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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 13. Januar 2022, 13:06 
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Die neue YB-Goaliesituation

«Wir wappnen uns für Eventualitäten»

YB-Sportchef Christoph Spycher erläutert die Überlegungen hinter dem jüngsten Transfer beim Meister – und erklärt, was der Abgang von Silvan Hefti mit der Vereinsphilosophie zu tun hat.

YB hat mit Anthony Racioppi einen neuen Goalie – und ihn gleich zur aktuellen Nummer 1 gemacht. Ging man mit dieser Idee ans Werk oder hat sich das bei der Suche so ergeben?

Die Idee war schon, einen Torwart zu holen, der uns sofort helfen kann. David von Ballmoos fehlt uns noch bis mindestens im März, ihm geht es nach seiner Schulter-OP gut, aber er braucht natürlich noch Zeit für seinen Aufbau. Auch sein Ersatz Guillaume Faivre kuriert noch eine Verletzung aus, wobei er die wohl bis Rückrundenstart ausgestanden hat.

Die Rochade spricht gegen Faivre. War man nicht zufrieden mit seinen Leistungen?

Wir waren sehr zufrieden mit ihm. Er war der Mannschaft ein Rückhalt, auch international. Zudem ist er eine wichtige Stimme in der Kabine, geniesst einen hohen Status in der Hierarchie, ist einfach auch ein gesunder Typ. Aber auch er ist keine 20 mehr, hatte zuletzt die eine oder andere Verletzung. Wir mussten uns wappnen für Eventualitäten.

Wie es sie zum Ende der Hinrunde gab, als plötzlich der 19-jährige Leandro Zbinden gegen den FCB und gegen Lugano im Tor stand.

Wir wollen im Frühling um den Titel mitspielen und diesbezüglich nichts dem Zufall überlassen. Wenn sich Guillaume Faivre verletzt hätte, wäre es für unsere ganz jungen Goalies schwierig geworden. Da kannst du nicht zulassen, dass einer dieser Jungen eine Last tragen muss, für die er noch nicht bereit ist. Jetzt haben wir einen zusätzlichen Goalie, der in die erste Linie stehen kann, bis David von Ballmoos zurück ist.

«Faivre wird sich in seiner neuen Rolle so verhalten, wie man das von ihm kennt: absolut professionell und konstruktiv.»

Ein 23-jähriger Torwart, wie es Racioppi einer ist, wird nach der Rückkehr von von Ballmoos womöglich nicht bereit sein, die Rolle als Nummer 2 zu akzeptieren.

Wir haben gegenüber allen Torhütern mit offenen Karten gespielt. Es lässt sich ohnehin nicht voraussagen, was im Sommer sein wird, es gibt viele Szenarien. Wir haben noch nicht entschieden, wie wir verfahren wollen. Es geht jetzt darum, gut in die Rückrunde zu starten. Dann beantworten sich die ersten Fragen: Wann kommt von Ballmoos zurück? Wie geht es ihm auf dem Platz? Und: Wie schlägt sich Racioppi?

Ist ein Transfer bei von Ballmoos im Sommer ein Thema?

Er bringt alles mit, um auch in den grossen Ligen zu bestehen. Aber wir sind sehr glücklich mit ihm. Ein Szenario könnte auch sein, dass Racioppi leihweise irgendwo Spielpraxis sammelt. Es gibt so viele Eventualitäten, die man heute noch nicht kennt.

Aber Faivre scheint ab dann kein Thema mehr zu sein, zumal sein Vertrag im Sommer ausläuft.

Das muss nicht sein. Er wird sich in seiner neuen Rolle so verhalten, wie man das von ihm kennt: absolut professionell und konstruktiv. Er hat mehrfach gezeigt, dass auf ihn Verlass ist, wenn es ihn braucht.

Im Winter reduziert sich die Belastung jeweils markant – in der Hinrunde waren es 33 Spiele, in der Rückrunde werden es noch 18 sein.

Es ist ein Abwägen. Hast du am Ende nur zwei Verletzungen pro Saisonhälfte, ist es schwierig, dass alle Spieler zufrieden sind. Sieht es hingegen aus wie bei uns in der Vorrunde, geht es in die andere Richtung. Tatsächlich haben wir zwei sehr unterschiedliche Halbjahre zu planen. Klar haben wir jetzt viel weniger Spiele vor uns, aber die Zeitspanne ist gleich lang, es kann erneut Verletzungen geben, und wir brauchen weiterhin ein sehr kompetitives Kader.

Sehen Sie diese Kompetitivität bei weiteren Abgängen gefährdet?

Wir würden reagieren, wenn dem so wäre. Natürlich gibt es Positionen, auf denen ein weiterer Verkauf besser verkraftbar ist, zum Beispiel im Zentrum, wo wir sehr gut besetzt sind.

Und auf den Flügelpositionen, wo nach dem Abgang von Marvin Spielmann jetzt ein nomineller Aussenspieler weniger im Kader ist?

Dort stellt sich immer die Frage, wen man alles dazuzählt. Felix Mambimbi oder etwa Meschack Elia können sehr wohl auch dort spielen. Das schafft Alternativen. Und Nico Maier hatte eine gute Entwicklung in der U-21, er ist bereit, um sich in der Rückrunde für die erste Mannschaft aufzudrängen.

Einen Zuzug gab es schon: Nach dem Abgang von Silvan Hefti kam Lewin Blum aus Yverdon zurück zu YB. Ist er ein adäquater Ersatz?

Da muss man sich auch vergegenwärtigen, was unsere Philosophie ist. Wir wollen eine Mannschaft sein, in der junge, talentierte, hiesige Fussballer den nächsten Schritt machen können. Da passt ein Spieler wie Lewin Blum perfekt dazu. Und: Er hat in Yverdon überzeugt! Wenn das nicht der Fall gewesen wäre, hätten wir ihn nicht zurückgeholt. Auf der Position des rechten Aussenverteidigers hat sich vor allem Quentin Maceiras seine grosse Chance verdient, und Lewin wird weiter hart an seiner Entwicklung arbeiten und Druck machen.


https://www.bernerzeitung.ch/wir-wappne ... 2319804555

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Freitag 14. Januar 2022, 01:18 
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YB-Sportchef Spycher über Supertalent

«Rieder hat alles, um ein ganz Grosser zu werden»

YB-Sportchef Christoph Spycher hat Luxusprobleme wie drei Mittelstürmer, die alle wissen, wo das Tor steht. Und er sieht Supertalent Fabian Rieder bald in der Nati.

Blick: Christoph Spycher, ich nehme an, Sie wären auch lieber an der Sonne Südspaniens als in der eiskalten Schweiz, um das Training zu beobachten.
Christoph Spycher: Klar wäre ich das lieber.

Sie halten die Trainingslager-Absage nach wie vor für richtig?
Absolut. Wir haben Risiken gesehen, die kaum abschätzbar sind. Gerade an einem fremden Ort. Stellen Sie sich vor, gegen Ende des Camps stecken sich zwei Spieler an und diese müssen dann vor Ort zehn Tage bis zwei Wochen in Isolation. Und danach dürfen Sie erst wieder reisen, wenn sie negativ getestet wurden.

Leader FCZ ist als einziger Super-League-Klub in sein Lager geflogen, weil man sich dort auf den Standpunkt stellt, im Camp geschützter zu sein, weil man konsequent in einer Bubble lebe und abends nicht nach Hause gehe, wo jeder ein Ansteckungsrisiko habe.
Ich verstehe die Argumentation. Bei unserer Abwägung haben wir die Risiken höher eingeschätzt.

Hat der FCZ dadurch einen Vorteil?
Nein.

Reden wir über das Rückrundenteam von YB: Topskorer Jean-Pierre Nsame ist zurück. Nun haben Sie mit ihm, Jordy Siebatcheu, der elfmal getroffen hat, und Wilfried Kanga mit acht Toren gleich drei Stossstürmer. Definitiv einer zu viel!
Grundsätzlich kann man nicht genug Spieler im Kader haben, die wissen, wo das Tor steht … Aber warten wir mal ab, ob es nicht noch den einen oder anderen Abgang gibt.

Das heisst, Sie wollen einen der Drei abgeben?
Nein. Wir sind nicht aktiv auf der Suche nach einem Klub. Aber wenn das richtige Angebot kommt, stimmen wir dem Transfer zu.

So wie im Fall Silvan Hefti, als Sie für einen Rechtsverteidiger, der erst anderthalb Jahre bei YB war, fünf Millionen Euro erhalten haben. Was eine verrückte Zahl ist!
Das war eine gute Situation für alle. Wirtschaftlich war es ein guter Deal für uns. Und für Silvan stimmt es sportlich.

Was noch verrückter ist: Genoa kam wegen einer einzigen Szene auf Hefti – seines Traumtors in der Champions League gegen Atalanta Bergamo …
Manchmal braucht es ein i-Tüpfelchen, damit es zu einem Transfer kommt.

Und auf dieser Position aktiv werden muss YB nicht. Quentin Maceiras war in vielen Phasen der Saison Hefti mindestens ebenbürtig.
Maceiras hat sich die Chance verdient, noch mehr zu spielen. Und als Backup kommt mit Lewin Blum ein Junger zurück, den wir an Yverdon ausgeliehen hatten, wo er sich prächtig entwickelt hat. Blums Werdegang entspricht unserer Philosophie.

Auch Fabian Rieder hat ein Champions-League-Traumtor gemacht. Zudem gegen Manchester United. Torino und Udinese sollen als Erste Interesse haben. Das wird dann wohl nicht die Kragenweite sein für ein solches Riesentalent.
Fabian ist seit Oktober und noch bis März in der Sportler-RS. Er ist bei YB bestens aufgehoben und genau am richtigen Ort, um sich weiter zu entwickeln.

Aber er ist ein Riesentalent.
Das ist er, ja.

Ein zukünftiger Nationalspieler?
Ja! Ja, er hat alles, um ein ganz Grosser zu werden.

Und dann ist da auch noch Christian Fassnacht zurück.
Ja. Sein Schläfenbein-Bruch ist soweit ausgeheilt. Im Moment spielt er noch mit einem Helm. Seine Spielfreude tut uns gut.

Ist sein Gehör besser geworden?
Es ist leider immer noch eingeschränkt. Aber er findet sich auf dem Spielfeld gut zurecht.

Fassnacht hat es sich nach dem Foul von GC-Spieler Toti zur Mission gemacht, darauf aufmerksam zu machen, dass die Spieler ungenügend geschützt seien.
Ich bin gleicher Meinung. Ich verstehe nicht, wie man wegen eines harmlosen Fouls im Strafraum wie ein Reissen nach wie vor Rot kriegt, weil dieses als unfair taxiert wird. Um die Torchance wiederherzustellen, erhält man ja den Penalty. Umgekehrt gibt es für eine rücksichtslose Attacke, bei der es dann heisst, sie sei im Kampf um den Ball passiert, nur Gelb. Das ist doch komplett falsch. Rot muss es dann geben, wenn die Gesundheit auf dem Spiel steht. Da stimmt etwas mit dem Regelwerk nicht.

Und oft auch nicht mit der Regelauslegung. Ich denke da an die vielzitierte offene Sohle, für die viel zu oft Rot gezückt wird. Nicht immer, wenn man die Sohle sieht, ist ein Tackling gefährlich. Zumal es kein Tackling gibt, bei dem die Stollen im Rasen stecken …
Das stimmt. Keine Diskussion, wenn das Bein zwanzig Zentimeter über dem Boden ist und das Schienbein gefährdet wird. Aber wenn man jemandem auf den Fuss steht? Ich bin in meiner Karriere unzählige Mal jemandem auf den Fuss gestanden. Das passiert im Fussball immer wieder.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 42399.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 20. Januar 2022, 00:45 
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Erstmals hats mit dem Berner Erfolgsmodell (noch) nicht geklappt

YB glaubt unerschütterlich an Jankewitz

Es ist ein YB-Erfolgsmuster sondergleichen der letzten Jahre: Spieler zurückzuholen, die (zu) früh ins Ausland gingen. Im Fall von Alexandre Jankewitz ist es nicht aufgegangen. Warum?

Es gibt einige Beispiele für das YB-Erfolgsmodell mit Schweizer Talenten, die enorm früh ins Ausland gingen und es sich dann herausstellte, dass sie zu jung sind, um sich dort durchzusetzen. Irgendwann haben sie dann nur noch einen Wunsch: zu spielen! Dann sind sie (und ihre Berater) bereit den Goldenen Käfig zu verlassen. Dann beisst YB zu. Die Fälle:

- Kevin Mbabu (26, Wolfsburg) geht als 18-Jähriger von Servette zu Newcastle. YB holt ihn drei Jahre später.
- Djibril Sow (24, Frankfurt) wechselt auch 18-jährig von der U21 des FCZ zu Mönchengladbach. YB holt ihn als 20-Jährigen.
- Saidy Janko (26, Valladolid) versucht sich als 18-Jähriger bei der U21 von Machester United. Er geht erst sechs Jahre und sechs Klubs später nach Bern.
- Ulisses Garcia (26) geht mit 19 von GC zu Werder Bremen, macht in seiner ersten Saison elf, in der zweiten sieben Bundesligaspiele. Dann die Sackgasse mit der Leihe nach Nürnberg, bevor er 2018 nach Bern geht, wo er Nationalspieler wird.
- Der neue YB-Goalie Anthony Racioppi (23) wechselt als C-Junior von Chênois zu Lyon, wo er erst drei Saisons gar nicht spielt, dan in den Reserven. Er wird zu Dijon ausgeliehen, macht 21-Spiele in der Ligue 1, verliert seinen Platz nach dem Abstieg. Und nun holt ihn YB als (vorläufige) Nummer eins.

Jankewitz spielt in der Liga nicht einmal von Beginn

Jankewitz holen die Berner nach einer starken EM-Endrunde von Southampton, wohin er als 17-Jähriger von Servettes U18 gezogen war. Doch er macht bei YB nur ein Spiel von Beginn weg, den Cupmatch gegen Zweitligist Iliria (7:1). In der Super League reichts bloss zu drei Kurzeinsätzen. Was ist das schiefgelaufen?

Sportchef Christoph Spycher: «Als wir Alexandre im Sommer verpflichteten, wussten wir, dass wir im zentralen Mittelfeld vier Spieler haben, die allesamt höchstes Niveau haben. Damals war es denkbar, dass einer geht, was dann nicht geschah. Und Alex verpasste einen wichtigen Teil der Vorbereitung wegen zwei Quarantänen. Diesem Rückstand rannte er lange hinterher und kam so nie richtig ins Spiel.»

St. Gallen hat keine Kaufoption auf Jankewitz

Also ist das YB-Modell erstmals nicht aufgegangen? Spycher: «Es hat nicht auf Anhieb geklappt. Aber das war bei Mbabu auch so. Auch er brauchte eine lange Anlaufzeit.»

Glaubt YB dennoch weiter an den immer noch sehr jungen Waadtländer U21-Nati-Spieler? «Und wie!», sagt Spycher fast schon euphorisch. «Er braucht einfach noch ein bisschen Zeit. Und Spielminuten. Weshalb eine Leihe die beste Option war. Auch für St. Gallen, weil dort Ousmane Diakité wegen eines Kreuzbandrisses ausfällt. So wird Alexandre wohl zu viel Spielzeit kommen. Würden wir nicht an ihn glauben, hätten wir eine Kaufoption vereinbart. Eine solche haben die Ostschweizer nicht.»

Eine Klausel, dass er gegen die Berner nicht spielen darf, hats im Leihvertrag auch nicht. Also kann er YB abschiessen … «Ja, natürlich», sagt Spycher. «Mir wäre es aber auch so recht: Er soll gegen alle anderen acht Teams tolle Spiele machen - und sich dann ab Sommer bei uns entfalten.»

Und dann kanns auch im Fall Jankewitz mit dem YB-Modell immer noch klappen.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 55791.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Sonntag 23. Januar 2022, 13:02 
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Abgang im YB-Mittelfeld

Aebischers Transfer ist auf der Zielgeraden

Der YB-Aufbauer weilt in Italien, der Transfer zu Bologna könnte Anfang Woche vermeldet werden.

Das Berner Nord-Süd-Portal erlebt einen geschäftigen Winter: Nach dem Wechsel von Silvan Hefti zu Genua zeichnet sich beim Meister der nächste Abgang nach Italien ab. Seit Tagen wird über einen Transfer von Michel Aebischer in die Serie A spekuliert, Anfang Woche dürfte er vermeldet werden.

Der 25-jährige Mittelfeldspieler weilt aktuell für die letzten Abklärungen in Italien, verpasste so das letzte YB-Vorbereitungsspiel am Samstag gegen Lausanne (3:1). Unterschreiben dürfte Aebischer nach einigem Hin und Her beim FC Bologna, der Transfer soll Anfang Woche vermeldet werden. Das letzte Problem beim aktuellen Tabellen-Dreizehnten der Serie A: Es fehlen die flüssigen Mittel.

Bologna fehlt die Liquidität zum letzten Zug

Wie schon beim Angebot von Cagliari standen auch vom Club in der Emilia-Romagna vorerst um die 4 Millionen Euro Ablöse im Raum. Allenfalls wird der Transfer vorab als Leihgeschäft aufgegleist, mit einer Übernahme ab Sommer. Um das Geld lockermachen zu können, müssen die Italiener Spieler verkaufen, gemäss italienischen Zeitungen gedenken sie dies mit dem Verkauf des Dänen Skov Olsen (Marktwert rund 5 Millionen Euro) zu tun.

Aebischer liegt in Bologna ein Vertrag über vier Jahre vor. Im Mittelfeld findet er im vom früheren Serie-A-Spitzenspieler Sinisa Mihaijlovic trainierten Team rege Konkurrenz vor, dürfte mit seiner Spielstärke aber auffallen. Bologna ist ein klassischer Mittelfeldclub, Aebischer läuft dort weniger Gefahr, abzusteigen, als beim zuletzt ebenso um ihn mitbietenden Cagliari Calcio.

Die Young Boys verlieren mit dem Freiburger einen ihrer erfahrensten Fussballer. Aebischer ist einer von aktuell noch sechs Spielern im Kader, die bei allen Titeln der grossen YB-Ära seit 2018 dabei waren. Aus der Freiburger Talentauswahl stiess der Heitenrieder 2013 zum Nachwuchs, debütierte 2016 für das Profiteam. Er absolvierte fast 200 Spiele für die Young Boys, zeigte sich 10-mal in der Champions League, stieg zum Nationalspieler auf und trat zuletzt auch als Captain in Erscheinung. Noch im Herbst verlängerte er seinen Vertrag beim Meister bis 2023.
Im Zentrum entsteht keine Lücke

Mit Aebischers Verkauf gelingt YB der nächste Export eines eigenen Nachwuchsspielers. Obwohl 4 Millionen Euro für einen der erfahrensten Kaderspieler nicht eine enorm hohe Ablöse wären, könnte Sportchef Christoph Spycher im aktuellen Transfer-Winter mit knapp 10 Millionen Franken einen guten Erlös verbuchen. Im zentralen Mittelfeld bleibt trotz Aebischers Abgang und der Leihe von Alexandre Jankewitz zu St. Gallen ein Überangebot: Um die für gewöhnlich zwei Plätze buhlen in der 18 Partien umfassenden Rückrunde Sandro Lauper, Christopher Martins, Fabian Rieder und Vincent Sierro.

YB gewinnt auch das letzte Testspiel

Mit einem 3:1 gestalteten die Young Boys auch das letzte Vorbereitungsspiel zur Rückrunde siegreich. Die Treffer beim Erfolg gegen Lausanne erzielten Doppeltorschütze Meschack Elia und der jüngst zum Profi berufene Nachwuchsverteidiger Aurèle Amenda. Captain Fabian Lustenberger fehlte aufgrund einer Corona-Infektion, er kann in den nächsten Tagen jedoch wieder ins Training einsteigen und steht für den Rückrundenauftakt gegen Lugano am kommenden Samstag zur Verfügung. Bei Lausanne spielte der vor wenigen Tagen von YB gekommene Marvin Spielmann.


https://www.bernerzeitung.ch/aebischers ... 9450294703

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Dienstag 25. Januar 2022, 01:13 
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Exklusive Zahlen zur Super League

YB ist zu lieb, der FCZ gewinnt auch ohne Ball, und Lindner rettet den FCB

Welcher Trainer ein Problem zwischen den Pfosten ortet. Wer stolz ist auf seine vielen Fouls. Und welches Spitzenteam mit Leistungsschwankungen rechnet.

Sind Ihre Young Boys zu lieb, David Wagner?

In den vergangenen zwei Saisons waren die Young Boys die Meister des Foulspiels. Kein anderes Team stoppte die Gegner häufiger mit unfairen Mitteln. Coach Gerardo Seoane gab damals zu, dass das Teil seiner Taktik war, um Konter zu unterbinden.

Unter David Wagner hat sich das Bild markant geändert. 35 Prozent weniger Fouls begeht sein YB in der Offensivzone im Vergleich zur Saison 2019/20. Gleichzeitig fehlen den Bernern Punkte in der Tabelle.

Ist YB also zu lieb geworden für den Meistertitel? «Das würde ich aus dieser Statistik nicht automatisch ableiten», sagt David Wagner. Der YB-Trainer wünscht sich zwar, dass sein Team «cleverer spielt und mehr Konter unterbindet. Aber es gibt viele Möglichkeiten, dies zu tun. Ich werde meine Spieler nicht dazu animieren, zu foulen.»

Wagner verweist auch darauf, dass YB unter ihm deutlich weniger Bälle in der gegnerischen Platzhälfte verloren hat als in den Vorsaisons: «Ich will das nicht überinterpretieren. Aber wer weniger Bälle verliert, hat auch weniger Gründe für Foulspiele.»

Für Wagner sind andere Fragen wichtiger. Zum Beispiel, warum YB zehn Tore mehr kassiert hat als zum gleichen Zeitpunkt in der Vorsaison. «Wir lassen gar nicht so viele Grosschancen zu», sagt er, «aber die Zahl der Tore, die wir daraus erhalten – das ist eine Wahnsinnsquote.»

Er hat auch eine Idee, wo das Problem liegen könnte: «Wir haben fünf Goalies in Wettbewerbsspielen eingesetzt. Das hat ein Club sonst in fünf Jahren. Und das trägt nicht zur defensiven Stabilität bei.»

Mit Anthony Racioppi wird beim Wiederbeginn der sechste Goalie im Tor stehen. Aber immerhin ist er früh in diesem Winter verpflichtet worden. «Darüber bin ich froh», sagt Wagner.

Ist Ballbesitz überbewertet, André Breitenreiter?

Kein Team der Liga hat mehr Punkte als der FC Zürich. Und keines seltener den Ball. Mit 45 Prozent Ballbesitz ist der FCZ Schlusslicht der Liga. Ist Ballbesitz also schlicht überbewertet?

André Breitenreiter lacht: «Ballbesitz ist einer der wichtigsten Faktoren im Fussball.» Aber, sagt der FCZ-Trainer, es komme darauf an, was man mit dem Ball anfange: «Wir wollen nicht quer spielen, sondern auf dem schnellsten Weg nach vorne, um zu Torchancen zu kommen. Es geht um strukturiertes Pass- und Positionsspiel, um die Qualität der Pässe.»

Dass das alles bislang funktioniert beim FCZ, ist nicht nur der Tabelle abzulesen. Breitenreiter verweist auch darauf, dass sein Team die meisten Tore nicht durch Konter oder Standards erzielt hat, sondern nach Positionsspiel: «Das beweist: Wir sind sehr strukturiert unterwegs. Und wir bringen viele Spieler in den Sechzehner, was der wichtigste Faktor ist, um Tore zu erzielen.»

Der Start ist Breitenreiter gelungen. Jetzt will er mehr von seinem Team. Zum Beispiel die taktische Flexibilität, zwischendurch auch mal mit einer Vierer- statt einer Dreierabwehr zu spielen. Und bei alldem ist dem Trainer des Leaders bewusst: «Es wäre normal, wenn wir auch mal Leistungsschwankungen während unseres Prozesses hätten. Aber darauf wären wir vorbereitet, weil wir überzeugt von unserem Weg sind.»

Wäre der FC Basel ohne Heinz Lindner bloss ein Mittelfeldclub?

Die Zahlen sind überragend. 32 Tore hätte der FC Basel in der ersten Saisonhälfte kassieren müssen. Zumindest dann, wenn die gegnerischen Stürmer ihre Chancen so verwertet hätten, wie es das statistische Modell der «erwartbaren Tore» voraussagt. Tatsächlich eingefangen hat der FCB 19 Tore.

Wäre der FCB ohne Goalie Heinz Lindner also bloss ein Mittelfeldclub? Klar, dass Massimo Colomba gleich abwinkt: «Wir spielen immer noch eine Teamsportart.» Aber der Basler Goalietrainer weiss natürlich auch: «Die Werte von Heinz waren im gesamten Jahr 2021 sehr gut.»

Dann erzählt Colomba von der versteckten Arbeit der Goalies. «Die Leute sehen immer nur die letzte Konsequenz, die Parade.» Dabei seien andere Dinge mindestens so wichtig: «Er muss sich gut positionieren, den Raum verteidigen, die Laufwege der Stürmer kennen, mit dem Ball am Fuss gut sein.»

Und am liebsten hätte der Goalietrainer sowieso, wenn sein Schützling sein Können möglichst wenig zeigen müsste: «Meine Philosophie ist es, das Problem zu lösen, bevor man den Ball halten muss.» Gelingt das nicht, hilft es aber natürlich, wenn da noch einer wie Heinz Lindner im Tor steht.

Sind die Grasshoppers zu aggressiv, Giorgio Contini?

Als er die Grasshoppers im Sommer übernommen hatte, stand Giorgio Contini vor einem Problem: Seine Spieler trauten sich nicht, so mutig zu spielen, wie er es von ihnen verlangte: «Sie waren es gewohnt, sich nach Ballverlust in die Defensive fallen zu lassen.»

Der GC-Trainer aber möchte nach einem Ballverlust das Spielgerät möglichst rasch zurückgewinnen. Dafür mussten seine Spieler ihre Risikofreude finden. Was seine Zeit brauchte, wie Contini erzählt: «Bis sie sich nur schon getraut haben, alle gleichzeitig in der gegnerischen Platzhälfte zu stehen …»

Contini hat sich durchgesetzt. Kein Team lässt den Gegner so wenige Pässe spielen, bis es ihn attackiert. Bislang dominierten stets die pressenden St. Galler unter Peter Zeidler die Statistik «Gegnerische Pässe pro Defensivaktion». Jetzt ist dort GC die Nummer 1.

GC ist aber auch das Team mit den meisten Fouls. Sind die Grasshoppers also zu aggressiv? Zumindest nicht für Contini: «Viele der Fouls dürften taktisch gewesen sein, weil unser Pressing überspielt wurde. Das ist Cleverness und gehört dazu.» Und weil GC dabei keine Rote Karte gesehen hat, sagt Contini: «Ich bin durchaus zufrieden mit diesen Zahlen.»

Muss man sich um die jungen Schweizer Fussballer sorgen?

Sechs von zehn Clubs haben in der Vorrunde mehr Spielminuten an junge Spieler mit ausländischem Pass vergeben als an junge Schweizer. Mit Basel und GC setzen zwei ehemals wichtige Ausbildungsclubs auf Leihspieler statt auf den eigenen Nachwuchs. Wird das zum Problem für das Schweizer Nationalteam?

Pierluigi Tami ist nicht unmittelbar besorgt: «Die aktuellen U-21-Nationalspieler der Schweiz spielen regelmässig.» Aber mit Blick nach vorn hat der Direktor der Schweizer Nationalteams ein paar Anmerkungen.

Da ist die Ligagrösse: «Wir haben die kleinste Liga Europas. Das bedeutet, dass es im internationalen Vergleich weniger Plätze für unsere Jungen hat.» Zumal sich jeweils mindestens die Hälfte der Liga im Abstiegskampf befindet: «Wir müssen Vereine wie Luzern, St. Gallen und andere schützen, die primär auf den lokalen Nachwuchs setzen. Sie sind sehr wichtig für unser Nachwuchssystem.» Das spricht für ihn für eine Vergrösserung der Super League.

Und er fragt sich, welche Ziele die aktuellen Clubbesitzer verfolgen: «Jeder soll seinen eigenen Businessplan verfolgen dürfen. Aber wenn nur noch die Hälfte der Liga auf Ausbildung junger Schweizer setzt, bekommen wir ein Problem.»

Vor allem aber glaubt er an die Vorteile, die es bringt, wenn ein Club auf lokalen Nachwuchs setzt: «Die Spieler müssen sich nicht erst integrieren. Und die Resultate des Nationalteams beweisen, dass Schweizer Spieler hohe Qualität abliefern können.»


https://www.bernerzeitung.ch/sind-ihre- ... 3073208485

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Dienstag 25. Januar 2022, 21:59 
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PK MIT CHRISTOPH SPYCHER UND DAVID WAGNER

Am Dienstagnachmittag, vier Tage vor dem Rückrundenstart gegen Lugano stellten sich der Sportchef und der Trainer den Fragen der versammelten Medien. David Wagner spricht über die Vorbereitung und den Zustand des Kaders und Christoph Spycher erklärt, wieso er seinem Italienisch-Lehrer dankbar ist.




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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 26. Januar 2022, 01:24 
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YB vor Rückrundenstart

Spychers Ansage – und der Dank an den Italienischlehrer

Die meisten Verletzten sind zurück, das Kader etwas verschmälert: Die Young Boys starten in neuer Rolle, aber mit altem Selbstverständnis in die Rückrunde der Super League.

Direkt angesprochen wird er zwar nicht, dennoch muss Christoph Spycher schmunzeln. Gemeinsam mit Trainer David Wagner sitzt der YB-Sportchef am frühen Dienstagnachmittag im Mediencenter des Wankdorfstadions, ­referiert einleitend darüber, wie sehr sie sich bei den Young Boys auf diese Rückrunde freuen. Auf diese Herausforderung, acht Punkte Differenz zum Tabellenführer FC Zürich aufzuholen.

Dann diese Frage an Wagner, wie er den Konkurrenzkampf im Kader zu moderieren gedenke. In vielen der 33 Partien seit Sommer stellte sich das Team fast von allein auf, immer wieder fielen Spieler aus. Nun sind die meisten wieder fit, einzig bei Ulisses Garcia und Wilfried Kanga dauert der Heilungsprozess etwas länger. Kanga trainiert seit ­gestern wieder mit dem Team, Garcia braucht noch eine Woche. Im kommenden Halbjahr stehen nur noch 18 Matchs auf dem Programm, weil YB aus Champions League und Cup ausgeschieden ist – gross rotieren muss der Trainer nicht.

Sprachkenntnisse im Wert von 10 Millionen Euro

Wagner sagt, dass er von Woche zu Woche schauen müsse. Die vom Verletzungspech geplagten Berner trauen der Sache noch nicht ganz. Hinsichtlich des Rückrundenstarts vom Samstag gegen Lugano (20.30 Uhr) ist das sogar verständlich, im Sturm ist neben Kanga auch der Einsatz von Jean-Pierre Nsame wegen ­einer Corona-Infektion fraglich. «Damit fallen schon wieder zwei Optionen weg», sagt Wagner, und Spycher ­nebenan nickt anerkennend, zieht die ­Augenbrauen hoch – und schmunzelt.

Natürlich weiss Spycher, dass auch er in dieser Hinsicht seinem Trainer unter die Arme greifen kann. Mit den Verkäufen von Silvan Hefti (zu Genua) und Michel Aebischer (Bologna), dem Abgang von Marvin Spielmann (Lausanne) sowie der Ausleihe von Alexandre Jankewitz (St. Gallen) und Yannick Touré (Wil) hat der Sportchef das Kader deutlich verschlankt. Und er bedankt sich lachend bei seinem früheren Italienischlehrer: «Ich war zwar nicht immer der beste Schüler, trotzdem scheint etwas hängen geblieben zu sein.» Im Januar-Transferfenster waren diese Sprachkenntnisse bisher zehn Millionen Euro wert.

Weder Spycher noch Wagner versuchen zu verstecken, dass für die Rückrunde nur eine Tabellenposition infrage kommt: die oberste. «Alles andere wäre unglaubwürdig», sagt Spycher. Auch wenn er betont, dass die Young Boys in einer ganz neuen Rolle seien: «Derjenigen des ­Jägers.» Eine Aussage, die mal wieder ­aufzeigt, wie lange vier Jahre im Fussball doch sein können.

Das Selbstverständnis des Serienmeisters

Dieses Selbstverständnis eines Serienmeisters demonstriert auch die Rechnung von Sandro Lauper, als er auf den Rückstand auf die bisher überraschend konstanten Zürcher angesprochen wird. «Wir haben noch zwei ­Direktbegegnungen», zählt er auf, «dann bleiben noch zwei Punkte Rückstand.» Auch wenn sich die Tabellensituation in den letzten Monaten geändert hat, Siege gegen den FCZ sind weiterhin fest eingeplant.

Wie wenig in diesen Zeiten planbar ist, merkten die Berner zum Start der Wintervorbereitung derweil einmal mehr. Als ­einer von neun Super-League-Clubs verzichtete YB auf ein Trainingslager im Ausland. «Schade», wie Lauper findet, seinen Knien hätten mehr Einheiten auf ­Naturrasen gutgetan. Wagner hatte zuerst gar «Bauchschmerzen» deswegen, wie er erzählt. Die Trainings im Wankdorf ­seien dann aber so gut gewesen, dass er im Nachhinein gar nicht ­wisse, ob es sogar besser gewesen sei, daheim zu bleiben.

Dass statt Testspiele gegen Red Bull Salzburg oder Fehervar nun Partien gegen Ligagegner anstanden, nutzten die Berner gleich, um die ohnehin schon klaren Ambitionen für die Rückrunde zu ­untermauern. 6:1 gegen Thun, 4:2 gegen Servette, 5:2 gegen GC, gar 6:0 gegen Sion und zum Schluss der 3:1-Sieg gegen Lausanne – die Berner kannten mit den Schweizer Gegnern kein Pardon. Der ­Verdacht liegt nahe, dass diese ­Resultate neues Selbstvertrauen einflössen. Nur, offenbar war das nicht nötig, wie Lauper sagt:
«Wir wussten ja immer, dass wir es können.»

Noch so ein Beweis dieses Selbstverständnisses – trotz acht Punkten Rückstand.


https://www.bernerzeitung.ch/spychers-a ... 6297905814

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 26. Januar 2022, 01:26 
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25.01.2022

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YB-Coach vor Rückrunden-Start

«Wir haben nicht die beste Ausgangslage»

YB-Coach David Wagner hat im Sturm die Qual der Wahl. Doch schon im ersten Spiel gegen Lugano fehlen Kanga und wohl auch der isolierte Nsame.

Angriffslustig. Immer wieder dieses Wort. Angriffslustig müsse YB sein, weil man dies in dieser Position sein müsse. Man spürt bei YB-Coach David Wagner, dass die Lust, dieses Acht-Punkte-Handicap auf den FC Zürich wettzumachen, enorm ist. «Wir haben einfach nicht die beste Ausgangslage», sagt der Deutsche. «Aber es wäre Quatsch zu sagen, wir machen deswegen im Titelrennen da nicht mehr mit.»

«Fünf Siege – aber es bleibt ‘ne Vorbereitung»

Das hatte nach dem 5:0 in Lugano zu Vorrundenende bei der Bilanzierung ebendieser noch etwas anders getönt. Acht Punkte Rückstand scheine aussichtslos, sagte Wagner damals. Heute moniert er, man habe vergessen, den zweiten Teil des Satzes hinzuzufügen, dass man nichtsdestotrotz alles versuchen werde, um diesen Rückstand aufzuholen. Okay.

Die Trainingsspiele geben die Marschrichtung schon mal eindrücklich vor. Es sei «beeindruckend», dieser Angriffsmaschinerie von hinten zuzuschauen, sagte der neue Goalie Anthony Racioppi. «Ich spiele doch lieber ‘ne gute statt ‘ne weniger gute Vorbereitung», formuliert es Wagner nach den fünf klaren Testspielsiegen in fünf Spielen mit 24 geschossenen Toren. «Aber es bleibt ‘ne Vorbereitung.»

Aebischer fix bei Bologna

Alles läuft dann aber doch nicht ganz nach Plan. Zuerst das abgesagte Trainingscamp. Dann die Transfers von Hefti und Aebischer (Letzterer trainierte gestern schon mit dem FC Bologna, nach der Unterschrift unter einen Leihvertrag bis Saisonende mit zwingender Kaufoption bis 2026). Aber mit Abgängen konnte man rechnen. Die länger als gehofft ausfallenden Garcia und Kanga.

Und die beiden letzten Corona-Fälle mit zwei Spielern, die Symptome hatten und über eine gewisse Schlappheit klagen. Erst Fabian Lustenberger, der aber zurück ist im Training. Und Jean-Pierre Nsame, der für Wagner Neue. Anfang Woche muss er in Isolation nach ersten Symptomen am Vortag.

Man rechne: Am Freitag kann Nsame frühestens raus. Das ist der Vortag des Lugano-Spiels. Da steht man normalerweise nicht im Aufgebot. «Im Grunde rechne ich nicht mit ihm», sagt Wagner. «Aber keine Ahnung, was bis dann noch passiert. Und dann ist man als Trainer möglicherweise gezwungen, einen ins Aufgebot zu nehmen, der nur ein Training gemacht hat, weil du sonst keine Spieler mehr hast.»

Abgesehen davon fehlten Nsame noch 10 bis 15 Prozent», so Wagner. «Insbesondere, was Explosivität und Reaktivität anbelangt. Und das sind seine Markenzeichen im Strafraum.»

Kopfschmerzen wegen der Aufstellung seien gute Probleme

Mit den Ausfällen von Kanga und der Isolation von Nsame rechtfertigt sich die hohe Zahl an Stossstürmern von vier (es kommen hinzu Siebatcheu und Monteiro) fast schon – wobei: «Auf dem Papier ist die Zahl zu hoch», sagt Wagner. Aber wie wir nun sehen, hat man so schnell zwei weniger.» Abgesehen davon: Wen er Kopfschmerzen kriege, weil er nicht wisse, wen aufstellen, dann seien das gute Probleme.

YB 2022. Ein Team mit viel … Angriffslust.


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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 26. Januar 2022, 01:31 
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Meister vor Rückrundenstart

Spycher: «Wagner muss nicht Meister werden»

Acht Punkte Rückstand weist YB zur Saisonhälfte auf den Leader FC Zürich auf. Die Aufholjagd steht bevor – sakrosankt ist dabei ein Titelgewinn aber nicht.

Es war ein dickes Ausrufezeichen, das die Berner am letzten Spieltag vor der Winterpause an die Konkurrenz gesendet hatten: Gleich mit 5:0 siegte der Meister im Verfolgerduell bei Lugano und unterstrich damit seine Ambitionen, den Titel auch in der 5. Saison in Folge zu gewinnen.

Ungewohnte Ausgangslage

Dass dieses Unterfangen ungleich schwerer als noch in den vergangenen Jahren werden dürfte, zeigt ein Blick auf die Tabelle zur Saisonhälfte: Der FCZ führt mit 40 Punkten vor dem FC Basel, die Young Boys liegen mit acht Zählern Rückstand gar noch einen hinter den Baslern nur auf Platz 3. Immerhin dürfte YB zugutekommen, dass sie nach einer intensiven Vorrunde mit Champions League und Schweizer Cup im Frühjahr «nur» 18 Ernstkämpfe zu bestreiten haben.

Trainer David Wagner sieht jedoch nicht die hohe Spielkadenz für den Rückstand in der Tabelle ausschlaggebend, sondern mangelhafte Arbeit in der Verteidigung: «Wir haben schlicht zu viele Tore bekommen», konstatiert der Deutsche. Die Abgänge von Rechtsverteidiger Silvan Hefti und Mittelfeldstratege Michel Aebischer bereiten aber weder dem Berner Übungsleiter noch Sportchef Christoph Spycher Kopfzerbrechen: «Wir haben für beide Positionen adäquaten Ersatz im bestehenden Kader.»

Zwei prominente Rückkehrer

Auch in der Offensive dürfen die Berner wieder auf mehr Durchschlagskraft zählen, wie Spycher verrät: «Jean-Pierre Nsame kehrt in die Mannschaft zurück und auch Christian Fassnacht ist wieder einsatzfähig.» Die Offensivspieler hatten aufgrund eines Achillessehnenrisses (Nsame) und einer Kopfverletzung (Fassnacht) lange Zeit gefehlt. Besonders die Rückkehr des Goalgetters Nsame dürfte die Berner Fans freuen, auch wenn Wagner die Erwartungen bremst: «Er ist noch nicht in der bestmöglichen Verfassung – aber wir kennen seine Defizite.»

Verstärkung erlebt in Bern nicht nur die Angriffs-, sondern auch die Goalieabteilung. Mit Anthony Racioppi wechselte der Stammtorhüter der U21-Nationalmannschaft in die Hauptstadt. Racioppi bringt trotz seiner vergleichsweise jungen Karriere mit Stationen in Lyon und bei Dijon bereits einen grossen Erfahrungsschatz mit, wie auch Spycher weiss: «Er hat in Frankreich und mit der Nati bereits viel Erfahrung sammeln können.» Der 23-Jährige wird bis zur Rückkehr von David Von Ballmoos bei den Bernern zwischen den Pfosten stehen. Eine Rollenverteilung, die der Genfer als «bekannte Umstände und Teil seiner Arbeit» offenbar gut akzeptieren kann.

Wagner scheint sattelfest

Dass dem Meister in der 2. Saisonhälfte ein Dreikampf um den Titel bevorsteht, weiss auch Sandro Lauper. Der Berner Mittelfeldspieler sieht darin «nebst kleinen Details» aber grösstenteils den Verdienst der Konkurrenz, die «ihre Arbeit besser als auch schon» gemacht habe.

Auch Spycher bricht für seinen Trainer trotz sportlicher Rücklage eine Lanze: «Er muss nicht Meister werden.» Natürlich aber würden alle im Klub diesen nächsten Titel wollen, so der Sportchef, der anfügt, dass hinter den Kulissen weitere Parameter existieren, welche in die Beurteilung einer erfreulichen Zusammenarbeit einfliessen würden. Los geht’s für die Berner, wie es vor dem Jahreswechsel aufgehört hat – mit einem Duell gegen Lugano. Ein gutes Omen für die gelb-schwarze Aufholjagd.


Live-Hinweis

Verfolgen Sie das Duell zwischen den Young Boys und dem FC Lugano zum Rückrundenstart am Samstag ab 20:10 Uhr live auf SRF zwei und in der Sport App.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... ter-werden

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 26. Januar 2022, 13:02 
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PK MIT CHRISTOPH SPYCHER UND DAVID WAGNER

Am Dienstagnachmittag, vier Tage vor dem Rückrundenstart gegen Lugano stellten sich der Sportchef und der Trainer den Fragen der versammelten Medien. David Wagner spricht über die Vorbereitung und den Zustand des Kaders und Christoph Spycher erklärt, wieso er seinem Italienisch-Lehrer dankbar ist.




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