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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Sonntag 2. November 2014, 18:41 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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02.11.2014  Zitat: Young Boys - Vaduz 0:1
Ärgerliche Niederlage für die Young Boys
Nach einer Partie, die sie über weite Strecken dominieren, erleiden die Young Boys die zweite Heimniederlage der Saison. Sie unterliegen dem Neuling Vaduz 0:1.
(si) Vaduz war mit seiner üblichen, defensiv ausgerichteten und wenig attraktiven Taktik in Auswärtsspielen einmal mehr erfolgreich - sehr ähnlich wie beim überraschenden 1:0-Sieg in Zürich gegen die Grasshoppers. Die Liechtensteiner haben in ihrer insgsamt zweiten Saison in der Super League zum ersten Mal In drei Spielen nacheinander nicht verloren.
Die Rechnung ging für die bis dorthin äusserst harmlosen Vaduzer besonders gut auf, weil YBs Torhüter Yvon Mvogo den südkoreanischen Stürmer Pak Kwang-Ryong sieben Minuten nach der Pause unnötigerweise seitlich im Strafraum foulte. Es war ein veritables Geschenk. Markus Neumayr nutzte die Penalty-Chance souverän und liess sich sein erstes Saisontor gutschreiben.
Die Berner versuchten Geduld und Ruhe zu bewahren und zählten darauf, dass sich ihre spielerische und feldmässige Überlegenheit früher oder später auszahlen würde. Doch sie mussten lange warten, und die guten Chancen blieben zunächst rar.
Kurz vor der Pause jedoch vergaben die Berner in kurzer Zeit drei erstklassige Möglichkeiten. Die beste davon hatte Yuya Kubo. Der junge Japaner setzte sich auf engstem Raum gegen zwei Abwehrspieler durch und kam allein vor Torhüter Oliver Klaus zum Schuss. Klaus lag bereits am Boden, und Kubo hätte den Ball nur ein bisschen heben müssen. Er schoss aber flach, und Klaus konnte ablenken.
Nach der Pause ging es im gleichen Stil weiter. Kubo traf nach Vorarbeit von Guillaume Hoarau mit einem Flachschuss den Pfosten. Kurz darauf erlitten die Bemühungen und der Schwung der Berner mit dem Penalty-Tor einen Dämpfer. Von dort weg konnten sie bis zuletzt keine überzeugende Druckperiode mehr aufbauen. Zumindest zum Ausgleich hätte es dennoch reichen sollen. Der eingewechselte Adrian Nikci setzte jedoch nach 80 Minuten einen Penalty aus kürzester Distanz und bester Position neben das Tor. Und nach 88 Minuten landete der Ball erneut am Pfosten, nach dem Goalie Klaus einen Schuss an den Rücken eines eigenen Spielers abgewehrt hatte.
Young Boys - Vaduz 0:1 (0:0).
16'442 Zuschauer. – SR Schärer. – Tor: 53. Neumayr (Foulpenalty) 0:1.
Young Boys: Mvogo; Sutter, Vilotic, von Bergen, Lecjaks; Bertone, Gajic; Zarate (62. Nikci), Kubo (75. Afum), Nuzzolo (69. Costanzo); Hoarau.
Vaduz: Klaus; Untersee, Grippo, Kaufmann, Burgmeier; Hasler, Muntwiler, Neumayr (81. Kryeziu); Schürpf, Lang (92. Pergl); Pak (64. Abegglen).
Bemerkungen: Young Boys ohne Steffen (gesperrt), Bürki, Vitkieviez (beide verletzt) und Gerndt (rekonvaleszent). Vaduz ohne Jehle, von Niederhäusern, Stahel, Baron (alle verletzt) und Polverino nicht im Aufgebot). Pfostenschüsse: 47. Kubo, 89. Costanzo. Verwarnungen: 45. Untersee (Foul). 57. Lang (Foul). http://www.nzz.ch/sport/fussball/aerger ... 1.18416828
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shalako
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Verfasst: Sonntag 2. November 2014, 18:42 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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02.11.2014  Zitat: Vaduz düpiert YB
Vaduz ist im Stade de Suisse zu einem glückhaften 1:0-Sieg gekommen. Die Berner erhielten damit die Quittung für ihr mangelndes Durchsetzungsvermögen im Abschluss.
Das Tor fiel völlig entgegen dem Spielverlauf, es sollte die Partie trotzdem zu Gunsten des Aussenseiters entscheiden.
Am Ursprung der Vaduzer Führung stand eine unglückliche Intervention von YB-Torhüter Yvon Mvogo in der 53. Minute. Der 20-Jährige war beim Herauslaufen zunächst zu zögerlich und danach zu ungestüm, so dass er Pak Kwang-ryong von den Beinen holte. Gegen den Penalty von Markus Neumayr blieb Mvogo ohne Abwehrchance.
Vereinsrekord für Vaduz
Die Liechtensteiner bejubelten damit den ersten Treffer überhaupt im Stade de Suisse. Mit dem knappen Auswärtserfolg konnte das Team von Coach Giorgio Contini auch prompt auf den 1. Saisonsieg des FC Luzern reagieren und die Differenz zum Tabellenletzten gleich wieder auf 5 Punkte ausbauen.
Die Vaduzer sind in der Super League nun schon seit 3 Partien ungeschlagen, was Klubrekord bedeutet.
Nach dem Rückstand abgebaut
Derweil hat YB in der Meisterschaft bereits wieder die 3. Niederlage aneinandergereiht. Dabei schien es anfänglich nur eine Frage der Zeit, bis die Berner gegen ultradefensiv eingestellte Vaduzer Kapital aus ihrer drückenden Überlegenheit würden schlagen können. Ab der 15. Minute hatten Yuya Kubo, Guillaume Hoarau und Jan Lecjaks bis zur Pause eine Handvoll Chancen. Obschon die Möglichkeiten immer glasklarer wurden, blieben sie alle ungenutzt.
Unmittelbar nach dem Rückstand waren die Young Boys zu keiner Reaktion mehr fähig. Sie blieben zwar grossmehrheitlich im Ballbesitz, wirkten jetzt aber ideenlos und nicht mehr zwingend. Im Schlussfurioso boten sich dem Heimteam nochmals Chancen zum Ausgleich. Adrian Nikci und Milan Gajic vergaben aber kläglich, und in der 89. Minute lenkte Simone Grippo einen abgewehrten Schuss Moreno Costanzos an den eigenen Pfosten. http://www.srf.ch/sport/fussball/super- ... uepiert-yb
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shalako
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Verfasst: Montag 3. November 2014, 17:01 |
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03.11.2014  Zitat: Pech, Unvermögen und ein Aussetzer
YB verliert trotz klarer Überlegenheit zu Hause gegen das bescheidene, defensive Vaduz 0:1. Der viel zu ungestüme Torhüter Yvon Mvogo verschuldet einen Elfmeter.
Typisch YB! Auf die Cupblamage in Buochs hatten die Young Boys zuletzt unter anderem mit einem 2:0-Sieg in der Europa League gegen Napoli reagiert. Am Sonntag aber verloren die Berner zu Hause gegen das bescheidene Vaduz 0:1. Sie haben – ja, genau: mal wieder – eine Chance verpasst.
Typisch YB? Vielleicht sollte man es sich nicht so einfach machen. Denn: Die Leistung der Young Boys gegen Vaduz war keineswegs miserabel, im Gegenteil, die Gastgeber agierten zuweilen forsch, frech, frisch, sie erspielten sich jede Menge Topchancen, liessen aber die Effizienz und Entschlossenheit im Abschluss vermissen. Und sie hatten reichlich Pech zu beklagen, beispielsweise bei zwei Pfostenschüssen.
Heftiges Pfeifkonzert
Der Blick auf die Tabelle ist für YB nach dem Rückschlag gegen Vaduz ernüchternd – nach der dritten Niederlage in Serie steckt das teure Team im Niemandsland der Liga. Die Spieler wurden gestern mit einem heftigen Pfeifkonzert des enttäuschten Publikums in die Kabine entlassen. «Wir hätten die Möglichkeit gehabt, mit einem klaren Sieg für Ruhe zu sorgen», sagt YB-Coach Uli Forte. «Jetzt stehen wir wieder unter grossem Druck.»
YB dominierte gegen Vaduz nach Belieben. Es war ja, wenn man so will, ein internationales Spiel, aber selbst das half den Bernern letztlich wenig. Die Gäste aus dem Fürstentum Liechtenstein waren nicht ins nahe Ausland gereist, um mit einem mitreissenden Vortrag für Spektakel zu sorgen. Sie verschanzten sich tief in der eigenen Hälfte, schirmten den Strafraum meistens mit acht Akteuren radikal ab, was als Aussenseiter ihr gutes Recht war. Den Young Boys fehlte es nicht an Schwung und auch nicht an Ideen dazu, Lücken zu finden. Aber sie sündigten schwer im Abschluss, wobei das Wettkampfglück nicht ihr Begleiter war.
An keinem liessen sich Pech und Unvermögen besser aufzeigen als an Yuya Kubo. Er traf kurz nach der Pause nach schönem Schuss den Pfosten, hatte aber in der ersten Halbzeit Kaltblütigkeit vermissen lassen, als er aus wenigen Metern an Gästekeeper Oliver Klaus scheiterte. Auch andere Berner kamen zu erstklassigen Chancen, doch auf den Rückstand zu Beginn der zweiten Hälfte vermochte YB vorerst nicht zu reagieren. «Das Gegentor war ein Schock für uns», sagt Forte.
Mvogo und die Hängematte
Es passte zum restlos missglückten Nachmittag der Young Boys, dass Vaduz im Prinzip siegte, ohne eine erwähnenswerte Möglichkeit gehabt zu haben. Der nordkoreanische Stürmer Kwang Ryong Pak, ansonsten nicht zu sehen, holte in der 53.Minute einen Elfmeter heraus, als er vom viel zu ungestümen YB-Goalie Yvon Mvogo im Strafraumeck an der Torauslinie (!) gefoult wurde. Es war ein grober Aussetzer des jungen Mvogo, den Markus Neumayr mit dem verwandelten Penalty bestrafte.
Mvogo hätte über weite Strecken der Begegnung eine Hängematte zwischen die Pfosten seines Tores spannen und das Treiben auf der anderen Seite des Platzes entspannt verfolgen können. Dann wäre er auch gleich dort liegengeblieben, als sich Pak tatsächlich für einmal seinem Tor näherte. Denn gefährlich wäre es auch in dieser Szene für YB kaum geworden.
So aber ist auch der talentierte Yvon Mvogo ein Sinnbild für die Young Boys, die zwischen den Extremen pendeln und problemlos Peinlichkeiten wie gestern auf Vereinshöhepunkte wie den Erfolg gegen Napoli folgen lassen können. Gestern fehlte der gesperrte Wirbelwind Renato Steffen zwar manchmal als Antreiber in der Offensive, aber alleine in der Schlussphase hatten seine Teamkollegen noch einmal genügend Möglichkeiten gehabt, das Spiel zu drehen.
Adrian Nikci setzte einen Kopfball neben das Tor, der wie Nikci eingewechselte Moreno Costanzo sah seinen Schuss in der 89.Minute von Torhüter Klaus parierte, ehe der Ball von Vaduz-Verteidiger Simone Grippos Knie an den Pfosten prallte, und schliesslich schoss Milan Gajic aus kurzer Distanz genau in die Arme von Klaus. Vermutlich hätte YB noch stundenlang weiterstürmen können, ohne zu reüssieren.
Telegramm
Young Boys - Vaduz 0:1 (0:0).
16'442 Zuschauer. - SR Schärer. - Tor: 53. Neumayr (Foulpenalty) 0:1.
Young Boys: Mvogo; Sutter, Vilotic, von Bergen, Lecjaks; Bertone, Gajic; Zarate (62. Nikci), Kubo (75. Afum), Nuzzolo (69. Costanzo); Hoarau.
Vaduz: Klaus; Untersee, Grippo, Kaufmann, Burgmeier; Hasler, Muntwiler, Neumayr (81. Kryeziu); Schürpf, Lang (92. Pergl); Pak (64. Abegglen).
Bemerkungen: Young Boys ohne Steffen (gesperrt), Bürki, Vitkieviez (beide verletzt) und Gerndt (rekonvaleszent). Vaduz ohne Jehle, von Niederhäusern, Stahel, Baron (alle verletzt) und Polverino nicht im Aufgebot). Pfostenschüsse: 47. Kubo, 89. Costanzo. Verwarnungen: 45. Untersee (Foul). 57. Lang (Foul). http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/30053672
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shalako
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Verfasst: Montag 3. November 2014, 17:03 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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03.11.2014  Zitat: YB-Noten mit grossem Gefälle
Nur wenige Akteure der Young Boys spielten gegen Vaduz (0:1) überzeugend.
Yvon Mvogo: Note 2,5 Kaum gefordert, eine Parade, erlebte einen sehr ruhigen Nachmittag – und war doch die tragische Figur, weil er den Vaduzer Elfmeter mit einer enorm dämlichen Aktion verschuldete.
Scott Sutter: Note 3,5 Defensiv ordentlich, aber die Flanken waren ungenügend.
Milan Vilotic: Note 5 Tadellose Vorstellung. Robust, zweikampfstark, souverän gegen den offensiv bescheidenen Gegner. Vilotic und von Bergen könnten im YB-Abwehrzentrum in den nächsten Monaten ein vorzügliches Bollwerk bilden.
Steve von Bergen: Note 4,5 Der Captain war auch auf der Höhe, musste aber ebenfalls kaum einmal an seine Grenzen gehen.
Jan Lecjaks: Note 3,5 Aktiv, viel am Ball, setzte sich aber zu selten durch. Und: Diesmal waren seine Vorstösse und Flankenbälle von bescheidener Qualität.
Leonardo Bertone: Note 4,5 Durfte beginnen, weil Sékou Sanogo – nach Krankheit unter der Woche – noch geschont wurde. Bertone war aufmerksam, gewann viele Duelle, schlug ordentliche Pässe. Seine Abschlüsse aber waren auch nicht überzeugend.
Milan Gajic: Note 4,5 Der Techniker hatte gute Ideen, bewies Übersicht und leitete zahlreiche Angriffe ein. Aber auch ihm fehlte es im Abschluss an Präzision und Entschlossenheit.
Gonzalo Zarate: Note 3 Stand zum ersten Mal seit langer Zeit in der Startformation. Probierte einiges, blieb aber fast immer hängen, agierte teilweise enorm kompliziert – und hat noch reichlich Luft nach oben. Vermochte den gesperrten Renato Steffen nie zu ersetzen.
Yuya Kubo: Note 4,5 Eigentlich ein ansehnlicher Auftritt des Japaners im offensiven Mittelfeld. Mit Esprit, ging in den Abschluss, war viel unterwegs. Pech mit einem Pfostenschuss, zu wenig abgeklärt, als er alleine vor dem Tor den gegnerischen Keeper Oliver Klaus anschoss.
Raphael Nuzzolo: Note 3 Eines seiner schwächeren Spiele. Am Anfang noch dynamisch, danach mit vielen Pausen und ohne die Zielstrebigkeit, die ihn über weite Strecken dieser Saison immer wieder auszeichneten.
Guillaume Hoarau: Note 4 Für einmal hatte auch der Franzose keine Idee, wie es doch noch mit einem Tor klappen könnte. Bereitete einige Chancen klug vor, selber aber selbst bei den Kopfballgelegenheiten zu harmlos.
Adrian Nikci: Note 2,5 Kam nach 62 Minuten für Zarate. Und war sehr, sehr unglücklich unterwegs. Seine ersten sechs Aktionen missrieten total.
Moreno Costanzo: Note 4 Kam nach 69 Minuten für Nuzzolo. War besser als dieser, ohne zu brillieren. Vergab seine beste Möglichkeit ebenfalls kläglich.
Samuel Afum ohne Note Kam nach 75 Minuten für Kubo. Zwei Kopfbälle, sonst blass.
6=herausragend; 5=gut; 4=solid; 3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/31451387
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shalako
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Verfasst: Montag 3. November 2014, 17:04 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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03.11.2014  Zitat: Von Bergens Forderung und Bickels Ärger
Captain, Sportchef und Trainer von YB suchen nach Erklärungen für die Baisse in der Liga.
In der Krisenkommunikation sind die Führungskräfte gefragt, selbst wenn es nur eine Super-League-Ergebniskrise ist. Steve von Bergen, Captain der Young Boys, stellt sich also den Journalisten nach der 0:1-Niederlage gegen Vaduz, wobei sich seine Diskussionsbereitschaft in überschaubaren Grenzen hält. Von Bergen ist, zumal so kurz nach Spielende, wortkarg, teilweise sind die Antworten gar patzig bis aggressiv.
Man habe Pech gehabt, sagt der Schweizer Nationalspieler. Er weiss aber mit seiner Erfahrung natürlich ganz genau, dass dieser Erklärungsansatz nicht dazu genügt, die aktuelle Misere von YB zu begründen. «Ich weiss auch nicht, warum es immer wieder rauf- und runtergeht», sagt von Bergen. «Heute hatten wir mal wieder genügend Chancen dazu, zu gewinnen.»
«Mehr Überzeugung»
Die Heimniederlage gegen Vaduz schmerzt die Young Boys enorm, das gibt auch Steve von Bergen unumwunden zu. «Gegen Vaduz müssen wir einfach siegen», sagt er. Und: «Es kann nicht sein, dass wir mit unseren Möglichkeiten und Spielern nicht weiter oben stehen in der Tabelle.»
YB versinkt im Mittelmass, der Rückstand auf Leader Basel beträgt elf Punkte, der Dritte St.Gallen ist sieben Zähler enteilt, wobei die Berner noch eine Partie weniger ausgetragen haben. «Wir brauchen mehr Überzeugung», fordert von Bergen noch, «denn wir haben ja bewiesen, dass wir Qualität haben.»
Als Steve von Bergen seinen Interviewmarathon in den Katakomben des Stade de Suisse beendet, rauscht Fredy Bickel hinter ihm durch. Der YB-Sportchef hat einen Stapel Blätter und Ordner unter den Armen, es sind strenge Tage für die Young Boys, und doch mag er überhaupt nicht über den nächsten Auftritt am Donnerstag in Neapel sprechen. «Die Europa League ist mir ehrlich gesagt im Moment egal», sagt Bickel, «diese Niederlage ist extrem hart für uns.»
Mindestens zehn Topchancen habe YB gehabt, aber das interessiere jetzt halt niemanden mehr. «Es lief heute sehr unglücklich für uns», findet Bickel, «aber es bringt uns nichts, wenn wir uns über fehlendes Abschlussglück beklagen. Wir müssen halt noch mehr für den Erfolg tun. Letztlich sind die Ergebnisse entscheidend.»
«Deutlich effizienter werden»
Wie von Bergen gibt sich auch Bickel ziemlich säuerlich, auf kritische Fragen reagiert er gleichfalls dünnhäutig. Als jemand wissen will, ob bald eine Trainerdebatte in Bern entstehen könnte, ist Bickel kurz ungehalten. «Nach so einer Niederlage ist es enorm schwierig, ruhig zu bleiben», sagt Bickel schliesslich. «Ich kann nicht verstehen, wie wir dieses Spiel verlieren konnten. Das muss man zuerst verarbeiten.» Uli Forte, der Coach, aber müsse nicht um seinen Job bangen, so viel lässt der Sportchef noch durchblicken. Doch auch Forte weiss, um was es im Fussball geht.
Er sagt pragmatisch: «Es zählen nur die Resultate. Da hilft es wenig, wenn wir gut spielen und uns zahlreiche Chancen erspielen. Am Ende ist der Blick auf die Tabelle entscheidend.» Uli Forte ist am Sonntagnachmittag ein sehr frustrierter YB-Trainer, aber er tritt souverän auf und spricht sachlich, wirkt gefasst und gibt sich kämpferisch. «Wir müssen einfach deutlich effizienter werden», sagt er. «Ganz schlimm wäre es, wenn wir uns keine Chancen erspielen würden.» http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/25585867
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shalako
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Verfasst: Montag 3. November 2014, 17:06 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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03.11.2014  Zitat: YB bleibt sich treu
Die Berner bringen es fertig, das Heimspiel gegen das sehr bescheidene Vaduz 0:1 zu verlieren. Es war der nächste Taucher eines Teams, welches im Meisterschaftsbetrieb nicht auf Touren kommt.
Es war eine günstige Gelegenheit für YB, in der Meisterschaft nach zuletzt zwei Niederlagen gegen Aarau und Basel wieder Fahrt aufzunehmen. Der Gegner hiess Vaduz, ein Team, das in 13 Spielen gerade mal 9 Tore erzielt hat und vor der gestrigen Partie auf dem zweitletzten Rang platziert war. Zudem haben die Liechtensteiner aufwühlende Tage hinter sich, verstarb doch letzte Woche Rainer Hasler, Ex-Internationaler und Vater des Spielers Nicolas Hasler. Doch was machen die Berner? Sie schreiben das nächste Kapitel in der Saga «Mal top, mal flop».
In der wärmenden Novembersonne löste sich die Magie des Europacup-Abends gegen den SSC Napoli in Windeseile auf. An ihre Stelle kehrten der Ärger und das Unverständnis über ein YB zurück, welches es immer wieder schafft, sich selber ein Bein zu stellen. Gestern wurde der treue Anhang Zeuge, wie sein Team es während 93 Minuten nicht fertigbrachte, gegen ein äusserst limitiertes Vaduz ein Tor zu erzielen. Einverstanden: Die Gäste taten nichts anderes, als mit acht, neun Mann weit hinten in der eigenen Hälfte die Räume zuzustellen. Richtig ist auch, dass die Berner zweimal Pech hatten, als Schüsse an den Pfosten statt ins gegnerische Tor flogen. Bei vielen anderen Gelegenheiten fehlten jedoch die Präzision, die Kaltschnäuzigkeit, die Überzeugung. Nuzzolo, Hoarau, Kubo, Lecjaks, Bertone, Gajic, Nikci: Die Liste der Probanten umfasste mehr als die Hälfte des Teams, als der Match vorüber war und die Verlierer mit einem gellenden Pfeifkonzert verabschiedet wurden.
Mvogos Patzer
Es war eine weitere sehr schmerzhafte Niederlage für die Young Boys, die nicht müde werden, zu betonen, dass für sie nur die Top-3-Plätze infrage kommen. Ganz bitter verlief der gestrige Nachmittag für Yvon Mvogo, der ein weitestgehend unbeschäftigter Mann gewesen war. Als er nach etwas mehr als 50 Minuten ausnahmsweise Arbeit bekam, traf er prompt die falsche Entscheidung. Er hechtete dem Nordkoreaner Pak an der Grundlinie derart ungeschickt in die Beine, dass der Penaltypfiff nicht ausbleiben konnte. Neumayr, einst beim FC Thun unter Vertrag, nutzte die Chance und brachte den Aussenseiter wider jegliche Logik in Führung. Die Young Boys brauchten lange, um sich von diesem Schock zu erholen. Die Devise «Volle Kraft voraus», welche Trainer Uli Forte herausgegeben hatte, wirkte während langer Minuten wie ein Hohn. Erst in den Schlussminuten gelang es den Platzherren, Löcher in den liechtensteinischen Abwehrverbund zu reissen. Doch den Schlüssel zum Torerfolg fanden weder Gajic noch Afum noch der komplett verunsicherte Nikci.
«Das ist nicht gut»
«Wir hätten wohl noch zwei Stunden spielen können, ohne ein Tor zu erzielen», stellte Forte später fest. Der erneute Rückschlag machte ihm sichtlich zu schaffen. Es sei das dritte Spiel in Folge, in dem seine Mannschaft schlecht belohnt worden sei für ihre Anstrengungen, klagte der Coach. Die Bezeichnung «Flop» liess er nur für das Resultat gelten. Die Leistung sei in Ordnung gewesen; was gefehlt habe, seien Effizienz und Abschlussglück. Das konnte man aus Traineroptik so sehen. Was nichts an der Tatsache ändert, dass die Young Boys in ihrem Kerngeschäft weiter an Ort treten.
Nach drei Nullnummern liegen sie bereits sieben Punkte hinter dem drittklassierten FC St. Gallen. Finden sie nicht schnell den Kippschalter, droht die frühzeitige Korrektur eines weiteren Saisonziels. «Das ist nicht gut», urteilte Steve von Bergen schonungslos. Wie seine Mitspieler konnte sich der Captain den neuerlichen Rückschlag nicht erklären. Er sei jetzt bald 18 Monate in Bern. Seitdem redeten sie in der Kabine immer wieder über das Thema Konstanz. «Den Schritt zu einem stabilen Team haben wir bis heute nicht geschafft», gab von Bergen zu. Über die bevorstehende Reise nach Neapel mochte der angesäuerte Neuenburger gar nicht erst sprechen. «Das interessiert mich nicht.» Da war er nicht der Einzige. «Im Moment kann ich mich gar nicht auf das Rückspiel gegen Napoli freuen», bekannte Forte. Ein untrügliches Zeichen, wie sehr ihm der Misserfolg gegen Vaduz zu schaffen machte.
Young Boys - Vaduz 0:1 (0:)
16'442 Zuschauer. – SR Schärer. – Tor: 53. Neumayr (Foulpenalty) 0:1.
Young Boys: Mvogo; Sutter, Vilotic, von Bergen, Lecjaks; Bertone, Gajic; Zarate (62. Nikci), Kubo (75. Afum), Nuzzolo (69. Costanzo); Hoarau.
Vaduz: Klaus; Untersee, Grippo, Kaufmann, Burgmeier; Hasler, Muntwiler, Neumayr (81. Kryeziu); Schürpf, Lang (92. Pergl); Pak (64. Abegglen).
Bemerkungen: Young Boys ohne Steffen (gesperrt), Bürki, Vitkieviez (beide verletzt) und Gerndt (rekonvaleszent). Vaduz ohne Jehle, von Niederhäusern, Stahel, Baron (alle verletzt) und Polverino (nicht im Aufgebot). Pfostenschüsse: 47. Kubo, 89. Costanzo. Verwarnungen: 45. Untersee (Foul). 57. Lang (Foul). http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/11813431
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shalako
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Verfasst: Montag 3. November 2014, 17:11 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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03.11.2014  Zitat: Bei YB liegen die Nerven blank
Wie fest sitzt Forte noch im Sattel?
Nach der historischen Cup-Pleite bei Buochs blamiert sich YB schon wieder bis auf die Knochen.
Fassungslos nehmen die YB-Fans den Schlusspfiff zur Kenntnis. Ihr Klub hat gerade gegen Vaduz 0:1 verloren. Sie pfeifen die eigenen Spieler gnadenlos aus. Das passiert in Bern nur sehr selten. Der Frust ist riesig. Für YB ist es die dritte Liga-Pleite in Folge, die teure Mannschaft verschwindet im biederen Mittelmass.
Ganz andere Stimmung im Gästesektor, dort herrscht Ekstase unter den 16 (!) angereisten Vaduz-Fans. Es steigt roter Rauch hoch, die Ländle-Supporter können ihr Glück über die drei Punkte nicht fassen.
YB rennt gegen das äusserst bescheidene Vaduz zwar an, kombiniert sich aber zu Tode, vergibt Chancen – und trifft dann auch noch zweimal den Pfosten. Der Rest ist ein planloses Gekicke und Ballherumgeschiebe ohne Rhythmuswechsel.
Vaduz positioniert sich gleich mit acht Spielern um den Strafraum, kommt im ganzen Spiel gefühlt einmal vors Tor. Diese Igeltaktik geht auf, das reicht den Ländle-Kickern nämlich schon zum Sieg. Auch, weil der junge YB-Goalie Mvogo (20) total naiv einen Penalty verursacht, den Markus Neumayr souverän verwandelt (53.).
Die enttäuschten Berner Zuschauer schütteln nur noch den Kopf, können die peinliche Pleite nicht fassen. Die YB-Angestellten finden den Auftritt nicht so schlecht – die Nerven liegen nach kritischen Fragen aber blank: Zuerst putzt Captain Steve von Bergen einen renommierten und langjährigen Fussballreporter der «Berner Zeitung» ab, beschuldigt ihn, kein YB-Fan zu sein. Das sollte er als objektiver Journalist wohl auch besser nicht.
Und dem Radioreporter von Energy Bern sagt Sportchef Fredy Bickel auf die Frage, ob jemand um seinen Job fürchten müsse: «Ich kann mich nicht beklagen, wenn nach dem Spiel solche Fragen kommen. Aber das ist nicht der Gedanke, den man jetzt hat. Nach so vielen Emotionen und ausgelassenen Chancen muss ich mich zusammenreissen, dass ich nicht explodiere, wenn die Trainerfrage gestellt wird.»
Trainer Uli Forte selbst, der an der Seitenlinie durch wildes Gestikulieren auffällt, will nicht über sich oder das wichtige Rückspiel in Neapel am Donnerstag sprechen, zu sehr bedrücke ihn diese Niederlage.
Fakt ist, dass Forte nicht mehr so sicher im Sattel sitzt. Da mag selbst die 2:0-Gala gegen Napolis B-Elf nicht ausreichen, um die Wogen zu glätten. Jetzt ist der Rückstand auf Basel sogar auf elf Punkte angewachsen, und die Leistung stimmt auch nicht mehr.
Dass es dann eng wird für den Coach, ist das Normalste der Welt. http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 43683.html
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