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 Beitrag Verfasst: Montag 1. Mai 2017, 00:18 
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Schöner Lohn für eine biedere Darbietung

Die Young Boysgewinnen in St. Gallen 2:0, obwohl sie über weite Strecken harmlos agierten. Derweildie Berner reich beschenkt wurden, steckt der FC St. Gallen tief in der Krise.

Wer nach St. Gallen fährt, fährt in den Winter. Obwohl die Frühlingssonne prächtig scheint, sind die Hügel rund um die Stadt noch immer weiss gepudert – kein Wunder, sind am Freitag doch 30 Zentimeter Schnee gefallen. Der unerwartete Wintereinbruch passt ganz gut zur Gemütslage im fussballbegeisterten St. Gallen.

Am Sonntag kassierte der FCSG gegen die Young Boys die fünfte Niederlage in Serie. Weil Vaduz und Thun gewonnen haben, befinden sich die St. Galler sechs Runden vor Saisonende plötzlich in Abstiegsgefahr. Und so schicken die Zuschauer im Kybunpark das Heimteam nach dem 0:2 mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Garderobe, im Fanblock wird ein Transparent hochgehalten: «Es isch Zyt zum Go!»

Gerichtet ist die Botschaft unmissverständlich an Joe Zinnbauer, den St. Galler Cheftrainer. Wie bereits in der Vorsaison ist das Team unter ihm in der Rückrunde völlig aus der Spur geraten, weshalb der Deutsche nun im Kreuzfeuer der Kritik steht. «Das ist nicht angenehm, aber es ist normal, dass eine solche Reaktion kommt», hält er trocken fest.

In einer weitaus besseren Situation befindet sich Adi Hütter. «Es war für uns nach den zwei Niederlagen zuletzt nicht einfach, wir waren etwas verunsichert», sagt er. Doch im nächsten Augenblick lächelt der YB-Trainer, er hat an diesem Nachmittag vieles richtig gemacht.

Gespräch mit Wirkung

Die Schlüsselszene in dieser Partie spielte sich in der 60. Minute ab. Der bereits verwarnte Toko stieg gegen Sékou Sanogo hart in einen Zweikampf, wurde danach folgerichtig des Feldes verwiesen. Weil YB aber trotz Überzahl kaum Chancen kreierte, reagierte Hütter und brachte Alexander Gerndt für den wirkungslosen Roger Assalé und Thorsten Schick für den blassen Miralem Sulejmani.

Es lief die 85. Minute, als Jan Lecjaks mit einem langen Ball das Geschehen auf die rechte Seite verlagerte, Schick in die Mitte flankte und Gerndt zum 1:0 traf. Die Joker haben gestochen. Und die beiden setzten noch einen drauf: In der Nachspielzeit legte wieder Schick für Gerndt auf – 2:0. «Nach dem Ausschluss haben wir das Heft in die Hand genommen», sagt Hütter.

«Enorm gefreut» habe sich der Trainer über die beiden Tore von Gerndt. Er sei über die Leistungen des Stürmers gegen GC und Lugano nicht glücklich gewesen, «und er selber war das auch nicht, weshalb wir miteinander gesprochen haben».

Die drei Punkte sind für die Young Boys ein schöner Lohn. Denn vorab in der ersten Halbzeit hatte St. Gallen ganz klar mehr vom Spiel gehabt. Alban Ajeti, der auffälligste Akteur im grün-weissen Ensemble, stellte die YB-Abwehr mehrfach vor Probleme.

Doch der Stürmer traf in der 7. Minute nur die Latte und sah kurz danach einen weiteren Schuss von Yvon Mvogo pariert. Wobei Ajeti in dieser Szene Grösse bewies, nach einem Gerangel mit dem teilweise überforderten Kasim Nuhu im Strafraum nicht zu Boden ging, sondern den Abschluss suchte.

Und YB? Nun, die Berner hatten zwar zu Beginn durch Assalé und den starken Kevin Mbabu zwei gute Gelegenheiten gehabt, tauchten danach aber ab. «Die erste Halbzeit ging klar an St. Gallen, sie haben uns unter Druck gesetzt», meint Mvogo. Was der Keeper nicht sagte: Ohne seine Interventionen hätten die Gäste kaum drei Punkte aus der Ostschweiz entführt.

«Perfektes Wochenende»

So aber ist aus Berner Optik alles aufgegangen. Weil Thun den ­­FC Sion bezwang, beträgt der ­Vorsprung der Young Boys auf die drittplatzierten Walliser nun elf Zähler. «Schön, dass wir im ­Kanton zueinanderhalten», meint Hütter lächelnd und spricht von einem «perfekten Wochenende». Punkten die ­Berner nächsten Sonntag in ­Sitten, ist ihnen die Qualifikation für die Champions League kaum mehr zu nehmen.

Ungleich anders präsentiert sich die Situation für den FC St. Gallen. Er trifft in den nächsten zwei Wochen auf Lausanne und Vaduz – es handelt sich um die direkten Gegner im Abstiegskampf. Für den Traditionsverein steht sehr viel auf dem Spiel. Oder anders gesagt: Zinnbauer ist – sollte er dannzumal noch Trainer sein – sehr gefordert.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/21047710

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 Beitrag Verfasst: Montag 1. Mai 2017, 00:21 
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Espen-Coach Zinnbauer nach Taktik-Wechsel

«Wäre wahrscheinlich auch mit Barnetta und Lopar so gelaufen»

Gegen YB lässt St. Gallen-Trainer Zinnbauer Tranquillo Barnetta und Daniel Lopar zunächst nur auf der Bank Platz nehmen. Im Video äussert er sich nach der 0:2-Niederlage zu diesem Entscheid.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 05531.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 1. Mai 2017, 00:22 
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Die Young Boys wie das April-Wetter

Die Berner gewinnen in St. Gallen, ohne zu überzeugen, 2:0, stoppen ihre kurze Baisse und haben Platz 2 fast auf sicher. Derweil herrscht beim FC St. Gallen Krisenstimmung.

Was war das für ein Bild, das sich am Sonntag bei der Anfahrt zum YB-Spiel in der Ostschweiz bot. Mitten in einer verschneiten Landschaft thronte der Kybunpark, die Heimstätte des FC St. Gallen, an den Strassenrändern türmte sich der weggeräumte Schnee. Draussen, vor dem Stadion, wähnte man sich im Winter. Drinnen dagegen war es schon warm wie im Sommer. Zumindest auf den Sitzplätzen, die der Sonne ausgesetzt waren. Und das alles am 30. April.

Fast so verrückt und unkonstant wie das Wetter waren in diesem April die Leistungen der Young Boys. Es begann turbulent mit dem 3:2 gegen Vaduz – dank zwei YB-Treffern in der 92. und 94. Minute. Auf dieses verrückte Finale folgte das 1:1 in Basel, ein Auftritt mit vielen Berner Sonnenstrahlen, ehe das Fussballwetter über Bern unerwartet sehr trübe wurde durch die beiden Durchhänger im Stade de Suisse beim 0:1 gegen GC und beim 1:2 gegen Lugano.

Dieses leistungsmässige Auf und Ab blieb nicht ohne Spuren. Dass YB erstmals seit drei Jahren zwei Liga-Heimspiele in Serie verlor, hat der Mannschaft zugesetzt. Das war am Sonntag in der letzten Partie im April offensichtlich. Die Gäste lieferten in St. Gallen fast eine Stunde lang den nächsten durchzogenen Auftritt ab. «Wir waren durch die letzten Niederlagen verunsichert und haben erneut keinen überzeugenden Fussball geboten», wollte Hütter nach dem Schlusspfiff nichts schönreden.

Irgendwie passte es aber zu diesem letzten April-Tag, dass der YB-Trainer mit dem nächsten Statement trotzdem von einem «perfekten Wochenende» sprechen konnte. Das lag einerseits daran, dass seine Mannschaft spät zu zwei Toren und zum 2:0 gekommen war. Und war andererseits dem FC Thun zu verdanken, der mit dem Siegtreffer in der Nachspielzeit gegen Sion dafür sorgte, dass das Polster der Young Boys auf die Walliser sechs Runden vor Schluss jetzt gar elf Punkte beträgt.

Gerndts Torpremiere 2016/17

«Dass es jetzt sehr gut aussieht mit dem zweiten Platz, ist natürlich schön», sagte Alexander Gerndt. Der Schwede genoss es, wieder einmal der gefeierte Mann zu sein. Viel hatte er in dieser Saison erdulden müssen, längere Verletzungspausen hatten ihn zweimal zurückgeworfen. Am Sonntag war er erst 15 Minuten vor Schluss zu seinem zehnten Einsatz in der laufenden Super-League-Saison gekommen.

Diese Viertelstunde hatte es jedoch in sich: Zuerst schloss Gerndt den besten YB-Angriff des Spiels über Lecjaks und Schick zum vorentscheidenden 1:0 (85.) ab, später doppelte er mit einem Flachschuss zum 2:0 nach.

Es waren seine ersten beiden Tore in dieser Spielzeit. «Der heutige Tag, der Sieg, meine beiden Tore, das ist eine grosse Erleichterung. Das tut uns gut, das tut mir gut», strahlte der 30-Jährige. Dass er nicht in der Startformation stand, konnte er nachvollziehen: «Ich weiss, dass ich in den letzten beiden Spielen nicht überzeugt habe.» Das hatte ihm unter der Woche auch der Trainer klar gemacht. Für Hütter war es ein «super-Gespräch», und er freute sich mit Gerndt, dass diesem als Reaktion nun die beiden wichtigen Treffer gelungen sind.

Das Happy End aus Berner Sicht überdeckte vieles, was lange nicht gut gewesen war. YB musste froh sein, dass es nach einer Stunde noch 0:0 stand. St. Gallen hatte die besseren Chancen, darunter war ein früher Pfostenschuss von Ajeti. Hütters Massnahme, das Team gleich auf fünf Positionen zu verändern, blieb lange ohne die erhofften Impulse.

Erst als sich der übermütige Toko das zweite rüde Foul gegen Sanogo leistete und mit der zweiten Verwarnung des Feldes verwiesen wurde, gewann YB die Oberhand. Zuvor hatten nur der souveräne Mvogo im Tor und Mbabu überzeugt. Der Aussenverteidiger war der beste Mann bei den Bernern, gefiel mit seinem Punch und seiner Spielfreude. Auf der anderen Seite der Skala blieben der anfänglich sehr unsichere Nuhu, der zu fahrige Sulejmani und der stumpfe Frey einiges schuldig.

War das Aufatmen bei YB spürbar, herrschte beim FC St. Gallen schlechte Stimmung. Die Fans forderten am Schluss lautstark den Rauswurf von Trainer Joe Zinnbauer. Das gestrige 0:2 war die fünfte Niederlage in Serie, die Mannschaft gerät immer tiefer in den Abstiegsstrudel. Für die St. Galler war der April ein noch wesentlich trüberer Monat als für die Berner.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/di ... y/16639850

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 Beitrag Verfasst: Montag 1. Mai 2017, 00:26 
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30.04.2017

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FCSG verliert gegen YB 0:2

Eine unbedachte Aktion von Captain Nzuzi Toko bringt St.Gallen im Heimspiel gegen YB in die Unterzahl und bewirkt mit einem 0:2 die fünfte Niederlage in Serie für die Ostschweizer.

Die delikate Szene war nach einer Spielstunde zu sehen. St. Gallen, das sich ab sofort wieder als abstiegsgefährdet betrachten muss, verlor den Schlüsselspieler Toko wegen einer Gelb-Roten Karte. Der bereits verwarnte Toko leistete sich ein rüdes Foul, sodass Schiedsrichter Stephan Klossner nicht umhin konnte, den Platzverweis auszusprechen.

Bis dorthin waren die St. Galler nicht gut, aber immerhin besser gewesen. Sie hatten mit einem frühen Lattenschuss und in einer weiteren Szene von Albian Ajeti die klar besseren Möglichkeiten gehabt, während YB wie zuletzt enttäuschte.

Der numerische Unterschied wirkte sich lange Zeit nicht aus. In den letzten Minuten jedoch schlugen die beiden eingewechselten Offensivkräfte der Berner zu. Thorsten Schick war zweimal der Vorbereiter, Alexander Gerndt zweimal der Vollstrecker.

Trainer Adi Hütter dürfte dafür sorgen, dass sich die Young Boys auf ihren sechsten Auswärtssieg der Saison nicht zu viel einbilden. Sie knüpften in der Ostschweiz an ihre diskreten Darbietungen bei den Heimspielen gegen die Grasshoppers (0:1) und Lugano (1:2) an. Erneut war es frappant zu sehen, wie wenig Wirkung die Berner entfalten, wenn Guillaume Hoarau nicht mitspielen kann. Der Franzose hatte sich nicht nur mit einer Fülle von Toren nützlich gemacht, sondern war auch ein Unruhestifter in den gegnerischen Abwehren gewesen.

Um mit zwei Kopfbällen von Michael Frey zu ihren ersten guten Chancen zu kommen, benötigten die Berner 70 Minuten und mehr.

St. Gallens Trainer Joe Zinnbauer hatte den Mut zu erstaunlichen Änderungen in der Aufstellung. Tranquillo Barnetta, auf dessen Routine die St. Galler eigentlich müssten zählen können, machte auf der Position hinter der Doppelspitze Sejad Salihovic Platz. Der auf die Rückrunde verpflichtete Bosnier hatte erst einmal von Anfang an gespielt. Ähnlich überraschend kam der Goalie-Wechsel von Daniel Lopar, der in den letzten fünf Spielen 14 Tore hatte hinnehmen müssen, zu Dejan Stojanovic.

St. Gallen – Young Boys 0:2 (0:0)

11’977 Zuschauer. – SR Klossner. – Tore: 86. Gerndt (Schick) 0:1. 91. Gerndt (Schick) 0:2.

St. Gallen: Stojanovic; Hefti, Wiss, Gelmi (88. Barnetta); Aratore, Toko, Gaudino, Wittwer; Salihovic (62. Cueto); Tafer (73. Schulz), Ajeti.

Young Boys: Mvogo; Mbabu, Nuhu, Rochat, Lecjaks; Sanogo; Ravet, Bertone (73. Aebischer), Sulejmani (80. Schick); Frey, Assalé (75. Gerndt).

Bemerkungen: St. Gallen ohne Haggui (gesperrt), Albrecht, Gouaida, Mutsch und Babic (alle nicht im Aufgebot). Young Boys ohne Von Bergen (gesperrt), Hoarau und Wüthrich (beide verletzt). Pfostenschuss: 6. Ajeti. 60. Gelb-Rote Karte gegen Toko (Foul). Verwarnungen: 9. Toko (Foul), 56. Rochat (Foul), 66. Gelmi (Foul), 93. Wiss (Foul), 93. Gaudino (Foul).

Die weiteren Spiele vom Sonntag: Thun – Sion 2:1 (1:1). – 16.00 Uhr: Grasshoppers – Lugano.

Rangliste: 1. Basel 30/77 (77:24). 2. Young Boys 30/56 (63:41). 3. Sion 30/45 (52:47). 4. Luzern 30/43 (54:52). 5. Lugano 29/40 (42:52). 6. Grasshoppers 29/33 (38:46). 7. Thun 30/33 (46:57). 8. St. Gallen 30/31 (32:48). 9. Lausanne-Sport 30/30 (46:56). 10. Vaduz 30/26 (38:65).


http://www.fm1today.ch/fcsg-will-gegen- ... ten/482314

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 Beitrag Verfasst: Montag 1. Mai 2017, 00:28 
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Wieder schrillen die Alarmglocken

KRISE ⋅ Der radikal veränderte FC St. Gallen dominiert die Young Boys während einer Stunde, verkraftet aber den Platzverweis gegen Toko nicht und verliert mit 0:2. Wie schon vor einem Jahr wartet ein heisser Frühling.

Es war, als setzte Joe Zinnbauer alles auf eine Karte. Es schien, als habe er nichts mehr zu verlieren in St. Gallen. Der Deutsche verbannte mit Goalie Daniel Lopar einen seiner konstantesten Spieler auf die Ersatzbank. Ihm folgen musste Tranquillo Barnetta, der zuletzt, wie so viele andere auch in diesem Team, nicht überzeugt hatte. Nach vier Niederlagen in Folge veränderte Zinnbauer die Mannschaft auf sechs Positionen.

Allein, nach 90 Minuten nützte es keinem, dass die St. Galler während einer Stunde ein Lebenszeichen von sich gegeben und erfrischend aufgespielt hatten, dass Goalie Dejan Stojanovic einen sicheren Eindruck hinterlassen hatte und Barnetta-Ersatz Sejad Salihovic bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung St. Gallens bester Spieler war. Denn am Ende stand es 0:2. St. Gallen hatte in der ersten Halbzeit zu viele gute Chancen ausgelassen, und als Knackpunkt erwies sich der Platzverweis gegen Captain Toko, der nach zwei überharten Fouls in der
60. Minute mit der gelb-roten Karte vom Feld musste. So trafen die Young Boys in den letzten fünf Minuten durch den eingewechselten Alexander Gerndt zweimal.

Ist es fahrlässig, nicht zu handeln?

Also spitzt sich die Lage in St. Gallen wie schon vor einem Jahr wieder besorgniserregend zu. Die Ostschweizer, vor fünf Runden noch auf dem fünften Rang klassiert, belegen nach der fünften Niederlage in Folge Platz acht, und ihr Vorsprung auf das letztklassierte Vaduz ist auf fünf Punkte geschrumpft. Die Leistung von gestern gegen lange harmlose Young Boys – die Berner hatten zuvor gegen die Grasshoppers und Lugano verloren – war zwar nicht hoffnungslos, St. Gallen liess einen guten Spielaufbau erkennen und überzeugte auch wieder einmal mit gelungenen Aktionen über drei, vier Stationen. Hätte Albian Ajeti in der sechsten Minute nicht nur die Latte getroffen, wäre das Spiel vielleicht anders verlaufen. Trotz allem: Die kommenden Spiele in Lausanne, zu Hause gegen Vaduz und in Lugano verbreiten mehr Nervosität denn Zuversicht. Der Trainer jedenfalls sah sich wie schon vor einer Woche mit «Zinnbauer raus»-Rufen konfrontiert. Die Lage ist in der Tat gefährlich. Unterdessen müssen sich Präsident Dölf Früh, Sportchef Christian Stübi und auch der Verwaltungsrat ernsthaft die Frage gefallen lassen, ob es in dieser heiklen Situation nicht sogar fahrlässig ist, nicht zu handeln. Denn vor einem Jahr schon war St. Gallen gleich weit wie jetzt: in Abstiegsgefahr. Unterdessen sind die Ostschweizer seit sieben Spielen ohne Sieg. Zinnbauer sagte, gegen die Young Boys habe man gesehen, dass «die Mannschaft für uns und nicht gegen uns spielt». Man müsse nun gegen Lausanne und Vaduz «alles klar- machen».

Noch ist ungewiss, ob in den kommenden Wochen Stojanovic weiterhin St. Gallens Nummer eins sein wird. Man werde sich beraten, sagte Zinnbauer. «Mein Entscheid, auf Stojanovic und Salihovic zu setzen, hatte nichts mit den Leistungen von Lopar und Barnetta zu tun. Ich wollte die Mannschaft kitzeln.» Die zum Teil doch radikalen Veränderungen mochte der Trainer nicht
als ein persönliches «Alles-oder-nichts-Spiel» verstanden haben. Und einen Rücktritt schloss er erneut kategorisch aus: «Sonst hätte ich mir diese Medienkonferenz gleich sparen können.»


http://www.tagblatt.ch/sport/fcsg/Es-ge ... 92,4969341

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 Beitrag Verfasst: Montag 1. Mai 2017, 14:36 
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Gerndt: «Der Trainer hat richtig entschieden»

75 Minuten sitzt Alexander Gerndt auf der Bank, dann sorgt er mit einem Doppelpack für den Sieg der Young Boys. «Mein Gefühl ist nun sicher besser», sagt der Schwede nach seinen ersten beiden Saisontoren.

Die Young Boys haben sich in St. Gallen lange Zeit sehr schwergetan. Wie haben Sie das erlebt?
Alexander Gerndt: St. Gallen hat super gespielt. Nach der Roten Karte gegen Toko haben wir aber besser in die Partie gefunden, und ich habe schliesslich zwei Tore gemacht, das ist toll.

Es handelt sich um Ihre ersten beiden Treffer in dieser Saison. Ist es eine grosse Erleichterung für Sie?
Nach meiner Verletzung Anfang Saison kämpfte ich mich zurück, doch dann verletzte ich mich zu Beginn der Rückrunde wieder. Das war nicht einfach. Gegen GC und Lugano habe ich überdies nicht gut gespielt, das haben alle gesehen. Nach den beiden Toren ist mein Gefühl nun sicher besser.

War es ein Ansporn, beorderte Sie Trainer Adi Hütter zunächst auf die Bank?
Jeder Spieler will doch von Anfang an spielen, das ist klar. Vielleicht war es gut für mich, musste ich zuerst auf der Bank Platz ­nehmen, zudem hat der Trainer ja richtig entschieden. Draussen sagte Thorsten Schick zu mir: «Wir kommen rein, und ich mache in der 87. Minute ein Assist für dich.» Nun legte er mir den Ball halt zwei Minuten früher auf (lacht).

Spüren Sie mehr Druck, seit Guillaume Hoarau verletzt ist?
Guillaume ist sicher ein wichtiger Spieler für uns. Aber wir hatten in diesem Jahr schon viele Verletzte, da ist es normal, müssen andere in einer solchen Phase mehr Verantwortung übernehmen.

Sie kennen sich mit Hoaraus Situation bestens aus, wurden selbst immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Wie geht ein Spieler damit um?
Du möchtest jeden Tag bei der Mannschaft sein, doch stattdessen musst du allein arbeiten. Das ist mental sehr schwierig, genau in einer solchen Situation brauchst du die Unterstützung der Teamkollegen, der Familie und der Physiotherapeuten.

YB liegt elf Zähler vor Sion, Basel ist Meister. Die letzten sechs Runden werden langweilig . . .
. . . Nein, wir haben noch sechs Spiele, und unser Ziel ist, alle zu gewinnen.

Wie werden Sie eigentlich Ihr Doppelpack feiern?
Ich werde einen schönen Abend mit meiner Familie verbringen. Vielleicht gehe ich noch mit den Kindern auf den Spielplatz, mal schauen (lacht).


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/23606493

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 Beitrag Verfasst: Montag 1. Mai 2017, 14:39 
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Starker Mbabu

Das Leistungsgefälle ist bei den Young Boys beim 2:0-Sieg in St. Gallen gross.

Yvon Mvogo: Note 5
Hielt YB in der ersten Halbzeit im Spiel, als die Berner viel Mühe mit den schnellen Vorstössen der St. Galler bekundeten. Parierte gegen Alban Ajeti (10.) und Yannis Tafer (29.) zweimal stark.

Kevin Mbabu: Note 5,5
Der auffälligste Berner. Der Rechtsverteidiger drängte immer wieder nach vorne, gewann viele Zweikämpfe. Scheiterte nach 5 Minuten an Torhüter Dejan Stojanovic, nachdem er sich gleich gegen drei St. Galler durchgesetzt hatte. Flankte zweimal schön auf Miralem Sulejmani und Michael Frey.

Kasim Nuhu: Note 2,5
Erster Einsatz nach einer Gelbsperre und drei Partien auf der Ersatzbank. Der Innenverteidiger konnte die fehlende Spiel­praxis nicht kaschieren, wirkte mehrmals überfordert. Und er hatte nach 10 Minuten Glück, liess sich Alban Ajeti im Strafraum nicht fallen, sonst hätte er wohl Rot gesehen.

Alain Rochat: Note 4
Am Anfang ebenfalls mit Schwächen, steigerte sich jedoch mit Fortdauer der Partie.

Jan Lecjaks: Note 4,5
Solide Leistung. Initiierte mit einem Seitenwechsel das 1:0 durch Alexander Gerndt.

Yoric Ravet Note 3,5
Lief viel, doch ist im Moment ein gutes Stück von seiner Bestform entfernt. Hatte eine gute Chance (74.), als sein Kopfball knapp am Tor vorbeiflog.

Sékou Sanogo: Note 4
Unauffällige Leistung, hatte wenig Einfluss auf das Spiel.

Leonardo Bertone: Note 4
Konnte wie Sanogo keine Akzente setzen, wurde in der 73. Minute durch Michel Aebischer ersetzt.

Miralem Sulejmani: Note 3
Ihm gelang im linken Couloir ­wenig bis nichts. Hätte YB nach einer halben Stunde in Führung bringen sollen, doch war sein Abschluss viel zu harmlos.

Michael Frey: Note 3
Blasse Vorstellung des Stürmers. Hatte zwei Kopfballchancen. Beide waren ungefährlich.

Roger Assalé: Note 3
Erste Partie nach seiner Rotsperre. Hatte eine gute Chance zu Spielbeginn, tauchte danach ab.

Michel Aebischer: Note 4
73. Minute für Bertone. Kam zu zwei Abschlussgelegenheiten, das Eigengewächs zeigte eine solide Leistung.

Alexander Gerndt: Note 5,5
75. Minute für Assalé. Nach zuletzt schwachen Darbietungen gegen GC und Lugano setzte ihn Coach Adi Hütter zunächst auf die Bank. Brachte Schwung in die zuvor äusserst ideenlose und harmlose YB-Offensive. Sorgte mit seinen ersten beiden Toren in dieser Saison für den Sieg.

Thorsten Schick: ohne Note

80. Minute für Sulejmani. Bereitete die beiden YB-Tore vor.
Noten:6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/15223136

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