Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ

 

 

 

     

 

 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 23 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3
Autor Nachricht
 Beitrag Verfasst: Montag 21. September 2009, 17:32 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Berner Zeitung, 21.09.2009

Und wer schützt die Schiedsrichter?

Massimo Busacca wurde für seinen ausgestreckten Mittelfinger an die Adresse der YB-Fans gesperrt. Damit kann es aber noch nicht getan sein. Ein Kommentar von Bernerzeitung.ch/Newsnetz-Sportredaktor Stephan Roth.

Damit wir uns richtig verstehen, was sich Massimo Busacca geleistet hat, geht nicht. Ein Schiedsrichter darf nicht die Nerven verlieren. Er muss von Amtes wegen über der Sache stehen, ein Vorbild sein. Deshalb verurteilte Schiedsrichter-Chef Urs Meier die Entgleisung seines besten Mannes auch sofort. Und deshalb entschuldigte sich der Tessiner Spitzenschiedsrichter auch für seine obszöne Geste.

Dass Busaccas Fauxpas bestraft wurde, ist in Ordnung. Nur muss auch der Fingerzeig des Tessiners verstanden werden. «Ich wollte damit sagen: ‹So geht es nicht mehr weiter.› Wir Schiedsrichter lassen uns nicht alles gefallen», sagte Busacca in einem Interview mit dem «Blick».

Der Schweizer Fussball muss Busaccas Hilferuf erhören. Es darf nicht sein, dass sich die Fans mit dem Kauf eines Tickets auch das Recht erwerben, Menschen zu beschimpfen und zu beleidigen. Es gibt kaum ein Schimpfwort, das in einem Fussballstadion noch nicht in den Mund genommen wurde. Wer sich solche Äusserungen im normalen Leben leistet, erntet zumindest ein Kopfschütteln. In den Stadien hingegen gehört der schlechte Ton schon fast zum guten Ton.

Es wird Zeit, dass auch Spieler, Trainer und Funktionäre sich vor die Schiedsrichter stellen. So wie vor Jahren der legendäre, inzwischen verstorbene englische Erfolgstrainer Brian Clough. Selbst bestimmt kein Klosterschüler, wenn es darum ging, seine Zunge zu zügeln, forderte er die Fans von Nottingham Forest in den 70er Jahren mit einem grossen Schild auf: «Gentlemen, no swearing please - Brian» (Herren, bitte nicht fluchen). Immerhin eine gewisse Zeit lang verfehlte seine Bitte ihre Wirkung nicht. Das heisst nicht, dass die Zuschauer danach stets ihre Freude an den Schiedsrichtern hatten. Aber sie fanden feinere, humorvollere Wege, ihrem Unmut Luft zu verschaffen als durch primitives Beschimpfen und Beleidigen.

Auch die Berner Young Boys und ihre Fans müssen ihre Beziehung zu den Unparteiischen überdenken. Letzte Saison war Jérôme Lapperière im Stade de Suisse von einem Gegenstand getroffen worden. Am vorletzten Wochenende hatte sich Captain Marco Wölfli nach dem 0:3 gegen Xamax über die Arroganz des gleichen Schiedsrichters vor laufenden Kameras enerviert. Und Trainer Vladimir Petkovic hatte nach dem Aus in der Qualifikation zur Europa League gegen Athletic Bilbao gepoltert: «Leider haben wir mit elf gegen zwölf gespielt.»

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Und-wer-schuetzt-die-Schiedsrichter/story/31734680

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 21. September 2009, 23:52 
Offline

Registriert: Donnerstag 14. Mai 2009, 14:48
Beiträge: 317
Aufruf zu fairem Sport und gegenseitigem Respekt

Der BSC Young Boys hat mit einiger Besorgnis die Vorfälle rund um die jüngsten Fussballspiele beobachtet. Rassistisch geprägte Zeitungsartikel und entsprechende Zuschauerreaktionen aus dem Fan-Sektor des FC Baden, wüste Beschimpfungen an die Adresse unserer afrikanischen Spieler beim Einlaufen, offene Anfeindungen gegen Schiedsrichter Busacca von Seiten unverbesserlicher Fanatiker im YB-Sektor, alsdann die entnervte Reaktion des Unparteiischen gegen das Berner Publikum, schliesslich Ausschreitungen nach dem Spiel in Baden – all diese Vorkommnisse sind dem Image des Schweizer Fussballs und dem des BSC Young Boys nicht förderlich.

Der BSC Young Boys verurteilt mit Vehemenz jegliche rassistischen Tendenzen auf den Zuschauerrängen, gleichfalls distanziert er sich in aller Form von Gewalt und Provokationen sowie vor Respektlosigkeit gegenüber Spielern, Schiedsrichtern, Funktionären und unbeteiligten Matchbesuchern. YB hat durchaus Verständnis für das schwierige Amt der Schiedsrichter und erhofft sich gleiches von seinem Publikum, auch wenn es nicht immer alle Entscheidungen der Spielleiter nachvollziehen kann. In diesem Sinn plädiert der BSC Young Boys gerade vor den kommenden wichtigen Meisterschaftsspielen für fairen Sport und gegenseitigen Respekt.

[BSCYB]

Das chani nume vou u ganz ungerschriibe!!!


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Dienstag 22. September 2009, 09:20 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Der Bund, 22.09.2009

Massimo Busacca muss drei Mal aussetzen

Referee Massimo Busacca ist von der Schiedsrichterkommission für seine Geste gegenüber den YB-Fans in Baden mit drei Spielsperren bestraft worden. Der Tessiner akzeptiert den Entscheid, doch er macht sich auch seine Gedanken.

Der Schweizer Fussball muss an den nächsten drei Spieltagen ohne Spitzenschiedsrichter Massimo Busacca auskommen. Der Tessiner wurde nach dem Aussetzer im Cupspiel Baden - YB (Stinkefinger gegen YB-Fans) von der Schiedsrichterkommission des Verbands für drei Partien gesperrt. Die Kommission behandelte den Tessiner damit wie einen Fussballer, der seinen Unmut auf diese Art äussert. «Ein Schiedsrichter soll in einem solchen Fall gleich bestraft werden wie ein Spieler», sagte Schiedsrichterchef Urs Meier. Für einen Aktiven hätte ein Platzverweis nach Zeigen dieser Geste wohl auch eine Sperre von drei Partien nach sich gezogen, so Meier. «Busacca leistete sich eine grobe Unsportlichkeit, dafür muss er nun die Konsequenzen tragen.»

Der Schiedsrichter sagte, er habe versucht, ein wenig Abstand vom Vorfall zu gewinnen. «Beim Joggen bin ich so schnell gerannt wie selten.» Busacca bedauerte aber vor allem, «dass sich die Provokateure nun ins Fäustchen lachen und schon am Mittwoch, wenn YB auf Zürich trifft, einfach weitermachen.» Trotzdem akzeptiere er die Sperre: «Ich hätte mich nicht auf dieses Niveau herunterlassen dürfen.»

«Keine Staatsaffäre»

Da man davon ausgehen kann, dass Busacca in jeder Runde zum Einsatz gelangt, wird der Tessiner an den nächsten drei Spieltagen der Super League und Challenge League (23./24.September, 26./27.September und 3./4.Oktober) kein Aufgebot erhalten.

Anders als bei einem Spieler hat man mit dem pfeifenden Täter jedoch «länger diskutiert, und dann ein Urteil gefällt». Von einer schöpferischen Pause oder von einem Schutz für den 40-Jährigen, um ihn aus der Schusslinie zu nehmen, will Meier nichts wissen.

Ob die Strafe durch den Verband auch international Konsequenzen hat, ist ungewiss. Der europäische Fussballverband Uefa war am Montag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. In die Frist der Sperre in der Schweiz fallen die Champions-League- und Europa-League-Spiele von nächster Woche. «Ich hoffe nicht, dass die Uefa unserem Urteil folgt. Ein Spieler, der in der Schweiz gesperrt wird, kann im Europacup auch eingesetzt werden», so Meier, der übers Wochenende mit Busacca telefoniert hatte. Jetzt müsse die Sache abgeschlossen sein. «Wir wollen keine Staatsaffäre daraus machen.»

Mitteilung der Young Boys

Bei den Young Boys, die sich gestern mit Busacca in Verbindung setzten, wollte niemand persönlich Stellung nehmen. Der Verein verschickte aber eine Mitteilung, in der er sich grundsätzlich zu den Vorfällen in Baden äusserte. «Anfeindungen gegen Schiedsrichter Busacca von Seiten unverbesserlicher Fanatiker im YB-Sektor, alsdann die entnervte Reaktion des Unparteiischen gegen das Berner Publikum, schliesslich Ausschreitungen nach dem Spiel in Baden – die Vorkommnisse sind dem Image des Schweizer Fussballs und dem der Young Boys nicht förderlich», liessen die Berner verlauten.

Allerdings wollen auch sie, dass sich die Situation so rasch wie möglich normalisiert. Busacca werde bald wieder ein YB-Spiel leiten, und es seien im Vorfeld keine besonderen Massnahmen geplant. «Von allen ist in diesem Fall die nötige Sensibilität gefragt.» Auch der Referee sieht kein Problem, wieder mit YB auf dem Platz zu stehen: «Ich hatte nie ein Problem mit der Mannschaft, und ich bleibe ein netter Kerl.»

http://www.derbund.ch/zeitungen/sport/-Massimo-Busacca-muss-drei-Mal-aussetzen/story/28862449

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 23 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 33 Gäste

 
 

 
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de