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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Montag 26. September 2011, 08:47 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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26.09.2011  Zitat: Zittersieg an einem Abend voller Emotionen
Die Berner Young Boys schafften mit dem 2:1 gegen den FC Zürich den dritten Sieg in Serie und sind in der Tabelle auf Rang 2 vorgerückt. Einige Zürcher hatten sich nicht im Griff, Alphonse und Margairaz wurden des Feldes verwiesen.
Zwei Rote Karten, fünf Verwarnungen und viel, viel Aufregung. An diesem Samstagabend voller Emotionen im Zürcher Letzigrund, bei dem die Platzherren vor allem mit sich selber beschäftigt waren, zogen die Young Boys am Schluss zufrieden von dannen. Froh darüber, mit dem 2:1-Sieg den Anschluss an die Tabellenspitze hergestellt zu haben, erleichtert aber auch, in der Schlussphase nicht noch einmal gegen nur acht Feldspieler des FCZ den Ausgleich hinnehmen zu müssen.
Farneruds Aussetzer
Als Farnerud in der 86. Minute vor dem eigenen Strafraum den Ball unbedarft an Adrian Nikci verlor, brauchte es die Klasse und Routine von Marco Wölfli, um das 2:2 zu verhindern. Der YB-Goalie reagierte auf den Heber von Nikci reaktionsschnell, und Trainer Christian Gross erklärte hinterher. «Es war ein verrücktes Spiel, bei dem uns Wölfli am Schluss mit einer hervorragenden Parade den Sieg gerettet hat.» Und Wölfli sagte zu seiner Rettungsaktion. «Ich versuchte so lange wie möglich auf den Füssen zu bleiben und war froh, dass ich eine Hand noch an den Ball brachte.» Denn eine halbe Stunde zuvor, in der 51. Minute, hatte Nikci den YB-Goalie mit einem Lobball aus vollem Lauf zum vorübergehenden 1:1 bezwungen. Und das, obwohl sich beim FCZ zu diesem Zeitpunkt nur noch neun Spieler auf dem Platz befanden. Drei Minuten vor dem Zürcher Ausgleich hatte der österreichische Schiedsrichter Alexander Harkam den FCZ-Stürmer Alphonse nach einem rüden Foul an Farnerud völlig zu Recht vom Platz gestellt. Der Schwede hatte Glück, dass er diese Attacke ohne Verletzung überstand. Ganz anders beurteilte Xavier Margairaz die Situation: Er pöbelte den Schiedsrichter an, zeigte ihm wiederholt den Vogel und sah ebenfalls die Rote Karte.
YB nach dem Ausgleich geschockt
Mit zwei Mann mehr liessen sich die Young Boys durch einen Steilpass von Aegerter übertölpeln; Nikci war es, der den YB-Verteidigern Nef und Sutter davonlief. «Der Ausgleich war für uns wie ein Schock», bekannte Christoph Spycher. «Wir führten 1:0, der FCZ agiert in doppelter Unterzahl, da ist es für den Gegner sehr, sehr schwierig. Nach dem Ausgleich war klar, dass der FCZ bis zum Schluss kämpfen wird.» Für den Verteidiger war es entscheidend, dass YB in dieser brodelnden Stimmung im Letzigrund die Geduld bewahren konnte. «Der Gegner spielte mit zwei Abwehrketten, und wir taten uns schwer, die Lücke zu finden.» Phasenweise glich das Spiel dem Powerplay im Eishockey: Die Berner schoben sich den Ball über 10, 20 Stationen zu, ohne dass die Zürcher den Versuch unternahmen, den Ball zu erkämpfen, sondern sich vor dem eigenen Tor einigelten.
Costanzos Tor als Erlösung
Für YB wurde es zu einem Psychospiel, die Angst vor einem Eigenfehler wurde immer grösser, denn jedes weitere Gegentor hätte für grosse Häme gesorgt. Es war dann der eingewechselte Moreno Costanzo, der nach Vorarbeit von Farnerud und Nuzzolo in der 71. Minute von der Strafraumgrenze die Torecke zum 2:1 traf, nachdem er Minuten zuvor eine grosse Möglichkeit ausgelassen hatte. «Es war ein Schuss von grosser Präzision», lobte Gross erleichtert.
Auch Torschütze Costanzo atmete nach dem Sieg sichtlich durch. «Ich bin sehr froh über die drei Punkte. Nach den zwei Platzverweisen waren wir überlegen, was logisch ist. Doch wir waren zu sehr nur auf Ballbesitz aus, statt das 3:1 zu suchen.» Und so musste YB froh sein, dass Teixeira in der Nachspielzeit mit seinem Kopfball das Tor verfehlte.
Vor der Pause, als beide Teams mit Vollbestand spielten, überzeugte YB zeitweise mit druckvollem, variantenreichem Angriffsspiel und ging verdient in Führung, wobei allerdings Nef bei seinem Tor im Abseits stand. Für FCZ-Sportchef Fredy Bickel ist das bezeichnend für die jetzige Situation des FCZ. «Im Moment läuft alles gegen uns. Gegen Thun wird uns ein klarer Penalty verweigert, gegen YB erhalten wir ein Abseitstor. Dennoch dürfen sich unsere Spieler nicht so gehen lassen, wie das Margairaz getan hat.» Er werde mit dem Spielmacher wie auch mit dem anderen Rotsünder Alphonse ein ernsthaftes Wort reden. «Neben den Sperren, die die beiden von der Liga erhalten, werden sie auch klubintern gebüsst. Ich denke, vorab Margairaz wird die Busse wehtun, da sie nicht zu knapp ausfallen wird», kündigte Bickel an.
Die Young Boys aber können nach drei Meisterschaftssiegen in Ruhe den Spitzenkampf vom nächsten Sonntag gegen den FC Luzern vorbereiten. Sie sind nach 10 Runden der erste Verfolger der Innerschweizer, die sich gestern gegen den FC Sion ein weiteres Mal keine Blösse gaben (2:0-Heimsieg). Vor drei Wochen hatte das noch anders ausgesehen. Fussball ist und bleibt ein Tagesgeschäft.
FCZ - YB 1:2 (0:1) Letzigrund:10'900 Zuschauer SR Harkam (Ö) Tore: 35. Nef (Farnerud) 0:1. 51. Nikci (Aegerter) 1:1. 71. Costanzo (Nuzzolo) 1:2.
Zürich: Leoni; Philippe Koch (86. Schönbächler), Raphael Koch, Teixeira, Rodriguez; Nikci, Margairaz, Aegerter, Chikhaoui (66. Zouaghi); Alphonse, Mehmedi (82. Chermiti).
Young Boys: Wölfli; Sutter (68. Zverotic), Nef, Affolter, Spycher; Degen, Silberbauer, Farnerud, Nuzzolo (88. Raimondi); Ben Khalifa (56. Costanzo); Mayuka.
Bemerkungen: FCZ ohne Kukuruzovic, Béda, Djuric (alle verletzt); YB ohne Veskovac, Lingani, Mveng (alle verletzt), Dudar (nicht im Aufgebot). Karten: 48. Rot gegen Alphonse (Foul) und Margairaz (Reklamieren). Verwarnungen: 34. Chikhaoui und Degen (beide Unsportlichkeit), 36. Aegerter, 52. Silberbauer (beide Foul), 79. Zouaghi, 89. Teixeira (beide Reklamieren). http://www.derbund.ch/sport/axpo_super_ ... y/12390021
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Montag 26. September 2011, 08:51 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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25.09.2011  Zitat: Überhitzte Köpfe und zittrige Beine
Der FC Zürich kassiert gegen die Young Boys innerhalb von wenigen Sekunden zwei Platzverweise und verliert das Spiel mit 1:2 Mit nur acht Feldspielern verpasst der FCZ in der Schlussphase zweimal den Ausgleich. Trotzdem sagt YB-Trainer Christian Gross: «Wir haben mehr gemacht für den Sieg.»
Irgendetwas müssen die FCZ-Spieler falsch verstanden haben. Natürlich regten sie sich in der Pause über das 0:1 auf, welches Alain Nef aus einer knappen Offside-Position erzielte. Natürlich sprach Trainer Urs Fischer davon, dass die Spieler in der zweiten Halbzeit mehr Leidenschaft zeigen müssen. Aber dass Alexandre Alphonse 40 Meter vor dem eigenen Tor den YB-Schweden Alexander Farnerud mit einem üblen Tackling niederstreckt und in der Folge Xavier Margairaz dem Schiedsrichter während mehrerer Sekunden den Vogel zeigt, war nicht vorgesehen. Dem Österreicher Alexander Harkam blieb in der 48. Minute gar nichts anderes übrig, als Alphonse und Margairaz vom Platz zu stellen. «Auch wenn das Gegentor offside war, dürfen wir uns nie so gehen lassen», moniert Sportchef Fredy Bickel. «Ich verstehe, wenn die Emotionen hoch gehen. Aber vor allem von den Führungsspielern erwarte ich mehr Souveränität in solchen Situationen. Mit Margairaz werde ich jedenfalls noch ein ernstes Wort reden müssen.» Auch Fischer hatte wenig Verständnis für die Entgleisung Margairaz’. «Harmlos ausgedrückt bin ich unzufrieden.»
Die Fortsetzung des Spiels versöhnte den FCZ-Trainer wieder. Plötzlich standen nicht mehr elf Einzelspieler, sondern ein funktionierendes Kollektiv auf dem Platz, das unmittelbar nach den Platzverweisen den Ausgleich erzielte. Adrian Nikci, der beste Zürcher am gestrigen Abend, düpierte nach einem langen Ball von Aegerter den etwas zögerlichen YB-Keeper Marco Wölfli. «Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht», sagte Wölfli. Zwar beschränkten sich die Zürcher verständlicherweise bloss noch auf die Defensivarbeit, was dem Spiel den Charakter einer Handball-Partie verlieh. Doch YB offenbarte in dieser Phase zittrige Beine. Die Angst vor einer weiteren Peinlichkeit wie bei Nikcis Gegentreffer schien allgegenwärtig. Das Tempo wurde nicht mehr hochgehalten, die Laufbereitschaft sank. Degen war kaum zu sehen, Nuzzolo irrte herum, Mayuka hatte keine Bälle. Und Silberbauer war mehr mit sich beschäftigt als ihm lieb war. Einzig Farnerud sorgte mit seinen Tempowechseln für überraschende Momente. Doch es brauchte die Brillanz des eingewechselten Moreno Costanzo, um in der 71. Minute wieder in Führung zu gehen. Damit war das Psychospiel für YB aber noch nicht vorbei. Denn neben der Lethargie hielt nun auch der Schlendrian Einzug. So in der 86. Minute, als Farnerud einen Ball vertändelte und Nikci mit einem Heber allein vor Wölfli scheiterte. Hätte Nikci den frei stehenden Chermiti bedient, wäre das Spiel wohl 2:2 ausgegangen. Doch auch in dieser Szene führte die Psychologie Regie. Nikci, dieser Freestyle-Fussballer, blühte in Unterzahl und befreit von den taktischen Fesseln so richtig auf. Dass er sich in einem solch verrückten, auf ihn zugeschnittenen Spiel als Helden feiern lassen will, ist irgendwie verständlich. Aber nicht nur Nikci vergab in der Schlussphase eine hochkarätige Chance zum Ausgleich. Auch Innenverteidiger Texeira (88.) hätte nach einem Freistoss von Rodriguez das 2:2 erzielen müssen.
Die Krise beim FCZ spitzt sich zu. Aber nach dem letzten Eindruck aus dem Spiel gegen YB schliessend nur resultatsmässig. Denn man muss der Mannschaft attestieren, zumindest nach dem doppelten Ausschluss die seit zweiSpielen fehlende Leidenschaft gezeigt zu haben. So jedenfalls fällt es schwer,Argumente für eine Entlassung vonTrainer Urs Fischer zu finden. Auch wenn vor den Kurzschlüssen bei Margairaz und Alphonse wenig Positives zu sehen war. So beim 0:1 durch Nef. Dieser hatte schon beim 2:3 in Bern beide YB-Treffer mittels Kopfball nach Standardsituationen erzielt. Gestern traf er wieder. Dieses Mal im Nachschuss auf seinen Kopfball, den Leoni abgewehrt hatte. Dass er im Luftduell den um elf Zentimeter kleineren Philippe Koch als Gegenspieler hatte, spricht weder für die Organisation noch für die Lernfähigkeit der Zürcher.
Gross’ Intelligenter wechsel war der Schlüssel
Der FCZ spielt zu neunt. Sein System ist nach den Platzverweisengegen Alphonse und Margairaz nur noch ein 4-4-0. Der Platzklub verteidigt das 1:1 mit acht Feldspielern, sodass sich YB nur mit einem Weitschuss Farneruds eine Chance erarbeitet. «Wenn neun Spieler gut stehen, dann wird es auch gegensie schwierig», sagte YB-Trainer Christian Gross. Er war es, der die Wende einleitete – mit einem entscheidenden Wechsel. Um den FCZ-Tresor zu knacken, schickt Gross Moreno Costanzo auf den Platz. «Er ist technisch sehr beschlagen und präzis», sagt Gross über sein Manöver in der 57. Minute, «es brauchte ihn.» Und Costanzo bewies seine Qualitäten als Präzisionsarbeiter. In der 63. Minute wehrte Leoni seinen Schuss aus der Nähe noch ab. Acht Minuten später war Costanzos Schlenzer von der Strafraumgrenze in die weiter entfernte Ecke aber für den FCZ-Goalie schlicht unhaltbar. Sein Treffer reichte YB schliesslich zum Sieg. Die Erlösung war das 2:1 aber längst nicht gewesen. «Wir hatten aufgrund der Überzahl zwar mehr Platz», sagte Torschütze Costanzo, «aber im Hinterkopf befürchteten wir auch, dass wir das 2:2 kassieren könnten.» Die Angst war nicht unbegründet. Der FCZ war nahe am Ausgleich. Deshalb sagt Costanzo, dass YB noch stärker und mit mehr Klasse das dritte Tor hätte suchen müssen, statt in «unnötige Hektik zu verfallen». Der 23-Jährige, der zurzeit nur zweite Wahl ist, zeigte bereits am Mittwoch gegen Xamax eine starke Leistung. «Wenn er so weitermacht, wird er auch vonBeginn an eine Chance erhalten», sagt Gross. Costanzo freut sich schon mal auf den kommenden Sonntag. «Dann werden wir ein schönes Heimspiel gegen Luzern haben», sagt er, «ich freue mich auf diesen Spitzenkampf.» Denn YB rückt, zumindest für eine Nacht, auf Platz zwei vor und bewies auch in Zürich wichtige Qualitäten. «Wirholen auch Siege, wenn wir keinen super Tag haben», sagt Costanzo.
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Montag 26. September 2011, 08:52 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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25.09.2011  Zitat: Die Unbeherrschtheit des FCZ
Zürich spielt fast eine Halbzeit lang zu neunt, aber YB muss um den 2:1-Sieg zittern Der FCZ verliert zum sechsten Mal. Er schlägt sich gegen YB selber und verliert Margairaz und Alphonse nach roten Karten.
Xavier Margairaz hatte die Sporttasche geschultert und ging in die Nacht hinaus. «Ich bin kein Roboter», sagte er.
Es war der unbeholfene Versuch, zu erklären, was nicht zu entschuldigen war: Margairaz sah kurz nach der Halbzeit die rote Karte, weil er die weltweit meistbenutzte Beleidigungsgeste nicht unterdrücken konnte. Er zeigte dem österreichischen Schiedsrichter den Vogel, nicht einmal, nicht zweimal, sondern x-mal, und verlor die Selbstbeherrschung. Solche Gesten sehe man doch jedes Wochenende, sagte Margairaz. Aber auch das entlastete ihn nicht. Der Vize-Captain des FCZ war aufgebracht, weil er partout nicht verstehen wollte, weshalb Alexandre Alphonse Sekunden vorher nach einem Foul an Alexander Farnerud des Feldes verwiesen worden war. Doch das machte seine Unbeherrschtheit nur noch unverständlicher: Beide Platzverweise waren unbestritten und offensichtlich. «Zwei rote Karten innerhalb von Sekunden – so etwas habe ich noch nie erlebt», sagte der YB-Trainer Christian Gross. Der FC Zürich spielte fast eine ganze Halbzeit lang nur zu neunt.
Und so absurd das klingen mag: Er sah in dieser Zeit so gut aus wie schon lange nicht mehr. Die FCZ-Spieler fühlten sich benachteiligt, obwohl sie mit ihrer Einschätzung unrecht hatten. Aber dieser Zorn tat ihnen gut; sie solidarisierten und emotionalisierten sich in einer Weise, dass die Young Boys sogar um den Sieg zittern mussten. Adrian Nikci wäre wenige Minuten vor Schluss beinahe der 2:2-Ausgleich gelungen, und der Kopfball von Jorge Teixeira verfehlte kurz vor dem Ende das Tor nur knapp. «Ich war froh, als das Spiel vorbei war», sagte Gross.
Bereits in der Pause hatten sich die FCZ-Spieler in der Kabine empört. Die Spieler hatten erfahren, dass Alain Nefs Führungstreffer (35.) aus einer knappen Offsideposition gefallen war. Dass der FCZ seine Wut aber offenbar in einer Art Selbstjustiz ausdrücken wollte, war auch für den FCZ-Sportchef Fredy Bickel unbegreiflich: «Ich verstehe Margairaz' Emotionen, aber als Führungsspieler darf er sich nicht so gehen lassen. Ich werde ein ernsthaftes Wort mit ihm sprechen.»
Auch der Trainer Urs Fischer muss in der Pause gespürt haben, dass seine Mannschaft an diesem Abend verführbar war – von ihren eigenen Emotionen. Er warnte in der Kabine explizit vor Unbeherrschtheiten, weil Silvan Aegerter und Yassine Chikhaoui in Gefahr waren, ausgeschlossen zu werden. Die Young Boys sind in ihrer Entwicklung weiter als der FCZ, nicht nur weil sie beherrschter sind. Es war der dritte YB-Meisterschaftssieg in Folge. Sie waren in der ersten Halbzeit besser als der FCZ, nicht um Längen, aber spürbar. Der FCZ-Captain Silvan Aegerter sagte, sie seien den Gegnern vor der Pause meistens nur hinterhergerannt.
Die Berner waren vor allem dort stärker, wo Spiele beeinflusst werden – im zentralen Mittelfeld mit Farnerud und Michael Silberbauer. Aber YB war nicht gut genug, um selbst in Überzahl souverän zu sein. Denn kurz nach den beiden Platzverweisen gelang dem FCZ der 1:1-Ausgleich durch Nikci.
Was folgte, war der Versuch, die Solidaritätskette des FC Zürich zu zerreissen, aber erst die Einwechslung von Moreno Costanzo brachte den Young Boys den Sieg: Costanzo traf in der 71. Minute zum 2:1.
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