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 Betreff des Beitrags: Re: (3) Florent Hadergjonaj
 Beitrag Verfasst: Sonntag 4. September 2016, 23:59 
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Einmal Ingolstadt retour

Das U-21-Nationalteam hat mit Berner Protagonisten die EM-Qualifikationspartie gegen Kasachstan in Biel 3:0 gewonnen. Florent Hadergjonaj kehrte nach seinem Wechsel in die Bundesliga zu Ingolstadt erstmals in die Heimat zurück.

Es ist ein Beleg für die gute Nachwuchsarbeit der Young Boys. Im vergangenen Mai wurden sie wie schon im Vorjahr mit der U-21-Trophy ausgezeichnet. Sie hatten während der Saison Spielern mit Juniorenstatus die meiste Einsatzzeit gewährt. Ein anderer Nachweis für die starke Talentförderung sind jeweils die Auftritte des U-21-Nationalteams. Zuweilen waren in den letzten Monaten bis zu sieben YB-Akteure aufgeboten worden, die grosse Mehrheit von ihnen als Stammkräfte.

Es ist ein Wert, den die Young Boys beim gestrigen EM-Qualifikationsspiel in Biel gegen Kasachstan zwar nicht erreichen konnten. Mit Captain Yvon Mvogo, Denis Zakaria und Michael Frey standen aber dennoch drei Berner in der Startaufstellung. Mittelfeldspieler Leonardo Bertone fehlte gesperrt, der an Winterthur ausgeliehen Torhüter David von Ballmoos sass als dritter Goalie auf der Tribüne. Zudem war ja GC-Stürmer Haris Tabakovic bis letzten Winter von den Young Boys beschäftigt worden.

Und Florent Hadergjonaj wechselte erst Mitte August nach Ingolstadt. «Die Zusammenzüge mit der U-21 sind immer sehr schön», sagt der Rechtsverteidiger. Diesmal aber war die Vorfreude beim Lang­nauer gar noch grösser, schliesslich sah er zum ersten Mal nach seinem Wechsel in die Bundesliga die früheren Teamkollegen.

Hadergjonajs Highlight

Seit zweieinhalb Wochen steht der 22-Jährige nun beim Klub aus Bayern unter Vertrag, mittlerweile hat er eine Wohnung nahe des Stadions gefunden, die Möbel sind bestellt, sobald er wieder in Deutschland ist, wird er mit dem Einrichten beginnen. «Dann werde ich endgültig angekommen sein», sagt er. Im Team fühle er sich bereits wohl. «Wir haben viele junge Spieler. Ich wurde super aufgenommen.»

Beim Bundesligaauftakt vor einer Woche in Hamburg war er auf der Ersatzbank gesessen. Ein Highlight sei es gewesen, sagt Hadergjonaj. «50 000 Zuschauer, eine Riesenstimmung.» Jetzt hofft er, sehr bald seine Premiere erleben zu dürfen. Nächste Woche empfängt Ingolstadt die Hertha aus Berlin, eine Woche später steht bereits das Auswärtsspiel bei Bayern München an. Für Hadergjonaj folgt derzeit Höhepunkt auf Höhepunkt.

Der gestrige 3:0-Sieg gegen Kasachstan in der Tissot-Arena vor nur 446 Zuschauern war dagegen eine Pflichtübung. Der Rechtsverteidiger erlebte in Anwesenheit der Familie und etlicher Bekannter einen geruhsamen Abend. Die Schweizer hatten zwar Mühe, in die Partie zu finden, dank Toren von Salim Khelifi (Braunschweig) und Martin Angha (St. Gallen) führten sie bis zur Pause dennoch 2:0. Nach dem Seitenwechsel traf Edimilson Fernandes, der kürzlich von Sion nach London zu West Ham gewechselt hat, herrlich zum Endstand.

Das Team von Heinz Moser hat nun mit 11 Punkten zu den Engländern an der Tabellenspitze aufgeschlossen. Im zweitletzten Gruppenspiel treffen die Schweizer am Dienstag in Bosnien auf das Schlusslicht, zum Abschluss der EM-Qualifikation treten sie dann Anfang Oktober bei den drittplatzierten Norwegern an. «Das Ziel ist klar: Wir wollen jedes Spiel gewinnen», sagt Florent Hadergjonaj. Zumindest die deutsche Mentalität scheint er sich schon angeeignet zu haben.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/21932665

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 Betreff des Beitrags: Re: (3) Florent Hadergjonaj
 Beitrag Verfasst: Montag 31. Juli 2017, 23:19 
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31.07.2017

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Nati-Star will Freigabe von Ingolstadt

Stuttgart bietet 4 Mio. Euro für Hadergjonaj!

Michael Lang (26) war dem VfB Stuttgart zu alt – nun wollen sie unbedingt Florent Hadergjonaj (23) verpflichten! Der Ex-YB-Verteidiger will die Chance wahrnehmen.

Es ist eine starke Saison, die Florent Hadergjonaj (23) bei Ingolstadt abliefert. Er ist unumstrittener Stammspieler, bekommt das erste Nati-Aufgebot. Trotzdem kann der Rechtsverteidiger den Abstieg nicht abwenden.

Und trotzdem könnte er auch in der nächsten Saison in der Bundesliga spielen. Wie BLICK erfuhr, hat Aufsteiger VfB Stuttgart ein Angebot für Hadergjonaj abgegeben. Vier Millionen Euro bieten die Schwaben.

Hadergjonaj (Vertrag bis 2020) möchte diese grosse Chance gerne wahrnehmen und hat um die Freigabe gebeten. Ein Jahr in der 2. Bundesliga würde seine ohnehin eher geringen Chancen auf die WM 2018 in Russland merklich schmälern. Sein Klub blockt bisher allerdings alles ab, möchte mit einer möglichst starken Mannschaft den Wiederaufstieg realisieren.

Der VfB Stuttgart braucht unbedingt einen Rechtsverteidiger. Die Schwaben beschäftigten sich auch mit Michael Lang (26) vom FC Basel, möchten im Grundsatz aber eher auf jüngere Spieler setzen, da deren Wiederverkaufswert höher ist.

Hadergjonaj passt dabei perfekt ins Beuteschema der Schwaben. Ob ihn sein Klub gehen lässt, steht allerdings in den Sternen.


https://www.blick.ch/sport/fussball/int ... 75882.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (3) Florent Hadergjonaj
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 10. August 2017, 18:31 
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Hadergjonaj freigestellt....

http://www.kicker.de/news/fussball/2bun ... -frei.html


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 Betreff des Beitrags: Re: (3) Florent Hadergjonaj
 Beitrag Verfasst: Freitag 7. Dezember 2018, 00:39 
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Der Terrier mit dem Bubengesicht

Der Emmentaler und frühere YB-Junior Florent Hadergjonaj ist Stammspieler in der Premier League. Huddersfield Town soll für den 24-Jährigen das nächste Karrieresprungbrett sein.

uf der Fahrt von der grossen Stadt in die Provinz denkt man beim Blick aus dem Zugfenster, man befinde sich auf der Strecke zwischen Bern und Langnau. Saftig grün ist die Gegend, hügelig, ländlich, gemütlich.

Huddersfield ist ebenfalls nur rund 30 Minuten von Manchester entfernt, aber man hat das Gefühl, in einer anderen Welt zu sein. Knapp 150'000 Einwohner leben hier, übrigens leicht mehr alsin Bern, eine Schönheit ist die Kleinstadt jedoch nicht.

Das Wetter an diesem Montag Ende November ist garstig, es ist grau und kalt und windig, und Florent Hadergjonaj sagt, als Fremder benötige man eine gewisse Zeit, bis man den Reiz Huddersfields entdecke. «Aber es ist ganz okay hier.» Leben tut er trotzdem nicht hier, sondern in Leeds, das ist auch rund 30 Minuten entfernt und eine Halbe-Million-Metropole mit reichlich Flair. «Eine Studentenstadt», sagt Hadergjonaj schmunzelnd.

Die Kollegen

Florent Hadergjonaj könnte problemlos auch ein Student sein. Er sieht immer noch deutlich jünger aus, als er ist, und es würde keinesfalls erstaunen, müsste er den Ausweis zeigen, würde er in einer der vielen Bars in Leeds ein Pint bestellen. Aber der Emmentaler mit kosovarischen Wurzeln ist Fussballprofi, wie Ezgjan Alioski, ein anderer früherer YB-Junior, der bei Leeds United spielt und in der Stadt lebt, und wie Nationalspieler Xherdan Shaqiri, einer seiner besten Freunde, der zwar bei Liverpool engagiert ist, aber in Manchester wohnt – und sich ebenfalls mit Hadergjonaj trifft.

«Ich habe gemerkt, dass ich mit den Besten mithalten kann. Natürlich wäre es ein Traum, einmal bei einem Verein wie Liverpool zu spielen.»

Seit bald sechzehn Monaten spielt Florent Hadergjonaj bei Huddersfield Town in der Premier League. Das Gespräch mit ihm findet im Restaurant des Trainingzentrums statt, die Bar im Gebäude sieht aus, als hätte sie wie der Fussballverein ihre Blütezeit vor ein paar Jahrzehnten erlebt (was durchaus Charme versprüht).

Hadergjonaj ist munter drauf, er plaudert und lacht viel, er ist unkompliziert geblieben und wäre auch für Sujets in der Innenstadt zu haben gewesen. Die Pressestelle erlaubt heute jedoch nur Bilder auf dem in die Jahre gekommenen Clubgelände.

Die Rasenplätze indes sind in herrlichem Zustand, dieses Metier beherrschen die Engländer, und bald wird eine neue,riesige Trainingsanlage erstellt. Das viele Geld aus der Premier League muss investiert werden.

Der Werdegang

Im August 2017 wechselte Hadergjonaj hierher, er hatte seinen Wechsel erkämpfen müssen, wie so vieles in seiner erstaunlichen Laufbahn vom Junior des FC Langnau in die prächtigste Liga der Welt. «Niemand hat auf mich gewartet», sagt er. Heute ist er einer von sechs Schweizern in der Premier League.

Und neben Granit Xhaka der einzige mit einem Stammplatz. «Ich bin schon stolz, wie sich das alles entwickelt hat», sagt Hadergjonaj, «aber ich vergesse nie, dass es auch schwierige Zeiten gab.»

Trotz seines bemerkenswerten Standings als Fixkraft in Englands Premiumwettbewerb ist Florent Hadergjonaj ja immer noch irgendwie der vergessene Auslandschweizer. Die Schlagzeilen bestimmen andere, viele wissen gar nicht, dass er bei Huddersfield spielt.

Er stand schon immer ein wenig im Schatten anderer und ist einen langen, beschwerlichen Weg gegangen aus den Hügeln Langnaus hinaus in die weite Fussballwelt bis in die Hügel Huddersfields. Mit 12 wechselte er einst zu Thun, später empfand ihn YB als zu leichtgewichtig, also ging Hadergjonaj den Umweg über Luzern, erst 2011 klappte es mit dem Engagement beim Herzensclub Young Boys. Ein Bubentraum ging in Erfüllung.

Die Bundesliga

Aber auch bei YB waren damals andere die hochgelobten Supertalente, der kleine «Flo» arbeitete still und hart und mit Leidenschaft. Er biss sich durch, obwohl wenige an ihn glaubten, eroberte sich einen Platz in der ersten Mannschaft, bald tat er hinten rechts zuverlässig seinen Dienst. Bodenständig, frech, zäh.

Als Eigengewächs genoss er in der öffentlichen Wahrnehmung vorerst keinen besonders hohen Stellenwert in Bern, doch er stabilisierte seine Leistungen auf hohem Level. Mit gerade 22 Jahren folgte im August 2016 schon der ambitionierte Transfer ins Ausland. In die Bundesliga. Zu Aussenseiter Ingolstadt.

Die wirtschaftlich wie sportlich damals gerade mal wieder heftig kriselnden Young Boys waren froh, erhielten sie rund3 Millionen Franken Ablöse­summe für Hadergjonaj. Das ist alles gar nicht so lange her. Und als Ersatz holten sie für einen Bruchteil dieser Summe einenin England bei Newcastle gescheiterten Rechtsverteidiger mit Namen Kevin Mbabu.

Die Meisterfreude

Hadergjonaj erlebte den Höhenflug der Young Boys nicht mehr mit, jedenfalls nicht aktiv, aber er ist dem Verein weiter stark verbunden. Sportchef Christoph Spycher war damals sein Talentmanager, YB-Verteidiger Grégory Wüthrich ist einer seiner besten Kumpels, einmal im Monat besucht er die Heimat, Bern und Langnau, und selbstverständlich war er bei der unglücklichen 0:1-Niederlage von YB in der Champions League bei Manchester United letzte Woche im nahen Old Trafford. «Ich verfolge YB genau», sagt Hadergjonaj, «und ich habe den Meistertitel auch gefeiert. Schliesslich war ich jahrelang Teil dieses Teams.»

Ihm selber lief es in Ingolstadt ebenfalls ansprechend, nach dem Abstieg erhielt er im Sommer 2017 interessante Angebote, aber vorerst keine Freigabe vom Club. Das mündete in einem heftigen Streit, den Boulevardmedien in Deutschland genüsslich breittraten.

Hadergjonaj durfte in der Vorbereitung auf die letzte Saison nicht mittrainieren, aber ihm war versprochen worden, er dürfe bei einer guten Offerte den Verein verlassen. Schliesslich, kurz vor Ende des Transferfensters im August, überwies Huddersfield 6 Millionen Franken an Ingolstadt – und Hadergjonaj startete ins neue Abenteuer in der nächsten Topliga. «Das ging auf einmal wie ein Jahr zuvor sehr schnell», sagt er, «und im Nachhinein bin ich sehr froh, wie alles gekommen ist.»

Der Dauerläufer

Florent Hadergjonaj ist immer noch, wie früher bei YB und beim Besuch in Ingolstadt, ein anständiger, freundlicher, lockerer Kerl, er nimmt sich selber nicht zu wichtig, Allüren sind seine Sache nicht. Auch Huddersfield ist eher ein Ligaleichtgewicht, das passt zum 24-Jährigen und seiner klug konzipierten Karriere.

Bald jedenfalls setzte er sich auch in England als Dauerläufer auf der rechten Seite durch, er ist der vorbildliche Kämpfer bei den «Terriers», wie der Verein aus Nordengland genannt wird. «Huddersfield und ich passen ganz gut zusammen», sagt er.

Mal, wie am Dienstag beim 1:2 in Bournemouth, spielt Hader­gjonaj hinten rechts in der Viererkette, meistens aber im 3-5-2 allein auf rechts. Das ist anstrengend, ausgewechselt wird er trotzdem selten. Er wird immer noch gerne unterschätzt, was an seinem feingliedrigen Körper und dem wohl ewig bubenhaften Gesicht liegen mag, mit seiner aggressiven Spielweise jedoch hat er sich in der Premier League etabliert.

Seine Gegenspieler sind manchmal Weltstars, Mohamed Salah und Eden Hazard und Raheem Sterling und dergleichen, was ihm aber keine Schweissperlen auf die Stirn treibt. «Wir funktionieren als Team und sind gut organisiert», sagt er. Leibchen tauscht er übrigens nur mit den anderen Schweizern in der Liga («es war nie ein Hobby von mir, möglichst viele Trikots zu besitzen»).

Die Weltstars

Huddersfield Town ist auf den ersten Blick eine Desperado-Truppe. Es hat beispielsweise mehrere drittklassige Deutsche wie Christopher Schindler, Chris Löwe und Elias Kachunga. Aber alle Akteure sind sorgfältig ausgewählt worden, sie passen zum deutschen Trainer David Wagner, auch so einer, der in der Heimat trotz Erfolgen lange übersehen wurde.

Wagner ist der beste Freund von Liverpools Coach Jürgen Klopp und dessen Trauzeuge, er führte Huddersfield 2017 in die Premier League und ist seither eine Legende hier. «Er kann machen, was er will», sagt Hadergjonaj, «die Leute lieben ihn und werden nie vergessen, was er ihnen ermöglicht hat.»

Weil in der Premier League auch der schwächste Club weit über 100 Millionen Franken jährlich allein aus TV-Geldern kassiert, sind die Preise für Fussballer längst in ungesunde Sphären gestiegen. Vor dieser Saison verpflichtete selbst Huddersfield mit Terence Kongolo einen noch wenig bekannten Verteidiger Monacos für 25 Millionen Franken.

Der 24-jährige Holländer mit kongolesischen Wurzeln wurde rund 30 Minuten von Bern entfernt in Freiburg geboren und wuchs in der Westschweiz auf. «Er ist wie viele andere ein Su­pertyp, der Zusammenhalt ist top», sagt Hadergjonaj. «Das hat uns in der sehr schwierigen Phase zu Saisonbeginn geholfen.»

Der Abstiegskampf

Nach zehn Spieltagen hatte Huddersfield noch keinen Sieg und erst 3 Punkte geholt, Coach Wagner aber stand nie zur Disposition. Mittlerweile hat sich die Situation entspannt, doch nach zwei ärgerlichen 1:2-Niederlagen gegen Brighton und in Bournemouth ist die Ausbeute mit 10 Zählern aus fünfzehn Begegnungen immer noch bescheiden. «Wir werden wohl bis zum Ende gegen den Abstieg kämpfen», sagt Hadergjonaj, «nervös wird aber keiner.»

Nicht auszuschliessen ist, dass Hadergjonaj den Gang in die Zweitklassigkeit ohnehin nicht mitgehen müsste. Es ist kaum seine Wunschvorstellung, die nächsten zehn Jahre in Huddersfield zu verbringen. Das würde er niemals so sagen, doch er ist selbstbewusst genug, um seinen Ehrgeiz in ein selbstbewusstes Statement zu verpacken: «Ich habe gemerkt, dass ich mit den Besten mithalten kann.

Natürlich wäre es ein Traum, einmal bei einem Verein wie Liverpool zu spielen.» Wie es einst ein Traum war, aus Langnau wegzukommen. Bei YB zu spielen. In eine Topliga zu wechseln. In der Premier League zu sein. Trainer David Wagner lobt Härte und Fleiss, Konstanz und Einstellung Hadergjonajs: «Er will immer lernen, wird nie müde, ist sehr diszipliniert und noch nicht am Ende seiner Entwicklung.»

Das Nationalteam

Das gilt auch für Hadergjonajs Status im Nationalteam. Der frühere U-21-Auswahlspieler hat erst ein Länderspiel für die Schweiz bestritten, im Sommer 2017 war das, als mehrere Stammkräfte fehlten. Beim 1:0 gegen Weissrussland im Testkick wurde er 45 Minuten eingesetzt. Die Leistungsdichte unter den Rechtsverteidigern ist enorm. Es gibt den langjährigen Captain Stephan Lichtsteiner von Arsenal.

Es gibt Kevin Mbabu, den viele als Lichtsteiners Nachfolger sehen und der wohl im Januar ins Ausland wechselt. Es gibt Michael Lang, der bei Gladbach überzeugt. Und es gibt Silvan Widmer, Langs Nachfolger beim FCB, der in Basel weniger überzeugt. «Ich weiss, was ich kann», sagt Hadergjonaj. «Ich spiele jede Woche in der Premier League.»

Man spürt, dass er nicht ganz nachvollziehen kann, warum er im Nationalteam nicht stärker im Fokus steht. Im November war er mal wieder ein paar Tage dabei, auf Dauer jedoch dürfte ihm die Ergänzungsrolle zu wenig sein.

Noch immer könnte er ja für Kosovo antreten, das als Gruppensieger in der Division D der Nations League aussichtsreiche Chancen besitzt, an der Euro 2020 dabei zu sein. Davon spricht Hadergjonaj nicht, er will um seinen Platz im Schweizer Team kämpfen. Wie es seine Art ist. Und es wäre nicht das erste Mal, wenn dieser optisch zarte, aber widerstandsfähige Emmentaler Junge viele überraschen würde.

Dreimal Meister – und 2017 die Rückkehr in die oberste Liga nach 45 Jahren

Huddersfield Town, 1908 gegründet, ist ein traditionsreicher Fussballclub, für dessen beste Jahre es keine Zeitzeugen mehr gibt. 1924 bis 1926 feierte der Verein den Titelhattrick, je dreimal wurde er zudem Zweiter und Dritter.Die Manchester-United-Legende Denis Law begeisterte zu Beginn seiner Karriere zwischen 1956 und 1960 im Trikot Huddersfields, aber der Club verschwand mit den Jahrzehnten immer stärker in die Bedeutungslosigkeit. Noch 2004 war er in der vierthöchsten Spielklasse aktiv. Nach acht Saisonsin der League One (dritte Liga) stieg er 2012 in die zweitoberste Division auf – und 2017 im Playoff-Spiel gegen Reading im Wembley nach Elfmeterschiessen schliesslich sogar in die Premier League.

Der deutsche Trainer David Wagner führte Huddersfield vor eineinhalb Jahren nach 45 Saisons zurück in die englische Eliteliga. Das war eine kleine Sensation, hatte der eher kleine Club doch als Abstiegskandidat gegolten. Und der Erfolg war mehrere Hundert Millionen Franken allein an TV-Einnahmen wert, zumal es ein Auffangnetz für Premier-League-Absteiger gibt, die ein Jahr lang noch erstklassige Einnahmen generieren.

Letzte Saison schaffte Huddersfield, mit Florent Hadergjonaj als Stammspieler, überraschend den Klassenerhalt. In der aktuellen Spielzeit kämpft das Team nach bösem Fehlstart (10 Spiele, 3 Punkte) gegen die Relegation, hat sich aber ein wenig aufgefangen. Hadergjonaj ist auf der rechten Defensivseite gesetzt. Der 24-jährige Langnauer mit kosovarischen Wurzeln ist als Premier-League-Fixkraft noch vor Michael Frey (Fenerbahçe Istanbul) erfolgreichster Berner Feldspieler. (fdr)


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/13779216

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