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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Montag 13. Dezember 2010, 10:39 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Berner Zeitung, 13.12.2010 Die Noten zum Spiel YB gegen St. Gallen (12. Dezember 2010)Alain Nef und Christoph Spycher waren beim 1:1 gegen St. Gallen die besten Akteure der Young Boys. Marco Wölfli: Note 4 Beim Gegentor chancenlos, ansonsten wurde der YB-Torhüter selten ernsthaft geprüft. Scott Sutter: Note 4 Das Zusammenspiel mit Degen auf der rechten Seite war erneut nicht so effizient wie in mehreren Europacup-Partien. Sutter war bemüht, aber ohne viel Einfluss. Alain Nef: Note 5 Nur einmal mit einem Wackler in der Abwehr, sonst gewohnt zweikampfstark und solid – und vorne mit dem späten 1:1-Ausgleichstor. François Affolter: Note 4,5 Auch er stand im Abwehrzentrum meistens gut. Doch wahnsinnig viel Arbeit gabs für die YB-Defensive ausser in der Startphase gestern auch nicht. Christoph Spycher: Note 5 Kurbelte das Spiel von hinten links gut an, war ballsicher und überzeugte mit klugen Pässen – und auch mit starken Flanken. Beim Gegentor konnte er auf der Torlinie gegen Torschütze Fabian Frei nichts mehr ausrichten. Xavier Hochstrasser: Note 4 War fleissig und laufstark, aber ihm gelang insgesamt zu wenig Kreatives oder Zwingendes. Thierry Doubai: Note 4,5 Bewies sein Riesenpotenzial mehrmals, zum Beispiel mit fantastischen zentimetergenauen 50-Meter-Pässen. Aber er leistete sich auch ab und zu einen unerklärlichen Fehlpass. David Degen: Note 3 Probierte wie immer sehr viel, aber nicht immer setzte er sich mit seiner Dynamik durch. Sein Frust über den unglücklichen Nachmittag zeigte sich bei seiner Aktion, als er St.Gallens Nico Abegglen nicht unbedingt hart traf – aber halt mit dem Ellbogen nach hinten schlug und deshalb eine Viertelstunde vor Schluss des Feldes verwiesen wurde. Moreno Costanzo: Note 4,5 Nach schwacher erster Halbzeit steigerte sich der Spielmacher wie das gesamte Team. Nach der Pause aktiv und auffällig. Senad Lulic: Note 4,5 Der Bosnier war wirblig und schnell und bereitete einige gute Chancen vor. Nicht immer aber mit der richtigen Entscheidung – und einmal nahm er Marco Schneuwly eine gute Kopfballgelegenheit überhastet weg. Marco Schneuwly: Note 3 Der Stürmer erhielt überraschend für Mayuka eine Spielgelegenheit, da Henri Bienvenu verletzte fehlte. Schneuwly kämpfte, war aber äusserst unglücklich – und wurde bei seiner Auswechslung ausgepfiffen. Emmanuel Mayuka: Note 4 Kam nach 67 Minuten für Marco Schneuwly – und war mit seiner Schnelligkeit wirkungsvoller gegen die behäbige St.Galler Defensive, aber auch ohne Fortune. Christian Schneuwly: Note 4,5 Kam nach 75 Minuten für Hochstrasser – und spielte dank langer Nachspielzeit noch 20 Minuten relativ auffällig und sehr bemüht. 6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Die-Noten-zum-Spiel-YB-gegen-St-Gallen-12-Dezember-2010/story/29969788
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Montag 13. Dezember 2010, 10:41 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Der Bund, 13.12.2010
YB: Die Inkonstanz als grosse Konstante
Die Berner Young Boys haben eine Vorrunde der Extreme hinter sich.
Das Scheitern in der Finalissima gegen den FC Basel im Mai, die abrupte Trennung von Stadionchef Stefan Niedermaier Anfang August, die 30 Minuten Traumfussball im Heimspiel gegen die Tottenham Hotspurs in der Champions-League-Qualifikation, die Abstürze in der Meisterschaft unmittelbar nach starken Auftritten auf der europäischen Bühne, die Diskussionen über die Zukunft von Trainer Vladimir Petkovic, die Verpflichtung von Hansruedi Hasler als Technischen Direktor, der Hohn und Spott über die von den Investoren verkündete Wachstumsphase drei. Es fehlte wahrlich nicht an aufregenden und anregenden Geschichten rund um die Berner Young Boys in den letzten Monaten.
«Irgendwo im Nebel»
Doch wo stehen die Young Boys, bevor sie in Getafe das Fussballjahr 2010 beenden? Befindet sich das Team «noch immer irgendwo im Nebel», wie es Ilja Kaenzig, der neue starke Mann von YB, formuliert? Oder ist es, wie Trainer Vladimir Petkovic sagt, mindestens einen Schritt weiter als noch im letzten Sommer. So unterschiedlich die Aussagen sind: Sie sind beide nicht falsch. Nimmt man die Resultate der Super League als Massstab, so hat YB ein enttäuschendes zweites Halbjahr hinter sich: 5. Zwischenrang, 25 Punkte, ein negatives Torverhältnis (24:25), nur drei von neun Heimspielen gewonnen. Das ist wahrlich nicht berauschend für einen Verein, der vor dem Meisterschaftsstart verkündete, er wolle wie letzte Saison mindestens 77 Punkte holen. Zum Vergleich: Vor Jahresfrist waren die Berner mit 41 Punkten souveräner Wintermeister.
Kein Doumbia und kein Yapi mehr
Es gibt plausible Gründe, wieso YB in diesem Herbst in der Meisterschaft nie richtig auf Touren gekommen ist:
1. Champions-League-Qualifikation und Europa League: Die zum Teil aufsehenerregenden Auftritte auf europäischem Parkett haben viel Kraft gekostet. Die international unerfahrene Mannschaft schaffte es nach Auftritten auf der grossen Bühne nur selten, den Schalter umzukippen in der Super League. Das nützten auf dem Papier deutlich schwächere Gegner wie Bellinzona, Xamax und Thun, um YB ein Bein zu stellen.
2. Der Verein hat keinen Ausnahmestürmer mehr wie Seydou Doumbia, der mit scheinbarer Leichtigkeit und Eleganz Tor um Tor erzielte. Er hat auch keinen Mittelfeldstrategen mehr wie Gilles Yapi, der das Spiel ordnete und die Bälle geschickt verteilte. Die neu verpflichteten Moreno Costanzo, Emmanuel Mayuka und Christoph Spycher konnten die Lücken unmöglich schliessen, welche die beiden Ivorer hinterlassen haben. Hierfür sind die beiden Erstgenannten zu jung, und Spychers Stärken liegen nicht bei der Spielgestaltung.
3. Zu wenige Leader: In der aktuellen YB-Mannschaft hat es zwar etliche sehr talentierte Fussballer, hingegen sind richtige Leaderfiguren wie Christoph Spycher und Marco Wölfli zu rar gesät. Kaenzig will dieses Manko mit Neuzuzügen begegnen, die Routine und Qualität mitbringen. Das ist jedoch leichter gesagt als getan, denn Spieler, die diese Ansprüche erfüllen, interessieren sich nicht für YB. Oder aber sie sind für die Berner zu teuer.
4. Erwartungsdruck: Wie jeder Klub mit hohen Ambitionen bekommt YB die gesteigerten Erwartungen zu spüren. Das eigene Publikum will seine Mannschaft regelmässig siegen sehen. Und zwar am liebsten so spektakulär wie vor einem Jahr, als die Berner von Erfolg zu Erfolg eilten. Das aber wird immer schwieriger, da die meisten Gegner mit einem strikten Defensivkonzept ins Stade de Suisse kommen. YB muss lernen, sich in Geduld zu üben und nicht die Nerven zu verlieren, wenn es einmal nicht läuft.
Der Coup mit Hasler
Wohin führt der Weg nach der Winterpause? Sicher nicht schnurstracks in die «Wachstumsphase drei», wie sie von den Investoren am 9. August in Aussicht gestellt wurde, als sie die Inthronisierung von Kaenzig für den gefeuerten Niedermaier bekannt gaben. Dazu hat die Mannschaft derzeit zu wenig Konstanz, Erfahrung und Qualität. Wenn nicht alles täuscht, wird sie sich im Frühling in der Super League darauf konzentrieren müssen, den 2. Platz anzupeilen. Dieser berechtigt zur Qualifikation für die Champions-League-Saison 2011/12. Es ist aber auch möglich, dass die YB-Führung schon bald von einer Übergangssaison sprechen muss. Hämische Kommentare wären ihr gewiss. Kaenzig wird das verkraften können, denn er hat sich während seiner Managertätigkeit in Deutschland eine dicke Haut zugelegt. Doch auch er weiss, dass er letztlich nur an Taten gemessen wird. Indem er Hasler, den langjährigen Nachwuchsverantwortlichen des Fussballverbandes, holte, ist ihm ein erster Coup gelungen.
_________________ For Ever
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Bierflasche
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Verfasst: Montag 13. Dezember 2010, 16:21 |
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Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21 Beiträge: 3440 Wohnort: In der Brauerei
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Alain Nef mit dem späten Ausgleich
Lange wollte die Begegnung zwischen YB und dem FC St. Gallen nicht so richtig in die Gänge kommen. In der ereignisarmen Startphase waren die Gäste aus der Ostschweiz einem Treffer näher als die Young Boys. Nushi und Imhof besassen die Gelegenheiten zum Führungstor. Für YB gab es vorerst kein Durchkommen. Erst in den Minuten vor der Pause gelang es Lulic und Degen über die Flügel hinter die St. Galler Abwehr zu gelangen. Die beste YB-Chance vor dem Seitenwechsel vergab Lulic mit einem Kopfball nach einer Flanke von Degen.
Mit bedeutend mehr Schwung ging es in der zweiten Halbzeit weiter. Die Gäste waren nun kaum mehr in der Offensive anzutreffen, YB hatte das Zepter übernommen. Oftmals fehlte den Angriffen der Gelbschwarzen aber die Genauigkeit, viele Pässe fanden ihren Adressaten nicht. Nach einer Stunde tankte sich Senad Lulic über die linke Seite durch, sein Zuspiel konnte Marco Schneuwly in Richtung Tor ablenken, doch die St. Galler konnten den Ball auf der Linie liegend befreien. YB suchte nun den Abschluss vehementer und schoss aus allen Lagen, aber die gut verteidigenden Gäste blockten praktisch jeden YB-Abschluss.
Eine Viertelstunde vor Schluss sah David Degen die rote Karte. Er hatte Abegglen nach einem Duell im Gesicht getroffen. Die Aufgabe wurde für YB nun natürlich noch schwieriger. Die Gäste nutzten die numerische Überlegenheit effizient aus. Mit der ersten St. Galler Chance in der zweiten Halbzeit gelang Fabian Frei der Führungstreffer (83.).
Die Reaktion der Young Boys folgte bald: Nach einem Corner kam der Ball zum eingewechselten Christian Schneuwly, dessen Schuss lenkte Alain Nef zum verdienten Ausgleich ins Netz (88.). So holte sich YB nach Überlegenheit, Unterzahl und Rückstand immerhin noch einen Punkt.
Stadion: Stade de Suisse Zuschauer: 21015 Schiedsrichter: Bertolini
Tore: 83. Frei 0:1. 88. Nef (Rechtsschuss; C. Schneuwly) 1:1.
Auswechslungen: 67. Mayuka für M. Schneuwly. 73. Abegglen für M. Sutter 75. C. Schneuwly für Hochstrasser. 79. Pa Modou für Frick. 86. Raimondi für Spycher. 94. Hämmerli für Frei.
Ersatz: YB: Bürki, De Pierro, C. Schneuwly, Regazzoni, Dussin. St. Gallen: Lopar, Calabro, Cicek, Lehmann.
Bemerkungen: YB ohne Dudar, Lingani (beide rekonvaleszent), Jemal und Bienvenu (beide verletzt). St. Gallen ohne Winter (gesperrt), Bolli, Knöpfel und Martic (beide verletzt). Offizielle Verabschiedung von Seydou Doumbia vor dem Anpfiff. David Degen für sein 200. Spiel in der Axpo Super League geehrt. Trauerminute für das verstorbene YB-Ehrenmitglied Marcel Flückiger und die verstorbene FCSG-Spielerin Christine Heeb. 13. Tor von Muntwiler wegen Offside aberkannt.
Verwarnungen: 74. Abegglen (Foul), 90. Imhof (Foul).
Platzverweis: 74. Degen (Tätlichkeit).
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shalako
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Verfasst: Montag 13. Dezember 2010, 17:55 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Blick, 13.12.2010
Hart aber herzlich
David Degen sieht Rot, seine YB-Teamkollegen machen Weihnachtsgeschenke: Wieder nur 1:1 gegen St. Gallen.
Moreno Costanzo trägt ein St. Galler Shirt und verteilt in der Espen-Kabine munter gelbschwarzen Stoff. Es ist die Zeit der Mitbringsel. Auch in Form von Punkten. Costanzo: «Das war symbolisch für die gesamte Vorrunde. Ein 1:1 zu Hause ist einfach zuwenig.»
Hinter ihm liegt ein weiteres durchzogenes Spiel von YB, das in der ersten Halbzeit kein Bein vors andere bringt und sich an den Gästen die Zähne ausbeisst wie an einem viel zu harten Brunsli.
Die St. Galler haben sogar Pech. Das Trio um den abtretenden Ref Carlo Bertolini aberkennt Muntwilers Kopftor (14.) wegen Offsides – zu Unrecht.
Degens Ellbogen sorgt für frühe Weihnachtsgschänkli Erst nach der Pause sucht YB konsequent den Sieg. «Das war eine andere Mannschaft», konstatiert Coach Vladimir Petkovic. Ja, aber… Ist man geneigt zu sagen. Denn das Übel der miesen Chancenauswertung behebt YB auch im letzten Spiel nicht.
Trotz allem scheint die YB-Führung nur eine Frage der Zeit, bis David Degen von seinem Ellbogen im Zweikampf mit Nico Abegglen zu exzessiv Gebrauch macht. Plötzlich liegt der Espen-Joker blutend am Boden. Degen muss vom Platz. Und vergisst dennoch nicht – gut erzogen – sein Weihnachtsgschänkli zu machen und wirft sein Dress in die Fankurve. Degen: «Ich versuche mich loszureissen und treffe ihn beim vierten Versuch. Klar kann man Rot geben.» Endlich mal einer, der entwaffnend ehrlich ist.
Im allgemeinen Getümmel und vor lauter Ärger vergessen die YB-Fans ihre Viertelstunde einzuläuten. Die Berner Abwehr ihrerseits vergisst ihre Deckungspflicht und lässt Fernando, Nushi und Frei gewähren. Plötzlich stehts 0:1.
Immerhin fightet sich YB zurück: Nef gleicht aus (89.). In Anbetracht der Punktverluste von Basel, Luzern und dem FCZ dennoch zu wenig.
Costanzos Fazit: «Fünf, sechs Punkte sind im Fussball nichts. Eine Serie zum Rückrundenstart – dann liegt noch vieles drin.»
Es wäre die Serie, auf welche die Young Boys seit 18 Spielen warten. Vergeblich.
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Montag 13. Dezember 2010, 17:59 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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St. Galler Tagblatt, 13.12.2010
Ein versöhnlicher Abschluss
Zum Ende der Vorrunde sichert sich der FC St. Gallen auswärts gegen die Young Boys ein verdientes 1:1. Die Ostschweizer erzielen nach 84 Minuten durch Fabian Frei das 1:0, fünf Minuten später gleichen die Berner aus.
Fussball. Punkteteilungen sind für den FC St. Gallen in dieser ersten Saisonhälfte eine Rarität: Erst einmal, beim 1:1 zu Hause gegen Sion, haben die Ostschweizer unentschieden gespielt. Das 1:1 von gestern gegen die Young Boys ist in zweifacher Hinsicht wertvoll. Zum einen gelang den St. Gallern doch noch ein versöhnlicher Abschluss einer Vorrunde, die schwierig gewesen war. Zum anderen gewannen die letztklassierten Grasshoppers gegen Basel überraschend mit 2:1. Hätten die Ostschweizer gestern verloren, wäre ihr Vorsprung auf die Zürcher just zur Winterpause auf einen Punkt geschrumpft. Trotzdem waren die St. Galler nach Spielschluss nicht rundum glücklich und sprach beispielsweise Captain Philipp Muntwiler von «verschenkten» Punkten.
Platzverweis für Degen St. Gallen hatte eine engagierte Leistung abgeliefert und sich vor allem in der ersten Halbzeit genügend Chancen erspielt, um in Führung zu gehen. Sie hätten gut mitgespielt und ansehnlich kombiniert, sagte St. Gallens Trainer Uli Forte. Aber aufgrund der zweiten Halbzeit «müssen wir zufrieden sein mit diesem Punkt – auch wenn man sagen kann, dass wir den Vorsprung über die Zeit hätten bringen müssen». Nachdem eine Druckphase der Young Boys in der zweiten Halbzeit auch mit Glück schadlos überstanden war, erzielte Fabian Frei nach 84 Minuten nach Vorarbeit von Fernando und Kristian Nushi das 1:0. Den Bernern fehlte zu jenem Zeitpunkt seit zehn Minuten ein Mann: David Degen war nach einem Ellbogenschlag gegen Nico Abegglen des Feldes verwiesen worden. Diese neue Ausgangslage gab den St. Gallern die Möglichkeit, wieder ein wenig durchzuatmen, denn der Rhythmus der Young Boys war gebrochen. Nur ging St. Gallen in den Minuten nach dem 1:0 trotz Überzahl zu sorglos mit dem Ball um. Es agierte zu wenig abgeklärt und zu hektisch. Nach 89 Minuten und einem Abschluss des eingewechselten Christian Schneuwly lenkte Alain Nef den Ball zum 1:1 ins Tor. «Fakt ist: Wir lieferten zuletzt zwei gute Spiele ab, aber gewannen dabei nur einen Punkt», sagte Forte.
St. Gallen im Vorteil Die Young Boys wären jedenfalls zu besiegen gewesen. Während der ersten 45 Minuten fehlte es den Bernern an Spielwitz, zeitweise wirkten sie ziemlich hilflos, was natürlich auch mit St. Gallen zusammenhing. Die Mannschaft stand gut, sie versuchte die Nadelstiche zu setzen, wenn sich die Räume öffneten. Es herrschte Ordnung, während sich die Young Boys schwer taten mit ihren letzten Pässen. Ein Abschluss Degens und Kopfbälle von Senad Lulic und Marco Schneuwly waren die einzigen Möglichkeiten der Berner. St. Gallen kam zu den insgesamt gefährlicheren Aktionen. Muntwiler und Daniel Imhof waren Aktivposten und darum bemüht, die Angriffe schnell auszulösen. Aber nicht zum erstenmal in dieser Vorrunde musste konstatiert werden, dass die Ostschweizer zu wenig aus all ihren Möglichkeiten und Vorteilen machten. Nach elf Minuten war ein Weitschuss von Imhof gefährlich und nach 13 Minuten verweigerte der Schiedsrichter dem Kopfball-Tor von Muntwiler zu Unrecht wegen angeblichem Abseits die Anerkennung. Nach 25 Minuten rollte ein Ball von Frei der Linie entlang, ging aber nicht darüber. Vor allem Mario Frick dürfte froh sein, dass nun Pause ist. Der Liechtensteiner tat sich auch in Bern schwer.
Die Young Boys zeigten nach der Pause ihr anderes Gesicht, sie griffen an und drängten St. Gallen in die eigene Platzhälfte zurück. Den Gästen gelang kaum mehr Entlastung. Teilweise dank Glück, teilweise aber auch dank Berner Unvermögen kamen sie in jener Phase um ein Gegentor herum. «Unter dem Strich», sagte Forte, «geht dieses 1:1 in Ordnung.»
_________________ For Ever
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