Jungfrau Zeitung, 20.09.2010
Auf den Boden der Realität zurückgeholtCup-Out für Bernhard Hodler und den FC Spiez nach 0:7 gegen YBDas Wunder blieb aus: YB spielte den FC Spiez an die Wand und siegte deutlich mit 7:0. Trotz dem Cup-Ausscheiden zeigt sich der Unterseener Trainer Bernhard Hodler zufrieden mit der Leistung seines Teams und spricht von einem «wunderschönen Erlebnis».
Die 1/32-Finals bedeuteten das Ende des Cup-Abenteuers: Mit einer 0:7-Niederlage gegen den BSC Young Boys schied der FC Spiez aus dem Schweizer Cup aus. Das Zweitliga-Interregio-Team des Unterseener Trainergespanns Bernhard Hodler und Jean-Pierre Franz war den Super-League-Akteuren über 90 Minuten unterlegen und kam nur selten aus der eigenen Platzhälfte hinaus. «Wir konnten die Null jedoch erfreulich lange halten», meinte Headcoach Hodler nach der Partie, denn trotz enormem Druck der Stadtberner eröffneten diese das Skore erst nach rund 25 Minuten. Bis zur Pause lagen die Gelb-Schwarzen 3:0 in Front, danach hielt Spiez-Hüter Sven Simon seinen Kasten erneut fast eine halbe Stunde lang sauber. Mit zunehmender Müdigkeit stieg jedoch die Fehlerquote in den Reihen der Spiezer und so mussten diese in der 71. Minute das 4:0 hinnehmen. Mit drei weiteren Toren zwischen der 75. und 83. Minute stellte YB zum Schluss einmal mehr die Kraft der legendären YB-Viertelstunde unter Beweis.
Positive SchlüsseTrotz der deutlichen Niederlage zeigte sich Bernhard Hodler zufrieden mit dem Auftritt der Seinen: «Wir haben uns mit unseren Möglichkeiten tapfer geschlagen», sagt er. Er findet nicht nur, der hohe Sieg gehe in Anbetracht der klaren Überlegenheit von YB in Ordnung, er zieht auch positive Schlüsse daraus: «Wir sind hervorragend in unsere Meisterschaft gestartet und wurden nun auf den Boden der Realität zurückgeholt. Die Partie hat den Spielern vor Augen geführt, dass auch noch in anderen Dimensionen Fussball gespielt wird.» Dass den Spiezern der Ehrentreffer vergönnt blieb, bedauerte Hodler zwar – da YB jedoch während des ganzen Spiels keine einzige, reelle Torchance des Heimteams zuliess, hielt sich der Ärger darüber in Grenzen. Ohnehin überwiegt bei Bernhard Hodler trotz des einseitigen Spielverlaufes die Freude über die einmalige Begegnung: «Es war ein grosses und wunderschönes Erlebnis.» Und aus Sicht der Zuschauer freut er sich darüber, dass diese «in den Genuss von vielen Chancen und Toren kamen» und so ein grosses Volksfest feiern konnten – 3650 Schaulustige wohnten der Cup-Partie beim ABC-Zentrum in Spiez bei.
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