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 Betreff des Beitrags: Re: (4) Mohamed Ali Camara
 Beitrag Verfasst: Sonntag 4. August 2019, 13:38 
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Zitat:
Camara vom BSC Young Boys brach sich im Training das Schienbein

Der Innenverteidiger des BSC Young Boys Mohamed Ali Camara brach sich im Training das Schienbein und wird nun mehrere Monate ausfallen.

Das Wichtigste in Kürze

- Mohamed Ali Camara hat sich im Training das Schienbein gebrochen.
- Er wird nun wohl die ganze Vorrunde verpassen.

Mohamed Ali Camara hat sich am Freitag im Training einen Schienbeinbruch zugezogen, wie die BSC Young Boys mitteilen. Er sei bereits am Samstag erfolgreich vom Ärzteteam operiert worden.

Der 21-jährige Nationalspieler Guineas wird dem Verein nun mehrere Monate nicht zur Verfügung stehen. Vermutlich wird er die ganze Vorrunde verpassen.


https://www.nau.ch/sport/fussball/camar ... n-65563410

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 Betreff des Beitrags: Re: (4) Mohamed Ali Camara
 Beitrag Verfasst: Montag 6. Januar 2020, 01:14 
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Mohamed Ali Camara im ON SPOT

Eine Knochenentzündung bremste ihn aus - Camara hat dennoch grosse Ziele für die Zukunft

Der Spieler von BSC Young Boys im Videoportrait ON SPOT über die Super League, sein Vorbild Sergio Ramos, seinen Charakter, seinen grössten Erfolg, seine Ziele und die Familie.

Der Guineer wusste in der ersten Saison nach seinem Wechsel durchaus zu überzeugen, konnte in dieser Saison aber noch keine Minute bestreiten, wurde durch eine Knochenentzündung ausgebremst. Das tut den grossen Zielen jedoch keinen Abbruch, würde er doch gerne mal sein wie Sergio Ramos.


https://sport.ch/fc-sion/473479/nyon-pr ... -geschickt

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 Betreff des Beitrags: Re: (4) Mohamed Ali Camara
 Beitrag Verfasst: Dienstag 12. Mai 2020, 01:31 
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Camara, der Positivdenker aus Guinea

Mohamed Ali Camara verlor trotz seines Schienbeinbruchs im vergangenen August nie seinen Optimismus. Der 22-jährige Verteidiger hat ehrgeizige Pläne - und für ihn ist nicht Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi der aktuell weltbeste Spieler, sondern Virgil van Dijk.

***

"Ich sagte mir: Die Welt geht nicht unter"

Mohamed Ali Camara, am 2. August 2019 hast Du einen Schienbeinbruch erlitten. Wie geht es Dir heute?
Sehr gut. Es war meine erste gravierende Verletzung der Karriere, die mich zu einer monatelangen Pause zwang. Aber ich habe mich davon erholt - dank intensiver Arbeit und dank der Unterstützung von sehr vielen Leuten im Klub. Wenn es nun mit der Meisterschaft wieder losginge, wäre ich jedenfalls einsatzbereit.

Fühltest Du Dich in der Zeit der Reha nie allein?
Gar nicht. Ich stand immer im Kontakt mit meinen Teamkollegen, mit dem Staff, alle waren immer für mich da. Ich war jederzeit bestens betreut.

Würdest Du wieder furchtlos in jeden Zweikampf gehen wie vorher schon?
Ganz bestimmt. Ich habe keine Bedenken, Duelle zu bestreiten. Weil Angst etwas ist, das ich eigentlich nicht kenne, erst recht nicht als Fussballer. Ich bin jemand, der kompromisslos seine Ziele verfolgt.

Hast Du während der langen Verletzungspause nie Deinen Optimismus verloren?
Nein. Was auch immer in meinem Leben passiert: Ich versuche, meine positive Einstellung zu bewahren und auch im Unglück etwas zu sehen, das mich weiterbringen könnte. Ich nahm darum auch in diesem Fall die Situation gut an.

Was heisst das konkret?
Es bringt nichts, mit dem Schicksal zu hadern oder zu zweifeln. Ich sagte mir: Die Welt geht nicht unter, jetzt muss ich das Beste machen und will mich auf keinen Fall von diesem Rückschlag aufhalten lassen. Schon am ersten Tag war mir bewusst, dass ich einen langen Weg vor mir habe. Aber eines war ebenso schnell klar: Ich arbeite hart und kehre stärker zurück. Nichts anderes als das hatte ich im Kopf. Diese Mentalität hat mir sehr geholfen. Resignation war nie eine Option.

Wie fühlte es sich an, auf der Tribüne zu sitzen und der Mannschaft zuschauen zu müssen?
Es tat zwar weh. Aber ich konnte mich dennoch damit relativ gut abfinden, weil ich mich mental darauf einstellte, auf der Tribüne sitzen zu müssen und nicht mitspielen zu dürfen. Die Rolle war zwar ungewohnt, aber die Erfahrung, keinen Einfluss nehmen zu können, gehörte eben auch zum ganzen Prozess.

Du hast mit 20 Jahren Deine Heimat Guinea verlassen und bist nach Israel gezogen. Was hat es mit diesem Transfer auf sich?
Ich war mit 17 schon ein erstes Mal in Europa, als ich während ein paar Monaten in der Akademie von KAA Gent ausgebildet wurde. Später war ich auch in Frankreich, bei Bastia, Troyes und Auxerre. Mit der U-20-Nationalmannschaft von Guinea nahm ich am Afrika-Cup teil, auch an der U-20-WM - danach gab es viele Anfragen von Klubs. Ich hätte in Frankreich Probetrainings bestreiten können. Aber dann kam dieses Angebot aus Israel, bei dem ich mehr oder weniger die Gewähr hatte, auch konstant zum Einsatz zu kommen. Bei Lille oder Rennes in der Ligue 1 hätte ich diese Aussicht weniger gehabt. Israel schien mir darum ein geeigneter nächster Schritt zu sein.

Brauchte es Mut für diesen Wechsel?
Ich würde nicht unbedingt von Mut reden. Mein Herz sagte mir, dass es das Richtige ist. Ich ging allein nach Israel, aber das machte mir damals nichts aus. Ich wusste, was ich wollte, ich war überzeugt, dass ich es packe und dort auf mich aufmerksam machen kann.

Gab es auch kritische Kommentare?
Die gab es. Mich fragten einige: Was willst Du in Israel? Was soll dieser Wechsel? Du musst doch in eine andere Liga! Aber ich liess mich von solchen Stimmen nicht irritieren. Ich antwortete immer, dass ich sehr wohl wisse, was ich tue. Und dass ich die israelische Liga gewissermassen als Sprungbrett betrachte.

Du bekamst Recht.
Ja, es sieht so aus. Es ist alles gut gegangen bis jetzt.

Hattest Du als junger Spieler ein Vorbild, an dem Du Dich orientiertest?
Sergio Ramos. Er beeindruckte mich früher und er beeindruckt mich heute noch. Er hat einen starken Charakter, ist unerschrocken und ein Leader, sowohl bei Real Madrid als auch in der spanischen Nationalmannschaft.

War für Dich immer klar, dass Du Profi werden willst?
Ja. Ich träumte nie von einem anderen Beruf.

Davon träumen Millionen von Jungen. Was braucht es, um den Durchbruch zu schaffen?
In erster Linie Persönlichkeit. Und dann ist Fleiss wichtig. Wer weiterkommen will, muss bereit sein, viel zu arbeiten und praktisch alles dem Fussball unterzuordnen. Ich kann mir vorstellen, dass einige scheitern, weil diese Bereitschaft nicht ausreichend vorhanden ist oder sie sich ablenken lassen. Meine Konzentration gilt dem Fussball.

Was machst Du in Deiner Freizeit?
Ich treffe mich gerne mit Kollegen, sitze zwischendurch vor der Playstation oder lese. Aber es soll nichts sein, das meine Leistung beeinträchtigen könnte.

Was liest Du gerade?
Ein Buch über Nelson Mandela, in der sein Leben beschrieben wird, die Zeit im Gefängnis und die Ära als Präsident von Südafrika. Mandela ist ein grosses Vorbild, von dem jeder Mensch etwas lernen kann.

Seit 2018 bist Du nun in Bern. Du hast mit YB in der Champions League gespielt und bist auch Meister geworden. Was löste das in Dir aus?
Wunderbare Gefühle. Als Bub träumte ich davon, einmal in der Champions League zu spielen. Mit YB durfte ich das erleben und den Meistertitel feiern. Es ist nicht so einfach, dafür die richtigen Worte zu finden: fantastisch, unvergesslich.

Konnte Deine Familie in Guinea Spiele von Dir sehen?
Die Partien in der Champions League konnte sie alle schauen, jene in der Super League leider nicht. Einer meiner Brüder hat mich einmal besucht, und meine Eltern werden auch bald einmal kommen.

Bei YB geniesst Du hohe Akzeptanz, weil Du keine Berührungsängste kennst und sehr umgänglich bist. Hattest Du immer diese offene Art?
Ja. Ich habe keine Mühe, auf Leute zuzugehen und mich an einem fremden Ort zu integrieren. In der Schweiz fiel mir das erst recht nicht schwer, weil ich die Bernerinnen und Berner als sehr offen und gastfreundlich wahrnehme. Wichtig ist mir auch Hilfsbereitschaft. Ich bin so erzogen worden: Wenn ich jemanden unterstützen kann, tue ich das jederzeit.

Bist Du auch ein neugieriger Mensch?
Oh ja. Ich will immer Neues lernen. Oft frage ich Assistenztrainer Matteo Vanetta, der sich vor allem um die Defensivspieler kümmert, was ich besser machen kann. Mein Ziel ist es, kontinuierlich Fortschritte zu erzielen.

Was fehlt Dir aus Guinea?
Vor allem meine Familie: die Eltern, die Schwester und die drei Brüder.

Und wie kommst Du mit dem mitteleuropäischen Klima zurecht?
Eigentlich problemlos. Auch wenn der Winter mit tiefen Temperaturen nicht meine bevorzugte Jahreszeit ist.

Es gibt viele hervorragende Fussballer aus Guinea. Wer ist für Dich der Beste?
Derzeit ist es sicher Naby Keita vom FC Liverpool.

Du bist nicht der erste Spieler aus Deinem Land, der in der Schweiz unter Vertrag steht.
Spontan erinnere ich mich an drei Landsleute: Kamil Zayatte spielte einmal bei YB, Pascal Feindouno und Kevin Constant waren bei Sion.

Du bist Nationalspieler Guineas. Stehst Du in Kontakt mit Trainer Didier Six?
Wir haben telefoniert. Er hat mir nach der Verletzung Mut zugesprochen. Natürlich ist es mein Ziel, in Zukunft regelmässig für die Nationalmannschaft zu spielen. Mich macht es enorm stolz, mein Land vertreten zu dürfen. Aber um wieder ein Aufgebot zu erhalten, muss ich bei YB mit Leistungen überzeugen. Auch darum bin ich etwas ungeduldig. Ich möchte so schnell wie möglich wieder mit meinem Verein spielen. Und den Meistertitel verteidigen.

An einem Thema kommen wir nicht vorbei: Was hat es mit Deinem Vornamen auf sich? Sind Deine Eltern Boxfans?
(schmunzelt) Nein, sie haben nicht an Muhammad Ali gedacht. Ich heisse so, weil mein Grossvater schon diesen Vornamen hatte. Aber ich bewundere Muhammad Ali trotzdem. Weil er ein Meister ist. Das will ich auch sein.

Hast Du einen Plan für die nächsten Jahre Deiner Karriere?
Ich möchte irgendwann den Sprung in eine der fünf grossen Ligen Europas schaffen und am liebsten in die Premier League. Für mich ist es die stärkste Liga der Welt. Und Liverpool ist die beste Mannschaft. Aber vorderhand denke ich nur an YB. Ich habe hier einen Vertrag bis 2022 und noch einige Ziele vor mir.

Naby Keita könnte bei Jürgen Klopp für Dich ja ein gutes Wort einlegen.
(lacht herzhaft) Genau! Gelegentlich reden wir zwar zusammen, wir haben auch eine Chat-Gruppe aus der Nationalmannschaft. Aber um bei Liverpool ein Thema zu werden, muss man ein enorm guter Spieler sein. Und um richtig gut zu werden, muss man sehr viel arbeiten. Es liegt also an mir, an meinen Beinen, an meinem Kopf.

Zum Schluss noch vier Sätze, die Du vervollständigen solltest. Mein schönstes Erlebnis bisher in Bern war…
...mein erstes Champions-League-Spiel gegen Manchester United in Bern. Wie vorhin schon erwähnt: Ein Kindheitstraum wurde Wirklichkeit. Es war ein aussergewöhnliches Erlebnis in einer einzigartigen Stimmung. Und grossartig war natürlich auch der Gewinn der Meisterschaft.

Mein unangenehmster Gegenspieler bislang war…
...Paulo Dybala von Juventus Turin. Er hat mir und uns in der Champions League einige Mühe bereitet. In Turin schoss er alle drei Tore gegen uns - und ich sah nach einem Foul an ihm die gelb-rote Karte…

Der weltbeste Fussballer ist…
...Virgil van Dijk vom FC Liverpool. Er ist als Innenverteidiger ein kompletter Fussballer, schlicht überragend.

Mein erster deutscher Ausdruck, den ich lernte, war…
...guten Morgen!

https://www.bscyb.ch/news?nID=11930


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 Betreff des Beitrags: Re: (4) Mohamed Ali Camara
 Beitrag Verfasst: Dienstag 7. Juli 2020, 22:32 
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Versprechen für YB

Der «Guerrero» soll schon bald Verantwortung schultern

In zwei Jahren bei YB hat Mohamed Ali Camara nur 25 Spiele bestritten. Dennoch sehen sie bei den Young Boys in ihm den nächsten Führungsspieler. Vielleicht auch, weil der Guineer ein unverrückbarer Optimist ist.

«Von da», sagt er und nimmt die zweite Hand zu Hilfe, «bis da.» Mohamed Ali Camara deutet auf seinem Schienbein die Narbe an. Ein komplizierter Eingriff, zwei Platten und mehrere Schrauben, «manchmal piepst es jetzt am Flughafen», erzählt er. Es war ein langes Jahr für den YB-Verteidiger. Weg vom Fussball, weg auch vom Team, mit einer Verletzung, die so manchen Hobbyfussballer für immer ausser Gefecht gesetzt hätte. Das hinterlässt Narben, nicht nur auf der Haut. «Der Fussball verläuft nur so», sagt Camara und zeichnet steile Kurven in die Luft, «auf und ab und auf.» Das habe er sich vergegenwärtigt, damals. Und sich eingeredet, dass es ab jetzt nur noch aufwärtsgehen würde.

Es ist eine abgeklärte Mentalität für einen 22-Jährigen. Die Verletzung war nicht der erste Rückschlag in der Karriere des Guineers. Steil war sein Aufstieg in seinem Heimatland. Schon mit 17 debütiert er in der Profimannschaft des Satellite FC, einem Verein in der guineischen Hauptstadt Conakry, wo er aufgewachsen ist. Lokale Kenner empfehlen ihn europäischen Scouts, noch im gleichen Jahr landet er im Probetraining bei Gent in Belgien. Dort behalten sie ihn gleich für drei Monate, möchten ihn gerne für die Nachwuchsmannschaft verpflichten. Doch der Club in seiner Heimat stellt sich quer. Camara kehrt zurück nach Guinea.

Rehabilitation statt Besuch in der Heimat

Der Aufstieg ist fürs Erste gebremst. Es ist ein kleiner Rückschlag, oder wie es Camara formuliert: «eine Herausforderung». Das mentale Abwehrsystem des jungen Fussballers wirkt nicht aufgesetzt, nicht fremdinstalliert. Auch in Bern, wo er nach einer starken Saison in der israelischen Liga bei Hapoel Ra’anana im Sommer 2018 angekommen ist, behält er sich dieses positive Denken bei. Er traut sich zu, Fehler zu machen, zeigt so vielleicht mehr Mut und Offensivdrang als andere Verteidiger. In seinem erst vierten Spiel für YB steht er in der Champions League Manchester United gegenüber. Er zahlt Lehrgeld gegen Romelu Lukaku, einen der unbequemsten Stürmer überhaupt. Er verschuldet Gegentore, läuft ins Leere, spielt aber voller Herz und erzielt in diesen ersten Wochen auch zwei Tore. Er erarbeitet sich seinen Spitznamen in der Mannschaft: «guerrero», Krieger.

Camara verletzt sich erstmals, hat Muskelprobleme am Oberschenkel und verpasst den Auftakt in die Rückrunde 2019. Das Comeback gelingt wie gewünscht. Als YB im April überlegen als Meister feststeht, ist er Stammspieler.

Kurz darauf tauchen die Schmerzen im Schienbein auf. Diagnostiziert wird erst nur eine Knochenhautentzündung. Camara wird ein erstes Mal operiert, steigt wieder ins Training ein. Dort bricht er sich im August, als die neue Saison schon angelaufen ist, das Schienbein. Es wird klar: Er wird YB monatelang fehlen.

Es ist die Zeit, in der sich Camara sagt, dass es ab jetzt nur noch aufwärtsgehe. Die Zeit, in der ihm die Denkweise des Optimisten hilft.

Die Rehabilitation braucht Zeit. Während die Teamkollegen im Winter in die Ferien fahren, die ausländischen Spieler ihre Heimat besuchen, verzichtet Camara auf die Reise nach Guinea. Von sich aus organisiert er einen Reha-Aufenthalt in Frankreich, fährt für eine Therapie an die Atlantikküste nach Capbreton. YB unterstützt ihn dabei.

Überhaupt halten sie bei den Young Boys viel von ihm, obwohl er bis heute nach bald zwei Jahren noch immer nur etwas mehr als 20 Spiele bestritten hat. Sportchef Christoph Spycher blickt schon in der Winterpause explizit der Rückkehr von zwei Akteuren entgegen: jener von Mittelfeldspieler Sandro Lauper und der von Camara. Pechvogel Lauper hat sich nach einem Kreuzbandriss sogleich einen weiteren zugezogen, fällt wieder monatelang aus. Im Fall von Camara nun scheint die Heranführung an das Wettkampfniveau sehr gut geglückt. Auch, so abwegig es klingen mag, dank der Corona-Pause.

Die Pandemie löste in ihm wie bei vielen Verunsicherung aus. Wer ist in Gefahr? Wie schütze ich mich? Was passiert als Nächstes? Camara verfolgt die Situation auch in seinem Heimatland Guinea. Das Land mit 12 Millionen Einwohnern hat Erfahrung mit ansteckenden Krankheiten, war 2014 eine der Regionen mit den meisten Ebola-Fällen. Etwa 5000 Corona-Infizierte wurden bis anhin verzeichnet. Camara rezitiert die Zahlen aus dem Gedächtnis, Verstorbene erwähnt er nicht. Er spricht von den 4500 Menschen, welche von der Regierung als geheilt bezeichnet werden. Da ist sie wieder, die Denkanlage des Optimisten.

Als Fussballer hat ihm der Unterbruch der Meisterschaft wertvolle Zeit für sein Comeback verschafft. Er ist einer der wenigen Spieler, die während der Zeit der Heimtrainings für individuelle Einheiten noch ins Stadion kommen dürfen. Beim Trainingsauftakt im Mai hält das Schienbein.

Hoarau, Sulejmani, Wölfli – Camara?

Jetzt ist Camara zurück im Team, hat die letzten drei Partien von Beginn weg bestritten, beim 3:0 gegen Lugano am Wochenende sein viertes Tor für YB erzielt. Bei den Young Boys gibt es in der Innenverteidigung auch erfahrenere Kandidaten wie Jordan Lefort oder Frederik Sörensen. Aber Gerardo Seoane setzt auf Camara. Vor der Wiederaufnahme der Meisterschaft erwähnte der YB-Trainer seinen Schützling auch, als es um mögliche Führungsspieler aus der zweiten Reihe ging. Spieler wie Michel Aebischer, Christian Fassnacht oder eben Camara werden Verantwortung übernehmen müssen, wenn Säulen wie Miralem Sulejmani, Guillaume Hoarau oder Marco Wölfli nicht mehr da sind.

«Nächste Saison werden wir jungen Spieler eine Stufe hochsteigen müssen», sagt Camara. Mit der hohen Erwartungshaltung rund um seine Person scheint er keine Probleme zu bekunden. «Ich muss damit umgehen können.»

Und es wird klar, dass der Spitzname des kleinen Kriegers nicht nur von seinem kompromisslosen, leidenschaftlichen Stil auf dem Feld rührt, sondern auch von seiner Einstellung. Einem eisernen Willen, einem unerschütterlichen Optimismus.


https://www.bernerzeitung.ch/der-guerre ... 0502664570

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 Betreff des Beitrags: Re: (4) Mohamed Ali Camara
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 14. Oktober 2020, 22:13 
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CAMARA UND GARCIA POSITIV GETESTET

Die YB-Spieler Ali Camara und Ulisses Garcia befinden sich nach positiven Covid-19-Testergebnissen zuhause in Isolation. Camara war in der letzten Woche mit der Nationalmannschaft Guineas nach Portugal zu einem Testspiel gegen die Kapverden gereist. Nach seiner Rückkehr wurde er in Bern getestet, wobei dieser Test positiv ausfiel.

Im Fall von Garcia hatte eine Person in seinem nahen familiären Umfeld Symptome, worauf der anschliessende Test bei diesem Familienmitglied positiv ausfiel. Nach einigen Tagen in Quarantäne wurde auch Ulisses Garcia getestet - mit positivem Resultat.

Weil sowohl Camara als auch Garcia seit letzter Woche keinerlei Kontakte mit YB-Mitspielern hatten, haben die beiden Fälle keinen direkten Einfluss auf weitere Spieler der Young Boys. Auf Grund der jüngsten Entwicklung wurden in den letzten Tagen alle weiteren YB-Spieler sowie die Mitglieder der Trainercrew auf Covid-19 getestet - sämtliche Untersuchungen fielen negativ aus.


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