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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Denis Zakaria
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 17. Oktober 2019, 17:38 
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Gladbach will jetzt mehr als 50 Millionen für Zakaria!

Mit zak-starken Leistungen spielt sich Denis Zakaria (22) nicht nur in die Herzen der Schweizer Nati-Fans. Der Gladbach-Legionär steht nun auch auf den Einkaufszetteln der grossen europäischen Top-Klubs – mit einem imposanten, neuen Preisschild.

Es laufen bereits die letzten Minuten in Genf. Die Schweizer Nati führt 1:0 im kapitalen Spiel gegen Irland. Die Fans zittern: Kassieren wir erneut einen späten Gegentreffer und bringen uns selber um den verdienten Lohn?

Nein! Denn einer sagt Stopp. Mit letzter Kraft grätscht Denis Zakaria (22) an der Seite den irischen Konter ab, holt sich Szenenapplaus vom Publikum ab. Der junge Genfer mit Wurzeln in der Demokratischen Republik Kongo (Vater) und im Sudan (Mutter) wächst langsam aber sicher zur festen Grösse im Schweizer Mittelfeld heran, steht in der EM-Quali bisher immer von Beginn weg auf dem Platz – und gehört zu den Gewinnern der beiden Nati-Spiele gegen Dänemark und Irland.

«Langbeiniger Motor mit grossem Kämpfer-Herz»

Dies ist nicht nur uns Schweizern bewusst. Auch in Deutschland, wo er im Gladbach-Mittelfeld Woche für Woche Top-Leistungen abliefert, liegt Zakaria hoch im Kurs. Als «Abrissunternehmer und Aufbauhelfer zugleich», wird er in deutschen Medien betitelt, als «langbeiniger Motor mit grossem Kämpfer-Herz» und «Mittelfeld-Krake». Gladbach-Legende und Deutschlands Weltmeister-Captain von 1990, Lothar Matthäus (58), lobte: «Ich bin froh, dass Gladbach wieder eine Perle gefunden hat.»

Solche Huldigungen wecken natürlich Begehrlichkeiten. Ein Dortmund-Angebot von 22 Millionen Euro wurde im Sommer 2018 abgelehnt. Und nach den beiden starken Nati-Spielen zuletzt meldet sich nun Gladbach-Sportchef Max Eberl (45) in der «Bild» zu Wort: «Wir sind super zufrieden mit Denis' Entwicklung und planen langfristig mit ihm.»

Erst ab 50 Millionen plus X gesprächsbereit

Eberl träumt bereits von den ganz grossen Geldtöpfen, wenns um Zakaria geht. Das imposante Preisschild: Erst ab 50 Millionen Euro plus X sei man beim Schweizer gesprächsbereit!

Das würde den Vereinsrekord sprengen. Die bisher höchste Ablöse kassierte die Borussia ebenfalls für einen Schweizer: Granit Xhaka (27) spülte den Fohlen mit seinem Arsenal-Wechsel vor drei Jahren 45 Millionen Euro in die Kriegskasse.

Xhaka jedenfalls ist voll des Lobes für seinen Nati-Kumpel: «Seine Entwicklung ist überragend. Denis in der Nati neben mir zu haben, macht mich besser! Aber er muss dranbleiben – jetzt kommt eine ganz entscheidende Phase für ihn.» Auch Nati- und Fohlen-Goalie Yann Sommer (30) schwärmt: «Unglaublich, was er für Fortschritte macht! Er ist so wichtig für unser Team.» Der Gelobte selber sagt: «Ich habe mir eine gewisse Rolle im Team erkämpft, ja. Ich bin nicht mehr der ‹kleine Junge› von einst. Wenn es etwas zu sagen gibt, sage ich es.»

«Wenn unmoralische Angebote kommen ...»

Eberl will Zakaria langfristig binden, gibt aber zu: «Gladbach ist und bleibt ein Verein, der auf Ablösesummen angewiesen ist. Wenn unmoralische Angebote kommen, müssen wir uns natürlich damit beschäftigen…»

So eines könnte in Gladbach schon bald reinschneien. Denn nicht nur der BVB sei weiterhin an einer Verpflichtung Zakarias interessiert. Auch der FC Bayern München sei heiss auf den Super-Sechser. «Kovac schwärmt von Zakaria», schreibt die «Bild». Schon im Sommer habe der Bayern-Trainer seinen Bossen eine Verpflichtung des Schweizers vorgeschlagen. Zu einem Transfer kams allerdings (noch) nicht.

Inter, Tottenham und ManUtd interessiert

Das Interesse an Zakaria geht aber bereits weit über die deutsch-sprachige Grenze hinaus. Denn neben den beiden Bundesliga-Schwergewichten soll unser «Zak-starker» Nati-Spieler auch bei Vereinen wie Inter Mailand, Tottenham Hotspur oder Manchester United auf dem Einkaufszettel stehen!

Ob einer dieser fünf Top-Klubs bald das ganz grosse Portemonnaie für Zakaria öffnet? Abwarten! Erst einmal steht für Zakaria jedoch am Samstag (18.30 Uhr) mit Bundesliga-Leader Gladbach das Topspiel in Dortmund an. (wst)


https://www.blick.ch/sport/fussball/int ... 70297.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Denis Zakaria
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 30. Oktober 2019, 19:29 
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Zakaria vor dem grossen Schritt ins Rampenlicht

Der Genfer begeistert Fussballdeutschland. Er dürfte Gladbachs Rekordtransfer werden.

Unter all den namhaften Fussballclubs, die sich für Denis Zakaria interessieren, fehlt offenbar ausgerechnet sein Traumverein: der FC Barcelona. Das ist für ihn vorübergehend verschmerzbar, weil der Schweizer eine Karriere der kleinen Schritte plant und ja auch erst 22 Jahre alt ist. Von seinem Kindheitsclub Servette Genf ist er 2015 zu den Young Boys Bern gewechselt, 2017 weiter zu Borussia Mönchengladbach.

Das waren zwei eher kleine Schritte ins Rampenlicht des europäischen Fussballs, aber als nächster wird vermutlich ein recht grosser Schritt folgen, denn die Leistungen des Bundesligatabellenführers und seines zentralen defensiven Mittelfeldspielers haben die Aufmerksamkeit vieler Clubs in ganz Europa geweckt. Dem Vernehmen nach interessieren sich auch der FC Liverpool und Bayern München für Zakaria, und sollte ein Club bereit sein, mindestens 50 Millionen Euro in die Hand zu nehmen, dann könnte es durchaus sein, dass Denis Zakaria Mönchengladbach schon im kommenden Sommer verlässt.

Auch Dortmund war interessiert

Bereits im vergangenen Sommer hat es Gerüchte gegeben, auch Borussia Dortmund soll interessiert gewesen sein. Weil Zakarias Vertrag in Gladbach aber bis 2022 gilt und weil Sportdirektor Max Eberl seit dem Verkauf von Granit Xhaka 2016 für geschätzte 45 Millionen Euro an den FC Arsenal die Höhe adäquater Ablösesummen kennt, haben sie ihr Juwel nicht vorschnell hergegeben. So kommt es, dass Zakaria an diesem Mittwoch (20.45 Uhr) weiter im Gladbacher Trikot spielt – beim Zweitrunden-Pokalschlager in Dortmund. «Ist klar, dass wir gewinnen wollen», sagte er ebenso lässig wie selbstbewusst. Gladbach ist in der Liga Spitzenreiter, Dortmund kriselt ein bisschen. Es dürfte spannend werden.

Zakarias vollständiger Name lautet Denis Lemi Zakaria Lako Lado, und erst aus diesen 24 Buchstaben gehen die afrikanischen Wurzeln des Fussballers hervor. Im November 1996 wurde er als Sohn eines Kongolesen und einer Sudanesin in Genf geboren. Die Eltern trennten sich später, der Vater kehrte in die Demokratische Republik Kongo zurück, die Mutter blieb in der Schweiz. So oft es geht, besucht er die Mutter in Genf und den Vater in Kinshasa, aber sein fussballerischer Erfolg macht beides immer schwieriger.

Auf die Nationalteamkollegen gehört

Mit Gladbach ist Zakaria noch in allen Wettbewerben vertreten, auch im Schweizer Nationalteam spielt er eine tragende Rolle. Hier bildet er zusammen mit Xhaka den Rumpf der Mannschaft, Seite an Seite also mit jenem Spieler, der ihm seinen Weg aus der Schweiz nach Gladbach vorgemacht hatte. 2012 war Xhaka vom FC Basel nach Gladbach gewechselt und 2016 weiter nach London. Solch eine Karriere erschien auch Zakaria reizvoll, und falls er 2017 noch gezweifelt haben sollte, ob er wirklich an den Niederrhein wechseln soll, dann haben die Gladbacher Schweizer Yann Sommer und Nico Elvedi diese Zweifel ausgeräumt.

Sie haben Zakaria zugeraten, und nun spielen mit Goalie Sommer, Innenverteidiger Elvedi, Mittelfeldmann Zakaria und der Stürmer Breel Embolo gleich vier Schweizer Nationalspieler für die Borussia. Embolo fällt in den nächsten Wochen allerdings aus, er erlitt am Sonntag beim 4:2 gegen Frankfurt laut Clubangaben einen «kleinen Muskelfaserriss». Im Pokal fehlt zudem Verteidiger Tony Jantschke (Zerrung).

Einer der Vielversprechendsten – und teurer als Xhaka?

Zakaria ist einer der fleissigsten Spieler der Bundesliga, er läuft rund elf Kilometer pro Spiel. Aber bei den gewonnenen Zweikämpfen (57 Prozent), bei seiner Passquote (88 Prozent) und den Ballbesitzaktionen sind noch Steigerungen möglich. Dennoch: In der Kombination von errungenen Bällen, schnellem Umschalten und sogar eigener Torgefahr (acht Treffer und vier Vorlagen in 70 Bundesligaspielen) ist er, zumal mit gerade mal 22, einer der verheissungsvollsten Mittelfeldspieler der Liga.

Schon in der Schule sei das Laufen seine liebste Disziplin gewesen, verrät er, und was Trainer besonders mögen, ist die schnelle defensive Rückkehr offensivstarker Mittelfeldspieler nach Ballverlusten. Dafür ist Zakaria ein Paradebeispiel. Er ist nach Vorstössen sehr zügig wieder hinten und sprintet regelmässig auch die schnellsten Stürmer der Liga ab. Mit 35 km/h wurde er auf dem Platz schon geblitzt. Trotz seines ausgeprägten Helfersyndroms – auch für die Kollegen in der Abwehr-Viererkette – ist Zakaria ein eleganter und vorsichtiger Spieler, kein Rüpel wie einst Xhaka. Und so erscheint mittlerweile eines als fast sicher: dass Zakaria, egal ob 2020 oder 2021, Gladbachs teuerster Verkauf der Clubhistorie wird. Sie werden für ihn mehr fordern und mehr bekommen als die 45 Millionen Euro für Xhaka 2016.


https://www.tagesanzeiger.ch/sport/fuss ... y/18288876

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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Denis Zakaria
 Beitrag Verfasst: Samstag 2. November 2019, 12:57 
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Der Masterplan des Schweizer Nationalspielers Denis Zakaria

Szenekenner rechnen damit, dass der bald 23-jährige Mittelfeldspieler Borussia Mönchengladbach spätestens im Sommer 2020 verlassen wird. Bleibt Zakaria einigermassen in der Spur, dürfte er das Transfervolumen Granit Xhakas übertreffen. Borussia Mönchengladbach ist seit Jahren auch eine Schweizer Erfolgsgeschichte.

Die Gesprächsrunden «bei Max» ziehen sich meistens in die Länge. Max Eberl ist seit vielen Jahren das sportliche Gewissen von Borussia Mönchengladbach und geniesst oft Schweizer Besuch. Die Runde mit Spieleragenten diskutiert das Wohlbefinden der Schweizer Fussballer, von denen es am Niederrhein schon fast traditionell einige gibt. Ist ein Traktandum abgehandelt, schweifen die Gedanken weiter. Wie wäre es vielleicht mit diesem oder jenem Spieler?

Es gibt gute Gründe, weshalb der findige Max in der Schweiz fündig wird. Die Schweizer lassen sich schnell integrieren, sprechen meistens Deutsch und bewegen sich in einem Preissegment, ob dem Eberl nicht gleich in Ohnmacht fällt. Dazu ist die Chance gross, dass ein Nationalspieler darunter ist, der auf dem Laufsteg einer Endrunde zu sehen ist. Zwar nicht im Halbfinal oder Final, aber immerhin. Yann Sommer, Nico Elvedi, Denis Zakaria, Breel Embolo. Alle vier waren zuletzt im Nationalteam Stammspieler. Während sich die Verletzungsakte Embolos ausweitet, steigt zum Beispiel der Marktwert Elvedis sachte an. Nicht vergessen ist in Mönchengladbach, dass Eberl 2016 mit Granit Xhaka den vereinsinternen Rekordtransfer tätigte. Xhaka wechselte für 45 Millionen Euro oder so zu Arsenal.

Auf den Spuren Xhakas

Der Lauf der Dinge könnte darin münden, dass Max Eberl im Sommer 2020 das Xhaka-Geschäft toppt. Zakaria wird am 20. November 23-jährig. Bleibt er gesund, ist mit einem Transfer à la Xhaka zu rechnen. Mindestens. Das prophezeien Insider. Seit Xhaka sind die Transfervolumen nochmals gestiegen. Die Karriereplanung Zakarias ist kalkuliert. Personen, die den Spieler gut kennen, bekräftigen, wie geerdet er geblieben sei. Kein Schritt sei überstürzt getätigt worden, Zakaria habe nie den Bodenkontakt verloren, auch in jenem Moment nicht, in dem erstmals der Bundesligalohn auf dem Konto eintraf. «Er bewegt sich stets in der gleichen Logik vorwärts», sagt ein Begleiter.

Der Genfer gehört nicht zur Deutschschweizer Fraktion, aber das wiegt umso leichter, seit sich in Mönchengladbach die Gruppe der Französischsprechenden vergrössert hat. Sie trifft sich regelmässig zum Essen, die Chefköchin sei die Mutter von Ibrahima Traoré, wie Zakaria in einer Sponsoren-Gesprächsrunde in passablem Deutsch verlauten liess. Da scheint einiges ineinanderzugreifen, in Deutschland, im Kreis der Berater und im Privatleben, aber mittlerweile auch in der Schweizer Nationalmannschaft.

Der Abgang Valon Behramis aus der Schweizer Auswahl wirkt im Nachhinein wie getimt für den Masterplan mit Zakaria. Wenn einer geht oder gehen muss, gibt’s immer Platz für einen anderen. Der Weg Zakarias scheint vorgezeichnet, weil er einem weitherum gesuchten Idealtypus entspricht. Er ist gross, antrittsschnell, athletisch, selten verletzt, zweikampfstark und vor allem einer, der den Schalter betätigen kann. Balleroberung – und ab in die andere Richtung. Im vorletzten Länderspiel in Dänemark (0:1) zeigte Zakaria ein paar Müsterchen, als er dem dänischen Schlüsselspieler Christian Eriksen wiederholt den Ball abluchsen konnte. Der Trainerwechsel und die Richtungsänderung in Mönchengladbach von Dieter Hecking zu Marco Rose haben ihm gutgetan und ihn eine Stufe weiter nach oben gehievt.

Auch YB wird mitverdienen

Servette, YB, Mönchengladbach und wohl bald Premier League, vielleicht noch mit einem Zwischenhalt in Dortmund oder München. Stufe um Stufe. Auch in Bern können sie den Taschenrechner bereithalten. 5 bis 10 Prozent des Nettoerlöses fliessen zu YB. Geht Zakaria defensiv gerechnet für 50 Millionen Euro weg, müssen in der YB-Buchhaltung zwar zuerst die ungefähr 12 Millionen vom Transfer 2017 (Boni inklusive) abgezogen werden, aber da bleiben immer noch 40 Millionen oder so. 5 bis 10 Prozent davon? Nicht schlecht für einen Super-League-Klub.

Max Eberl legte gegenüber deutschen Medien die untere Preisgrenze bei 50 Millionen fest. Sollten «unmoralische Angebote» eintreffen, werde der Klub wahrscheinlich handeln, sagt er. Falls wie derzeit behauptet die Beletage der Premier League ruft, kann der Preis explosionsartig emporschnellen. Die Franzosen Patrick Vieira und Paul Pogba sind die Vorbilder Zakarias. Punkto Körpergrösse kann der Schweizer knapp nicht mithalten. 1 Meter 93 (Vieira) stehen 1 Meter 91 (Pogba) und 1 Meter 89 (Zakaria) gegenüber. Zakaria ist fast gleich gross. Zumindest das.


https://www.nzz.ch/sport/der-masterplan ... ld.1519365

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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Denis Zakaria
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 13. November 2019, 19:38 
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50 Millionen-Mann Zakaria

«Bin stolz, dass ich so viel wert bin»

Bei Denis Zakaria (22) klopfen Weltklubs an, sein Preisschild ist schon mindestens 50 Mio. Euro. Zak vor dem Georgien-Spiel cool: «Ich will spielen, nicht über Zahlen nachdenken.»

BLICK: Denis Zakaria, wenn Sie ­hören, dass sich Liverpool, Bayern, Dortmund, ManUtd, Tottenham, ­Atletico Madrid und Arsenal interessieren, was denken Sie dann?
Denis Zakaria: Klar macht es mich sehr stolz, wenn solche Mannschaften Interesse an mir ­haben. Das gibt mir nochmals ­einen Schub und Motivation, um noch härter zu arbeiten. Denn ich kann mich überall noch verbessern.

100 000, 4 Mio., 10 Mio., 20 Mio., 30 Mio. Können Sie etwas mit ­folgenden Zahlen anfangen?
Ich kann mir denken, was das für Zahlen sind. Aber ich will lieber Fussball spielen, als über Zahlen nachzudenken.

Es ist Ihr Marktwert jeweils im Juli ab Sommer 2015 bis Sommer 2019...
Mein Berater wird diese Zahlen schon im Kopf haben, mein Job ist ein anderer. Ich darf Fussball spielen.

Gladbach-Manager Max Eberl hat Ihnen unlängst ein Preisschild von mindestens 50 Mio. Euro verpasst. Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie das hören?
Ich habe es auch gehört. Natürlich bin stolz, dass ich für ­Gladbach derart wertvoll geworden bin.

Experten sind der Meinung, Sie hätten unter dem neuen Gladbach-Trainer Marco Rose nochmals ­einen Sprung gemacht. Wo hat er Ihnen geholfen?
Marco Rose ist ein sehr guter Trainer, der junge Spieler entwickeln kann. Er hat mir viel Vertrauen gegeben. Zudem gefällt mir natürlich sein Spiel­system mit dem schnellen Umschalten.

Sie scheinen von Ihren Veranlagungen her wie gemacht für Pressing und Gegenpressing.
Ja. (lacht) Das ist mein Spiel. Immer drauf, immer mit Tempo.

Sie wurden auf dem Platz schon mit 35 (!) km/h gemessen. Waren Sie schon als Kind so schnell?
Ob als Junior bei Servette, bei YB oder nun bei Gladbach, ich gehörte immer zu den Schnellsten in der Mannschaft. 35 km/h sind toll, jetzt hoffe ich, dass ich bald auf 36 komme.

Sie stehen an der Bundesliga-­Spitze. Ist mit Gladbach diese ­Saison gar der Titel möglich?
Darüber zu reden, ist viel zu früh. Wir sind natürlich superglücklich nach diesem Start, er zeigt, dass wir eine tolle Mannschaft sind. Wir wollen in jedem Spiel die bessere Mannschaft sein, und dann schauen wir, was am Ende rauskommt.

Gelingt das, sind Sie mit Gladbach Meister.
Das wäre natürlich zu schön.

Nicht nur in der Bundesliga sind Sie unbestrittener Stammspieler, auch in der Nati sind Sie ­gesetzt. Nur Goalie Yann Sommer und Sie haben jede Minute der EM-Qualifi­ka­tion durchgespielt. Brauchen Sie nie Pause?
Nein. Ich habe nach meiner Karriere noch jede Menge Zeit, mich auszuruhen. Ich will am liebsten immer spielen, bei Gladbach und bei der Nati. Wir haben nun noch zwei wichtige Partien vor uns, ich werde alles geben, dass wir uns für die EM qualifizieren.

Mit Ihren zwei Treffern haben Sie gar am meisten Quali-Tore erzielt. Wussten Sie, dass Sie damit schon unser Topskorer in der EM-Quali­fikation sind?
Mit zwei Toren? Nein, das habe ich nicht gedacht. (lacht) Das heisst, dass wir schwer auszurechnen sind, weil viele verschiedene Spieler Tore schiessen können.

Wie hat sich Ihr Stellenwert in der Nati verändert? Sind Sie mittlerweile ein Wortführer oder ist das nicht Ihre Art?
Ich bin vom Typ her eher der ­ruhige. Ich werde nie ein Lautsprecher sein und auf dem Platz herumschreien. Aber ich bin sicher nicht mehr der junge Denis. Ich sage mittlerweile schon, was ich denke.

Früher wurden Sie wegen Ihrer Grösse und Postur oft mit Paul Pogba und Patrick Vieira verglichen. Welcher Vergleich passt Ihnen eigentlich besser?
Mit zwei solchen Topspielern verglichen zu werden, hat mir natürlich gefallen. Aber ich habe meinen eigenen Stil. Ich bin Zakaria.

Sie sind ein fröhlicher Typ, lachen oft und gelten als geerdet. Wie schwierig ist es, nicht abzuheben, wenn man eine solche Raketen-Karriere hinlegt?
Überhaupt nicht schwierig. Meine Familie und meine alten Freunde würden es mir definitiv sagen, wenn ich mich verändern sollte. Ich werde aber immer am Boden bleiben. Das hoffe ich zumindest.

Vor einem Jahr sagte Ihr Genfer Schulfreund Khalil Quared, dass Sie noch immer regelmässig tele­fonieren würden. Haben Sie noch Kontakt mit Ihrem Kumpel?
Seit ich in Gladbach bin, sehen wir uns nicht mehr ganz so oft wie früher. Aber ich telefoniere mit Khalil noch fast täglich. Wir gehen auch noch regelmässig zusammen in die Ferien.

Noch eine Frage: Im Sommer 2015 mussten Sie Ihre Mutter Rina erst überzeugen, damit Sie bei YB unterschreiben durften. Sie wollte ­eigentlich, dass Sie erst die Handelsschule fertig machen, da Ihnen noch ein Jahr fehlte. Im Mai 2016 meinten Sie im BLICK: «Die Handelsschule mache ich nächstes Jahr fertig.» Das haben Sie wahrscheinlich nicht getan?
Nein, das letzte Jahr habe ich nicht mehr gemacht. Dafür ging nach meinem Wechsel zu YB ­alles viel zu schnell. Aber wissen Sie was: Meine Mutter ist trotzdem ganz zufrieden mit mir.

Waren Sie ein guter Schüler?
Ich war ganz okay. Ich ging ­gerne in die Schule, die Hausaufgaben waren aber nicht ­meine Lieblingsdisziplin.


https://www.blick.ch/sport/fussball/nat ... 12620.html

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