Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ

 

 

 

     

 

 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 20 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2
Autor Nachricht
 Beitrag Verfasst: Dienstag 10. April 2012, 10:05 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
10.04.2012

Bild

Zitat:
Die Young Boys am Tiefpunkt

Die Young Boys leisteten sich gegen Aufsteiger Lausanne eine peinliche 1:3-Niederlage. Die verunsicherten, schwachen, fehlerhaften Berner stehen nun vor heiklen Wochen.

Vielleicht sind es die Gegentore, welche die dilettantische YB-Darbietung am Ostermontag am besten symbolisieren. Beim ersten Treffer Lausannes stellten sich der Finne Juhani Ojala und der Schwede Alexander Farnerud im eigenen Strafraum gegen den kräftigen Angreifer Matt Moussilou erschreckend unbeholfen an. Die skandinavische YB-Schützenhilfe zum überraschenden Führungstor der Gäste geschah in der 21.Minute – noch blieb den Bernern genug Zeit, den angestrebten Heimsieg gegen den Aussenseiter zu realisieren.

Kurz vor der Pause, noch immer hatten die Young Boys keinen ernsthaften Schuss vollbracht, stand ausgerechnet der meistens so zuverlässige YB-Abwehrchef Alain Nef Pate, als er gegen Jocelyn Roux, den anderen Gästestürmer, zu zögerlich agierte – und Roux eiskalt zum 0:2 einschoss.

Und als die Young Boys in der Schlussphase zumindest ein bisschen Druck und Wucht entwickelten, war es erneut Nef, der gegen Moussilou in einem Kopfballduell wenig Entschlossenheit verriet. Der eingewechselte Janick Kamber profitierte, verstolperte zwar, aber über Marco Wölfli, den YB-Goalie, und Michael Silberbauer, den YB-Defensivspieler, kam der Ball in einer Slapstickszene wieder zu Kamber, der in der 79.Minute mühelos zum 1:3 einschieben durfte.

Fast eine Bankrotterklärung

Möglicherweise aber eignet sich der YB-Treffer besser, um die blamable Vorstellung einordnen zu können. Einen geschenkten Elfmeter, den Emmanuel Mayuka mit einer Flugeinlage herausgeholt hatte, verwandelte Michael Silberbauer nach rund einer Stunde Spielzeit zum 1:2-Anschlusstor. Mehr gelang dem ambitionierten Grossklub gegen den krassen Underdog vom Genfersee nicht. Der eingewechselte Raphael Nuzzolo traf kurz vor Schluss noch die Latte, doch der Gästekeeper Fabio Coltorti brauchte keine überragende Parade zu zeigen. YB-Goalie Wölfli dagegen hielt kurz nach der Pause sogar einen Elfmeter Moussilous.

Wahrscheinlich aber sind es doch die kaum (und schon gar nicht in dieser Menge) für möglich gehaltenen Unzulänglichkeiten der Young Boys, die als Mahnmal an diese komplett verpatzte Begegnung erinnern sollten. Die bestens entlöhnten Arbeitskräfte der Berner fabrizierten einen Fehlpass nach dem anderen, es fehlte ihnen an Zusammenhalt und Zusammenspiel, an Ideen und Torgefahr, an Kampfgeist und Leidenschaft. Sie schauten regelmässig mit respektablem Abstand zu, wie sich die Kollegen in den Zweikämpfen abmühten, der YB-Spielaufbau war ein Graus und der Fussballer, der gerade am Ball war, zu bedauern. Freistösse und Eckbälle flogen irgendwohin, und nicht nur einmal erhielt man das Gefühl, die Berner Akteure hätten sich wenige Minuten vor der Partie in der Kabine zum ersten Mal getroffen. Kurz und sehr schlecht: Der gestrige YB-Auftritt war beinahe wie eine Bankrotterklärung.

Mit Rang 2 die Saison retten

Und so stellt sich – mal wieder – die Frage, welchen Umweg die Young Boys denn noch auf ihrer Route zum Titelteam einschlagen wollen. Das Experiment mit Trainer Christian Gross zumindest ist an einer kritischen Stelle angelangt. Geduld fordern die YB-Verantwortlichen regelmässig ein, aber gemessen an der ungenügenden Entwicklung in dieser Saison muss auch ihnen langsam angst und bange werden. 10 Siege aus 27 Partien sind – gerade in dieser Liga – ein katastrophaler Wert für dieses mit prächtigen Einzelspielern zusammengestellte Team. «Wir haben eine sehr gute Mannschaft», sagte YB-Captain Marco Wölfli. Und der Goalie verbreitete in der Tristesse Zuversicht: «Wir müssen eine Reaktion zeigen. Ich glaube fest daran, dass wir die Saison auf Rang 2 abschliessen werden.»

In dieser amputierten Super-League-Spielzeit mit 36-Punkte-Abzug gegen Sion, Lizenzentzug gegen Xamax und schwacher Konkurrenz muss es das Ziel der Young Boys sein, Zweiter hinter dem souveränen Leader Basel zu werden. Thun aber liegt nur noch zwei Punkte hinter YB – und Sion könnte bald 24 Zähler zurückerhalten. «Wir müssen unbedingt die Ruhe bewahren», sagte Alain Nef, «alles andere wäre falsch.»

Die nächsten Wochen jedenfalls werden zum grossen Härtetest für dieses YB. Noch können Trainer und Team diese missratene Saison halbwegs retten. Dazu aber ist eine krasse Steigerung in nahezu allen Bereichen nötig.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/20991300

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Dienstag 10. April 2012, 10:07 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
10.04.2012

Bild

Zitat:
Die Noten zum Spiel YB gegen Lausanne (9. April 2012)

Die sehr schwachen Young Boys enttäuschten beim 1:3 gegen Lausanne.

Marco Wölfli: Note 4,5
Vielleicht hätte er das zweite Lausanne-Tor verhindern können. Aber er hielt einen Elfmeter von Matt Moussilou – und kurz darauf eine weitere Grosschance des Lausanne-Stürmers stark.

Elsad Zverotic: Note 2
Schwach im Zweikampf, viele Fehler – nach der Pause wie die Kollegen ein wenig agiler.

Alain Nef: Note 2
Die wohl schwächste Leistung des Innenverteidigers im YB-Dress. Auch er wurde oft alleine gelassen – dennoch mit mehreren ungenügenden Aktionen.

Juhani Ojala: Note 2
Er ist zwar kopfballstark. Aber am Boden mit grossen Mängeln, wirkte hüftsteif und langsam.

Christoph Spycher: Note 3,5
Musste nach 26 Minuten und mit Kopfschmerzen ausgewechselt werden. Vorher relativ solid, aber auch mit Abspielfehlern.

David Degen: Note 2
Seine Leistung war erneut rätselhaft. Degen hätte alles, um mit Dynamik und Technik Chancen zu kreieren. Aber er spielte wieder mit stark angezogener Handbremse. Sehr, sehr unglücklich und ohne Vertrauen.

Michael Silberbauer: Note 2,5
Wieder zu behäbig, vermochte den Aufbau nie zu ordnen, lief hinterher, blieb blass. Später, in der Abwehr, leicht verbessert.

Alexander Farnerud: Note 2,5
Er probierte erneut viel, aber alleine kann er den Aufbau von YB nicht organisieren. Zudem auch mit unerklärlichen Fehlpässen. Will zu viel, muss zu viel machen.

Josh Simpson: Note 2
Erhielt eine Chance links im Mittelfeld. Vorerst relativ wirblig, bemüht, traf aber auch zu oft die falsche Entscheidung. Später – wie viele andere YB-Akteure – mit sehr schwachen Flanken.

Josef Martinez: Note 2
Der junge Venezolaner war oft am Ball, er kämpfte und lief viel, aber ihm fehlte es in seinem Eifer erheblich an Entschlossenheit, an Torgefahr und an Klarheit.

Emmanuel Mayuka: Note 2
Ersetzte den gesperrten Raúl Bobadilla im Sturm. Wirkte matt und leblos, setzte sich kaum einmal in Szene. Agierte viel schwächer als in der Vorrunde, holte aber mit einer Schwalbe clever den Penalty zum YB-Tor heraus.

Jan Lecjaks: Note 2,5
Kam nach 26 Minuten für Spycher. Zuletzt oft ein Gewinn, wenn er eingewechselt wurde. Aber gegen Lausanne fehlte es auch ihm an Überzeugung. Fehlerhaft, ohne Druck nach vorne.

Pascal Doubai: Note 3,5
Kam nach 54 Minuten für Ojala – rückte für Silberbauer ins zentrale Mittelfeld. Und war deutlich spritziger und zielstrebiger. Allerdings gelang es auch ihm nicht, viel Druck zu entfachen.

Raphael Nuzzolo: Note 3,5
Kam nach 71 Minuten für Simpson. Hatte lange nicht gespielt – gestern gegen Lausanne noch der beste YB-Offensivspieler. Pech bei einem Lattenschuss.

6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht. (Berner Zeitung)


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/27665121

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Dienstag 10. April 2012, 10:11 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
10.04.2012

Bild

Zitat:
YB tritt auf der Stelle - die Fans sind sauer

von Eva Tedesco - Nach dem 1:3 gegen Lausanne hatten die YB-Fans genug. Sie mussten von den Spielern beruhigt werden. Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität ist in der Hauptstadt riesig.

Ein minutenlanges Pfeifkonzert begleitete die YB-Spieler nach der Partie gegen Lausanne auf ihrem Weg in die Kabine. Die Fans waren stinksauer über den Auftritt der Berner. Die Lage entspannte sich erst, als sich einige Profis vor die Fankurve stellten. Als Trostpflaster wechselten einige Trikots mehr als üblich den Besitzer. «Die Fans haben zu Recht gepfiffen. Wir haben keine gute Leistung gezeigt», sagt Alain Nef nach dem «Gang nach Canossa». Für den Berner Abwehrchef gehören solche «Bittgänge» dazu. «Wenn ich schlecht spiele, stehe ich dazu.»

Platz 2 in der Tabelle und ein dominantes Auftreten lautete die Vorgabe für die Young Boys. Beide Vorhaben hatten mit dem tatsächlichen Auftreten wenig gemein. Zu harmlos, zu statisch und zu wenig kreativ. «Die erste Halbzeit war miserabel», bestätigt Nef. «Wir haben keinen Zweikampf gewonnen, keinen zweiten Ball, nichts. Und ich glaube, wir haben auch keine Torchance herausgearbeitet. Nach dem 0:2 mussten wir mehr riskieren und sind nur angelaufen», so der Verteidiger.

Spiel in der Verteidigung verloren

Zudem trug der ansonsten sichere Abwehrchef die Mitschuld bei zwei der drei Gegentreffer und verschuldete auch noch einen Penalty, den Lausanne-Stürmer Matt Moussilou aber nicht verwerten konnte. «Fussball lebt von Fehlern», gibt sich Nef selbstkritisch und macht erst gar nicht den Versuch, sich aus der Verantwortung zu stehlen, «aber es ist gut, dass wir es schon am Samstag gegen GC wieder besser machen können».

«Wir haben das Spiel in der Verteidigung verloren», sagt auch Christian Gross. Für den YB-Trainer war das Spiel seiner Mannschaft insgesamt zu wenig dynamisch, zu wenig kreativ. Das Hauptversagen schreibt der Zürcher dennoch der Defensive zu. «Es war nicht der Tag des Alain Nef, das muss man klar sagen. Bis anhin haben wir gut verteidigt und konnten uns auf unsere Abwehr verlassen – gegen Lausanne war das nicht der Fall.» Drei Gegentreffer in einem Spiel hat YB in der laufenden Saison tatsächlich erst einmal hinnehmen müssen. Am 7. Spieltag bei der 2:3-Heimniederlage gegen den FC Zürich.

Mässige Rückrunden-Bilanz

Fakt ist aber, dass Erwartung und Realität bei den Hauptstädtern weit auseinanderklaffen. YB macht Fortschritt auf der Stelle. Von 27 möglichen Punkten in der Rückrunde holten die Berner lediglich 12. Die Bilanz nach der Winterpause: drei Siege, drei Remis, drei Niederlagen. Darunter die Pleiten gegen GC und Lausanne – zwei Teams vom Tabellenende.

YB scheint weder mit den hohen Erwartungen, noch mit den eigenen Vorhaben klar zu kommen. «Wir wollen die Bayern der Schweiz werden», definierte CEO Ilja Kaenzig seine Ansprüche. Momentan mahnt die Situation eher an Wolfsburg, das im Winter ebenfalls auf teure Shoppingtour ging und gleich wenig Erfolg aufweisen kann.

Zu viele werden den Ansprüchen nicht gerecht

Auffallend ist, dass jene Spieler, die vor oder während der laufenden Saison zu YB wechselten, den Ansprüchen nicht gerecht werden und eher abgebaut haben, als YB zu verstärken. Michael Silberbauer zum Beispiel, dänischer Nationalspieler, konnte nur in wenigen Spielen überzeugen. Matias Vietkieviez verkraftete seine Nomination für die Schweizer Nationalmannschaft nicht und stürzte nach seinem ersten Länderspiel-Einsatz leistungsmässig ab. Und auch der hochgejubelte Afrika-Cup-Sieger Emmanuel Mayuka spielte seine Qualitäten seither nur selten aus. Wolfsburg-Leihgabe Nassim Ben Khalifa versauert ganz auf der Bank.

Gross gibt sich trotzdem weiterhin kämpferisch. «Wir haben von den verbleibenden sieben Partien noch vier Heimspiele und müssen alles daran setzen, Platz zwei zu erreichen». Wenn nicht, steht YB ein «heisser» Sommer ins Haus.


http://www.20min.ch/sport/fussball/story/21145152

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Dienstag 10. April 2012, 10:14 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
10.04.2012

Bild

Zitat:
Der vorläufige Tiefpunkt

YB enttäuscht gegen Lausanne schwer. Nach der 1:3-Niederlage stellen sich grundsätzliche Fragen.

Was ist nur mit den Young Boys los? Gegen Thun und den FCZ hatten sie zuletzt ordentlich gespielt und vier Punkte geholt. Gestern, als sich ihnen die Möglichkeit bot, sich in der Rangliste an Luzern vorbei auf Platz 2 zu schieben, versagten sie im eigenen Stadion komplett. Die erste Halbzeit kam einer Bankrotterklärung nahe. Die hoch dotierte Mannschaft brachte es während 45 Minuten fertig, nicht einen einzigen gefährlichen Torschuss abzugeben. Sie leistete sich unfassbar viele Fehlpässe und Missverständnisse, suchte immer wieder die komplizierte Lösung statt das Einfache und war in mindestens 75 Prozent der Zweikämpfe unterlegen.

Zweimal hatten Ballverluste direkte Konsequenzen auf das Skore. Vor dem 0:1, welches Moussilou nach einem Slalom an Farnerud und Ojala vorbei erzielte, hatte Martínez in der gegnerischen Platzhälfte einen schlechten Pass gespielt. Vor dem 0:2 reklamierte der schwache Mayuka nach einem Duell mit Chakhsi an der Lausanner-Strafraumgrenze ein Foul, welches keines gewesen war.

Spiessrutenlauf vor der Fankurve

Das ungeschickte Zweikampfverhalten von Nef bei den Gegentoren 2 und 3 passte zum verunglückten YB-Auftritt, den die Berner Fans mit einem lauten Pfeifkonzert quittierten. Sie waren zu Recht erbost über die unerklärlich schwache Leistung ihres Teams, welches es fertigbrachte, einen Gegner aufzubauen, dem in den ersten acht Partien der Rückrunde nicht ein einziges Tor gelungen war. Immerhin hatten die Verlierer die Grösse, sich nach dem Schlusspfiff der Diskussion mit den aufgebrachten Anhängern im Sektor D zu stellen. Etliches weniger professionell verhielt sich die Mehrzahl der YB-Profis hingegen im Umgang mit den Medienleuten. Die meisten mochten die Geschehnisse auf dem Platz nicht kommentieren und liefen wortlos an den wartenden Reportern vorbei.

Red und Antwort standen nur Alain Nef und Marco Wölfli. Die erste Halbzeit sei miserabel gewesen, sagte der Verteidiger. Die offensichtliche Blockade in einem Match, den «wir unbedingt gewinnen wollten», war ihm ein Rätsel. Wölfli konnte sich spontan an keinen vergleichbar schlechten Match von YB erinnern. Er brauchte Worte, die sonst in der Regel von Christian Gross zu hören sind: «Wir waren nicht aggressiv und zu wenig dominant.» Nach diesem Auftritt müsse jeder mit sich selbst ins Gericht gehen, forderte der Goalie. Die provokative Frage, ob der Trainer mit seiner extrem fordernden Art dem Team die Leichtigkeit genommen habe, verneinte er entschieden. «Wir sind alles Profis. Das ist für uns kein Problem.»

Kein Verlass auf die Abwehr

Wer sah, wie sich die YB-Spieler gegen Lausanne bewegten, der stellte sich unweigerlich ein paar Fragen. Beispielsweise weshalb Silberbauer und Farnerud im zentralen Mittelfeld nicht besser harmonierten? Oder wieso Mayuka nur noch ein Schattenmann ist, seit er vom Africa-Cup zurückgekehrt ist? Oder wie es kommt, dass der talentierten Gruppe zuweilen überhaupt nichts gelingen will? Das sind alles Fragen, die sich auch Gross im stillen Kämmerlein stellen wird. Öffentlich beschränkte er sich gestern darauf, die Verteidigungsarbeit zu kritisieren («Wir konnten uns nicht auf die Abwehr verlassen.») und darauf hinzuweisen, dass das skandinavische Duo bei anderer Gelegenheit schon gut funktioniert habe.

YB - Lausanne 1:3 (0:2)
Stade de Suisse: 16'577 Zuschauer. SR Wermelinger.
Tore: 21. Moussilou (Pasche) 0:1. 42. Roux (Katz) 0:2. 58. Silberbauer (Penalty/«Foul» von Katz an Mayuka) 1:2. 79. Kamber 1:3.
Young Boys: Wölfli; Zverotic, Nef, Ojala (54. Doubaï), Spycher (26. Lecjaks); Degen, Silberbauer, Farnerud, Simpson (71. Nuzzolo); Mayuka, Martinez.
Lausanne-Sport: Coltorti; Avanzini, Katz, Tall, Sonnerat; Chakhsi, Sanogo, Pasche (79. Marazzi), Lang (75. Kamber); Roux (66. Bah), Moussilou.
Bemerkungen: Young Boys ohne Bobadilla, Vitkieviez (beide gesperrt), Costanzo (krank), Raimondi und Mveng (beide nicht im Aufgebot).
Lausanne-Sport ohne Luccin (verletzt), Meoli (krank), Negrao, Susaeta und Muslin (alle nicht im Aufgebot).
26. Spycher verletzt ausgeschieden. 50. Wölfli hält Foulpenalty von Moussilou. 88. Lattenschuss Nuzzolo.
Verwarnungen: 10. Moussilou (Foul). 19. Pasche (Foul). 26. Chakhsi (Foul). 49. Nef (Foul). 57. Katz («Foul»). 68. Mayuka (Foul). 81. Farnerud (Foul). 89. Doubaï (Unsportlichkeit).


http://www.derbund.ch/sport/fussball/De ... y/12701019

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Dienstag 10. April 2012, 10:16 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
10.04.2012

Bild

Zitat:
YB-Fans sind bedient

«Gross raus»-Rufe in Bern

Tief, tiefer, YB! Wer dachte, es gehe nicht noch schlechter als beim 0:2 gegen GC, der wird gegen Lausanne aus seinem Irrglauben geholt.

Fehlpass reiht sich an Fehlpass. Haarsträubende Verteidigungsfehler jagen sich im Minutentakt. Und nach 94 Minuten, als die Pfiffe im Stade de Suisse immer lauter werden, steht auf der Anzeigetafel: YB 1, Lausanne 3.

Immerhin hängen nicht alle gelbschwarzen Versager am Ostermontag das Weichei raus. Doubai, Degen, Nef und Wölfli marschieren voran beim Gang zu den erzürnten Fans. «Man kann sich nach solch einem Spiel nicht einfach davonschleichen», sagt Nef. Für das Quartett gibts deshalb die Gnaden-Note 2 statt 1 …

Nef, der einen rabenschwarzen Tag einzieht, stellt sich zusammen mit Captain Marco Wölfli als Einziger den Fragen der Medienleute. Aber viel zur Klärung tragen die Voten nicht bei. Was sollen sie auch anderes sagen als: «Ich bin enttäuscht»?

Das ist auch Trainer Christian Gross, der vereinzelte «Gross raus!»-Rufe über sich ergehen lassen muss. Mayuka kritisiert er massiv, aber er spielt durch. Doubai lobt er explizit. Aber er ist Ersatz. Wie wenn Gross nicht schon vorher gewusst hätte, dass der Ivorer viel dynamischer ist als Silberbauer. Nach zwei guten Spielen nimmt Gross Gonzalez aus dem Team und bringt Zverotic. Unverständlich! Und der Beste bei YB ist noch Raphaël Nuzzolo, der sonst einen Stammplatz auf der Tribüne hat. Bezeichnend!

«Das Spiel haben wir in der Verteidigung verloren», rüffelt der Chef. Aber hindert das ein Team daran, auch mal 4:3 zu gewinnen? Natürlich nicht. Ausser in der Offensive wird so wirr und konzeptlos herumgeirrt wie bei YB.

CEO Kaenzig ist sprachlos

Das Spiel ist jedenfalls derart unterirdisch, dass selbst der sonst so eloquente CEO Ilja Kaenzig nicht zu einem Kommentar bereit ist: «Ich bin sprachlos!» Wenn es so weitergeht, stehen YB völlig unerwartet noch heisse Wochen bevor. Dabei hatte man erwartet, im Lehnstuhl den zweiten Platz zu holen. Und wehe, wenn Sion auch noch seine Punkte zurückkriegt!

Und Lausanne? Es wirkt wie ein Hohn, wenn Matt Moussilou sagt, man habe diesen ersten (!) Auswärtssieg der Saison gegen eines der besten Teams der Schweiz geholt. «Niemand hat daran geglaubt ausser wir.» Wirklich? Wer YB von Nahem verfolgt, muss immer mit allem rechnen. Da gibts offenbar keine Untergrenze.

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Dienstag 10. April 2012, 10:19 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
10.04.2012

Bild

Zitat:
Hochtourig im Leerlauf

YB verliert gegen Lausanne-Sport 1:3 und wirkt ratlos

Die Lausanner nutzen die Berner Ratlosigkeit zum ersten Auswärtssieg der Saison. Dieser hätte aufgrund der Chancen noch höher ausfallen können.

Es war ein bitterer Nachmittag an diesem Ostermontag für die ambitionierten Berner. Nach 51 Minuten spielte sich der Lausanner Stürmer Moussilou zum wiederholten Male auf eigene Faust in aussichtsreiche Position, scheiterte aber – wie eine Minute zuvor vom Elfmeterpunkt. Hätte der Franzose zweimal getroffen, wären die Young Boys zu diesem Zeitpunkt 0:4 im Rückstand gelegen. Hoppla! So blieb es beim Zwei-Tore-Rückstand, den sich die Berner in den ersten 45 Minuten eingehandelt hatten. Moussilou und Roux hatten schnelle Konterchancen kaltblütig ausgenutzt. Genau so hätten sie spielen wollen, sagte der Lausanne-Trainer Martin Rueda später an der Pressekonferenz, für ihre Verhältnisse sei ihnen «ein perfektes Spiel» gelungen. Das perfekte Spiel war gleich bedeutend mit dem ersten Auswärtssieg der Waadtländer. Moussilou sagte, dass niemand an sie geglaubt habe, «nur noch wir selbst».

Während Lausanne rechtzeitig im Kampf um den direkten Ligaerhalt etwas fürs Selbstvertrauen tat, herrschte bei den Young Boys zum wiederholten Mal in dieser Saison Ratlosigkeit. Das Team des Trainers Christian Gross versuchte zwar bis zuletzt die Wende zu erzwingen, aber das Spiel glich vor allem im Angriff einem Motor, der laut aufschrie, ohne aber die Kraft in einen Gang zu bringen, schon gar nicht in einen höheren. YB war wie ein hochtouriger Wagen, der es nicht einmal auf die Rennstrecke schaffte. Die Laufwege stimmten nicht, und Gross bemängelte denn auch, dass der Stürmer Mayuka sich zu wenig bewegt habe. Trotzdem war er der Meinung, sie hätten das Spiel in der Verteidigung verloren, «normalerweise können wir uns auf die Defensive verlassen, heute nicht».

Sowohl zur Pause wie auch nach dem Schlusspfiff mussten sich die Berner Spieler gellende Pfiffe ihres Anhanges anhören. Der Verteidiger Nef suchte die Nähe zu den Unzufriedenen, er sei «keiner, der jetzt einfach wortlos in der Kabine verschwindet». Dies taten indes die meisten seiner Mitspieler, so bodenlos enttäuscht waren sie von ihrer Leistung. Ein Penalty-Tor durch Silberbauer (58. Minute) hatte zwar die Hoffnung zurückgebracht, aber dem eingewechselten Kamber gelang nach 79 Minuten das 1:3, und Rueda konnte «den Zweifel am Coup» ablegen. In dieser Verfassung müssen die Berner froh sein, die Qualifikation für die Europa League zu schaffen. Vom vorgegebenen Saisonziel, den Rückstand auf den FC Basel zu verkürzen, sind sie jedoch weit entfernt. Der CEO Kaenzig hatte sich vor Jahresfrist so gefreut auf die neue Saison. Er dachte, dass alles viel besser werde. Wie man sich doch täuschen kann.

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Dienstag 10. April 2012, 10:22 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
10.04.2012

Bild

Zitat:
Weil sie Hemmungen haben

Fussball · YB verliert zu Hause gegen Lausanne und verpasst es, Luzern von Platz 2 zu verdrängen
Fan-Gesänge sind nur selten verständlich. Meist geht der Text im Meer von Stimmen unter. Das ist auch im Berner Stade de Suisse nicht anders. Schade, denn es wäre interessant zu wissen, mit welchen Zeilen die YB-Anhänger Mani Matters «Hemmige» zu ihrem Schlachtruf umgewandelt haben. Eruierbar ist nur der immer gleiche Schluss der Strophen: «Wil mer YBler si.»

An gleicher Stelle sang der Berner Chansonnier eine ganz andere Zeile. Sie passt dennoch glänzend in dieses Stadion, zu dieser Mannschaft, zu dieser Partie gegen Lausanne. «Wil si Hemmige hei», hatte Mani Matter getextet. Und genauso blockiert zeigte sich die Mannschaft von Christian Gross. Besonders in der ersten Hälfte enttäuscht sie auf der ganzen Linie. Sie zeigt keine Impulse, sie ist nicht fühlbar, nicht sichtbar. Sie legt den Ball quer, statt in Richtung Tor zu spielen. «Die erste Halbzeit war miserabel», sagt Abwehrchef Alain Nef, der einen seiner schlechtesten Tage eingezogen hatte. «Vielleicht hat uns die Aussicht auf den 2. Platz blockiert», sagte er enttäuscht. Es sei die Frage erlaubt: Wie kann YB in Zukunft Titelambitionen hegen, wenn der Trostpreis schon verunsichert?

Auf Konter anfällig

Die Berner kommen in der ersten Hälfte nicht zu einer Chance aus dem Spiel heraus. Nur Farnerud sorgt mit einem Freistoss für Aufsehen. Zu diesem Zeitpunkt liegt YB schon in Rücklage. Matt Moussilou war durch die ganze Hintermannschaft gelaufen und hatte Lausannes erste Möglichkeit sofort verwertet (21.). Sein Sturmpartner Jocelyn Roux tut es ihm mit der Zweiten gleich (42.). Zwei Konter, zwei Tore, zwei Black-Outs der sonst soliden YB-Defensive. Deshalb sagte der Berner Trainer Christian Gross: «Wir haben heute das Spiel in der Verteidigung verloren.»

Nach Wiederanpfiff kommt es fast noch schlimmer: Nef kann Alexandre Pasche nur regelwidrig aufhalten. Wölfi hält Mousslious schwachen Penalty und muss zwei Minuten später nochmals gegen den Franzosen eingreifen. YB ist in der 51. Minute bereits stehend k.o. Gross wirft Pascal Doubaï ins Spiel, der nicht nur am gestrigen Sonntag eine viel bessere Falle als Michael Silberbauer im zentralen Mittelfeld machte. Der Schachzug wirkt. YB bekommt mehr Tiefe. Mayuka und Martinez strahlen endlich Gefahr aus, sodass Guillaume Katz Letzteren im Strafraum fällt. Silberbauer – für den ausgewechselten Ojala neu in der Innenverteidigung – verwertet zum Anschlusstreffer. Aber ausser eines Lattenschusses Nuzzolos kommt nach dem zehnminütigen Aufbäumen nichts mehr von YB. Im Gegenteil: Ein weiterer Konter der Waadtländer und eine Slapstick-Einlage von Nef und Wölfli ermöglicht das erste Tor Yannick Kambers und setzt das 1:3-Schlussresultat fest.

Die Pfiffe waren schliesslich lauter als die Fan-Gesänge. Und diese kann man nicht missverstehen. YB verpasste es gestern, Luzern vom zweiten Platz zu verdrängen. Dieses Spiel passt ins Bild dieser Saison der Young Boys: Am 23.Oktober hätten sie gegen GC mit Luzern auf Platz 1 aufschliessen können. Doch YB verlor. Mitte Februar hätten die Berner den Abstand auf Basel im Direktduell auf sechs Punkte verkürzen können. Doch YB gab den Sieg in der 90. Minute aus der Hand. «Wil si Hemmige hei», würde Mani Matter singen.

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Dienstag 10. April 2012, 14:23 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Samstag 6. August 2005, 11:17
Beiträge: 367
Zitat:
Juhani Ojala: Note 2
Er ist zwar kopfballstark. Aber am Boden mit grossen Mängeln, wirkte hüftsteif und langsam.

ach was hüftsteif. ojala performt nur den berühmten petko-dance und möchte stillschweigend auf einen trainerwechsel hinweisen! :eyebrow:

Bild
Das sieht vielleicht etwas hüftsteif aus, ist es aber in Wahrheit nicht: Andrea Petkovic performt nach ihrem Turniersieg in Straßburg den "Petko-Dance"

http://www.stern.de/sport/sportwelt/deu ... 88132.html


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Dienstag 10. April 2012, 15:19 
Offline

Registriert: Dienstag 15. Februar 2011, 11:13
Beiträge: 738
:mrgreen:


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Dienstag 10. April 2012, 15:38 
Offline

Registriert: Mittwoch 5. Mai 2004, 15:29
Beiträge: 1036
d'schussstatistik gmäss blick verblüfft mi auso scho chli.

Datenbank:
YB - Lausanne
10 - Corner - 3
1 - Offside - 1
6 - Schüsse total - 11
3 - Schüsse aufs Tor - 6
17 - Fouls - 23


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 20 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 29 Gäste

 
 

 
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de