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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2019/2020
 Beitrag Verfasst: Dienstag 3. September 2019, 10:22 
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Nach dem Meistertitel der Gastrotitel

Der diesjährige GastroBär geht an die Sportclubs YB und SCB. Zudem zeichnen die Berner Wirte und Umgebung den Ostermunidger-Bären-Wirt Klaus Künzli mit dem Preis «Lebenswerk» aus.

Zum 17. Mal in Folge wurde der GastroBär verliehen. Zum Apéro im Kursaal trafen sich rund 450 Vertreterinnen und Vertreter aus Gastronomie, Hotellerie, Politik, Wirtschaft, Tourismus und Kultur. GastroStadtBern und Umgebung würdigt mit der Auszeichnung «herausragende Leistungen in der oder für die Berner Gastronomie», wie deren Präsident, Tobias Burkhalter, ausführte.

In diesem Jahr ging der Preis an die amtierenden Schweizermeister YB und SCB. Die GastroBären konnten für den SCB an Rolf Bachmann und Alex Chatelain und für YB an Richard Gostony übergeben werden.

Neben dem Gastropreis erhielt der langjährige Ostermundigen-Bären-Wirt Klaus Künzli den Preis «Lebenswerk». Eveline Neeracher, Präsidentin von GastroBern, hielt die Laudatio für den ehemaligen GastroSuisse-Präsidenten Künzli, der für seine gastgewerblichen Verdienste, sei es als Arbeitgeber für seine Mitarbeitenden und später als oberster Gastronom für seine rund 20000 Verbandsmitglieder gewürdigt wurde.


https://www.derbund.ch/bern/nach-dem-me ... y/22677119

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2019/2020
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 4. September 2019, 15:29 
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YB ist trotzdem auf Kurs

Die Young Boys blicken trotz Verpassen der Champions League auf eine erfreuliche erste Saisonphase zurück.

Das Tabellenbild ist gewöhnungsbedürftig: YB ist in der ersten Länderspielpause dieser Saison nicht Leader. Stören tut das niemanden beim Meister von 2018 und 2019. Trainer Gerardo Seoane sagt: «Wichtig zu diesem Zeitpunkt der Saison sind die Leistungen. Und die sind erfreulich. Zudem gefallen mir unsere Fortschritte. Das Spiel zuletzt in Luzern hat Spass gemacht.»

Es scheint fast, als freue man sich bei den Young Boys, in der Liga stärker herausgefordert zu werden – selbst wenn man die Tabellenführung nach dem 2:2 am Sonntag beim FCL an den Rivalen aus Basel verloren hat.

YB hat in neun Pflichtspielen nie verloren (5 Siege, 4 Unentschieden), in jeder Partie getroffen, ist aber im Playoff zur Champions League höchst unglücklich und wegen der Auswärtstore­regel an Roter Stern (2:2 in Bern, 1:1 in Belgrad) gescheitert. Die Bilanz der ersten Saisonphase.

Form: Gute Leistungen – und viel Steigerungspotenzial

Angesichts des heftigen personellen Umbaus sowie der beinahe unheimlichen Verletzungs­serie darf YB ein positives Fazit ziehen. «Unsere Entwicklung ist sehr gut», sagt Christoph Spycher. Dem Sportchef gefällt besonders, wie schnell sich die neu zusammengestellte Equipe gefunden hat: «Wir waren meistens stabil und überlegen. Und wir haben uns verbessert, waren bissig und spielfreudig. Leider fehlte es gerade gegen Belgrad an der Effizienz vor beiden Toren.»

Wegen der zahlreichen Absenzen wurden einige Fussballer stark beansprucht, zum Beispiel die Mittelfeldspieler Michel Aebischer und Vincent Sierro. Sie sind logischerweise noch nicht so weit, wie es Sékou Sanogo, Djibril Sow oder der aktuell verletzte Sandro Lauper im zentralen Mittelfeld letzte Saison waren. «Wenn man einen Fussballer für zehn Millionen Franken verkauft und dann einen für eine Million kauft», sagt Spycher, «kann man doch nicht erwarten, dass er im neuen Team sofort gleich stark spielt wie sein Vorgänger.»

Und so besitzen die Young Boys mit ihren zahlreichen entwicklungsfähigen Fussballern enorm viel Steigerungspotenzial. Auch auf den Aussenverteidigerpositionen, auf denen Saidy Janko und Ulisses Garcia noch nicht die Klasse von Kevin Mbabu und Loris Benito haben – aber zusammen mit Jordan Lotomba ein sehr talentiertes Trio mit interessanter Perspektive bilden.

Spieler: Lustenberger und Nsame ragen heraus

Stärkster YB-Fussballer der ersten Saisonwochen war Fabian Lustenberger. Der neue Captain und Abwehrchef hat Steve von Bergen in jeder Beziehung glänzend ersetzt. Zwar hinterliess Lustenberger letzte Woche bei zwei Gegentoren nicht den besten Eindruck, aber er ist ein enormer Gewinn für YB. Christopher Martins gefiel mit Physis, Wucht und Übersicht im zentralen Aufbau, fehlte aber zuletzt verletzt – wie Flügel Marvin Spielmann, der mit Witz, Schnelligkeit, Dribbelstärke andeutete, zur Stammkraft aufsteigen zu können.

Insgesamt überzeugten die Young Boys. Sie sind erstaunlich weit, obwohl sie wegen der vielen Blessuren kaum einmal in der gleichen Formation antreten konnten. «Die Spieler haben das toll gemacht», sagt Spycher. «Das ist nach all den Wechseln keineswegs selbstverständlich.»

Die Routiniers Guillaume Hoarau und Miralem Sulejmani dürften im Herbst nach erneuten Verletzungen wieder zur Verfügung stehen und den Konkurrenzkampf in der Offensive weiter verschärfen – zumal das torgefährliche Toptalent Felix Mambimbi bereit scheint, bald durchzustarten. Der 18-Jährige erzielte in vier Einsätzen für die 1.-Liga-Mannschaft von YB zehn Tore! Zuletzt wurde Mambimbi in Luzern eingewechselt. Auch die wirbligen Nicolas Ngamaleu und Roger Assalé, der wieder fitte Christian Fassnacht sowie bald Spielmann erhöhen die Optionen. Und Jean-Pierre Nsame, mit sechs Treffern in sechs Partien bester Schütze der Super League, erfüllt seinen Job als Torjägerersatz Hoaraus vorzüglich.

Die jungen Innenverteidiger Nicolas Bürgy und vor allem Cédric Zesiger dagegen haben nicht restlos überzeugt. Sie dürfen hinter Lustenberger und Zugang Frederik Sörensen weiter reifen.

Kaderplanung: Wiedermit vielen Talenten

Christoph Spycher sagt, der Sommer sei bezüglich Kaderumbau fast ausnahmslos so verlaufen, wie es sich der Club gewünscht habe. «Wir hatten gewusst, was auf uns zukommt. Die schwere Verletzung von Mohamed Camara aber wäre nicht nötig gewesen.» YB reagierte mit dem leihweisen Zuzug Sörensens aus Köln. Und in einer perfekten Welt wäre wohl auch Luzerns Ruben Vargas noch verpflichtet worden, der Offensivspieler wäre einem Transfer nach Bern nicht abgeneigt gewesen.

Spycher sagte aber bereits Ende letzter Saison, es gehe bei jedem Fussballer darum, ihm ein sinnvolles Projekt vorzustellen: «Und wir haben so viele Spieler in der Offensive, dass es unseriös wäre, einen weiteren zu holen.» Augsburg schlug dann bei Vargas zu, der junge Schweizer hat in drei Bundesligarunden schon drei Tore erzielt.

Im Team der Young Boys stehen auch so mehrere Akteure, denen man eine Entwicklung zutraut wie jene zuletzt von Mbabu und Sow, um nur zwei Beispiele zu nennen. Es locken jedenfalls weitere lukrative Verkäufe in den nächsten Jahren, erwähnt seien etwa Lotomba, Lauper, Camara, Aebischer, Martins, Assalé, Mambimbi, Ngamaleu. Auch Goalie David von Ballmoos agiert stilsicher, er erledigt die wenige Arbeit, die er hat, souverän – ohne aber einen sogenannt Unhaltbaren pariert zu haben.

Transfers: Assalé wärebeinahe noch gewechselt

Hinter Spycher liegen intensive Wochen. Nun ist das internationale Transferfenster zu. Es gab in den hektischen letzten Stunden am Montag keinen weiteren Abgang. Insbesondere Assalé hätte einen Wechsel nicht abgelehnt, es gab konkretes Interesse von mehreren ausländischen Vereinen wie Rennes, aber zu einer Einigung kam es nicht.

Auch bei Fassnacht hiess es den ganzen Sommer lang, er werde gehen, doch eine Verletzung erschwerte den angestrebten Wechsel in eine Topliga. Nun bleibt auch der Schweizer Nationalspieler mindestens bis zur Winterpause in Bern. Und Spycher sagt: «Wir sind sehr zufrieden mit unserem Kader und bereit für die vielen Spiele im Herbst in drei Wettbewerben.»

Letztlich war in den Fällen von Assalé und Fassnacht auch die Frage, ob YB noch mit einem Ersatz hätte reagieren können. Vorbereitet wäre der Club gewesen, am Montag jedoch lief die Zeit davon. Irritiert reagierten die Clubverantwortlichen auf den Trend bei vielen Vereinen, leihweise Geschäfte anzustreben, um die Regularien des Financial Fairplay nicht zu verletzen. «Wir geben keine Stammspieler auf diese Weise ab», sagt Spycher. «Das haben wir nicht nötig.» Finanziell geht es YB glänzend.

Aussichten: Es folgen sehr interessante Wochen

Das schmerzhafte Scheitern im Champions-League-Playoff tut YB immer noch sehr weh. Immerhin verspricht die Europa-League-Gruppe mit dem FC Porto, Feyenoord Rotterdam sowie den Glasgow Rangers sechs Begegnungen auf grosser Bühne in vollen Stadien. Und Rang 2 ist ein realistisches Ziel, dann würde YB im Europacup überwintern. Im Cup wiederum soll endlich der erste Titel seit 1987 her.

Nach der Länderspielpause wird YB zuerst am Sonntag in einer Woche im Cup-Sechzehntelfinal auswärts auf den krassen Aussenseiter FC Freienbach (2. Liga Inter) treffen, danach folgt fünf Tage später der Start in die Europa League beim Favoriten FC Porto. Zwischen Freienbach und Porto liegen Welten, das Kerngeschäft aber bleibt die Super League. Und da gibt es dann gleich eine sehr interessante Woche nach dem Auftritt in Portugal: Heimspiel gegen Leader Basel, Derby in Thun, zu Hause gegen den Dritten Sion, der nur einen Punkt hinter YB liegt.

Konkurrenz: Basel und Sion haben aufgerüstet

Basel und Sion übrigens haben sich in den letzten Transferstunden Anfang Woche noch verstärkt. Der FCB holte mit dem schwedischen Innenverteidiger Emil Bergström von Utrecht leihweise einen Ersatz für den zu Champions-League-Teilnehmer Brügge gewechselten Eder Balanta. Und zwei Brasilianer: Stürmer Cabral (21) sowie Mittelfeldtalent und U-20-Nationalspieler Ramires (19). Sion gab derweil den Zuzug von Seydou Doumbia bekannt, der vor vielen Jahren bei YB überragend war und später in Basel spielte.

Auf die Young Boys warten einige Herausforderungen. «Unser Weg stimmt», sagt Trainer Seoane. Und Sportchef Spycher meint: «Der Hunger im Team mit vielen Neuen ist da, die Mentalität top. Wir haben ein vielversprechendes Team.» In den strengen Wochen ab Mitte September wird es für den Meister darum gehen, die Weichen zu stellen für eine erneut erfolgreiche Spielzeit.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/21131415

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2019/2020
 Beitrag Verfasst: Freitag 13. September 2019, 23:01 
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Der Junge dient als Vorbild

Der 17-jährige YB-Goalie Aldin Crnovrsanin sammelt Erfahrung bei Bosporus.

Der einsetzende Hagel ist nicht das Schlimmste, was Aldin Crnovrsanin am Sonntag beim Spiel der 2. Liga zwischen Bosporus und Rothorn Brienz über sich ergehen lassen muss. Der 17-Jährige wurde gleich zweimal aus nächster Nähe von den Oberländern «bombardiert». Später sagt der Goalie nicht nur wegen dieser Treffer in den Unterleib: «Die Schüsse in dieser Liga sind härter als diejenigen im U-18-Team von YB.»

Crnovrsanin besitzt eine Doppellizenz, gehört nach wie vorals einer von drei Torhütern zum Kader von YBs U-18, spielt aber gleichzeitig für den regionalen Zweitligisten Bosporus. «Für mich ist das eine positive Sache. Ich komme zu Spielpraxis und kann Erfahrungen sammeln.» Abgesehen von der Schussstärke hat der Goalie beim Erwachsenenfussball noch andere Unterschiede festgestellt. «Die Zweikämpfe werden härter ausgetragen, generell ist das Spiel aggressiver, bei YBs U-18 ist es dafür technischer und taktischer, der Spielaufbau gepflegter.»

Bei Bosporus ist man froh über den jungen Keeper. «Es macht Freude, einen solchen Spieler im Team zu haben», schwärmt Trainer Marco di Romualdo. «Er verfügt über eine gute Einstellung und bewegt sich auf einem anderen Level als die meisten Mitspieler. Der Junge ist mit seinem professionellen Verhalten für manch einen arrivierten Spieler ein Vorbild.»

Vorerst bis im Winter ist die Zusammenarbeit fixiert. Der Berner mit dem montenegrinischen Nachnamen kann sich auch vorstellen, länger zu bleiben. Aber sein Ziel ist ein anderes: «Ich möchte bei YB in die erste Mannschaft kommen und Profi werden.» Dafür arbeitet Crnovrsanin hart: Er absolviert an der Technischen Fachschule die für Leistungssportler abgestimmte Ausbildung zum Metallbauer. Da­neben trainiert er sechsmal pro Woche, davon einmal mit Bosporus. Im Tor der Stadtberner ist er ein sicherer Rückhalt.

Wegen des Hagels musste am Sonntag die Partie abgebrochen werden. Wann und wie das Spiel fortgesetzt wird, steht noch nicht fest. Crnovrsanin steht bereit.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/regi ... y/25462314

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2019/2020
 Beitrag Verfasst: Freitag 13. September 2019, 23:03 
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YB CEO Greuel neu im Vorstand von Europäischem Klubverband

Wanja Greuel (CEO YB) ist neu im 24-köpfigen Vorstand des Europäischen Klubverbandes (ECA).

Das Wichtigste in Kürze

- Greuel wurde neu in den 24-köpfigen Vorstand der European Club Association gewählt.
- Die Wahl zeige das gestiegene Ansehen der Young Boys, so der frisch Gewählte.

Grosse Ehre für YB-CEO Wanja Greuel. An der Generalversammlung der European Club Association (ECA) in Genf wurde Greuel in den 24-köpfigen Vorstand gewählt. Dies berichtet YB in einem Communiqué.

Die ECA ist die Vereinigung der europäischen Fussballklubs; an der GV waren Vertreter von 169 Vereinen anwesend. Vorsitzender der ECA-Geschäftsleitung ist Andrea Agnelli (Juventus Turin). Im Zentrum der Aktivitäten der ECA steht derzeit die Diskussion über die künftigen Formate der europäischen Klubwettbewerbe.

«Anerkennung für das gestiegene Ansehen von YB»

«Ich freue mich ausserordentlich über die Wahl und das in mich gesetzte Vertrauen. Sie bedeutet eine Anerkennung für das gestiegene Ansehen des BSC YB in Europa», so Greuel über seine Wahl.

«Ich werde mein Bestes geben. Und mich aktiv für die Interessen unseres Clubs, unserer Liga und für einen fairen Fussball in Europa einsetzen. Hierbei sind für mich insbesondere die Zukunft der europäischen Wettbewerbe sowie die Solidarität der europäischen Clubs untereinander von elementarer Bedeutung.»


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-ce ... d-65582211

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2019/2020
 Beitrag Verfasst: Samstag 21. September 2019, 22:39 
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YB ringt um Stabilität

Vor einem Jahr demütigten die Berner den FC Basel 7:1. Das scheint heute undenkbar, weil sie als Meister zwar eine Dampfwalze geblieben, aber jüngst sichtlich verletzlicher geworden sind.

Ruedi Zbinden hat den simplen Satz in den letzten zwei Jahren oft gedacht und gehört, als Scout oder als Sportchef des FC Basel. Er ist 60-jährig, hat in der Welt des Fussballs schon viel gesehen und sagt in einem Zimmer hoch oben im Turm neben dem St.-Jakob-Park banal: «Es kann schnell gehen.»

2017 war der FC Basel weit oben. Zum achten Mal Meister in Serie, 17 Punkte vor YB, die Champions League vor Augen, scheinbar für immer und ewig entrückt, eine Dampfwalze, so dominant und erdrückend, dass es schon fast weh tat. Doch danach kehrte alles. Werden die Spiele am Saisonschluss, in denen es um wenig bis nichts mehr ging, aus der Rechnung genommen, hat der FC Basel gegen YB seit 2017 nur noch unentschieden gespielt oder verloren. Cup inklusive. Torverhältnis: 7:19. Die Berner wurden 2018 und 2019 Meister und distanzierten die Basler um insgesamt 35 Punkte. Die Dampfwalze ist nicht mehr rot-blau, sondern gelb-schwarz gestrichen.

Basler Demaskierung 2018

Vor diesem Hintergrund ist es für den FC Basel als Erfolg zu werten, dass er am Sonntag als Leader das Stade de Suisse betritt. Ziemlich genau vor einem Jahr ging er dort 1:7 unter. Es war eine Demaskierung sondergleichen. Eine Erschütterung für die Spieler, den Trainer Marcel Koller, das Selbstwertgefühl des Klubs. Von den beiden Stammformationen von damals standen am Donnerstag in der Europa League am Anfang lediglich Fabian Frei, Eray Cömert und Raoul Petretta für Basel sowie David von Ballmoos und Christian Fassnacht für YB auf dem Rasen. Das ist auf Transfers, Rücktritte, Dispositionen der Trainer und auch auf Zufälle sowie Verletzungen zurückzuführen und zeigt die Wandelbarkeit des Fussballs.

Was ist schon ein Jahr!?

Als YB im Herbst 2016 die Zusammenarbeit mit dem Sportchef Fredy Bickel beendete und im kommunikativen Chaos versank, raunte man sich zu: «So etwas wäre in Basel nie und nimmer möglich.» Als die Führungsetage des FCB im Sommer 2019 die am Ende nicht vollzogene Ablösung des Trainers Marcel Koller in die Wege leitete, im kommunikativen Chaos versank und den Sportchef Marco Streller verlor, sagte man: «So etwas wäre in Bern nie und nimmer möglich.» Doch die Geschichte lehrt: Viel ist möglich, hier wie dort. Erfolg ist zerbrechlich.

Auch wenn der FCB Tabellenführer ist und die Europa League am Donnerstag gleich mit einem 5:0 gegen den russischen Leader aus Krasnodar einläutete, haben sich im Schweizer Fussball die Gewichte verschoben. In Basel wird der Europacup nach einjähriger Absenz mit dem Slogan «Ändlig wider Europa» schon fast etwas demütig beworben. Natürlich sind die Gegner Krasnodar, Trabzonspor und Getafe nicht Leuchtsterne am europäischen Fussballhimmel, aber die 11 000 abgesetzten Ticketpakete sind am unteren Rand der Erwartungen.

YB hat für die drei Heimspiele gegen die Glasgow Rangers, Feyenoord Rotterdam und Porto 23 000 Ticketpakete verkauft. Die Zahlen sind auf den Klang der Konkurrenz zurückzuführen und gleichzeitig Beleg für die FCB-Sättigung und für den YB-Magen, der auch ohne Champions League knurrt. In der Zuschauerstatistik der Super League bleibt Bern gegenüber Basel ebenfalls obenauf: 24 500 zu 21 800. Mit dem am Sonntag möglicherweise ausverkauften Stade de Suisse wird die Distanz vergrössert.

Hätte YB gegen Roter Stern Belgrad die Champions League erreicht, wäre die Kluft in der Aussenwahrnehmung noch grösser geworden. Doch an der Aare wie am Rhein ist die Europa League Gradmesser geworden, nachdem die Schweizer Klubs in der Qualifikation gegen ein niederländisches, ein österreichisches und ein serbisches Spitzenteam nur einen von drei Vergleichen für sich entschieden hatten. Da halten sie sich ungefähr die Waage.

Wie sich gängige Muster ändern können, zeigt auch der Blick auf die Transferbilanz des letzten Sommers. Transfers sind überlebenswichtig für Schweizer Klubs. Auch in dem Bereich hat sich die Rangliste verändert, zumindest in der kurzfristigen Bestandesaufnahme. Während Basel für Albian Ajeti (West Ham) und Eder Balanta (Brügge) über 10 Millionen Schweizerfranken einnahm, erhielt YB für Djibril Sow (Eintracht Frankfurt) und Kevin Mbabu (Wolfsburg) über 20 Millionen. Wer europäisch spielt, macht Transfers mit grösseren Volumen.

YB ist instabiler geworden

Dass sich alles schnell verändern kann, merkt derzeit auch YB. Die Meisterteams der letzten zwei Jahre zeichneten sich durch Stabilität aus. Einerseits verloren die Berner nach dem Titel 2018 nur Kasim Nuhu (Hoffenheim, jetzt Fortuna Düsseldorf), anderseits blieben sie von Verletzungen weitgehend verschont. Doch jetzt fallen Spieler wie Mohamed Ali Camara (Beinbruch), Miralem Sulejmani (komplizierte Muskelverletzung), Christopher Martins (Adduktoren), Sandro Lauper (Kreuzbandriss) und Marvin Spielmann (Sprunggelenk) länger aus. Wären sie stets bei vollen Kräften dabei gewesen, hätte YB gegen Roter Stern wahrscheinlich die Königsklasse erreicht.

Kommt dazu, dass die Fragilität des 35-jährigen Guillaume Hoarau nicht abnimmt. Der Torschützenkönig der letzten Saison wird heuer kaum 24 Tore summieren und muss seine Einsätze merklich dosieren. Gegen Roter Stern stand er total nicht einmal eine Halbzeit auf dem Rasen. Er hat den Status eines lokalen Rockstars und hat mit seiner Band zwei Konzerte angekündigt, die zeitlich so gelegt sind, dass sie ihm hinterher nicht um die Ohren geschlagen werden können. Im Oktober tritt er in der Länderspielpause in der Mühle Hunziken und kurz vor Weihnachten auf grösserer Bühne im Bierhübeli auf.

Sie nähert sich, die Zeit von YB ohne Hoarau.


Zum Glück nicht Champions League

bir. · Wer vor einem Jahr behauptet hätte, dass sich die YB-Abwehr zum Auftakt der Europa League 2019 aus Nicolas Bürgy, Frederik Sörensen und Cédric Zesiger zusammensetzen werde und auf den Aussenbahnen Saidy Janko sowie Ulisses Garcia unterwegs sein würden, an dessen Sachverstand wäre gezweifelt worden. Alles neu. Doch so war es am Donnerstag in Porto (1:2), als in der ersten Hälfte deutlich wurde, dass dies nicht die Abwehrformel für das nächste Jahr sein kann. «Im Moment kommt viel zusammen», sagt der YB-Sportchef Christoph Spycher, «aber wir dürfen nicht klagen und stärken das Vertrauen derjenigen Spieler, die jetzt in die Lücke springen.»

Die Gründe dafür sind «vielschichtig», wie Spycher sagt. Miralem Sulejmani und Guillaume Hoarau sind nicht jünger geworden. Zudem kann die Verletzungsgefahr steigen, wenn sich neue Spieler in einem Klub zurechtfinden und behaupten müssen. In Porto fehlte eine halbe Mannschaft, was für YB nach dem im Sommer erfolgten Umbruch nicht einfach zu bewältigen war. Ein Gedanke kam am Donnerstag anfänglich auf: Zum Glück spielte YB nicht Champions League bei Bayern München.


https://www.nzz.ch/sport/super-league-y ... ld.1510277

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2019/2020
 Beitrag Verfasst: Samstag 21. September 2019, 22:59 
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YB-CEO setzt sich für gerechteren Fussball ein

Während die grossen Clubs im Fussball immer reicher werden, kämpfen die kleinen Vereine immer mehr ums Überleben. Dagegen wehrt sich YB-CEO Wanja Greuel.

Die Young Boys sorgten am Donnerstag nicht nur in der Schweiz für Gesprächsstoff, auch in Deutschland wurde über den Schweizer Meister diskutiert. In der Sendung «Sport Inside» des Senders WDR wurde am Donnerstag ein Beitrag über die Young Boys und den YB-CEO Wanja Greuel ausgestrahlt. Greuel kritisiert darin die ungerechte Verteilung der Uefa-Gelder.

Diese Honigtöpfe würden den Wettbewerb nachhaltig beeinflussen: «Gerade in kleineren Ligen beeinflussen die Grosseinnahmen durch europäische Wettbewerbe den nationalen Wettbewerb», kritisiert Greuel. Für die kleineren Clubs sei es sehr schwierig, an dieses Geld heranzukommen. So gehe die Schere zwischen den Clubs in zahlreichen Ländern immer weiter auseinander. Die grossen Vereine werden immer grösser, während die kleinen immer mehr ums Überleben kämpfen müssen.

Mehr Geld für die grossen Clubs

Dieses Phänomen wird von Uefa-Kritikern schon länger beobachtet: In vielen europäischen Ländern werden immer wieder die gleichen Clubs Landesmeister. In Deutschland sind es die Bayern, in Italien Juventus und in Frankreich PSG. «Ich finde das persönlich sehr schade. Meiner Meinung nach geht dadurch der Wettbewerb verloren», sagt Greuel.

Gemäss Greuel muss die Uefa einschreiten: «In den Statuten der Uefa steht, dass der sportliche Wert immer über dem kommerziellen Wert stehen sollte. Ich persönlich sehe das zurzeit nicht.» Währenddessen schmiedet die Uefa Pläne für eine Champions-League-Reform, bei der die grossen Clubs gesetzt sind. Für kleinere Clubs würde es so noch schwerer werden, in der Königsklasse mitspielen zu können.

Nicht nur Greuel beobachtet die Zukunftspläne der Uefa mit kritischen Augen: «Die Abstände zwischen den Clubs werden sich vergrössern, während sich die Einkünfte auf einige grosse Clubs konzentrieren werden», sagt Javier Gomez, Generaldirektor der spanischen La Liga. Er kritisiert, dass diese Entwicklung ausgerechnet von den grossen Clubs vorangetrieben wird.

Gegen das System

Wanja Greuel will sich nun aktiv gegen diese finanzielle Ungerechtigkeit im Fussball wehren: Kürzlich wurde der Geschäftsführer der Young Boys in den Vorstand der European Club Association (ECA) gewählt, einer Vereinigung der europäischen Fussballclubs, in der unter anderem über die künftigen Formate der europäischen Klubwettbewerbe diskutiert wird.

«Das System gefällt mir nicht», sagt Greuel. Der YB-CEO findet die Verteilung der Gelder auch ausserhalb des Fussballs bedenkenswert: «Auch in anderen Bereichen werden die Reichen immer reicher und die Armen immer Ärmer. Der Fussball geht leider einen ähnlichen Weg.»


https://www.20min.ch/schweiz/bern/story ... n-24690162

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2019/2020
 Beitrag Verfasst: Sonntag 22. September 2019, 20:36 
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YB erfreut sich schweizweit wachsender Beliebtheit

Der Berner Fussballclub schneidet in einer repräsentativen Umfrage besser ab als noch 2017.

Ein Team der Universität St. Gallen hat in Zusammenarbeit mit der Handelshochschule Leipzig dieses Jahr zum vierten Mal einen Gemeinwohlatlas erstellt. In diesem wird erfasst, wie die Bevölkerung die 110 bekanntesten Schweizer Organisationen in Sachen Engagement für die Gesellschaft beurteilt.

Der grösste Aufsteiger im Vergleich zur Ausgabe von 2017 sind die BSC Young Boys. Sie erhalten von den rund 15'000 Teilnehmenden der repräsentativen Umfrage die Durchschnittsnote 4,13, wie die Sonntagszeitung berichtet.

Am besten schneidet die Rega ab, gefolgt von der Spitex und Pro Senectute. Gesamthaft haben die meisten Organisationen schlechter abgeschnitten als noch vor zwei Jahren.

Die Befragten bewerteten 110 Institutionen wie in der Schule mit Noten zwischen 1 und 6.


https://www.bernerzeitung.ch/schweiz/yb ... y/18384120

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2019/2020
 Beitrag Verfasst: Montag 23. September 2019, 18:21 
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Auf Meister YB wartet die «Woche der Wahrheit»

Das Duell mit dem FC Basel war nur der Auftakt. Auf Meister YB kommen in der Meisterschaft und im Europacup entscheidende acht Tage zu.

Das Wichtigste in Kürze

- Nach dem 1:1 vor heimischer Kulisse gegen den FCB beginnt für YB die «Woche der Wahrheit».
- Am Mittwoch und am Samstag stehen für den Meister zwei wichtige Liga-Spiele bevor.
- Das Highlight ist das Europa-League-Duell mit den Glasgow Rangers am nächsten Donnerstag.

In den kommenden zwei Wochen wird man bei Meister YB nicht viel Zeit zum Durchatmen haben. Nach dem hitzigen Duell mit dem FCB am Sonntag richten die Young Boys den Blick schon nach vorne. Denn die Berner haben die Woche der Wahrheit vor sich.

Mit dem Remis gegen Basel steht der Meister aktuell «nur» auf dem dritten Tabellenrang. Und auch, wenn das «nur eine Momentaufnahme» ist, wie Trainer Gerardo Seoane sagt – der Druck ist da.

Berner Derby als erster Prüfstein

Den Auftakt in diese wichtige Woche macht schon am Mittwoch das Berner Derby auswärts gegen Thun. Auf dem Papier – in der aktuellen Form – ein leichtes. YB ist in der laufenden Saison als einziges Team noch ungeschlagen.

Die Oberländer laufen ihrer Form indes noch hinterher. Aus den letzten fünf Liga-Partien resultierten vier Niederlagen. Ein Tor gelang dem FC Thun weder gegen Servette (0:4) noch gegen Sion (0:1) oder zuletzt den FCZ (0:2).

Das soll nicht heissen, dass die Oberländer dem Meister nicht ein Bein stellen könnten. Aber die Statistik spricht für YB: Vier der letzten sechs Berner Derbys gewann Gelb-Schwarz. Thuns letzter Erfolg im Nachbarschaftsduell datiert aus dem Dezember 2017.

Spitzenspiel zwischen YB und Sion

Am Samstag wird zum zweiten Mal binnen einer Woche der (aktuell) Tabellenzweite im Stade de Suisse zu Gast sein. Der heisst dann anders als gestern nicht FC Basel, sondern FC Sion. Die Sittener sind punktgleich mit dem FCB nur aufgrund der schlechteren Torbilanz nicht Tabellenführer.

Sion ist in der laufenden Saison bisher ohnehin die grosse Überraschung. Im Vorjahr nur Tabellenachter, sind die Walliser in dieser Spielzeit ganz vorne mit dabei. Unter der Woche wartet der FC St. Gallen, danach steht das Spitzenspiel gegen den amtierenden Meister an.

Die Ausgangslage im Wankdorf wird eine ähnliche sein wie schon gegen den FCB. Sion ist defensiv stabil und offensiv minimalistisch, aber effizient. Das 3:1 gegen Xamax war erst der zweite Sieg mit mehr als einem Tor Unterschied in diesem Jahr.

Das Highlight gegen die Glasgow Rangers

Am Ende der «Woche der Wahrheit» wartet in der Europa League der krönende Abschluss auf YB. Mit den Glasgow Rangers gastiert nicht nur ein Spitzenspiel, sondern auch ein echter Fan-Magnet in Bern. Alles andere als ein ausverkauftes Stade de Suisse wäre eine echte Überraschung.

Die tatkräftige Unterstützung von der Tribüne wird YB auch brauchen, denn im Europacup ist man schon unter Druck. Nach dem 1:2 bei Porto muss gegen die Rangers ein Punkt her. Sonst wird es schon nach zwei Spielen eng. Denn die Schotten siegten zum Gruppenauftakt mit 1:0 gegen Feyenoord.

Im günstigsten Fall geht YB aus der bevorstehenden Woche mit sechs Liga-Punkten und einem Europa-League-Heimerfolg hervor. Damit liesse sich in der Liga auch der Druck auf den FCB hochhalten. Die Bebbi treten im gleichen Zeitraum gegen den FC Zürich, den FC Luzern und Trabzonspor an.


https://www.nau.ch/sport/fussball/auf-m ... t-65588068

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2019/2020
 Beitrag Verfasst: Montag 23. September 2019, 18:23 
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YB bleibt die klare Nummer 1 der Super League

Die Young Boys sind nach sieben Runden nicht Leader, besitzen aber deutlich mehr Potenzial als der FC Basel.

Der Dampf ist verraucht, das 1:1 zwischen YB und Basel im intensiven Gipfeltreffen am Sonntag hat Spuren hinterlassen. Es war ein Spitzenkampf, vielleicht gar eine Spitzenschlacht, vor vollen, lauten Rängen, hart und verbissen geführt – allerbeste Werbung für die Super League.

Und wenn sich der FCB als Sieger nach Punkten fühlt, ist das korrekt, weil die Young Boys die besseren Chancen besassen. Sie sind nach sieben Runden als einziges Team ungeschlagen, bei den Remis gegen Servette (1:1), in Luzern (2:2) sowie gegen den FCB standen sie näher am Sieg. «Wir sind in der Spur», sagt Captain Fabian Lustenberger.

Viel Steigerungspotenzial

YB ist noch auf der Suche nach Stabilität und Selbstverständnis der Meisterjahre, was angesichts des Personalaustauschs im Sommer sowie der Verletztenmisere wenig überraschend ist. Insgesamt präsentiert sich das Team jedoch erstaunlich homogen, selbst wenn einige Akteure wie die jungen Innenverteidiger Nicolas Bürgy und Cédric Zesiger noch nicht restlos überzeugten.

Trainer Gerardo Seoane pröbelt fleissig herum, personell und taktisch, die Spielanlage gefällt weitgehend. Die dynamischen Aussenverteidiger Saidy Janko, Ulisses Garcia und Jordan Lotomba haben angedeutet, nicht die allerschlechtesten Nachfolger von Kevin Mbabu und Loris Benito zu sein. «Aber es ist doch klar, dass es Zeit benötigt, bis die Abläufe sitzen», sagt Seoane.

Frederik Sörensen und vor allem der überragende Lustenberger sind Verstärkungen in der Defensive. Und mit Mohamed Camara sowie Sandro Lauper kehren spätestens 2020 zwei erstklassige Alternativen in diesem Bereich nach langer Verletzungspause zurück. Auch deshalb besitzen die Young Boys erheblich mehr Potenzial und Verbesserungsmöglichkeiten als der FC Basel. Sie sind weiterhin Titelfavorit und die klare Nummer 1 des Landes. Zumal sie vorgestern konditionell stärker waren trotz anstrengendem Trip nach Porto in der letzten Woche und mehreren Akteuren, die nach Verletzungen nicht auf Topniveau sein können.

Im zentralen Mittelfeld ist der Umbruch bei YB am stärksten: Lauper fehlt, Djibril Sow und Sékou Sanogo sind nicht mehr da, und vermisst wird auch bereits Christopher Martins, obwohl er erst seit Sommer in Bern ist. Martins – kräftig, umsichtig, spielfreudig – ist ebenfalls verletzt. Ein physisch präsenter Aufbauer wäre wertvoll, wobei Michel Aebischer sagt, jeder auf dieser Position habe andere Qualitäten: «Wir passen alle gut zueinander.» Aebischer hat sich erfreulich entwickelt, hier und dort wird er schon mit dem Nationalteam in Verbindung gebracht. «Das habe ich auch gehört», sagt er schmunzelnd, «aber es ist jetzt nicht so, dass ich ständig schaue, wie stark die Nationalspieler waren.»

Bald Chance für Gaudino

Neben Aebischer imponierte gegen Basel erstmals nach Stotterstart bei YB auch Vincent Sierro. Er besitzt die Fähigkeiten, um eine tragende Rolle zu übernehmen. Und vermutlich erhält bald Gianluca Gaudino, neben Miralem Sulejmani bester Fussballer im Team, eine Chance von Anfang an. Bei seinen Kurzeinsätzen überzeugte der Feinfuss. Beim Regisseur ist das Problem, in welches System er als nicht ganz so zweikampfstarker Fussballer am besten passt. Seine vorzüglichen Freistösse und Eckbälle aber sind ebenfalls ein gewichtiges Argument, warum er öfter eingesetzt werden sollte – zumal Sulejmani weiter verletzt ausfällt.

Überzeugende Offensive

In der Offensive plagen die Young Boys ohnehin keine Sorgen, selbst wenn neben Sulejmani auch der wirblige Marvin Spielmann fehlt. Torjäger Guillaume Hoarau ist nach seiner Blessur noch nicht in Bestform, hat sich nach Verletzungen in den letzten Jahren aber stets relativ schnell wieder treffsicher gezeigt. Der starke Jean-Pierre Nsame ersetzt Hoarau als Goalgetter hervorragend, er traf schon elfmal diese Saison (in sieben Super-League-Partien siebenmal). Und der flinke Roger Assalé sowie der auffällige Nicolas Ngamaleu agierten grösstenteils überzeugend. Man muss bei beiden kritisieren, dass sie in Zweikämpfen immer noch früh abheben, wobei sie teilweise rüde angegangen werden.

Die Young Boys besitzen in allen drei Wettbewerben spannende Perspektiven. Im Heimspiel gegen die Glasgow Rangers am 3. Oktober jedoch werden sie in der Europa League bereits unter Druck stehen, nachdem sie in Porto 1:2 verloren und die Rangers gegen Feyenoord 1:0 siegten. In der Liga geht es schon morgen mit dem Derby in Thun weiter, ehe am Samstag der erstaunlich stabile FC Sion in Bern zum nächsten Spitzenspiel antritt.

Unsouveräne Reaktion

Abseits des Rasens präsentierten sich die Young Boys letzte Woche unterdessen für einmal ausgesprochen unsouverän. Der frühere Sportchef Fredy Bickel, vor drei Jahren entlassen, hatte in einem ausführlichen Interview in dieser Zeitung seine Sicht der Dinge ziemlich offensiv dargelegt, YB mit reichlich Vorwürfen eingedeckt und seinen Anteil an den zwei Meistertiteln reklamiert.

Einiges war richtig und interessant, beispielsweise der ursprüngliche Plan des YB-Verwaltungsrates, Bickel durch einen Sportchef namens Paul Meier zu ersetzen. Und vieles war natürlich übertrieben und ungewöhnlich offen kommuniziert.

Die Young Boys reagierten drei Tage später mit einer scharfen Replik. Gezeichnet von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung. Das macht die Sache nicht besser, im Gegenteil, der Club wurde für seine merkwürdige Handlung ebenfalls zu Recht weitherum kritisiert. Das seltsame Medienverständnis bei YB passt ins Bild – die Entscheidungsträger regten sich darüber auf, dass Bickel eine derart grosse Plattform erhalten habe. Dabei war der Zürcher in dieser Zeitung jahrelang für Arbeit und Geldverschwendung kritisiert worden. Dass er auch mal die Gelegenheit bekommt, sich zu erklären, kann nicht ernsthaft angezweifelt werden – ausser man ist gegen die Meinungsfreiheit.

Die tolle Entwicklung

Immerhin gaben die Young Boys erstmals zu, zwischen 2013 und 2016 rund 40 Millionen Franken Verlust gemacht zu haben. Zwischen 2010 und 2016 waren es total sogar über 80 Millionen Franken. Auch das beweist, wie toll sich der Verein unter Sportchef Christoph Spycher entwickelt hat.

Es geht YB im Herbst 2019 wirtschaftlich und sportlich prächtig. Deshalb wird sogar ein 1:1 zu Hause gegen den Rivalen FC Basel – trotz Chancenplus und widriger Personalumstände – in der Öffentlichkeit als kleiner Rückschlag bewertet.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/24335864

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2019/2020
 Beitrag Verfasst: Freitag 27. September 2019, 19:30 
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