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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 2. Dezember 2010, 14:30 
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Der Bund, 02.12.2010

Reaktionen: YB war wintertauglicher

Emanuel Mayuka war nicht mehr zu halten, als er in der Schlussphase das 3:2 und das 4:2 erzielte.

Der Stürmer feierte beide Treffer mit jeweils mindestens drei Saltos. Marco Wölfli erzählte hinterher in der Mixed Zone, er habe Mayuka in der Pause Mut zugesprochen. Der 20-Jährige hatte sich auf dem glitschigen Boden lange Zeit überhaupt nicht zurechtgefunden. Und wer weiss, ob er überhaupt noch auf dem Platz gestanden hätte, wäre Bienvenu einsatzfähig gewesen.

David Sieger im Bruderduell

Im Vorfeld dieser Partie standen die Zwillinge David und Philipp Degen im Fokus der Medien, weil sie bisher kaum je gegeneinander gespielt hatten. Das dritte Duell ging klar an den rund 30 Minuten älteren David. Der YB-Spieler erzielte mit einem herrlichen Heber das 1:0 und bereitete nach einem energisch bestrittenen Zweikampf an der Grundlinie das 2:2 vor. Es sei eine Frage des Willens gewesen, sagte der Basler in Diensten der Berner. «Wir wollten diese Partie unbedingt gewinnen und Geschichte schreiben.» Seinen Bruder, der auf der rechten Seite verteidigte, bekam David Degen meistens nur aus der Ferne zu Gesicht. «Wenn ich ehrlich bin, habe ich von Philipp gar nichts mitbekommen.» Der Unterlegene gratulierte seinem Bruder und YB zur Qualifikation für die Sechzehntelfinals. Für ihn war der Abend unglücklich verlaufen. Er hatte in der ersten Halbzeit viel Mühe bekundet mit dem äusserst agilen Lulic, und auch offensiv gelang ihm fast gar nichts. Zudem vertrat er sich auf dem seifigen Boden früh den rechten Fuss. Die Bedingungen seien an der Grenze der Regularität gewesen, sagte der Stuttgarter.

Die extremen äusseren Bedingungen waren auch bei den Siegern ein Thema. David Degen sagte, es sei sehr schwierig gewesen, auf der seifigen Unterlage den Lauf abzustoppen. «Jeder Rückpass war gefährlich», erzählte Wölfli. Den Lapsus, den er und Nef vor dem 1:1 begingen, wollte er hingegen nicht vollumfänglich auf das Terrain abschieben. «Es war ein Missverständnis. Ich habe absichtlich nicht gerufen, weil ich dachte, dass Alain den Ball hat.» Der Goalie war in aufgeräumter Stimmung nach dem dritten Sieg in der Europa League. Sie hätten den Unterbruch nach dem 1:2 genutzt, um sich einen Siegesplan zurechtzulegen, feixte er. Und: «Wir haben heute Geschichte geschrieben.» Das war keine Übertreibung, denn es ist immerhin 33 Jahre her, dass YB letztmals im Europacup überwinterte.

Am Tag, an dem Bern einem Winterkurort alle Ehre machte, wurde im Stade de Suisse alles Erdenkliche unternommen, damit europäischer Fussball gespielt werden konnte. Mehrere Schneepflüge standen seit den Morgenstunden im Dauereinsatz. Die Räumequipen müssen sich wie Sisyphus vorgekommen sein, da es unaufhörlich weiterschneite. Um halb sieben gab der Stadionspeaker bekannt, dass der Anpfiff um eine halbe Stunde nach hinten verlegt werde. Das gab den fleissigen Helfern Gelegenheit, das Terrain so weit herzurichten, dass der Match um 19.30 Uhr tatsächlich angepfiffen werden konnte. Trainer Vladimir Petkovic dankte diesen nach dem Match explizit für ihren grossen Einsatz.

http://www.derbund.ch/bern/Reaktionen-YB-war-wintertauglicher/story/15279334

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 2. Dezember 2010, 14:32 
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sf.tv, 02.12.2010

YB: Mit Heim-Spektakel in den europäischen Frühling

10 Tore in 3 Europa-League-Heimspielen: YB steht dank seiner Heimstärke bereits eine Runde vor Ende der Gruppenphase in den Sechzehntelfinals. Doch im Erfolg sonnen liegt nicht drin: Am Samstag steigt das Schlagerspiel gegen den FC Basel.

Die Anfahrt zum Stadion war wegen den meteorologischen Verhältnissen aufwendig und zeit- wie nervenraubend, doch der Besuch eines YB-Europacup-Heimspiels lohnte sich in dieser Saison einmal mehr. Die 18'600 Besucher sahen einen offensiven und guten Auftritt der Berner. 2:2, 3:2, 2:0, 4:2, 4:2 - die Europacup-Abende (Champions- und Europa-League) in Bern beinhalten eine Tor- und Spektakelgarantie.

Erster europäischer Frühling seit 23 Jahren

Dank dem Remis zwischen Odense und Getafe steht die Mannschaft von Trainer Vladimir Petkovic bereits eine Runde vor Ende der Gruppenphase in den Sechzehntelfinals.

Dies konnte aufgrund der Startprobleme in der Meisterschaft und den Unruhen rund um die Absetzung von CEO Stefan Niedermaier ist dieser Form nicht erwartet werden - auch wenn die Klubführung den Vorstoss in die K.o-Phase als Ziel deklarierte. YB überwintert erstmals seit der Saison 1987/88 (Cup der Cupsieger) im Europacup.

Achtungserfolg für Schweizer Teams

Den Erfolg über Stuttgart schätzt Petkovic hoch ein: «Der Sieg bedeutet für die Mannschaft, den Verein aber auch für den Schweizer Fussball viel.» Mit Basel und YB können sich nun definitiv zwei Schweizer Klubs im Frühling auf der europäischen Bühne präsentieren - das sah auch schon anders aus: In den beiden letzten Saisons konnte sich kein Schweizer Team für eine K.o-Phase eines europäischen Wettbewerbs qualifizieren. Letztmals gelang der Vorstoss dem FC Basel in der Saison 2007/08 in der Europa League.

Bereits am Samstag steht für YB das nächste wichtige Spiel auf dem Programm. Die Berner reisen zu eben diesem FC Basel. Wollen die Hauptstädter die Super-League-Vorrunde in Tuchfühlung mit der Spitze abschliessen, sind sie im St. Jakob-Park auf Punkte angewiesen.

Mayuka mit guter Tor-Ausbeute

Seit nunmehr 5 Meisterschaftspartien ist YB ungeschlagen. Langsam aber sicher scheinen die Berner besser in Fahrt zu kommen. Während im Sturm Emmanuel Mayuka, der Henri Bienvenu aus der Stammformation verdrängt hat, das Tor immer öfter trifft (9 Treffer in 18 Pflichtspielen), findet sich auch die Defensive. Obwohl sich - wie auch gegen Stuttgart - immer wieder grobe Schnitzer einschleichen, kassierte YB in der Super League hinter Sion am zweitwenigsten Gegentreffer.

Nach Basel empfangen die Berner noch den FC St. Gallen, bevor es zum letzten Spiel des Jahres zur Auswärtspartie bei Getafe kommt. Es wird eine Partie, in der die Mannschaft ohne grossen Druck aufspielen kann. Dies gab es in dieser Saison noch selten, vor allem auch für Trainer Petkovic.

http://www.sport.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/12/02/Fussball/YB-Mit-Heim-Spektakel-in-den-europaeischen-Fruehling

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 2. Dezember 2010, 14:35 
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sueddeutsche.de, 02.12.2010

Viel Stress für nichts: VfB-Frust nach Schneechaos

Bern (dpa) - Erst um vier Uhr morgens kamen die Spieler des VfB Stuttgart nach dem Schneechaos von Bern wieder nach Hause. Diese denkwürdige Europa-League-Reise brachte dem kriselnden VfB nur noch mehr Frust statt neuem Selbstvertrauen.

Binnen vier Minuten verspielte die Mannschaft bei ihrer 2:4-Niederlage bei den Young Boys eine 2:1-Führung. Und dann kostete dieser Trip auch noch mehr Zeit und Kraft als ohnehin schon befürchtet: Die Stuttgarter mussten ihre Rückreise mit dem Bus antreten, da der Flughafen der Schweizer Hauptstadt nach den starken Schneefällen gesperrt war und der VfB sein Mannschaftshotel bereits verlassen hatte. Fünf Stunden dauerte die Fahrt über die winterlichen Straßen. Am Ende stand die Erkenntnis: Viel Stress für nichts.

Trainer Jens Keller ärgerte das maßlos. «Wenn man sieht, welche Aussetzer der ein oder andere hat, ist das schon sehr bedauerlich. Das hat mit Profi-Fußball nicht viel zu tun», schimpfte er. Keller spielte auf die vier Gegentore durch David Degen (35.), Scott Sutter (78.) und Emmanuel Mayuka (81. und 82. Minute) an, die der VfB rund um die eigenen Treffer von Pawel Pogrebnjak (48.) und Sven Schipplock (68.) kassierte. Es war das erste Mal, dass er seine Mannschaft in dieser Deutlichkeit an den Pranger stellte.

Die Stuttgarter hätten es sich nach diesem Spiel einfacher machen können. Sie hätten auf den vorzeitigen Gruppensieg in der Europa League verweisen können, den sie trotz der ersten Niederlage im fünften Vorrunden-Spiel mit nach Hause nahmen. Sie hätten auch über die vielen daheimgebliebenen Stammspieler oder die nahezu irregulären Bodenverhältnisse im Berner Schneegestöber reden können, auf denen es sich besser Ski fahren als Fußball spielen ließ.

Aber langsam raubt die Unbeständigkeit und Anfälligkeit dieser Mannschaft jedem beim VfB den letzten Nerv. «Wir haben die Schnauze voll», sangen einige Fans nach dem Spiel. Und auch Ersatz-Kapitän Georg Niedermeier war hörbar angefressen. «Natürlich haben wir heute eine Mannschaft gesehen, die sonst in dieser Besetzung nur selten spielt», meinte er. «Aber drei Tore in vier Minuten zu kriegen, wird auch in der Liga bestraft. Das kann so einfach nicht weitergehen.»

http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1077501

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 2. Dezember 2010, 14:47 
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hallo

weiss jemand die daten der k.o. runde im frühling?

danke


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 2. Dezember 2010, 17:25 
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Blick, 02.12.2010

Schneekönig Mayuka

YB schlägt den VfB Stuttgart und überwintert europäisch. Dank Überflieger Emmanuel Mayuka.

Am Dienstag hat Emmanuel Mayuka zum ersten Mal Schnee gesehen. Der 20-jährige Sambier trug Handschuhe, Mütze und Halstuch und fror nach dem Training erbärmlich. Auch gestern Abend hat der neue YB-Stürmer zuerst Mühe im Schneetreiben.

Es ist für alle ein zäher Beginn. Kein Wunder: Zunächst will Schiri Alon Yefet (Isr) das Spiel gar nicht anpfeifen. Fünf Schneepflüge kämpfen gegen die weisse Pracht. Um 18 Uhr, eine Stunde vor Spielbeginn, entscheidet Schiri Yefet, den Anpfiff um eine halbe Stunde zu verschieben.

Als es endlich losgeht, erwischen die Berner den besseren Start im Stade de Schnee. Senad Lulic setzt den Ball in der 3. Minute an die Latte. Dann verpasst Nef knapp, später streift ein Costanzo-Schuss übers Tor.


Oje! YB hat keine Langarm-Trikots

Ein Mal nur kreuzen sich die Wege der beiden Degen-Zwillinge: In der 6. Minute lässt YB-Degen einen Stuttgarter aussteigen, flankt hoch vors Tor. Dort klärt sein Zwillingsbruder Philipp in höchster Not. «Ich bin ihm absichtlich aus dem Weg gegangen», verrät David Degen nach dem Spiel und strahlt übers ganze Gesicht. Er hat gut lachen. In der 39. Minute trifft er zum 1:0. Später ist er massgeblich an Sutters 2:2-Ausgleich beteiligt.

Bruder Philipp sagt: «Ich mag Dave das Tor gönnen.»

Dann kommt die Rede auf die schwierigen Platzverhältnisse: «Das war kein normales Spiel. Es war sehr schwierig auf Kunstrasen und dann noch bei diesem Schneefall», sagt Philipp Degen.

Bruder David denkt weiter: «Gegen Getafe können wir es nun locker angehen. Dieser Sieg gibt uns Selbstvertrauen für das Basel-Spiel am Samstag.»

Nach dem Spiel tauschen die beiden ihr Dress nicht. Sie stellen ihre Trikots BLICK.ch für eine Verlosung zur Verfügung.

David trauert dem gelb-schwarzen Stück nicht lange nach: «Trotz der grossen Kälte mussten wir mit kurzen Ärmeln spielen. Unser Ausrüster hat uns keine Langarm-Trikots geliefert.» BLICK weiss: Puma hat gar keine YB-Winterkollektion!


In der 40. Minute lässt David Degen zwei VfB-Spieler aussteigen und lupft den Ball aus 17 Metern über Stuttgart-Goalie Ziegler. Dann ist Pause und Zeit, die Schneepflüge wieder aufs Feld zu schicken.

Der VfB kommt entschlossen aus der Kabine. Nach drei Minuten lassen Wölfli und Nef eine harmlose Flanke durch: Pogrebnyak braucht nur noch einzuschieben. Der VfB ist jetzt besser. Camoranesi hebelt mit einem genialen Lupfer die ganze YB-Abwehr aus: Schipplock trifft. 1:2.

Vergeigen die Berner wieder einmal ein entscheidendes Spiel?

Mitnichten!

Die YB-Viertelstunde hat gerade angefangen, als sich Degen rechts durchsetzt, Sutter kommt zum Abschluss und erzielt den Ausgleich.

Dann hat Emmanuel Mayuka seinen grossen Auftritt: Zuerst trifft er nach herrlichem Steilpass von Marco Schneuwly - und zeigt danach seinen vierfachen Überschlag, den er schon beim Sieg in St. Gallen auf den Rasen zauberte. Doch es kommt noch besser. Kaum läuft das Spiel wieder, passt Sutter zur Mitte. Mayuka steht goldrichtig: 4:2 – die Entscheidung.

Weil im anderen Gruppenspiel Odense und Getafe Unentschieden spielen, ist YB vor der letzten Partie in Getafe für die Sechzehntelfinals qualifiziert. Erstmals seit 1987. Dank Schneekönig Mayuka! Doch gefeiert wird nicht. Scott Sutter: «Wir haben am Wochenende ein wichtiges Spiel.» YB trifft auf Meister Basel.

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 2. Dezember 2010, 17:27 
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NZZ, 02.12.2010

Mayuka statt Janka

YB gewinnt die Schneeschlacht gegen Stuttgart 4:2 und überwintert erstmals seit der Saison 1987/88 europäisch
Dank dem Sieg im Schneegestöber hat sich YB Platz 2 in der Gruppe H der Europa League gesichert. Die letzten zwei Tore schoss der Sambier Mayuka.

bsn. Bern · Zum Glück gab es diese Schlachtenbummler, die in der Nähe des Stade de Suisse vor Spielbeginn den Namen Moreno Costanzos skandierten. Costanzo ist Fussballer, und so ahnte man, dass in Bern demnächst ein Fussballspiel stattfinden sollte – wiewohl die äusseren Umstände auf viel anderes hindeuteten. Auf ein Skirennen. Auf die Lauberhornabfahrt. Aber niemand rief den Namen Carlo Jankas, niemand.

YB - VfB Stuttgart. Ja, das geplante Europa-League-Spiel wurde angepfiffen am Mittwochabend, wenn auch mit einer halben Stunde Verspätung. Der Kunstrasen war schneebedeckt, obschon der Platzwart, Helfer und Helfershelfer den ganzen Tag lang Schnee geschippt hatten. Doch weil Frau Holle nicht minder ausdauernd war, entfaltete sich ein Match mit Comedy-Potenzial. Bald glitt der eine Spieler unkontrolliert über den Rasen, bald stolperte ein anderer über ein Schneehäufchen, bald guckte ein dritter verdutzt, als habe er eine Schneeballschlacht verloren. Der israelische Schiedsrichter war offensichtlich zum Schluss gekommen, ein Wettspiel unter diesen Umständen sei zumutbar. Eine Verschiebung auf Donnerstag wäre überdies von keinem Klub befürwortet worden, weil sowohl YB (gegen Basel) als auch der VfB (Hoffenheim) bereits am Samstag zu wichtigen Meisterschaftsspielen antreten müssen.

Die Stuttgarter, die schon vor Anpfiff für die nächste Europa-League-Runde qualifiziert waren, kaschierten lange kaum, welch kleine Priorität sie der Partie beimassen. Der Coach Keller setzte Spieler ein, die im VfB noch nicht (Bicakcic) oder nicht mehr (Elson) eine Rolle spielen. Die Berner trotzten dem Schneefall engagierter. Sie kombinierten erstaunlich gut, gelangten zu Chancen und hielten erst nach knapp einer halben Stunde inne, als motorisierte Heinzelmännchen um Einlass begehrten, um zu tun, was sie seit dem Morgen stets getan hatten: den Platz – insbesondere die Spielfeld-Markierungen – vom Schnee befreien. Als die Schneeräumer gegangen waren, kam wieder YB, Degen traf sehenswert zum 1:0 (35.).

Nach der Pause machte es der VfB vorübergehend dem Schneefall gleich: Er wurde stärker. Zuerst profitierte Pogrebnjak von einem YB-Missverständnis und glich aus (48.), später erzielte der Joker-Nobody Schipplock das 2:1 (68.). Der Name des fast unbekannten Skorers mahnte die Berner daran, welch grosse Chance sich ihnen bot: mit Hilfe von Schnee und Zufall einen Bundesligaverein zu besiegen, der nicht partout drei Punkte anstrebte. Prompt kehrten Torhunger und Abschlussglück zurück: Sutter (78.) und Mayuka (81./82.) erzielten innert vier Minuten drei Tore zum 4:2. Damit sicherten sich die Berner schon vor der letzten Runde Gruppenrang 2 und – erstmals seit 1987/88 – europäisches Überwintern.

Costanzo war vergessen, Janka sowieso. Die YB-Fans besangen Mayuka, den Sambier, der vor anderthalb Wochen erst 20 Jahre alt geworden ist – und kürzlich in Bern erstmals Schnee gesehen hat.

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 Beitrag Verfasst: Samstag 4. Dezember 2010, 12:52 
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Berner Zeitung, 03.12.2010

Deutsche Presse zum YB-Spiel: Wenn der Schnee dem Fussball die Show stiehlt

Schnee-Chaos, Schneeballschlacht, Schneelandschaft: Kaum eine Zeitung konnte sich nach dem Spiel zwischen YB und Stuttgart ein Schnee-Wortspiel verkneifen. Die deutschen Spieler ärgerten sich auch später noch über den Schnee: Sie mussten mit dem Bus Nachhause.

Das Auswärtsspiel des VfB Stuttgart gegen die Berner Young Boys gab in den deutschen (Online-)Medien zu reden. Da das deutsche Team bereits vor dem Spiel qualifiziert war, setzten viele Mitglieder der Schreibergilde den Fokus eher auf das Spiel der Schneeflocken.

Weil das deutsche Team im «Glücksspiel» nicht in Bestbesetzung antrat, ging man mit den Unterlegenen nicht allzu hart ins Gericht. Der Fokus von Stuttgart war schon vor dem Match gegen YB auf das wegweisende Spiel gegen Hoffenheim am Wochenende ausgerichtet – die deutschen Medien teilten offenbar diese Meinung.

Hotel bereits verlassen

Für die Spieler des VfB Stuttgart ging der Ärger mit dem Schnee auch nach dem Abpfiff des Europa-League-Spiels weiter. Erst um vier Uhr morgens kam das Team nach dem Schneechaos von Bern und der 2:4-Niederlage gegen die Young Boys wieder nach Hause.

Die Stuttgarter mussten ihre Rückreise mit dem Bus antreten, da der Flughafen Bern-Belp nach den starken Schneefällen gesperrt war und der VfB sein Mannschaftshotel bereits verlassen hatte. Die Fahrt über die winterlichen Strassen dauerte fünf Stunden.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Deutsche-Presse-zum-YBSpiel-Wenn-der-Schnee-dem-Fussball-die-Show-stiehlt/story/11457635

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