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 Beitrag Verfasst: Dienstag 5. März 2019, 18:18 
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Häberli will die Young Boys ärgern

Bei YB liebten ihn die Fans als Spieler, beim FC Luzern hat er die Chance, sich als Trainer zu beweisen. Nach gelungenem Start in der Super League will er im Cup gegen die Berner für Aufsehen sorgen.

Vor etwas mehr als zwei Wochen genoss Thomas Häberli das, was er «Berner Tag» nennt. Er traf Freunde, und davon hat er in Bern viele, er hat einst 13 Jahre bei YB verbracht. Als er wieder ins luzernische Ballwil zurückkehrte, nahm er sich vor, «einen zweiten Berner Tag» einzuschalten, möglichst bald. Es gab noch einige, mit denen er sich gerne getroffen hätte. Aber aus aktuellem Anlass musste er den nächsten Besuch auf unbestimmte Zeit verschieben.

Remo Meyer rief ihn an, der Sportchef des FC Luzern befand sich auf Trainersuche. Häberli war seit Anfang Jahr ohne Anstellung, beim FC Basel aber immer noch auf der Lohnliste bis 2020. Er hätte es sich finanziell gut leisten können, alles ruhig anzugehen. Nur: Das wollte er nicht, erst recht nicht, als dieses Angebot kam. «Das ist meine Chance», sagt er.

Darum macht Häberli jetzt keine Ferien mit Abstechern nach Bern, sondern steht auf dem Trainingsplatz hinter der Swissporarena. Und gibt Kommandos. «Wir haben hohe Ansprüche!», ruft er seinen Spielern zu, «wir bringen das hin!» Oder: «Ohne Kommunikation geht nichts!» Er ist klar in der Ansage, mit kräftiger Stimme und in verschiedenen Sprachen erklärt er, was er will.

«Die Jungs zeigen enormen Willen. Das kommt gut.»
Thomas Häberli über seine Spieler beim FC Luzern


Der Regisseur wird Stürmer

Häberli ist ein Optimist, der 44 werden musste, bis sich ihm die Möglichkeit bot, die grosse Bühne zu betreten. Aber er hat nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben, er sagt: «Ich habe Zeit benötigt, um meinen Rucksack zu füllen. Dafür bin ich jetzt bestens vorbereitet.»

Es sind Worte, die an YB-Trainer Gerardo Seoane erinnern. In jungen Jahren ist Häberli ein talentierter Stürmer aus dem Luzerner Seetal, der mit 20 in die Westschweiz zieht. Lausanne gibt ihm einen Einjahresvertrag, aber die Zusammenarbeit wird nach sechs Monaten beendet. Häberli plagen Rückenprobleme, die angeblich nur mit einer Operation behoben werden können.

Er aber ist überzeugt, dass kein Eingriff notwendig ist, und winkt ab. Gleichzeitig verabschiedet er sich von der Idee, Profi zu werden. Häberli kickt fortan auf Amateurebene und arbeitet im Büro einer Krankenkasse in Luzern. Bis Schötz ihn holt, 23 ist er bereits, ein feiner Techniker, ein Zehner, ein Regisseur. Aber beim Luzerner Erstligisten funktioniert ihn Trainer Neuenschwander zu einem Stürmer um, er sieht in ihm eher den Sprinter als den Vielläufer.

Und der Schachzug sitzt. Häberli schiesst Tor um Tor – und nimmt Stufe um Stufe: von der 1. Liga in die Challenge League zum SC Kriens, weiter zum FC Basel, ein halbes Jahr später zu YB. Dort kommt er im Sommer 2000 an, dort beendet er nach neun Jahren auch seine Karriere. Er ist nicht irgendwer, der zufällig in Bern gelandet ist, sondern eine populäre Figur geworden (siehe Zweittext).

Die Jahre im Fussball haben aus ihm genauso wenig einen anderen Menschen gemacht wie die Jobs, die er danach im Business hatte – als Assistenztrainer, Nachwuchstrainer, Talentmanager oder Spielerentwickler in Bern und Basel. «Er gehörte mit seiner individuellen Klasse zwar zu den dominanten Figuren auf dem Platz», sagt Neuenschwander, «aber er dachte stets teamorientiert. Über ihn sagte jeder dasselbe: Er ist einfach ein feiner Mensch. Und für mich als Trainer war er einer der Pflegeleichtesten überhaupt.» Es kam vor, dass Häberli mit einer Ladung Cevapcici im Training auftauchte und spontan einen Grillplausch für die Mannschaft organisierte.

Häberli legt auch in neuer Funktion Wert auf korrekten Umgang und weiss trotzdem, dass er in der Chefrolle auch unangenehme Entscheide fällen muss. Aber das ist einer jener Bereiche, mit dem er sich in den vergangenen Jahren intensiv befasst hat. An der Fachhochschule Olten hat er ein dreijähriges Studium mit dem Master in Coaching abgeschlossen. Er will Lösungen bieten und Spieler besser machen, ohne dabei einen ruppigen Befehlston anzuschlagen. «Emotionen sind der Schlüssel», sagt er, «ich muss es schaffen, mit Argumenten zu überzeugen. Und zu begeistern.»

Die Lernbegierde

Von manchem Trainer hat er gelernt und vom Austausch profitiert. In diesem Zusammenhang fallen Namen wie Urs Fischer oder Raphael Wicky. Häberli liest viel über Coaching oder den Werdegang grosser Trainer, er ist beeindruckt von einem Carlo Ancelotti, der in vier grossen Ligen Europas erfolgreiche Arbeit ablieferte. Inspirieren lässt er sich aber von ganz vielen Menschen, die nicht in der Öffentlichkeit stehen und nicht im Fussball daheim sind. Häberli saugt alles auf, was ihn besser machen könnte, er sagt: «Als Trainer stehst du immer wieder vor ungeahnten Herausforderungen, dafür muss ich gewappnet sein.»

«Als Trainer stehst du immer wieder vor ungeahnten Herausforderungen, dafür muss ich gewappnet sein.»
Thomas Häberli


Am Mittwoch besteht die Herausforderung darin, gegen seine alte Liebe zu bestehen. YB gastiert im Cup-Viertelfinal in Luzern, und Häberli blendet seine Vergangenheit für ein paar Stunden aus: «Ich freue mich einfach auf den Abend.» Vorerst ist sein Vertrag bis Ende Juni befristet, was danach ist, weiss er nicht. Macht aber nichts: «Ich darf zeigen, was ich kann. Und wenn das gut genug ist, gibt es automatisch eine Fortsetzung.»

Der Start ist schon einmal gelungen: Einem 1:1 beim FC Zürich folgte ein 3:1 gegen GC in Zürich. Ein Sieg gegen die Young Boys wäre zwar noch keine Garantie, dass die Luzerner mit ihm weitermachen, aber doch ein nächstes kräftiges Argument. Und in diesem Fall müsste sich der Jungtrainer auch in anderer Hinsicht keine Sorgen machen: Er dürfte sich in Bern gewiss immer noch blicken lassen.


Publikumsliebling und Torjäger, Leader und Vorsänger

Als Thomas Häberli zum Abschied 2009 ein Dream-Team aus seiner YB-Zeit zusammenstellte, nominierte er neben Torhüter Marco Wölfli beispielsweise Gilles Yapi, Seydou Doumbia, Hakan Yakin und Stéphane Chapuisat. Häberli hatte in neun Jahren viel erlebt und bei YB mit weit über 100 Fussballern zusammengespielt. Und er blickte durchaus stolz zurück. «Als ich hier anfing, stand der Club der 1. Liga näher als der NLA », sagte der damals 35-Jährige.

Im Sommer 2000 war Häberli zu den Young Boys gestossen, er bildete mit Reto Burri jenen Sturm, der YB zurück in die Eliteliga schoss. Es war der Startschuss für das lange Engagement Häberlis in Bern, von den unbeschwerten Zeiten im Neufeld über den Einzug ins Stade de Suisse bis zur Entwicklung zum Spitzenteam, das Titel knapp verfehlt. Häberli bestritt die Finalissima 2008 in Basel (0:2), sass im Cupfinal 2006 gegen das unterklassige Sion (4:6 im Elfmeterschiessen) auf der Bank und wurde im Cupfinal 2009 gegen Sion (2:3 nach 2:0) erst spät eingewechselt.

YB-Trainer der Zukunft

Trotz dieser bitteren Niederlage beendete Häberli seine Laufbahn 2009 irgendwie als Sieger – und als Publikumsliebling. Mit seiner feinen, umgänglichen Art, seiner Treue und seiner Spielweise gewann er die Herzen der YB-Fans, und als er in den letzten Saisons in Bern bei nahezu jedem Super-League-Team als Zugang gehandelt wurde, blieb er doch immer. Und setzte sich wieder durch. Er bestritt 267 Partien für YB und schoss 74 Tore, 2004 durfte er beim 6:0 gegen Färöer sogar seine Viertelstunde Ruhm als Nationalspieler geniessen, als er in der 75. Minute eingewechselt wurde. Vier Jahre später stand Häberli nach überragender Saison (18 Tore, 15 Assists) im erweiterten Kader für die Heim-EM, wurde aber schliesslich von Nationaltrainer Köbi Kuhn nicht berücksichtigt.

Thomas Häberli war ein Spieler, mit dem man auch über andere Themen als Fussball sprechen konnte, er war ein Leader mit Sozialkompetenz – und er erhielt bei YB ein Abschiedsspiel. Seine Beliebtheit dokumentiert der Auftritt von Züri West als «The Häberlis» zum 110-Jahr-Jubiläum des Clubs 2008. Nachdem er sich mit genügend Bier Mut angetrunken hatte, sang Häberli im Stade de Suisse mit.

Eigentlich wäre Häberlis Vertrag 2009 weitergelaufen, aber YB fand für den Routinier keine Verwendung mehr, und einen Transfer lehnte er ab. Häberli arbeitete bei den Young Boys im Nachwuchs, später als Assistenzcoach, lange hiess es, er werde als Trainer der Zukunft aufgebaut. 2013 aber verliess Häberli YB und heuerte beim FC Basel an. Sein grosses Ziel in Bern hatte er nicht erreicht – einen Titel zu gewinnen.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/28597378

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 5. März 2019, 18:23 
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Häberli beschwört Glauben an FCL-Cup-Erfolg: «Auch YB ist bezwingbar»

Für FCL-Trainer Thomas Häberli ist der Cup-Viertelfinal vom Mittwoch (18 Uhr, SRF zwei) gegen YB in zweierlei Hinsicht speziell: Wegen seiner YB-Vergangenheit und des ersten Trainerduells mit Gerardo Seoane.

Als FCL-Trainer sind Sie zweimal auswärts gegen Zürich und GC angetreten. Wie haben die vier geholten Punkte die Arbeit verändert?

Thomas Häberli: Meine Arbeit ist erleichtert worden. Punkte sind das beste für die Moral und das Vertrauen. Darum ist es schön, dass wir positiv gestartet sind.

Was bedeutet das getankte Selbstvertrauen für den Cup-Viertelfinal gegen YB?

Bei einem Cupspiel ist klar, dass man auf den Platz geht, um zu siegen. Im K.o.-Wettbewerb gibt es kein Unentschieden, sondern einen Sieger. Mit der Einstellung, gewinnen zu wollen, gehen wir in den Match.

Ist der Team-Zusammenhalt in den letzten zwölf Tagen unter Ihnen gestärkt worden?

Ich kann nicht beurteilen, was vor meiner Zeit gewesen ist. Ich kann aber sehen, wie die Mannschaft momentan unterwegs ist, wie die Spieler miteinander umgehen und kommunizieren. Dabei kann ich viel Positives feststellen, die Schwingungen in der Kabine sind gut. Das ist wichtig. Diesen Weg werden wir weitergehen, wir können uns darin noch steigern. Der richtige Umgang und das richtige Handeln in der Mannschaft sind elementar auf und neben dem Platz. Selbstverständlich müssen wird das Zusammenspiel auf dem Spielfeld ebenfalls verbessern.

Auf den langjährigen Verein BSC Young Boys im Cup zu treffen, ist das für Sie etwas Besonderes?

Das ist ein spezielles Cupspiel für mich. Weil ich bei YB noch immer viele Leute kenne, ist es besonders schön, gegen diesen Gegner zu spielen. Ich bin vor zweieinhalb Wochen in Bern auf Besuch gewesen. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass wir uns so schnell wiedersehen.

Trafen Sie beim erwähnten Besuch in Bern auch YB-Trainer Gerardo Seoane?

Wir sahen uns kurz, aber hatten nicht die nötige Zeit, um uns länger auszutauschen.

Was verbindet Sie mit Gerardo Seoane?

Wir kennen uns gut, haben aber nie zusammen Fussball gespielt. Vor ein paar Jahren waren wir sogar einmal zusammen an der Fasnacht. Ich schätze Gerry sehr, mag ihm seinen Erfolg von Herzen gönnen. Diese Erfolge, die er sowohl mit dem FCL wie mit YB erreicht hat, waren wichtig für alle Schweizer Trainer. Er hat einen hervorragenden Weg gemacht. Ich mache jedoch meinen eigenen Weg.

Als Luzerner Trainer werden Sie beim FCL ständig mit dem Vor-Vorgänger Seoane verglichen. Stört Sie das?

Nein, das war klar, wir sind in einem ähnlichen Alter, gehören derselben Generation an. Gerry hatte in seiner Trainerkarriere einen anderen Weg eingeschlagen als ich. Ich konnte nach den Entlassungen von Vladimir Petkovic und von Christian Gross bei YB früh Erfahrungen als Interimstrainer an der Seite von Erminio Piserchia machen, war zudem als Assistenztrainer von Urs Fischer und Raphael Wicky mit Basel in der Champions League dabei. Ich arbeitete in der Vergangenheit nicht fast ausschliesslich im Nachwuchs.

YB ist von der Qualität des Kaders her klar überlegen, das beweisen die 19 Punkte Vorsprung in der Meisterschaft auf das zweitplatzierte Basel. Warum hat der FCL trotzdem eine Chance gegen YB?

Man kann mit einer entsprechenden Leistung jeden Gegner schlagen – auch YB. Wir müssen 100-prozentig an unsere Siegchance glauben, und zwar bis am Schluss. Wir wissen, dass YB auch in der Nachspielzeit für Tore gut ist. Die Partie könnte ebenso erst in einem Penaltyschiessen entschieden werden. Darum ist es so wichtig, bis zum allerletzten Moment an uns zu glauben.

Warum ist der Cup für Luzern so wichtig?

Im Cup den Pokal in die Höhe zu stemmen, ist bedeutend leichter zu schaffen als in der Liga. Der Weg ist einfacher, darum müssen wir alles dafür tun, um den Halbfinal gegen Thun zu erreichen.

Aus der Profizeit bei YB haben Sie Christian Schneuwly und Christian Schwegler bereits gekannt. Ist es Ihnen leicht gefallen, die beiden jetzt zu trainieren?

Beide sind umgängliche und erfahrene Profis, die wissen, um was es geht. Betonen möchte ich, dass sie die Nominierungen für die Anfangsformation durch ihre Leistungen verdient haben.

Christian Schneuwly war zuvor unter René Weiler in einem Tief.

Ich bin froh, läuft es ihm wieder besser. Christian Schneuwly ist ein wichtiger Spieler, der andere besser machen kann.

In Bern sind Sie eine Kultfigur, ist der Begriff richtig?

Ich weiss es nicht, selber nimmt man das nicht so wahr. Als Spieler macht man seine Sache, zieht sein Ding durch. Schön, wenn die Arbeit gut ankommt.

Wäre Züri-West-Sänger Kuno Lauener böse auf Sie, wenn Luzern YB aus dem Cup wirft?

Ich weiss nicht, wie er reagieren würde. Wir haben kaum Kontakt. Ein Freund gönnt einem Erfolg, egal, ob er Fan des Gegners ist.


https://www.luzernerzeitung.ch/sport/ha ... ld.1099285

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 6. März 2019, 13:27 
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06.03.2019

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Kult in Bern

«Häbigou» vor dem Spiel gegen «sein» YB

Thomas Häberli ist Kult in Bern. Trotzdem will Luzerns neuer Coach dem Meister im Cup ein Bein stellen.

Wenn ein YB-Spieler in den letzten Dekaden die Bezeichnung «Kult» verdient hat, dann Thomas Häberli. 279 Spiele bestritt der Stürmer für die Young Boys zwischen 2000 und 2009, markierte 74 Treffer und spielte sich in die Herzen der Fans.

Grosse Ehre von «Züri West»

So sehr, dass sich die Berner Kult-Band «Züri West» beim Rücktritt von Häberli für einen Abend lang in «The Häberlis» umtauften, und das in der YB-Fankurve beliebte «Häbigou» zum Besten gaben.

Häberli, im Kanton Luzern aufgewachsen und daher auch mit engem Bezug zum FCL, arbeitete nach seinem Rücktritt in den Nachwuchsabteilungen von Basel, YB und Luzern, ehe er nun in der Zentralschweiz seine erste Chance als Headcoach der 1. Mannschaft erhielt.

Ich kenne in Bern unglaublich viele Leute, war erst vor 2 Wochen zu Besuch.
Autor: Thomas Häberli


Keine Frage, dass Häberlis enger YB-Bezug für einen Abend ruhen muss. «Ein Treffen mit Freunden wird das natürlich nicht. Aber ich freue mich sehr. Ich kenne in Bern unglaublich viele Leute, war erst vor 2 Wochen zu Besuch in Bern», sagt Häberli vor dem besonderen Spiel.

Und sollte Häberli mit Luzern die Überraschung schaffen und YB schlagen, dann würde das seinem Kult-Status in der Hauptstadt wohl keinen Abbruch tun.


https://www.srf.ch/sport/fussball/schwe ... en-sein-yb

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 3. April 2019, 16:55 
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03.04.2019

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Folgt FCL-Trainer Thomas Häberli plötzlich auch dem Lockruf aus Bern?

YB-Trainer Gerardo Seoane könnte neuer Cheftrainer von Gladbach werden. Dann stünde wohl plötzlich FC-Luzern-Trainer und YB-Legende Thomas Häberli in Bern hoch im Kurs. Angst vor einem Abgang hat FCL-Sportchef Remo Meyer derweil nicht – obwohl Häberlis Vertrag im Sommer ausläuft.

Im letzten Sommer erst wechselte Gerardo Seoane (40) vom FC Luzern zu Schweizer Meister Young Boys. Bereits in diesem Sommer könnte der Rothenburger den Bernern wieder den Rücken zukehren. Wie diverse Medienberichte aus Deutschland sowie Informationen dieser Zeitung belegen, gilt Seoane derzeit hinter RB-Salzburg-Trainer Marco Rose als aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge von Dieter Hecking bei Borussia Mönchengladbach.

Falls es zum Abgang von Seoane bei YB käme, könnte dies auch direkte Folgen für den FC Luzern haben. Luzerns neuer Trainer Thomas Häberli (44) hat einen guten Start hingelegt. Er siegte in den ersten sechs Spielen dreimal, spielte zweimal Unentschieden und verlor bisher erst einmal. Insbesondere Luzerns 4:0-Sieg im Cupviertelfinal gegen YB war grandios. Mit seiner bodenständigen Art hat sich Häberli im Umfeld des FC Luzern schnell beliebt gemacht.

Dies macht ihn auch für andere Vereine interessant. Insbesondere für die Young Boys. In Bern ist «Häbi» nämlich als Stürmerlegende in Erinnerung geblieben. Bis heute ist er der einzige Spieler von YB der je ein Abschiedsspiel erhalten hat. Zudem trat die Kultband «Züri West» anlässlich des 110-Jahr-Jubiläum von YB als «The Häberlis» auf. Nach seiner Spielerkarriere hat Thomas Häberli auch seine ersten Schritte als Trainer bei YB gemacht, war unter anderem Nachwuchstrainer und Assistent der ersten Mannschaft.

Häberli könnte FCL ablösefrei verlassen

Pikant: Häberlis Vertrag beim FC Luzern läuft nur bis Ende Saison. Demnach könnte er im Sommer ablösefrei nach Bern wechseln. Bei der Vorstellung von Häberli als neuen FCL-Trainer Ende Februar meinte sowohl der Ballwiler selber, als auch Sportchef Remo Meyer, dass man den Kontrakt wohl bald vorzeitig verlängern möchte.

So weit sei man noch nicht, sagt Remo Meyer auf Anfrage.

«Wir stehen tagtäglich im Austausch. Von beiden Seiten sind wir überzeugt, dass wir die Zusammenarbeit fortführen möchten»

, so Meyer. Dennoch habe man bisher noch keinen längeren Vertrag unterschrieben. «Zunächst wollen wir uns auf die wichtigen Partien in den nächsten Wochen konzentrieren. Ich gehe davon aus, dass wir dann in etwa vier bis fünf Wochen gemeinsam einen Vertrag unterschreiben können.» Angst von einem Abgang Häberlis in Richtung Bern hat Meyer nicht:

«Wir sind beide der Überzeugung, dass wir auch in Zukunft zusammen arbeiten möchten.»


https://www.luzernerzeitung.ch/sport/fc ... ld.1107862

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 4. April 2019, 13:10 
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04.04.2019

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Autor Bänz Friedli über FCL-Coach Thomas Häberli

«Häbi hat sich noch nicht diese langweilige Profi-Coolness zugelegt»

Beim heutigen Spiel gegen die Young Boys steht ein Mann im Zentrum: Thomas Häberli, Erfolgscoach des FCL und einst Legende bei den Bernern. Bänz Friedli, der bald im Luzerner Kleintheater über Fussballer herzieht, kennt den Ballwiler gut. zentralplus hat mit dem Kabarettisten über Satire im Fussball, den «ordinären Geldgeber» des FCL und den Kultstatus von Häberli in Bern gesprochen.

zentralplus: Bänz Friedli, was macht einen Trainer speziell?

Bänz Friedli: An Jürgen Klopp mag ich den Humor, an Adi Hütter mochte ich die Nüchternheit, an «Häbi», dass er einfach der Häbi ist.

zentralplus: Sie meinen Thomas Häberli, den Sie ja sehr gut kennen. Ist er wirklich nach Geri Seoane der zweite Zauberlehrling des FCL?

Friedli: Hoffentlich kein «Zauberlehrling» im Goethe'schen Sinn, dem dann alles über den Kopf wächst, sondern ein zauberhafter Newcomer. Seoane ist ja hyperbeherrscht, lässt sich nichts anmerken. Das macht es zwar schwer, ihn ins Herz zu schliessen, aber solange er Erfolg hat, mag man ihn doch. «Häbi» ist viel nahbarer. Mir gefällt sehr, wie er sich in Interviews gibt: fast schüchtern, aber völlig unverkrampft. Und ich glaube, dass ihm diese «normale» Art auch im Umgang mit den Spielern sehr hilft.

«Wir Fans mochten Häberli, weil er der ‹liebe Siech› war, der Normalo, der erst spät Profi wurde und stets demütig, bescheiden blieb.»
Bänz Friedli


zentralplus: Haben Sie die Cup-Sensation am Aschermittwoch miterlebt, als der FCL die Young Boys 4:0 besiegte?

Friedli: Nur am TV. Luzern hat so hochverdient gewonnen, dass ich mich kaum über die schwache YB-Leistung ärgerte. Vielmehr mochte ich es dem Häbi so gönnen, dass ich ihm noch vor dem Schlusspfiff per Whatsapp gratulierte.

zentralplus: Was war der Anteil Häberlis?

Friedli: Er war bestimmt doppelt motiviert. Ging es doch auch darum, es YB und dem FC Basel ein bisschen zu zeigen – bei beiden Vereinen hat er als Trainer keine echte Chance erhalten, war er nur Lückenbüsser. Es muss ihm gelungen sein, diese trotzige Motivation auf die Spieler zu übertragen. Ein idealer Einstieg für ihn.

zentralplus: Er soll sozial sehr engagiert sein, auch im Team. Wie das?

Friedli: Er galt seit je als «der liebe Kerl». Eigentlich fast zu lieb, zu sanft, zu anständig für den Spitzenfussball. Deshalb erhielt er in der Nati nie seine echte Chance, bekam er bei YB und Basel keinen Topjob. Jetzt kann er zeigen, dass «der liebe Kerl», der es gesundheitlich und familiär nicht immer einfach hatte und der privat einiges bestehen musste, eben auch ein sozialkompetenter, aufrichtiger Coach sein kann.

zentralplus: Sie sind YB-Fan. Wie kam das?

Friedli: Schicksal, das wählst du nicht aus. Ich bin Berner, der heute allerdings in Zürich lebt.

zentralplus: Thomas Häberli war auch bei YB eine wichtige Figur. Wieso?

Friedli: Wir Fans mochten ihn, weil er eben der «liebe Siech» war, der Normalo, der erst spät Profi wurde und stets demütig, bescheiden blieb. Ein Star ohne Allüren. Und wir mochten ihn – so doof sind wir dann halt wieder –, weil er viele Tore erzielte, der «Häbi-häbi-häbi-häbi-Gool» …

zentralplus: Weshalb läuft im Moment alles rund beim FCL?

Friedli: Weil Häbi ein lieber Siech ist.

zentralplus: Weshalb könnte das bald ändern?

Friedli: Weil er ein zu lieber Siech ist.

zentralplus: Sie sind eine «Mischung aus Emil (Liebe für die Figuren), Cés Keiser (Sprachwitz), Franz Hohler (politische Schärfe) und Peach Weber (Anarchie)», wie in der «NZZ» zu lesen war. Wie würden Sie Häberli charakterisieren?

Friedli: «Häbis» grosse Stärke könnte werden, dass er eben nicht wie andere ist, sondern der Bauernbub aus «Baubu», aus Ballwil. Authentisch, das Modewort trifft auf ihn zu.

zentralplus: Welches sind Häberlis Stärken?

Friedli: Aufrichtig, bescheiden, umgänglich. Und er versteht viel mehr von Fussball, als manche denken.

zentralplus: Und seine Schwächen?

Friedli: Ist das eine Schwäche, dass er sich noch nicht diese langweilige Profi-Coolness zugelegt hat?

zentralplus: Was macht der FCL richtig?

Friedli: Er lässt Häbi momentan gewähren.

zentralplus: Was könnte bald falsch laufen?

Friedli: Der Klub wird ihm wieder bei erstbester Gelegenheit dreinreden. Dieser Geldgeber, der sich bei jeder Gelegenheit wichtig macht und öffentlich ziemlich ordinär über das Personal herzieht, ist ätzend. Seine Interviews beginnen meist mit: «Ich verstehe nichts von Fussball, aber …» Und dann redet er seinen Leuten doch über die Länge einer «Blick»-Doppelseite drein.

«Der FCL ist ein FC Hollywood, stets turbulent, aber irgendwie sympa.»

zentralplus: Ihr persönliches Verhältnis zum FCL?

Friedli: Da ich viele Freunde in Luzern habe, leide ich seit Jahren auch mit dem FCL mit. Ein FC Hollywood, stets turbulent, aber irgendwie sympa … Nicht zuletzt ist der FCL stets ein wunderbarer Gegenstand für Satire, denn er wird in der Innerschweiz leidenschaftlich geliebt und mit Verve verhandelt. Er lässt nicht kalt.

zentralplus: Was mögen Sie an der Stadt Luzern?

Friedli: Meine Liebste und ich verbringen öfter Erholweekends in Luzern in einem der schönen Hotels. Das «Kleintheater» ist eine meiner liebsten Auftrittsstätten. Zweimal im Jahr darf ich dort die Live-Sendung «Ohrfeigen» für Radio SRF1 moderieren. Es ist immer ein Heimkommen. Und am Lucerne Blues Festival bin ich seit zwanzig Jahren Dauergast.

zentralplus: Die Welt ist voller Satire, das bieten Sie auch auf der Bühne. Wie sieht die Satire im Fussball aus?

Friedli: Er bietet Realsatire zuhauf. Unfreiwillig hohle Fussballersprüche dürfen in keinem meiner Programme fehlen. Und im letzten war meine Hassliebe zu YB der rote Faden …

zentralplus: Tote-Hosen-Sänger Campino liebt Düsseldorf und Arsenal, Kuno Lauener ist ein Freund von Häberli. Wie äussert sich der Brückenschlag von Kultur und Fussball?

Friedli: Es gibt viele schöne Songs über Fussball, die schönsten sind Verliererlieder: «Don’t come hometoo soon» von DelAmitri und «Sendeschluss» von BAP. Spitzensportler und Künstler haben ohnehin ein ähnliches Leben. Sie müssen am Tag X ihre bestmögliche Leistung erbringen, egal, wie es ihnen privat gerade geht. Sie müssen fokussieren können und immer voll im Hier und Jetzt sein. Mir sind schon Auftritte missraten, weil ich nicht «auf dem Bitz» stand, wie es im Fussball heissen würde: weil ich nicht ganz parat war und nicht zu 100 Prozent auf der Bühne präsent.

zentralplus: Haben Sie wie Kuno Lauener auch mal Fussball gespielt?

Friedli: Ich beginne grad meine 21. Saison in der Zürcher Alternativliga. Kuno war ja mal ein vielversprechender Junior, meines Wissens beim FC Köniz. Gegeneinander gespielt haben wir ein einziges Mal, 1995, Züri West gegen Journalisten. Die «Züris» gewannen.

zentralplus: Züri West verehren den neuen FCL-Trainer sehr: Haben Sie die Band als The Häberlis 2008 vor über 25'000 Zuschauern im Wankdorf-Stadion in Bern erlebt?

Friedli: Dieses Konzert habe ich leider verpasst. Aber ich sah sie schon 1985 in besetzten Häusern in Bern und seither immer wieder. Die Band ist besser denn je.

zentralplus: Auch der Friedli sei besser denn je – das hört man von Ihrem Programm «Was würde Elvis sagen?», mit dem Sie vom 16. bis 20. April viermal im Luzerner Kleintheater auftreten. Sie haben es mit Stars, Sie haben es aber auch mit Fussballern. Mit welchen?

Friedli: Nicht mehr mit besonders vielen. Die Persönlichkeiten sind rar geworden. Guillaume Hoarau von YB ist noch einer, mit dem man über Musik reden kann, über Rassismus, über unangemessenen Personenkult. Er ist sich der Ambivalenz durchaus bewusst: Dieselben YB-Fans, die sich noch im Herbst darüber ereifert hätten, es seien «zu viele Schwarze» im Team, würden am lautesten schreien, sobald das Team Meister sei, sagte er kurz vor dem letztjährigen Titel. «La victoire n’a pas de couleur» – wenn man gewinne, sei man plötzlich kein Farbiger mehr. Sonst aber schon. Ein sensibler und intelligenter Kerl, dieser Hoarau. Und ein grossartiger Fussballer. Auch, weil sein Horizont weiter ist als die 105 mal 68 Meter eines Spielfelds.

«Diese verhätschelten Fussball-Bubis sind ein Ärgernis.»

zentralplus: Für Büne Huber von Patent Ochsner sind Tschütteler allerdings Weicheier, Eishockeyaner hingegen die wahren Männer. Wie sehen Sie das?

Friedli: Büne hatte mit seiner Tirade schon recht. Diese verhätschelten Fussball-Bubis sind ein Ärgernis. Und das Simulieren à la Neymar ist es sowieso. Wissen Sie, was? Bei den Frauen sieht man das fast nie. Wird eine Frau gefoult, steht sie wieder auf und spielt weiter. Überhaupt ist der Frauenfussball frei von Allüren.

zentralplus: Zurück zu Hubers Aussage: Regen tätowierte Fussballer Sie auch auf?

Friedli: Nicht der Tattoos wegen, aber weil diese Tätowierungen ja für die Gleichschaltung und allgemeine Langeweile stehen: Sie sehen alle gleich aus, sind alle ähnlich frisiert, sondern allesamt dieselben leeren Worthülsen ab. Natürlich ist das nicht nur die Schuld dieser jungen Männer, sie sind einfach Opfer eines Business, in dem es um krankhaft viel Geld geht. Da sagt man lieber nichts als ein falsches Wort.

zentralplus: Welches sind Ihre Fussballhelden?

Friedli: Roberto Baggio war der beste, fantasievollste Spieler aller Zeiten. Dass er in dem Moment, der seine Karriere hätte krönen sollen, einen Penalty verschoss, im WM-Final von 1994, war ein Scheitern von schon fast biblischem Ausmass. Bei YB mochte ich immer die Normalos, die Chrampfer-Typen, die am Boden geblieben waren: Kurt Feuz, Erich Hänzi, «Wuschu» Spycher, «Häbi-Gool» …

«Vielleicht ist Häberli bis dann ja doch noch YB-Trainer? YB wirbt ja gern erfolgreiche Luzerner Coaches ab …»

zentralplus: Über solche Chrampfer schrieben Sie nicht nur im YB-Buch (siehe Box), sondern auch im Magazin «Nr. 1», das Sie mit herausgegeben haben (zentralplus berichtete). War das ein Erfolg? Gibt es auch eine «Nr. 2»?

Friedli: Die Rückmeldungen auf dieses eigentlich einmalige Sportmagazin waren und sind so überwältigend, dass wir uns das tatsächlich überlegen. Also mal abwarten! Ich könnte ja dann über «Häbi» schreiben. Wer weiss, vielleicht ist er bis dann ja doch noch YB-Trainer? YB wirbt ja gern erfolgreiche Luzerner Coaches ab …

Schreiben und Bühnen bespielen

Bänz Friedli (53) ist ein Berner Wortkünstler, der schreibt und Bühnen bespielt. Für «20 Minuten» verfasste er die Kolumne «Pendlerregeln», im «Migros-Magazin» ist der einstige Hausmann meistgelesener Kolumnist der Schweiz. Seine Kabarettprogramme sind legendär, 2015 erhielt er den Salzburger Stier, den Oscar für deutschsprachige Kleinkunst. Friedli ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und lebt in Zürich. Vom 16. bis 20. April tritt er viermal im Luzerner Kleintheater auf. Friedli ist YB-Fan und schrieb zusammen mit Pedro Lenz, Klaus Zaugg und anderen ein Buch über den ersten Titel der Berner Fussballer nach 32 Jahren: «Wo das Tram nicht hinfährt, sind wir daheim – das YB-Meisterbuch 2018».


https://www.zentralplus.ch/de/news/spor ... %C2%BB.htm

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 Beitrag Verfasst: Samstag 6. April 2019, 16:27 
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06.04.2019

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FCL-Coach Häberli und der Seoane-Vergleich

Der Schnee sorgte dafür, dass die Revanche für das Berner Cup-Aus in Luzern erst nächsten Mittwoch stattfindet. Allerdings steht FCL-Trainer Thomas Häberli ständig im Fernduell mit YB-Coach Gerardo Seoane.

Als am Dienstag deutsche Medien berichteten, dass Gerardo Seoane (40) bei Borussia Mönchengladbach für die neue Saison ein Thema sei, da begann sich das virtuelle Trainer-Karussell in der Innerschweiz zu drehen. Ein besorgter FCL-Fan schrieb in einem Forum: «Remo Meyer, bitte mit Thomas Häberli verlängern – nicht mehr schlafen!»

Der Aufruf an den Sportchef hat einen Hintergrund. Das Trauma vom 1. Juni des vergangenen Jahres ist längst nicht verarbeitet. An jenem Tag verabschiedete sich Seoane mit einer WhatsApp-Mitteilung vom FCL und seinen Freunden in Richtung Meister Young Boys. Das wollen die blauweissen Anhänger nicht mehr erleben, vor allem nicht schon wieder mit Thomas Häberli (44).
Beste Verbindungen zu YB

Häberli, der ehemalige Kultstürmer der Berner, hat bekanntlich beste Kontakte in die YB-Zentrale. Ob Sportchef Christoph Spycher, Chefscout Stéphane Chapuisat oder Ausbildungschef Gérard Castella – mit allen pflegt er einen guten Kontakt. Die Sorge der Fans ist mehr als berechtigt, dass die Berner wie im letzten Frühjahr auch heuer ein Auge auf den Coach in Luzern geworfen haben. Umso mehr Häberli mit den Innerschweizern im Cup-Viertelfinal ausgerechnet den ­Liga-Dominator YB und Seoane mit einem 4:0 eliminiert hat.

Zudem besitzt Häberli bloss einen Temporär-Vertrag für die Rückrunde. Meyer hat zwar gegenüber unserer Zeitung gesagt: «Wir stehen tagtäglich im Austausch. Von beiden Seiten sind wir überzeugt, dass wir die Zusammenarbeit fortführen möchten.» Aber eben, Meyer kann beruhigen wie er will. Man nimmt es ihm nicht mehr ab. In zu wichtigen Dingen ist er schon daneben gelegen. Im vergangenen Sommer war er von Seoane vor vollendete Tatsachen gestellt worden, überrumpelt musste er den enorm erfolgreichen Coach (17 Spiele, 34 Punkte; Sprung von Platz 9 auf 3) ins Stade de Suisse ziehen lassen. Immerhin kassierte der FCL eine Transfersumme von geschätzten 700000 Franken für Seoane.

Bei Häberli spielt Meyer auf Abwarten

Meyer hatte bei der Vorstellung von Nachfolger René Weiler alle Zweifel mit Worten zu beseitigen versucht. Weniger als acht Monate später wurden dem Sportchef diese Aussagen um die Ohren geschlagen, als er den mit einem lukrativen Dreijahresvertrag ausgestatteten Weiler mangels Identifikation freistellen musste.

Dagegen ist Meyer jetzt bei Häberli sehr vorsichtig. Er spielt auf Abwarten. Erst in vier bis fünf Wochen könne der neue gemeinsame Vertrag unterzeichnet werden, sagte er. Tönt nicht gerade nach einem Vertrauensbeweis.

«Irgendwann werden wir zusammensitzen», antwortet Häberli, angesprochen auf seine ­Situation. Dabei gibt sich der Bauernsohn aus Ballwil bodenständig, offen und ehrlich. «Auch ich muss eine Familie ernähren», sagt er. Er erwartet, dass der FCL ihn aufgrund der Leistung als Trainer beurteilt – und nicht nur die Resultate zählen. Das 0:1 zu Hause gegen Basel vor acht Tagen war die erste Niederlage, der erste Dämpfer im sechsten Spiel. Häberli weiss, dass sein Team gegen den Ex-Serienmeister nicht die erhofften Nadelstiche setzen konnte. Morgen (16 Uhr) müssen die Luzerner in Sion bestehen, die Walliser sind nach drei Siegen in Serie im Aufwind.


https://www.luzernerzeitung.ch/sport/fc ... ld.1108804

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