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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Montag 6. März 2017, 00:39 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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05.03.2017  Zitat: Das Feuer unter Kontrolle gebracht
Es brannte anfänglich lichterloh bei den Young Boys im Derby gegen Thun. Der Mut des Trainers, die Impulse eines Gescholtenen und der Kraftakt des Teams wendeten die grosse Krise in Bern ab.
Es herrschte Feuer unter dem Dach bei YB nach der Schlappe im Cup. Und es drohten noch weit heftigere Flammen: Nicht einmal zehn Minuten zeigte die Matchuhr im Stade de Suisse an, da lag YB gegen Thun bereits 0:2 hinten. Statt im Derby mit der «Reparatur» des Cupschadens zu beginnen, wie es Trainer Adi Hütter gefordert hatte, wirkte seine Mannschaft richtiggehend angezählt. Es ist nicht auszumalen, was passiert wäre, hätte Thun in dieser Phase gleich noch einen Treffer draufgelegt. Die Berner Spieler taumelten minutenlang wie angeschlagene Boxer – doch YB fiel nicht und ging am Ende gar als Sieger aus dem Ring.
Es waren primär drei Faktoren, die zum Comeback der Young Boys führten:
Hütters Handeln. YB brauchte nach dem 0:2 ein klares Zeichen. Der Trainer setzte es mit dem Doppelwechsel Sulejmani/Joss für Nuhu/Lecjaks und der Umstellung von einem 4:2:3:1 auf ein offensiveres 4:4:2. «Glauben Sie mir: Kein Trainer tut dies den betroffenen Spielern gerne an», sagte Hütter später, «aber in so einem Moment geht es nicht mehr um Einzel-, sondern um Teaminteressen. Ich musste ein Signal setzen.» Es gelang: YB bekam durch die Wechsel neues Leben eingehaucht und fand den Weg aus der temporären Krise. «Unser Trainer hat das Spiel selber in die Hand genommen. Das war mutig und wichtig», lobte Captain Steve von Bergen seinen Teamchef.
Sulejmanis Initiative. Der Serbe hatte beim Trainer mit seiner oft überheblichen Art in letzter Zeit viel Kredit verloren. Er stand in der Rückrunde nur gegen St. Gallen in der Startelf, zuletzt gegen GC und Winterthur sass er nicht einmal mehr auf der Bank. Miralem Sulejmani scheint diese Abstrafung verstanden zu haben. Er kam rein und setzte gleich die erhofften Akzente. Sein prächtiger Freistosstreffer aus 30 Metern brachte YB zurück ins Spiel. Wenig später bereitete er mit Mbabu die grosse Chance von Bertone (42.) wunderschön vor. Er trat schliesslich auch den Eckball, der zum Siegtreffer von Sanogo führte. Mit diesen und weiteren guten Szenen deutete der 28-Jährige an, wie wertvoll er für YB sein könnte, wenn er sein technisches und spielerisches Potenzial regelmässiger abrufen würde.
Untypische YB-Eigenschaften. Es war typisch für YB, wie die Mannschaft am Mittwoch ihre Chance im Cup verspielt hatte. Es war untypisch für YB, wie das Team die kritischen bis hämischen Reaktionen auf das Cup-Aus und die völlig missratene Startphase gegen Thun wegsteckte. Trotz Cup-Blues, 120 Minuten in den Beinen und den gewichtigen Absenzen von Hoarau und Zakaria raffte sich die Mannschaft zusammen und drehte die Partie mit einem «Kraftakt», wie Hütter das Aufbäumen beschrieb. Sinnbildlich war das Verhalten von Michael Frey, dem vieles missriet, der aber rackerte, nachsetzte und nie aufgab, obwohl er an diesem nassen Abend viele Pfiffe erdulden musste.
Zur Tagesordnung übergehen kann YB trotzdem nicht. Es gibt noch viel aufzuarbeiten. In erster Linie die eklatanten Mängel beim Abwehrverhalten, mit denen sich der Trainerstaff intensiv auseinandersetzen muss. YB hat nun zum fünften Mal in Serie in Cup und Liga mindestens zwei Gegentore zugelassen. Die Umstellungen mit Rochat für Nuhu in der Innenverteidigung und Mbabu als rechter Verteidiger brachten in der Viererkette keine Stabilisierung. Die YB-Abwehr schwamm zu Beginn regelrecht, liess jegliche Abstimmung und Zweikampfstärke vermissen. Im Laufe der Partie wurde es zwar etwas besser, solide wirkte die Defensive aber nie, wie das pure Chaos im Berner Strafraum in den letzten Sekunden zeigte.
Adi Hütter ist gefordert, sehr rasch Lösungen zu finden. Dass YB immer drei Tore erzielen muss, um zu gewinnen, kann auf Dauer nicht aufgehen. Und jetzt stehen mit Lausanne und Lugano gleich zwei Spiele auf fremdem Terrain an, wo sich die Berner mit dem Toreschiessen viel schwerer tun. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Da ... y/21710269
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Montag 6. März 2017, 00:41 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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05.03.2017  Zitat: Lasst euch drücken!
Die Young Boys gewinnen zu Hause das Derby gegen Thun nach 0:2-Rückstand 3:2. Auch weil Miralem Sulejmani die Freude am Spiel wiederentdeckte.
Miralem Sulejmani ist naturgemäss einer, dem es nicht leichtfällt, jemandem einen Wunsch auszuschlagen. Am Samstagabend, nachdem er am 3:2-Erfolg gegen Thun massgeblich beteiligt war, tut sich der fürchterlich freundliche Serbe noch ein bisschen schwerer. Die Partie ist da schon fast eine Stunde vorbei, die meisten Zuschauer sind längst auf dem Nachhauseweg.
Als der kleine Flügel die Tritte der Haupttribüne emporsteigt, um sich im VIP-Bereich zu verpflegen, macht er kehrt. Ein serbischer Landsmann hat sich auf der Stehplatztribüne lautstark bemerkbar gemacht. Sulejmani geht auf ihn zu, wechselt ein paar Worte, nimmt ihn in den Arm.
Momente später herzt er auch den YB-Medienchef innig. Der schmächtige Feinfuss wirkt wie ein eifriger Missionar der «Free-Hugs-Bewegung». So, als könnte er an diesem Abend die ganze Welt umarmen.
Schlechte Zeiten für YB-Fans
Miralem Sulejmani hat sich mit einem Tor und einem Assist zurückgemeldet, das ist eine Erkenntnis des Spiels. Eine andere: Die Cupblamage gegen Winterthur steckte den Bernern noch arg in den Knochen. Im Derby gegen die sich im Aufschwung befindenden Thuner waren gerade mal zehn Minuten gespielt, da führten die Gäste bereits 2:0. Christian Fassnacht und Dejan Sorgic hatten getroffen, Letzterer mit einer wunderbaren Direktabnahme.
Es passte ganz gut, setzte im Stade de Suisse zeitgleich ein stürmischer Regen ein, der die Zuschauer im unteren Ring von ihren Plätzen trieb. Ein Gedanke: Es gibt wahrlich bessere Zeiten, für die Young Boys Sympathien zu hegen. Dass der harte Kern der Fans aus Protest auf jegliche Unterstützung verzichtete, machte die Ambiance noch trostloser. Die Botschaft der Anhänger: Nach dem katastrophalen Cupaus fehle ihnen nun auch die Kraft zum Anfeuern.
Das alles musste die Thuner nicht kümmern. Sie befanden sich auf dem Weg zu ihrem grössten Saisonsieg, ihrem ersten seit bald vier Jahren im Stade de Suisse. Sie kombinierten in der Anfangsphase wie ein Spitzenteam. Setzten den Gegner unter Druck wie ein Spitzenteam. Waren effizient wie ein Spitzenteam. Aber anders als ein Spitzenteam verpassten sie es – nicht ganz überraschend –, durchzuziehen, was sie begonnen hatten.
Womöglich, weil sie selbst nicht daran glaubten. Fassnacht gestand nach dem Spiel, beim Stand von 2:0 sei ihm kurz der Gedanke gekommen: «Hoffentlich geben wir diesen Vorsprung nicht wieder aus der Hand.» Und Trainer Jeff Saibene meinte, seine Spieler hätten die Führung zu ausgeprägt verwaltet.
Bei aller Selbstkritik, Thun verlor das Derby einmal mehr unglücklich, samt Eigentor von Marco Bürki nach Flanke von Kevin Mbabu (57. Minute). Es passte, fiel der Siegtreffer Sékou Sanogos nach Corner Sulejmanis via Latte ins Tor. Und Sekunden vor Schluss traf Fassnacht nur den Pfosten.
«Heute hatten wir das Glück, das uns im Cup gefehlt hatte. Leider macht dieser Sieg das Aus aber nicht vergessen», meinte Steve von Bergen. Der Captain wurde seinem Renommee einmal mehr nicht gerecht, die Defensivprobleme der Young Boys sind offensichtlich. Der beste YB-Innenverteidiger spielte am Samstag für Thun: Leihgabe Nicolas Bürgy.
Von Ärger keine Spur
Aber immerhin: Fürs Erste haben die Young Boys, die ohne die gesperrten Denis Zakaria und Guillaume Hoarau hatten auskommen müssen, das Schlimmste abgewendet, den Vorsprung auf Sion und Luzern gar ausgebaut. Sion als Dritter liegt nun sieben Punkte zurück. Auch, weil Trainer Adi Hütter etwas tat, was er nach eigener Aussage nie zuvor getan hatte.
Er vollzog nach 29 Minuten einen Doppelwechsel, brachte für die ungenügenden Jan Lecjaks und Kasim Nuhu Sven Joss und Miralem Sulejmani. Ausgerechnet Joss und Sulejmani: Der eine hatte im Cup einen schwachen Abend eingezogen, der andere zuletzt zweimal nicht im Aufgebot gestanden.
Nach überzeugender Darbietung drängt Joss, der links wie rechts verteidigen kann, ins Team. Und auf Instinktfussballer Sulejmani kann YB eigentlich nicht verzichten – wenn er endlich wieder in Form kommt.
Beim Betrachten von Sulejmanis Freistosstor aus 30 Metern zum 1:2 liegt der Schluss nahe, dass er seine ganze Wut über die letzte Zeit in diesen einen Schuss gepackt hatte. Aber von Ärger will Sulejmani am Samstagabend nichts wissen. Er gibt sich versöhnlich, scheint alle und jeden lieb zu haben.
Bleibt die Frage: Wie kam er darauf, es aus dieser Distanz direkt zu versuchen? «Wer nicht probiert, trifft auch nicht», sagt Miralem Sulejmani mit einem verschmitzten Lächeln. Da hat er natürlich recht. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/10905122
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shalako
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Verfasst: Montag 6. März 2017, 19:25 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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06.03.2017  Zitat: Nicht schon wieder
Die Oberländer erleben bei der 2:3-Niederlage im Stade de Suisse gegen YB ein unliebsames Déjà-vu. Ihr Aufschwung ist vorerst gebremst.
Es ist jedes Mal dieselbe Geschichte: Tritt der FC Thun beim Derby im Stade de Suisse an, verliert er fast immer. Der letzte Sieg datiert vom April 2013, seither sind die Oberländer achtmal sieglos geblieben. Die Behauptung ist nicht sonderlich gewagt: So gut wie am Samstag standen die Chancen auf einen Erfolg schon sehr lange nicht mehr.
«Wie merkten rasch, dass YB nach dem Cupaus gegen Winterthur sehr verunsichert ist», sagt Marco Bürki, eine der beiden YB-Leihgaben, die beim FCT das Abwehrzentrum gebildet hatten. Eine Konsequenz: Die Oberländer führten nach zehn Minuten bereits 2:0, die formstarken Christian Fassnacht und Dejan Sorgic waren erfolgreich gewesen. «Wir haben eigentlich ein gutes Spiel gezeigt», meint der 23-jährige Bürki weiter – und fühlt sich an die letzte Partie vor der Winterpause erinnert.
Eigentor als Sinnbild
Im Dezember waren die Thuner in der Stockhorn-Arena den Young Boys ebenfalls 2:3 unterlegen. Obwohl sie die bessere Equipe gewesen waren, wie YB-Trainer Adi Hütter im Nachgang an die Partie freimütig einräumte.
Diesmal sprach der Österreicher vom Glück, das seine Mannschaft gehabt habe. Sinnbildlich beispielsweise das 2:2 nach Hereingabe von YB-Rechtsverteidiger Kevin Mbabu und Eigentor Bürkis. «Er hat geflankt, ich habe den Kopf hingehalten und der Ball war drin», beschreibt der Unglücksrabe die Szene.
Symptomatisch auch, dass Fassnacht in der Nachspielzeit erst den Pfosten traf und dann den Nachschuss über das Tor setzte. «Es ging alles extrem schnell», meint der Flügel, der weitere vorzügliche Chancen ausgelassen hatte. «Es passte zu unserem unglücklichen Abend, ist der Ball in dieser Szene nicht im Netz gelandet.»
Selber schuld
Nur mit Pech wollten die Oberländer die Niederlage allerdings nicht begründet haben. «Wir sind derzeit nicht fähig, einen Vorsprung über die Runden zu bringen», sagt Fassnacht und erwähnt das vorletzte Wochenende, als die Thuner gegen Vaduz nach 2:0-Führung zwischenzeitlich in Rückstand gelegen hatten. «Daraus müssen wir unsere Lehren ziehen.» Und Trainer Jeff Saibene bemängelte, dass seine Spieler nach den frühen Toren zu passiv geworden seien. «Diese Niederlage ist selbst verschuldet.»
Die 2:3-Niederlage dürfte die Oberländer noch ein wenig ärgern. Ein Sieg in Bern wäre ein dickes Ausrufezeichen gewesen. Ein Signal, dass man sich in der Tabelle nach oben orientiert. So aber hat der Letzte Vaduz einen Punkt gutgemacht. Nächsten Sonntag empfängt der FC Thun das formstarke Lugano. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/19626392
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shalako
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Verfasst: Montag 6. März 2017, 19:46 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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05.03.2017  Zitat: Das Feuer unter Kontrolle gebracht
Es brannte anfänglich lichterloh bei den Young Boys im Derby gegen Thun. Der Mut des Trainers, die Impulse eines Gescholtenen und der Kraftakt des Teams wendeten die grosse Krise in Bern ab.
Es herrschte Feuer unter dem Dach bei YB nach der Schlappe im Cup. Und es drohten noch weit heftigere Flammen: Nicht einmal zehn Minuten zeigte die Matchuhr im Stade de Suisse an, da lag YB gegen Thun bereits 0:2 hinten. Statt im Derby mit der «Reparatur» des Cupschadens zu beginnen, wie es Trainer Adi Hütter gefordert hatte, wirkte seine Mannschaft richtiggehend angezählt. Es ist nicht auszumalen, was passiert wäre, hätte Thun in dieser Phase gleich noch einen Treffer draufgelegt. Die Berner Spieler taumelten minutenlang wie angeschlagene Boxer – doch YB fiel nicht und ging am Ende gar als Sieger aus dem Ring.
Es waren primär drei Faktoren, die zum Comeback der Young Boys führten:
Hütters Handeln. YB brauchte nach dem 0:2 ein klares Zeichen. Der Trainer setzte es mit dem Doppelwechsel Sulejmani/Joss für Nuhu/Lecjaks und der Umstellung von einem 4:2:3:1 auf ein offensiveres 4:4:2. «Glauben Sie mir: Kein Trainer tut dies den betroffenen Spielern gerne an», sagte Hütter später, «aber in so einem Moment geht es nicht mehr um Einzel-, sondern um Teaminteressen. Ich musste ein Signal setzen.» Es gelang: YB bekam durch die Wechsel neues Leben eingehaucht und fand den Weg aus der temporären Krise. «Unser Trainer hat das Spiel selber in die Hand genommen. Das war mutig und wichtig», lobte Captain Steve von Bergen seinen Teamchef.
Sulejmanis Initiative. Der Serbe hatte beim Trainer mit seiner oft überheblichen Art in letzter Zeit viel Kredit verloren. Er stand in der Rückrunde nur gegen St. Gallen in der Startelf, zuletzt gegen GC und Winterthur sass er nicht einmal mehr auf der Bank. Miralem Sulejmani scheint diese Abstrafung verstanden zu haben. Er kam rein und setzte gleich die erhofften Akzente. Sein prächtiger Freistosstreffer aus 30 Metern brachte YB zurück ins Spiel. Wenig später bereitete er mit Mbabu die grosse Chance von Bertone (42.) wunderschön vor. Er trat schliesslich auch den Eckball, der zum Siegtreffer von Sanogo führte. Mit diesen und weiteren guten Szenen deutete der 28-Jährige an, wie wertvoll er für YB sein könnte, wenn er sein technisches und spielerisches Potenzial regelmässiger abrufen würde.
Untypische YB-Eigenschaften. Es war typisch für YB, wie die Mannschaft am Mittwoch ihre Chance im Cup verspielt hatte. Es war untypisch für YB, wie das Team die kritischen bis hämischen Reaktionen auf das Cup-Aus und die völlig missratene Startphase gegen Thun wegsteckte. Trotz Cup-Blues, 120 Minuten in den Beinen und den gewichtigen Absenzen von Hoarau und Zakaria raffte sich die Mannschaft zusammen und drehte die Partie mit einem «Kraftakt», wie Hütter das Aufbäumen beschrieb. Sinnbildlich war das Verhalten von Michael Frey, dem vieles missriet, der aber rackerte, nachsetzte und nie aufgab, obwohl er an diesem nassen Abend viele Pfiffe erdulden musste.
Zur Tagesordnung übergehen kann YB trotzdem nicht. Es gibt noch viel aufzuarbeiten. In erster Linie die eklatanten Mängel beim Abwehrverhalten, mit denen sich der Trainerstaff intensiv auseinandersetzen muss. YB hat nun zum fünften Mal in Serie in Cup und Liga mindestens zwei Gegentore zugelassen. Die Umstellungen mit Rochat für Nuhu in der Innenverteidigung und Mbabu als rechter Verteidiger brachten in der Viererkette keine Stabilisierung. Die YB-Abwehr schwamm zu Beginn regelrecht, liess jegliche Abstimmung und Zweikampfstärke vermissen. Im Laufe der Partie wurde es zwar etwas besser, solide wirkte die Defensive aber nie, wie das pure Chaos im Berner Strafraum in den letzten Sekunden zeigte.
Adi Hütter ist gefordert, sehr rasch Lösungen zu finden. Dass YB immer drei Tore erzielen muss, um zu gewinnen, kann auf Dauer nicht aufgehen. Und jetzt stehen mit Lausanne und Lugano gleich zwei Spiele auf fremdem Terrain an, wo sich die Berner mit dem Toreschiessen viel schwerer tun. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Da ... y/21710269
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