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 Beitrag Verfasst: Freitag 27. Juli 2012, 08:56 
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YB kommt mit dunkelblauem Auge davon

Das sehr schwache YB verlor in Moldau bei Zimbru Chisinau 0:1 nach Verlängerung, setzte sich aber im Elfmeterschiessen 4:1 durch. In der 3.Runde der Europa-League-Qualifikation treffen die Young Boys nun auf Kalmar.

Und dann, tatsächlich, kam das Elfmeterschiessen. YB hatte es in 120 Spielminuten nicht geschafft, gegen das sehr bescheidene, sehr limitierte, sehr kampfstarke Zimbru Chisinau einen Treffer zu erzielen – und 0:1 verloren. Weil die Young Boys bereits im Hinspiel eine Woche zuvor schwer enttäuscht und nur 1:0 gewonnen hatten, mussten sie gestern Abend in Moldau den kaum für möglich gehaltenen Umweg über die Penaltylotterie nehmen. Und dort hielten wenigstens die Nerven der zuvor über weite Strecken erschreckend harmlosen und schwachen YB-Akteure. Der eingewechselte Moreno Costanzo, der am Sonntag bei der 0:1-Niederlage gegen GC im Stade de Suisse noch einen Elfmeter verschossen hatte, verwandelte den vierten Versuch der Berner souverän zum 4:1-Erfolg im Penaltyschiessen. Zwei Spieler des tapferen Aussenseiters aus Chisinau waren gescheitert.

Zu Ende ging damit eine YB-Zitterpartie gegen Zimbru, die beinahe in der wohl grössten Blamage der jüngeren Vereinsgeschichte geendet hätte. Zwar waren die Young Boys engagiert und überlegen in die Partie gestiegen, doch erneut erwies sich die Chancenauswertung nicht als Kerntugend des Teams. Die Stürmer Emmanuel Mayuka und Michael Frey sündigten vor der Pause wie Alexander Farnerud und Matias Vitkieviez. Besser stellten sich die Gastgeber an. Es war Ahmet Barachojew, der in der 41. Minute nach einer weiten Flanke mit einem Kopftor das überraschende 1:0 für Chisinau erzielte.

Grosse Erleichterung bei YB

Und so standen die Young Boys gegen einen Gegner, den sie deutlich bezwingen müssten, auf einmal gewaltig unter Druck. «Das war eines der schwierigsten Spiele der letzten Jahre für YB», meinte Captain Marco Wölfli. «Chisinau agierte sehr leidenschaftlich und gewann mit jeder Minute und jeder von uns vergebenen Chance an Selbstvertrauen.» Wie Mitspieler Christoph Spycher sprach Wölfli von einem «Charaktertest», den das Team bestanden habe. Diese etwas übertrieben formulierten Worte zeugen von der riesigen Erleichterung im Berner Lager nach dem glücklichen Ende des Abends. Bei einem Ausscheiden beim moldauischen Kleinklub hätten sich mal wieder Häme und Spott über die Young Boys ergossen. So aber gelang es ihnen, die Grossmutter aller veryoungboysten Partien in extremis zu vermeiden.

Gestern aber war YB bei weitem nicht so überlegen wie noch im Hinspiel. Zimbru stand in der zweiten Halbzeit dem 2:0 teilweise sogar näher als die Gäste dem Ausgleich. Mit der Einwechslung des flinken, schnellen Venezolaners Alexander Gonzalez änderte sich die Spielrichtung jedoch wieder. Die Young Boys dominierten gegen einen kräftemäs-sig abbauenden Gegner gegen Schluss der Begegnung wieder, ohne wirklich zwingend zu agieren. Der junge Angreifer Michael Frey traf kurz vor Ende der regulären Spielzeit den Aussenpfosten, aber auch Zimbrus Torschütze Barachojew vergab eine glänzende Gelegenheit. «Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht», sagte Spycher, der den ersten Elfmeter verwandelt hatte. «Aber wir müssen aus dem Weiterkommen Kraft für die nächsten Aufgaben ziehen.»

Am Abgrund getanzt

Beinahe hätten die Young Boys, im neuen und ungewohnten blauen Auswärtsdress angetreten, ihr dunkelblaues Wunder in Moldau erlebt. «Zimbru war nicht so schlecht, wie viele denken», sagte Martin Rueda. «Und wir haben in beiden Partien über 20 gute Chancen vergeben. So etwas habe ich selten gesehen.» Der YB-Trainer hatte in Chisinau erneut eine neue Formation gewählt. Er ist weiter auf der Suche nach der richtigen Aufstellung.

Mit einer unfassbar peinlichen Niederlage (und einem glückhaften Aufstieg in die nächste Runde) im Gepäck fliegt die YB-Delegation heute zurück nach Belp. Die Young Boys wurden gestern am Rande Europas von rund 120 mitgereisten Fans unterstützt. Die Supporter waren über Verona, Bukarest, Berlin, Budapest oder Wien nach Chisinau gereist – und wurden von ihrer Mannschaft bitter enttäuscht.

Zimbru-Stadion. - 4000 Zuschauer. - SR Blom (Ho). - Tor: 42. Barachojew 1:0. - Penaltyschiessen: Spycher 0:1, Derkatsch 1:1; Mayuka 1:2, Molla (Wölfli wehrt ab); Nef 1:3, Catan (drüber); Costanzo 1:4.

Zimbru Chisinau: Calancea; Balasa, Derkatsch, Kusnetow, Zastawni; Korgalidse, Tumbasevic, Schischin (75. Anton), Catan; Barachojew (83. Spataru), Molla.

Young Boys: Wölfli; Sutter, Nef, Veskovac, Lecjaks; Vitkieviez (75. Schneuwly), Silberbauer (67. Gonzalez), Spycher, Farnerud; Mayuka, Frey (91. Costanzo).

Bemerkungen: Young Boys ohne Bobadilla, Simpson (beide verletzt), Doubai und Martinez (beide nicht im Aufgebot). 87. Schuss von Frey an den Aussenpfosten. Verwarnungen: 57. Wölfli (Reklamieren). 65. Barachojew. 95. Anton. 99. Veskovac. 102. Nef (alle wegen Fouls).


Nun gegen Kalmar

Es geht Schlag auf Schlag weiter für die Young Boys. Sie haben gar keine Zeit, sich lange mit der blamablen Niederlage gestern bei Zimbru Chisinau zu beschäftigen. Am Sonntag um 13.45 Uhr erwartet YB im Stade de Suisse den FC Thun am Kids Day zum Berner Derby – und am nächsten Donnerstag findet in Südschweden das Hinspiel der 3.Qualifikationsrunde zur Europa League gegen Kalmar FF statt (Spielbeginn 19 Uhr). Weitere drei Tage später muss YB bei Servette antreten, ehe am Donnerstag in einer Woche das Rückspiel gegen Kalmar (19.30 Uhr) in Bern und drei Tage später die Heimpartie gegen den FC Zürich (13.45 Uhr) wartet.

Mittelfeldklub Kalmar ist keine Grösse im schwedischen Fussball und qualifizierte sich bloss als Cupfinalverlierer gegen Doublegewinner Helsingborgs für den Europacup. YB ist trotz ungenügenden Starts in die neue Saison in der vorletzten Qualifikationsrunde zur Europa League zu favorisieren. Allerdings setzte sich Kalmar gegen Osijek aus Kroatien deutlich (3:1 auswärts, gestern 3:0 zu Hause) durch.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/22743124

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 Beitrag Verfasst: Freitag 27. Juli 2012, 08:58 
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An Blamage vorbeigeschrammt

YB benötigt ein Penaltyschiessen, um gegen das bescheidene Zimbru Chisinau die 3. Runde der Europa-League-Qualifikation zu erreichen. Gegner ist Kalmar.

In extremis konnten die Berner Young Boys eine Blamage abwenden, wie sie zwei Tage zuvor Red Bull Salzburg in der Champions-League-Qualifikation gegen die luxemburgischen Amateure von Düdelingen erlitten hatte. Chisinau hatte im Heimspiel die 0:1-Hypothek aus dem Hinspiel wettgemacht und die 1:0-Führung aus der 41. Minute bis zum Ende der Verlängerung halten können.

Ein nervenaufreibender Abend

Kurz vor 23 Uhr Ortszeit musste das Penaltyschiessen entscheiden, wer in die dritte Runde der Europa-League-Qualifikation einzieht. Die Berner hatten dabei die deutlich besseren Nerven als die Moldauer. Spycher, Mayuka, Nef und Costanzo trafen allesamt vom Elfmeterpunkt. Seitens Chisinau war nur Derkatsch erfolgreich; Molla scheiterte an Wölfli, Catan zielte hoch übers Tor.

Die Young Boys hatten am Schluss eines nervenaufreibenden Abends also doch noch Grund zum Jubeln. Sie hatten das Minimalziel erreicht und sind weiterhin im internationalen Geschäft dabei. Allerdings werden sie ganz erheblich steigern müssen, wollen sie auch die nächste Hürde überspringen. Diese heisst erwartungsgemäss Kalmar FF. Die Schweden schlugen gestern Abend vor heimischer Kulisse den kroatischen Vertreter Osijek 3:0. Das Hinspiel eine Woche zuvor hatten sie 3:1 gewonnen.

Zu viel Stückwerk

YBs Auftritt im Zimbru-Stadion von Chisinau waren alles andere als überzeugend. Die Berner hatten zwar weit mehr Ballbesitz, doch sie schafften es kaum einmal, den Gegner während längerer Zeit unter Druck zu setzen. Ungenauigkeiten und zögerliches Verhalten setzten manchem Angriff ein frühzeitiges Ende. Das ermöglichte es den gut organisierten Moldauern, sich immer wieder Luft zu verschaffen. Und wenn sich die Gelegenheit ergab, versuchten sie schnelle Konter zu lancieren. Einen ersten Warnschuss feuerte Molla ab, als er einen Steilpass am YB-Tor vorbeizirkelte (27.).

Beim nächsten gefährlichen Gegenstoss wars dann soweit: Barachojew traf mit dem Kopf zum viel umjubelten 1:0. Der gleiche Akteur hatte Mitte der zweiten Halbzeit die Möglichkeit, zum Lokalhelden zu werden. Nach einem Schnitzer in der YB-Abwehr kam er an der Strafraumgrenze frei stehend zum Abschluss. Sein Schuss war aber zu schwach, um Wölfli ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.

Frey und Mayuka sündigten

Wäre YB in Chisinau ausgeschieden, Emmanuel Mayuka und Michael Frey hätten kaum ein Auge zugemacht in der Nacht auf heute. Mayuka kam mehrmals wenige Meter vor dem Zimbru-Tor zum Schuss – und versagte jedes Mal. Am kläglichsten vergab er in der ersten Hälfte der Verlängerung, als er allein auf den guten Hüter Calancea zulief und diesem in die Arme schoss (102.). Kurz vor Ende der regulären Spielzeit hatte schon sein Sturmpartner Frey schwache Nerven gezeigt und einen Ball statt ins Netz an den Aussenpfosten geschossen.

Die Vorarbeit hatte Gonzalez geleistet, den Trainer Martin Rueda nach etwas mehr als einer Stunde für Silberbauer eingewechselt hatte. Der junge Venezolaner belebte mit seinem Speed und seiner Unberechenbarkeit das YB-Spiel. Etliche Male umdribbelte er mehrere Chisinau-Spieler und drang im Strafraum bis an die Grundlinie vor. Einziges Manko war, dass seine Pässe in die Mitte zu oft keinen Adressaten fanden.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/An ... y/21091908

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 Beitrag Verfasst: Freitag 27. Juli 2012, 10:53 
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Dominanz sieht anders aus als in den gespielten 210 Minuten gegen diesen bescheidenen Gegener aus Moldawien. Kann mir einer erklären, weshalb über die Flügel nichts mehr anständiges kommt? Wenn dann mal ein Ball kommt wird er meist nicht scharf, sondern in hohem Bogen in den Sechzehner geflankt, so dass die gegnerischen Verteidiger genugend Zeit haben den Ball abzufangen...... schade!

Glückwunsch trotzdem zur nächsten Runde!


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 Beitrag Verfasst: Samstag 28. Juli 2012, 09:26 
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YB-Kaenzig

«Unsere Leistung in Chisinau war nicht schlecht»

Ernst oder Taktik? YB-Boss Kaenzig ist zufrieden nach der Beinahe-Blamage in Chisinau.

Mit 4:1 im Penaltyschiessen rettete sich YB nach einem 0:1 bei Zimbru Chisinau. Das Aus gegen eine Mannschaft aus Moldawien in der Europa League – es wäre ganz schön peinlich gewesen.

YB-Boss Ilja Kaenzig sieht es nicht so dramatisch. Er sagt zu BLICK: «Unsere Leistung war nicht so schlecht. Wir haben über beide Spiele gesehen ein Dutzend Torchancen erarbeitet. Schlecht war die Auswertung. Der Ball lief gut, der Knopf wird aufgehen.»

Er begründet: «Auch der FC Basel spielte letzte Saison im Cup gegen Mannschaften wie Wil oder Winterthur sehr schlecht. Davon redet heute niemand mehr. Wichtig ist, dass wir weitergekommen sind.» Und weiter: «Ich habe gelesen, ein Aus wäre die grösste Blamage der Klub-Geschichte gewesen. Das ist Quatsch. Zimbru ist nicht so schlecht wie Dudelange aus Luxemburg. Und ihr Torwart war überragend.»

Er ist überzeugt, dass ein Ausfall Schuld an der Misere ist: «Raul Bobadilla hätte in den ersten vier Spielen der Saison eine Menge Tore geschossen, bei diesen vielen Chancen, die wir uns erarbeitet haben.»

Morgen gegen Thun fehlt der gesperrte Stürmer allerdings noch. Und bei einer Pleite würde es in Bern garantiert schneller brennen, als es Kaenzig lieb ist.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 78851.html

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 Beitrag Verfasst: Samstag 28. Juli 2012, 15:29 
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YB-Boss Ilja Kaenzig sieht es nicht so dramatisch. Er sagt zu BLICK: «Unsere Leistung war nicht so schlecht.

War Kanezig auch in Chisinau? :roll:


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