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 Beitrag Verfasst: Freitag 30. August 2019, 14:11 
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Glasgow Rangers - BSC Young Boys (Europa League)


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Ibrox Stadium, Glasgow
Donnerstag, 12. Dezember 2019
Zeit: 21:00 Uhr


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Webseiten Glasgow Rangers:
https://rangers.co.uk
https://www.transfermarkt.ch/glasgow-ra ... on_id/2019
https://de.wikipedia.org/wiki/Glasgow_Rangers
https://de.wikipedia.org/wiki/Ibrox_Stadium
https://twitter.com/RangersFC
https://www.facebook.com/rangersfc
https://www.instagram.com/rangersfc
https://www.youtube.com/user/RangersFCOfficial
http://www.europapokal.de/vereinsportra ... ow-rangers
http://www.europapokal.de/stadien/ibrox ... ow-rangers
https://footballtripper.com/scotland/rangers-stadium
https://www.weltfussball.com/teams/rangers-fc
https://rangersfcnews.com
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Forum Glasgow Rangers:
http://forum.rangersmedia.co.uk
https://www.followfollow.com/forum
https://www.gersnetonline.co.uk/ipboard ... ngers-chat
https://www.qiumi.de/board/1596-glasgow-rangers-fc


Statistiken / Vergleiche vs. Glasgow Rangers:
https://www.transfermarkt.ch/spielberic ... ht/3252546
http://www.football-lineups.com/team/Rangers
https://de.soccerway.com/teams/scotland ... s-fc/1899/
https://de.soccerway.com/matches/
https://de.soccerway.com/matches/head2head
https://www.fussballdaten.de/europaleague
https://www.fussballdaten.de/vereine/gl ... -boys-bern
https://de.fcstats.com/vergleich,ranger ... 04,881.php
https://www.kicker.de/4612344/spielinfo ... -bern-1623


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 Beitrag Verfasst: Montag 2. September 2019, 09:15 
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Rangers vs. Celtic von gestern Sonntag.

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 Beitrag Verfasst: Samstag 7. Dezember 2019, 03:30 
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Fakten: Rangers - Young Boys

In der Gruppe G ist es nach wie vor mehr als spannend: Alle vier Teams haben noch Chancen, sich am letzten Spieltag für die K.-o.-Phase zu qualifizieren. Die Rangers führten die Gruppe mit 8 Punkten an, ihre Gäste aus der Schweiz liegen nur einen dahinter und hat zusätzlich den Vorteil, dass das letzte Spiel in Glasgow stattfindet, wo die Mannschaft eine exzellente Bilanz aufweist.

• Die Rangers haben beide Spiele im Ibrox gewonnen – 1:0 gegen Feyenoord und 2:0 gegen Porto – und spielten gegen diese beiden Teams auswärts Remis. Am 5. Spieltag gab es dank eines Kopfball-Doppelpacks von Alfredo Morelos ein 2:2 in den Niederlanden. Die Young Boys verloren dagegen zuletzt 1:2 zuhause gegen Porto, denen sie sich auch am 1. Spieltag mit dem gleichen Ergebnis geschlagen geben mussten, was die einzige andere Niederlage der Schweizer war.

• Wenn die Rangers nicht gegen die Young Boys verlieren, ziehen sie in die Runde der letzten 32 ein. Durch den besseren direkten Vergleich sowohl gegen Porto (7 Punkte) als auch gegen Feyenoord (5) könnten die Schotten auch mit einer Niederlage weiterkommen, wenn Porto nicht gegen Feyenoord gewinnt. Die Young Boys kommen mit einem Sieg im Ibrox weiter, bei einer Niederlage von Porto reicht auch ein Remis. Mit einer Niederlage wären sie sicher ausgeschieden.

Frühere Begegnungen
• Am zweiten Spieltag bescherte Christian Fassnachts Tor in der Nachspielzeit den Young Boys den 2:1-Heimsieg gegen die Rangers. Zur Pause hatten die Gäste aus Glasgow mit 1:0 durch Morelos geführt.

• Beide Teams hatten es zuvor einmal miteinander zu tun gehabt, 1977/78 setzten sich die Rangers im Pokal der Pokalsieger durch einen 1:0-Sieg in Glasgow und ein 2:2 in Bern durch.

• In drei Heimspielen gegen einen Gegner aus der Schweiz haben die Rangers nie verloren. Zuletzt gab es ein 2:1 gegen die Grasshoppers in der Gruppenphase der UEFA Champions League 1996/97.

• Die Young Boys verloren auch das zweite Duell mit einem Team aus Schottland. 1993/94 schied man in der ersten Runde des UEFA-Pokals gegen Celtic aus: Nach einem 0:0 in Bern verlor man in Glasgow nach Verlängerung mit 0:1.

..........

https://de.uefa.com/uefaeuropaleague/se ... ackground/


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 Beitrag Verfasst: Sonntag 8. Dezember 2019, 19:28 
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08.12.2019

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Berner wollen nun auch Rangers bodigen

Seoane bringt Bürgy für Zesiger – und YB siegt

YB-Coach Gerry Seaone macht die einfachen Dinge so, wie sie logisch erscheinen. Prompt findet YB zurück zum Siegen. Und spielt zu null.

Nein, es war weder der FC Basel noch der FC Porto. Es war das krisengeschüttelte Luzern, das dezimiert, havariert und mit der Referenz von fünf Niederlagen in Folge nach Bern kam. Aber, und das soll auch gesagt sein: Es war auch jenes Luzern, das einst Angstgegner von YB war. Dem es als einziges Team ausser Manchester United gelang, YB letzte Saison in einem echten Ernstkampf im Stade de Suisse zu schlagen. Was auch die letzte Heimniederlage der Berner vor über einem Jahr war, bevor Porto am vorletzten Donnerstag nach Bern kam.

Und deshalb war der Sieg der Berner nichts als logisch. Wie auch die Massnahmen von Seoane, für den überspielten und zuletzt fehleranfälligen Cédric Zesiger den frischeren Nicolas Bürgy zu bringen. Und die beiden Stosstürmer Guillaume Hoarau und Jean-Pierre Nsame nicht gemeinsam stürmen zu lassen wie in Basel beim 0:3.

Bürgy für Zesiger – und YB spielt zu null. «Ich versuche einfach zu zeigen, dass ich parat bin, wenn der Trainer mich aufstellt», so Bürgy ausweichend. Ein Konkurrenzkampf mit Zesiger bestehe, bestätigt der Berner.. «Aber das ist so, wenn man bei YB spielt.» Im Moment wegen der sechs Verletzten ein bisschen weniger. Aber definitiv für den Mann neben dem gesetzten Frederik Sörensen. Allerdings sei die Gegentrefferlosigkeit mehr auf etwas anders zurückzuführen, so Bürgy: «Wir haben im Training den Fokus voll darauf gerichtet. Auf die Intensität in den Duellen und darauf, Zugriff zu haben nach gegnerischem Umschaltspiel. Das hat geklappt.»

Das machte auch den Trainer glücklich, wenn das Trainierte zum Sieg führt. Und auch der Umstand, Bürgy aufgestellt zu haben? «Das kann man nicht vergleichen», sagt Seoane. «Cédric hat sehr viel gespielt. Und da ist die Chance auf Fehler auch grösser.»

Auch dass er Hoarau nicht gemeinsam mit Nsame aufgestellt habe, sei für ihn nicht ursächlich für den Sieg. Aber augenfällig ist die bessere Kompatibilität von Topskorer Nsame mit Roger Assalé schon. Seoane sagt bloss: «Wir haben in einem 4-2-3-1 begonnen und dann mehrfach umgestellt. Damit wollte ich einen neuen Impact setzen.» Es ging auf. Auch wenn die mangelnde Frische mittlerweile auch Nsame erreicht hat.

Doch in Glasgow wird das alles keinen interessieren. YB braucht im Ibrox einen Sieg, um nicht schon in der Gruppenphase der Europa League auszuscheiden. Da wird ein einziger Faktor massgebend sein: «Wenn die Frische derart fehlt, ist einzig der Wille entscheidend», so Seoane.

Die Rangers können sich übrigens nicht in einem Ligaspiel gegen Gegner wie Ross County oder Hamilton ausruhen und die B-Elf bringen. Nein. Heute ist Ligacupfinal. Und der Gegner? Natürlich das verhasste Celtic...


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 54170.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 9. Dezember 2019, 16:29 
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Fan-Guide Glasgow

Für das letzte Gruppenspiel der Europa League reisen die Young Boys nach Schottland zu den Glasgow Rangers.
Im Fanguide zum Spiel vom 12. Dezember 2019 erfahrt ihr wichtige Informationen und spannende Fakten rund um unseren Gegner aus Glasgow.

Die Fanarbeit ist mit Lukas, Nicole und Jonas vor Ort. In dringenden Fällen erreicht ihr sie telefonisch (Kontaktangaben im Fanguide).

http://www.fanarbeit-bern.ch/wp-content ... lasgow.pdf


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 Beitrag Verfasst: Montag 9. Dezember 2019, 19:01 
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 Beitrag Verfasst: Dienstag 10. Dezember 2019, 19:13 
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10.12.2019

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Rangers verlieren das 419. Old Firm

Drama im Dauerregen: So sind die Gegner der Young Boys in der Europa League in Form.

Es ist nicht auszuschliessen, dass die Rangers noch bis kurz vor Anpfiff des letzten Gruppenspiels in der Europa League gegen YB am Donnerstag mit der Aufarbeitung des für sie wichtigsten Spiels der Hinrunde beschäftigt sein werden. 0:1 verlor das Team von Trainer Steven Gerrard im Rahmen des Ligacup-Finals das 419. Glasgower Derby gegen den grossen Rivalen Celtic. Es war eine wilde, fussballerisch bescheidene Partie – mit bitterem Ende für die Rangers: Nach dominantem Auftritt gerieten sie in der 60. Minute nach einem Freistoss in Rückstand, dem Treffer von Christopher Jullien war eine Abseitsposition vorangegangen.

Gerrard monierte im Nachgang, auch in Schottland müsse man langsam über den VAR nachdenken. Insgeheim dürfte er sich noch viel mehr darüber geärgert haben, was nach dem Gegentor geschah. Celtics Jeremie Frimpong sah nach einem Foul an Goalgetter Alfredo Morelos Rot, Morelos aber verschoss den Penalty. Die Rangers rannten auch in Überzahl vergeblich an – und rennen dem ersten Titel seit dem Konkurs 2012 weiter hinterher.

Auch in der langen, umkämpften Derby-Hierarchie droht den Rangers nach dem Drama im Dauerregen eine Negativbilanz: Von 419 Begegnungen im Old Firm haben sie 161 gewonnen, Celtic mit dem Sieg am Sonntag 159. Affaire à suivre.

Letztes Spiel: Rangers - Celtic 0:1 (Ligacup-Final). – Ligarangliste: 1. Celtic 15/40 (46:9). 2. Rangers 15/38 (45:10). 3. Motherwell 17/31.

Auch der FC Porto pflegt eine grosse Rivalität – jene mit Benfica Lissabon. In der aktuellen Saison läuft das Titelrennen schon früh auf einen Zweikampf zwischen den beiden Giganten hinaus, Überraschungsmannschaft Famalicão kann nicht mehr mithalten. Das galt phasenweise auch für Porto im Gastspiel bei Belenenses: Das frühe 0:1 brachte das Team von Sergio Conceiçao unter Druck. Alex Telles traf dann per Elfmeter zum Ausgleich, nachdem bereits zuvor ein Porto-Tor durch den VAR wegen Offside aberkannt worden war. «Die Saison ist noch lang», kommentierte Conceiçao trotzig. Allzu oft wird Rivale Benfica jedoch nicht mehr ausrutschen.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/21739484

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 10. Dezember 2019, 19:15 
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Diesmal soll der Coup in Glasgow gelingen

Der Auftritt am Donnerstag bei den Glasgow Rangers hat Finalcharakter. 1993 schied YB bei Celtic Glasgow unglücklich aus.

Charlie Nicolas spielt den Querpass in die Mitte, Alain Baumann grätscht dazwischen – und lenkt den Ball vorbei an Goalie Peter Kobel ins eigene Tor.

Es ist der 29. September 1993, Tatort Celtic Park, Rückspiel der 1. Runde im Uefa-Cup: Nach dem 0:0 im Hinspiel in Bern vor nur 7300 Zuschauern verläuft auch das Rückspiel in Glasgow zwischen Celtic und YB bis zur 104. Minute torlos. Dann unterläuft Baumann das fatale Eigentor, die Young Boys scheiden mit 0:1 nach Verlängerung aus.

«Wir liefen in einen Konter», erzählt Baumann, «ich rannte zurück und versuchte zu retten.» Und er ergänzt augenzwinkernd: «Peter Kobel unterschätzte meine Schnelligkeit, sonst wäre er im Tor geblieben.»

Zwischen 1979 (und einem 0:6 bei Steaua Bukarest) und 2003 (und dem blamablen Scheitern gegen die Finnen von MyPa) nahmen die Young Boys nur dreimal am Europacup teil. Alain Baumann war stets dabei – wenn auch nicht nur mit guten Erinnerungen. 1986 im Meistercup gegen das grosse Real Madrid gewann YB zu Hause 1:0, wenige Tage vor dem Rückspiel erlitt der Mittelfeldspieler einen Kreuzbandriss. Die Young Boys gingen trotz lange Zeit starker Leistung im Bernabéu gleich 0:5 unter.

Eine Saison später im Cupsiegercup setzte sich YB gegen Dunajska Streda und Den Haag durch, ehe Ajax Amsterdam im Viertelfinal Endstation bedeutete. «Ich hatte selten Stress mit Trainern», sagt Baumann, «aber in jener Saison gab es eine Phase, in der Alexander Mandziara auf mich verzichtete. Und deshalb war ich nicht bei jedem Europacupspiel dabei.»

Baumanns Lob für YB

Seit dem Ausscheiden gegen MyPa vor sechzehn Jahren waren die Young Boys in jeder Saison ausser 2013/2014 kontinental unterwegs. Zweimal überwinterte der Club dabei europäisch, 2011 kam das Aus im Europa-League-Sechzehntelfinal unglücklich gegen Zenit St. Petersburg (2:1, 1:3), drei Jahre später chancenlos gegen Everton (1:4, 1:3).

Den Young Boys bietet sich die Gelegenheit, zum dritten Mal die Gruppenphase der Europa League zu überstehen. Im mit über 50'000 Zuschauern ausverkauften Ibrox-Stadium benötigen sie gegen die Glasgow Rangers einen Sieg, ein Remis genügt einzig, wenn Feyenoord beim Favoriten FC Porto siegt. «Das wird schwierig», sagt YB-Legende Alain Baumann, der nach weit über vierhundert Pflichtspielen für die Young Boys inklusive Meistertitel und Cupsieg später auch als Teammanager und Sportchef tätig war.

«YB spielt eine starke Saison, doch nach den vielen Verletzungen wirkte das Team zuletzt ein wenig müde.» Er glaube aber, dass die Qualität vorhanden sei, um in Glasgow den Coup zu landen, sagt Baumann, der als Verkaufsleiter bei der Helvetia-Versicherung in Bern arbeitet. «Ich bin regelmässig im Stade de Suisse. Es ist sehr erfreulich, wie ausgezeichnet YB aufgestellt ist.»

Der Verkauf von Nowak

Alain Baumann weiss, wie laut es in Schottland im Stadion werden kann. Im Celtic-Park waren 1993 etwas mehr als 20'000 Besucher im Stadion, die Stimmung sei überragend gewesen, sagt der 53-Jährige. «Wir hatten gute Chancen, Adrian Kunz vergab die beste in der 89. Minute. Wir verkauften uns gut, auch in Anbetracht der Umstände.»

Zwischen Hinspiel und Rückspiel verkaufte der kürzlich verstorbene Präsident Ruedi Baer damals den besten YB-Spieler Pjotr Nowak für etwa 700'000 Franken an Dynamo Dresden. Die Young Boys kämpften immer wieder mit Geldproblemen, dank reizvoller Verkäufe gelang es Baer jahrelang, den Verein an der nationalen Spitze zu halten. Mit dem Abgang des beliebten Nowak zur Unzeit aber brachte er Fans, Sponsoren, Medien gegen sich auf, kurze Zeit später trat Baer zurück – und es begann eine sehr dunkle Phase der YB-Clubhistorie.

1993 hatten die Young Boys noch eine ordentliche Truppe beisammen. Abwehrchef war Martin Weber, neben ihm verteidigten die Haudegen Rolf Rotzetter und Hugo Streun sowie Heinz Moser, zusammen mit Baumann bildeten Georges Bregy, Luca Ippoliti und Sascha Reich das Mittelfeld, vorn stürmten Kunz und Paul Agostino, eingewechselt in Glasgow wurde der heutige Thun-Sportchef Andres Gerber. «Wir hätten uns in Bern eine bessere Ausgangslage erarbeiten können», sagt Baumann, «aber eigentlich spielten wir ja zweimal 0:0.»

Fassnachts spätes Siegtor

9570 Tage nach Baumanns Eigentor nehmen die Young Boys am Donnerstag den nächsten Anlauf, in Glasgow eine bedeutende Partie zu gewinnen. Sie tun das als Dritter, nachdem sie vor dem 1:2 gegen Porto noch Leader waren. Auf Rang 1 steht mit den Rangers von Trainer Steven Gerrard ausgerechnet das vom Potenzial her vermutlich schwächste Team der Gruppe. Doch es ist kampfstark und robust, auf das zuletzt ausgelaugte YB wartet ein echter Härtetest.

Im Hinspiel erzielte Christian Fassnacht weit in der Nachspielzeit das 2:1. So ein erneuter Siegtreffer in der 93. Minute wäre am Donnerstag auch eine Art Entschädigung für das bittere Ausscheiden vor 26 Jahren.

Und sonst würden die Young Boys bereits zum dritten Mal gegen ein Glasgower Team scheitern. 1977 im Cupsiegercup verloren sie bei den Rangers 0:1, zu Hause gab es ein 2:2.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/25796135

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 11. Dezember 2019, 01:06 
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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 11. Dezember 2019, 19:20 
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11.12.2019

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Der YB-Gegner und sein Rivale: Gepflegte Feindseligkeit

Rangers und Celtic verachten sich und tragen einen bitterernsten religiösen Konflikt auf den Platz. Wirklich? Auf Besuch am 419. Old Firm.

Zuerst ist da: Lärm. Kein Gesang, keine Hymnen, nur: Krach. Er schwillt an, noch fünf Minuten bis zum Anstoss, im Hintergrund klingt verzweifelt eine Durchsage, jetzt der Handshake, innig ist er nicht, dann der Pfiff. Und es wird noch lauter.

Old Firm in Glasgow, es ist Derby-Zeit, zum 419. Mal Rangers gegen Celtic. Blau gegen Grün, entscheide dich, denn dazwischen gibt es: nichts. Im Rund des neutralen Hampden Park, wo an diesem Sonntag der Final im Ligacup stattfindet, sind alle nach ihrer Gesinnung platziert: VIP und Balkon, Ultras und Parkett, 180 Grad für Blau, 180 Grad für Grün. Wer in der Mitte sitzt, fühlt sich wie das Kind vor der Stereoanlage, das den Balanceregler entdeckt: volle Dröhnung links, Ballgewinn, volle Dröhnung rechts. Jede Grätsche, jeder Einwurf wird bejubelt wie sonst ein Tor. Unter Sturmböen und Starkregen geht es hin und her. Es ist Fussball wie im Rausch.

«Laut? Naja, an den Heimspielen ist es lauter», sagt Alfie Conn. Der Tag nach dem Sturm ist ein sonniger in Glasgow, auch in Coatbridge vor den Toren der Stadt. Conn rührt in der zweiten Tasse Tee, er wirkt etwas mürrisch, weil er weiss, dass er jetzt von früher erzählen muss. Mit schottischen Medien spricht er nicht mehr. Zu viele Missverständnisse, zu viel Hass von Rangers und Celtic.

In den 70er-Jahren hat Conn für beide gespielt, als einer von nur fünf Fussballern seit dem Zweiten Weltkrieg. Ein anderer war Mo Johnston, er lebt heute abgeschieden in den USA, erreichbar für die wenigsten. Ein dritter ist Kenny Miller, sein aktueller und wohl letzter Club, der Zweitligist Partick Thistle, lässt ausrichten: kein Interesse an einem Interview. Nicht zu diesem Thema.

«Mir ging es nie darum, zu provozieren», sagt Conn. 67 ist er heute, in seinen Zwanzigern spielte er fast 100 Partien für die Rangers, dann drei Saisons bei Tottenham, bevor er 1977 zu Celtic kam. Als er in seinem ersten Spiel den Pfosten traf, war ein Grossteil der Fans überzeugt, das sei Absicht gewesen. In der Stadt gab es ein Pub, das die Punkte für Celtic fortan ohne Conns Tore zählte und eine eigene Tabelle führte. «So lief das», sagt Conn. Wie konnte es so weit kommen?

Die Geschichte ist selbst dann noch kompliziert, wenn man sie stark vereinfacht erzählt. Aus der Ferne scheinen die Positionen klar. Da die Rangers, blau und protestantisch, Unionisten und eine Art Ur-Schotten, deren Credo «we are the people» (Wir sind das Volk) nicht nur in Deutschland Stirnrunzeln auslöst. Hier Celtic, grün und katholisch und vor allem irisch, in der Tradition der lange Zeit unterdrückten Einwanderer von der westlichen Nachbarinsel.

«Die Stimmung, aber auch der Druck, die Erwartung rund um die Derbys ist enorm.»
Moritz Bauer, früher GC, aktuell bei Celtic Glasgow.


Doch die Wahrheit ist komplexer. Die schottischen Clubs wurden Ende des 19. Jahrhunderts gegründet, sie zählen zu den ältesten der Welt. Rangers und Celtic haben sich im Spannungsfeld von Spätindustrialisierung und zwei Weltkriegen entwickelt, mit Gewalt als stetem Begleiter in der Auseinandersetzung. Und die Gesellschaft, in der die zwei Vereine stärker denn je integriert sind, hat sich über die Jahre hinweg von der Religion, die beide zu repräsentieren glauben, entfernt. Dennoch kommt sie immer wieder, die eine, unvermeidliche Frage, im Pub, im Taxi, beiläufig. «Und welche Konfession hast du?» Mit der Antwort «keine» können die wenigsten etwas anfangen.

Auf «Armutssafari» in Pollok

Vor der Ibrox Parish Church im gleichnamigen Stadtteil pfeift der Wind um die Ecke. Ein paar Hundert Meter entfernt ragt der Stahl des Rangers-Stadions in den grauen Himmel. Es ist 10 Uhr morgens am Derby-Tag, und zu sagen, ein kräftiger Frühschauer lasse das Viertel in frischem Glanz erstrahlen, würde der Wahrheit nicht ganz gerecht. Erstens hört es an diesem Tag nie auf, zu regnen. Und zweitens kommt die Gegend so rau daher wie ihr Ruf.

Der Rapper Darren McGarvey hat sie in «Armutssafari» beschrieben, dem britischen Buch des Jahres. Es ist ein präziser Report aus seinem Herkunftsviertel Pollok, südlich von Ibrox, wo Armut und Gewalt und die Frage dominieren, wie leicht der Rand Europas im Zentrum eigentlich vergessen gehen kann. «Trainspotting», der zum Kult gewordene Spielfilm aus einer problematischen Ecke Edinburghs, so schreibt McGarvey, komme ihm wie eine Dokumentation vor.

Im Anbau der Kirche rückt die Gemeinde ihre Stühle zurecht. Der Gottesdienst findet hier statt, weil es im Kirchenschiff von der Decke tropft und die Heizung nicht funktioniert. So sei das halt, sagt Reverend Tara Granados, eine fröhliche Frau aus dem fernen Texas. Für die Church of Scotland ist sie schon seit drei Jahren auf der Insel. Fussball und Religion, das ist für die Amerikanerin eine sonderbare Konstellation. «Wir heissen hier jeden willkommen», sagt sie, «aber von diesen Leuten kommt nie jemand.» Sie meint die, die sich im Stadion publikumswirksam mit ihrem Glauben identifizieren, sich auf Bannern auch mal als protestantischer Stolz Schottlands bezeichnen.

«Wer sich schon öffentlich zuseinem Glauben bekennt, könnte auch hinter dem tieferen Sinnstehen.»
Reverend Tara Granados, Ibrox Parish Church


Die Bigotterie geht Tara Granados auf den Keks. «Ich missioniere nicht. Glaube kommt von innen. Aber wer sich schon so öffentlich dazu bekennt, könnte auch hinter dem tieferen Gedanken davon stehen.» Doch mehr als die leeren Bierdosen auf dem Parkplatz vor der Kirche sieht Granados nicht von den Rangers-Anhängern. Sie liessen sich vor Heimspielen gerne vor der Kirche sehen. Nur nicht drinnen.

Der Konfessionalismus ist nicht nur Reverend Granados ein Dorn im Auge. Das schottische Parlament hat 2012 mit einer sogenannten «bill of chants» religiöse Schmähgesänge qua Gesetz verbieten lassen, nach Protesten aus dem liberalen Lager wurde der Passus 2018 bis auf weiteres gestrichen. Organisationen wie «Nil by Mouth» bekämpfen den Konfessionalismus im Stadion aber weiter.

Bigotterie hin, Instrumentalisierung her: Im Hampden Park ist Pause und Zeit für Analyse. Sie erfolgt in einer Loge stilecht bei Pie und Rindsbrühe, wovon auch mal etwas auf den wohnzimmerhaften Teppich kippen kann. Alkohol gibt es keinen. So ist das, im Königreich, wo Fussball gucken immer auch etwas Würdevolles haben muss.

In Durchgang zwei nimmt das Spiel erst Fahrt auf, die Rangers sind besser, dann trifft Celtic. Wenig später gibt es Penalty für die Blauen und Rot für die Grünen. Doch Alfredo Morelos, der eigentlich so formstarke Torjäger, verschiesst. Celtic rettet sich über die Zeit, die Rangers verpassen den ersten Titel seit dem Konkurs von 2012, der sie in die vierte Liga abstürzen liess. Im Regen stemmt Captain Scott Brown die Trophäe, unter wildem Gebrüll von exakt der Hälfte des Stadions. Mit im Trubel: Moritz Bauer.

Der Winterthurer spielt seit Mai für Celtic, auf Leihbasis von Stoke. Der frühere GC-Verteidiger hat schon ein paar Stadien und Gegner gesehen, in der Premier League, zuvor in Russland mit Kasan. «Die Stimmung, aber auch der Druck, die Erwartung rund um die Derbys ist enorm.» Sein erster Einsatz überhaupt war im Old Firm, auswärts bei den Rangers im Ibrox. Beim Stand von 1:0 wurde er eingewechselt, «das war mental anspruchsvoll». Celtic gewann 2:0, Bauers Feuertaufe war geglückt.

Am Sonntag wird im Spielerkreis verhalten gefeiert, der Ligacup ist Pflicht für Celtic, wie eigentlich auch Meisterschaft und Pokal. Aber die Strassen sind an diesem Abend grün – und verstopft. Alle müssen sie wieder nach Hause, denn die 50'000 Glücklichen, die sich eine Karte ergattern konnten (200'000 Anfragen gab es), kommen bei weitem nicht alle aus Glasgow.

«Alle anderen reihen sich dahinter ein in Schottland. Sie müssen.»
Alfie Conn, ex Rangers, ex Celtic.


In Bussen fahren sie in die Highlands zurück, in Fähren bis nach Nordirland. Das Old Firm spaltet nicht nur Glasgow, nicht nur Schottland. In diese Rivalität projiziert sich zuweilen die gesamte politische Spannung der britischen Inseln. In Belfast, wo sie weiter auf den Nordirlandkonflikt übertragen wird und sich die beiden Vereine perfekt auf die zwei Seiten der sogenannten «Friedenslinien» verteilen lassen. In Dublin, wo Celtic wie ein Heimclub gefeiert wird.

Vermarkten lässt sich das alles hervorragend, worauf der Name Old Firm (im Sinne von: Unternehmung) auch zurückgehen soll. Fast 3,5 Millionen Franken setzt ein Derby alleine in Glasgow um. Während der Rangers-Insolvenz sanken auch die Celtic-Einnahmen rapide – eine Studie bezifferte den Schaden einst auf 12 Millionen Franken jährlich, dazu verlor der Club trotz anhaltendem Erfolg über die vier Jahre fast 10'000 Zuschauer.

«Alle anderen reihen sich dahinter ein in Schottland. Sie müssen», sagt Alfie Conn. Auch andere Clubs heben die entsprechende Seite in ihrer Vereinsgeschichte hervor: Hibernian und Dundee stehen in der Tradition der irisch-katholischen Gemeinde, Clubs wie Heart of Midlothian eher hinter den Rangers.

Die Verbandelung mit Politik, Kirche und Gesellschaft führt zu unübersichtlichen Verhältnissen rund um das Old Firm. Rangers-Fans sind für den Brexit, jene von Celtic dagegen. Taucht im blauen Block eine Israel-Flagge auf, so folgt im grünen Block jene von Palästina und das vertrackte Hin und Her über Jahrzehnte hinweg ist vielleicht im Ansatz eine Parallele zu den Geschehnissen im Nahen Osten. «Von den Clubs wird ständig verlangt, dass sie sich zu irgendetwas positionieren», sagt Alan Pattullo, Journalist beim «Scotsman». «Im Verein hält man den Ball bewusst flach, wir Spieler hören nie ein Wort bezüglich Religion oder Politik», sagt Moritz Bauer.

Wie Breitenrain in Glasgow

Aus all dem politischen Pathos und der religiösen Duselei keimt das Gefühl, dass es im Konflikt zwischen Rangers und Celtic eben weniger um Politik und Religion als vielmehr um ein Lebensgefühl geht: das britisch-schottische hier, das irisch-schottische da. Und dass sich die Rivalität nicht so schnell entwickelt wie die Gesellschaft um sie herum. Am Ende ist es wie so oft im Emotions-Business Fussball: Es treffen schlichte Ansichten aufeinander. Und sie werden gnadenlos ausgenutzt von einer nimmersatten Industrie.

Alfie Conn steht auf, auch die zweite Tasse ist leer. Die Fans beider Lager, so sagt er, hätten so viel Zeit damit verbracht, sich übereinander lustig zu machen, dass die Rivalität ein Teil des gemeinsamen Humors sei. Vielleicht, sagt Conn zum Abschied, müsse man sich die Kleinen im schottischen Fussball zu Herzen nehmen. Kleine wie den Quartierverein Partick Thistle, eine Art FC Breitenrain der Glasgower Fussballszene. Dessen Fans singen, auch nicht ganz frei von Ironie: «We don't like blue, we don't like green. So fuck the Pope and fuck the Queen.»


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/12242734

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