Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ

 

 

 

     

 

 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 2 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Generalversammlung 25.10.2004
 Beitrag Verfasst: Dienstag 26. Oktober 2004, 07:47 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Bund, 26.10.2004

«Der Markt muss bestimmen»

Die Zukunft der Young Boys: Peter Jauch, Verwaltungsrat und CEO des Stade de Suisse, gibt sich vorsichtig

Wie stark werden die Young Boys in der nächsten Saison im neuen Stadion aufspielen – und mit welchen finanziellen Mitteln können sie rechnen? Peter Jauch, der CEO der Stade de Suisse Wankdorf Nationalstadion AG (SdS), die 96 Prozent der Aktien der YB-Betriebs-AG besitzt, nimmt Stellung.



Interview: Charles Beuret


«Bund»: Stade de Suisse hat der YB-Betriebs-AG Ende Woche 5,6 Millionen Franken Schulden erlassen. Weshalb?


Peter Jauch: Es lag uns daran, YB eine optimale Ausgangslage für eine sportlich wie finanziell erfolgreiche Zukunft zu sichern. Jetzt ist die Betriebs-AG schuldenfrei – es gibt keinen besseren Einstieg ins neue Stadion.


In Ihrer Zielsetzung sprachen Sie stets davon, dass in Bern wieder europäischer Fussball zu sehen sein soll. Dazu bräuchte es viel Geld. Wird das Budget erhöht?

Zuletzt operierten wir mit einem 9,3-Millionen-Budget, das im Prinzip bestehen bleibt. Wir sind ein Unternehmen und möchten zuerst einmal schauen, was Sinn macht und was nicht.


Was heisst das?

Es wäre nicht vernünftig, im neuen Stadion sofort das Budget zu verdoppeln. Wir wissen ja noch gar nicht, wie es auf dem Transfermarkt aussieht. Und wir wissen auch nicht, wie es im Stadionneubau mit den Einnahmen aussehen wird. Der Markt muss spielen und er muss bestimmen



Also keine Verstärkungen für die Young Boys?

Das habe ich nicht gesagt. Es ist so, dass wir öffentlich kein fixes Budget kommunizieren möchten, sondern wie gesagt mit bisherigen Mitteln operieren werden. Nur: Viele Verträge laufen aus – es wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen müssen, mit wem wir erneuern wollen und mit wem nicht. Je nach Ergebnis wissen wir dann, auf welcher Position wir unbedingt noch Verstärkung brauchen. Es ist aber nicht anzunehmen, dass wir für einen einzigen Transfer mehrere Millionen ausgeben werden – im Fall einer günstigen Marktsituation ist es jedoch möglich, dass wir zusätzlich die eine oder andere Investition tätigen werden.

Wäre es nicht sinnvoll, in Bern vor allem Berner Spieler zu verpflichten? Zum Beispiel Sypcher von GC?

Doch, natürlich. Es gab ja Kontakte, aber ich muss sagen: Wir bei YB wollen kein Sprungbrett für Spieler sein, die sich am liebsten ins Ausland absetzen wollen. Deshalb denke ich, wir müssten vor allem talentierte Berner Spieler aus der Region für YB gewinnen. Da ist einiges zu machen.


Aber der schnelle Erfolg ist so nicht zu erreichen . . .

Nein, aber der Erfolg lässt sich ohnehin nicht programmieren. Der FC Basel zog ins neue Stadion nicht als Meister, sondern als Tabellenfünfter ein – das haben viele vergessen. So gesehen sind wir noch immer auf Kurs: Anfang Saison sprachen wir davon, einen Rang zwischen 2 und 6 zu erreichen. Wenn wir dieses Jahr gut abschliessen und auch im Frühjahr, wenn wir wohl etwas weniger Verletzte haben werden, Gas geben, liegt rangmässig noch einiges drin.


Worauf gründet Ihr Optimismus?

Spieler und Trainer möchten im neuen Stadion doch sicherlich dabei sein. Ich nehme doch an, dass allein diese Ausgangslage alle zu besonderen Efforts animiert.

Ist Trainer Hans-Peter Zaugg der Trainer, der YB ins neue Stadion führen wird?

Das hängt von ihm und den YB-Leistungen ab. Er hat bisher ausgezeichnete Arbeit geboten. Wenn er weiterhin mit Erfolg arbeitet, hat er gute Karten. Das Gleiche gilt für die Spieler mit auslaufenden Verträgen.

Zu welchen Leistungen ist der BSC Young Boys Ihrer Ansicht nach im neuen Stadion fähig?


Wie gesagt, lässt sich der Erfolg nur schlecht planen. Aber ich hoffe schon, dass sich die Mannschaft von der allgemeinen Euphorie rund ums Stade de Suisse beflügeln lässt und das Ihre dazu beiträgt, dass auch Geld in die Kasse fliessen wird. Dann ist einiges möglich.


Kleinerer Verwaltungsrat

Die Aktionäre der YB-Betriebs AG haben ihren Verwaltungsrat an der gestrigen GV von vier auf drei Mitglieder verkleinert und wollen damit vor allem die Entscheidungswege zwischen den verschiedenen Führungsgremien des Super-League-Vereins verkürzen.

Neu im Verwaltungsrat Einsitz nimmt Marco Steiner, der als Finanzchef der Stade de Suisse Nationalstadion AG tätig ist. Das neue Führungstrio wird komplettiert durch YB-Vereinspräsident Peter Mast und Peter Jauch, den Geschäftsführer der Stadion-AG. Der beschlossenen Verkleinerung des Führungsgremiums fielen die bisherigen Verwaltungsräte Matthias Remund und Mauro Santona zum Opfer. Dank dem Schuldenerlass der Stade de Suisse Nationalstadion AG in der Höhe von 5,6 Mio Franken, der bereits letzte Woche bekannt gemacht wurde, kann die YB-Betriebs AG schuldenfrei ins letzte Jahr vor dem Einzug ins neue Stadion starten. (siz)

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
 Beitrag Verfasst: Dienstag 26. Oktober 2004, 08:53 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
BZ, 26.10.2004

Ein Abgang ohne Nebengeräusche

Die BSC YB Betriebs AG ist schuldenfrei, schliesst das Geschäftsjahr mit einem Gewinn ab und hat seit gestern nicht mehr vier, sondern nur noch drei Verwaltungsräte: Dies sind die Fakten der gestrigen GV.
Diese Männer wollen YB in eine starke Zukunft führen: Marco Steiner, Peter Mast und Peter Jauch (v.l.) / Andreas Blatter«Das ist für einmal ein Abgang ohne Nebengeräusche», sagte Peter Mast, der alte und neue Präsident der YB Betriebs AG und des Vereins BSC YB. Der einzige Krach, den die YB-Aktionäre gestern an der GV der BSC YB Betriebs-AG erzeugten, war der Applaus für die abgewählten Verwaltungsräte Matthias Remund und Mauro Santona. An ihre Stelle wurde Marco Steiner, Finanzchef der Stade de Suisse Wankdorf Nationalstadion AG (SdS), in den VR gewählt. Dieses Gremium besteht seit gestern nur noch aus drei Mitgliedern: Peter Jauch, CEO der SdS (bisher), Peter Mast (bisher) und eben Marco Steiner.


YB ohne Schulden

«Eigentlich wäre ich gerne bei YB geblieben», sagte Santona via Mikrofon zu den Aktionären. Aber seine Abwahl sei ein logischer Schritt. «Es ist gut, dass die Mehrheit des VR aus Vertretern der SdS besteht.» Denn die SdS sichere das Überleben der Young Boys. In die gleiche Kerbe hieb Remund, der zweite Abgewählte des Abends: «Wer zahlt, befiehlt», sagte er. Bern könne sich glücklich schätzen, kümmere sich die SdS um YB. «Dank dieser Leute ist der Klub kurz vor dem Einzug ins neue Stadion schuldenfrei.» Was seit einigen Tagen bekannt ist, stand gestern in der Bilanz und der Erfolgsrechnung schwarz auf weiss: Weil die SdS, die 96 Prozent der YB-Aktien besitzt, der YB Betriebs AG Schulden in der Höhe von 5,6 Millionen Franken erlassen hat, schliesst YB das Geschäftsjahr 2003/04 mit einem Gewinn von 3 Millionen Franken ab.



--------------------------------------------------------------------------------


Interview


Jauch: «Die Basis ist nun vorhanden»

Peter Jauch, der starke Mann bei YB, über den neuen Verwaltungsrat, den FC Basel und die Ziele von YB.
Peter Jauch, im Verwaltungsrat der YB Betriebs AG sitzen seit heute zwei Vertreter der Stade de Suisse Wankdorf Nationalstadion AG (SdS) und nur noch einer von YB. Ist YB für das neue Stadion noch wichtig?


Peter Jauch: YB kann ohne das Stadion nicht überleben, und das neue Stadion funktioniert nur mit YB, es muss harmonieren. Die Basis steht; doch es wartet viel Arbeit auf uns.


Weshalb wurde der Verwaltungsrat der YB Betriebs AG von vier auf drei Mitglieder reduziert?


Die Entscheidungswege werden kürzer, die Leute sind öfters verfügbar und wir setzen auf Kontinuität. Der VR wurde zwar gestrafft, aber wir werden die Manpower in der Administration und im sportlichen Bereich vergrössern. Zum Beispiel werden wir unseren vielbeschäftigten Sportchef Reto Gertschen einen Teammanager – oder etwas in dieser Art – zur Seite stellen.


Sie waren schon dabei, als in Basel ein neues Stadion entstand. War der FC Basel vor seinem Einzug in den neuen St.-Jakob-Park weiter als es YB heute ist?


Der Vorverkauf für die Saisonkarten läuft hier besser als damals in Basel. Auch der Zuschauerschnitt im Neufeld ist besser als im Basler Übergangsstadion Schützenmatte. Sportlich ist es schwer zu sagen, wer weiter ist. Vor dem Umzug ins neue Stadion war Basel Dritter.


Zehn Monate vor dem Umzug ins Wankdorf ist YB schuldenfrei, die Saisonabos verkaufen sich gut und die Mannschaft steht auf Rang drei.


Sie sehen, alles läuft prima. Als nächstes wollen wir YB an die Spitze des Schweizer Fussballs bringen. Momentan hat YB das Potenzial für eine Platzierung zwischen Rang fünf und zwei.


Wird YB im neuen Stadion rentieren?

Bis zum Umzug wird die SdS insgesamt 40 Millionen in die Young Boys investiert haben. Es wird lange dauern, bis das investierte Geld zurückfliessen wird. Das geht länger als zwei, drei Jahre, dessen sind wir uns bewusst. Aber ich bin überzeugt, dass viele Leute ins neue Stadion kommen werden.

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 2 Beiträge ] 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 62 Gäste

 
 

 
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de