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 Betreff des Beitrags: (Konditionstrainer) Martin Fryand
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 17. Juli 2013, 11:46 
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Martin Fryand


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Position: Konditionstrainer

Rückennummer: -

Nationalität: Schweiz

Geburtsdatum: 27. März 1972

Grösse (cm): 186

Gewicht (kg): 75

Hobbies: Windsurfen, Kitesurfen

bei YB seit: 2007

Spielerlaufbahn: FC Steg, FC Sion, Raron, FC Lausanne, BSC Young Boys

Trainerlaufbahn: BSC Young Boys



Statistiken:
http://www.transfermarkt.ch/de/martin-fryand/aufeinenblick/trainer_8662.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 22. November 2017, 10:37 
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Zitat:
Fit mit Fryand

Heute reist YB zum Europa-League-Spiel nach Belgrad. Es wird bereits die 27. Partie in dieser Vorrunde sein. Die hohe Belastung der Spieler ist eine Herausforderung für Martin Fryand.

33 Pflichtspiele werden in ihrer Statistik stehen, wenn YB am 17. Dezember nach der Partie in Luzern in die Winterpause geht. Erst einmal, in der Saison 2012/13, haben die Berner im Herbst das gleiche Pensum bewältigen müssen. Zum Vergleich: Kein anderer Schweizer Verein wird es heuer auch nur auf 30 Ernstkämpfe bringen (siehe Statistik unten). Und selbst ein europäischer Spitzenclub wie Bayern München kommt in dieser ersten Saisonhälfte bloss auf 26 Partien in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League.

33 Spiele seien für YB zwar am oberen Limit, urteilt Martin Fryand, «aber immer noch vertretbar». Die Länderspielpausen zwischen den vier Belastungsphasen würden den Spielern immer wieder Erholung ermöglichen. Und am Jahresende gebe es in der Schweiz ja dann eine längere Pause als in grossen Ligen wie beispielsweise in England.

Der 45-jährige frühere YB-Spieler muss es wissen. Seit 2008 für die Fitness der Berner Profimannschaft zuständig, hat er «schon einige Jahre» mit dieser Doppel- oder Dreifachbelastung in der ersten Saisonhälfte erlebt. «Und dabei viel gelernt», wie der gebürtige Walliser mit einem Schmunzeln ergänzt. Nicht immer haben die Young Boys diese Belastung so gut weggesteckt wie in der laufenden Vorrunde. Es gab mehrere Saisons, in denen sich die Mannschaft mit zahlreichen Verletzten förmlich durchs lange Herbstpensum schleppte, oft nicht frisch wirkte – weder körperlich noch mental – und als Folge davon jeweils früh alle sportlichen Ziele abschreiben musste.

Fryand streitet nicht ab, dass man früher einiges anders gemacht, mittlerweile aber sehr viele Erkenntnisse gewonnen habe. Ob ein Spieler in einer bestimmten Saisonphase forciert werde oder nicht, sei allerdings häufig eine «Gratwanderung». Da würden sportliche Ambitionen mitspielen, Engpässe im Kader, die Spielposition, aber auch die sehr unterschiedlichen physischen Konstitutionen der einzelnen Spieler.

Mehr in Prävention investiert

Aktuell geben die Young Boys ein besseres, ein frischeres Bild ab. «2017», hält Fryand erfreut fest, «sind wir gut unterwegs und haben vor allem im muskulären Bereich kaum Verletzte.» Die längerfristigen Ausfälle seien fast ausschliesslich die Folge von Unfällen oder Schlägen, wie sie im Fussball immer wieder vorkommen. «Wir legen inzwischen viel Wert auf die Prävention, das zahlt sich aus», sagt der YB-Konditionstrainer, der sich selber lieber als «Athletiktrainer» bezeichnet. Der Bereich Kondition sei sehr umfassend, erklärt er und zählt deshalb auch Reha-Trainer Stephan Flückiger sowie die Chiropraktiker und Physiotherapeuten des Clubs dazu. Bei YB, sagt Fryand, arbeite man heute «noch sensibilisierter, noch individueller und gezielter mit den Spielern». Und zwar vor, während und nach dem Training. Mit Übungen für die muskuläre Entspannung, für die Beweglichkeit, für den Rumpfbereich.

Die Basis für die konditionelle Arbeit liefern die GPS-Daten, die in jedem Training und bei jedem Spiel erhoben werden. Jeder Spieler trägt eine Weste mit eingebautem Sender, der vielfältigstes Datenmaterial liefert. «Damit erhalten wir alle Anhaltspunkte, die wir von den Spielern benötigen», erklärt Fryand.

Diese Daten sind Bausteine für die Trainingsgestaltung im Ausdauer-, Schnelligkeits- und reaktiven Bereich. Sie dienen der Kontrolle («das wollten wir trainieren, und das haben wir erreicht»), zeigen den Spielern dokumentiert auf, wo sie noch Defizite haben, und helfen auch mit, falsche Belastungen zu erkennen. Diese Datenflut hat jedoch auch Nachteile, weil sie viel Aufwand verursacht. Für Fryand hat deshalb die Effizienz oberste Priorität. «Wir konzentrieren uns auf jene Aspekte, die für uns wichtig sind», sagt er, «und ziehen nur die relevanten Informationen heraus.»

Die Young Boys verzichten – im Gegensatz zu anderen Clubs – auf einen spezifischen Leistungsdiagnostiker. Adi Hütter habe es in seiner Zeit bei Salzburg erlebt, als alle möglichen Daten erhoben und analysiert worden seien. Das könne zwar zusätzliche Erkenntnisse bringen. «Die Gefahr ist jedoch gross, dass ein Trainer mit vielen unwichtigen Informationen eingedeckt wird», ist Fryand überzeugt.

Bei YB scheint man das richtige Mass wie auch die relevanten Daten gefunden zu haben. Der Cheftrainer ist zufrieden mit dem physischen Zustand seiner Spieler. «Wir haben die Belastung der einzelnen Spieler gut im Griff», bestätigte Adi Hütter unlängst vor dem Spitzenspiel in Basel. Für Fryand ist gerade der permanente Austausch mit dem Haupttrainer ein zentraler Aspekt seiner Arbeit: «Es ist wichtig zu verstehen, welchen Fussball er die Mannschaft spielen lassen will, damit wir die Belastung gezielt steuern können.»

«Assalé ist unglaublich»

Das ist bei einem grossen Kader, wie es YB hat, eine besondere Herausforderung. Da gibt es Spieler wie Marco Bürki (5 Einsätze), Sven Joss (5) oder Gregory Wüthrich (6), die erst wenig Spielpraxis erhalten haben, während andere ein enormes Pensum absolvieren. Wie beispielsweise Neuling Christian Fassnacht, der bisher als einziger in jedem der 26 Pflichtspiele zum Einsatz gekommen ist. Oder wie Roger Assalé, der es bereits auf 25 Spiele bringt, während der internationalen Pausen Anfang September, Oktober und November aber jeweils noch nach Afrika reiste, um mit der Elfenbeinküste die WM-Qualifikation zu bestreiten.

«Er ist unglaublich», schwärmt Fryand vom wirbligen Stürmer. «Wie schnell er sich erholt, wie durchtrainiert und zäh er ist, das sieht man eher selten.» Das sei aber nur möglich, wenn man, wie es Assalé tue, auch neben dem Platz bezüglich Erholung und Ernährung alles auf den Fussball ausrichte.

Die unterschiedlichen Belastungen der Spieler sind nicht unproblematisch. Bei den einen gilt es, im Training zu dosieren, bei den anderen zu forcieren, um bei den Spielen «möglichst alle wieder bei 100 Prozent Leistungsvermögen zu haben», gibt Fryand zu bedenken. «Kommt hinzu, dass es gerade für jene, die erst wenig gespielt haben, auch mental schwierig ist, mit dieser Situation umzugehen».

Diese Spieler seien verständlicherweise nicht immer in einer «Judihui-Stimmung». Nur spezifisch die Kondition zu trainieren, sei nicht das richtige Rezept, um diese Akteure physisch auf dem Stand der anderen zu halten. Deshalb werde versucht, oft mit Spielformen fussballnah zu arbeiten. Fryand glaubt, dass dieser Spagat bisher gut gelungen ist: «Wenn diese Spieler bisher zum Einsatz gekommen sind, haben sie ihre Sache gut gemacht.»


https://www.derbund.ch/sport/fussball/f ... y/14322190

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 Beitrag Verfasst: Freitag 16. Februar 2018, 17:41 
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VERTRAGSVERLÄNGERUNGEN

Kontinuität bei der Trainercrew

YB setzt bei der Trainercrew der ersten Mannschaft auf Kontinuität. Der Vertrag mit Cheftrainer Adi Hütter wurde bereits im vergangenen Herbst bis zum Ende der Saison 2018/2019 verlängert. Auch die Zusammenarbeit mit den übrigen Trainern der ersten Mannschaft (mit den Assistenten Harald Gämperle und Christian Peintinger sowie Konditionstrainer Martin Fryand und Goalietrainer Stefan Knutti) wurde vertraglich bis mindestens Sommer 2019 fixiert.


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 7. November 2019, 11:45 
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07.11.2019

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Die Erholung beginnt am Buffet

Heute bestreitet YB bei Feyenoord das sechste Spiel in 20 Tagen. Konditionstrainer Martin Fryand gewährt Einblicke in die Regeneration zwischen den Partien in Genf und Rotterdam.

Das Buffet steht bereit: Pasta, Poulet, dazu diverse Regenerations-Shakes – es gilt, den Speicher mit Kohlenhydraten und Vitaminen aufzufüllen. Es ist Sonntagabend nach 18 Uhr im Stade de Genève. Die Young Boys haben soeben bei Servette 0:3 verloren; es ist ihre erste Niederlage in der Meisterschaft und eine mit Folgen: Gianluca Gaudino humpelt durch die Katakomben, den linken Knöchel einbandagiert. Der Mittelfeldspieler wird nach dem Foul eines Gegners wohl bis Ende Jahr ausfallen. Die schon angespannte Personal-Lage ist noch einmal verschärft worden. Weniger verfügbare Spieler bedeuten weniger Flexibilität bei der Aufstellung. Ergibt ein Plus an Belastung für den gesunden Rest.

Manchmal absolviert Konditionstrainer Martin Fryand nach Partien mit den Ersatzspielern eine kurze Einheit, damit auch ihre Körper eine gewisse Beanspruchung erfahren. In Genf verzichtet er darauf – am Montagmorgen steht schon das nächste Training an. Es geht Schlag auf Schlag, am Donnerstag wird YB in Rotterdam das sechste Spiel in 20 Tagen bestreiten.

Die Regeneration hat am Buffet begonnen, sie geht während der zweistündigen Busfahrt nach Bern weiter. Manche Spieler lassen sich von den zwei Physiotherapeuten, die jeweils bei Auswärtspartien dabei sind, behandeln. Regenerationsgeräte werden eingesetzt, die etwa mit Wärme- oder Kälteimpulsen zur Erholung beitragen. «Die Spieler wissen genau, welche Massnahmen sie benötigen», sagt Fryand.

Der 47-Jährige ist seit 2008 bei YB für die Fitness der Profi-Equipe zuständig. Für ihn ist klar: Bei so vielen Partien können Details entscheiden. «Macht einer nichts, merkt er vielleicht zuerst keinen Unterschied.» Beim fünften, sechsten, siebten Match innert kurzer Zeit zahle sich aber der Mehraufwand ganz bestimmt aus. Fryand ist überzeugt: «Die Summe an Details ergibt den Fortschritt.»

Ein Duracell-Hase namens Ngamaleu

Um 21 Uhr treffen die Young Boys beim Stade de Suisse ein, sie haben Feierabend. Ihm falle es schwer, nach Partien abzuschalten, sagt Fryand. Die Emotionen sind präsent, die Gedanken kreisen. Der frühere YB-Profi überlegt sich an diesem Abend etwa, ob vielleicht ein anderes Aufwärmen hilfreich gewesen wäre? Von aussen sehe das immer gleich aus, sagt Fryand. Es variiere aber. Sind die Bedingungen wie in Genf schwierig – tiefer, schlechter Rasen, nasskaltes Wetter, das Stadion kaum gefüllt –, nimmt er mehr Einfluss, ist lauter, fordernder.

Am Montagmorgen ist das Training auf 11 Uhr angesetzt, die Ersatzspieler sind dabei, Belastungsausgleich nennt sich das, sowie jene Profis, die vor einer baldigen Rückkehr ins Team stehen wie Christopher Martins und Guillaume Hoarau. Es wird verlangt, dass die Spieler spätestens eine Stunde vor Trainingsbeginn in der Garderobe sind, gefrühstückt wird zu Hause. Manche absolvieren ein Aktivierungsprogramm, angeleitet von Fryand. Die Stammkräfte regenerieren, lassen sich massieren. Wer erholt sich am schnellsten? Fryand denkt an Nicolas Ngamaleu, der weite Distanzen zurücklege und viele Sprints absolviere und dennoch rasch wieder belastbar sei.

Mentaltrainer hier, Personalcoach da

Am Nachmittag hat das Team frei. Wobei der Begriff relativ ist: Fast jeder Spieler trainiert zusätzlich, macht Übungen für Rumpf- und Oberkörper. Einige leisten sich einen Mental- oder Fitnesstrainer. YB verlangt in solchen Fällen, dass die Einheiten mit dem Trainerteam abgesprochen sind, eine schädliche Belastung ausgeschlossen werden kann. Auch an freien Wochenenden, etwa während Länderspielpausen, wird von den Profisverlangt, dass sie sich bewegen. Sie müssen, etwa auf Städtetrips, eine Uhr dabei haben, mit der geprüft werden kann, ob sie den vorgeschriebenen Dauerlauf absolviert haben. Wobei die Spieler enorm pflichtbewusst seien, sagt Fryand. «Sie wissen genau, was es bedeutet, Profi zu sein. Sie wollen sich verbessern.» Auch Nachwuchskräfte würden heutzutage schon Zusatzschichten leisten. Allerdings könne auch zu viel gemacht werden, sagt Fryand, Abschalten erachtet er als essenziell. «Auf diese Weise entsteht wieder Lust aufs nächste Training, aufs nächste Spiel.»

Am Dienstagvormittag ist Training. Während der Einheiten tragen die Spieler einen GPS-Tracker. Das führt zu einer Flut an Daten, die Übersicht zu wahren, ist nicht einfach. Vor einigen Jahren habe man die Belastung vorab an den zurückgelegten Kilometern gemessen, heute stehe eher die Anzahl an schnellen Läufen im Fokus, sagt Fryand. Oft würden die Zahlen aber nur den eigenen Eindruck bestärken. «Die Trainer haben ein geschultes Auge. Sie sehen, wenn ein Spieler die geforderte Belastung nicht erreicht.» Da gelte es zu pushen, aber auch mal Nachsicht zu zeigen. «Es sind keine Maschinen. Vielleicht hat einer einen schlechten Tag oder private Probleme.» Die Beziehung zu den Spielern sei anders als früher. «Als Konditionstrainer ist man nun viel stärker involviert, ist vor, während und nach dem Training gefordert.» Fryand sieht sich eher als Begleiter denn als Coach.

Nützliche Gastfreundschaft des Stadtrivalen

Mittwoch ist Reisetag. Um 18 Uhr findet das Abschlusstraining in Feyenoords Stadion De Kuip statt. Im Fokus steht, die Spannung aufzubauen, sich an die Verhältnisse zu gewöhnen. Dass die Partie heute erst um 21 Uhr beginnt, ist eine Herausforderung. Herumhängen im Hotel mache träge, sagt Fryand. Das gilt es zu vermeiden.

Deshalb absolviert YB am Matchtag jeweils ein Aktivierungstraining, mit Gymnastikübungen und lockeren Balleinheiten. In Rotterdam wird auf einem Platz in der Nähe des Teamhotels trainiert, beim Spiel gegen den FC Porto durfte YB im September den Platz von Boavista Porto benützen. Rivalitäten können für den Gast von Nutzen sein.

Zurück im Hotel, kann sich das Team aufs Zimmer zurückziehen, erneut wird darauf geachtet, dass die Phase des Nichtstuns nicht zu lange dauert. Vielleicht wird noch ein taktisches Element mit der Offensive besprochen, die Defensive eingestellt. Zudem wird die letzte Teamsitzung im Hotel abgehalten. Dann geht es ins Stadion. Fryand sagt, Partien auf europäischer Bühne seien etwas Spezielles. «Die Vorfreude ist gross, ebenso die Anspannung bei den Spielern.»

Die Atmosphäre wird eine andere sein als am Sonntag in Genf. Für den Konditionstrainer bedeutet das, dass er sich beim Einlaufen eher zurücknimmt, beruhigt. Antreiben wird diesmal nicht vonnöten sein.


https://www.derbund.ch/sport/fussball/d ... y/12042879

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 13. Februar 2020, 00:37 
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04.02.2020

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«Ein riesiger Konkurrenzkampf – jeder will immer spielen»

Er ist in Steg, im gleichen Walliser Dorf wie der ehemalige Nationalspieler Raphaël Wicky, geboren, spielte bei Sion, Raron, Lausanne und YB und ist mittlerweile in Bern heimisch geworden. Geblieben ist Martin Fryand der sympathische Oberwalliser-Dialekt.

Kein Gramm Fett ist am Körper des ehemaligen YB-Stürmers zu entdecken – kein Wunder, zeichnet er doch seit mehr als zehn Jahren als Athletik-Trainer für die Fitness der Kaderspieler des Schweizermeisters verantwortlich. In dieser Funktion wäre ein Wohlstands-Bäuchlein fehl am Platz. Ein Blick zurück lässt uns schmunzeln. Als Martin Fryand nach Abschluss der Bäckerlehre aus Steg in die weite, grosse Fussballwelt Richtung Sion zog, legte ihm «CC», berühmt-berüchtigter Präsident des FC Sion, einen Vertrag vor, «als Stürmer Nummer 3», wie sich Fryand erinnert. «Als ich dann aus den Ferien zurückkehrte, war ich nur noch Stürmer Nummer 6, Christian Constantin hatte in der Zwischenzeit einige Transfers getätigt.» So zog der talentierte Stürmer weiter, nach Raron, wo er in der 1. Liga unter Spielertrainer Georges Bregy Tore schoss. Nach zwei Jahren in Lausanne wechselte Martin Fryand zu YB, wo er schnell im Fanionteam Fuss fasste und im alten Wankdorf vor dem Abriss gegen Winterthur das vermeintlich letzte Tor schoss, wäre dort nicht anschliessend noch das erste Spiel der kommenden Saison vor der «Züglete» ins Neufeld durchgeführt worden.

Zuerst bei den YB-Kindern

Nach Abschluss des durch einen Riss der Achillessehne beschleunigten Rücktritts kehrte Martin Fryand schon bald wieder zu YB zurück. «Ich fühlte, dass meine Stärken nicht im Verkauf liegen und gab meinen Job bei einer Versicherung auf.» Martin Fryand absolvierte dann ein Mammut-Programm, arbeitete zu 40 Prozent in einem Fitnesscenter, 60 Prozent als Bäcker und dazu mit den kleinsten YB-Junioren. Daneben absolvierte er beim Schweizerischen Fussballverband und bei Swiss Olympic eine Ausbildung zum Konditionstrainer. «Nach und nach veränderte ich mein Pensum, steigerte mein Engagement bei YB und reduzierte die anderen Bereiche.» Kurz darauf übernahm Fryand die Fitnesstrainings bei der U21 und wurde 2009 vom heutigen Nationaltrainer Vladimir Petkovic als Fitnesstrainer in die erste Mannschaft berufen; in das Amt, das er jetzt seit mehr als einem Jahrzehnt erfolgreich ausübt.

Vieles hat sich geändert

Seither ist viel Wasser die Aare hinuntergeflossen und hat sich auch im Bereich der Fitnesstrainings einiges geändert. «Ich bin schon als Spieler viel gerannt und deshalb ist der Fitnessbereich auch auf mich zugeschnitten. Die Arbeit ist komplex, die Zusammenarbeit mit dem Cheftrainer und seinen Assistenten sehr eng, denn viele Übungen, welche zur Verbesserung der Fitness beitragen, absolvieren wir in Spielformen.» In der Saisonvorbereitung und in der Winterpause, wo der Athletik besonderes Gewicht beigemessen wird, ist der Fitnesstrainer stark gefordert, «doch die Arbeit ist im Prinzip immer ähnlich und oft auch auf die individuellen Bedürfnisse der Spieler abgestimmt», sagt Martin Fryand. Klar, dass ein Aussenspieler nicht über die gleichen Stärken verfügen muss wie ein Dauerläufer im Mittelfeld, dem wird im Training ebenfalls Rechnung getragen. «Es herrscht ein riesiger Konkurrenzkampf – klar, jeder will immer spielen», sagt Fryand. «Die Mentalität hat sich klar verbessert, jeder weiss, dass er in allen Bereichen seriös trainieren muss, weil er sonst nicht bestehen kann.» Martin Fryand betrachtet es als Vorteil, dass er selbst Fussballer war, er sich deshalb in die Situation des Spielers hineinfühlen kann und oft schon weiss, was dieser denkt, bevor er sich ausgesprochen hat. «Wir haben viele unterschiedliche Spielertypen im Kader, jeder hat in gewissen Bereichen seine Stärken und vielleicht auch Schwächen. Darauf gehen wir in den Trainings ein und versuchen mitzuhelfen, Schwächen auszumerzen und Stärken weiter zu fördern.» Und wie geht man mit verletzten oder rekonvaleszenten Spielern um? «Da gibt es eine lange Abfolge. Zuerst sind die Physiotherapeuten gefragt, dann Reha-Trainer Stefan Flückiger, nach einer gewissen Zeit komme ich ins Spiel, ehe der Spieler nach und nach ins Mannschaftstraining zurückkehrt. Die Genesung kann oft lang dauern und fordert viel Geduld.»


https://baernerbaer.ch/sport/ein-riesig ... r-spielen/

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