Herzenssache WankdorfDer Bau des neuen Stadions war nicht nur emotional, sondern auch fotografisch eine interessante Zeit. BZ-Fotos zeigen den Umbruch.
Das alte Wankdorf ist legendär. Als Ort grossen Sports, einer Fussball-Weltmeisterschaft mit einem Endspiel, das bis heute fasziniert, einigen Länderspielen, den Meistertiteln von YB und dem Cupsieg von 1987. Es war aber auch der Ort bitterer Niederlagen, beinahe unverzeihlicher Blamagen und Enttäuschungen. Aber das schadet dem Mythos nicht, sondern festigt ihn sogar. 2001 war dann Schluss, die Lichtmasten wurden am 3. August gesprengt, das Stadion abgebrochen und abtransportiert. Das neue Stade de Suisse, obwohl architektonisch gelungen, hatte es anfangs schwer bei den Fans. Der Name klang eher nach Martketingabteilung als nach einer Herzenssache. Aber YB spielte dort gross auf, begeisterte in jüngerer Zeit, und gewann bis jetzt zwei Meisterschaften in Serie. Der Cupsieg wird heiss ersehnt und ist mehr als blosse Träumerei. Seite Anfang Juli heisst das neue Wankdorf, wie die Spielstätte inoffiziell stets genannt wurde, auch offiziell wieder einfach das Wankdorf. Und ist Herzenssache in neuen und ganz anderen Zeiten.

Bis zum Bau der Autobahnverbindung Wankdorf-Ostring (1971–1973 ) diente die Grosse Allmend bei Fussball-Länderspielen und Cupfinals im Wankdorfstadion als Grossparkplatz. So auch am 2. November 1969 anlässlich des Länderspiels Schweiz–Portugal (1:1) vor 30’000 Zuschauern.

Jeder bezahlte Sitzplatz braucht seine Nummer. Die Sitzplatznummern wurden im alten Wankdorf von Hand auf die Holzbänkli geklebt.

Biotop altes Wankdorf kurz vor dem Abriss.

Die ersten Bagger fuhren am 28. Juni 2001 im Wankdorfstadion auf.

Die Flutlichtmasten von 50 Metern Höhe und das Dach der Haupttribüne im Wankdorfstadion werden gesprengt.

Sprengung der Laternenmasten und der Überdachung der Haupttribüne am 3. August 2001. 23 Kilogramm Sprengstoff genügten.

Keine Zeit und unerbittlich nagt der Baggerzahn. Das ganze alte Wankdorfstadion wird vollständig zerlegt und abtransportiert.

Das Wankdorf stirbt: Schlag für Schlag, Schaufel für Schaufel, schrieb der Fotograf in der Legende.

Ein Bagger zerlegt die letzten Überreste des alten Wankdorfstadions.

Das Neue beginnt. Zuschauer verfolgen bereits im Dezember 2001 von der Tribüne aus die Montage des über 60 m hohen Krans.

am 3. 12. 2001: Die Wankdorf-Baustelle gleicht einem riesigen Sandkasten.

Es gab Entwürfe, die ganz andere Formen für das neue Stadion vorgesehen hätten.

Das nationale Fussballstadion Wankdorf wächst in die Höhe.

Formenspiel der Sägezahnträger der Tribüne.

Das Fussballstadion Wankdorf bzw. Stade de Suisse nimmt Gestalt an.

Stadion Wankdorf mit frisch eingesetzter BKW-Energie-Plattform.