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 Betreff des Beitrags: Re: Christoph Spycher - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Samstag 1. August 2020, 17:00 
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YB-Stimmen zum 3. Titel - Spycher: «Viel Energie gebraucht, um immer positiv zu bleiben»

Der Sportchef und weitere Protagonisten des alten und neuen Meisters äussern sich zum neuerlichen Triumph in der Liga.

Die Carfahrt nach dem 1:0-Sieg in Sion beschreibt Trainer YB-Gerardo Seoane als «sehr lustig». Michel Aebischer spricht gar von einem «riesigen Fest». Doch sein Teamkollege Christian Fassnacht stellt klar: «In Bern durften wir nur im privaten Rahmen feiern, daher sind letztlich alle auch zu Schlaf gekommen.»

So ein Verletzungspech wie in der Vorrunde habe ich noch nie erlebt – auch nicht als Aktiver!
Autor: Christoph SpycherYB-Sportchef


Corona ist nur einer der Gründe, warum der 3. Titel in Serie für YB ein ganz spezieller war. Sportchef Christoph Spycher meint: «So ein Verletzungspech wie in der Vorrunde habe ich noch nie erlebt – auch nicht als Aktiver!» Zu den Verletzungen kamen gewichtige Abgänge: «Sowohl die Viererkette wie auch die Doppelsechs der Vorsaison fielen plötzlich komplett weg.»

Improvisation war gefragt. Spycher offenbart: «Es hat unglaublich viel Energie gebraucht, immer positiv zu bleiben.» Insbesondere dem Restart der Liga kann er aber auch viel Gutes abgewinnen: «Die Meisterschaft auf sportlichem Weg zu entscheiden war wichtig, damit die Liga nicht auseinander bricht.»

Trotz der geplatzten Finalissima ist auch das letzte Saisonspiel zuhause gegen St. Gallen für YB nicht bedeutungslos. Stammkeeper David von Ballmoos erklärt: «Mein Vertreter Marco Wölfli wird nach gefühlt 100 Jahren im Klub verabschiedet, und das verlangt nach einem würdigen Rahmen.»


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... zu-bleiben

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 Betreff des Beitrags: Re: Christoph Spycher - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Sonntag 2. August 2020, 02:23 
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BSC Young Boys ist Meister: Das sagt Sportchef Christoph Spycher

Der BSC Young Boys ist zum dritten Mal in Folge Meister. Sportchef Christoph Spycher und CEO Wanja Greuel sind stolz auf ihren Verein.

Das Wichtigste in Kürze

- Die Young Boys holen dank eines Mini-Sieges in Sion den Titel-Hattrick.
- Im Interview zieht Sportchef Spycher Bilanz und schaut schon mal auf nächste Saison.

Nach dem Schlusspfiff gab es kein Halten mehr. Egal ob im Stadion in Sion oder in der Innenstadt in Bern: Überall brachen die Dämme. Der BSC Young Boys hat es geschafft und holt den Titel-Hattrick!

Im Interview zieht Sportchef Christoph Spycher Bilanz und meint zu Beginn ganz ehrlich: «Es ist speziell in einem leeren Stadion Meister zu werden, es sind fast keine Personen vor Ort.»

Er hält aber gleichzeitig fest, dass der Titel ein unglaubliches Glücksgefühl sei. «Ich bin unglaublich stolz auf den Verein, auf all die tollen Leute, die mitgeholfen haben, diesen Titel zu holen».

Spycher: «Hindernisse haben uns geholfen»

Laut Spycher sei der Weg zum dritten Titel «herausfordernd» gewesen. Zur Erinnerung: Der BSC Young Boys begann mit einer komplett neuen Viererkette, zwei defensive Mittelfeldspieler waren neu. Also die komplette defensive Basis war weg.

«Hinzu kam das unglaubliche Verletzungspech, wir kamen uns zeitweise wie im falschen Film vor», erklärt der Sympathieträger. Doch «Wuschu» sieht gerade in den Hindernissen auch die Grundlage für den dritten Titel in Folge.

«Wir gingen einfach unseren Weg, haben stets das Beste aus jeder Situation gemacht.» Diese Strategie hätten sie schliesslich jetzt auch mit Corona und den Geisterspielen verfolgt.

«Es war für alle Mannschaften etwas Neues, aber ich glaube wir konnten am besten damit umgehen.» Der Titel sei daher auch völlig verdient, so Spycher.

BSC Young Boys ist «eine Einheit»

Spycher setzt in Bern auf Teamarbeit. Das funktioniert, das konnte der Verein nun zum dritten Mal in Folge beweisen! Er erklärt: «Jeder hat Vertrauen in die Arbeit der anderen. Jeder weiss genau was seine Stärken sind und versucht diese zum Wohl von YB einzusetzen».

Das Wichtigste, das hebt Spycher im Gespräch mehrere Male hervor: Es geht nicht um eine einzelne Person, sondern um einen Verein: BSC Young Boys. Der Sportchef ist daher auch überzeugt, dass eine gute Basis für die nächste Saison vorhanden ist.

«Es wird sicher den ein oder anderen Wechsel geben. Aber das hier ist eh keine One-Man-Show. Es ist ein Zusammenspiel von vielen Leuten. Dieser Verein bildet eine feste Einheit und diesen Weg werden wir so weitergehen.»

YB-CEO: «Ein Happy End für eine schwierige Saison»

YB-CEO Wanja Greuel verfolgte das Spiel in Sion auf der Tribüne. Er sei «sehr erleichtert» über das Resultat gewesen, so der YB-CEO. «Ich glaube wir haben einen sehr guten Match gezeigt und ein schönes Tor geschossen.»

Auch er zeigt sich «unglaublich stolz» auf den ganzen Verein. «Nach 32 Jahren Pause gleich dreimal den Titel geholt, das ist unglaublich. Ein Happy End für eine schwierige Saison», sagt Greuel und entgeht nur knapp einer Bier-Dusche.

Der YB-CEO gibt zu, dass man dieses Jahr nicht so dominant gewesen sei, wie im letzten Jahr. «Wir konnten aber entscheidend zulegen und sind verdient Meister geworden», sagt Greuel.


https://www.nau.ch/sport/fussball/bsc-y ... r-65753462

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 Betreff des Beitrags: Re: Christoph Spycher - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Sonntag 2. August 2020, 13:48 
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Der YB-Sportchef im Interview«Am Ende ging es auch um Coolness»

Nach dem dritten Titel in Serie spricht Christoph Spycher über die Widerstände, die es zu überwinden galt, die andauernde Corona-Krise im Fussball, und er skizziert, wie das YB der nächsten Saison aussehen könnte.

Christoph Spycher, YB ist zum dritten Mal Meister. Im Rückblick fragen wir uns: Wann hat YB diesen Titel gewonnen? Gibt es den Schlüsselmoment?

Es gab für uns in dieser Saison eine Vielzahl von Widerständen, die wir überwinden mussten. Da war die Erwartungshaltung: Wer zweimal Meister wird, der muss es auch ein drittes Mal werden. Es gab den erwarteten Umbruch mit zahlreichen Abgängen und Zuzügen und den Start mit einer fast komplett neuen Viererkette in der Abwehr und neuer Rollenverteilung im Mittelfeld. Da war die Vorrunde mit dem aussergewöhnlichen Verletzungspech, das war eine enorme Prüfung.

Sie zwang YB sozusagen zu einem weiteren Umbruch.

In dieser Phase sind Spieler in den Vordergrund gerückt, für die diese Rolle zum Teil noch nicht vorgesehen war. Spieler, die schon länger dabei sind, müssen stets den nächsten Schritt machen, mehr Verantwortung übernehmen. Von Ballmoos, Aebischer, Fassnacht und Nsame sind nicht die gleichen Fussballer, die sie vor drei Jahren waren. Sie kamen aus dem eigenen Nachwuchs, aus der Challenge League oder von kleineren Clubs und sind heute Nationalspieler. Nach der Corona-Pause sind sie so richtig in diese Rolle gewachsen.

Welchen Einfluss hatte der Corona-Unterbruch auf dieses neu formierte Team?

Wir brauchten Zeit, um uns zu festigen, hierarchisch und spielerisch. Im Winter waren wir gut unterwegs, wir lagen vorne, hatten das Selbstvertrauen von zwei Titeln in Folge.

Und dann?

Schlecht ist einfach, wenn sich das Gefühl breitmacht, es klappe sowieso irgendwie mit dem Titel.

Das haben Sie im Team festgestellt?

Es gab Momente in der Rückrunde, in denen wir von uns mehr erwarteten.

Welche?

Da gab es Erlebnisse wie das 0:1 in Thun. Das hat uns wehgetan, nicht wegen der Niederlage, sondern wegen des Auftretens. Da fehlten Basiswerte wie Dynamik, Wucht und bedingungsloser Wille, die wir sonst fast immer auf den Platz bringen.

«Dieser Titel hat einen sehr hohen Stellenwert.»

Und was waren die Folgen dieses Auftritts?

Er hat schon von sich aus etwas ausgelöst in der Mannschaft. Die Spieler waren sich untereinander einig, dass so was nicht vorkommen dürfe, dass wir so unsere Ziele nicht erreichen können.

Wäre YB auch ohne die Corona-Krise Meister geworden?

Das ist sehr hypothetisch. Klar, haben wir den Glauben daran, dass wir das so oder so geschafft hätten. Die Ausgangslage nach der Corona-Pause war gut, dann kam St. Gallen in Schwung, und wir waren am Ende sehr gut unterwegs. Aber ich möchte diese Phase nicht überbewerten.

Aber YB hat eine Breite im Kader, auf die andere nicht zurückgreifen konnten.

Ja. Aber die Frage wäre auch: Welche Spieler hätten sich ohne Corona-Pause verletzt, welche wären zurückgekehrt? Da sind viele Unwägbarkeiten dabei, weshalb das schwer abzuschätzen ist. Diese Corona-Wochen zählen einfach zu den Widerständen, die wir auf dem Weg zum Titel überwinden mussten. Auch die Pause war keine einfache Zeit, gerade für jene Spieler, die hier allein wohnen und nicht zu ihren Familien konnten.

Mit St. Gallen hat sich YB lange ein spannendes Duell geliefert. Hatten Sie je das Gefühl, es könnte zugunsten der Ostschweizer ausgehen?

Es war immer eng, ja. Es gab Momente, da haben wir selber gemerkt: Wir sind noch nicht gut genug. Aber alle liessen Punkte liegen. Am Ende ging es auch um eine gewisse Coolness und das Vertrauen: Wir müssen unseren Job machen, dann kommt es gut.

Und diese Coolness geht von Ihnen aus?

Die kommt auch vom Verein, von der Besitzerfamilie Rihs und dem Verwaltungsrat. Ich bin sicher, es wäre bei uns auch nicht Unruhe ausgebrochen, wenn wir Zweiter geworden wären. Alle bei uns haben Vertrauen in den Weg, den wir gehen. Das reicht von oben über mich und den Trainer und seine Crew bis über die Führungsspieler in die Mannschaft hinein. Jeder weiss, dass Rückschläge unvermeidbar sind. Aber man muss sie nutzen, die Lehren daraus zu ziehen.

Stand der Meistertitel in dieser sehr ungewöhnlichen Saison vielleicht am Ende gar nicht so unverrückbar im Fokus?

Doch, absolut. Das ist das, was ich bei den Spielern als Ziel gespürt habe. Vielleicht hat es sich zeitweise nach weniger Druck angefühlt, weil der Fussball weniger im Zentrum stand. Jedoch kam schnell der wirtschaftliche Druck auf.

Ein Ende von Corona ist nicht absehbar. Was heisst das?

Die Situation dauert noch an. Aber die wirtschaftlichen Folgen werden massiv sein. Und für alle Clubs in der Super League ist es von existenzieller Bedeutung, dass wir ab der neuen Saison deutlich mehr Zuschauer ins Stadion lassen können. Wir sind überzeugt, dass wir mit den entsprechenden Schutzkonzepten die Stadien zu gewissen Teilen auslasten könnten. Sonst droht einigen Clubs der Konkurs.

Welchen Stellenwert hat dieser Titel im Vergleich mit 2018, mit 2019?

Für mich löst er eine sehr tiefe Befriedigung und grosse Freude aus. Es braucht so viel, um eine Meisterschaft als Erster zu beenden, da steckt von allen Beteiligten extrem viel Arbeit dahinter. Und es gab so viele Widerstände, die wir schliesslich als Einheit meistern konnten. Auch deswegen hat der Titel für mich einen sehr hohen Stellenwert.

Zeigt er auch, dass allein schon die Organisation YB Erfolg verspricht?

Wir sind in einer Art gefestigt, dass uns der Moment, in dem wieder ein anderer Club Meister wird, nicht aus der Bahn werfen wird. Unser Konzept funktioniert. Wir bieten Spielern eine gute Plattform, sind darauf angewiesen, einige gewinnbringend weiterzuverkaufen, dann müssen wir wieder welche mit Potenzial holen und so weiter. Alle Spieler sehen, was bei uns möglich ist.

So etwas gilt auch als Dynastie.

Bei YB ist Erfolg nicht von einer Person abhängig, das ist schon mal eine gute Voraussetzung. Wichtig ist auch, dass man mit Widrigkeiten umgehen kann. Wir werden auch mal einen schlechten Transfer tätigen, die falsche Entscheidung treffen. Das Ziel ist, den Hunger zu erhalten. Die beste Mannschaft zu sein. Nur wollen das die anderen auch.

Wird man auch in diesem Sommer für Spieler wie Jean-
Pierre Nsame viel bezahlen?

Er hat sich in eine sehr gute Ausgangslage gebracht. Auch da stellt sich die Frage, wie das Stürmerkarussell international in Gang kommt. Mit Jean-Pierre stehen wir sowieso gut da: Entweder gibt es einen wirtschaftlich interessanten Transfer oder einen Topstürmer, der nächstes Jahr weiter für uns spielt.

«Wir mussten diese Spieler auspressen.»

War YB in dieser Saison zu abhängig von Nsames Toren?

Sicherlich. Erwischte er für einmal keinen guten Tag, was bei diesem Pensum absolut normal ist, dann spürten wir das. Das war der Unterschied zu den vorhergehenden Saisons, da hatten wir etliche Spieler, die über 10 Tore erzielten, 15 bis 20 Skorerpunkte sammelten. Diesmal lastete zu viel Verantwortung auf Nsame.

Weshalb?

Hoarau und Sulejmani waren jahrelang prägende Spieler unserer Offensive, sie fehlten diesmal oft. Und Ngamaleu und Fassnacht kämpften mit Leistungsschwankungen, weil sie gerade während der Verletzungsmisere in der Vorrunde unglaublich stark gefordert waren. Wir mussten sie auspressen. Und sie stellten sich in den Dienst der Mannschaft.

Nach von Bergen im vergangenen Jahr tritt Wölfli zurück, Hoarau und Sulejmani haben eine ungewisse Zukunft bei YB. Könnte es sich der Club leisten, drei Identifikationsfiguren auf einmal zu verlieren?

Wir wollen eine gewisse Anzahl Identifikationsfiguren. Es gilt aber, in erster Linie sportliche Faktoren zu berücksichtigen. Wir dürfen nicht nur auf unser Herz hören, müssen auch mit dem Kopf entscheiden. Wir können nicht einfach sagen: «Wir brauchen jetzt noch eine Identifikationsfigur, deshalb soll dieser oder jener Spieler bleiben.» Zumal sich in solchen Fällen der Spieler oft selbst nicht mehr wohlfühlt, weil seine Rolle eine andere ist.

Können Sie uns ein Beispiel nennen?

Diesen Fall haben wir oft mit von Bergen diskutiert. Am Ende hat er von sich aus gesagt: «Nein, ich kann und will keine kleinere Rolle übernehmen. Der Zeitpunkt ist gekommen, ich höre auf.» Dieser Moment kommt für alle Spieler irgendeinmal. Wenn man sich gewohnt ist, Verantwortung zu tragen und dann plötzlich eine weniger wichtige Rolle hat, braucht das einen Mentalitätswechsel.

Wölfli hat das geschafft.

Seine Geschichte ist speziell. Er hat bei uns nicht nur schöne Sachen erlebt, musste auch die eine oder andere sportliche Massnahme schlucken. Er konnte das annehmen, ist diesen Weg mit Überzeugung gegangen. Aber die Rolle des Ersatzgoalies kann nicht mit jener des Feldspielers verglichen werden.

Was dachten Sie, als Sie von Hoaraus Verletzung erfuhren?

Es tat mir sehr weh, weil man sah, wie stark er litt. Er ist seit sechs Jahren bei YB – natürlich lässt uns seine Geschichte überhaupt nicht kalt. Ich habe immer gesagt: Die Corona-Krise und die Frage, ob weiterspielen oder nicht, war schwierig zu beantworten, und wir sprachen nie von einer Wunschlösung. Aber es ging immer um Gerechtigkeit, auch für die Spieler, deren Verträge auslaufen. Wie hätten wir eine seriöse Beurteilung machen sollen, ohne weiterzuspielen? Das wäre für mich das Schlimmste gewesen.

Hoarau wurde durch seine Verletzungen dieser Chance fast komplett beraubt.

Auch deshalb tut sein Fall enorm weh.

Wen sehen Sie als potenzielle neue Identifikationsfiguren?

Wölfli hat eine einmalige Karriere. Er hat bis auf ein eineinhalbjähriges Leihengagement bei Thun nur für YB gespielt – das ist der Traum jedes Vereins. Aber mit David von Ballmoos haben wir einen sensationellen Nachfolger, der diese Vereinstreue auch verkörpern könnte. Die Frage ist, ob er sich für diesen Weg entscheidet oder ob er dereinst einen Wechsel ins Ausland anstrebt.

«Der Fall von Hoarau tut mir enorm weh.»

An wen denken Sie noch?

Fabian Lustenberger, der mühelos in die grossen Fussstapfen von Bergens geschlüpft ist und hier seine Karriere beenden wird. Ich denke auch an Christian Fassnacht und Michel Aebischer, der mit seinem Weg vom YB-Junior zum Nationalspieler ein Vorzeigebeispiel für unsere Nachwuchsarbeit ist.

Wichtig ist auch der Trainer: Bei Gerardo Seoane deutet vieles darauf hin, dass er bei YB bleibt. Wie sehen Sie seine Zukunft?.

Ich arbeite sehr gerne mit ihm ­zusammen. Und bin optimistisch, dass er auch nächste Saison unser Trainer sein wird. Ich erachte unsere Zusammenarbeit als enorm konstruktiv, spüre bei ihm grosse Leidenschaft für YB. Aber klar: Er hat die Qualitäten, einst in einer Topliga zu arbeiten.


https://www.bernerzeitung.ch/bei-yb-ist ... 0566267191

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 Betreff des Beitrags: Re: Christoph Spycher - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. August 2020, 11:45 
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INTERVIEW MIT CHRISTOPH SPYCHER

YB-Sportchef Christoph Spycher äussert sich im Interview zum Trainingsstart über die aktuelle Situation beim BSC Young Boys.




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 Betreff des Beitrags: Re: Christoph Spycher - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Dienstag 15. September 2020, 00:02 
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Vor dem YB-Spiel bei Midtjylland

«Der Zufall erhält mehr Gewicht»

Sportchef Christoph Spycher steht mit YB in einer sehr ungewöhnlichen Qualifikationsphase für die europäischen Turniere. Vor dem Spiel am Mittwoch in Dänemark gibt er eine Übersicht zur Kaderplanung.

Christoph Spycher, kommt diese Transferphase bisher einem Sportchef entgegen oder nicht?

Es ist eine sehr besondere Phase, alles ist viel kürzer, muss viel schneller gehen. Die grossen Ligen haben sehr unterschiedliche Terminpläne, die Franzosen sind schon mittendrin, waren aktiv auf dem Markt. Zuletzt war von englischer Seite her Bewegung drin, und in Italien und Spanien hat man den Eindruck, dass noch nicht so viel passiert ist. Es ist also schwer abzuschätzen, was noch kommt.

Aber Sie rechnen noch mit Bewegung, von der auch YB erfasst wird?

Wir sind darauf vorbereitet. Alles andere wäre blauäugig.

Wenn Sie mit diesem Kader die Hinrunde bestreiten dürften, wären Sie ganz zufrieden oder?

Absolut, ja. Die Mischung ist gut, es gibt neue Spieler, die neue Elemente bringen, es gibt verdienstvolle Spieler, die noch da sind. Wir hatten keinen richtig grossen Umbruch. Die Basis ist zusammengeblieben. Aber auf Erfolg gibt es keine Garantie.

Warum?

Die Zusammenstellung des Teams ist nur eines von vielen Elementen, die für den Erfolg zusammenspielen müssen. Die richtige Mentalität, die erforderliche Leistung, all das kommt hinzu.

Der Stürmermarkt ist traditionell sehr umkämpft.
Christoph Spycher

Ihr letzter Transfer war im Sturm. Sie haben jetzt vier Angreifer, einer davon hat letzte Saison mehr als ein Drittel aller YB-Tore erzielt. Wenn Jean-Pierre Nsame wechselt, gibt es dann erneut Handlungsbedarf?

Wir möchten gerne mit diesen zwei physisch markanten und den zwei wendigen, schnellen Stürmern in die Vorrunde steigen. Wenn sich daran noch etwas ändern sollte, werden wir versuchen, sofort zu reagieren.

Und wie wahrscheinlich ist das?

Im Fall von Nsame ist es klar, dass da bis zuletzt Interesse bestehen wird. Er hat eine herausragende Saison gespielt. Aber er ist mit dem Kopf bei uns und sieht der Sache entspannt entgegen.

Jordan «Jordi» Sibatcheu wird vorderhand nur ausgeliehen. Auch, weil man noch nicht so recht weiss, ob Nsame bleibt oder nicht?

Der Stürmermarkt ist traditionell sehr umkämpft, es gibt eine grosse Nachfrage und ein kleines Angebot. Rennes hat einst viel Geld bezahlt für diesen Spieler. Mit der Leihe haben wir eine Lösung gefunden, die für alle passt. Und wenn wir Jordi in einem Jahr übernehmen würden, wäre die Ablösesumme schon festgeschrieben.

Am Mittwoch geht es für YB europäisch weiter. Es geht um viel Geld, und es geht nur über eine Partie, also ist es sogleich eines der wichtigsten Spiele der Saison.

Das ist sich auch jeder bewusst. Deswegen müssen wir die Spieler nicht zusätzlich spüren lassen, wie wichtig das Spiel am Mittwoch ist. Jeder weiss, was da auf uns wartet. Eine Mannschaft, die die dänische Meisterschaft dominiert hat, und wir müssen sie auswärts schlagen.

Das Kader haben Sie für eine Gruppenphase zusammengestellt. Was ist, wenn man die verpasst?

Wenn wir die Gruppenphase verpassen, ist das für uns in erster Linie ein finanzielles Problem. Die Ungewissheit bezüglich des Kaders ist in jeder Saison die gleiche, wir sind seit einigen Jahren immer in der Erwartung einer längeren Belastung auf europäischer Ebene aufgestellt.

Aber in diesem Jahr ist der Weg dahin besonders schwierig und ungewöhnlich?

Es ist nicht ideal. Der Zufall erhält mehr Gewicht, bei Entscheidungen in nur einem Spiel. Aber wir wollen keine Energie verschwenden damit, weil wir es nicht ändern können.


https://www.bernerzeitung.ch/der-zufall ... 6728972418

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 Betreff des Beitrags: Re: Christoph Spycher - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. September 2020, 00:36 
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Spycher warnt vor Midtjylland

«Wir müssen an unsere Leistungsgrenze gehen»

YB-Sportchef Spycher warnt vor dem Champions-League-Spiel gegen Midtjylland vor deren Stärke. Und sagt wie wichtig die Europa-Millionen für den Meister wären.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 95092.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Christoph Spycher - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. September 2020, 11:02 
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YB-Sportchef Christoph Spycher

«Wir müssen uns auf den Abgang von Nsame vorbereiten»

YB-Sportchef Christoph Spycher kann zufrieden sein: Die Abgänge sind kompensiert. Das Kader steht. Und noch ist Jean-Pierre Nsame mit dabei. YB ist bereit für den Kracher bei Midtjylland.

BLICK: Christoph Spycher, wie gross ist der Nachteil, dieses derart wichtige Spiel gegen den FC Midtjylland auswärts bestreiten zu müssen?
Christoph Spycher: Es ist sicher nicht ganz im Sinne der Fairness, denn es hängt doch finanziell und sportlich unglaublich viel von diesem einen Spiel ab. Aber wir können es nunmal nicht ändern und bereiten uns auf einen möglichen Auswärtssieg vor.

Lange Zeit war YB in dieser Saison auswärts schwach.
Da hatten wir Probleme, stimmt. In der Saison davor waren wir hingegen absolut dominant.

Ein Vorteil wenigstens, dass keine Fans am Spiel sind?
Nicht unbedingt. In einem derart wichtigen Spiel sind unglaubliche Emotionen drin, auch bei den Zuschauern. Diese gegen dich zu haben, kann mitunter die grössten Pushs und Motivationen auslösen, die es man haben kann.

In der Schweiz erwarten viele, dass YB gegen Midtjylland weiterkommt. Gar problemlos.
Die Jütländer sind mit 16 Punkten Vorsprung auf den FC Kopenhagen dänischer Meister geworden. Sie haben die Liga dominiert. Das sagt alles über deren Stärke. Wir müssen an unsere Leistungsgrenze gehen, wahrscheinlich darüber hinaus.

Ein Weiterkommen ist insofern Pflicht, als Sie das YB-Kader im Hinblick auf eine Gruppenphase zusammengestellt haben.
Es könnte ein Problem entstehen, sollten wir keine Gruppenphase erreichen. Mindestens jene der Europa League, die wir auch im Fall einer Niederlage noch erreichen könnten. Wir haben das Kader in den letzten Jahren immer so ausgerichtet, dass wir in einer Gruppenphase mit dabei sind. Wir können die Qualifikation dafür ja schlecht mit drei U21-Spielern bestreiten.

Erreicht YB die Champions-League-Gruppenphase und kassiert die rund 30 Millionen Franken, sind alle finanziellen Probleme aufgrund der Pandemie und ihrer Folgen weggeblasen.
Der wirtschaftliche Faktor dieses Spiels ist sehr gross, ja. Wir versuchen die Mannschaft davon ein wenig auszuschliessen. Die Spieler wollen doch unbedingt in eine Gruppenphase. Mit einem Sieg in Dänemark ist das erreicht und der Traum von der Champions League würde weiterleben. Das ist der grösste Ansporn, den ein Spieler haben kann.

Dann war es also nie ein Gedanke, dass jemand aus dem Verwaltungsrat oder der Sportchef in der Kabine war und den Spielern sagt: Hey Jungs, es geht um die Zukunft des Vereins, vielleicht auch um eure, um euren Lohn.
Nein. Die Spieler haben mit Prämien ja bereits einen finanziellen Anreiz. Und der grösste Anreiz ist ohnehin das, was sportlich auf dem Spiel steht. Wenn es um die Champions League geht, muss man keinen speziell motivieren. Zudem muss man aufpassen, nicht zu viel Druck zu erzeugen, denn das kann kontraproduktiv sein. Man spürt, dass die Mannschaft immer mehr auf das hinfiebert, wofür sie ein Jahr lang hart gearbeitet hat.

Sind mit dem Zuzug von Jordan Siebatcheu die YB-Transfers für diese Saison getätigt?
Das wäre schön, wenn der Sportchef einen Monat vor Transferende sagen könnte, dass sein Job nun getan ist… Wir müssen darauf vorbereitet sein, dass es noch Bewegung gibt. Das ist aber in jeder Transferphase so. Was wir sagen können: Wir können sehr zufrieden sein, wenn wir die Vorrunde mit dem aktuellen Kader bestreiten können. Aber das Kader ist das eine. Mentalität und Qualität das andere.

Ist das Gesicht des neuen YB besser als das alte?
Also das alte war ja nicht das schlechteste… Wir haben den einen oder anderen Wechsel gehabt. Aber keinen Umbruch wie in der Saison zuvor.

Sie haben im Moment vier Stürmer. Verlieren Sie noch einen?
Wir haben mit Nsame und Siebatcheu zwei physisch starke und mit Elia und Mambimbi zwei kleine, wendige Spieler. Diese Profile sind optimal. Wenn sich daran etwas ändert, wollen wir reagieren, klar. Gerade bei Jean-Pierre Nsame. Da müssen wir auf einen Abgang vorbereitet sein.

Ist Ihr letzter Neuzugang Jordan Siebatcheu eine grosse Nummer?
Er passt sicher zu uns. Ein grosser Stürmer, der gut ist mit dem Rücken zum Tor, der Präsenz zeigt im Strafraum und physisches Verdrängunspotenzial hat. Die Suche nach Stürmern ist nie einfach, weil es das am schwierigsten zu findende Profil ist. Stade Rennes hatte viel Geld für ihn bezahlt. Er selber hat auf viel Geld verzichtet, um zu uns zu kommen. Und wir wollen Zugriff auf ihn haben.

Also ist schon festgelegt, was er in einem Jahr kostet, sollten Sie sich für eine definitive Übernahme entscheiden?
Ja, es ist alles festgelegt. Sonst hätten wir ja den Zugriff nicht.

Aber nochmals: Ist der Ersatz für Guillaume Hoarau eine ähnlich grosse Nummer wie der zur Klublegende gewordene Franzose?
Das zeichnet sich erst ab, wenn einer auf dem Platz steht. Jordan hatte eine überragende Saison bei Stade Reims. Dann hat er einen grossen Transfer zu Rennes gemacht, wo er aber eine schwierige letzte Saison hatte und nicht wie gewünscht zum Einsatz kam. Das war unsere Chance. Wir hängen ihm nun nicht eine Rolle als Hoarau-Ersatz an, so dass die Leute meinen, Hoarau sei wieder hier. Das wäre nicht fair. Wir betrachten ihn als Jordan Siebatcheu.

Während es bei Basel drunter und drüber geht, ist bei YB immer alles ruhig. Ist diese Ruhe die wichtigste Erfolgskomponente?
Es ist sicher ein gutes Zeichen und eine wichtige Zutat für Erfolg. Aber nicht die entscheidende. Das ist die Qualität der Arbeit, die geleistet wird. Und zwar auf jeder Ebene. Vom Materialwart bis zum Verwaltungsrat. Jeder muss die höchsten Erwartungen an sich selber haben. Und der Teamspirit muss stimmen, die Kabine. Es wird Unzufriedene geben, das ist klar. Und die muss man unterstützen.

Blicken wir ein wenig weiter voraus, auf den kommenden Samstag, wenn die neue Saison mit dem Spiel gegen den FCZ beginnt. Eine neue Spielzeit mit nur einem Favoriten. Und einem so klaren wie noch selten.
Die Favoritenrolle ist etwas vom unwichtigsten, das es gibt. Aber klar: Nach drei Meistertiteln in Folge können wir jetzt nicht hinstehen und sagen, dass wir nun Zweiter werden wollen.

Es wird das letzte Spiel mit nur tausend Fans sein. Ein historisches also.
Dieser Moment, wenn wieder Zuschauer im Stadion sein werden, wird für jeden Fussballer unvergesslich sein! Es ist das Schönste, das wir uns im Moment wünschen können. Ein Fussballer lebt doch auch dafür, diese Momente mit den Fans teilen zu können und nicht nur mit Teamkollegen und dem Staff.

Keine Angst, dass sich Sättigungssymptome nach den drei Meistertiteln einstellen?
Letzte Saison haben wir gesehen, wie hungrig die neu gekommenen Spieler auf ihren persönlich ersten Titel mit YB waren. Aber auch jene waren es, die bereits zum dritten Mal Meister wurden. Es ist eine derart schöne Empfindung, dass man das immer wieder erleben will.


https://www.blick.ch/sport/fussball/yb- ... 94834.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Christoph Spycher - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 22. Oktober 2020, 01:27 
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YB-Boss Spycher zu Geisterspiel: «Die Kehrtwende führt auch im Team zu vielen Fragen»

Die Auftakt-Partie der Europa League gegen die AS Roma sollte zum ersten Saisonhöhepunkt der Young Boys werden. Nach einem Entscheid der Berner Kantonsregierung rückte das Spiel für Sportchef Christoph Spycher zuletzt aus dem Fokus.

Christoph Spycher, wie stark freuen Sie sich auf den Europacup-Auftakt am Donnerstag, im Wankdorf gegen die AS Roma?

Christoph Spycher: Die Vorfreude wird vor allem am Donnerstag gross sein. Die letzten Tage waren aufgrund der Entscheide vom Sonntag intensiv, es gab viele Nebenschauplätze. Darum konnte ich mich bislang nicht wirklich freuen. Wenn es aber näher auf das Spiel zugeht, wird schon Freude aufkommen. Es ist ein grosser Match für uns, der leider nicht die Kulisse erhält, die er verdient.

Sie erwähnen den letzten Sonntag. Wie haben Sie diesen Tag erlebt?

Als ein Wechselbad der Gefühle. Ich habe ein Tennisturnier meines Sohnes besucht, daneben die Bundesrats-PK via Liveticker verfolgt. Als ich die Tennis-Halle später verliess, erfuhr ich, dass der Kanton Bern einen anderen Entscheid getroffen hat.

Jetzt gilt für die Berner Profiklubs wie die Young Boys, den FC Thun, aber auch den SC Bern, die SCL Tigers oder Langenthal eine Zuschauerbegrenzung von maximal 1000 Personen. Am Mittwoch haben nun weitere Kantone nachgezogen. Wie beurteilen Sie den Entscheid der Berner Behörden?

Für mich war das Vorpreschen ein Schock. Wir empfinden natürlich grossen Frust, haben dies am Montag auch so kommuniziert, zumal wir nicht angehört wurden, um über gemeinsame Lösungen zu diskutieren. Nichtsdestotrotz gilt es nun nach vorne zu schauen und Lösungen zu finden.

Wie hat die Mannschaft den Entscheid aufgenommen? Wird er innerhalb des Teams überhaupt thematisiert?

Es ist ein grosses Thema. Als ich am Montag kurz in der Garderobe war, habe ich gemerkt, wie sehr es die Spieler beschäftigt. Sie haben sich sehr darauf gefreut, dieses Europa-League-Spiel vor Zuschauern austragen zu können. Bereits die Partie gegen Vaduz mit Publikum war für die Spieler ein Höhepunkt. Zuletzt haben sie natürlich gehofft, dass es in diese Richtung weitergeht, sie die Emotionen weiter mit den Zuschauern teilen können. Die Kehrtwende führt auch im Team zu vielen Fragen. Anderseits bleibt uns natürlich auch nicht verborgen, dass die Fallzahlen markant in die Höhe schnellen.

Fragen hätte YB gern auch von den lokalen Behörden beantwortet gehabt. In einem offenen Brief wendeten Sie sich gemeinsam mit dem SC Bern an die Kantonsregierung. Haben Sie schon Reaktionen darauf erhalten?

Es gab sehr viele positive Reaktionen, unsere Position wurde verstanden. Wir wollen nun aber nicht noch mehr Öl ins Feuer giessen und suchen lieber den direkten Dialog als eine öffentliche Debatte. Wir bauen darauf, dass man sich beim Kanton bewusst ist, was die aktuelle Situation für uns bedeutet.

Das wäre?

Es sind für alle Menschen sehr schwierige Zeiten. Aber man sollte immer auch Mass bewahren und an die Konsequenzen für die Direktbeteiligten denken. Den Berner Profiklubs wurde vom einen Moment auf den anderen die wirtschaftliche Grundlage entzogen.

Betrachtet man die zurückliegende Transferperiode von aussen, entsteht nicht zwingend das Gefühl, dass bei allen Super-League-Klubs das Geld wegen Corona knapp ist. Befürchten Sie, dass sich dieser Eindruck in der Öffentlichkeit etabliert hat?

Die personellen Entscheide waren auch eine Frage der Perspektive. Die Klubs haben eine gewisse Öffnung in Aussicht gestellt bekommen und diese in ihre Planungen einfliessen lassen. Vom Worst-Case-Szenario auszugehen war kein gangbarer Weg, da man in diesem Fall kein konkurrenzfähiges Team mehr stellen könnte. Somit war es für alle Klubs eine Gratwanderung. Natürlich war es nicht der Sommer für die ganz grossen Investitionen. Aber selbst ein grosser Name bedeutet nicht zwingend, dass man über das Ziel hinausgeschossen hat.


Wie steht es um Ihre Zufriedenheit mit dem aktuellen YB-Kader?

Wir haben eine hohe Qualität im Kader. Aber letztlich kommt es nicht nur darauf an. Wir haben nach der Verletzung von Christopher Martins und der Operation von Michel Aebischer im Mittelfeld bereits einen kleinen Engpass. Aber auch hier gilt es, nicht zu jammern, sondern das Beste aus der Situation zu machen. Die Ausfälle hatten zur Folge, dass der 18-jährige Fabian Rieder aus dem eigenen Nachwuchs in Genf zu seiner Super-League-Premiere kam. Und er hat seine Aufgabe hervorragend gelöst.

Reicht die Qualität für einen Sieg gegen die Roma?

Die Römer sind der klare Gruppenfavorit. Sie haben grosse Klasse. Dennoch ist es für uns eines von sechs Spielen, das wir erfolgreich gestalten wollen. Wir spielen zuhause und wollen alles in die Waagschale werfen, um zu punkten. Dafür brauchen wir aber sicher eine Topleistung.


https://www.watson.ch/sport/interview/1 ... len-fragen

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 Betreff des Beitrags: Re: Christoph Spycher - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 22. Oktober 2020, 09:17 
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"Ein grosser Match, der nicht die Kulisse erhält, die er verdient"

Die Auftakt-Partie der Europa League gegen die AS Roma sollte zum ersten Saisonhöhepunkt der Young Boys werden. Für Sportchef Christoph Spycher rückte das Spiel zuletzt jedoch etwas aus dem Fokus.

(sda) Christoph Spycher, wie stark freuen Sie sich auf den Europacup-Auftakt am Donnerstag, im Wankdorf gegen die AS Roma?

Christoph Spycher: "Die Vorfreude wird vor allem am Donnerstag gross sein. Die letzten Tage waren aufgrund der Entscheide vom Sonntag intensiv, es gab viele Nebenschauplätze. Darum konnte ich mich bislang nicht wirklich freuen. Wenn es aber näher auf das Spiel zugeht, wird schon Freude aufkommen. Es ist ein grosser Match für uns, der leider nicht die Kulisse erhält, die er verdient."

Sie erwähnen den letzten Sonntag. Wie haben Sie diesen Tag erlebt?

"Als ein Wechselbad der Gefühle. Ich habe ein Tennisturnier meines Sohnes besucht, daneben die Bundesrats-PK via Liveticker verfolgt. Als ich die Tennis-Halle später verliess, erfuhr ich, dass der Kanton Bern einen anderen Entscheid getroffen hat."

Jetzt gilt für die Berner Profiklubs wie die Young Boys, den FC Thun, aber auch den SC Bern, die SCL Tigers oder Langenthal eine Zuschauerbegrenzung von maximal 1000 Personen. Am Mittwoch haben nun weitere Kantone nachgezogen. Wie beurteilen Sie den Entscheid der Berner Behörden?

"Für mich war das Vorpreschen ein Schock. Wir empfinden natürlich grossen Frust, haben dies am Montag auch so kommuniziert, zumal wir nicht angehört wurden, um über gemeinsame Lösungen zu diskutieren. Nichtsdestotrotz gilt es nun nach vorne zu schauen und Lösungen zu finden."

Wie hat die Mannschaft den Entscheid aufgenommen? Wird er innerhalb des Teams überhaupt thematisiert?

"Es ist ein grosses Thema. Als ich am Montag kurz in der Garderobe war, habe ich gemerkt, wie sehr es die Spieler beschäftigt. Sie haben sich sehr darauf gefreut, dieses Europa-League-Spiel vor Zuschauern austragen zu können. Bereits die Partie gegen Vaduz mit Publikum war für die Spieler ein Höhepunkt. Zuletzt haben sie natürlich gehofft, dass es in diese Richtung weitergeht, sie die Emotionen weiter mit den Zuschauern teilen können. Die Kehrtwende führt auch im Team zu vielen Fragen. Anderseits bleibt uns natürlich auch nicht verborgen, dass die Fallzahlen markant in die Höhe schnellen."

Fragen hätte YB gern auch von den lokalen Behörden beantwortet gehabt. In einem offenen Brief wendeten Sie sich gemeinsam mit dem SC Bern an die Kantonsregierung. Haben Sie schon Reaktionen darauf erhalten?

"Es gab sehr viele positive Reaktionen, unsere Position wurde verstanden. Wir wollen nun aber nicht noch mehr Öl ins Feuer giessen und suchen lieber den direkten Dialog als eine öffentliche Debatte. Wir bauen darauf, dass man sich beim Kanton bewusst ist, was die aktuelle Situation für uns bedeutet."

Das wäre?

"Es sind für alle Menschen sehr schwierige Zeiten. Aber man sollte immer auch Mass bewahren und an die Konsequenzen für die Direktbeteiligten denken. Den Berner Profiklubs wurde vom einen Moment auf den anderen die wirtschaftliche Grundlage entzogen."

Betrachtet man die zurückliegende Transferperiode von aussen, entsteht nicht zwingend das Gefühl, dass bei allen Super-League-Klubs das Geld wegen Corona knapp ist. Befürchten Sie, dass sich dieser Eindruck in der Öffentlichkeit etabliert hat?

"Die personellen Entscheide waren auch eine Frage der Perspektive. Die Klubs haben eine gewisse Öffnung in Aussicht gestellt bekommen und diese in ihre Planungen einfliessen lassen. Vom Worst-Case-Szenario auszugehen war kein gangbarer Weg, da man in diesem Fall kein konkurrenzfähiges Team mehr stellen könnte. Somit war es für alle Klubs eine Gratwanderung. Natürlich war es nicht der Sommer für die ganz grossen Investitionen. Aber selbst ein grosser Name bedeutet nicht zwingend, dass man über das Ziel hinausgeschossen hat."

Wie steht es um Ihre Zufriedenheit mit dem aktuellen YB-Kader?

"Wir haben eine hohe Qualität im Kader. Aber letztlich kommt es nicht nur darauf an. Wir haben nach der Verletzung von Christopher Martins und der Operation von Michel Aebischer im Mittelfeld bereits einen kleinen Engpass. Aber auch hier gilt es, nicht zu jammern, sondern das Beste aus der Situation zu machen. Die Ausfälle hatten zur Folge, dass der 18-jährige Fabian Rieder aus dem eigenen Nachwuchs in Genf zu seiner Super-League-Premiere kam. Und er hat seine Aufgabe hervorragend gelöst."

Reicht die Qualität für einen Sieg gegen die Roma?

"Die Römer sind der klare Gruppenfavorit. Sie haben grosse Klasse. Dennoch ist es für uns eines von sechs Spielen, das wir erfolgreich gestalten wollen. Wir spielen zuhause und wollen alles in die Waagschale werfen, um zu punkten. Dafür brauchen wir aber sicher eine Topleistung."

Young Boys - AS Roma. - Donnerstag, 18.55 Uhr. - SR Del Cerro (ESP).

Young Boys: Von Ballmoos; Hefti, Camara, Zesiger, Lefort; Fassnacht, Sierro, Lustenberger, Moumi Ngalameu; Elia, Nsame.

AS Roma: Lopez; Bruno Peres, Kumbulla, Ibañez, Spinazzola; Cristante, Villar; Carles Perez, Pellegrini, Mchitarjan; Mayoral.

Bemerkungen: Young Boys ohne Spielmann, Lauper, Petignat, Martins (alle verletzt), Garcia (Isolation). AS Roma ohne Mancini (gesperrt), Mancini, Smalling und Zaniolo (alle verletzt), Calafiori und Diawara (Isolation).


https://www.bielertagblatt.ch/sport/akt ... r-verdient

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 Betreff des Beitrags: Re: Christoph Spycher - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Samstag 7. November 2020, 13:21 
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07.11.2020

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«Nirgends sonst wird so polemisch über hohe Löhne diskutiert» – Christoph Spycher und Jonas Hiller diskutieren über den Wert des Sports

Sportchef und Gewerkschafter: Der YB-Meistermacher Christoph Spycher und der frühere NHL-Goalie Jonas Hiller haben eigentlich unterschiedliche Interessen. Doch der Kampf um das Image ihrer Branchen eint sie.

Wie viele Ängste und Sorgen sind in letzter Zeit in Ihren Funktionen als Spielergewerkschaftspräsident und Sportchef an Sie herangetragen worden?

Jonas Hiller: Die grösste Sorge ist die Unsicherheit. Es gibt verschiedene Regeln, verschiedene Handhabungen. Das eine Team muss in Quarantäne, das andere nicht. Die einen dürfen trainieren, die andern nicht. Das sorgt für eine grosse Verunsicherung.

Was machen Sie damit?

Hiller: Ich nehme sie auf und bringe sie in meinem Austausch mit der Liga und deren Direktor Denis Vaucher ein. Die Regeln differieren von Kanton zu Kanton. Das macht es für eine landesweite Liga schwierig.

Christoph Spycher: Die Situation beschäftigt natürlich auch die Spieler. Es geht weniger um finanzielle Aspekte. Die Spieler wissen, dass wir für sie ein verlässlicher Partner sind. Aber es gibt auch die menschliche Seite. Wir haben Spieler im Team, die ihre Familien seit mehr als einem Jahr nicht mehr gesehen haben. Sie sitzen allein in einer Wohnung. Ihre Familie ist die Mannschaft, und gerade während des Lockdowns fehlte ihnen der Austausch mit den Mannschaftskollegen. Auch ich spüre diese Unsicherheit. Die Spieler werden von ganz vielen Fragen umtrieben: Wie sieht die Zukunft in zwei Wochen, drei Monaten oder auch in vier Jahren aus? Auf diese Fragen haben auch wir als Klub keine Antwort.

Hat die neue Situation Ihren Job als Sportchef grundsätzlich verändert?

Spycher: Zum Teil schon. Vorher war alles auf die sportliche Planung ausgerichtet. Heute bin ich eher ein Krisenmanager, der zusammen mit der Geschäftsleitung versucht, das Schiff so gut als möglich durch diesen Sturm zu navigieren. Es sind Fragen aufgetaucht, die sich uns vor Corona gar nicht gestellt hatten – beispielsweise, ob wir es den Spielern erlauben, den Nationalmannschaftsaufgeboten Folge zu leisten. Auch hier geht es neben dem gesundheitlichen Aspekt um das Menschliche. Solche Zusammenzüge bieten den Spielern Gelegenheit, kurzzeitig in den eigenen Kulturkreis zurückzukehren.

Sie, Jonas Hiller, waren im März, ganz am Anfang der Krise, beim EHC Biel noch Teil einer Mannschaft, die vom Virus betroffen war.

Hiller: Zuerst spielten wir ohne Zuschauer, danach wurde die Saison abgebrochen. Aber solange man niemanden persönlich kennt, der erkrankt ist, ist das Thema weit weg. Bis ich die SMS erhielt: «Du musst in Quarantäne, wir haben Corona in der Mannschaft.» Da begann ich zu grübeln: Habe ich auch Symptome? Trifft es mich auch? Das Bewusstsein veränderte sich markant.


Interview
«Nirgends sonst wird so polemisch über hohe Löhne diskutiert» – Christoph Spycher und Jonas Hiller diskutieren über den Wert des Sports


Sportchef und Gewerkschafter: Der YB-Meistermacher Christoph Spycher und der frühere NHL-Goalie Jonas Hiller haben eigentlich unterschiedliche Interessen. Doch der Kampf um das Image ihrer Branchen eint sie.
Daniel Germann, Benjamin Steffen
07.11.2020, 04.30 Uhr
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Sind sich einig, dass die Kosten im Fussball und Eishockey sinken müssen: Christoph Spycher (links) und Jonas Hiller.
Sind sich einig, dass die Kosten im Fussball und Eishockey sinken müssen: Christoph Spycher (links) und Jonas Hiller.
Christoph Ruckstuhl / NZZ

Wie viele Ängste und Sorgen sind in letzter Zeit in Ihren Funktionen als Spielergewerkschaftspräsident und Sportchef an Sie herangetragen worden?


Jonas Hiller: Die grösste Sorge ist die Unsicherheit. Es gibt verschiedene Regeln, verschiedene Handhabungen. Das eine Team muss in Quarantäne, das andere nicht. Die einen dürfen trainieren, die andern nicht. Das sorgt für eine grosse Verunsicherung.

Was machen Sie damit?

Hiller: Ich nehme sie auf und bringe sie in meinem Austausch mit der Liga und deren Direktor Denis Vaucher ein. Die Regeln differieren von Kanton zu Kanton. Das macht es für eine landesweite Liga schwierig.

Christoph Spycher: Die Situation beschäftigt natürlich auch die Spieler. Es geht weniger um finanzielle Aspekte. Die Spieler wissen, dass wir für sie ein verlässlicher Partner sind. Aber es gibt auch die menschliche Seite. Wir haben Spieler im Team, die ihre Familien seit mehr als einem Jahr nicht mehr gesehen haben. Sie sitzen allein in einer Wohnung. Ihre Familie ist die Mannschaft, und gerade während des Lockdowns fehlte ihnen der Austausch mit den Mannschaftskollegen. Auch ich spüre diese Unsicherheit. Die Spieler werden von ganz vielen Fragen umtrieben: Wie sieht die Zukunft in zwei Wochen, drei Monaten oder auch in vier Jahren aus? Auf diese Fragen haben auch wir als Klub keine Antwort.

Hat die neue Situation Ihren Job als Sportchef grundsätzlich verändert?

Spycher: Zum Teil schon. Vorher war alles auf die sportliche Planung ausgerichtet. Heute bin ich eher ein Krisenmanager, der zusammen mit der Geschäftsleitung versucht, das Schiff so gut als möglich durch diesen Sturm zu navigieren. Es sind Fragen aufgetaucht, die sich uns vor Corona gar nicht gestellt hatten – beispielsweise, ob wir es den Spielern erlauben, den Nationalmannschaftsaufgeboten Folge zu leisten. Auch hier geht es neben dem gesundheitlichen Aspekt um das Menschliche. Solche Zusammenzüge bieten den Spielern Gelegenheit, kurzzeitig in den eigenen Kulturkreis zurückzukehren.
«Vorher war alles auf die sportliche Planung ausgerichtet. Heute bin ich eher ein Krisenmanager», sagt der YB-Sportchef Christoph Spycher.
«Vorher war alles auf die sportliche Planung ausgerichtet. Heute bin ich eher ein Krisenmanager», sagt der YB-Sportchef Christoph Spycher.
Christoph Ruckstuhl / NZZ
Christoph Spycher, Sportchef der Young Boys

Christoph Spycher, 42, wechselte 1999 ein Jahr nach der Matura vom Berner Erstligaklub Münsingen nach Luzern und begann die Profikarriere. 2001 bis 2005 spielte er für GC, 2005 ging er zu Eintracht Frankfurt, 2010 zu YB. Nach dem Rücktritt 2014 übernahm er bei YB das Amt des Talentmanagers, zwei Jahre später stieg er zum Sportchef auf. Unter seiner Führung gewann YB 2018 erstmals seit 32 Jahren den Meistertitel und behauptete den Titel 2019 und 2020. In den Geschäftsjahren 2018 und 2019 machte YB einen Gewinn von total rund 40 Millionen Franken. (bsn.)

Sie, Jonas Hiller, waren im März, ganz am Anfang der Krise, beim EHC Biel noch Teil einer Mannschaft, die vom Virus betroffen war.

Hiller: Zuerst spielten wir ohne Zuschauer, danach wurde die Saison abgebrochen. Aber solange man niemanden persönlich kennt, der erkrankt ist, ist das Thema weit weg. Bis ich die SMS erhielt: «Du musst in Quarantäne, wir haben Corona in der Mannschaft.» Da begann ich zu grübeln: Habe ich auch Symptome? Trifft es mich auch? Das Bewusstsein veränderte sich markant.

Es gibt sowohl im Fussball wie im Eishockey viele positive Befunde. Teilweise wird den Spielern vorgeworfen, sie gingen zu wenig sorgfältig mit dem Problem um.

Spycher: Ich kann nur für YB sprechen, und da möchte ich festhalten, dass wir sorgfältig mit allen Vorgaben umgehen. Ich denke, die vielen positiven Fälle haben auch mit der grossen Zahl der Tests zu tun, denen wir uns unterziehen müssen. Ich beispielsweise wurde seit dem Sommer mindestens zehnmal getestet. Auf diese Weise werden auch Fälle aufgedeckt, die zum Teil Wochen zurückliegen, weil das Virus lange nachweisbar ist.

Hiller: Ich sehe es auch so. Ich wurde teilweise von Spielern angefragt, ob man sich nicht noch um zusätzliche Regeln bemühen müsse. Sie sind in den Mannschaftsräten zusammengesessen. Das zeigt mir, dass sie die Situation ernst nehmen. Alle wollen unbedingt weiterspielen.

Wie weit darf man gehen, um die Geschäftsfelder Fussball und Eishockey aufrechtzuerhalten?

Spycher: Es geht nicht einfach um elf Fussballer, die auf dem Rasen stehen. Es geht um Arbeitsplätze, um die Nachwuchsabteilungen, die jeder Klub hat. Wir betreiben mit ihnen auch Jugendarbeit, die einen grossen Wert nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Gesellschaft hat. Deshalb können wir nicht einfach aufhören.

Darauf wird aus Fussball- und Eishockeykreisen seit Monaten hingewiesen: dass eben mehr auf dem Spiel steht als die Zukunft von ein paar wenigen Privilegierten. Wie ermüdend ist dieser stete Rechtfertigungszwang?

Hiller: Die Akzeptanz des Spitzensports als Beruf ist bei uns immer noch nicht annähernd so hoch wie in Nordamerika. Ja, es stimmt: Die 20 Spieler, die bei einem National-League-Klub einen Vertrag haben, leben gut davon. Doch es gibt nicht nur den finanziellen Aspekt: Teil eines Teams zu sein, prägt einen Menschen für den Rest des Lebens. Mich stört es, dass der Profisport oft auf die paar wenigen reduziert wird, die es geschafft haben und zu Grossverdienern geworden sind.

Spycher: Es hat etwas Ermüdendes. Glauben Sie mir: Die Spieler sind sich bewusst, dass nicht nur der Sport unter Corona leidet. Wir wissen: Es gibt x Branchen, die momentan um die Existenz kämpfen. Trotzdem müssen wir uns gelegentlich Gehör verschaffen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Branchen haben Sie dank der medialen Präsenz immerhin eine Plattform.

Hiller: Mag sein. Das kann ein Vor-, aber auch ein Nachteil sein. Wir sind viel stärker der öffentlichen Meinung ausgesetzt. Menschen, die sich vorher nie für Fussball oder Eishockey interessiert haben, sprechen nun mit, wenn es darum geht, wie sehr dem Sport geholfen werden soll.

Spycher: Nirgends sonst wird so polemisch über hohe Löhne diskutiert wie im Sport. Es gibt viele Branchen, die gut zahlen. Aber andere hohe Löhne stehen viel weniger im Rampenlicht. Die aktuelle Situation bietet die Möglichkeit, über den Wert des Sports zu diskutieren. Ich verstehe, dass ein Unternehmer, der gerade um sein Lebenswerk fürchtet, wenig Verständnis hat für Hilferufe aus dem Sport. Gleichwohl haben wir eine Daseinsberechtigung.

Aber stimmen Sie zu, dass der Profisport ein Hochlohnsegment ist?

Spycher: Es gibt riesige Unterschiede. Viele machen den Fehler, die exorbitanten Summen aus dem Ausland auf die Schweizer Verhältnisse umzumünzen. Aber das hat mit der Realität nichts zu tun. Im Fussball spielen unzählige Profis in der Challenge League, die mehr schlecht als recht über die Runden kommen. Dazu kommt, dass eine Karriere im guten Fall 15 Jahre dauert. Danach hinken die meisten in der zweiten Karriere ihren Konkurrenten hinterher, weil sie zuvor auf den Sport gesetzt haben. Und unter Umständen beendet eine Verletzung die Karriere von heute auf morgen. Dem wird in den Löhnen Rechnung getragen. Das schlimmste Szenario für einen Sportler ist, am Ende der Karriere kein finanzielles Polster zu haben und mit Rückstand ins zweite Berufsleben zu starten.

Im Magazin «No. 1» wurden Sie einst nach dem besten Lohn gefragt, den Sie als Profi verdient hatten. Sie, Jonas Hiller, gaben 4,5 Millionen Dollar an, Sie, Christoph Spycher, 1,5 Millionen Franken. Wie viel haben Sie zur Seite gelegt?

Spycher: Ich hatte eine gute Karriere, und ich sage heute: Ich fühle mich privilegiert. Ich habe eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit. Doch ich bin nur ein Beispiel von vielen. Ich hatte mit 28 Jahren einen ersten Knorpelschaden, der meine Karriere hätte beenden können. In dem Fall würde ich heute wahrscheinlich anders sprechen. Ich höre immer wieder von ehemaligen Mitspielern, die in ihrer zweiten Karriere sowohl wirtschaftlich wie auch mental riesige Probleme haben, ihren Weg zu finden.

Sie, Jonas Hiller, stehen gerade an dieser Schnittstelle. Sie haben Ihre Spielerkarriere vor einem halben Jahr beendet. Wie gehen Sie mit der neuen Situation um?

Hiller: Ich habe finanzielle Reserven und wusste, dass ich nicht gezwungen sein würde, nach dem Rücktritt sofort in einem neuen Beruf zu beginnen. Das gab mir eine gewisse Gelassenheit. Aber längst nicht jeder kann es sich finanziell erlauben, nach der Karriere ein halbes Jahr oder mehr nicht zu arbeiten.

Was glauben Sie: Wie hoch ist der Durchschnitts-Fixlohn in der Super League?

Spycher: Vielleicht zwischen 10000 und 15000 Franken im Monat. Die Löhne im Fussball sind sehr leistungsabhängig. Wir hatten bei den Young Boys Spieler, die ihre Löhne in der sportlich erfolgreichsten Zeit verdrei- oder vervierfacht haben – weil wir an den europäischen Wettbewerben teilnahmen und die Spieler dadurch Prämien verdienten. Doch die Champions League und die Summen, die die Besten dort verdienen, entsprechen nicht der Schweizer Realität.

Im hiesigen Eishockey sind die Basislöhne höher, weil die leistungsabhängigen Variablen fehlen.

Hiller: Das ist so: Es gibt gewisse Prämien für die Play-offs oder Ähnliches. Doch der Hauptanteil ist fix. Die Linie, was angemessen und was zu viel ist, ist dünn. Der Sport ist ein Geschäft, und es ist auch nicht so, dass die Spieler zu den Klubs gehen und sagen: «Ich spiele nur für euch, wenn ich so oder so viel verdiene.»

Aber?

Hiller: Aber keiner lehnt einen Lohn ab, den man ihm offeriert. Doch ich anerkenne, dass es für die Liga ein Problem ist, wenn kaum mehr ein Klub ohne Verluste über die Runden kommt.

Im Eishockey laufen Bestrebungen, eine Art Salärobergrenze einzuführen. Sie sagten im Frühjahr, das sei vor allem ein Instrument, das die General Manager vor sich selber schütze.

Hiller: Das war vielleicht ein wenig böse. Aber im Prinzip müsste der Salary-Cap für jeden einzelnen Sportchef die Höhe seines Budgets sein. Niemand wird dazu gezwungen, mehr auszugeben, als er hat. Doch ich verstehe auch, dass jeder bemüht ist, sein Team so attraktiv wie möglich zu machen. Letztlich verkaufen sie den Zuschauern und den Sponsoren ein Produkt. Niemand kann es sich leisten, eine ganze Saison lang nur zu verlieren. Sonst ist sein Produkt tot. Doch ob wir eine Lohnobergrenze brauchen, wage ich infrage zu stellen. Ich bin überzeugt, dass die ganze Situation um Corona automatisch zu gewissen Korrekturen führen wird.

Würde Ihnen, Christoph Spycher, eine Lohnobergrenze manches einfacher machen?

Spycher: Nicht unbedingt. Wenn ich einen Spieler sehe, der seine Teamkollegen besser macht, will ich diesen Spieler davon überzeugen, für YB zu spielen. Also muss ich halt an anderen Orten sparen, damit ich mein Budget nicht überschreite.

Die Klubs treiben sich mit ihren Angeboten gegenseitig in die Höhe. Wer ist bei diesem Bietwettbewerb am längeren Hebel? Klub oder Spieler?

Spycher: Wenn man einen Spieler hat, den man unbedingt halten möchte, muss man zuweilen in den sauren Apfel beissen und etwas zahlen, wozu man im Prinzip nicht bereit ist. Es gibt aber auch Situationen, in denen ein Spieler aus Kostengründen oder aus sportlichen Überlegungen keinen neuen Vertrag mehr erhält. Das gehört zum Risiko, dem der Spieler ausgesetzt ist. Und viele von unseren ausländischen Spielern sind nicht nur für sich verantwortlich. Von ihren Löhnen hängen viele andere Existenzen ab. In dieser Hinsicht verspüren gerade unsere afrikanischen Spieler einen Riesendruck. Doch das sieht kaum jemand. Deshalb finde ich es sehr oberflächlich, nur die nackten Zahlen zu bewerten und zu sagen: Die Spieler sind überbezahlt.

Aber wir sind uns einig: Die Kosten im Fussball und Eishockey müssen sinken.

Spycher: In der aktuellen Situation bestimmt. Wir haben im Moment kaum Möglichkeiten, Einnahmen zu generieren. Ohne die Kosten zu senken, ist es nicht mehr möglich, den Betrieb aufrechtzuerhalten. Doch diese Massnahmen haben wir längst getroffen. Und wir sind damit bei den Spielern auf sehr grosses Verständnis gestossen.

Wie sieht die Lösung der Young Boys konkret aus?

Spycher: Wir haben ein variables Lohnsystem, das schon vor Corona Teil jedes Spielervertrages war. Nun haben wir diese variable Komponente für diese Saison an die Zuschauereinnahmen gekoppelt. Nehmen wir weniger ein, verdienen die Spieler auch weniger, weil ihre Prämien tiefer ausfallen.

In der NHL ist es üblich, dass ein Teil des Lohnes als Sicherheit zurückgehalten wird.

Hiller: Richtig. Deshalb standen die 4,5 Millionen Dollar vor allem im Vertrag. Was wirklich ausbezahlt wird, ist ein anderes Thema. Bei mir waren es zuweilen 30 bis 40 Prozent des ausgewiesenen Betrages, was natürlich immer noch eine schöne Summe war. Aber zum einen sind die Steuern in den USA extrem hoch. Zum andern hängen bis zu 20 Prozent der Lohnsumme vom Gesamtumsatz der Liga ab – dieser Prozentsatz wird nur ausbezahlt, falls sich der Geschäftsgang den Erwartungen entsprechend entwickelt.

Im Schweizer Eishockey fehlt diese Variabilität.

Hiller: Was ein grosses Problem ist. Corona wird uns wirtschaftlich weit über die Pandemie hinaus beschäftigen. Aber die Hilfsbereitschaft der Spieler ist da. Jeder sieht, dass es nicht genau gleich weitergehen kann. Doch den Spielern ist wichtig, dass das Geld, auf das sie verzichten, dazu genutzt wird, den Klub zu retten – und nicht, um neue Spieler zu verpflichten. In der höchsten Liga haben sich meines Wissens schon neun oder zehn Klubs mit den Spielern über Lohnkürzungen geeinigt.

In der höchsten Liga gibt es aber zwölf Klubs.

Hiller: Es gibt eben auch Vereine, in denen die Kommunikation nicht so offen war – und wenn dein Klub gleichzeitig noch Spieler verpflichtet, ist es für Spieler schwierig, in einen Lohnverzicht einzuwilligen. Letztlich hängt vieles vom Respekt der Spieler zum Klub ab. Ein Spieler, der merkt, dass er ernst genommen wird, ist auch bereit zu helfen. Ich habe in den ganzen Diskussionen eine grosse Solidarität der Spieler gespürt – nicht nur innerhalb des eigenen Teams, sondern auch gegenüber Konkurrenten.

Spycher: Letztlich ist es eine Vertrauensfrage. Den Spielern muss verständlich gemacht werden, wie es dem Verein geht – was ist der Weg? Was hängt dran? Welche Jobs?

YB ist ein Sonderfall. Sie haben in den letzten Jahren so viel Gewinn gemacht, dass es verhältnismässig einfach ist, den Spielern entgegenzukommen.

Spycher: Wir wissen, dass es nicht für jeden gleich ist. Der eine hat eine Familie, ein anderer befürchtet, im nächsten Jahr keinen Vertrag mehr zu bekommen – und ein weiterer ist der aufgehende Stern, der glaubt, in den nächsten zehn Jahren noch viel, viel Geld zu verdienen. Ich bin überzeugt: Wenn man den Spielern transparent erklärt, worum es geht, ist ein Grossteil bereit, den Weg mitzugehen. Wir führen solche Verhandlungen jeweils mit dem Spielerrat, in dem Spieler sitzen, von denen wir wissen, dass sie über den Tellerrand hinausschauen und ihre Haltung weitervermitteln.

Und doch dürfte der eine oder andere unzufrieden gewesen sein und gedacht haben, warum es finanzielle Einbussen gibt, wenn gleichzeitig 1,5 Millionen Franken für die Verpflichtung Silvan Heftis ausgegeben werden.

Spycher: Wir haben als Klub rund sechs Mal so viel durch Spielerverkäufe eingenommen, wie wir für Zuzüge ausgegeben haben. Damit haben wir den Druck auf die Löhne der Spieler vermindert. Letztlich hängt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von YB vom sportlichen Erfolg der ersten Mannschaft ab. Nicht nur die ambitionierten Spieler sehen und verstehen das. Aber klar, in einer Mannschaft mit 25 Spielern gibt es immer einzelne, die nicht zufrieden sind.

Ist die Partnerschaft zwischen Spielern und Klubs in Europa zu wenig eng?

Hiller: Man kann es so und so sehen. Doch selbst diese Partnerschaft konnte in Nordamerika Lockouts nicht verhindern. Es gibt einfach zwei Interessengemeinschaften, und beide wissen, dass es eine Lösung braucht, damit das Produkt funktioniert. In Europa ist das ganze System anders, vielleicht ist es nicht so wichtig, eine Gewerkschaft zu haben, weil vieles über das normale Arbeitsrecht geregelt ist. Es wird bei uns nie so sein, dass die Spielergewerkschaft entscheidet, ob man den Gesamtarbeitsvertrag annimmt. Aber das Ziel muss sein, den Spielern das Gefühl zu geben, als vollwertiger Partner akzeptiert zu werden. Ich glaube, wir sind in einer guten Richtung unterwegs.

Sie hatten im Frühjahr mit dem EHC Biel als erstes Team Solidarität signalisiert, indem Sie frühzeitig den Verzicht auf Play-off-Prämien bekanntgaben. War dieses Vorgehen unumstritten?

Hiller: Im Prinzip ja. Wir hatten die ganze Saison gearbeitet, um die Play-offs zu spielen – und wir wollten alles tun, damit das auch möglich ist. Wären die Play-offs nicht wegen des Lockdowns, sondern aus wirtschaftlichen Gründen abgesagt worden, hätten wir auch nichts erhalten. Deshalb waren wir rasch bereit zu verzichten. Kein Spieler spielt nur wegen des Geldes Eishockey. Der ursprüngliche Antrieb ist die Leidenschaft, die er zum Beruf gemacht hat.

Mit diesem Verzicht sendete Biel ein starkes Signal. Weshalb folgen nicht mehr Klubs diesem Beispiel und machen öffentlich, worauf die Spieler verzichten? Es wäre doch ein starkes Zeichen, wenn etwa YB offen kommunizieren würde, dass die Spieler auf so oder so viel Prozent ihres Lohns verzichten.

Spycher: Es ist nicht einfach, den Menschen den Kontext zu erklären. Alle diese Spieler, die nun von Lohneinbussen betroffen sind, waren wichtig dafür, dass wir in den vergangenen Jahren Erfolg hatten. Da diktiert man nicht einfach: «Danke für alles, was ihr für uns getan habt. Nun aber müsst ihr bluten.» Unsere Spieler haben eine grosse Solidarität gezeigt. Als die übrigen Mitarbeiter wegen der Kurzarbeit auf Teile ihres Lohns verzichten mussten, entschlossen sie sich zusammen mit dem Trainerstab, die Lohndifferenz während zweier Monate auszugleichen. Das war eine starke Geste des Zusammenhalts.


Christoph Spycher, Sportchef der Young Boys

Christoph Spycher, 42, wechselte 1999 ein Jahr nach der Matura vom Berner Erstligaklub Münsingen nach Luzern und begann die Profikarriere. 2001 bis 2005 spielte er für GC, 2005 ging er zu Eintracht Frankfurt, 2010 zu YB. Nach dem Rücktritt 2014 übernahm er bei YB das Amt des Talentmanagers, zwei Jahre später stieg er zum Sportchef auf. Unter seiner Führung gewann YB 2018 erstmals seit 32 Jahren den Meistertitel und behauptete den Titel 2019 und 2020. In den Geschäftsjahren 2018 und 2019 machte YB einen Gewinn von total rund 40 Millionen Franken. (bsn.)


Jonas Hiller, Präsident der Vereinigung der Schweizer Eishockeyspieler

Jonas Hiller, 38, stammt aus dem Nachwuchs des SC Herisau. Er besuchte das Gymnasium und schrieb die Maturaarbeit zur «Geschichte und Finanzierung des Terrorismus». In Lausanne etablierte er sich in der National League, 2005 und 2007 wurde er mit Davos Meister. Darauf wechselte er in die NHL und bestritt 437 Spiele für Anaheim und Calgary. Die Karriere schloss er nach einem vierjährigen Engagement in Biel ab. Seit dem Rücktritt ist Hiller Präsident der Vereinigung der Schweizer Eishockeyspieler. Daneben ist er Hauptaktionär der Schweizer Kite-Surf-Marke «Gin». (gen.)


https://www.nzz.ch/sport/nirgends-sonst ... ld.1585786

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