2018.
Hohe Belastung in den letzten Monaten
Was zähle, sei das Gesamtbild, sagte Seoane. «Selbstverständlich haben wir den Anspruch, mehr Tore zu schiessen. Für mich als Trainer ist aber entscheidend, dass die Balance stimmt zwischen Offensive und Defensive.» Im Verhältnis sieht es in der Tat nicht schlecht aus: Zwei Tore kassierten die Young Boys bislang in der Meisterschaft, mit drei Siegen und zwei Unentschieden führen sie die Tabelle an.
Auf ähnliche Art, mit vergleichsweise wenigen Treffern und kaum Gegentoren, sicherte sich YB letzte Saison nach dem Unterbruch im engen Rennen mit St. Gallen auch den Meistertitel. «Mir scheint, dass das einigen entgangen ist», sagte Seoane.
Für Skepsis sorgt beim YB-Chef am ehesten die hohe Belastung. «Wir hatten keine Gelegenheit zur Erholung zwischen den Saisons. Seit letztem Mai hatten die Spieler zweimal fünf Tage frei, einige Nationalspieler sogar gar nicht. Mental durchwegs frisch zu sein, geht unter diesen Voraussetzungen nicht – auch wenn der Wille da ist.» https://www.bluewin.ch/de/sport/fussbal ... 55065.html
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 29. Oktober 2020, 17:09 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.10.2020  Zitat: Bissige Leistung gefragt
YB muss den Draculas den Zahn ziehen
Verliert YB beim rumänischen Meister Cluj, endet die Europacup-Saison 2020/21 wohl in einem historischen Debakel.
Nach dem Sieg der Transsylvanier bei ZSKA Sofia und der unnötigen YB-Niederlage gegen die AS Roma stehen die Berner und mit ihnen die gesamte Fussballschweiz mit dem Rücken zur Wand. YB darf beim Eisenbahnerklub auf keinen Fall verlieren, sonst rückt das Weiterkommen in weite Ferne. Man hätte dann wahrscheinlich sechs Punkte Rückstand nach erst zwei Spielen.
Nach dem Verpassen der Europa-League-Gruppenphase durch den FC Basel – gegen YB-Gruppengegner Sofia – liegt die Schweiz im Uefa-Saisonranking auf Platz 27, knapp vor … Aserbaidschan. Aber hinter den Färöern und Nordirland. Das ist historisch schlecht! Im Fünfjahresranking sind wir auf Platz 18. Realistisch gesehen liegt maximal die Verbesserung auf Platz 17 drin. Damit würde der Schweizermeister – wie in der laufenden Saison – in der zweiten Champions-League-Qualifikationsrunde einsteigen. Von Platz 18 an und schlechter steigt man bereits in der ersten ein. Aber hinter uns lauern Kroatien, Israel und Tschechien, die alle noch zwei oder drei Teams im Wettbewerb haben. Also droht der Schweiz ein Abstieg in ungeahnte Dimensionen.
Der FCB biss sich die Zähne aus
So wie Rumänien, das auf Platz 25 (!) abgesackt ist. Auch das historisch himmeltraurig. Zumal Gegner CFR Cluj aus der zweitgrössten rumänischen Stadt Cluj-Napoca (320’000 Einwohner, Bern hat 130’000) noch vor ein paar Jahren dank der Millionen des ungarisch-rumänischen Geschäftsmanns Arkad Paszkany nach dem Aufstieg von der dritten in die erste Liga und dem Meistertitel die Champions League rockte. Auch der FCB kann ein Liedchen davon singen, gewann er 2010 und 2012 gegen die Kicker aus Siebenbürgen nur eines von drei Spielen in den Playoffs respektive in der Gruppenphase der Königsklasse.
Tempi passati. Heute ist Cluj noch die Nummer 94 Europas. YB ist die 52. Und dennoch: Gefühlt wartet man immer noch auf den grossen Berner Coup in Europa, den der FCB mehrmals und gleich wieder letzte Saison mit dem Erreichen der Europa-League-Viertelfinals gelandet hat. Trotz Champions-League-Teilnahme vor zwei Jahren mit dem Sieg gegen Juventus Turin. In der EL verpasste man das Weiterkommen seit 2014 alle drei Mal. Das darf heuer keinesfalls passieren. Der Druck ist also riesig!
«Cluj ist in einer ähnlichen Situation wie wir»
«Das ist kein Druck, sondern ein Anspruch ans uns selber», sagt Trainer Gerry Seoane. «Wir wollen eine gute Rolle spielen. Die AS Roma wird wohl vorneweg laufen. Doch die anderen drei haben alle berechtigte Chancen aufs Weiterkommen. Da wird es wichtig sein, auswärts zu punkten, um sich im Direktvergleich mit Sofia und Cluj zu qualifizieren.» Auch wenn das kein Selbstläufer werden wird. «Cluj ist in einer ähnlichen Situation wie wir. Das Team ist dreimal hintereinander Meister geworden. Und sich auch gewohnt zu gewinnen, bringt deshalb ein gewisses Selbstvertrauen mit. Das durch den Sieg in Sofia wohl noch grösser geworden ist. Und die Rumänen sind physisch stark. Es erwartet uns ein toughes Spiel!»
Und apropos historisch: Nachdem Rumänien die Schweiz auf die Corona-Risikoliste gesetzt hat, ist kein einziger Journalist mit den Bernern nach Transsylvanien gereist. Auch das hats noch nie gegeben. https://www.blick.ch/sport/fussball/eur ... 68608.html
_________________ For Ever
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