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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Samstag 29. September 2018, 12:38 
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Welches YB-Trikot verkauft sich am besten?

Die Berner Young Boys spielen am Dienstag in der Champions League das erste Auswärtsspiel. Wir beantworten Fragen zur Sternenliga.

Derzeit laufen «sehr viele» Trikots «sehr gut», heisst es beim BSC Young Boys. Guillaume Hoarau, Christian Fassnacht, Kevin Mbabu und Miralem ­Sulejmani stehen zuoberst auf der Rangliste. Die Torschützenliste stützt die These: Je mehr Tore einer schiesst, desto besser verkaufen sich die Trikots. ­Fassnacht und Hoarau sind mit jeweils fünf Toren Torschützenkönige.

In der letzten Saison wurden am meisten Trikots von Hoarau verkauft. Alle Auswärts- und Heimtrikots in allen Grössen zusammengezählt, hat der YB-Shop 6338 Trikots abgesetzt. Eine ernüchternde Zahl, wenn man bedenkt, dass am ersten Tag, als der Transfer von Cristiano Ronaldo nach Turin bekannt wurde, 520'000 Trikots mit dessen ­Namen verkauft wurden. Damit war die Hälfte der Ablösesumme von 105 Millionen Euro wieder drin.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/uefa ... y/14470101

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Samstag 29. September 2018, 12:51 
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Hoarau und Assalé, Hoarau und Ngamaleu oder Nsame und Assalé?

Tore so weit das Auge reicht - Doch mit welchem Sturmduo trifft YB am besten?

Bei YB läuft es wie geschmiert. Selbst wenn Seoane sechs Spieler in die Mannschaft rotiert wie im Spiel gegen St. Gallen, gewinnen die Berner immer noch. Und das souverän. Auf keiner Position ist dies so klar, wie im Sturm. Egal wer aufgestellt wird, die Stürmer treffen. Doch welches Duo harmoniert am besten? Ein kleines Zahlenspiel.

Die Hierarchie scheint eigentlich ziemlich klar: Sind Hoarau und Assalé fit, stürmen die beiden gemeinsam. Als aber der Ivorer ausfiel kam Ngamaleu zum Handkuss und konnte ebenfalls überzeugen. Dann hat man mit Nsame auch noch einen tollen Knipser zur Hand, der sich momentan aber hinter Hoarau anstellen muss. Sogar RSL-Topscorer Christian Fassnacht könnte im Sturm spielen, trifft jedoch auch auf dem Flügel wie er will.

Hoarau und Assalé

Die beiden Stürmer sind als Duo - wenn denn beide fit sind - vermeintlich gesetzt. Insbesondere der erfahrene Franzose ist ein Dauerbrenner für die Young Boys. So erzielte Hoarau in sieben Super-League-Spielen fünf Tore. Einzig letzten Mittwoch beim Sieg gegen St. Gallen musste der Mann von La Réunion 90 Minuten zusehen, gegen Xamax wurde er nur für die Schlussphase eingewechselt. Es ist jedoch spannend anzumerken: Hoarau traf in der Super League nur einmal, wenn Assalé auch auf dem Platz stand. Der Ivorer traf in sechs Super-League-Spielen zwei Mal, jedoch nur im Spiel gegen Basel, mit Hoarau auf dem Platz.

Hoarau und Ngamaleu

Als Assalé drei Spiele wegen einer Verletzung verpasst rutschte Moumi Ngamaleu in die Startelf und harmonierte auf Anhieb mit seinem Sturmpartner. So traf er im Spiel gegen Luzern selbst und verhalf Hoarau in den zwei Spielen, die man von Beginn weg miteinander bestritt, zu drei Toren. Ngamaleu traf in der Super League vier Mal, interessanterweise aber nur gegen Luzern als nominelle Spitze. Seine Tor als gegen GC (als Joker), Xamax und St. Gallen erzielte er als Flügel.

Nsame und Assalé

Jean-Pierre Nsame ist der Knipser schlechthin in der Liga: Er traf im Schnitt als 72 Minuten und kommt so auf drei Tore. Nsame traf auch in seinen beiden Startelfeinsätzen in der Liga, jeweils mit Assalé als seinem Nebenmann. Dieser hatte im Zusammenspiel mit Nsame auch seinen besten Auftritt, als er gegen Xamax mit einem Tor und zwei Vorlagen brillierte.

Es ist erstaunlich, dass jener Stürmer mit der besten Quote (Tore pro Minute), in der Hackordnung am tiefsten steht. Hoarau, der Nsame vor der Sonne steht, traf im Schnitt alle 104 Minuten. Diese zwei ähnlichen Spielertypen liefen aber noch nicht gemeinsam im Sturm auf.

Es mutet auch speziell an, dass Hoarau und Assalé in der Super League bei gemeinsamen Auftritten das statistisch schwächste Duo ist. Wir lernen aus diesem kleinen Zahlenspiel also, dass die Floskel, ein Team brauche alle seine Spieler, in diesem Fall keine Plattitüde, sondern ein schlichter Fakt ist. Der YB-Sturm ist so stark, weil er so unberechenbar ist. Und weil Seoane immer mindestens eine starke Option von der Bank einwechseln kann.


https://www.sport.ch/superleague/191679 ... -am-besten

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. September 2018, 21:03 
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Ein erstes Quartal mit einem Berner Überflieger

Das erste Saisonviertel ist an diesem Wochenende zu Ende gegangen. Die Erkenntnisse aus den ersten neun Runden: Es gibt das überragende YB und den grossen Rest.

Die Young Boys liegen zwölf Punkte vor dem ersten Verfolger Zürich, während der FCZ seinerseits nur acht Zähler vor dem Schlusslicht GC klassiert ist. Sion reichte ein Sieg an diesem Wochenende, um von Platz 10 auf 7 zu rücken. Am heikelsten scheint die Lage bei den Grasshoppers und Neuchâtel Xamax. Die grosse Enttäuschung der ersten Saisonphase ist aber der FC Basel. Ein Überblick über die zehn Super-League-Teams:

1. (27 Punkte) Young Boys (Im Vorjahr: 1. Platz/20 Punkte): Der Titelverteidiger hat das erste Saisonviertel nach Belieben dominiert. Als erst zweiter Klub nach Basel stehen die Young Boys nach dem ersten Quartal in der Super League makellos da und sind damit noch um sieben Zähler besser als in der letzten Meistersaison. Sie weisen den besten Sturm (32 Tore) und die beste Abwehr (6 Gegentreffer) auf. Basel, seinen vermeintlich härtesten Konkurrent um die Meisterschaft, deklassierte YB vor einer Woche mit 7:1. Damit ist alles gesagt über den Saisonstart der Berner.

2. (15 Punkte) Zürich (3. Platz/14 Punkte): Der FC Zürich lebt von seiner starken Defensive. Mit einem Torverhältnis von 8:8 reicht es normalerweise nach neun Runden nicht zum 2. Platz. Die Mannschaft von Ludovic Magnin profitiert von der schwächelnden Konkurrenz und einer gefundenen Stabilität. Die Zürcher, die am Wochenende eigentlich gegen Neuchâtel Xamax (0:0) hätten gewinnen müssen, haben Moral, aber keine sehr grosse Marge.

3. (14 Punkte) Thun (9. Platz/8 Punkte): In der letzten Saison befand sich der FC Thun meistens in der unangenehmen Tabellenregion. Mit einem nur unwesentlich veränderten Kader läuft es der Mannschaft von Marc Schneider nun wesentlich besser. Das Team ist eingespielt und hat mit Dejan Sorgic und Marvin Spielmann zwei Stützen, die in der Offensive für den Unterschied sorgen können. In den ersten neun Partien hat Thun fast doppelt so viele Punkte geholt wie zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr.

4. (14 Punkte) St. Gallen (2. Platz/15 Punkte): Bislang läuft es den Ostschweizern. Dass sich am Samstag gegen GC (2:1) auch noch Routinier Tranquillo Barnetta mit zwei Toren zurückgemeldet hat, ist für die St. Galler eine weitere positive Meldung in den erfolgreichen letzten Wochen. Allerdings ist Vorsicht geboten. In der vergangenen Saison startete der FCSG ebenfalls stark und schwächelte danach.

5. (13 Punkte) Basel (4. Platz/14 Punkte): Die Basler sind die grosse Enttäuschung des Saisonanfangs. Sie haben in den ersten Wochen des Fussballjahres die Qualifikation für die Champions League und für die Europa League verpasst und wahrscheinlich alle Chancen auf die Rückeroberung des Meistertitels verspielt. Wie sehr die schlechten Resultate dem verlorenen Selbstvertrauen geschuldet sind, wird sich weisen, wenn der FCB es wieder gefunden hat. Nach den bisherigen Saisonauftritten ist allerdings auch gut möglich, dass die Qualität der Mannschaft ungenügend ist.

6. (10 Punkte) Lugano (10. Platz/8 Punkte): Beim FC Lugano brodelt es, weil Präsident Angelo Renzetti kaum jemals zufrieden ist und die Qualität seines Kaders überschätzt. Bisher sind die Tessiner aber gut im Rennen. Sie haben von den letzten sechs Partien bloss eine verloren, diese allerdings nach einer miserablen Vorstellung gegen den Aufsteiger Neuchâtel Xamax.

7. (9 Punkte) FC Sion (6. Platz/11 Punkte): Fünfmal in Folge hatte der FC Sion verloren, bevor an diesem Wochenende ein 3:1 in Luzern heraussprang. Es war der erste Sieg unter dem neuen Trainer Murat Yakin. Lässt Präsident Christian Constantin Yakin in Ruhe arbeiten, dürften sich die Walliser bald nach vorne orientieren können. Die Mannschaft besitzt viel Potenzial. In Luzern schossen drei Teenager die Tore.

Luzern (7. Platz/10 Punkte): Die Saison von Luzern ist bisher eine Achterbahnfahrt mit mehr Tiefs als Hochs. Zuletzt gab es drei Niederlagen in Folge bei nur zwei erzielten Toren. Die Reserve auf den Abstiegsplatz beträgt nur noch zwei Zähler. Trainer René Weiler weiss, was es zu verbessern gilt. Spielerisch ist das, was die Innerschweizer zeigen, ansprechend. Die Effizienz ist aber mangelhaft und kostete dem FCL einige Punkte.

9. (8 Punkte) Neuchâtel Xamax (Aufsteiger): Gleich mehrmals in den ersten Runde hinterliess Neuchâtel Xamax einen inferioren Eindruck. Vor allem die Verteidigung geriet gegen den einen oder anderen Gegner in grosse Verlegenheit. Der Aufsteiger kassierte bisher 21 Gegentore und scheint der Kandidat Nummer 1 für den Abstieg zu sein. Immerhin: In den letzten beiden Partien holte Xamax vier Punkte, den letzten allerdings überaus glückhaft mit dem 0:0 in Zürich.

Grasshoppers (5. Platz/12 Punkte): Heimsiege gegen Sion und Neuchâtel Xamax sowie ein Remis in Lugano ist die bescheidene Ausbeute der Grasshoppers. Bislang ist es Thorsten Fink nicht gelungen, seinem Team eine klare taktische Linie aufzuzeigen. Der deutsche Coach ist seit Ende April beim Rekordmeister und kam seither nur zu drei Siegen. Die einzige Titelchance in dieser Saison haben die Zürcher schon vergeben - mit der peinlichen Niederlage im Cup beim Drittligisten Nyon.


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -133526444

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 3. Oktober 2018, 21:01 
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Immer mit der Ruhe

Die YB-Akteure sind nach dem ernüchternden 0:3 bei Juventus keineswegs niedergeschlagen. Die Aussichten der Young Boys in der Champions League hängen nun stark vom nächsten Spiel zu Hause gegen Valencia ab.

2 Spiele, 0 Punkte, 0:6-Tore, letzter Platz: YB steht nach den ersten zwei Champions-League-Auftritten in der Vereinsgeschichte genau dort, wo der Schweizer Meister von vielen erwartet worden war.

Und eine 0:3-Niederlage beim starken Juventus Turin ist nicht weiter tragisch, der italienische Champion ist derzeit eine der besten Mannschaften Europas, taktisch ohnehin, aber auch spielerisch. Selbst ohne Superstar Cristiano Ronaldo und einige geschonte Stammkräfte war Juventus den Young Boys in allen Belangen überlegen und auf jeder Position deutlich talentierter besetzt.

YB agierte am Dienstagabend jedoch erstaunlich mutlos. Schwung und Selbstvertrauen aus der Liga liessen die Berner in Turin vermissen, sie waren fehlerhaft und ganz bestimmt nicht so gut, wie sie es eigentlich sein könnten. Das hing mit der Spielstärke von Juventus zusammen, aber eben nicht nur.

Mängel in der Passgenauigkeit und im Positionsspiel prägten die Vorstellung, dazu setzten sich die Offensivkräfte nie durch. «Es ist nicht einfach, gegen derart starke Verteidiger zu bestehen», sagte Flügel Christian Fassnacht. «Juventus bewegt sich als Mannschaft ausgezeichnet.»

Schlüsselspiel gegen Valencia

Mit Ausnahme von Mittelfeldspieler Djibril Sow hielt keiner der YB-Fussballer mit dem Gegner mit. Der überragende Rechtsverteidiger Kevin Mbabu, der verletzt fehlte, hätte möglicherweise mit seiner Energie und Entschlossenheit die eine und andere Lücke bei Juventus aufreissen können. Möglicherweise aber auch nicht. Und die Young Boys sind ohnehin zielstrebig und vernünftig genug, um sich durch die zwei hohen Niederlagen in der Königsklasse nicht aus der Bahn werfen zu lassen.

Sie absolvieren eine herausragende Saison, am Samstag streben sie zu Hause gegen Luzern den 10. Sieg am 10. Super-League-Spieltag an. «Auswärts gegen Juventus verlieren auch ganz andere Mannschaften», sagte YB-Captain Steve von Bergen. Er hatte während seiner Zeit in Italien zwischen 2010 und 2013 mit Cesena, Genoa und Palermo in sechs Auftritten in Turin einen Punkt geholt. «Am Dienstag waren wir chancenlos. Aber es gibt noch vier weitere Partien in der Champions League.»

Die nächste, am 23. Oktober zu Hause gegen Valencia, besitzt wegweisenden Charakter für die Young Boys. Bei einer Heimniederlage wären alle drei Gruppengegner nach drei Runden bereits vier und mehr Punkte entfernt, selbst Rang 3 und das Erreichen der Europa-League-Sechzehntelfinals wären frühzeitig sehr weit entfernt.

Eine Steigerung ist YB zuzutrauen

Die Young Boys behalten trotz des ernüchternden Abends in Turin ihre Gelassenheit. Die Akteure hinterliessen nach der Niederlage jedenfalls keinen niedergeschlagenen Eindruck. «Das sind bei Juventus alles grosse Spieler», sagte beispielsweise Thorsten Schick. «Wollen wir da eine Chance haben, muss bei uns alles passen.» Noch hat YB den perfekten Match in der Champions League nicht einmal ansatzweise gezeigt, aber zuzutrauen ist dem souveränen Leader der Super League ein magischer Abend in der Sternenliga allemal.

Und ein Heimsieg gegen Valencia würde die Ausgangslage vor der übernächsten Begegnung, auswärts in Valencia, schlagartig drastisch verändern. Dann wäre der spanische Topclub stark unter Druck - und die Young Boys könnten im Mestalla-Stadion beweisen, international auch auswärts mit Courage und Spielwitz zu brillieren. Wie vor zwei Wochen in den ersten 30 Minuten im Stade de Suisse gegen Manchester United.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/16346704

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 3. Oktober 2018, 21:05 
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03.10.2018

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So schlecht wie YB ist kein Schweizer Club gestartet

Nach zwei CL-Spielen stehen die Young Boys noch ohne Punkt und Tor da. Ja das stimmt, aber ...

So schlecht wie YB ist kein Schweizer Club in seine erste Champions-League-Kampagne gestartet – weder der FC Basel, noch Thun, noch GC, noch der FC Zürich: zwei Spiele, 0 Punkte, 0 Tore.

Ja, aber ...

... YB trat nicht gegen irgendwen an, sondern gegen zwei starke Teams. Juventus Turin stand immerhin 2017 und 2015 im Champions-League-Final und steuert mit der Verpflichtung von Superstar Cristiano Ronaldo den heissersehnten dritten Titel an. Das Starensemble von Manchester United weist immerhin Spieler wie Romelu Lukaku, Paul Pogba oder David de Gea auf und ist insgesamt 855 Millionen Euro schwer.

... die Berner liessen sich nicht abschlachten. Gegen Manchester United hielt der Schweizermeister teilweise gut mit, bekundete auch etwas Pech. Gegen Juve war das Team von Trainer Gerardo Seoane machtlos, chancenlos, erfolglos, da gibt es nicht viel zu beschönigen. Ausser, dass sie auch gut 0:7 hätten untergehen können, sich aber nie hängen liessen.

... in der aktuellen YB-Gruppe fällt kein Gegner gegenüber den anderen deutlich ab. Valencia als schwächster Gegner ist keine einfache Aufgabe. Diese ausgeglichene Gruppe ist vielleicht noch mit der des FCZ von 2009 zu vergleichen: Real Madrid, AC Milan und Olympique Marseille.

... YB musste gleich gegen die beiden am stärksten gehandelten Teams der Gruppe antreten. Basel durfte beispielsweise 2002 seine Kampagne mit einem Heimspiel gegen Spartak Moskau eröffnen, der FC Thun hiess im ersten Heimspiel Sparta Prag willkommen. Zugegeben, der FCZ hatte mit Real und Milan auch keine leichten Startgegner.

... der Altersschnitt der aktuellen YB-Mannschaft liegt bei 25 Jahren. Die jungen Spieler müssen noch viel lernen. «Im Grossen und Ganzen war das eine Lehrstunde», gab auch Seoane nach der Juve-Pleite zu. Im Vergleich: Der FCB unter Trainer Christian Gross war 2002 im Schnitt 26,9 Jahre alt.

... YB hat nun bereits zweimal 0:3 verloren, bei den anderen Schweizer Clubs folgten nach dem durchschnittlichen bis starken CL-Beginn die Klatschen einfach später. Der FCB ging in Valencia im dritten Spiel 2:6 unter, der FCZ verlor in Marseille 1:6, Thun unterlag zu Hause Ajax 2:4. Nur GC verlor nie hoch, scheiterte aber trotzdem in der Gruppenphase.

Die ersten beiden CL-Spiele der Schweizer Clubs:

YB 2018/19
YB - Manchester United 0:3
Juventus Turin - YB 3:0

FCZ 2009/10
FCZ - Real Madrid 2:5
AC Milan - FCZ 0:1

Thun 2005/06
Arsenal - Thun 2:1
Thun - Sparta Prag 1:0

Basel 2002/03
Basel - Spartak Moskau 2:0
Liverpool - Basel 1:1

GC 1996/97
GC - Glasgow Rangers 3:0
Ajax Amsterdam - GC 0:1


https://www.20min.ch/championsleague/st ... t-25330520

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 4. Oktober 2018, 12:39 
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04.10.2018

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Die Mücke und die alte Elefantendame

In der Schweiz trifft YB nach Belieben, in Europa steht kein Tor zu Buche. Diese Diskrepanz wirft Fragen auf.

Am Dienstag läuft in Turin die 75. Minute, als sich eine Szene ereignet, die viel über die Physio­gnomie der Partie aussagt. Juventus führt zu diesem Zeitpunkt 3:0, YB findet für einmal ein wenig Platz vor. Der eingewechselte Sandro Lauper erspäht eine Lücke, die es ihm ermöglicht, hindurchzuschiessen. Sein Schlenzer aus zwanzig Metern, den Juventus-Goalie Wojciech Szczesny pro­blemlos abwehren kann, ist und bleibt der einzige YB-Torschuss.

In der Super League stossen die Berner in neue Sphären vor. Sie haben neun von neun Spielen gewonnen. Sie haben dabei – nicht minder beeindruckend – 32 Tore erzielt. Allein in der Woche vor der Partie gegen Juventus ge­langen ihnen gegen Basel, St. Gallen und Thun 13 Treffer. Anfang Oktober trägt von den fünfzehn besten Torschützen der Liga fast die Hälfte Gelb-Schwarz.

Doch in Europa sind die be­achtlichen Zahlen nichts wert. Im Stade de Suisse forderten die Young Boys Manchester United beim 0:3 immerhin eine halbe Stunde lang. In Turin erinnerte ihr Bemühen an eine Mücke, die versucht, eine alte Elefanten­dame zu stechen. Die Gelb-Schwarzen konnten nicht durchdringen. Die Turiner Dreierkette Barzagli, Bonucci, Benatia, zusammen 99 Jahre alt, erlebte einen geruhsamen Abend.

Diese Diskrepanz bei YB zwischen ­heimischem und europäischem Schaffen wirft Fragen auf. Über das Niveau der Super League etwa. Aber auch, ob die Harmlosigkeit der Berner in der Königsklasse eher der Stärke der Gegner oder den eigenen Mängeln geschuldet ist? Oder beidem?

Guillaume Hoarau, der seit seinem Wechsel 2014 zu YB fast nach Belieben trifft, hing gegen Ju­ventus so sehr in der Luft, dass sein rüdes Tackling auch als verzweifelter Versuch interpretiert werden kann, endlich einmal den Ball berühren zu dürfen. Hoarau sagt danach: «Uns fehlt es in der Champions League an Erfahrung. Das wirkt sich auch auf unsere Offensivbemühungen aus.»

Ein Tor gegen die Blockade

Dass die mangelnde Routine das Spielgeschehen beeinflusste, glaubt auch Christian Fassnacht. In der Super League führt der Flügel gemeinsam mit Hoarau und Thuns Sorgic die Torschützenliste an, gegen Juventus hatte er keinen Stich. «Wir spielten unsere Aktionen zu wenig kon­sequent aus», sagt Fassnacht. «Für uns sind solche Spiele Neuland. Das hat zur Folge, dass wir in der Nähe des Tores zu lange überlegen, die letzte Überzeugung vermissen lassen.» Zudem sei das Selbstvertrauen ein Faktor, meint Fassnacht zu wissen. «Man holt es sich erst mit Erfolgserlebnissen. Und zwar auf internationaler Bühne.» Auch Hoarau ist der Meinung, ein Tor könnte viel verändern. «Dann wäre die Blockade gelöst.»

Bleibt der Gegner, der am Dienstag ein grosser war. «Juventus verfügt in allen Mannschaftsteilen über enorm viel Klasse», sagt Hoarau. Und Fassnacht sagt, dies zeige sich auch in der Kaltblütigkeit. Paulo Dybalas 1:0 war der erste Torschuss von Juventus. Und der Anfang vom Ende für YB.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/14631473

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Samstag 6. Oktober 2018, 10:18 
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06.10.2018

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Wo die Konkurrenz besser ist als YB

Die Berner dominierten den ersten Viertel der Saison und liegen in allen entscheidenden Statistiken vorne – doch die abgehängten Teams sind auch alle in einem Gebiet Spitzenreiter.

Die gute Laune der YB-Spieler nach dem 0:3 in der Champions League gegen Juventus Turin irritiert etwas. «Wir haben uns gut verkauft» (Schick), und «wir können mit erhobenem Haupt nach Hause fahren» (Bertone) sind Sätze, die nicht so richtig passen. Realitätssinn zu zeigen, ist ja gut und recht. Aber wie Kinder mit glänzenden Äuglein vor dem Weihnachtsbaum (Juve) zu stehen und nach einem 0:3 von einem «unglaublichen Erlebnis» (Bertone) zu sprechen, ist schlicht zu ambitionslos.

YB, das in der Schweizer Meisterschaft vor Selbstvertrauen strotzt, kuscht vor den ganz Grossen. Gegen Juventus spielt Bern nur mit einem Stürmer. Es fehlt von Beginn an etwas der Mut, am Ende ist YB chancenlos.

Natürlich ist die Qualität der Super League nicht so schlecht, wie die Ergebnisse es vermuten lassen. Denn ManUnited und Juve sind Topteams. Aber Fakt ist auch, dass die Schweiz im Uefa-Länder-Ranking von Rang 11 (2015) auf Platz 15 (2019) zusteuert. Dann müsste der Schweizer Meister für die Champions League zwei Qualifikationsrunden meistern.

Da hilft es YB auch nicht, dass die Berner die heimische Liga nach Belieben dominieren. 32 Tore geschossen, nur 6 Gegentore kassiert, 12 Punkte Vorsprung, 58 Prozent Chancenverwertung und nur 26 Chancen zugelassen. Nach dem ersten Viertel der Super-League-Saison liegt YB in allen entscheidenden Statistiken vorne.

YB steht für viele bereits als Meister fest

Neben YB hat es in der Geschichte der Liga nur noch zweimal der FC Basel geschafft, die ersten neun Saisonspiele zu gewinnen. Unter Trainer Urs Fischer endete die Serie 2016 am 10. Spieltag. Unter Christian Gross gewann der FCB 2003 sogar die ersten 13 Spiele. Beide Male führte der Superstart zum Meistertitel.

Auch YB steht in den Augen vieler bereits als kommender Meister fest. FCB-Trainer Marcel Koller konstatierte nach der 1:7-Klatsche: «Es ist Fakt, dass wir aktuell an YB nicht herankommen.» Dazu kommt: Jedes Team, das nach neun Spielen mindestens sieben Punkte Vorsprung hatte, holte am Ende den Titel.

Ein Blick in die Statistiken (siehe unten) soll die Dominanz der Berner relativieren und den abgehängten Teams – mit einem Augenzwinkern – Auftrieb geben. Denn alle neun sind irgendwo Spitzenreiter.


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -133546792

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Dienstag 9. Oktober 2018, 16:53 
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YB hat die derzeit beste Offensive der Welt

YB ist nach dem 2:3 gegen Luzern nicht mehr verlustpunktlos. Aber weltweit gibt es kein Team, das in dieser Saison in einer obersten Liga mehr Tore geschossen hat!

Die überraschende YB-Heimniederlage gegen den FC Luzern sei gut für die Liga, heisst es im Fussballland. Und: So bleibt es wenigstens ein bisschen spannend. So weit ist es also schon gekommen mit der umfassenden Dominanz der Young Boys in der Super League.

Wobei das mit der Spannung relativ zu sehen ist – statt 12 Punkte Vorsprung wie nach neun Runden sind es nun noch 11 Zähler Abstand auf Zürich und Basel. Das ist in 26 Partien problemlos aufholbar, aber so wie YB durch das erste Saisonviertel marschierte, mit 9 Siegen gegen die neun Kontrahenten, ist eher nicht mit einem monumentalen Einbruch des Meisters zu rechnen.

Das 2:3 am Samstagabend gegen Luzern tat YB dennoch weh, zumal es auch wegen unverständlicher Schiedsrichterentscheide zustande kam. «Diese Niederlage müssen wir zuerst mal verarbeiten», sagt Coach Gerardo Seoane.

Die zweite Länderspielpause der Saison jedenfalls kommt für YB zu einem idealen Zeitpunkt. «Es ist gut, gibt es einen Unterbruch», sagt Christian Fassnacht, der in den nächsten Tagen erstmals mit dem Schweizer Nationalteam unterwegs ist. «Es war eine intensive Zeit.» Die Begegnung gegen Luzern zeigte, dass YB ein wenig müde geworden ist. Vielleicht nicht mal körperlich, sondern mental. Und dass die Defensive nicht immer stabil agiert.

9 Gegentore in 10 Ligaauftritten sind im Prinzip ein solider Wert, aber es gab auch in allen Partien in Cup (3:2 nach Verlängerung bei den unterklassigen Biel und Schaffhausen) sowie Europacup (1:1 und 2:1 gegen Zagreb, jeweils 0:3 gegen Manchester United und Juventus) jede Menge Treffer der Gegner. «Wir können defensiv besser spielen», sagt Seoane. «Aber es war auch allen bei uns immer klar gewesen, dass wir nicht jedes Spiel gewinnen.»

Das Beispiel Nsame

In der Innenverteidigung hat der zu Beginn an der Seite von Captain Steve von Bergen gesetzte Grégory Wüthrich zuletzt wochenlang verletzt pausieren müssen. Sein Ersatz Mohamed Ali Camara ist hoch begabt, aber er verschuldete mindestens ein halbes Dutzend Gegentore – und wirkt taktisch noch unreif. Er erinnert stark an seinen Vorgänger Kasim Nuhu, der in Bern ebenfalls einige Monate benötigt hatte, ehe er sein Potenzial abrief und zu einem Eckpfeiler der Meistermannschaft avancierte.

Paris Saint-Germain ist härtester YB-Konkurrent bezüglich Toreschiessen.

Möglicherweise erhält Sandro Lauper, der mit starken Leistungen ins Team drängt, bald die Gelegenheit, sich längerfristig in der zentralen Abwehr zu beweisen. Denn im Aufbau ist die Konkurrenz mit Sékou Sanogo, Djibril Sow sowie Leonardo Bertone und Michel Aebischer auch sehr stark.

Sowieso herrscht auf fast allen Positionen bemerkenswertes Gedränge. Die YB-Offensive etwa präsentierte sich in den ersten zweieinhalb Monaten der Spielzeit in meisterlicher Verfassung. Superjoker Jean-Pierre Nsame ist weiter Edelreservist, traf in 7 Einsätzen und 314 Minuten in der Liga aber schon wieder fünfmal.

34 Tore hat YB in 10 Ligaspielen erzielt. Das ist Top of the World! Weltweit hat keine Equipe in allen obersten Ligen diese Saison öfter getroffen – auch Maribor traf 34-mal, aber in 12 Einsätzen. Die wunderbare Offensive von Paris Saint-Germain um Neymar und Kylian Mbappé ist mit 32 Treffern in 9 Einsätzen härtester YB-Konkurrent. Und in den letzten 10 Ligapartien haben saisonübergreifend nur der Lincoln FC aus Gibraltar (35) sowie Duhail aus Katar (36) öfter getroffen.

Sulejmani vor den Superstars

Den Status des besten Teams weltweit in dieser Spielzeit aber ist YB seit letztem Wochenende los. Red Bull Salzburg hat nach 10 Spielen 30 Punkte auf dem Konto, neben Paris haben auch Juventus und Eindhoven (8 Spiele, 24 Punkte) jede Partie gewonnen.

Die fulminante YB-Torausbeute verteilt sich auf mehrere Akteure. Leader Guillaume Hoarau (6), Nsame, Fassnacht (je 5), Nicolas Ngamaleu, Miralem Sulejmani (je 4), Roger Assalé und Michel Aebischer (je 3) rangieren alle unter den 20 besten Schützen der Super League.

Und im Vergleich der Top-10-Ligen haben laut der Fachwebsite Transfermarkt.ch nur zwei Akteure mehr Skorerpunkte als Sulejmani (9 Spiele, 4 Tore, 8 Assists) – der Russe Nikolay Komlichenko (11 Tore und 2 Assists in 11 Partien) vom tschechischen Club Mlada Boleslav sowie der Brasilianer Junior Moraes von Schachtar Donezk aus der Ukraine (9 Tore und 4 Assists in 10 Partien). Die Superstars Neymar und Mbappé (je 11), Lionel Messi, Eden Hazard (je 10) und Cristiano Ronaldo (9) totalisieren alle weniger Punkte als Sulejmani.

Weiter geht es für das torhungrige YB übrigens nach der Länderspielpause gleich mal wieder mit einer Art Spitzenkampf in Zürich. Es ist in dieser Saison ja eher beliebig, wer gerade Zwei­ter ist. Aktuell steht dort der FCZ. Er hat in 10 Partien 10 Tore geschossen.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/29840319

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Dienstag 9. Oktober 2018, 17:13 
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Neun YB-Spieler aufgeboten

In der zweiwöchigen Meisterschaftspause finden diverse Länderspiele statt. Neun YB-Akteure wurden für die verschiedenen Nationalteams aufgeboten.

A-Nationalmannschaft der Schweiz: David von Ballmoos, Djibril Sow, Christian Fassnacht - Loris Benito auf Abruf.
UEFA Nations League auswärts gegen Belgien am 12. Oktober und in Island am 15. Oktober.

Schweiz U21: Ulisses Garcia, Michel Aebischer
EM-Qualifikation auswärts gegen Wales am 16. Oktober.

Schweiz U20: Léo Seydoux
Länderspiele in Portugal am 11. Oktober und in Deutschland am 16. Oktober.

Schweiz U19: Jan Kronig
EM-Qualifikation auswärts gegen Weissrussland am 10. Oktober sowie zuhause gegen Andorra am 13. Oktober und gegen Spanien am 16. Oktober.

Nationalmannschaft Guinea: Mohamed Ali Camara
Afrika-Cup-Qualifikation gegen Ruanda am 12. und 16. Oktober.

Nationalmannschaft Elfenbeinküste: Roger Assalé
Afrika-Cup-Qualifikation gegen Zentralafrika am 12. und 16. Oktober.


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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2018/2019
 Beitrag Verfasst: Samstag 20. Oktober 2018, 16:27 
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YB hat ein Team voller Nationalspieler

Mit Christian Fassnacht haben nun alle 25 YB-Spieler Länderspiele bestritten, über die Hälfte von ihnen sind Nationalspieler. Und in der Schweizer Auswahl sind gar 10 Akteure mit Bezug zu den Young Boys dabei.

In der Länderspielpause war erneut fast die halbe YB-Mannschaft mit Nationalteams unterwegs. Angefangen bei Christian Fassnacht, der in der Schweizer Auswahl debütierte und in Belgien (1:2) sowie Island (2:1) im Rahmen der Nations League zu zwei Kurzeinsätzen kam. Auch Torhüter David von Ballmoos sowie Djibril Sow, beide frühere Nachwuchsnationalspieler, standen im helvetischen Kader, wurden aber nicht eingesetzt.

Und der zuletzt angeschlagene Kevin Mbabu besitzt hinten rechts gar die Chance, zum Stammspieler aufzusteigen. Zudem gehört die langjährige U-Auswahl-Kraft Loris Benito dem erweiterten Angebot an, er ist zweifellos deutlich besser als François Moubandje, der als Linksverteidiger Ersatz des gesetzten Ricardo Rodriguez ist.

Mit Denis Zakaria, Florent Hadergjonaj, Renato Steffen sowie den Torhütern Roman Bürki und Yvon Mvogo haben zudem fünf weitere Schweizer Nationalspieler eine YB-Vergangenheit, Mvogo feierte am Montag in Island ein starkes Debüt.

Gleich 10 Fussballer also haben in der Nationalmannschaft derzeit einen Bezug zu den Young Boys. Das hat es in der langen Länderspielgeschichte vermutlich noch nie gegeben.

Damals, im August 1986

Akteure, die beim YB-Rivalen Basel spielen oder spielten, gibt es aktuell 11, einige von ihnen sind wie Yann Sommer, Xherdan Shaqiri, Granit Xhaka oder Manuel Akanji Leistungsträger. Zuletzt aber war nur der junge Stürmer Albian Ajeti dabei. Die Young Boys haben dem FCB also auch bezüglich Wert für die Schweizer Equipe den Rang abgelaufen.

In den Meisterjahren zwischen 1957 und 1960 gehörten stets mehrere YB-Spieler zum Nationalteam, in den folgenden Jahrzehnten waren jedoch selten viele Vertreter der Young Boys dabei. Im einzigen Meisterjahr zwischen 1960 und 2018 aber, 1986 war das, gab es mal ein Länderspiel mit gleich fünf eingesetzten YB-Akteuren.

Beim 2:0 gegen Frankreich im August vor 32 Jahren bestritt Goalie Urs Zurbuchen eines seiner zwei Länderspiele, dazu spielten die Defensivspieler Martin Weber, Jürg Wittwer und Urs Bamert sowie Regisseur Georges Bregy. Danach waren, wenn überhaupt, stets nur ein oder zwei Mitglieder von YB dabei, etwa Stéphane Chapuisat am Ende seiner Karriere oder Hakan Yakin.

Und Nationalspieler aus dem Kanton Bern gab es in den letzten 30 Jahren nicht viele, am erfolgreichsten war der heutige YB-Sportchef Christoph Spycher (47 Einsätze zwischen 2002 und 2010), der aber bereits aus der Auswahl zurückgetreten war, als er 2010 zu den Young Boys wechselte.

Bei YB ist insgesamt mehr als die halbe Mannschaft in Nationalteams engagiert. Und die Routiniers Marco Wölfli, Steve von Bergen, Miralem Sulejmani sowie Guillaume Hoarau haben eine teilweise lange Länderspielvergangenheit. Neben den fünf erwähnten Akteuren aus dem erweiterten Aufgebot der Schweiz gehören die zuletzt wegen Blessuren nicht aufgebotenen Jordan Lotomba und Sandro Lauper zur U-21.

In dieser Auswahl standen letzte Woche zudem Ulisses Garcia und Michel Aebischer in der Startformation beim 1:3 in der EM-Qualifikation in Wales. Die Verteidiger Leo Seydoux (U-20) sowie Jan Kronig (U-19) sind Leistungsträger in ihren Teams und absolvierten in den letzten Tagen zwei beziehungsweise drei Länderspiele.

Auch die Vertreter der afrikanischen YB-Fraktion werden oft für ihre Auswahlen aufgeboten. Sékou Sanogo bei der Elfenbeinküste sowie Nicolas Ngamaleu bei Kamerun waren diesmal nicht dabei. Roger Assalé wurde bei der Elfenbeinküste eingewechselt, Mohamed Ali Camara sass bei Guinea auf der Bank.

Nsames Länderspiel

Dario Marzino, Leonardo Bertone und Grégory Wüthrich schliesslich sind frühere Nachwuchs-Nationalspieler, wobei der Schweizer Nationaltrainer Vladimir Petkovic vor ein paar Jahren sogar erklärte, Wüthrich sei neben Nico Elvedi (heute bei Gladbach und im Nationalteam) der interessanteste junge Schweizer Innenverteidiger.

Der knapp 20-jährige Pedro Teixeira wiederum wird seit Jahren für Schweizer U-Auswahlen aufgeboten, Thorsten Schick bestritt einst drei Länderspiele für Österreichs U-20, Jean-Pierre Nsame wurde in Kameruns Nationalteam bisher einmal eingesetzt.

Es gibt also nach Christian Fassnachts märchenhaftem Aufstieg und seiner Premiere in der Schweizer Auswahl tatsächlich keinen einzigen Fussballer im 25-Spieler-Kader der Young Boys mehr, der nicht irgendwann ein Länderspiel bestritten hat. Auch das ist ein Zeichen für das hohe Niveau im Team.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/20960771

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