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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Montag 13. September 2010, 13:44 |
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Berner Zeitung, 12.09.2010 Stark vor dem Drama, unkonzentriert danachYB hat gegen den FC Basel bis zu Emiliano Dudars Ausfall brilliert – und war danach logischerweise ziemlich geschockt. Eigentlich spielte das Resultat zwischen YB und dem FC Basel gestern am Ende keine Rolle, der Gesundheitszustand Emiliano Dudars (siehe Seite 10) stand im Vordergrund. Aus welchen Motiven auch immer aber war ja weitergespielt worden, und Ende Saison könnten die zwei verlorenen Punkte der Young Boys im möglichen Titelkampf mit dem FCB auch noch eine gewisse Bedeutung haben – und weil die Partie eben nicht abgebrochen wurde, gehört es zur Chronistenpflicht, über das Gipfeltreffen der Super League zu berichten. YB also spielte zu Beginn so, wie YB spielen möchte: druckvoll und aggressiv, spielstark und ideenreich. Die Berner waren präsent und überzeugend, sie traten ganz anders und mit viel mehr Selbstvertrauen als beispielsweise in der Finalissima im Mai auf. Damals hatten die chancenlosen Young Boys gegen den FCB 0:2 verloren, gestern führten sie nach 22 Minuten mit 2:0. Und so sprach YB-Chef Ilja Kaenzig von einer «hervorragenden Leistung bis zum Spielunterbruch» und davon, dass man gesehen habe, welches Potenzial in diesem Team stecke. Die frühe 2:0-FührungBereits in der 4.Minute erzielte Ammar Jemal das 1:0, nach einem Eckball und einer Kopfballvorlage Henri Bienvenus. Die Young Boys dominierten Ball und Gegner, es war eine Freude, ihnen zuzusehen, wie sie Basel überrollten. Nach einem fantastischen Steilpass Moreno Costanzos traf der wirblige David Degen zum 2:0. Es kamen aber die 38.Minute und das Drama um Dudar – und der Bruch im YB-Spiel. Nach der längeren Unterbrechung wirkten die Berner verständlicherweise geschockt, sie waren unkonzentriert und leisteten sich Fehler, die bestraft wurden. Alex Frei traf noch vor dem Seitenwechsel mit einem herrlichen Freistosstor «Natürlich waren wir ein bisschen durcheinander», sagte YB-Captain Marco Wölfli. Und Routinier Christoph Spycher meinte, man habe nach Dudars Ausfall zu fehlerhaft gespielt. «Es wäre aber nicht korrekt, wenn wir das als Ausrede benutzen würden», sagte Spycher. «Schliesslich wollten wir auch für Dudar gewinnen.» Viele PositionswechselYB verlegte sich früh aufs Verteidigen der Führung, und weil der gleichfalls geschockte Berner Trainer Vladimir Petkovic mit seinen Wechseln und vor allem zahlreichen Umstellungen seine Fussballer an diesem Tag möglicherweise überforderte, war es nur eine Frage der Zeit, bis der Ausgleich fiel. Es war Basels Joker Scott Chipperfield, der mal wieder gegen YB reüssierte und in der 74.Minute das 2:2 erzielte. In der Schlussphase hatte vor allem der starke Degen Gelegenheiten, das Siegestor zu erzielen. «Ich ärgere mich, haben wir nicht gewonnen», sagte Degen, doch auch er wusste, was nach dieser Veranstaltung wichtig war: «Entscheidend ist, dass es Dudar bald besser geht.» Pfiffe gegen YapiBasels Gilles Yapi, einst bei YB der Stratege, hat im Stade de Suisse gut gespielt, wurde aber lange Zeit heftig ausgepfiffen. Auch die Basel-Spieler waren nach dem 2:2 in Bern gegen YB noch sichtlich mitgenommen vom Zwischenfall mit Emiliano Dudar – und rückten den sportlichen Aspekt der Veranstaltung in den Hintergrund. Darauf angesprochen, sprachen sie von einem «gewonnenen Punkt» (Verteidiger Atan Cagdas), weil sie einen 0:2-Rückstand aufgeholt hatten. Wie immer bei Gastspielen im Stade de Suisse wurde die Unterlage als «schwierig» (Mittelfeldspieler Xherdan Shaqiri) bezeichnet. Einer aber agierte auf Kunstrasen so, wie er in vier Jahren bei YB oft agiert hatte: umsichtig, ballsicher, spielstark. Gilles Yapi war beim FC Basel im zentralen Aufbau einer der besten Spieler. Bei der ersten Partie in Bern nach seinem Transfer zum FCB wurde Yapi lange Zeit bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen, wie übrigens Nationalstürmer Alex Frei auch, doch je länger die Begegnung dauerte, umso geringer fielen die Unmutsbekundungen gegen Yapi aus. Vor der Partie hatte er die YB-Akteure herzhaft begrüsst, und nach dem Spiel besuchte er seine einstigen Teamkollegen in der Kabine. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Stark-vor-dem-Drama-unkonzentriert-danach/story/16232628
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shalako
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Verfasst: Montag 13. September 2010, 13:49 |
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Berner Zeitung, 13.09.2010 Wie lange Dudar ausfällt, ist unklarDie Verletzungen von Emiliano Dudar entsprechen den Vermutungen vom YB-Teamarzt: Der Abwehrpatron brach sich beim Spiel gegen Basel das Nasenbein und erlitt eine schwere Gehirnerschütterung. Emiliano Dudar befindet sich nach seinem Unfall im Spiel YB – Basel vom Sonntag laut einer Mitteilung der Young Boys auf dem Weg der Besserung. Eingehende Untersuchungen im Inselspital zeigten, dass sich der Argentinier eine schwere Gehirnerschütterung und einen Nasenbeinbruch zugezogen hat. Wie lange Dudar ausfallen wird, ist offen. Im Verlauf vom Montag wird Dudar aus dem künstlichen Koma langsam wieder rausgeholt. Die Aufweckphase wird eingeleitet. Sein Zustand ist stabil. Künstliches Koma als SelbstschutzCuno Wetzel, Teamarzt der Young Boys, erklärte auf Anfrage, wieso Dudar ins künstliche Koma versetzt wurde. «Der künstliche Tiefschlaf ist in erster Linie ein Schutzmechanismus», sagt Wetzel. «Durch die Ruhigstellung der Körpermechanismen können Krampfanfälle und daraus resultierende Zusatzverletzungen vermieden werden.» Emiliano Dudar litt nach dem Zusammenprall an Zuckungen und wurde deshalb in den künstlichen Tiefschlaf geleitet. Nebst der Funktion als Schutzmechanismus dient das Koma auch der angenehmeren Diagnostik. [url]Zunge nicht verschluckt[/url] Cuno Wetzel bestätigte indes, dass sich Dudar nicht wie zunächst berichtet, die Zunge verschluckt hatte. «Diese Fehlinformation entstand wahrscheinlich durch Andeutungen der besorgten Teamkollegen auf dem Spielfeld, da Dudar stark aus dem Mund blutete», vermutet Wetzel. Die Blutungen seien aber lediglich auf Bagatellverletzungen im Mundbereich zurückzuführen gewesen. Grosse Anteilnahme am DramaDer Schock nach den schrecklichen Bildern am Sonntag im Stade de Suisse liess Rivalitäten zwischen den landesweiten Fangruppen für einmal vergessen machen. Auf dem Facebookprofil mit dem Titel «Wir wünschen Emiliano Dudar gute Besserung» meldeten sich unter anderem Anhänger vom FC Thun oder dem FC St. Gallen. In einer Medienmitteilung bedankt sich der Klub für die grosse Anteilnahme. Wer Emiliano Dudar persönliche Genesungswünsche schicken möchte, kann dies tun. Die Adresse ist auf Facebook ersichtlich. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Wie-lange-Dudar-ausfaellt-ist-unklar/story/12883786
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shalako
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Verfasst: Montag 13. September 2010, 13:53 |
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Der Bund, 13.09.2010 Ein 2:2, welches fast niemanden interessierteResultat und Torschützen waren nach der Partie zwischen den grossen Rivalen YB und Basel für einmal Nebensache. Vielmehr beschäftigte Dudars Unfall. Zwischen YB und Basel herrscht seit einigen Jahren eine grosse Rivalität. Nie jubeln die YB-Fans lauter, als wenn Gelb-Schwarz den FCB besiegt hat. Nie pfeifen sie lauter, als wenn Frei, Streller oder neuerdings Yapi den Ball berühren. Nie gibt es mehr Schmährufe und schnellen mehr Mittelfinger in die Höhe, als wenn die Nummer eins der Schweiz im Stade de Suisse zu Gast ist. Das war auch gestern nicht anders bis zu dem verhängnisvollen Zusammenstoss zwischen Dudar und Affolter. Als Berner und Basler Spieler geschockt auf dem Rasen herumstanden und sich mit ernsten Mienen austauschten, dämmerte auch dem fanatischsten Zuschauer, dass etwas Besorgniserregendes passiert sein musste mit dem YB-Abwehrchef. Entsprechend angeregt wurde in der unüblich langen Pause über den Unfall diskutiert auf den Rängen. Zwei verschiedene SpieleAls die beiden Teams den Rasen nach über einer halben Stunde endlich wieder betraten, begann erwartungsgemäss ein komplett neuer Match. Basel, welches nach 23 Minuten 0:2 im Rückstand gelegen hatte und von den Young Boys phasenweise vorgeführt worden war, bestimmte nun gegen die teilweise wie gelähmt wirkenden Gastgeber die Gangart. Keine zwei Minuten nach Wiederanpfiff zirkelte Frei einen Freistoss ins Lattenkreuz. YB taumelte auch dann weiter, als kurze Zeit später die Seiten gewechselt wurden. Der für Dudar in die Partie gekommene Nef tat sich auf der für ihn ungewohnten linken Abwehrseite schwer, Degen stand überall, nur nicht bei seinem Gegenspieler. Jemal war in der Innenverteidigung ein Risikofaktor. Costanzo verlor reihenweise Bälle. Der Basler Ausgleich lag mehrmals in der Luft. Erst als der zaudernde Petkovic zwei Auswechslungen vornahm und Nef auf seine bevorzugte Position beorderte, kam wieder etwas mehr Ordnung ins Berner Spiel. Dennoch war es keine Überraschung, dass der FCB den Ausgleich schaffte und dem Sieg insgesamt eher näher stand. «Alle waren durcheinander»Hinterher waren sich alle einig, dass der Match nicht mit dem üblichen Massstab beurteilt werden konnte. David Degen war zwar mit einem recht guten Gefühl auf den Rasen zurückgekehrt, «weil der Arzt uns zuvor gesagt hatte, Emiliano Dudar gehe es den Umständen entsprechend gut». Doch als die Partie wieder lief, merkte er rasch einmal, dass sich er und seine Teamkollegen in einem anderen Film befanden. «Wir haben aufgehört zu spielen», bedauerte der Basler. «Nach Dudars Unfall waren alle durcheinander», sagte YB-Chef Ilja Kaenzig. Vladimir Petkovic, der Dudar nahesteht, sei sehr aufgewühlt gewesen. Kaenzig hofft, «dass die Spieler den Kopf rasch wieder freibekommen nach diesem Schock». Sein Blick war in diesem Moment schon in die nahe Zukunft gerichtet. Diese heisst Europa League, wo am Donnerstag das erste Spiel gegen den VfB Stuttgart auf dem Programm steht. Die Reise ins Schwabenland wird YB mit Bestimmtheit ohne Emiliano Dudar antreten müssen. Der italienisch-argentinische Doppelbürger hatte schon die Playoff-Spiele für die Champions League gegen Tottenham Hotspur wegen einer Knöchelverletzung verpasst. Young Boys - Basel 2:2 (2:1) Stade de Suisse. – 25 772 Zuschauer. – SR Studer. – Tore: 4. Jemal (Bienvenu) 1:0. 23. Degen (Costanzo) 2:0. 39. Frei (Freistoss). 74. Chipperfield (Streller) 2:2. Young Boys: Wölfli; Sutter, Affolter, Dudar (38. Nef), Jemal; Doubai, Spycher; Lulic (68. Hochstrasser), Moreno Costanzo (63. Raimondi), Degen; Bienvenu. Basel: Franco Costanzo; Inkoom, Abraham, Cagdas, Safari (89. Cabral); Tembo (71. Chipperfield), Huggel, Yapi, Shaqiri; Frei (92. Almerares); Streller. Bemerkungen: YB ohne Lingani (verletzt), Regazzoni (nicht im Aufgebot), De Pierro (U-21), FCB ohne Stocker, Kusunga, Zoua (alle verletzt). Verwarnungen: 13. Lulic (Schwalbe), 31. Huggel (Reklamieren), 50. Inkoom (Unsportlichkeit), 67. Tembo, 82. Shaqiri und Degen (alle Foul). Studer schickte die Teams in der 38. Minute zur Pause in die Kabine, weil der verletzte Dudar auf dem Platz medizinisch erstversorgt wurde. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ein-22-welches-fast-niemanden-interessierte/story/24703926?dossier_id=449
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shalako
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Verfasst: Montag 13. September 2010, 15:11 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Degens tolle LeistungBis zu Emiliano Dudars Ausfall hat YB gegen Basel sehr überzeugt – danach taten sich die Berner verständlicherweise schwer. Marco Wölfli Note 5 Blieb lange Zeit relativ beschäftigungslos. Bei den Gegentoren machtlos, sonst souverän. Scott Sutter Note 4,5 Mit viel Licht und später auch Schatten – wie fast alle YB-Spieler nach dem tragischen Zwischenfall mit Dudar. Einige Konzentrationsschwierigkeiten. François Affolter Note 4,5 Auch Affolter baute nach starkem Beginn ab. Meistens aufmerksam und kopfballstark. Emiliano Dudar Note 5 Bis zum unglücklichen Zusammenprall mit Affolter das Bollwerk in der YB-Defensive. Ammar Jemal Note 4,5 Schoss das 1:0, dann beherzt, aber nicht immer stilsicher. Thierry Doubai Note 4,5 Probierte einiges, war laufstark, aktiv, teilweise mit überragenden Seitenverlagerungen. Aber auch mit schwachen Aktionen. Christoph Spycher Note 4,5 Lange Zeit der ruhende, zweikampfstarke Pol im zentralen Aufbau. Nach den zahlreichen Umstellungen in der zweiten Halbzeit tauchte er plötzlich hinten links auf – wo er den FCB-Sturmlauf wie andere verständlicherweise auch nicht mehr richtig verhindern konnte. David Degen Note 5,5 Neben Basels Shaqiri der beste Spieler auf dem Platz. Bis zum Spielende fleissig, dribbelstark, auffällig – und mit dem Tor zum 2:0 wurde er auch belohnt. Begann auf links, während Lulic für einmal rechts startete. Moreno Costanzo Note 4,5 Toller Start, Traumpass auf Degen vor dem 2:0. Später mit einigen Fehlpässen. Senad Lulic Note 4 Auch er begann gut, später aber hatte er keine gute Szene mehr. Henri Bienvenu Note 4,5 Im Sturm oft auf sich alleine gestellt, wehrte sich tapfer, bereitete das 1:0 mit dem Kopf vor. Alain Nef Note 4,5 Kam nach 38 Minuten für Dudar. Zuerst hinten links, später hinten rechts, auch mal im Abwehrzentrum deutete Nef seine Robustheit an. Die ziemlich wirren Personalrochaden aber waren auch für ihn nicht einfach. Mario Raimondi Note 4,5 Kam nach 63 Minuten für Costanzo. Mit Einsatz auf der linken Seite, auch mit guten Flanken. Xavier Hochstrasser Note 4,5 Kam nach 68 Minuten für Lulic – und agierte im ungewohnten offensiven Mittelfeld engagiert, aber hatte es schwer, weil YB gegen Spielende kaum mehr attackierte. Ein starker Schuss. Noten: 6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid;3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Die-Noten-zum-Spiel-YBFC-Basel-12-September-2010/story/26198587
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shalako
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Verfasst: Montag 13. September 2010, 15:14 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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NZZ, 13.09.2010
Bangen um Dudar
YB-Verteidiger nach Zusammenstoss mit Mitspieler im künstlichen Koma
Nach Auskunft des Inselspitals Bern will YB am Montagmittag über den Zustand des verunfallten Emiliano Dudar informieren. YB und Basel trennten sich am Sonntag im Stade de Suisse 2:2, aber niemand mochte nach dem Schlusspfiff über das Spiel sprechen. Zu präsent war der Vorfall um Dudar.
Irgendwann um die 37. Spielminute herum fuchtelte der Basler Marco Streller wild mit den Armen. In Sekundenbruchteilen hatte der Stürmer wahrgenommen, dass der YB-Verteidiger Emiliano Dudar nach einem Zusammenstoss mit seinem Mitspieler François Affolter ohne Bewusstsein und am ganzen Körper zitternd auf dem Kunstrasen lag.
Die Köpfe der beiden Verteidiger waren hart aufeinandergeprallt. Das Spiel war danach für lange Zeit unterbrochen, bis der Schiedsrichter Studer entschied, die Teams vorzeitig in die Pause zu schicken und auf eine erste Diagnose der Ärzte zu warten. Diese konnten den Spielern in der rund halbstündigen Pause immerhin mitteilen, dass der Argentinier ausser Lebensgefahr sei und sich mittlerweile in den Händen der Notfallärzte des Inselspitals befinde.
«Schock» für die Spieler
YB führte zu diesem Zeitpunkt dank Toren von Ammar Jemal und David Degen mit 2:0 (4., 22.), aber die Frage nach dem Resultat verschob sich in der Priorität nach hinten. Die Freude an Spitzenfussball verwandelte sich in Bangen und Hoffen um die Gesundheit eines Spielers.
Die beiden Trainer Thorsten Fink (FCB) und Vladimir Petkovic (YB) hatten sich während des Unterbruchs damit zu beschäftigen, ob ihre Spieler unter diesen Umständen noch weiterspielen konnten. Man sei «erleichtert» gewesen, dass Dudar irgendwann wieder normal geatmet habe und sich die Krämpfe um Hals und Kiefer gelöst hätten, sagte der Berner Thierry Doubai. Sein Teamkollege Christoph Spycher sprach von einem «Schock», der durch die Mitteilung der Ärzte etwas abgemindert worden sei.
Fink wünschte an der Pressekonferenz im Namen des ganzen FC Basel dem Spieler «gute Besserung», auf dass er möglichst schnell zurückkehre. Und sein Antipode Petkovic hoffte, dass sein Spieler «aus dieser Geschichte gut herauskommt». Beide Trainer mochten nicht gross über das Spielgeschehen sprechen. Es war irgendwie gut, dass diese Partie keinen Sieger kannte.
Berner nach Unfall ohne Tritt
Der FC Basel fand mühsam in die Partie und stellte sich anfangs lethargisch an, bis Alex Frei in der 39. Minute einen Freistoss zum 1:2 in den Winkel zirkelte und ein Startzeichen setzte für eine Basler Überlegenheit, die in der 73. Minute zum 2:2-Ausgleich durch den eingewechselten Australier Scott Chipperfield führte.
Die Berner fanden nach dem Vorfall mit Dudar den Tritt nicht mehr. Sie seien «nicht mehr in die Zweikämpfe gekommen», sagte Spycher, eigentlich hätten sie die Vorlage des frühen 2:0-Vorsprungs zum Sieg und zu drei Punkten nützen müssen.
Aus rein fussballerischer Perspektive war schwer nachzuvollziehen, wie lange YB brauchte, um nach zwei weiteren Auswechslungen (Costanzo und Lulic verliessen das Terrain) wieder zu einem vernünftigen Spielsystem zu finden. Aber das Sportliche hatte sekundäre Bedeutung.
Man sprach weder über die Doppelbelastungen, die die beiden Mannschaften in den nächsten Wochen in der Champions (Basel) bzw. Europa League (YB) gewärtigen, noch über die Rivalität zwischen den beiden Teams im Rennen um die Meisterschaft. Alles war auf später verschoben. Es gab für einmal Wichtigeres im Duell dieser Erzrivalen.
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shalako
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Verfasst: Montag 13. September 2010, 15:20 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Blick, 13.09.2010
«Schrecklicher Anblick!»
Alle Beteiligten waren vom Dudar-Drama geschockt. Auch Streller und seine FCB-Kumpels.
YB-Sportchef Alain Baumann gibt Dudar seine volle Unterstützung: «Es ist völlig egal, ob er drei Wochen oder drei Monate ausfällt. Wichtig ist nur, dass er wieder gesund wird.»
FCB-Abwehrspieler Cagdas Atan: «Wir waren alle geschockt, wünschen ihm gute Besserung und hoffen, dass er so schnell wie möglich wieder zurückkommt.»
Basels Zauberzwerg Xherdan Shaqiri gibt zu: «Es kann sein, dass das Spiel deshalb gekippt ist. Aber wir haben in der zweiten Halbzeit auch mächtig Gas gegeben.»
Marco Streller, der direkt an der Szene beteiligt war: «Es war ein schrecklicher Anblick, ich habe so etwas noch nie erlebt. In der Pause herrschte Totenstille in der Kabine. Wir alle waren und sind in Gedanken bei Dudar.»
Auch David Degen (Bild) muss die Bilder erst mal verarbeiten: «Es hat übel ausgesehen. Es war ein Schock, als Emiliano so dalag und sich nicht mehr bewegt hat. Das Schlimmste war, dass wir ihm nicht helfen konnten. Auch die Basler haben sofort alles in Bewegung gesetzt, damit die Ärzte auf den Platz konnten. Die Gesundheit steht über allem. Wir brauchen Dudar.» Als Alibi für das 2:2 will der Nationalspieler den Dudar-Schock aber nicht gelten lassen: «Wir haben in der zweiten Halbzeit aufgehört, Fussball zu spielen. Das hatte nicht nur etwas mit der Verletzung zu tun.»
Teamkollege Christoph Spycher siehts genau so: «Sicher war es keine einfache Situation. Es hat uns alle beschäftigt, aber auch die Basler. Schade, dass wir nicht für Dudar gewinnen konnten. Aber alles darauf zu schieben, wäre zu einfach.»
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