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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Denis Zakaria
 Beitrag Verfasst: Dienstag 3. Oktober 2017, 10:52 
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http://www.fussball.news/artikel/zakari ... aul-pogba/


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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Denis Zakaria
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 26. Oktober 2017, 13:36 
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Dieser Junge entwickelt sich unglaublich. Hat die Chancen eine Karriere wie Granit Xhaxa hinzulegen, wenn nicht sogar noch eine Stufe besser.


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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Denis Zakaria
 Beitrag Verfasst: Dienstag 21. November 2017, 18:43 
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Hoch hinaus mit Überflieger Zakaria

Der Garant des Mönchengladbacher Aufschwungs ist gerade mal 21 Jahre alt

https://www.welt.de/print/die_welt/spor ... karia.html


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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Denis Zakaria
 Beitrag Verfasst: Dienstag 21. November 2017, 18:44 
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Die Bundesliga im Sturm erobert

Im Sommer wechselte Denis Zakaria nach Deutschland. Dort hat er jetzt die besten Werte aller Mittelfeldspieler.

https://www.tagesanzeiger.ch/sport/fuss ... y/13320472


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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Denis Zakaria
 Beitrag Verfasst: Sonntag 26. November 2017, 11:48 
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Denis Zakaria ist Mister 100 Prozent

Denis Zakaria ist die Entdeckung der Bundesliga-Saison. Jetzt will er im Spitzenspiel mit Gladbach die Bayern schlagen.

http://www.tagesspiegel.de/sport/boruss ... 29760.html


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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Denis Zakaria
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 30. November 2017, 10:27 
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29.11.2017

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Zitat:
Gladbach war für Denis Zakaria Liebe auf den ersten Blick

Platz vier ist für Borussia Mönchengladbach ist auch ein Verdienst von Denis Zakaria. Der Schweizer erweist sich als guter Griff von Max Eberl.
Tabellenplatz vier für Borussia Mönchengladbach in der Fußball-Bundesliga ist auch ein Verdienst von Denis Zakaria. Der 20-jährige Genfer mit afrikanischen Wurzeln entpuppt sich im defensiven Mittelfeld neben Weltmeister Christoph Kramer bisher als nächster Schweizer Glücksgriff von Sportdirektor Max Eberl. Der hat in der Vergangenheit mit Torhüter Yann Sommer, den für 43 Millionen Euro zum FC Arsenal gewechselten Granit Xhaka und Außenverteidiger Nico Elvedi bereits einige wertvolle Eidgenossen vom Topfußball am Niederrhein überzeugen können.

Herr Zakaria, welche Rolle hat die Schweizer Komponente der Borussia bei ihrem Wechsel von den Young Boys Bern gespielt?

Denis Zakaria: Ich habe mit Nico Elvedi viel über einen Wechsel gesprochen. So bekommt man einen guten Eindruck vom neuen Verein. Entscheidend war aber, dass ich bei meinem Besuch im Borussia-Park das Gefühl hatte, in Gladbach will ich spielen. Es war so etwas wie Liebe auf den ersten Blick.

Dabei waren mit Arsenal und Liverpool auch zwei Premier-League-Klubs an Ihnen interessiert?

Zakaria: Gladbach ist auch ein großer Verein in einer starken Liga. Ich möchte mich Schritt für Schritt weiterentwickeln. Bei Borussia hatte ich von Beginn an ein sehr gutes Gefühl. Ich wollte es nicht bereuen hinterher, wenn ich mich doch anders entschieden hätte. Gegen mein Gefühl.

nd Gladbach hat ja grad auf Ihrer Position gesucht nach den Verlusten von Granit Xhaka und Mahmoud Dahoud?

Zakaria: Das war Glück für mich. Man braucht als junger Profi solche Schlüsselmomente, um vorwärts zu kommen. Als ich mit 18 von Servette Genf nach Bern gewechselt bin, war es so ähnlich. Servette war im Tiefflug, Young Boys als zweites Schweizer Topteam hinter Basel suchte jemanden für die Sechser-Position und hat mir vertraut. Ich habe dort zwei Superjahre verbracht.

Der gute Lauf scheint sich fortzusetzen. Samstag gegen Bayern München haben Sie Ihr bisher größtes Spiel als Profi mit 2:1 gewonnen.

Zakaria: Stimmt. Die Bayern sind für mich unter den Top 5 in der Welt. Wir mussten unglaublich viel laufen, haben sie aber besiegt. Und meine Mama hat im Stadion zugesehen. Das war zusätzlich ein schöner Moment für mich.

Ist Sie ein Glücksbringer?

Zakaria: Ja, auch wenn Sie natürlich nicht immer dabei sein kann.

Ist es Ihnen schwer gefallen, die Schweiz im Sommer gegen den Niederrhein zu tauschen?

Zakaria: Mönchengladbach ist wahrlich keine schlechte Stadt. Und in Bern war ich mit 18 auch zum ersten Mal von meiner Familie getrennt. Es läuft derzeit alles gut für mich.

Wo sehen Sie sportlich noch Potenzial?

Zakaria: Eigentlich überall. Ich spiele im Mittelfeld gern offensiv. Da muss ich aber taktisch noch besser werden, gerade in der Rückwärtsbewegung. Wir haben bisher zu viele Gegentore bekommen. Wenn wir Vierter bleiben wollen, müssen wir das abstellen. Da beziehe ich mich ausdrücklich mit ein.

Christoph Kramer hat im vergangenen Jahr betont, mit der Qualifikation zur Champions League wäre seine Sommerablöse von 15 Millionen Euro wieder in der Kasse. Spüren Sie einen ähnlichen monetären Druck?

Zakaria: Ich weiß, dass meine zwölf Millionen Euro nicht wenig Geld sind. Das kann sich nicht jeder Klub leisten. Ich darf mir darüber aber keine Gedanken machen, sondern muss über Fußball die Ablöse rechtfertigen.

Möglichst bis in den internationalen Wettbewerb.

Zakaria: Das ist mein Ziel. Ich will in der neuen Saison wieder in Europa spielen. Mit Gladbach.

Bei der WM 2018 stehen Sie voraussichtlich im Aufgebot der Schweiz. Wer soll am Freitag als Gruppengegner zugelost werden?

Zakaria: Ich habe da keine Wünsche, alle Gegner, die im Topf sind, sind für die Schweiz schwer. Außerdem ist die WM nicht meine größte Motivation.

Sondern?

Zakaria: Ich will mit Gladbach eine große Saison hinlegen. Nur das zählt. Die WM-Spiele werden dann schon kommen, wenn ich in der Bundesliga gut genug bin.

Ihr Nationaltrainer Vladimir Petkovic war davon in den Play-offs überzeugt. Sie durften gegen Nordirland beide Spiele machen.

Zakaria: Und es ist für mich sehr gut gelaufen neben Granit Xhaka.

Was zeichnet den ehemaligen Gladbacher Kapitän aus?

Zakaria: Er hat mir auf dem Rasen unglaublich viel geholfen mit seinen Anweisungen, seinem Blick für Situationen. Er ist ein echter Anführer.

Die Schweizer Presse feierte sie im Duett schon als „Xhakaria”.

Zakaria: Na ja, das ist eine schöne Spielerei. In erster Linie will ich allerdings meinen eigenen Spielstil entwickeln und damit Erfolg habe.

Sie besitzen afrikanische Wurzeln. Ihre Mutter ist aus dem Sudan, Ihr Vater aus der Demokratischen Republik Kongo. Haben Sie in der Vergangenheit darüber nachgedacht, für eines der beiden Länder aufzulaufen?

Zakaria: Nein, ich bin in der Schweiz geboren und fühle mich als Schweizer. Trotzdem sind die Nationen meiner Eltern stets in meinem Herzen. Meinen Vater besuche ich in den Ferien im Kongo, um mich zu erholen. Das zeigt mir dann vor Ort meine familiären Wurzeln.

Das ist Denis Zakaria:

Mit 17 Jahren feierte Denis Lemi Zakaria Lako Lado sein Profidebüt für Servette Genf in der zweitklassigen Challenge League der Schweiz.

1,91 Meter groß, zeichnen den defensiven Mittelfeldspieler schnelle, kraftvolle Vorstöße aus. Die zeigte der Genfer auch bei den Young Boys Bern.

Am 28. Mai 2016 gab Zakaria in der Nationalelf im Test gegen Belgien seinen Einstand.


https://www.waz.de/sport/fussball/gladb ... 89583.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Denis Zakaria
 Beitrag Verfasst: Sonntag 31. Dezember 2017, 02:34 
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Zakaria spricht in der Schweiz über seinen Wechsel und sein Jahr 2017
»Für mich war 2017 ein Sprungbrettjahr«

http://fohlen-hautnah.de/themen/informi ... gbrettjahr


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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Denis Zakaria
 Beitrag Verfasst: Samstag 27. April 2019, 18:34 
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27.04.2019

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„Ich bin noch lange nicht am Limit“

Mönchengladbach Borussias Mittelfeldmann Denis Zakaria spricht über die bisherige Saison, europäische Wettbewerbe und Vergleiche mit Paul Pogba.

Borussia hat nach dem 1:3 in Düsseldorf das System gewechselt, spielt nun im 3-5-2. Welche Rolle haben Sie da genau?

Zakaria Wir spielen jetzt mit zwei Sechsern, ich spiele also neben Christoph Kramer im defensiven Mittelfeld. Aber wir müssen im Spiel immer wieder mal die Ausrichtung wechseln, sodass ich auch mal wieder Achter bin. Es ist ein ständiger Wechsel während der Partien.

Den Eindruck hat man auch von außen. Sie sind kein klassischer Sechser und kein echter Achter.

Zakaria Ich kann nur sagen, dass ich mich in der Mitte sehr wohl fühle, da kann ich überall spielen. Nur die Zehner-Position wäre nicht so mein Ding. Grundsätzlich bin ich aber sehr flexibel, und das will ich auch auf dem Platz zeigen.

Im Borussia-Mittelfeld sind Sie der Spieler mit der größten Konstanz in der Rückrunde.

Zakaria Die Hinrunde war schwer für mich, weil in der Sommer-Vorbereitung ein neues System einstudiert wurde mit einer neuen Position für mich. Da musste ich mich erstmal reinfinden. Außerdem haben wir viele gute Spieler, entsprechend habe ich eine große Konkurrenz auf der Position. Und die, die gespielt haben, haben das sehr gut gemacht. Das war eine schwere Zeit für mich, auch wenn ich immer wieder mal zum Einsatz kam. Ich habe jedoch immer an meine Stärke geglaubt und diese Situation für mich dann als nächsten Schritt in der Karriere gesehen. Das war auch richtig so, wie sich nun herausstellt.

Hat es damit zu tun, dass Borussia in der Hinrunde vor allem spielerisch überzeugte und nun mehr über den Kampf kommen muss?

Zakaria Das glaube ich nicht, dass das etwas damit zu tun hat. Denn auch ich kann guten Fußball spielen und dominant auftreten. Mein Problem war, dass ich im Sommer spät von der Weltmeisterschaft zurückgekehrt bin und die anderen Spieler schon einige Wochen lang an dem neuen System gearbeitet und es sehr gut umgesetzt haben. Da war es schwer reinzukommen. Jetzt habe ich aber den nächsten Schritt gemacht und kann auf der Acht und der Sechs sehr gut spielen, egal ob im 4-3-3 oder im 3-5-2.


Zur Person

Das ist Denis Lemi Zakaria Lako Lado

Geboren 20. November 1996 in Genf als Denis Lemi Zakaria Lako Lado

Profi-Vereine 2014/2015: Servette Genf (6 Spiele/2 Tore), 2015 bis 2017: BSC Young Boys Bern (50/2), seit Juni 2017: Borussia (54/5)

Nationalmannschaft 20/2


Ist es ein Vorteil für Sie, dass Sie nun von einer defensiveren Position aus agieren?

Zakaria Es ist zumindest einfacher für mich, weil ich nun mit Power und Anlauf nach vorne kommen kann. Das habe ich auch in den vorigen Jahren so gemacht, als ich noch auf der Sechs gespielt habe, und das war eine richtig gute Zeit für mich.

Eine Ihrer Aufgaben ist es auch, für Stabilität und Ballgewinne zu sorgen. Im vergangenen Spiel gegen Leipzig (1:2) hatten Sie eine Szene gegen Nationalspieler Timo Werner, den sie in letzter Sekunde gestoppt haben und danach gefeiert wurden.

Zakaria Nach einer eigenen Ecke hatte Florian Neuhaus einen Fehlpass gespielt und plötzlich liefen sie mit zwei Leuten auf mich zu. Dann wurde Werner geschickt und lief mit Vorsprung in Richtung unseres Tores. Ich wusste aber, dass ich ihn einholen kann. Er ist ein schneller Spieler, aber ich weiß, dass ich auch ein schneller Spieler bin. Deswegen habe ich daran geglaubt, dass ich das noch schaffen kann. Und dann war ich plötzlich neben ihm und die Grätsche danach hat auch gut geklappt. Das war auch für die Mannschaft wichtig, auch wenn wir das Spiel trotzdem leider verloren haben.

Hatten Sie keine Angst vor einer Roten Karte?

Zakaria In diesem Moment darf man nicht über sowas nachdenken. In meinem Kopf ging es nur darum, ein mögliches Gegentor zu verhindern. Ich habe Glück gehabt, dass alles gepasst hat.

Ihre langen Beine kamen Ihnen da sicher zugute.

Zakaria (lacht) Das stimmt, Werner lief mit kleinen Schritten, ich kam mit großen Schritten hinterher. Das war mein Vorteil.

Hatten Sie den Vorteil schon immer?

Zakaria Nein, erst als ich 16 oder 17 Jahre alt war, habe ich einen großen Wachstumsschub gehabt, vorher war ich nicht besonders groß. Ab diesem Moment war aber alles ein bisschen einfacher für mich.

Waren Sie schon immer ein guter Sprinter?

Zakaria Ich habe es immer geliebt zu laufen. Und wenn wir in der Schule Sportfeste hatten, war ich auch immer der Erste, ich bin immer ein schneller Mensch gewesen. Und ich bin sehr glücklich, dass das heute auch noch immer so ist. Für mich ist es sehr wichtig, diese Fähigkeit zu haben.

Das wird es auch zukünftig unter dem kommenden Trainer Marco Rose, der einen sehr intensiven Fußball spielen lässt.

Zakaria Das weiß ich, auch deswegen freue ich mich schon auf die neue Saison. Aber aktuell liegt der Fokus nur auf dem Ende dieser Spielzeit. Wir können mit Dieter Hecking etwas Großes erreichen, deswegen zählen nun nur die letzten vier Spiele. Danach haben wir lange Pause, und im Sommer geht es dann mit einem anderen Trainer von vorne los.

Als Teilnehmer der Champions League?

Zakaria Wenn wir Europa noch verpassen würden, wäre das ein harter Schlag für uns nach so einer Saison. Wir haben sehr gut angefangen und hatten dann in der Rückrunde eine Zeit, in der es nicht gut lief. Trotzdem sind wir noch dran, wir können es noch schaffen. Aber wir müssen alle daran glauben. In unserem Kopf sollten wir in Richtung Champions League denken, daran, dass wir noch diesen einen Platz klettern können, und nicht nach unten gucken. Diese positiven Gedanken werden wichtig sein.

ie glauben also noch an Platz vier?

Zakaria Natürlich, wir können das noch schaffen, und wir werden alles dafür geben. Alles ist möglich, wir müssen nur an unsere Chance glauben. Und wenn wir am Ende in die Europa League einziehen sollten, wäre das für Borussia doch auch ein Erfolg!

Jetzt spielt Borussia in Stuttgart, das in Nico Willig einen neuen Trainer hat.

Zakaria Wir wissen alle, dass ein Team in einem anderen Modus ist, wenn ein neuer Coach kommt. Dann wollen sich alle wieder zeigen, die Situation ist eine ganz andere. Das wird sehr schwer für uns, darauf müssen wir uns einstellen. Stuttgart ist 16., wir sind Fünfter. Sie werden dafür kämpfen, nicht abzusteigen, und wir kämpfen um die Europapokalplätze. Das hat aber noch nichts zu sagen. Man muss in der Bundesliga jeden Gegner respektieren.

Wird der Wille entscheidend sein?

Zakaria Das ganze Team will diesen vierten Platz noch erreichen, dafür geben wir alle hundert Prozent. Das wird nicht einfach, es wird harte Arbeit. Mit 90 oder 95 Prozent wird es nicht reichen. Wir müssen in den letzten vier Spielen auch mal über unsere Grenzen gehen. Ich selbst werde auf jeden Fall alles geben, was ich habe, um das zu schaffen.

Damit Sie in der nächsten Saison zum ersten Mal in der Königsklasse auflaufen können.

Zakaria Im Idealfall ja! Grundsätzlich ist die Champions League die beste Sache im europäischen Fußball, da will jeder Profi spielen. Ich will das auch erleben und gebe dafür alles. Bislang habe ich lediglich zwei Spiele in der Qualifikation gespielt und dann in der Europa League. Ich glaube an die Mannschaft und unsere Qualität. Aber die müssen wir in den letzten vier Spielen auch abrufen.

Mit Ihrem Ex-Klub Bern hätten Sie bereits in der Champions League spielen können.

Zakaria (lacht) Das stimmt. Ich bekomme auch schon den einen oder anderen Spruch von meinen jetzigen Teamkollegen zu hören, dass es dort ja viel besser läuft, seitdem ich weg bin. Aber ich freue mich einfach für die Young Boys, der Verein hat sich das verdient.

Sie selbst werden oft mit Paul Pogba von Manchester United verglichen. Wegen der Spielweise, der Statur, Sie tragen auch gerne Glitzer-Schmuck.

Zakaria Das kann ja alles sein, aber ich bin Denis Zakaria. Ich habe meinen eigenen Stil und versuche nicht, jemand anderen zu kopieren.

Nerven Sie also diese Vergleiche?

Zakaria Nein, ich fasse das eher als Kompliment auf. Das gibt mir Kraft, um mich zu verbessern. Ich weiß, dass ich noch in allen Bereichen Luft nach oben habe, und ich werde alles dafür machen, um mein Potenzial voll auszuschöpfen. Ich bin noch lange nicht am Limit.

Was müssen Sie noch verbessern?

Zakaria Alles. Ein Beispiel ist, dass ich meinen linken Fuß kaum benutze, die Beidfüßigkeit fehlt bei mir. Und auch im Kopfballspiel ist noch viel drin.

Deswegen sichern Sie auch trotz Ihrer Größe von 1,91 Metern bei eigenen Ecken ab und sind nicht im gegnerischen Strafraum?

Zakaria Aufgrund meiner Schnelligkeit bin ich eben auch eine gute Absicherung, und daher entscheidet der Trainer wohl so. Ich muss auch gestehen, dass meine Schnelligkeit im Vergleich zum Kopfballspiel besser ausgeprägt ist.

Vielleicht müssten Sie mal ans Kopfballpendel.

Zakaria Ach, das habe ich in Bern so häufig gemacht, immer wieder. Aber hier in Mönchengladbach war ich da noch gar nicht dran, vielleicht sollte ich damit wieder anfangen.

Werden Sie denn sicher bei Borussia bleiben? Es gibt immer wieder mal Gerüchte, dass englische Vereine an Ihnen interessiert seien.

Zakaria Man weiß im Fußball nie, was passiert, deswegen kann ich nicht sagen, dass ich zu 100 Prozent bleibe. Aber im Normalfall spiele ich in der nächsten Saison hier bei Gladbach. Ich fühle mich bei Borussia sehr wohl und bin glücklich, außerdem will ich hier weiter wachsen.

Wie der Verein, der einen großen Sprung gemacht hat mit dem Hotel, den Ärztepraxen, dem Rehazentrum, dem Fohlenstall und dem Museum, das Anfang Mai eröffnet wird.

Zakaria Der Klub wird immer größer. Als ich vor zwei Jahren gekommen bin, war das eine ganz andere Borussia. Jetzt ist alles neu und schöner, und ich bin gespannt, wie sich der Verein weiter entwickelt. Ich bin sicher, dass Gladbach eine große Zukunft haben wird, und ich will persönlich mit diesem Klub wachsen.

Borussia ist also eine gute Adresse für junge Spieler?

Zakaria Ja, auf jeden Fall. Hier wird sehr viel mit jungen Spielern gearbeitet, man bekommt viele Chancen. Das ist extrem wichtig für die eigene Entwicklung.


https://rp-online.de/sport/fussball/bor ... d-38406793


Zakaria In diesem Moment darf man nicht über sowas nachdenken. In meinem Kopf ging es nur darum, ein mögliches Gegentor zu verhindern. Ich habe Glück gehabt, dass alles gepasst hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Denis Zakaria
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 4. September 2019, 14:48 
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Zakarias Geduld hat sich ausbezahlt

Nationalspieler Denis Zakaria lebt zwischen den Welten – und kann auf eine grosse Zukunft hoffen.

Wer ihm gegenüber sitzt, sieht zuerst sein Lachen. Wer ihn fragt, wer er sei, bekommt zur Antwort: «Ich bin Denis Zakaria, 22, und ich liebe das Leben. Ich bin glücklich und lache gerne.»

Ganz genau heisst er Denis Lemi Zakaria Lako Lado, die Kurzform ist Zak oder Zaki. Er ist der Sohn eines Kongolesen und einer Sudanesin, geboren am 20. November 1996 in Genf, und eines der Gesichter der Schweizer ­Nationalmannschaft, die sich am Erneuern und Verjüngen ist. Er steht für die afrikanische Seite, die sie zunehmend bekommen hat. ­Kevin Mbabu, Breel Embolo, ­Djibril Sow, Manuel Akanji, ­Edimilson Fernandes oder Yvon Mvogo haben einen ähnlichen Hintergrund wie Zakaria; im Kongo, in ­Kamerun, Senegal, Nigeria oder auf den Kapverden. Sie haben alle auch fast das gleiche Alter.

Zakaria steht für diese Generation, für ihr Leben zwischen den Welten. Was ist afrikanisch an ihm? «Meine Farbe», sagt er und lacht wieder dieses herzliche Lachen. Was ist schweizerisch? «Ich liebe Käse, Raclette, ich weiss, ich bin Schweizer.» Der Vater nimmt ihn früh mit zu den Spielen des Servette FC. ­Denis ist sehr jung, als der Vater in seine Heimat zurückgeht, um in Kinshasa bei der Regierung zu arbeiten. Die Mutter bleibt in Genf, Denis bleibt bei ihr, weil auch er in Genf bleiben will. Hier fühlt er sich wohl, in den Hinterhöfen spielt er Fussball. Mit acht geht er zu den Junioren von Servette.

Denis kommt in die ersten Nachwuchsauswahlen des Verbands. Er selbst merkt erst mit 18, dass aus ihm etwas werden kann als Fussballer. Er debütiert in der U-21, dann in der A-Nationalmannschaft, und spätestens seit dann sagt er sich: «Ich bin gut.»

Seine Mutter vermittelt Denis, dass er bodenständig sein soll

Was sich auf ein paar Zeilen zusammenfassen lässt, dauerte in der Realität viel länger. Es brauchte neben der Arbeit und dem Talent die richtigen Entscheidungen auf dem Weg nach oben. Fredy Bickel erinnert sich an einen Abend, als er damals als Sportchef der Young Boys Zakaria bei einem Auswahlspiel beobachtete. Er ging vorzeitig wieder weg, damit keiner merkte, wie er auf diesen jungen Mann starrte. Er war sofort sicher, dass da ein Juwel heranwuchs.

Auch andere Clubs waren zu der Zeit – es war Ende 2014, Anfang 2015 – auf Zakaria aufmerksam geworden. Basel gehörte dazu, Luzern oder Sion, und da war eben YB. Bickel lernte Zakarias Mutter kennen, eine Frau, die in Genf lange afrikanisch gekleidet war und gekocht hatte. Irgendwann erkannte sie: Wenn sie in der Schweiz ­bestehen will, muss sie Schweizerin werden. Sie legte ihre Kleider zur Seite, begann anders zu kochen und kämpfte sich durchs Leben. Genau so erzählt es Bickel. Und er sagt auch: «Sie hat Denis das Gefühl vermittelt, dass er bodenständig sein soll.»

Denis hat nur die besten Erinnerungen an Bickel, weil der es war, der ihn davon überzeugen konnte, was das Beste für seine Entwicklung ist. Zwei Stunden sass er beim Essen mit ihm zusammen, danach wusste er: «Ich will zu YB.» Die rationalen Gründe gab es für seinen Entscheid nicht, es war ­etwas anderes. «Das Feeling», nennt es Zakaria, «ich kann es nicht erklären, es hat einfach klick gemacht.» Bickel konnte ihm ­vermitteln, dass er an sein Talent und an sein Potenzial glaubt.

Im Sommer 2017 landet ­Zakaria bei YB. Die Ablösesumme beträgt 250 000 Franken. «Ein ­lächerlicher Betrag», sagt Bickel heute. Zakaria selbst verdient um die 4000 Franken.

Zakaria ist der Spieler, der nicht zuletzt von seinen physischen ­Anlagen lebt. Er ist der typische «Box-to-box-Spieler», wie das im Neudeutsch des Fussballs heisst – der Spieler, der den weiten Raum zwischen den beiden Strafräumen beackert, der mit raumgreifenden Schritten seine Meter macht, der die Defensive dank seiner Zweikampfstärke schützen und die ­Angriffe mit einem weiten Pass einleiten kann.

Bei YB setzt sich Zakaria schnell durch, unter Vladimir Petkovic kommt er im Mai 2016 zu seinem Länderspieldebüt. Er darf mit nach Frankreich zur EM, um zu lernen. Die grossen Clubs Europas ­werben um ihn, zum Beispiel der FC Liverpool, der 6 oder 7 Millionen Franken bietet. Bickel bittet den Verein: «Verkauft Denis nicht. In einem Jahr bekommt ihr das Doppelte.» Und Zakaria erklärt er: «Bleib hier. In einem Jahr kannst du auswählen.» Zakaria sagt heute: «Liverpool wäre viel zu früh für mich gewesen.»

Es geht immer ums grosse Bild und um den richtigen Schritt

Die Erkenntnis steht für seine Vernunft und für seine gute Beratung durch Mathieu Beda. Das ist der frühere Profispieler, den Bickel zum Abschluss der Karriere einst zum FC Zürich geholt hatte. Beda handelt umsichtig und behält bei der Planung von Zakarias Karriere das «grosse Bild» im Auge. Übersetzt heisst das: den richtigen Schritt zur richtigen Zeit machen, nichts überstürzen, den Club auswählen, bei dem der Spieler sich entwickeln kann, und auch die ­finanziellen Aspekte berücksichtigen. Das sind Bedas Worte.

Das Frühjahr 2017 kommt, nun gehört auch Leipzig zu den Interessenten. Und da ist eben Borussia Mönchengladbach. Zakaria trifft sich mit den Verantwortlichen, angeführt von Sportdirektor Max Eberl. Wieder ist es so wie ­damals bei YB und Bickel. Wieder geht es um das «Feeling», um das Gefühl, das ihm sagt, in Gladbach ist er gut aufgehoben.

Die Borussia lebt von ihrer grossen Geschichte, die Weisweiler, Lattek, Netzer, Heynckes oder Vogts in den 1970er-Jahren begründet haben. Um Titel zu ­spielen, ist längst schwierig für sie, dafür hat sie mit einem Umsatz von rund 200 Millionen Franken im Vergleich zu Bayern München oder Borussia Dortmund viel zu wenig Geld. Aber sie hat sich erfolgreich eine Nische geschaffen. «Wir ­kaufen Potenzial und verkaufen Qualität», sagt Eberl an diesem Samstagmittag, er ist in munterer Plauderlaune, obwohl es am Abend vorher ein 1:3 gegen ­Leipzig abgesetzt hat. Elf Jahre ist Eberl der sportlich Verantwortliche. In dieser Zeit hat er bewiesen, eine gute Nase für Spieler zu haben, um das ­Geschäftsmodell am Laufen zu halten. Vom Borussia-Park aus haben immer wieder Spieler den grossen nächsten Schritt gemacht: Marco Reus nach Dortmund, Marc-­André ter Stegen nach Barcelona oder Granit Xhaka zu Arsenal.

«Denis», sagt Eberl vor gut zwei Jahren beim Treffen mit Zakaria, «Denis, guck mal. Wer ist zu uns gekommen und zu welchem Club gegangen? Wenn du Bock hast, bringen wir dich zu einem ganz grossen Club.» Eberl nennt Mönchengladbach einen «sehr empathischen Verein», bei dem viel auf der «persönlichen Schiene» funktioniere. Yann Sommer kann das nur bestätigen. Der Schweizer Nationalgoalie ist hier seit 2014 rundum ­zufrieden, «happy», wie er sagt.

Zakaria unterschreibt bei Gladbach. YB erhält anfänglich 11 Millionen Franken Ablöse, inzwischen sind es mit Boni rund zwei Millionen mehr. Bickel hat mit seiner Prognose recht behalten, dass es für alle besser ist, wenn Zakaria noch länger in Bern bleibt. Der junge Genfer behauptet sich auch in der Bundesliga, daran ändern die kleineren Probleme in der zweiten Saison nichts. Seine Schnelligkeit wird mit einem Spitzenwert von 35 km/h gemessen. Jetzt setzt Marco Rose als neuer Trainer bedingungslos auf ihn. Und Eberl fasst zusammen: «Die Entwicklung von Denis ist herausragend.» Er nennt ihn «einen Sonny­boy», der bei der Mannschaft sehr gut angesehen sei.

Als Zakaria selbst von sich erzählt, ist ihm eines wichtig: Er will betonen, dass er Glück hat im Leben und viel Geld verdient, aber dass er immer die «Füsse auf dem Boden behalten will». Drei-, viermal ist er schon in der Heimat seines Vaters gewesen, in Kinshasa, diesem Moloch voll bitterer ­Armut. «Das ist eine andere Welt», sagt er, «es ist wichtig, sie zu sehen, um zu erkennen, was ich hier habe.» Er wirft das Geld nicht aus dem Fenster. Er spart es.

Beda, der Berater, glaubt, dass Zakaria erst 80 Prozent seines Potenzials ausgeschöpft hat. Eines Tages sieht er ihn bei einem der «Top 10 in Europa». Auch Eberl geht davon aus, dass Zakaria ­irgendwann wirklich bei einem ganz grossen Club landet. Und Zakaria selbst? Er träumt seit seinen Kindheitstagen davon, einmal beim FC Barcelona zu ­spielen.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/26991600

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