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 Beitrag Verfasst: Samstag 17. März 2018, 23:52 
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8. Sieg der Hütter-Equipe in Serie

YB gewinnt irre Penalty-Party im Letzi!

Die Berner Young Boys sind nicht aufzuhalten! Gegen aufmüpfige Zürcher feiert der Leader seine 8. Vollerfolg hintereinander.

Das Meisterrennen: YB baut die Tabellenführung zumindest bis Sonntag auf 19 Zähler aus. Allerdings hat Verfolger Basel noch zwei Spiele weniger auf dem Konto. Es bleibt also bei den 13 Verlustpunkten.

Das Spiel: Eine Stunde lang lassen sich die Höhepunkte in der Wasserschlacht vom Letzi an einer Hand abzählen. Zunder? Vom Regen ertränkt! Aber dann gehts zur Sache. Dann werden die Fans für ihr Erscheinen doch noch belohnt. Die zwei Teams, die sich kommenden Mai im Cupfinal gegenüberstehen werden, brennen binnen sieben Minuten ein prächtiges Offensivfeuerwerk ab. Wie so häufig in dieser Saison: mit dem besseren Ende für die Young Boys. Das Team von Adi Hütter ist zuerst kaltblütig, bewahrt nach dem Ausgleich Ruhe und weiss nach der Führung das Glück (und einen bärenstarken Wölfli) auf seiner Seite. Da kann man selbst einen verschossenen Elfmeter von Hoarau verkraften.

Die Tore:

0:1, 61. Minute | Hoarau wird mustergültig in die Tiefe geschickt. Dort behält der Franzose die Übersicht und legt rüber auf Roger Assalé . Und der tänzelt die FCZ-Verteidigung schwindlig, bevor er die Kugel flach einschiebt.

1:1, 65. Minute | YB-Goalie Wölfli holt Dwamena von den Beinen. Schiri San zückt die Gelbe Karte und zeigt auf den Punkt. Roberto Rodriguez tritt an und schmettert die Kugel ins Netz.

1:2, 67. Minute | Wieder Penalty! Diesmal ist Zürichs Nef der Übeltäter. Guillaume Hoarau lässt sich nicht zweimal bitten und verwandelt staubtrocken.

Der Beste: Marco Wölfli glänzt mit mehreren Big Saves! In der ersten Halbzeit gegen Marchesano und danach Palsson. Und im zweiten Durchgang zweimal gegen Dwamena. Nicht jeder Wein wird mit zunehmendem Alter besser – der Wölfli schon …

Der Schlechteste: Rasmus Thelander lässt sich von Roger Assalé beim ersten YB-Tor etwas gar einfach austanzen. Zu einfach für einen Mann mit der Erfahrung des Kopenhageners.

Das gab zu reden I: Zwei Penaltys für YB, einen für Zürich: Das Strafstoss-Festival endet mit dem besseren Ende für die Berner. Selbst wenn Hoarau nach 19 (!) verwerteten Elfmetern in der 85. Minute am Pfosten scheitert.

Das gab zu reden II: Weil Rüegg und Winter kurzfristig krank ausfallen und sich zu den sonst schon zahlreichen FCZ-Ausfällen gesellen, kommt der schweizerisch-kroatische Mittelfeldspieler Toni Domgjoni (20) zu seinem ersten Super-League-Spiel. Und auf der Bank sitzen mit Haile-Selassie, Sadiku und Kamberi drei Spieler, die am Nachmittag beim 4:2-Sieg der U21 in der Promotion League gegen United Zürich in der Startformation standen. Zusammen mit Marco Schönbächler, der sein Comeback gibt und eine Halbzeit lang auf dem Platz steht.

So gehts weiter: Der FCZ gastiert nach der Länderspielpause im Tourbillon (31. März, 19 Uhr). YB empfängt am 2. April (16 Uhr) den FC Basel zum Spitzenkampf.

*****************
FCZ – YB 1:2 (0:0)

Letzigrund, 10'560 Fans,
SR: San

Tore: 61. Assalé (Hoarau) 0:1, 65. Rodriguez (Foulpenalty) 1:1, 67. Hoarau (Foulpenalty) 1:2

FCZ: Brecher; Brunner, Nef, Thelander, Pa Modou; Palsson; Rodriguez, Domgjoni, Marchesano, Rohner; Dwamena.

YB: Wölfli; Mbabu, Nuhu, Von Bergen, Benito; Fassnacht, Bertone, Sow, Sulejmani; Hoarau, Assalé.

Einwechslungen:
FCZ: Odey (75. für Rodriguez), Rexhepi (89. für Marchesano)
YB: Ngamaleu (77. für Sulejmani), Aebischer (89. für Assalé).

Gelb: 11. Pa Modou. 31. Nef. 45. Fassnacht. 45 Rodriguez. 65. Wölfli. 93. Rexhepi (alle Foul).

Bemerkungen:
FCZ ohne Rüegg, Winter (krank), Frey, Kryeziu (gesperrt), Alesevic, Bangura, Kempter, Maouche, Sarr, Schättin (verletzt) – YB ohne Von Ballmoos, Wüthrich (verletzt), Sanogo (gesperrt). – 85. Hoarau schiesst Foulpenalty an den Pfosten.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 30284.html

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 Beitrag Verfasst: Samstag 17. März 2018, 23:55 
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Hart erkämpfter Sieg gegen FCZ

YB geht den Meisterweg unbeirrt weiter

- Leader YB gewinnt auswärts gegen den FC Zürich mit 2:1 und feiert den 8. Meisterschaftssieg in Folge.
- Im Letzigrund werden 3 Penaltys gepfiffen; Guillaume Hoarau trifft und scheitert vom Punkt.
- Die 3 Treffer fallen nach der Pause innert 7 Minuten.

Wird Marco Wölfli tatsächlich zum Meister-Goalie der Young Boys? Der 35-Jährige, bei den Bernern eigentlich nur noch Ersatz-Torhüter, bewahrte sein Team gegen den FC Zürich vor den ersten Punktverlusten in diesem Jahr – obwohl er einen Penalty verschuldet hatte.

Wölfli in Hochform

Wölfli liess den FCZ mit seinen Paraden ein ums andere Mal verzweifeln. Die Zürcher scheiterten immer wieder aus aussichtreichster Position am YB-Urgestein. Es brauchte schon ein regeldwidriges Einsteigen des Berners selbst, um ihn bezwingen zu können.

Turbulente 7 Minuten...

Die Tore in einer attraktiven Partie fielen innert 7 Minuten.

- 61. Minute: Roger Assalé wird von Hoarau bedient. Der Liga-Topskorer schliesst kaltblütig ab und trifft zum 1:0. Es ist Assalés 12. Saisontreffer.
- 65. Minute: Wölfli bringt Dwamena im Strafraum zu Fall, Roberto Rodriguez verwandelt den fälligen Elfmeter souverän.
- 67. Minute: Keine 2 Minuten später bekommt Hoarau die Chance vom Penaltypunkt. Auch der Franzose trifft. Zum 19. Mal in Folge verwertet der 34-Jährige einen Elfmeter.

...und Penaltyszenen en masse

Und Hoarau hätte seine Penalty-Serie noch ausbauen können. Doch beim 2. Versuch scheiterte er am Pfosten (85.). Schiedsrichter Fedayi San hätte durchaus noch mehr Elfmeter pfeifen können. Vor allem kurz vor der Pause hatte YB Glück, dass das Einsteigen von Kasim Nuhu gegen Dwamena ungeahndet blieb.

Weiterer Schritt Richtung Meistertitel

YB war gegen den FCZ das effizientere Team – aber nicht unbedingt das bessere. Trotzdem reisen die Berner mit weiteren 3 Punkten nach Hause. Wie ein Meister eben.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... rrt-weiter

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 Beitrag Verfasst: Samstag 17. März 2018, 23:57 
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Elfmeterfestival im Letzigrund: YB gewinnt gegen Zürich

Die Young Boys nehmen die nächste Hürde im Rennen um den Meistertitel und sichern sich den achten Sieg in Folge. Gegen den FC Zürich gewinnen die Berner auswärts 2:1.

Telegramm

Zürich - Young Boys 1:2 (0:0)

10'560 Zuschauer. - SR San. - Tore: 61. Assalé (Hoarau) 0:1. 65. Rodriguez (Foulpenalty/Foul an Dwamena) 1:1. 67. Hoarau (Foulpenalty/Foul an Assalé) 1:2.

Zürich: Brecher; Cédric Brunner, Nef, Thelander, Pa Modou; Palsson; Rodriguez (75. Odey), Domgjoni, Marchesano (89. Rexhepi), Rohner; Dwamena.

Young Boys: Wölfli; Mbabu, Nuhu, Von Bergen, Benito; Fassnacht, Bertone, Sow, Sulejmani (77. Ngamaleu); Assalé (89. Aebischer), Hoarau.

Bemerkungen:Zürich ohne Alesevic, Bangura, Kempter, Maouche, Sarr, Schättin (alle verletzt), Rüegg, Winter (beide krank), Frey, Kryeziu (beide gesperrt), YB ohne Von Ballmoos, Wüthrich (beide verletzt) und Sanogo (gesperrt). 85. Foulpenalty von Hoarau an den Pfosten. Verwarnungen: 11. Pa Modou (Foul). 31. Nef (Foul). 45. Fassnacht (Foul). 45. Rodriguez (Foul). 65. Wölfli (Foul). 93. Rexhepi (Foul).

Abpfiff

Die Young Boys gewinnen beim FC Zürich

Die Young Boys nehmen auf dem Weg zum ersten Titel seit 1986 die nächste Hürde. Gegen den FC Zürich gewinnen die Berner auswärts 2:1.

Roger Assalé und Guillaume Hoarau mittels Foulpenalty schossen die Young Boys auf dem Letzigrund im siebten Rückrundenspiel zum siebten Sieg. Alle Tore fielen nach der Pause. Der FCZ, der dem souveränen Leader weitgehend ebenbürtig war, kam zwischenzeitlich durch einen von Roberto Rodriguez verwandelten Penalty zum 1:1-Ausgleich. Der Vorsprung der Young Boys auf den FC Basel, der allerdings zwei Spiele weniger ausgetragen hat, beträgt 19 Punkte.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/16137393

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 Beitrag Verfasst: Samstag 17. März 2018, 23:59 
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YB gewinnt in Zürich mit Glück

Die Young Boys gewinnen in der Meisterschaft zum achten Mal in Folge und halten den Vorsprung auf den FC Basel. Den entscheidenden Treffer gegen den FCZ erzielt Hoarau mittels Foulpenalty.

Eine meisterliche Vorstellung lieferten die Young Boys auf dem Weg zu ihrem achten Ligasieg in Serie nicht ab. Sie haben in diesem Jahr schon weit überzeugender, dominanter, stilsicherer gespielt als in dieser Regennacht im Letzigrund. Aber in einem gewissen Sinn war es eben doch der Auftritt eines kommenden Meisters – einer Mannschaft, die auch gewinnt, wenn sie nicht mal gut spielt, auf jeden Fall nicht besser als der Gegner.

Auch der YB-Trainer Adi Hütter stellte fest, «dass wir das Spiel nur Anfang erster und dann wieder Anfang zweiter Halbzeit im Griff hatten. Insgesamt können wir uns beim sehr starken Marco Wölfli bedanken, dass wir drei Punkte holten». Entsprechend der Leistung hätte der FCZ einen Punkt sicher verdient. Vor allem aber sei mit diesen drei wichtigen Punkten der FC Basel morgen Sonntag wieder unter Zugzwang.

Es war ein Match, in dem beide Teams Fehler begingen und beide ihre Chancen hatten. Aber YB traf einmal mehr und beging den einen Fehler weniger. Fehler, wie sie dem jungen Zürcher Fabian Rohner unterliefen, ehe Guillaume Hoarau als Vorbereiter und Roger Assalé als cooler Skorer das 0:1 bewerkstelligten. Oder wie die zwei Penaltys für YB zustande kamen, nach doch eher plumpen Aktionen Alain Nefs gegen Assalé oder Rohners gegen Christian Fassnacht. Den ersten nutzte Hoarau zum 1:2, seinem 20. Penaltytor in der Super League. Der zweite landete am Pfosten. Es war Hoaraus zweiter Fehlschuss vom Punkt in der Liga.

«Wenn man Erster ist, hat man auch die Kleinigkeiten auf seiner Seite.»

Wölflis Anteil war in der Tat die auffallendste Einzelleistung des Abends. Etwa in jener Szene nach 78 Minuten, als er einen Ball Raphael Dwamenas aus bester Position abwehrte. Wer gegen den Leader punkten will, darf solche Chancen nicht auslassen. So reichte es dem FCZ nur einmal zum Ausgleich, durch einen Elfmeter Roberto Rodriguez’ nach einem Foul Wölflis an Dwamena. Vorausgegangen war allerdings ein Abseits Dwamenas. Vom 0:1 zum 1:2 vergingen nur sechs Minuten.

Dennoch sah der FCZ-Trainer Ludovic Magnin bei aller Enttäuschung spielerische Fortschritte seines Teams, es sei mutiger gewesen als in den Partien zuvor. Es war nachvollziehbar, dass er noch sagte: «Wenn man Erster ist, hat man auch die Kleinigkeiten auf seiner Seite.» Dinge wie dieses: dass der Schiedsrichter schon in der ersten Halbzeit einen Elfmeter für den FCZ hätte pfeifen sollen, nach Kasim Nuhus Foul an Dwamena.

Zürich - Young Boys 1:2 (0:0)

10'560 Zuschauer. - SR San. - Tore: 61. Assalé (Hoarau) 0:1. 65. Rodriguez (Foulpenalty/Foul an Dwamena) 1:1. 67. Hoarau (Foulpenalty/Foul an Assalé) 1:2.

Zürich: Brecher; Cédric Brunner, Nef, Thelander, Pa Modou; Palsson; Rodriguez (75. Odey), Domgjoni, Marchesano (89. Rexhepi), Rohner; Dwamena.

Young Boys: Wölfli; Mbabu, Nuhu, Von Bergen, Benito; Fassnacht, Bertone, Sow, Sulejmani (77. Ngamaleu); Assalé (89. Aebischer), Hoarau.


https://www.nzz.ch/sport/yb-gewinnt-in- ... ld.1367031

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 18. März 2018, 10:04 
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«Ich habe Rum in meinem Blut»

von E. Tedesco - Leader YB holt gegen den FCZ drei wichtige Punkte – nicht zuletzt dank Guillaume Hoarau. Der Stürmer ist in beeindruckender Form.

Wahrscheinlich könnten rundherum die Tribünen inklusive ihren Dächern einstürzen. Guillaume Hoarau würde nicht einmal Husten, wenn ihn die Staublawine eindeckt. Es ist beeindruckend wie unaufgeregt der 34-jährige Angreifer auftritt, wie abgeklärt er seine Tore erzielt und vor allem wie eiskalt er vom Elfmeterpunkt aus trifft. Total 39 Penaltys hat er bisher in seiner Karriere verwandelt und lediglich vier verschossen. 18 Elfmeter in Serie waren es in der Super League, bevor er sich in der 67. Minute aufmachte, gegen den FCZ Nummer 19 zu versenken und traf.

Seit dem 30. November 2014 (4:2 gegen St. Gallen) hat der baumlange YB-Stürmer in der Liga keinen Elfmeter mehr verschossen. Kein anderer ist oder war vom Punkt aus besser. Der zweitsicherste Serien-Penaltyschütze ist bzw. war der inzwischen beim FCB in Rente gegangene Captain Matias Delgado (16 verwandelte Elfmeter), gefolgt von Daniel Majstorovic (FCB, 14) und Stéphane Chapuisat (YB, 13).

Eindrückliche Coolness

Und er hätte diese Serie sogar noch ausbauen können. Aber «Air France» setzte Penalty Nummer 20 an den Pfosten. «Ah sch...», sagt Hoarau, als er von 20 Minuten auf seine Super-Serie angesprochen wird. «Keine schlechte Serie, oder?» Dann lacht er herzhaft und in seinen Augen blitzt der Schalk auf: «50-Prozent verwandelt ist auch nicht schlecht.» Der kleine Fauxpas verhagelt «Air France» definitiv nicht die Laune.

Er muss Eiswürfel im Blut haben, denn Nerven zeigte er bei den beiden Versuchen nicht. «Keine Eiswürfel – Rum von meiner Insel. Ich bin mit Rum in meinem Blut geboren», sagt der 34-Jährige gutgelaunt. Mit «seiner Insel» meint Hoarau La Réunion im Indischen Ozean, die politisch zu Frankreich und zur Europäischen Union gehört und wo er am 5. März 1984 geboren wurde. Es ist eindrücklich, mit welcher Coolness der Franzose spielt. Bei einer Verkehrskontrolle sollte er sich aber gut überlegen, ob er einem Alkohol-Test zustimmt. Natürlich ist auch das nicht ernst gemeint.

Auf diese Coolness angesprochen sagt er dann wieder ernst: «Das ist einfach mein Naturell. Wir haben mit Marco Wölfli oder Steve von Bergen explosive Charakter im Team. Ich bin ein bisschen ruhiger. Aber man braucht beides. Wir haben ein fantastisches Team in diesem Jahr. Wichtig sind nur die drei Punkte», sagt Hoarau. Und die hatte YB mit einem 2:1-Sieg im Sack. Daran änderte auch der verschossene Penalty nichts mehr. Es war bereits der 8. Sieg en suite des Leaders in der Liga.

FCB unter Zugzwang

Alkoholisches war auch an der Medienkonferenz ein Thema. Zum Beispiel bei der Frage an Adi Hütter, ob YB den Meister-Champagner schon kaltgestellt habe? Die Antwort des YB-Trainers: «Wir haben noch zehn Spiele vor uns und uns wird nichts geschenkt. Auch der FCZ hätte einen Punkt verdient. Aber ich freue mich über die drei Punkte und so ist am Sonntag der FC Basel unter Zugzwang.»


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... y/30060103

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 18. März 2018, 22:07 
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18.03.2018

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Rechenstunde mit den Klassenbesten

Das Rennen um den Titel wird immer mehr zu einem Schaulaufen von YB. Auch ein verhaltener Auftritt wie beim 2:1 gegen den FCZ lässt die Berner Siegesserie nicht abreissen.

Es ist noch gar nicht lange her, da ging im Schweizer Fussball ein ­attraktives Versprechen herum. Es war die Verheissung von der Spannung, die Vorfreude auf ein offenes Titelrennen, damals, in der Winterpause, als Basel zwei Punkte hinter YB lag.

Seither ist einiges passiert. Die Young Boys haben in der Meisterschaft sieben-, die Basler zweimal gewonnen, der Vorsprung ist auf 13 Verlustpunkte angestiegen und die Fussball-Schweiz hat sich mehr als einmal verwundert die Augen gerieben.

Euphorisierte schreiben von der Wachablösung im Schweizer Fussball, Fatalisten warnen vor vorschnellen Schlüssen. Doch am Samstagabend im Letzigrund gegen den FC Zürich zeigte sich, was herauskommt, wenn bei YB wirklich einmal ein bisschen etwas schiefgeht: ein knapper Sieg.

Das 2:1 beim FCZ erzählt viel darüber, wie die Young Boys in dieser Saison unterwegs sind. Und es hat einmal mehr gezeigt, dass es in der aktuellen Verfassung der Berner mehr braucht als einen schwachen Tag der Mannschaft und eine gute Leistung des Gegners, um sie zu schlagen.

Es reicht nicht, dass YB das Ge­schehen «nur zweimal zu Beginn der Halbzeiten einigermassen im Griff» hatte, wie es Trainer Adi Hütter ausdrückte. Und es reicht auch nicht, dass der FCZ mutig kombinierte, «so, wie wir das halt derzeit trainieren», wie Hütters Gegenüber Ludovic Ma­gnin sagte.

Benitos Bonmot

Die Dominanz von YB gründet derzeit gerade auch auf der Ruhe und dem Selbstverständnis eines Seriensiegers. Anders als etwa im Cuphalbfinal gegen Basel (2:0) agierten die Young Boys weder am Samstag noch vor einer Woche gegen GC (3:1) oder davor gegen Lugano (4:2) und Sion (1:0) auf spielerisch hohem Niveau. Gegen den FCZ blieb YB gar einiges schuldig und ohne grossen Vorwärtsdrang – jedoch mit der ständigen Verheissung, dass es jederzeit losgehen können würde mit dem Angriffsfussball, zu dem die Berner stets in der Lage sind.

Das 1:0 gründete auf einem katastrophalen Abspielfehler des Gegners und einem unglücklich abgefälschten Querpass. Dazu kamen zwei – zu Recht gepfiffene – Elfmeter, einen davon verwandelte Guillaume Hoarau. Eine Kopfballchance, wieder für Hoarau, ein Weitschuss von Christian Fassnacht – mehr war da nicht. Und mehr brauchte es nicht.

«Gewinnen wird nie langweilig, gewinnen ist geil!», sagte Verteidiger Loris Benito und lieferte damit das Bonmot des Wochenendes aus Berner Sicht. Acht Erfolge haben die siegeseifrigen Young Boys in der Meisterschaft nun schon aneinandergereiht. So beginnen mit dem stetig anwachsenden Vorsprung auf den noch zweitplatzierten FCB rund um den Meistertitel bereits im März die ersten Rechenspiele.

YB könnte, so rechnen Realisten, für den FCB schon Ende April nicht mehr einzuholen sein. Oder Basel könnte, so rechnete am Freitag die «Basellandschaftliche Zeitung» augenzwinkernd, bei gleich bleibendem YB-Punkteschnitt (derzeit 2,35 pro Spiel) die Young Boys noch einholen – bei elf Siegen in den verbleibenden elf Spielen.

Von Bergens Geschick

Die kämpferische Vorgabe aus der Presse hielt der FCB fürs Erste ein, besiegte Sion knapp mit 1:0. Dennoch deutet vieles darauf hin, dass der Titelkampf im Frühling für YB zu einem Schaulaufen und die Direktbegegnung am Ostermontag nach der Länderspielpause im Stade de Suisse zur Gala verkommen.

Beim Klassenbesten fängt der eine oder andere vielleicht verhalten an zu rechnen, auch, wenn das vorderhand niemand zugibt. «Ich war immer schlecht darin – am besten gewinnen wir einfach noch alle Spiele, bis es so weit ist», sagte Benito grinsend.

Und Captain Steve von Bergen war Gast im «Sportpanorama», wo er die Fragen nach dem Zeitpunkt des Titelgewinns charmant zu umschiffen wusste. «Wir sind auf gutem Weg – und haben alles in den eigenen Händen», liess er sich entlocken. Die Verheissung eines offenen Titelrennens scheint gerade ziemlich weit weg. Der YB-Anhang wird es verschmerzen.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/28743967

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 18. März 2018, 22:30 
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Auch Hütter kann parieren – und Wölfli ist Dwamenas Nemesis

Den YB-Sieg beim FCZ prägen gleich drei Penaltypfiffe – und der vorderste sowie der hinterste Mann bei YB.

Ob er denn den Meisterchampagner langsam kalt stelle, wird YB-Trainer Adi Hütter am Samstagabend nach dem 2:1 beim FC Zürich gefragt. Der Versuch mag plump sein, der Österreicher hat sich aber in der derzeitigen Ausgangslage mit 13 Verlustpunkten Vorsprung langsam daran gewöhnt. «Ich kann mit diesen Fragen nicht viel anfangen. Weil noch so viel vor uns liegt», sagt Hütter und pariert den Versuch, ihn aus der Reserve zu locken ebenso souverän wie sein Torwart Marco Wölfli zuvor die Bälle im Spiel.

«Er hat uns heute den Sieg gerettet», lobte Hütter seinen Torwart. Tatsächlich war dem routinierten Wölfli das wohl beste Spiel geglückt, seit er in der Winterpause für den verletzten David von Ballmoos wieder im YB-Tor steht. Im Zürcher Dauerregen brachte Wölfli vor allem Raphael Dwamena zur Verzweiflung. Der Ghanaer scheiterte Mal um Mal am glänzenden Berner Keeper, einmal stoppte Wölfli unkonventionell mit dem Gesicht, musste sich kurz schütteln.

Später ging er etwas ungestüm mit beiden Beinen voran. Der folgende Penaltypfiff war auch der einzige Makel an Wölflis grosser Darbietung. Dreimal zeigte Schiedsrichter Fedayi San auf den Punkt, zweimal für YB. «So lala», sei die Berner Leistung gewesen, sagte ein patschnasser Wölfli später, «wenn du aber auch solche Spiele gewinnst, dann ist das schon sehr positiv.»

Die zweite grosse Figur bei den Bernern war einmal mehr Guillaume Hoarau. Auch der Franzose überzeugte im Letzigrund nicht restlos, aber am Ende standen in seiner Bilanz wieder ein Tor und eine Vorlage. Zweimal trat Hoarau gegen FCZ-Goalie Yanick Brecher an, zweimal bezwang er ihn – und scheiterte einmal am Pfosten.

Fehlschuss nach 19 Versuchen

Es war wettbewerbsübergreifend nach elf versenkten Penaltys der erste Fehlschuss Hoaraus, in der Liga wäre es gar sein 20. Penaltytor gewesen. «So schlecht ist das ja nicht», sagte der Schlaks lächelnd. Mittlerweile gibt der Weitgereiste vorzüglich auf Deutsch Auskunft, um im Plauderton dann charmant und beiläufig ab und an ins Französische zurück zu wechseln. «Wir verdienen uns auch diese Siege», verteidigte er die drei Punkte nach durchwachsener Vorstellung.

Während der YB-Meisterexpress schon länger ziemlich schnell rollt, nimmt auch die Euphorie langsam Fahrt auf. Gegen 1200 Fans aus Bern waren im Letzigrund. Gut möglich, dass das Heimspiel übernächste Woche gegen Basel vor vollen Rängen stattfindet.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/27622441

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 18. März 2018, 22:32 
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YB-Noten: Sieg im Schongang

Ein dezenter, aber cleverer Berner Auftritt reicht beim FCZ für einen 2:1-Sieg.

Marco Wölfli: Note 5,5
Eine Klasseleistung vom Routinier. Erst behändigt er einen ­tückischen Freistoss inklusive Nachschuss, dann rettet er zweimal bärenstark gegen Dwamena. Etwas ungestüm sein Einsteigen abermals gegen den Ghanaer, was den Penaltypfiff zur Folge hat.

Kevin Mbabu: Note 4
Verhaltener Auftritt des sonst so energischen Aussenläufers. Rutscht einmal im dümmsten Moment aus – der Konter über Rohner und Rodriguez bringt dem FCZ aber nichts ein.

Kasim Nuhu: Note 3
Nuhus Nemesis hiess an diesem Abend ganz klar Dwamena: Erst ermöglicht ihm Nuhu mit einem Schnitzer die erste Chance, dann steigt er gegen seinen ghanaischen Landsmann sehr ungestüm ein – und hat Glück, dass Schiedsrichter San nicht pfeift. Und schliesslich lässt er ihn erneut ziehen, bevor Wölfli pariert.

Steve von Bergen: Note 4,5
Abgeklärt, durch sein blendendes Stellungsspiel den Zürcher Angreifern eigentlich immer einen Schritt voraus. Bei Dwamenas Grosschance nach schöner FCZ-Kombination kurz ohne Orientierung.

Loris Benito: Note 4,5
Ordentliche, engagierte Leistung des seit Wochen starken Benito.

Miralem Sulejmani: Note 4,5
Von ihm kommt offensiv lange nicht viel, dann leitet er nach einem kapitalen FCZ-Fehler mit einem energischen Vorstoss das 1:0 von Assalé ein.

Djibril Sow: Note 5
Strotzt momentan nur so vor Selbstvertrauen. Ballsicher, dazu gedankenschnell bei Gegenstössen. Behauptet den Ball in der Schlussphase gegen drei, vier FCZ-Spieler und verschafft sich Raum für einen sehenswerten Seitenwechsel.

Leonardo Bertone: Note 4,5
Neben dem Künstler Sow etwas brachialer, aber nicht minder effektiv unterwegs.

Christian Fassnacht: Note 4
Holt den zweiten Penalty für YB heraus. Zu zögerlich bei einer Kontersituation gleich nach dem Seitenwechsel, als vier Berner gegen zwei Zürcher stehen.

Roger Assalé: Note 5
Lässig leicht, wie er verzögert und Thelander vor seinem Treffer aussteigen lässt. Aufsässig, oft unbequem zu verteidigen – und mit dem «Assist» zum Elfmetertor von Hoarau.

Guillaume Hoarau: Note 5
Hat eine erste Kopfballchance nach abgefälschter Mbabu-Flanke. Tut sich anfangs schwer, sein Querpass auf Assalé vor dessen Treffer ist eigentlich verunglückt – Nef lenkt aber ab. Rutscht beim ersten Penalty aus und trifft, bleibt beim zweiten standhaft und verschiesst – zum ersten Mal in den letzten 19 Versuchen.

Nicolas Ngamaleu: ohne Note
77. Minute für Sulejmani.

Michel Aebischer: ohne Note
89. Minute für Assalé.

Noten: 6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/24606578

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