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 Betreff des Beitrags: Gabriel Urdaneta
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 8. November 2017, 13:05 
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Gegner der Weltbesten

Der ehemalige YB-Spieler Gabriel Urdaneta ist als Nationalspieler Venezuelas den Stars von Brasilien und Argentinien gegenübergestanden. Seit zwei Monaten trainiert er den FC Köniz in der Promotion League.

Ein Stichwort reicht, dann sprudelt es aus Gabriel Urdaneta heraus wie aus einem Wasserfall. Die Erinnerungen sind präsent, als lägen sie kaum eine Woche ­zurück. Und nicht zehn oder fünfzehn Jahre. Der Trainer des FC Köniz sitzt auf der Tribüne am Sportplatz Liebefeld und denkt zurück an seine Zeit als Nationalspieler Venezuelas. «Ronaldinho war unglaublich.

In seinem zweiten Länderspiel verblüffte er schon alle», erzählt Urdaneta aufgeregt. «Schau dir auf Youtube das Video an!» An der Copa América 1999 wurde der spätere Weltfussballer gegen Venezuela eingewechselt. Cafú passte ihm den Ball zu, Ronaldinho überlupfte elegant den Verteidiger und liess dem Torhüter keine Chance.

Auch gegen den jungen Lionel Messi hat Urdaneta gespielt. Urdaneta hält das Panini-Album der WM 2006 in der Hand, blättert von den Brasilianern nach vorne zur Auswahl Argentiniens – die Gauchos scheint er gar noch mehr zu bewundern. Zigfach ist der heute 41-Jährige den beiden Topnationen begegnet. Urdaneta absolvierte achtzig Länderspiele, dreimal die Copa América, drei WM-Qualifikationen. Jetzt wirkt er im Liebefeld.

Luzern, Lugano, YB

Die Geschichte beginnt vor siebzehn Jahren: Urdaneta spielt um die Jahrtausendwende noch in der venezolanischen Hauptstadt Caracas und ist 23, als er sich für den Schritt ins Ausland entscheidet. Der Transfer zum FC Luzern kommt dank Geschäftsbeziehungen des Caracas-Präsidenten zur Schweizer Pharmaindustrie zustande – professionelles Scouting ist noch nicht weit verbreitet. Als er mit dem Zug am Bahnhof in Luzern direkt am See ankommt, ist der Venezolaner «sofort verliebt» in sein neues Zuhause.

Sportlich präsentiert sich die Situation allerdings bald kom­pliziert. Der FCL hat finanzielle Probleme, Trainer Andy Egli nimmt Urdaneta mit zu Waldhof Mannheim. Nach einem Jahr zieht Urdaneta bereits weiter zum FC Lugano, der aber kurze Zeit später in Konkurs geht. Via Kriens landet der Südamerikaner im Sommer 2004 bei YB. Unter Trainer Hans-Peter Zaugg spielt er in der Champions-League-Qualifikation gegen Roter Stern Belgrad, erlebt den Umzug ins neue Stade de Suisse. Und verliebt sich in eine Bernerin.

Liebhaber legendärer Stadien

Doch auch bei den Young Boys wird der Mittelfeldspieler nicht sesshaft. Nach einem Abstecher zu Vaduz wechselt Urdaneta zurück in sein Geburtsland. «Ich wollte meiner Freundin meine Heimat zeigen», erklärt der klein gewachsene, aufgeweckte Mann. Mit seinem neuen Verein Maracaibo kann er zudem in der Copa Libertadores antreten – und erfüllt sich zwei lang ersehnte Wünsche.

Urdaneta erzählt vom Spiel gegen Flamengo Rio de Janeiro im Maracanã und schildert begeistert den Auftritt im Hexenkessel «La Bombonera», der Pralinenschachtel, dem Zuhause der Boca Juniors in Buenos Aires. Als sich seine Karriere dem Ende zuneigt, kehrt der Südamerikaner in die Schweiz zurück, bezieht mit der Frau, die er inzwischen geheiratet hat, ein Haus im seeländischen Kallnach. Der ambitionierte FC Köniz bietet sich als finale Karrierestation an – Urdaneta verbringt drei Saisons unter anderen mit Carlos Varela und Miguel Portillo.

Vater und Juniorentrainer

Die Vorstädter beschäftigen Urdaneta sogleich als Ausbildner weiter – heute profitieren Junioren wie Spieler der ersten Mannschaft vom Erfahrungsschatz des Venezolaners. Vor knapp zwei Monaten hat der Vater von zwei Mädchen das Traineramt des Könizer Fanionteams übernommen. Das notwendige A-Diplom muss der Coach des Promotionsligisten noch absolvieren, «das wird schwierig» – Deutsch spricht er nur bruchstückhaft. Daneben leitet Urdaneta für die Junioren des Teams Köniz dreimal wöchentlich ein Fördertraining.

So auch an diesem Herbstmorgen. Die ersten Spieler trudeln auf dem Sportplatz ein, und Gabriel Urdaneta vergisst vor lauter Erzählen beinahe, dass die Arbeit ruft.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/22494714

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 Betreff des Beitrags: Re: Gabriel Urdaneta
 Beitrag Verfasst: Freitag 2. März 2018, 15:55 
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Urdanetas Plan mit Spanien

KönizDer FC Köniz geht mit einem leicht veränderten Kader in die Rückrunde. Mit Marko Dangubic ist ein Ex-YB Spieler in die Heimat zurückgekehrt. Schmerzen wird der Ausfall von Miguel Portillo.

Acht Tage entflohen Staff und Akteure des FC Köniz dem bissigen Schweizer Winter, nisteten sich für ihr Trainingslager im milden Süden von Spanien im andalusischen Marbella ein. «Die Bedingungen im bekannten Trainingszentrum, das in der Winterpause auch von vielen Profivereinen ­genutzt wird, waren schlicht sensationell. Wir konnten absolut perfekt arbeiten», erzählt FCK-Präsident Bernard Pulver, der in der Rückrunde auch wieder Coachingaufgaben bei der ersten Mannschaft übernehmen wird.

Dies, weil der 42-jährige Gabriel Urdaneta, der im letzten September dank einer Sonderbewilligung des Schweizerischen Fussballverbands (SFV) für Pulver an der Seitenlinie übernommen hatte, das für den Trainerjob in der Promotion League benötige A-Diplom noch nicht in seinen Besitz gebracht hat. «In der Schweiz ist es für Urdaneta sehr schwierig, die Prüfungen zu bestehen, sicher auch wegen der Sprachbarriere», sagt Pulver.

Der Könizer Plan sieht nun vor, dass der 77-fache Nationalspieler Venezuelas die Examina möglichst zeitnah in Spanien in seiner Muttersprache ablegen soll. «Bis dahin erledigen wir das Coaching und die Trainingsgestaltung mit den anderen Assistenten zusammen in Personalunion, wobei Urdaneta nach wie vor für sehr viele Inhalte verantwortlich ist», erklärt Pulver.

Portillos Kreuzbandriss

Die Qualität während der Übungseinheiten in der Vorbereitung sei auch dank den Ideen Urdanetas hoch gewesen, sagt Pulver. «Überhaupt sind wir zufrieden, wie die Vorbereitung gelaufen ist.» Sorgen bereitet den Vorstädtern im Moment eigentlich nur die Verletzung von Captain und Abwehrchef Miguel ­Portillo. Der ehemalige YB- und Xamax-Profi erlitt einen Kreuzbandriss und wird dem FCK in der Rückrunde nicht mehr zur Verfügung stehen. Doch auch ohne ihren langjährigen Teamleader (seit 2012) streben die auf dem sechsten Rang stehenden Könizer einen Platz im vorderen Drittel der Tabelle an. «Es wird sicher nicht einfach, sich da vorne zu halten, weil die Liga halt einfach sehr ausgeglichen ist und viele Mannschaften mit grossen Ambitionen vertreten sind», erklärt Pulver.

Doch im Idealfall soll zum Ende der Spielzeit sogar ein Platz unter den ersten drei herausspringen. Dies wäre reizvoll und lukrativ, weil sich die besten drei Equipen direkt für den helvetischen Cup qualifizieren, in dem der FC Köniz in den letzten Jahren immer wieder sportliche ­Höhepunkte erleben konnte und gleichzeitig jeweils auch noch ein schöner Zustupf für die Vereinskasse heraussprang.

Dangubics Rückkehr

Mit Marko Dangubic (22) verstärkten die Vorstädter ihr Kader mit einem bei YB ausgebildeten Berner Stürmer, dem der Durchbruch im Profigeschäft sowohl bei YB als auch in der Challenge League in Wohlen und Schaffhausen nicht ganz geglückt ist. «Dangubic hat seine Qualitäten als Skorer im Sturmzentrum. Wir hoffen, dass er sich schnell zurechtfindet und uns mit seiner Präsenz im Strafraum helfen kann», sagt Pulver.

Der 13-fache U-Nationalspieler (11 Einsätze für die Schweiz, 2 für Serbien) Dangubic ersetzt Stürmer David Stojanov, der im Winter zu Bellinzona transferiert wurde. Ebenfalls neu bei den Könizern ist Flügelspieler Fabio Morelli, der von Ligakonkurrent YF Juventus Zürich verpflichtet wurde und den Konkurrenzkampf auf den Seiten anheizen soll. Zum Auftakt der Rückrunde reisen die Vorstädter morgen nach Bavois. Im Waadtland soll der Grundstein für eine erfolg­reiche Könizer Rückrunde gelegt werden.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/15437811

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