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 Beitrag Verfasst: Sonntag 19. Februar 2017, 20:25 
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8 geniale Minuten genügen: FCL bricht YB-Serie

Luzern gelingen auch im zweiten Rückrundenspiel 4 Tore. Nach dem Remis gegen Lausanne reichen diese gegen YB zum Sieg.

- Ein Besuch eines FCL-Matchs ist eine lohnende Sache: Bislang fielen in jedem (!) Meisterschaftsspiel Luzerns mindestens 3 Tore.
- YB kassiert die erste Niederlage seit dem 28. August 2016.
- Hekuran Kryeziu beschenkt sich zum Geburtstag mit seinem 1. Super-League-Treffer der Saison.

Alles hat ein Ende, auch die Serie der Young Boys in der Super League. Seit dem 6. Spieltag hatten die Berner nicht mehr verloren, nun erwischte es sie beim FCL wieder. Dabei hatte mit Ravets 0:1 in der 12. Minute alles so gut begonnen.

Doch danach begannen die verhängnisvollen 8 Minuten in Luzern. Zuerst drückte Joao Oliveira aus knapp 20 Meter ab und versenkte den Ball sehenswert in der hohen Ecke (24.), dann traf Geburtstagskind Kryeziu (31.) und nur eine Minute später erzielte Francisco Rodriguez per Direktabnahme das 3:1.
Berner Reaktion bleibt aus

Auf diesen Schock fanden die Berner keine Antwort mehr – weder in der verbleibenden Viertelstunde der 1. Halbzeit, noch in den zweiten 45 Minuten. In der 71. Minute erhöhte Markus Neumayr gar noch per Penalty, nachdem der eingewechselte Cédric Itten von Denis Zakaria im Strafraum zu Fall gebracht worden war.

Ein gebrauchter Tag für Hoarau

In Luzern fand eine andere kleine Serie ebenfalls ihr Ende: Guillaume Hoarau hatte in den vergangenen 5 Partien immer getroffen, gegen Luzern assistierte er Ravet, mehr brachte er nicht zu Stande. Am 14. Spieltag war der Franzose zuletzt torlos geblieben – ebenfalls gegen den FCL.


http://www.srf.ch/sport/fussball/super- ... t-yb-serie

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 19. Februar 2017, 20:26 
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«Wir haben uns blamiert»

von E. Tedesco, Luzern - Nach 169 Tagen der Ungeschlagenheit verliert YB in Luzern erstmals wieder ein Spiel. Trainer Adi Hütter hat dazu eine klare Meinung.

Bei YB suchte nach dem 1:4 in Luzern keiner nach Ausreden. Die Berner hätten auch keine gefunden, denn die Niederlage war verdient. Zwar ging der Schnellstarter (es war der 8. Treffer in einer Startviertelstunde) aus Bern in der 12. Minute durch Yoric Ravet in Führung, danach aber Riss der Faden. «Wir haben gut begonnen», sagt Abwehrchef Steve von Bergen nach dem Spiel, «dann sind wir eingebrochen.» Und wie!

10'045 Zuschauer sahen zwischen der 24. und 32. Minute ein regelrechtes Furioso in Blauweiss. Die Mannschaft von Markus Babbel spielte den Tabellenzweiten aus der Hauptstadt schwindlig und deckte in der Abwehr jede kleinste Schwäche gnadenlos auf. Innert 8 Minuten drehte der FCL das Spiel und machte aus einem 0:1-Rückstand ein 3:1. Die Torschützen: João Oliveira (24.), Geburtstagskind Hekuran Kryeziu (31.) und Francisco Rodriguez.

Kein Zugriff mehr nach dem Ausgleich

«Wir hatten nach dem Ausgleich, dem ein taktischer Fehler vorausgegangen ist, keinen Zugriff mehr», sagte Adi Hütter. Der YB-Trainer weiter: «Wir hatten einen schlechten Tag. Wir haben uns blamiert, weil wir es besser machen wollten.» Und Verteidiger Scott Sutter: «Das war ungenügend. Ich hoffe, es bleibt ein Einzelfall, dass wir in solcher Stimmung nach Hause fahren müssen.»

Das Gefühl der Niederlage erlebte YB zuletzt vor 169 Tagen. Am 28. August 2016 verloren die Hauptstädter zuhause gegen GC. Auch 1:4, denn Markus Neumayr (71.) verwandelte einen Foulpenalty zum selben Ergebnis. «Wir haben es im Gegensatz zur Vorrunde endlich geschafft, einen Topclub aus der Super League zu schlagen», so der Penaltyschütze strahlend. «Wir hatten das Gefühl, dass es nur einen Sieger auf dem Platz geben kann und das waren wir.»

Luzern scheint Hoarau nicht zu liegen

«Luzern hat absolut verdient gewonnen», so Sutter, der sich kurz nach dem Spiel den Einbruch nach dem Ausgleich absolut nicht erklären konnte. «Es war schlecht, die Gesamtleistung der Mannschaft einfach ungenügend.» Und für einmal schloss die schwache Leistung auch YB-Überflieger Guillaume Hoarau nicht aus. Es war das erste Spiel des Franzosen seit dem 6. November 2016 in dem er kein Tor erzielte. Der Gegner damals? Genau – der FCL (2:2). Die Luzerner scheinen dem SL-Torschützenkönig (14 Tore) nicht zu passen, denn danach hatte Hoarau in jeder Partie mindestens einen Treffer erzielt.

«Es war schwierig gegen ihn zu spielen», bekannte Lucas Alves, Luzerns neuer Innenverteidiger, nach dem Sieg. Der Brasilianer (kam im Winter von Le Mont) machte seine Sache im seinem zweiten Spiel für die Zentralschweizer aber sehr gut. Überhaupt stand die neue Dreierkette (Lucas, Costa, Affolter) gegen die starke Offensive der Berner diesmal zuverlässig und liess nur wenig zu, nachdem sie vor einer Woche gegen Lausanne noch vier Gegentreffer hinnehmen musste. «Er kann mit seiner Power, seiner Dynamik und seiner positiven Art der Mannschaft helfen», so Babbel über den 24-jährigen Brasilianer. «Ich hoffe, dass er so weiter macht.»

So weiter machen hat YB indes sicher nicht im Sinn. «Meine Mannschaft kannte das Gefühl der Niederlage lange nicht mehr. Vielleicht kam der Schuss vor den Bug zur rechten Zeit», mutmasst Hütter. Denn allen Serienenden zum Trotz wollen die Berner eine Konstante auf keinen Fall aufgeben: Seit der 15 Runde ist YB ununterbrochen auf Platz 2 und da will man auch bleiben. Allerdings ist der Vorsprung auf den FCL nach der Niederlage auf 5 Punkte geschmolzen.


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... --31439068

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 19. Februar 2017, 20:27 
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Spielfreudiger FCL lässt Young Boys alt aussehen

FUSSBALL ⋅ Luzern überzeugt mit dem besten Saisonspiel: Der FCL besiegt das zuletzt 13 Partien ungeschlagene YB 4:1. Im Mittelpunkt steht ein Geburtstagskind.

Hekuran Kryeziu freute sich nach dem tollen 4:1-Heimsieg über die Gratulationen der Trainer und Mitspieler. Gleich dreifach konnten sie dem in Küssnacht gross gewordenen FCL-Mittelfeldspieler gratulieren: Kryeziu hatte gegen YB zum 2:1 getroffen – und das ausgerechnet in seinem 100. Pflichtspiel sowie am 24. Geburtstag. Der Gefeierte meinte trocken: «Ich treffe ja so selten, dann muss es ja ausgerechnet an meinem Geburtstag sein.»

Für Kryeziu war dies tatsächlich erst sein zweiter Ligatreffer für Luzern. Doch das Führungstor im Heimspiel gegen die Young Boys war besonders wichtig. Nach einem Corner von Markus Neumayr und einem zu kurzen Befreiungsschlag von YB-Mittelfeldmann Denis Zakaria kam Kryeziu im Strafraum an den Ball und fand die Lücke zum 2:1.

Der Spielverlauf wurde damit auf den Kopf gestellt. Denn die zweitplatzierten Gäste aus Bern hatten in der 12. Minute durch Yoric Ravet das 1:0 erzielt. Zwischen der 24. und 32. Minute – also innerhalb von acht Minuten – kehrten die Luzerner die Partie aber mit drei Toren zu ihren Gunsten.

Am Anfang der Wende stand Goalie David Zibungs weiter Abschlag, den Marco Schneuwly mit dem Kopf in den Lauf von João Oliveira verlängerte. Der 21-jährige Schweiz-Portugiese liess YB-Torhüter Yvon Mvogo mit einem Hocheckschuss zum 1:1 keine Abwehrchance. Der schnelle Rechtsfüsser Oliveira zeigte, dass er auch mit dem schwächeren linken Fuss treffen kann. Sieben Minuten später folgte das erwähnte 2:1 von Kryeziu – und 50 Sekunden später lag der Ball zum 3:1 im YB-Goal: Francisco Rodriguez traf spektakulär auf eine Flanke von Marco Schneuwly.

YB-Trainer Hütter spricht von blamablem Auftritt

YBs österreichischer Trainer Adi Hütter musste zugeben, dass die Young Boys alt ausgesehen haben: «Wir haben uns blamiert.» Er wolle aber die Leistung Luzerns nicht schmälern. «Nach dem 1:1 waren wir die schlechtere Mannschaft, Luzern besser. Das ist ein Nackenschlag», fand Hütter scharfe Worte für sein Team. Der FCL zerriss eine lange YB-Serie, die Berner waren zuvor 13 Spiele ungeschlagen gewesen.

Den 4:1-Endstand realisierte Luzern-Spielmacher Markus Neumayr (71.). Hatte man vor dem Match noch befürchtet, dem FCL würde der letzte Woche aussortierte Verteidiger Tomislav Puljic fehlen, schien im Spiel den Bernern ein Aggressivleader wie der Kroate zu fehlen. So unberechenbar kann Fussball sein.

Geburtstagskind Kryeziu dachte gleichwohl einen Moment an seinen abgesägten Teamkollegen: «Wir haben eine unruhige Woche hinter uns.» Beim FCL ist momentan wenigstens sportlich alles gut.
Luzern - Young Boys 4:1 (3:1)

10'045 Zuschauer. - SR Schärer. - Tore: 12. Ravet (Hoarau) 0:1. 24. Oliveira (Marco Schneuwly) 1:1. 31. Kryeziu 2:1. 32. Rodriguez (Marco Schneuwly) 3:1. 71. Neumayr (Foulpenalty, Foul an Itten) 4:1.

Luzern: Zibung; Lucas, Costa, Affolter; Thiesson (82. Grether), Rodriguez, Neumayr (85. Ugrinic), Kryeziu, Lustenberger; Marco Schneuwly, Oliveira (66. Itten).

Young Boys: Mvogo; Sutter (73. Mbabu), Nuhu, von Bergen, Lecjaks; Zakaria, Sanogo; Ravet, Aebischer (37. Frey), Schick (72. Seferi); Hoarau.

Bemerkungen: Luzern ohne Haas (verletzt), Puljic und Sarr (beide nicht im Aufgebot). Young Boys ohne Benito, Gajic, Gerndt, Wüthrich (alle verletzt) und Assalé (noch nicht spielberechtigt). 13. Neumayr-Freistoss an Aussenpfosten. Verwarnungen: 27. Sanogo (Foul), 45. Nuhu (Reklamieren), 65. Lecjaks (Foul), 68. Lustenberger (Reklamieren), 82. Neumayr (Foul), 83. Mbabu (Foul).


http://www.luzernerzeitung.ch/sport/fus ... 653,964517

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 19. Februar 2017, 20:28 
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Eine Ohrfeige und deutliche Töne

YB verliert erstmals seit Ende August wieder. Das 1:4 in Luzern arbeitet Trainer Hütter schonungslos auf.

Aus der blau-weissen Kurve kamen die Gesänge, die sich wie beissender Spott für den Gegner anhören mussten. «Einer geht noch, einer geht noch rein!», sangen die Luzerner, begeistert vom Auftritt ihrer Mannschaft, begeistert von einem Resultat, das eine starke Leistung abbildete. Als Schluss war, ging es mit dem Feiern für die einen in die Verlängerung. Und was machten die anderen? Verschwanden eilends im Wissen, eine höchst rätselhafte Vorstellung abgeliefert zu haben.

Die Young Boys waren die schwer Geschlagenen, sie, die doch seit Ende August bis am Sonntag 13 Mal nacheinander nicht mehr verloren hatten. Nun aber war ihnen eine Lektion erteilt worden, die den Trainer so schmerzte, dass er für seine Zusammenfassung drastische Worte wählte. «Wir haben uns blamiert», sagte Adi Hütter, «die Niederlage ist auch in dieser Höhe verdient.» Ein 1:4 hatte es abgesetzt, ein 1:4 als Signal und Strafe dafür, dass die Berner schon früh glaubten, Kräfte schonend durch den Rest des Nachmittags zu kommen.

Gut hatten sie begonnen, selbstbewusst und dominant, ihr Führungstreffer nach 12 Minuten hatte durchaus seine Logik. Lecjaks’ weites Zuspiel legte Hoarau mit dem Kopf perfekt für Ravet auf, der davon profitierte, dass sich kein Luzerner um ihn kümmerte. 1:0 also, und in dieser Phase erinnerte das YB an jenes Team, das für Luzerns Trainer Markus Babbel «qualitativ sicher eine Klasse besser ist als wir». Aber angemerkt hatte er auch: «Wenn wir an unsere Grenzen gehen, können wir für YB unangenehm werden.»

Ja, und das wurden die Luzerner tatsächlich: unangenehm. Oder aus ihrer Sicht vor allem: spektakulär. Es fing alles mit einem weiten Ball von Goalie Zibung an, den Marco Schneuwly mit dem Kopf weiterleitete, und für den Abschluss des gradlinigen Angriffs war João Oliveira besorgt: Der 21-Jährige traf aus vollem Lauf herrlich zum 1:1. Allerdings müssen sich die Berner den Vorwurf von ungenügender, ja nicht vorhandener Störarbeit gefallen lassen. Nuhu verlor das Kopfballduell gegen Schneuwly, Sutter und Von Bergen standen Spalier.

Von Bergen: «Kopflos»

Spätestens mit dem Ausgleich kippte eine Partie auf unerwartet drastische Weise. Aber immerhin suchten die Berner hinterher nicht nach Ausreden, weil es auch keine gegeben hätte, die halbwegs plausibel gewesen wären. Selbstkritik war angebracht, und die tönte bei Von Bergen so: «Wir haben nach 15 Minuten geglaubt, dass es einfach so weitergeht.» Und: «Wir agierten plötzlich kopflos. Aus sehr gut wurde sehr schlecht. Eine halbe Stunde war das katastrophal.»

Dem 1:1 folgte das 1:2, als Kryeziu von einem missratenen Befreiungsschlag Zakarias profitierte. Rodriguez schliesslich verwertete eine Flanke Schneuwlys wunderbar zum 3:1 – Lecjaks kam zu spät. Innert acht Minuten war die Niederlage von YB besiegelt und eine vermeintlich gefestigte Mannschaft auf erstaunliche Weise in sich zusammengebrochen. «Wie im Handball!», schrie der Stadionspeaker glückselig ob der Ereignisse in sein Mikrofon, zur Pause gab es stehende Ovationen. Und dann kam eine zweite Halbzeit, in der YB nicht in der Lage war, sich aufzubäumen.

Fehlerhaft und fahrig blieb das Spiel, es fand sich bei den Gelb-Schwarzen keiner, der seine Kollegen mitgerissen hätte, um sich gegen das Unheil aufzulehnen. Den Schlusspunkt setzten schliesslich auch die Luzerner. Itten ging im Strafraum nach einem Rencontre mit Zakaria zu Boden. Das bedeutete: Penalty – und das 4:1 durch Neumayr.

Für den enttäuschenden Tabellenzweiten wurde es ein Sonntag zum Vergessen. Der Rückstand auf Leader Basel beträgt nach 20 Runden 15 Punkte, der Vorsprung auf Luzern dafür nur noch 5 und jener auf Sion 6. Und während Markus Babbel genügend Gründe fand, um reihenweise Komplimente zu verteilen, machten sich die Young Boys mit der Erkenntnis auf den Heimweg, dass sie sich so wie am Sonntag nach der ersten Viertelstunde nicht mehr präsentieren dürfen, wenn sie wieder zu einer längeren Serie der Ungeschlagenheit ansetzen wollen.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/ei ... y/23414575

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