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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Adi Hütter
 Beitrag Verfasst: Freitag 25. Mai 2018, 00:18 
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Zitat:
«Ich verlor kurz die Orientierung» – YB-Meistercoach Hütter über Emotionen und einen Bayern-Brief

Vor dem Cupfinal gegen den FC Zürich spricht YB-Trainer Adi Hütter über den historischen Meister-Triumph, prägende Momente fürs Leben und beeindruckende Berner Gefühlseruptionen.

Adi Hütter, von Ihnen bleibt vor allem ein Zitat haften: «Ich werde diesen Titelgewinn nie mehr vergessen.»

Adi Hütter: Im Fussballgeschäft geht es natürlich immer auch darum, am Ende des Tages etwas vorzuweisen, also Titel gewinnen zu können. Und wenn man mit einem Traditionsverein, der schon ewig auf einen solchen Triumph gewartet hat, eine Trophäe gewinnt, löst das enorm viel aus. Die Art und Weise war besonders – unsere Konstanz, der Spielstil, die Souveränität.

YB genoss wenig Kreditwürdigkeit, die erfolglose Vergangenheit lastete auf dem Klub.

Im Winter wurde uns prophezeit, wir würden den Titel ohnehin wieder vergeigen. Die Wahrnehmung täuschte. Wir widerlegten die Zweifler, wir wehrten alles ab und spielten eine überragende Saison. Die Bilanz von 36 Spielen und 84 Punkten sagt alles, in 36 Runden waren wir nur dreimal nicht topklassiert.

Bern zelebrierte den Titel in einer Dimension, die an Hotspots im Süden oder an die Fanaufkommen einer Metropole wie Dortmund erinnerte.

Die Feier war tatsächlich gigantisch – ein fantastisches Fest. Die ganze Stadt und die Agglomeration tauchten in Gelbschwarz ein. Diese phänomenalen Bilder kann man nicht vergessen. Die Menschen so glücklich zu sehen, tat extrem gut.

Flachen die Adrenalinschübe überhaupt wieder ab?

Nach dem entscheidenden Spiel gegen Luzern (2:1) pausierten wir drei Tage lang. Die Spieler reisten nach Barcelona, ich verliess die Stadt ebenfalls. Wir genossen den Erfolg, schalteten ab. Das war wichtig, weil ein schwerer Rucksack abgefallen ist. Wir haben eine ausserordentlich lange Leidensgeschichte hinter uns.

Lässt sich das YB-Glück mit einer einzelnen Szene versinnbildlichen?

Wir hatten einige schwierige Momente zu verarbeiten, fanden aber immer die richtige Lösung. In Erinnerung bleibt viel, aber der prägendste Moment war sicherlich das Tor von Jean-Pierre Nsame im Heimspiel gegen Luzern. Der Druck, den wir uns selber machten, entwich auf einen Schlag. Wir hatten nach dem Lauf zu Beginn der Rückrunde kommuniziert, spätestens bis Ende April Meister sein zu wollen.

Im Duell mit Luzern verlief lange nichts nach Plan.

Beim Stand von 1:1 fünf Minuten vor Schluss dachte ich: Kruzifix, jetzt sind 31 000 da, um ein Fest zu feiern, und wir spielen nur ein Remis. Mit einem Unentschieden hätten wir nichts anfangen können. Dann wackelte plötzlich das Netz! Nsames Tor öffnete die emotionalen Schleusen! Ich verlor während ein paar Momenten die Orientierung, die Freude ging mit mir durch – pure Emotionen, die nicht mehr zu kontrollieren waren. Dieser Augenblick, der Torjubel, das wird mir ewig in Erinnerung bleiben.

Den YB-Coup registrierten auch viele ausländische Beobachter. Welche Reaktionen erreichten Sie?

Sehr viele, aber über einen Brief freute ich mich besonders – die Bayern gratulierten mit einer von Karl-Heinz Rummenigge unterzeichneten Karte. Das war für mich schon eine besonders schöne Geste. Real Madrid schickte ein Glückwunsch-Telegramm. Auch aus Österreich trafen natürlich viele Gratulationen ein; jeder erkannte die Dimension des Titelgewinns, die YB-Geschichte ist im Fussball ein Begriff.

Sie selber reichten dem historischen Coup einen weiteren persönlichen Erfolg nach: Ab der neuen Saison coachen Sie den deutschen Cupsieger Eintracht Frankfurt.

Im November lehnte ich eine Anfrage aus Deutschland ab, weil ich den Titel mit YB unbedingt holen wollte. Die nächste Chance, einen Bundesligisten zu trainieren, schlug ich nicht aus. Allzu viele Offerten erhalten Ausländer nicht, um im Land des Weltmeisters zu arbeiten. Ich wollte die Gelegenheit beim Schopf packen. Der Moment stimmt, und die Kommunikation den Young Boys gegenüber war immer korrekt. Der Dank geht auch ans Team, das mir mit seinen Leistungen diesen Schritt überhaupt erst ermöglicht hat.

Sie haben immer wieder offen über Ihre Bundesliga-Ambitionen gesprochen. Aus dem Nichts kommt Ihr Abgang nicht.

Von einer total überraschenden Anfrage kann man tatsächlich nicht sprechen. Dass ich mich gegen mehrere Kandidaten durchgesetzt habe, freut mich allerdings unheimlich. Ich habe mir das hart erarbeitet; meine persönlichen Zielsetzungen waren schon immer sehr hoch, meine enorme Motivation ist mein täglicher Antrieb.

Wie schwierig ist es, nach all den Eruptionen wieder Fuss zu fassen, wieder einen klaren Kopf zu bewahren und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren?

Die Mannschaft hat mitbekommen, was sie in der ganzen Stadt bei jedem Einzelnen bewirkt hat. Sie hat die glückseligen Menschen gesehen. Emotionen wurden freigelegt, die Energie in der Kabine ist förmlich zu spüren. Das Team ist hungrig nach solchen Emotionen. Am Sonntag haben wir es mit einem Topspiel in der Hand, weitere Gefühlsausbrüche auszulösen.

Können Sie alles ausblenden? Den Feiermarathon, die Zukunft in Frankfurt?

Bei mir beginnt es: Ich bin mit dem Kopf zu 100 Prozent bei YB. Die Feier ist vorbei! In unserer letzten gemeinsamen Woche werden wir noch intensiver arbeiten und alles abrufen. Ich stelle die Equipe so ein, dass sie alles raushaut, was in ihr steckt. Wir müssen bereit sein – Zürich könnte mit einem einzigen Spiel eine bisher eher mässige Saison krönen.

Und auf der anderen Seite steht mit Ludovic Magnin ein junger, ehrgeiziger, hoch motivierter Trainer.

Die Feier ist vorbei. Ich rechne mit einem spektakulären Schlagabtausch, jeder will diese letzte Trophäe holen. Zürich kann im letzten Spiel der Saison viel Boden gutmachen. Und wie eingangs gesagt: Für Titelgewinne lebt und arbeitet man. Wenn wir an unsere Leistungsgrenzen gehen, bin ich überzeugt davon, dass wir das Double gewinnen können. Aber es braucht eine Topleistung. (sda)

YB auch in Europa die Nummer 1

YB ist top. Nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Europa. Wie das? Es geht um eine Statistik zu FreistossToren. Von allen Teams aus den besten 31 europäischen Ligen hat YB die beste Quote bei Treffern, die unmittelbar auf einen Freistoss folgen oder spätestens 10 Sekunden danach erzielt werden (277 Minuten pro Tor). Aus den Top-5-Ligen Europas schafft es nur das spanische Girona unter die besten zehn.

Ranglistenspitze:
1. YB (277 Minuten pro Tor)2. Radnicki Nis (Serbien, 287)3. Beitar Jerusalem (Israel, 295)4. Honved (Ungarn, 306)5. Hajduk Split (Kroatien, 315)6. Girona (Spanien, 318)7. Xanthi (Griechenland, 319)8. Göztepe (Türkei, 321)9. Heidenheim (2. Bundesliga, 322)10. Motherwell (Schottland, 327)...46. St.Gallen (414)59. Thun (461)

Ferner, aus Top 5 Ligen:
Juventus Turin (354)Schalke (360)Tottenham (407)Barcelona (435)Inter Mailand (442)Hannover (461)Köln (464)Monaco (500)Lyon (502)Lazio Rom (506)


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -132607719

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Adi Hütter
 Beitrag Verfasst: Freitag 25. Mai 2018, 11:56 
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25.05.2018

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Zitat:
YB-Meistercoach Hütter: «Die Feier ist vorbei, im Cupfinal müssen wir wieder bereit sein»

Vor dem Cupfinal gegen den FC Zürich spricht YB-Trainer Adi Hütter über den historischen Meister-Triumph, prägende Momente fürs Leben und beeindruckende Berner Gefühlseruptionen.

Von Ihnen bleibt ein Zitat haften: «Ich werde diesen Titelgewinn nie mehr vergessen.»
Adi Hütter: Im Fussballgeschäft geht es natürlich immer auch darum, am Ende des Tages etwas vorzuweisen, also Titel gewinnen zu können. Und wenn man mit einem Traditionsverein, der schon ewig auf einen solchen Triumph gewartet hat, eine Trophäe gewinnt, löst das enorm viel aus. Die Art und Weise war besonders – unsere Konstanz, der Spielstil, die Souveränität.

YB genoss wenig Kreditwürdigkeit, die erfolglose Vergangenheit lastete auf dem Klub.
Im Winter wurde uns prophezeit, wir würden den Titel ohnehin wieder vergeigen. Die Wahrnehmung täuschte. Wir widerlegten die Zweifler, wir wehrten alles ab und spielten eine überragende Saison. Die Bilanz von 36 Spielen und 84 Punkten sagt alles, in 36 Runden waren wir nur dreimal nicht topklassiert.

Bern zelebrierte den Titel in einer Dimension, die an Hotspots im Süden oder an die Fanaufkommen einer Metropole wie Dortmund erinnerte.
Die Feier war tatsächlich gigantisch – ein fantastisches Fest. Die ganze Stadt und die Agglomeration tauchten in Gelbschwarz ein. Diese phänomenalen Bilder kann man nicht vergessen. Die Menschen so glücklich zu sehen, tat extrem gut.

Flachen die Adrenalinschübe überhaupt wieder ab?
Nach dem entscheidenden Spiel gegen Luzern (2:1) pausierten wir drei Tage lang. Die Spieler reisten nach Barcelona, ich verliess die Stadt ebenfalls. Wir genossen den Erfolg, schalteten ab. Das war wichtig, weil ein schwerer Rucksack abgefallen ist. Wir haben eine ausserordentlich lange Leidensgeschichte hinter uns.

Lässt sich das YB-Glück mit einer einzelnen Szene versinnbildlichen?
Wir hatten einige schwierige Momente zu verarbeiten, fanden aber immer die richtige Lösung. In Erinnerung bleibt viel, aber der prägendste Moment war sicherlich das Tor von Jean-Pierre Nsame im Heimspiel gegen Luzern. Der Druck, den wir uns selber machten, entwich auf einen Schlag. Wir hatten nach dem Lauf zu Beginn der Rückrunde kommuniziert, spätestens bis Ende April Meister sein zu wollen.

Im Duell mit Luzern verlief lange nichts nach Plan.
Beim Stand von 1:1 fünf Minuten vor Schluss dachte ich: Kruzifix, jetzt sind 31'000 da, um ein Fest zu feiern, und wir spielen nur remis. Mit einem Unentschieden hätten wir nichts anfangen können. Dann wackelte plötzlich das Netz! Nsames Tor öffnete die emotionalen Schleusen! Ich verlor während ein paar Momenten die Orientierung, die Freude ging mit mir durch – pure Emotionen, die nicht mehr zu kontrollieren waren. Dieser Augenblick, der Torjubel, das wird mir ewig in Erinnerung bleiben.

Den YB-Coup registrierten auch viele ausländische Beobachter. Welche Reaktionen erreichten Sie?
Sehr viele, aber über einen Brief freute ich mich besonders – die Bayern gratulierten mit einer von Karl-Heinz Rummenigge unterzeichneten Karte. Das war für mich schon eine besonders schöne Geste. Real Madrid schickte ein Glückwunsch-Telegramm. Auch aus Österreich trafen natürlich viele Gratulationen ein; jeder erkannte die Dimension des Titelgewinns, die YB-Geschichte ist ein Begriff.

Sie selber reichten dem historischen Coup einen weiteren persönlichen Erfolg nach: Ab der neuen Saison coachen Sie den deutschen Cupsieger Eintracht Frankfurt.
Im November lehnte ich eine Anfrage aus Deutschland ab, weil ich den Titel mit YB unbedingt holen wollte. Die nächste Chance, einen Bundesligisten zu trainieren, schlug ich nicht aus. Allzu viele Offerten erhalten Ausländer nicht, um im Land des Weltmeisters zu arbeiten. Ich wollte die Gelegenheit beim Schopf packen. Der Moment stimmt und die Kommunikation den Young Boys gegenüber war immer korrekt. Der Dank geht auch ans Team, das mir mit seinen Leistungen diesen Schritt überhaupt erst ermöglicht hat.

Sie haben immer wieder offen über Ihre Bundesliga-Ambitionen gesprochen. Aus dem Nichts kommt Ihr Abgang nicht.
Von einer total überraschenden Anfrage kann man tatsächlich nicht sprechen. Dass ich mich gegen mehrere Kandidaten durchgesetzt habe, freut mich allerdings unheimlich. Ich habe mir das hart erarbeitet; meine persönlichen Zielsetzungen sind schon immer sehr hoch, meine enorme Motivation ist mein täglicher Antrieb.

Wie schwierig ist es, nach all den Eruptionen wieder Fuss zu fassen, wieder einen klaren Kopf zu bewahren und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren?
Die Mannschaft hat mitbekommen, was sie in der ganzen Stadt bei jedem Einzelnen bewirkt hat. Sie hat die glückseligen Menschen gesehen. Emotionen wurden freigelegt, die Energie in der Kabine ist förmlich zu spüren. Das Team ist hungrig nach solchen Emotionen. Am Sonntag haben wir es mit einem Topspiel in der Hand, weitere Gefühlsausbrüche auszulösen.

Können Sie alles ausblenden? Den Feiermarathon, die Zukunft in Frankfurt?
Bei mir beginnt es: Ich bin mit dem Kopf zu 100 Prozent bei YB. Die Feier ist vorbei! In unserer letzten gemeinsamen Woche werden wir noch intensiver arbeiten und alles abrufen. Ich stelle die Equipe so ein, dass sie alles raushaut, was in ihr steckt. Wir müssen bereit sein – Zürich könnte mit einem einzigen Spiel eine bisher eher mässige Saison krönen.

Und auf der anderen Seite steht mit Ludovic Magnin ein junger, ehrgeiziger, hoch motivierter Trainer.
Die Feier ist vorbei. Ich rechne mit einem spektakulären Schlagabtausch, jeder will diese letzte Trophäe holen. Zürich kann im letzten Spiel der Saison viel Boden gutmachen. Und wie eingangs gesagt: Für Titelgewinne lebt und arbeitet man. Wenn wir an unsere Leistungsgrenzen gehen, bin ich überzeugt davon, dass wir das Double gewinnen können. Aber es braucht eine Topleistung.


https://www.watson.ch/sport/interview/6 ... reit-sein-

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Adi Hütter
 Beitrag Verfasst: Samstag 26. Mai 2018, 18:55 
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26.05.2018

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Adi Hütter vor dem Abschied

Der YB-Trainer Adi Hütter hat am Sonntag sein letztes Spiel in Bern vor sich. Den Abschied möchte er verdrängen.

«Ich habe das Gefühl, dass die Mannschaft hungrig ist», sagt YB-Trainer Adi Hütter vor dem Cupfinal am Sonntag. Er glaube nicht daran, dass die Berner Young Boys satt seien. Satt von der Meisterfeier. Satt von all den Freuden und Festen, welche die Spieler in den vergangenen Wochen erlebt hätten. Man habe bei der Meisterfeier die Energie und die Freude aufgesaugt, welche die Fans der Mannschaft entgegengebracht hatten, sagt Hütter. Diese Energie gelte es nun mitzunehmen, in das letzte Spiel der Saison.

Die Mannschaft perfekt einstellen

Adi Hütter, der YB Richtung Eintracht Frankfurt verlässt, will vor dem Spiel gegen den FC Zürich keine grosse Wehmut aufkommen lassen. Es gelte, die Gefühle des Abschieds zu verdrängen und die Mannschaft perfekt auf den Cupfinal einzustellen, sagt Hütter. Es werde kein Kehraus-Spiel werden, beteuert Hütter. Obwohl unklar ist, wer aus der Mannschaft auch nächste Saison noch bei YB spielen wird. «Die Jungs wissen, dass sie in dieser Konstellation wahrscheinlich nicht mehr zusammenspielen werden», sagt Hütter. Und deswegen würden die Spieler jede Minute nutzen, um ihr gemeinsames Ziel - das Double - zu erreichen.


https://www.srf.ch/news/regional/bern-f ... m-abschied

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Adi Hütter
 Beitrag Verfasst: Montag 28. Mai 2018, 21:14 
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28.05.2018

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Die nächste Karte für Hütter

Ein Zigeuner sei er, sagte er. Morgens um drei in jener Nacht, auf die Bern seit 32 Jahren gewartet hatte und dann fast nicht glauben konnte, dass es wirklich so ist.

Adi Hütter stand oben auf dem Balkon im Stadion, unten auf dem Kunstrasen tanzten immer noch einige Hundert glückselig zu immer wieder gleicher Musik im jetzt fahlen Licht, und Hütter hatte ein Glas Wein in der Hand, seine Tochter, die hergereist war aus Salzburg, umarmte ihn innig, und alle gratulierten ihm. «Blib bitte bi üs», sagte einer, faltete die Hände, sonst müsse er dann «gränne». Hütter schmunzelte, er gab keine Antwort, ahnte wohl schon, dass er wieder zum Nomaden und die Stadt und den Club verlassen wird, vielleicht wusste er es da bereits.

Trainer und auch Spieler sind Nomaden, und Nomaden verschlägt es immer wieder woanders hin, mal dahin, mal dorthin, und wenn er da ist, hat der Reisende meistens keine Ahnung, wo nachher dort sein wird, früher oder später. Es gibt Trainer, die sind nur mit einem Koffer unterwegs, immer auf dem Sprung.

Dass es bei Hütter Bern und YB wurde, war eigentlich nur zufällig. Er stand, als YB einen Trainer suchte, auf einer Liste von 20 Namen, niemand hat ihn hier näher gekannt, den Bernern gefiel aber der Fussball, den Salzburg unter ihm gespielt hat, sie erkundigten sich unter anderem bei Marcel Koller. Sein Name blieb ein Kandidat, als nur noch 5 übrig blieben. Und als sie ihn persönlich kennen lernten, wussten sie bei YB sofort: Er ist es. Muss es sein.

Hütter ist: bodenständig, unauf­geregt, seriös, konsequent, wertkonservativ, freundlich, offen, aber sehr bestimmt, selbstbewusst, auch stur, aber nie arrogant, ehrgeizig, mit viel Sozialkompetenz, seine Auftritte immer souverän, stolz ist er, und er zeigt sich stets beherrscht.

Aber Hütter kann auch so sein, sagen jene, die jeweils dabei sind im kleinen Kreis, zusammen nur mit Leuten, denen er vertraut: sehr gesellig, unterhaltsam, witzig, er steht gerne in der Küche, ist auch dort der Chef, liebt das Essen und den Wein, und er liebt die österreichischen Liedermacher, singt gerne mit, und ein Lied muss im Laufe eines vergnügten Abends immer gespielt werden, es wird dann richtig laut, Hütter kennt jede Textzeile. Die «Weissen Pferde» von Georg Danzer, sein Song, es ist ein Lied mit poetischen Bildern zu spanischen Flamenco-Klängen. Danzer, mit 60 an Lungenkrebs gestorben, dichtete von wilden Pferden an einem Strand und wie er unter dem Sternenhimmel lag, das Gesicht einer Wahrsagerin sah und an die Kartenspiele glaubte, ein Vogel brachte ihm das Fliegen bei.

Die nächste Karte für den Nomaden Hütter ist aufgedeckt: Nach Graz, Altach, Grödig – dem Club aus einem kleinen Dorf, den er fast bis zur Europa League führte –, Salzburg und Bern zeigt die Karte Frankfurt. Dass er unbedingt einmal in die deutsche Bundesliga wolle, hat er YB schon im ersten Gespräch gesagt, direkt, wie er ist. Seine Arbeit bei der Eintracht wird beobachtet werden, auch von anderswo, aus noch höherer Warte. Das würde vielleicht auch die Wahrsagerin bestätigen.


https://www.tagesanzeiger.ch/sport/fuss ... y/24656751

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Adi Hütter
 Beitrag Verfasst: Montag 28. Mai 2018, 21:25 
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28.05.2018

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«Ich bin froh, dass ich so gehen kann»

von E. Tedesco - Ein letzter Gang zu den Fans, eine Verbeugung und dann hatte Adi Hütter fertig. Er sagt: «YB und Bern werden immer einen grossen Platz in meinem Herzen haben.»

«Ich habe hier vor drei Jahren mit einem 4:0-Sieg gegen Vaduz begonnen und gehe mit einer Niederlage. Ich bin enttäuscht, weil ich Bern auch gern mit einem Sieg verlassen hätte», sagte Adi Hütter nach der 1:2-Niederlage im Cupfinal am Sonntag gegen den FCZ.

Dass der 48-Jährige die historische Marke, das erste Berner Double seit 60 Jahren, verpasste, bleibt in der Erinnerung an den Österreicher höchstens eine Randnotiz. In Erinnerung wird Hütter als Meistertrainer bleiben, der YB nach 32 Jahren erlöste und zum Titel führte. «Trainergott» nennen ihn die Fans seither in Bern, unterstreichen dies mit einem Plakat und «Adi Hütter Trainer – Trainergott»-Rufen nach der Niederlage gegen den FCZ.

Kurz zuvor hatte sich der Österreicher vor dem YB-Fanblock verabschiedet. Ein Griff an die Brust bedeutete, wie sehr ihm der gelb-schwarze Verein ans Herz gewachsen ist. Nach 133 Spielen war am Sonntag Schluss für den Österreicher. Die Mission, die er am 7. September 2015 in Bern begonnen hatte, fand am 27. Mai 2018 mit dieser Verbeugung vor den Fans ein Ende. Nächste Saison coacht er in der Bundesliga Eintracht Frankfurt.

Welcher Eindruck bleibt?

«Ich habe immer gesagt, dass es ein Traum von mir ist, einmal in der Bundesliga zu arbeiten. Als Österreicher, der in Österreich und der Schweiz arbeitet, muss man einen harten Weg gehen, um diese Möglichkeit auch zu bekommen.» Der letzte Eindruck sollte keine Niederlage sein. «Jeder muss aber selbst entscheiden, welcher Eindruck ihm letztendlich von Adi Hütter bleibt», sagte der 48-Jährige. «Was wir in diesem Jahr geleistet haben, ist beeindruckend – auch die Art und Weise. Und dass wir nach 36 Runden 15 Punkte vor dem FC Basel lagen – diese Fakten sprechen für sich.»

Am Montag wird die Mannschaft noch einmal zusammenkommen. Dann wird sich Hütter von jedem einzelnen Spieler und seinem Staff verabschieden. «Ich verlasse YB mit viel Wehmut, weil mir die Menschen, die hier arbeiten, und auch die Fans ans Herz gewachsen sind», erklärte der Meistertrainer. «Aber ich bin froh, dass ich so gehen kann und nicht schon vorher verjagt wurde. YB und Bern werden immer einen grossen Platz in meinem Herzen haben.» Und Hütter in den Herzen der YB-Fans und vor allem in den Annalen des BSC Young Boys.

Beerbt Tami den Österreicher?

Sportchef Christoph Spycher und Chefscout Stéphane Chapuisat arbeiten mit Hochdruck an Hütters Nachfolge. Lange galt Fabio Celestini, der am 19. April in Lausanne entlassen wurde, als Kronfavorit. In den letzten Tagen scheint sich ein anderer Lösungsansatz zu konkretisieren: Pierluigi Tami. Der 56-jährige Tessiner ist Anfang April in Lugano entlassen worden und könnte nächste Woche als Hütter-Nachfolger beim Meister vorgestellt werden. Bis spätestens Ende Woche will man bei YB über den Nachfolger informieren.


http://www.20min.ch/sport/fussball/stor ... --30561235

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Adi Hütter
 Beitrag Verfasst: Dienstag 29. Mai 2018, 22:52 
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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 30. Mai 2018, 16:20 
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Adi Hütter in Frankfurt vorgestellt

Für YB-Meistermacher Adi Hütter erfüllt sich mit dem Wechsel zu Eintracht Frankfurt ein Traum

«Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich irgendwann einmal in der deutschen Bundesliga arbeiten möchte. Ich habe fast zehn Jahre hart dafür gearbeitet, um heute hier sein zu können», sagte der 48-jährige Österreicher am Mittwoch bei seiner Vorstellung.

Bei seinem Wechsel nach Frankfurt sei es ihm auch «um die handelnden Personen gegangen. Und diesbezüglich habe ich bei Fredi Bobic und Bruno Hübner ein sehr gutes Gefühl», meinte Hütter. «Dieses Gefühl hat mir gesagt: Geh' dahin zu diesem tollen Traditionsverein.»

Als Nachfolger des zu Bayern München wechselnden Niko Kovac unterschrieb Hütter in Frankfurt einen Dreijahresvertrag. «Er hat eine klare Analyse, eine klare Persönlichkeit und eine Vita, die sehr gut aussieht», sagte Sportvorstand Bobic.

«Wir sind von ihm total überzeugt. Als Bruno Hübner und ich von den Gesprächen mit Adi Hütter zurückgeflogen sind, haben wir uns gesagt: Wow, da muss jetzt aber einiges kommen, wenn jemand diesen Eindruck noch toppen will.»


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/29322815

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Adi Hütter
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 30. Mai 2018, 16:22 
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Für YB-Meistermacher Adi Hütter geht ein Traum in Erfüllung: «Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht»

Nur drei Tage nach seiner Abschiedsvorstellung an der Seitenlinie bei den Young Boys wurde Adi Hütter bei seinem neuen Klub Eintracht Frankfurt offiziell vorgestellt. Der Österreicher ist voller Vorfreude auf das Abenteuer in der 1. Bundesliga.

«Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich irgendwann einmal in der deutschen Bundesliga arbeiten möchte. Ich habe fast zehn Jahre hart dafür gearbeitet, um heute hier sein zu können», sagte der 48-jährige Österreicher am Mittwoch bei seiner Vorstellung.

Bei seinem Wechsel nach Frankfurt sei es ihm auch «um die handelnden Personen gegangen. Und diesbezüglich habe ich bei Fredi Bobic und Bruno Hübner ein sehr gutes Gefühl», sagte Hütter. «Dieses Gefühl hat mir gesagt: Geh' dahin zu diesem tollen Traditionsverein.»

Bobic: «Wir sind total von ihm überzeugt»
Als Nachfolger des zu Bayern München wechselnden Niko Kovac unterschrieb Hütter in Frankfurt einen Dreijahresvertrag. «Er hat eine klare Analyse, eine klare Persönlichkeit und eine Vita, die sehr gut aussieht», sagte Sportvorstand Bobic.

«Wir sind von ihm total überzeugt. Als Bruno Hübner und ich von den Gesprächen mit Adi Hütter zurückgeflogen sind, haben wir uns gesagt: ‹Wow, da muss jetzt aber einiges kommen, wenn jemand diesen Eindruck noch toppen will.›»


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -132627945

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Adi Hütter
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 30. Mai 2018, 16:26 
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Hütter: "Adi Hütter will seine Spuren hinterlassen"

Nun ist er also angekommen: Adi Hütter, ein 48-jähriger Trainer aus Österreich, wird künftig die Geschicke von Eintracht Frankfurt an der Seitenlinie leiten. Bei der offiziellen Vorstellung des Kovac-Nachfolgers äußerte sich der Coach, der vom Schweizer Meister Young Boys Bern kommt, zu seinen Ambitionen, zu Plan A und B und ganz besonders zu Tradition.

"Ein herzliches Grüß Gott", so lauteten die ersten Worte von Hütter. Der Österreicher, der zuletzt drei Jahre in der Schweiz gearbeitet hatte, hatte nach Bekanntwerden des Wechsels vor zwei Wochen von einem Traum, der in Erfüllung gehe, gesprochen. Diese Aussage bestätigte er und berichtete sogleich von seinem ersten Eindruck: "Ich bin über das Stadion geflogen, das hat mir sehr gefallen", so Hütter. "Es ist schon sehr beeindruckend, vor allem weil ich weiß, dass ich in nächster Zeit für diesen Traditionsverein arbeiten kann."

Ein Titelträger zum Titelträger

Als frisch gebackener Schweizer Meister muss Hütter nun in die Fußstapfen von Niko Kovac treten, der als DFB-Pokalsieger abtritt. Ein Titel, der dem Österreicher übrigens jüngst verwehrt blieb: Am vergangenen Sonntag unterlag YB dem FC Zürich im Endspiel des Schweizer Cup trotz halbstündiger Überzahl mit 1:2. In den Augen des 48-Jährigen nur ein kleiner Wermutstropfen: "Leider konnte ich das Double nicht holen, aber dennoch bin ich glücklich, als Schweizer Meister bei Eintracht Frankfurt arbeiten zu dürfen."

Hütters klarer Karriereplan

"Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich irgendwann in der deutschen Bundesliga arbeiten möchte", sah sich Hütter quasi am Ziel seiner Träume. "Ich bin einen harten Weg gegangen, doch jetzt ist der Tag gekommen." Über die RB Salzburg Juniors, den SV Gröding, RB Salzburg und eben YB landete der ehemalige Mittelfeldspieler (14 Länderspiele für Österreich) nun bei den Hessen. Für Hütter selbst die logische Folge harter Arbeit: "Die Bundesliga ist ein anderes Pflaster, aber dafür habe ich hart gearbeitet."

Die kommenden Wochen wird Hütter nutzen, um mit Sportvorstand Fredi Bobic und Manager Bruno Hübner den Kader fertigzustellen und anschließend eine Spielphilosophie zu entwickeln, "die der Mannschaft auch Spaß macht. Denn letztlich geht es darum, dass die Mannschaft erfolgreich ist." Sein klarer Plan A ist der Offensivfußball: "Die Leute gehen ins Stadion, weil sie eine Mannschaft sehen wollen, die versucht, nach vorne zu spielen. Es gibt aber auch Spiele, in denen man in der Defensive sicher stehen muss, einen Plan B braucht."

Identifikation mit dem Verein, der Stadt und der Region

Um sich in der Main-Metropole schnellstmöglich zu akklimatisieren, will sich Hütter mit der "Stadt Frankfurt auseinandersetzen. Ich möchte mich 100-prozentig mit dem Verein, der Stadt und auch der Region" identifizieren, so Hütter. Und dann geht es nur noch darum, "dass, wenn die Latte hoch liegt, wir sie noch höher legen können".

Erwartungen erfüllte Hütter jedoch auch schon in seinen vorherigen Stationen - nicht nur aufgrund seiner Sachkundigkeit, sondern auch seiner sozialen Kompetenz. In der Schweizer Hauptstadt wusste Hütter nicht nur fachlich zu überzeugen, er formte aus einem aus verschiedensten Kulturen zusammengestellten Kader eine eingeschweißte Mannschaft, die es letztlich schaffte, nach 32 Jahren die Meisterschaft nach Bern zu holen.

"Ich bin ein Teamplayer, sehr kommunikativ und versuche, den Menschen hinter dem Spieler kennenzulernen."
Adi Hütter

"Ich habe mich mit Deutsch, Englisch und ein paar Worten Französisch durchgeboxt", so der Coach. "Ich war darauf angewiesen, dass mehrere Spieler mehrere Sprachen können. Ich habe gemerkt, dass man unglaublich zusammenwächst." Sein Credo: Neben Disziplin, gegenseitigem Respekt und harter Arbeit zählt für ihn auch das Zwischenmenschliche: "Ich bin ein Teamplayer, sehr kommunikativ und versuche, den Menschen hinter dem Spieler kennenzulernen." Allerdings "bin ich nicht der Trainer, der ein Freund der Spieler ist. Aber ich bin weit weg, ein Gegner von ihnen zu sein."

Tradition, Tradition, Tradition

Hütter stellte klar, dass er nicht wirklich überlegen musste, als er die Möglichkeit bekam, "bei Eintracht Frankfurt, so einem Traditionsverein, Trainer zu sein". Die Eintracht hat der Coach übrigens in guter Erinnerung: Im Viertelfinale des UEFA-Pokals 1994 traf der damalige Akteur von Austria Salzburg auf die SGE und trug mit einem Treffer erheblich dazu bei, dass der Klub aus der Mozart-Stadt den Bundesligisten aus dem Wettbewerb eliminierte.

Während Hütter nach Helmut Senekowitsch (1982/83) erst der zweite österreichische Coach in Diensten der Eintracht ist, führt er eine lange Tradition von österreichischen Trainern in der Bundesliga fort. Ob nun Max Merkel, Ernst Happel ("Er war einer der Größten, sicherlich nicht nur in Deutschland") oder Austria-Trainer aus der heutigen Zeit: "Es sind sicherlich große Fußstapfen", so der gebürtige Hohenemser über sich selbst, "doch Adi Hütter wird versuchen, so erfolgreich wie möglich zu arbeiten, um seine Spuren zu hinterlassen".


http://www.kicker.de/news/fussball/bund ... assen.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 30. Mai 2018, 16:32 
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Neuer Eintracht-Trainer stellt sich vor

Adi Hütter – weder Freund noch Feind

Adi Hütter hat sich auf einer Pressekonferenz der Frankfurter Öffentlichkeit präsentiert. Dabei sprach der neue Eintracht-Trainer über seine Spielphilosophie und betonte, dass er nicht als Spielerkumpel auftreten werde.

"Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich irgendwann einmal in der deutschen Bundesliga arbeiten möchte. Ich habe fast zehn Jahre hart dafür gearbeitet, um heute hier sein zu können", sagte Adi Hütter bei seiner Präsentation als neuer Coach der Frankfurter Eintracht am Mittwoch.

Seinen Traum konnte sich der 48-Jährige dank eines hervorragenden Führungszeugnisses bei seiner vergangenen Station in Bern erfüllen. Mit den Young Boys holte der Österreicher den ersten Titel seit 32 Jahren und verpasste das Double aus Meisterschaft und Pokal wegen der Finalniederlage gegen den FC Zürich (1:2) am Sonntag nur knapp. "Was er angepackt hat, war immer von Erfolg gekrönt", sagte Sportvorstand Fredi Bobic. "Die Entscheidung ist uns daher einfach gefallen."

Hütter spielte den Ball gekonnt zurück. Bei seinem Wechsel nach Frankfurt sei es ihm auch "um die handelnden Personen gegangen. Und diesbezüglich habe ich bei Fredi Bobic und Bruno Hübner ein sehr gutes Gefühl", so der Trainer. "Dieses Gefühl hat mir gesagt: Geh' dahin zu diesem tollen Traditionsverein."

Disziplin und harte Arbeit

Als Nachfolger des zu Bayern München wechselnden Niko Kovac unterschrieb Hütter in Frankfurt einen Dreijahresvertrag. "Er hat eine klare Analyse, eine klare Persönlichkeit und eine Vita, die sehr gut aussieht", sagte Bobic.

Hütter selbst beschrieb sich so: "Ich bin ein Teamplayer, sehr kommunikativ, versuche, auch den Menschen hinter dem Spieler kennenzulernen." Er stehe für Disziplin, harte Arbeit und gegenseitigen Respekt, ergänzte er.

Auf einen Kumpeltyp dürfen sich die Frankfurter Spieler nach dem Disziplinfanatiker Kovac übrigens nicht freuen. Auch wenn die soziale Bindung zur Mannschaft für ihn ganz weit oben stehe, sagte Hütter, so "bin ich nicht ein Trainer, der ein Freund von den Spielern ist. Ich bin aber weit entfernt davon, ein Feind von den Spielern zu sein."

Hütter will "begeisternden Fußball" spielen lassen

Der neue Trainer sprach auch über seine Spielphilosophie. Und darauf darf man sich in Frankfurt durchaus freuen: "Natürlich stehe ich für offensiven Fußball. Die Leute kommen ins Stadion und wollen eine Mannschaft sehen, die versucht, einen begeisternden Fußball zu spielen", sagte Hütter. Ein blindes Anrennen dürfe daraus freilich nicht folgen. "Es gibt Momente, wo man einen Plan B haben muss."

Über Ziele wollte der Österreicher übrigens noch nicht sprechen. Dafür sei es derzeit noch zu früh. Hütter, Hübner, Bobic und Kaderplaner Ben Manga wollen nun gemeinsam die Kaderplanung angehen. Bobic kündigte einen heißen Transfersommer an: "Da wird sicherlich einiges passieren."

PK ZUM NACHLESEN

Die Antritts-Pressekonferenz von Adi Hütter können Sie hier in unserem Ticker nachlesen:
https://www.hessenschau.de/sport/fussba ... r-100.html


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