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 Betreff des Beitrags: Re: Fredy Bickel - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Samstag 12. März 2016, 14:06 
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 Betreff des Beitrags: Re: Fredy Bickel - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Montag 11. April 2016, 00:28 
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Sportchef Fredy Bickel

«Ich würde vier YB-Spieler an die EM mitnehmen»

«Wollen Sie Ärger? Ich kenne im Fussball keine Pussy», raunzt YB-Sportchef Fredy Bickel in Richtung Büne Huber. Dann beginnt er zu plaudern.

Ein Zürcher in Diensten der Berner Young Boys. Da ist der Bernerhof in Zürich der ideale Ort für ein Interview mit YB-Sportchef Fredy Bickel. «Ich habe nicht ewig Zeit», sagt er. «In zwei Stunden muss ich bei einem Vortrag im Altersheim Affoltern am Albis sein.» Was ist der Inhalt des Vortrages? «Alles. Vom Säuliamt bis hin zum Weltfussball», schmunzelt Bickel. Mit dem Sonntagsblick redet er über sich, über YB, über Millionentransfers. Und über die Grenzen der Sportstadt Bern.

Fredy Bickel, sind Sie eine Pussy?

Fredy Bickel: (lacht) Wollen Sie Ärger?

Nein, natürlich nicht.

Die Frage musste ja kommen. Ich kenne im Fussball keine Pussys. Und ich nehme die Aussagen von Büne Huber auch nicht so ernst wie andere. Dafür kenne ich ihn zu gut.

Aber er hat vom Berner Hockeystadion bei seiner Aussage direkt Richtung Stade de Suisse gezeigt. Also müssen vor allem die Young Boys gemeint sein.

Musik und Sport stehen sich in Bern sehr nahe. Kuno Lauener fiebert mit YB, Büne Huber mit dem SCB.

Der SCB ist im Gegensatz zu YB aber noch im Titelrennen. Schaut man nicht mit etwas Neid zum Nachbarn rüber?

Nein. Wir pflegen ein gutes Verhältnis. Und ich bin froh, wenn der SCB den Titelhunger in der Stadt Bern stillt. Das ist gut für die Region.

Bern ist also eine Sportstadt?

Von der Begeisterung der Bevölkerung her ganz sicher. Aber von der Infrastruktur ist Bern noch schwieriger als Zürich. Wir haben das wunderbare Stade de Suisse. Aber es gibt in der Stadt keine Trainings-Infrastruktur für Spitzenfussball. Darum mussten wir im Stadion ja wieder Kunstrasen machen, damit wir wenigstens trainieren können.

Haben Sie eigentlich eine Meisterprämie im Vertrag?

Ich habe einen sehr leistungsbezogenen Vertrag. Und da sind Titelprämien drin.

Dann gehen Sie nach wie vor davon aus, dass Sie diesen Bonus irgendwann mal kassieren werden?

Ja. Es ist für uns jedoch nicht der Moment, um über Titel zu reden. Basel steht vor dem siebenten Titelgewinn in Serie. Aber wahrscheinlich wollten Sie mich ja auf meine unbedarfte Aussage vor dreieinhalb Jahren ansprechen. Es war unbedarft von mir, von einem Titelgewinn innert drei Jahren zu reden.

Dann werden Sie das Versprechen hier also nicht erneuern?

Nein, das passiert mir nicht mehr. Aber eines bleibt klar: Titelgewinne müssen für einen Klub wie YB immer ein Ziel sein.

Betrachtet man nur die Rückrunde, dann ist YB punktemässig auf Augenhöhe mit dem FC Basel.

Wir sind auf einem guten Weg, ja. Aber wir konnten bisher dieses Niveau noch keine ganze Saison durchziehen.

Was fehlt denn noch?

Alles führt über harte Arbeit, womit auch Konstanz und Überzeugung entstehen. Ein Erfolgserlebnis wäre eine Initialzündung.

Aber an der Klasse fehlt es YB nicht?

Vielleicht sind wir bei den ersten 13, 14 Spielern auf Augenhöhe. Aber Basel hat 19, 20 Spieler mit dieser Qualität.

Basel hat für die 1. Mannschaft Lohnkosten von rund 35 Millionen. Wieviel hat YB?

Wir äussern uns nicht über Zahlen. Aber es ist eine grosse Differenz.

Leidet die Liga unter der Dominanz des FC Basel und dem langweiligen Titelkampf?

Es ist grundsätzlich nicht einfach, wenn die Differenz im Budget vom ersten zum zweiten der Liga ungefähr gleich gross ist wie vom zweiten zum letzten. Aber das ist ja nicht die Schuld des FCB. Die haben sich alles selber erarbeitet, da gibt es keinen Neid. Und international muss der Schweizer Fussball sowieso dankbar sein, dass es den FC Basel in dieser Form gibt. Aber klar, ein spannenderer Titelkampf würde die Liga beleben.

Sie haben mal gesagt, vor lauter Spielervermittlern könnten Sie nicht mal in Ruhe Kaffee trinken. YB hat im letzten Jahr für Spielervermittler 675 000 Franken ausgegeben. Sie alimentieren ja diese Plage?

Auslandtransfers sind ohne Vermittler nicht möglich. Wir haben mit Sulejmani und Benito zwei teure Auslandtransfers gehabt. Aber auch hier: Der FC Basel hat zwei Millionen für Vermittler bezahlt.

YB hat mit Urs Siegenthaler, der ja seit vielen Jahren auch für die deutsche Nationalmannschaft arbeitet, einen ausgewiesenen Fachmann in den Verwaltungsrat geholt. Bekommt Fredy Bickel einen Aufpasser?

Das schaue ich nicht so an, das hat nichts mit Kontrolle zu tun. Im Gegenteil, ich bin froh, dass er da ist.

Warum?

Weil ein Mann mit so einer langjährigen Erfahrung im Spitzenfussball im Verwaltungsrat gefehlt hat. Er kann uns Dinge aufzeigen, die uns weiterbringen.

Auch im Scouting?

Natürlich.

Aber erfolgreich, wie der Fall von Denis Zakaria zeigt.

Ja. Das ist ein toller Spieler mit einer unglaublichen Entwicklung.

So talentiert wie Breel Embolo?

Man kann die beiden nicht vergleichen. Ich traue aber beiden eine ganz grosse Karriere zu.

Stimmt es, dass für Zakaria schon Millionen im zweistelligen Bereich geboten wurden?

Wir sprechen nicht über Zahlen.

Was sagen Sie zu den letzten Auftritten der Schweizer Nationalmannschaft?

Ich hatte keine Freude, wie viele andere auch nicht. Aber das Team hat Klasse und ich bin überzeugt, dass die Schweiz bei der EM eine gute Rolle spielen wird.

Sollte man mehr YB-Spieler berücksichtigen?

Ja. Ich würde junge Leute mit Perspektive mit an die EM nehmen.

Zum Beispiel?

Yvon Mvogo, Denis Zakaria und Florent Hadergjonaj als Leute mit grosser Perspektive. Dazu Steve von Bergen.

Es gibt immer wieder Gerüchte, dass die Brüder Rihs die Berner Young Boys und das Stade de Suisse gerne verkaufen würden.

Ich habe noch nie das Gefühl gehabt, dass die Brüder Rihs an YB keine Freude mehr haben. Im Gegenteil. Sie sind dem Klub sehr nahe.

Es macht den Anschein, als erlebten Sie gerade die beste Phase seit Ihrer Rückkehr zu YB.

Das ist wohl so. Der Anfang war extrem schwer, es gab viel Kritik und viel Unruhe. Wir brauchten länger als gedacht, um den Klub neu zu positionieren. Aber jetzt sind wir auf einem guten Weg. Das gilt auch für den Trainer: Adi Hütter ist der richtige Mann.

Dann wird Fredy Bickel bei YB pensioniert?

Das wird man sehen. Ich habe ja in Bern eine Wohnung. Aber mein Alterssitz wird im Säuliamt sein. Dort baue ich in Mettmenstetten, meinem Heimat- und Kindheitsort, zusammen mit meiner Schwester und dem Schwager ein Haus.

Nach diesem Interview können Sie ja schon erste Freundschaften knüpfen...

(lacht) Stimmt. Ich muss zu meinem Vortrag ins Altersheim nach Affoltern.

Persönlich

Fredy Bickel (50) ist geschieden und hat zwei erwachsene Töchter. Der gebürtige Säuliämtler lebt in der Berner Altstadt und ist seit Anfang 2013 Sportchef bei YB; sein Vertrag wurde kürzlich auf unbestimmte Zeit verlängert. Der gelernte Kaufmann und ehemalige Journalist ist inzwischen der dienstälteste Sportchef im Schweizer Prof i-Fussball. Sein letztes Engagement beim BSC Young Boys hatte im Dezember 2002 trotz sportlicher Erfolge unschön geendet: Die ihm gegenüber erhobenen strafrechtlichen Vorwürfe erwiesen sich rasch als haltlos, eine Anklage gegen Bickel ist nie erfolgt. Im Jahr 2013 versuchten ein ehemaliger Spielervermittler und ein früherer Manager, Bickel zu erpressen; sie wurden dafür strafrechtlich verurteilt.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 03189.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Fredy Bickel - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 20. April 2016, 12:06 
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20.04.2016

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Fredy Bickel: «Wir haben uns gut entwickelt»

YB tritt heute beim FC Luzern an. Fredy Bickel, Sportchef der Young Boys, spricht über seine Bilanz nach dreieinhalb Jahren Arbeit.

Fredy Bickel, holt YB in den nächsten drei Jahren einen Titel?
Fredy Bickel (schmunzelt): Diesmal werde ich mich von Ihnen sicher nicht zu einer solchen Aussage, für die ich gebüsst habe, verleiten lassen.

In Ihrem ersten Interview nach Ihrer Rückkehr zu YB im Januar 2013 sagten Sie in dieser Zeitung, das Ziel sei es, bis 2016 einen Titel zu gewinnen. Später erklärten Sie sogar, Sie hätten versagt, wenn das nicht klappe . . .
. . . diese Geschichte hat sich hochgeschaukelt. Aber natürlich möchte ein Klub mit Ambitionen einen Titel gewinnen.

Wie zufrieden sind Sie denn mit den letzten dreieinhalb Jahren ohne Titelgewinn?
Zufriedenheit bedeutet Rückschritt. Darum belasse ich es mit dem Hinweis, dass wir in dieser Zeit vieles aufgegleist haben und auf einem guten Weg sind.

Die öffentliche Wahrnehmung ist leicht anders und hart für YB, wenn man überlegt, dass die Ränge 3, 2 und wohl nun wieder 2 gar nicht so schlecht sind.
Wir werden manchmal tatsächlich relativ hart beurteilt. Wir haben hohe Ziele, wir lassen uns an unseren Ansprüchen messen, das ist okay. Und wir haben sicher nicht alles richtig gemacht. Insgesamt aber dürfen wir durchaus mit einer gewissen Genugtuung zurückschauen.

Warum?
Weil wir einige Ziele erreicht haben. Wir haben die Mannschaft verjüngt und es geschafft, ein Team zusammenzustellen, welches einen relativ grossen wirtschaftlichen Wert darstellt mit Akteuren, die wir irgendwann ins Ausland verkaufen können. Wir haben die Strukturen klar ver­bessert. Die Nachwuchsarbeit ist wirklich gut, wir sind eine sehr gute Adresse im Juniorenbereich. Zudem arbeiten enorm starke, fähige Leute bei uns.

Sportlich sehen die Perspektiven für YB ganz gut aus. Wirtschaftlich aber lief es zuletzt Jahr für Jahr nicht so toll.
Wir reden nicht über Zahlen. Ein Fussballklub kann einen Verlust nur vermeiden, wenn er ausserordentliche Einnahmen generiert im Europacup oder durch Transfererlöse. Es muss unser Ziel sein, kostentragend zu arbeiten. Aber das hängt nicht nur mit dem Sport zusammen.

Wie sehr ärgert es Sie, bestreiten dieses Jahr Zürich und Lugano den Cupfinal?
Es ist sicher einfacher, Cupsieger als Meister zu werden. Und man muss sagen, dass wir in diesem Wettbewerb in den letzten drei Jahren unseren Job gar nicht erfüllt haben. Das schmerzt, sehr sogar. Aber es bringt nichts, wenn wir zurückblicken. Wir müssen die richtigen Lehren daraus ziehen und unsere Chance packen.

Seit einigen Monaten agiert YB relativ überzeugend, das Team spielt offensiv und attraktiv, es hat viele junge Akteure im Team. Und doch bleiben die Zuschauer weg, zuletzt bei den fünf Heimsiegen waren im Schnitt vielleicht 10 000 Menschen im Stade de Suisse. Woran liegt das?
Das ist enttäuschend, ja, ich kann es mir auch nicht erklären.

YB hat Vertrauen verspielt, zudem ist die Liga langweilig.
Ein Faktor ist sicher, dass Basel wiederum eine sehr gute Saison spielt und weit voraus ist. Dennoch frage ich mich, was wir noch besser machen müssen. Wir setzen auf junge, eigene Spieler, wir haben grosse Persönlichkeiten im Team, wir gewinnen oft und haben in den letzten fünf Heimspielen 22 Tore erzielt, die Unterhaltung im Stade de Suisse ist gross.

Spielt YB um den Titel, kommen wieder 25 000 Leute an die Spiele.
So sehe und hoffe ich das auch. Ich rede oft mit den Leuten in der Stadt und spüre, dass sie mit YB leben und mitfiebern. Es wird ­geschätzt, was wir leisten. Wir haben uns gut entwickelt.

YB bestreitet mal wieder eine sehr ereignisreiche Saison. Wie schlimm war es, als Sie im letzten Sommer nach dem Fehlstart und dem frühen Trainerwechsel sehr hart kritisiert wurden?
Kritik gehört dazu, ich bin rund fünfundzwanzig Jahre im Geschäft, da weiss man, worum es geht. Und es lief ja nicht gut, da verstehe ich den Unmut. Mich stört es aber sehr, wenn Unwahrheiten verbreitet werden.

An was denken Sie?
Ich erklärte den Medien, auch Ihnen, zum Beispiel im letzten August immer und immer wieder, dass Assistent Harald Gämperle nach der Entlassung von Uli Forte nicht im Fokus als Cheftrainer stehe. Und doch schrieben Sie genau das immer wieder. Wir gaben uns bewusst einen Monat Zeit dafür, einen Coach zu finden. Und nicht, weil wir kein Konzept hatten. Das war wichtig und hat sich gelohnt, wir haben mit Adi Hütter eine exzellente Lösung gefunden. Er passt zu YB.

Ärgert es Sie eigentlich immer noch so sehr, hatten Sie nicht auf Ihren Instinkt vertraut und Trainer Uli Forte bereits am Ende der letzten Saison ersetzt?
Wenn wir uns damals von Forte getrennt hätten, wäre das Unverständnis auch riesig gewesen, weil er YB ja von Rang 7 auf Rang 3 und dann auf Rang 2 geführt hatte. Es gibt keinen perfekten Zeitpunkt für einen Trainerwechsel, das ist stets ein schwieriger Entscheid. Und im Nach­hinein weiss man immer mehr.

Trotz starken letzten Monaten liegt YB 18 Punkte hinter Basel. Müssen die Young Boys darauf hoffen, dass der FCB eine schwache Saison einzieht, um endlich wieder Meister zu werden?
Es muss alles passen, damit wir Meister werden. Der FCB arbeitet seit Jahren ausserordentlich gut, er macht kaum Fehler und steht zu Recht ganz oben. Jede andere Mannschaft hat nur eine Chance, wenn eine perfekte Saison gespielt wird und der FCB sich den einen oder anderen Fehler zu viel erlaubt.

Folgen nun vielleicht doch noch eine Kampfansage und ein knackiger Titel für dieses Interview?
(lacht) Keine Sorge, ich bleibe ganz locker. Wenn es uns gelingt, das Team zusammenzuhalten, dann sind wir bereit, um in der nächsten Spielzeit den nächsten Schritt zu machen. Aber vielleicht haben wir im Sommer wieder so grosses Verletzungspech wie letztes Jahr, vielleicht verlässt uns erst im Juli oder im August der eine oder andere Schlüsselspieler. In diesem Geschäft ist fast alles möglich. Derzeit sieht es so aus, dass alle Leistungsträger bleiben. Doch wir werden erst am 1. September Gewissheit haben.

Mehrere Akteure wie die Toptalente Yvon Mvogo, Denis Zakaria oder Florent Hadergjonaj werden von ausländischen Klubs umworben. Ist das ein grosses Dilemma, weil Sie einerseits Geld verdienen und andererseits das starke Kader zusammenhalten wollen?
Die Spieler haben nicht signalisiert, dass sie schon gehen wollen. Zudem ist ihre Entwicklung lange nicht zu Ende. Sehen Sie, es ist viel zu früh, über die Planung zu reden. Wir haben noch acht Spiele vor uns. Bei uns läuft kein Vertrag aus, einige ausgeliehene Akteure werden zurückkommen, wir müssen erst mal schauen, was passieren wird. Es gibt viele Spekulationen, uns werden jeden Tag zahlreiche Fussballer angeboten, wir haben natürlich auch unsere Wunschlisten, aber derzeit hat es schlicht keinen Platz im Kader. Wir werden ja in den nächsten Wochen noch oft über Zugänge und Abgänge diskutieren (lacht).

Bestimmt. Wie wichtig wird der neue Verwaltungsrat Urs Siegenthaler, dessen Installierung überraschend kam, für Sie sein?
Urs Siegenthaler ist daran, sich einen Überblick zu verschaffen. Er wird sein Wissen, seine Erfahrung und sein Netzwerk ganz bestimmt einbringen.

Ihr Vertrag wurde unbefristet mit Kündigungsfrist verlängert. Ist das eigentlich ein Vertrauensbeweis oder das Gegenteil, weil man Sie so schneller und vor allem billiger entlassen könnte als bei einem Dreijahresvertrag?
(schmunzelt) So habe ich mir das gar noch nicht überlegt. Wir arbeiten gut und eng zusammen, der Weg des Vereins stimmt, es herrscht ein gutes Klima. Ich freue mich auf die Zukunft, meine Arbeit ist hier noch lange nicht zu Ende, es gibt einige Kapitel zu schreiben.

Eine der grössten Baustellen, die teilweise katastrophalen Trainingsbedingungen, ist noch nicht geschlossen.
Das ist ein leidiges, trauriges Thema. Aber ich muss aufpassen, was ich sage, und bin schon mal froh, gibt es nun zwei Fussballfelder mehr auf der Allmend. Unsere Teams trainierten zuletzt sehr verteilt quer in der Stadt, das kann es auf Dauer nicht sein. Es ist für Fussballvereine in Bern allgemein schwierig.

Sie haben sich mit dem «Blick» nach jahrelangem Streit versöhnt. Sind Sie erleichtert?
Ach, ich hatte mich eigentlich an diesen Zustand und an die scharfe Kritik sowie die vielen Unwahrheiten gewöhnt und halt nicht mehr mit den Journalisten dieser Zeitung gesprochen. Aber es ist für YB sicher besser, ist dieser Streit nun endlich beigelegt.

Und wie geht es Ihnen heute ­gesundheitlich? Sie litten in den letzten Jahren unter einem ­hartnäckigen, heftigen Virus.
Die letzten zwei Jahre waren wirklich sehr mühsam, ich musste starke Medikamente nehmen und konnte keinen Sport mehr treiben. Es war ein Virus, der mich teilweise enorm schwächte, aber nun geht es mir wieder viel besser. Ich fühle mich gestärkt, habe 14 Kilogramm abgenommen. Auch, weil ich die Lebensweise umgestellt habe. Ich lebe nun gesünder, das ist vielleicht langweiliger, aber es ist besser so.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/25148144

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 Betreff des Beitrags: Re: Fredy Bickel - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Montag 2. Mai 2016, 16:34 
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02.05.2016

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BZ-Talk mit Fredy Bickel

Heute zu Gast am BEA-Messestand der Berner Zeitung: Fredy Bickel, Sportchef der Berner Young Boys.

ie Berner Zeitung lädt jeden Tag an der BEA Grössen aus Politik, Wirtschaft, Sport oder Kultur zum Gespräch ein. Jeweils um 15 Uhr am Messestand in Halle 4.1 sprechen BZ-Redaktoren mit den Gästen darüber, was die Region bewegt.

Am Montag gab sich Fredy Bickel (50) die Ehre. Seit 2012 ist Bickel Sportchef bei YB – sein Wechsel vom FC Zürich war damals eine Rückkehr, denn bereits zwischen 1999 und 2003 hatte er in Bern gearbeitet. In diese Zeit fällt auch der Wiederaufstieg der Young Boys in die oberste Schweizer Spielklasse. Bickel kam mit drei Meistertiteln und einem Cup-Sieg mit dem FCZ zurück in die Bundesstadt und sollte auch den Gelb-Schwarzen zu Titeln verhelfen.

Das ist ihm bislang nicht gelungen, auch wenn ein dritter und zwei zweite Plätze in drei Jahren objektiv betrachtet keine schlechte Bilanz sind. Doch die leiderprobten Berner Fans sehnen sich nach dem Ende der nunmehr 30-jährigen Titellosigkeit, weshalb Bickel nicht unumstritten ist. Die Vereinsführung baut jedoch auf den früheren Buchhalter und Journalisten und haben sein Arbeitspapier unlängst verlängert.


http://www.bernerzeitung.ch/region/bern ... y/26945062

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 Betreff des Beitrags: Re: Fredy Bickel - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Samstag 28. Mai 2016, 22:27 
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28.05.2016

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«Es gibt Spieler, die nicht rundum zufrieden sind»

Bei YB haben alle Kaderspieler weiterlaufende Verträge. Sportchef Fredy Bickel rechnet in der Sommerpause nicht mit einem grossen Umbau, will aber gewappnet sein, wenn es zu Abgängen kommt.

Mit 41 Punkten ist YB das beste Team der Rückrunde. Es ist ein Muster ohne Wert, da der FC Basel den Titel schon lange auf sicher hatte. Wie sehen Sie das?
Ich sehe das anders. Es stimmt nicht, dass es um nichts mehr ging. Wir hatten uns während der Winterpause Ziele gesetzt, und eines lautete, die beste Mannschaft der Rückrunde zu werden. Wir wollten zudem die Punktezahl aus der Vorsaison von 66 übertreffen. Das haben wir mit 69 Punkten erreicht. Und wir wollten vor allem gegen schwächer eingestufte Teams nicht mehr so viele Punkte lassen, wie das in der Vergangenheit der Fall war, und auswärts mehr Zähler holen. Diese Kriterien haben wir alle erfüllt.

Sahen Sie auch eine Entwicklung der Mannschaft?
Ja, vor allem ein Aspekt hat mich gefreut. Als feststand, dass wir Platz zwei auf sicher hatten, gab es kein Nachlassen. Die Mannschaft zog konsequent mit, hielt die Spannung innerhalb des Teams aufrecht, auch in Spielen, in denen es mit Blick auf die Tabelle nicht mehr um sehr viel ging.

Betrachtet man die Kaderliste, stellt man fest, dass die Verträge fast aller Spieler noch mindestens ein weiteres Jahr gültig sind. Geht YB mit praktisch derselben Mannschaft in die neue Saison?
Es wird keinen grossen Umbau geben. Wir wollen unseren Weg mit jungen Spielern fortsetzen. Wir holen junge ­Talente zurück, die an andere Vereine ausgeliehen waren, wie Nicolas Bürgy von Wohlen und Thomas Fekete von ­Vaduz. Linus Obexer rückt ins Kader auf und wurde mit einem Vertrag ausgestattet. Wir wollen diesen Weg mit den ­jungen Spielern zementieren.

Spektakuläre Transfers sind diesen Sommer bei YB nicht zu erwarten?
Was heisst spektakulär? Wir müssen ­gewappnet sein, sollte es Abgänge geben. Dieser Aspekt bestimmt das Handeln. Mvogo, Zakaria, Hadergjonaj, auch Wüthrich befinden sich in fussballerischer Hinsicht noch in der Entwicklung. Es wäre für sie zu früh, jetzt ins Ausland zu gehen.

Nun gut, das sagen die Clubs immer. Die Agenten der jungen Spieler aber sagen oft das Gegenteil.
Ja, das ist so. Ich bin auch nicht blau­äugig. Die vier genannten Spieler sagen uns, sie würden die nächste Saison weiter für YB spielen. Aber ich weiss auch, dass sich die Situation manchmal sehr schnell ändern kann.

Es liegen also keine konkreten Angebote für YB-Spieler vor?
Es gibt sicher Spieler, die mit ihrer ­Situation nicht rundum zufrieden sind und nicht abgeneigt wären, den Verein zu wechseln, wenn ein entsprechendes Angebot hereinkäme. Dann muss man das zusammen anschauen. Wenn wir nach einem Abgang noch einen erfahrenen Spieler brauchen, schauen wir das an. Aber wir haben von keinem Spieler Signale, dass er YB auf Teufel komm raus verlassen will.

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Was passiert mit Sanogo?
Wie wichtig Sanogo für YB sein kann, ­haben wir auch beim letzten Spiel in Thun wieder gesehen. Seine Qualitäten als zweikampfstarker Spieler benötigen wir. Ich denke, wenn Sanogo glücklich werden kann mit seiner Rolle, in der er nicht immer Stammspieler sein wird, dann sind wir glücklich, dass er bei uns ist.

Hat Sanogo das Vertrauen von ­Trainer Adi Hütter?
Adi Hütter sieht es wie ich. Er weiss, wie wichtig Sanogo mit seinen kämpferischen Fähigkeiten für YB sein kann. Dass Sanogo über seine reduzierte Einsatzzeit nicht besonders glücklich ist, kann ich nachvollziehen.

YB engagierte mit Hoarau, Ravet oder ­Sulejmani zuletzt überdurchschnittliche Offensivspieler. Fehlt dem Team nicht ein überragender Verteidiger?
Das sehe ich nicht so. Von Bergen spielte aus meiner Sicht eine sehr gute Saison, er ist einer unserer grossen Leader. Rochat bewies bei seinen Einsätzen, dass man auf ihn zählen kann, Wüthrich ist ein grosses Talent, Vilotic verhielt sich sehr professionell, auch als er nicht mehr erste Wahl war. Es wäre falsch, in diesem Mannschaftsbereich noch einen neuen Spieler reinzudrücken. Zudem kommt mit Bürgy ein weiterer junger Verteidiger zurück, Bürki hatte eine gute Saison in Thun und kann sich dort nochmals eine Saison lang weiterentwickeln. Wir werden sicher nicht Ausschau halten nach einem neuen Abwehrchef.

Basels Sportchef Georg Heitz ­erklärte, selbst für den FC Basel werde es immer schwieriger, ­Talente aus Europa zu verpflichten, weil die meisten bereits im Fokus der ganz grossen Vereine sind. Deshalb schaut sich der FCB auf anderen Kontinenten um wie ­Nordafrika oder Asien. Hat YB Talentspäher im Ausland?
Der FCB hat eine andere Ausgangslage als YB. Basel hat sich diesen Status ­erarbeitet, die fast regelmässige Teilnahme an der Champions League in den letzten Jahren ist für junge ausländische Spieler natürlich ein Faktor. Wir hätten es aber noch schwerer als Basel, im Ausland zu wildern. Wir versuchen in erster Linie in der Schweiz unsere Hausaufgaben zu machen. Unsere jungen Schweizer ­Spieler kommen bei uns zum Einsatz, das haben wir auch diese Saison bewiesen. Das bringt uns im Rennen um weitere Talente in eine gute Position, weil jeder sieht, dass Nachwuchsförderung bei YB kein Lippenbekenntnis ist.

Wie sieht es im Scouting-Team von YB aus? Bleibt Stéphane Chapuisat Chef-Scout oder gibt es Änderungen in der Philosophie des Scoutings?
Stéphane Chapuisat leistet ausgezeichnete Arbeit und ist sehr wichtig für uns. Vielleicht machen wir wieder einen Schritt Richtung Ausland. Aber bisher sind wir mit unserer Strategie gut gefahren. Wir haben die Schweiz gut bearbeitet, wir wissen, wo in unserem Land die Talente sind. Ich behaupte, in den letzten zwei, drei Jahren ging uns kein Talent durch die Maschen, das wir zu YB hätten holen wollen. Denis Zakaria ist ein Beispiel. Ausserdem haben wir in unseren Nachwuchsteams bei den 15- bis 21-Jährigen einige vielversprechende Spieler, ohne dass ich Namen nenne. Wir haben gute Arbeit geleistet. Aber das bedeutet nicht, dass wir in ­Zukunft unser Scouting nicht erweitern werden.

Hat der Einsitz von Urs Siegenthaler im YB-Verwaltungsrat, der seit Jahren Berater von Joachim Löw und zuvor Jürgen Klinsmann bei der deutschen Nationalmannschaft ist, einen Einfluss auf Ihre Arbeit?
Ja, klar. Er leitet die Sportkommission, in der Transfers und Vertragsverlängerungen abgesprochen werden. Urs ­Siegenthaler ist nicht in das Tages­geschäft bei YB involviert, aber er ist ?die sportliche Kompetenz im Verwaltungsrat.

Wer hat das Engagement von ­Siegenthaler initiiert?
Der Verwaltungsrat.

Ein anderes Thema. Was sagen Sie zum Abstieg des FC Zürich?
Sicher ist es für Lugano und Vaduz grossartig, dass sie den Ligaerhalt geschafft haben. Aber Zürich ist Tradition, Zürich hat ein grosses Stadion, Zürich bringt ­Zuschauer. Der Abstieg ist ein Verlust für unsere Liga. Und was nächste Saison in der Challenge League passiert, ist Wahnsinn. Fünf Teams werden um den Aufstieg spielen, fünf gegen den Abstieg.

Beim FCZ haben die Spieler keine Klausel für die Challenge League in ihren Verträgen. Die Verträge laufen mit den gleichen Gehältern weiter. Wie ist das bei YB?
Wir haben bei YB auch keine Abstiegsklausel in den Verträgen. Als ich zu YB kam und die Spielerverträge durchschaute, war nirgends eine Abstiegsklausel vermerkt. Und ich hatte bisher auch nie das Gefühl, dass dies notwendig ist.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Es ... y/17340615

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 Betreff des Beitrags: Re: Fredy Bickel - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 16. Juni 2016, 18:43 
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Fredy Bickels ewige Liebe zu Paris

Fredy Bickel besucht seit 1983 jedes Jahr mindestens einmal Paris. Der YB-Sportchef ist riesengrosser Edith-Piaf-Fan. Und er ist ein Musikkenner mit vielfältiger Geschmacksausrichtung.

18 Jahre ist Fredy Bickel alt, als er 1983 erstmals Paris besucht. Es ist – nun, ja – Liebe auf den ersten Blick, seither weilt Bickel mindestens einmal pro Jahr in der französischen Metropole. «Paris ist jedes Mal wieder faszinierend», schwärmt Bickel, «es hat so viele traumhafte Plätze, Strassen, Bistros, da wird es nie langweilig.»

Seit den Anschlägen in der französischen Hauptstadt im November war Bickel zweimal hier, und es sei ruhiger geworden, aber Paris lasse sich nicht unterkriegen. «Diese Stadt strahlt enorm viel Energie aus», sagt der YB-Sportchef, «die Leute haben einfach eine gute Ausstrahlung.»

Der Edith-Piaf-Tag

Und es gibt noch einen zweiten Grund, warum Bickel Jahr für Jahr ein paar Tage in Paris weilt. Er ist weiblich, ist auch 53 Jahre nach dem Tod weltbekannt und trägt den Namen Edith Piaf. Bickel ist riesengrosser Fan der grossen kleinen (147 Zentimeter) Französin, die mit ihren Chansons über die Tragödien ihres Lebens zur bekanntesten Sängerin ihrer Zeit aufstieg. «Ich bin beeindruckt, wie Piaf mit ihren Krisen umging und versuchte, sie selber zu bleiben», sagt Bickel.

Edith Piaf lebte auf der Überholspur, exzessiv und mit vielen Affären, sie überlebte mehrere Autounfälle, war durch Schmerzmittel, Alkoholkonsum und Drogen gesundheitlich früh angeschlagen, ehe der Superstar 1963 mit 47 Jahren an Krebs starb.

Bickel legt aus Tradition jedes Jahr einen Piaf-Tag ein. Er besucht die Gegend, wo Piaf aufwuchs, geht zur Wohnung, in der sie lange lebte, auf den Friedhof und natürlich zum Edith-Piaf-Platz mit der Statue der Sängerin.

Bickel mag die Musik Piafs, nutzt aber die Gelegenheit, um ein Vorurteil über seine Person zu widerlegen. «Ich werde musikalisch oft auf meine Schlagerbegeisterung reduziert», sagt er schmunzelnd, «aber das stimmt so nicht. Ich bin ein grosser Musikanhänger, ich mag auch Bruce Springsteen oder Bob Dylan oder Kevin Johnson, damit ich einen erwähnt habe, den Sie nicht kennen.»

Gewichtsprobleme in Genf

Kevin Johnson ist ein 72-jähriger Australier, dem Bickel mal eine Mail schrieb, weil dessen CD in Europa nicht erhältlich waren. «Ein paar Wochen später erhielt ich ein Paket mit 15 CD aus Australien», sagt Bickel. Und dann erzählt er, wie seine Begeisterung für Piaf begann.

«Als 16-Jähriger schickten mich meine Eltern ein halbes Jahr nach Genf zum Französischlernen, ich musste in einer Confiserie arbeiten und nahm über 10 Kilo zu.» Im Radio liefen immer Piaf-Songs, selbst die Jungen schwiegen und hörten zu. «Man erklärte mir, wer Piaf ist», sagt Bickel, «und ich kaufte mir sofort eine Biografie von ihr, las sie in zwei Tagen durch und verlor irgendwie mein Herz an sie.»

Fredy Bickel singt, Ohrenzeugen bestätigen das, auch ganz gut («ich singe vor allem gern») und kennt viele Texte auswendig. «Ich war in der Innerschweiz mal Radiomoderator und präsentierte immer zwischen 10 und 12 Uhr das Wunschkonzert. Damals lernte ich viele Lieder kennen.»

Knapp eine Woche war Bickel in Paris, er besuchte die Schweizer Spiele gegen Albanien (in Lens) und gestern gegen Rumänien, heute fährt er – sofern es die TGV-Streiks erlauben – zurück nach Bern, um 15 Uhr ist YB-Trainingsstart. Er reagierte nicht unglücklich, als Trainer Adi Hütter die erste Einheit auf den Nachmittag des 16. Juni setzte.

So konnte Bickel nicht nur ein paar EM-Tage im geliebten Paris verbringen, sondern auch noch den zweiten Schweizer Auftritt verfolgen. Er tippt übrigens auf Spanien als Europameister – und wird spätestens 2017 wieder nach Paris reisen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/19782676

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 Betreff des Beitrags: Re: Fredy Bickel - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Freitag 1. Juli 2016, 20:29 
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01.07.2016

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«Wir nehmen Sanogo mit offenen Armen zurück»

Es sind stressige Tage für YB-Sportchef Fredy Bickel. Nach der geglückten Rückkehr von Michael Frey zeichnete sich der Abgang von Sékou Sanogo zu Stuttgart ab – bis alles anders kam.

Fredy Bickel, der Transfer von Sékou Sanogo zu Stuttgart schien auf guten Wegen. Weshalb ist der Wechsel doch geplatzt?
Weshalb es zwischen Sanogo und Stuttgart zu keiner Einigung kam, weiss ich auch nicht genau. Es dürften letztlich verhandlungstechnische Gründe gewesen sein. Dass es nicht geklappt hat, lag aber wohl vor allem an ihm.

Der Bundesliga-Absteiger wollte offenbar eine kürzere Vertragsdauer als der Spieler, heisst es aus Deutschland. Ist es deshalb zu keiner Einigung gekommen?
Wie gesagt, ich werde erst mehr wissen, wenn Sanogo zu uns ins Trainingslager nach Österreich stösst und wir ausführlicher mit ihm sprechen können.

Wie wird Sanogo bei YB empfangen?
Wir nehmen Sanogo mit offenen Armen zurück. Er hat bei uns immer offen gespielt mit seinem Wunsch, ins Ausland zu wechseln, weil das sein grosser Traum ist. Deshalb hegen wir ihm gegenüber keine schlechten Gefühle.

Im Winter ist sein Transfer zum Hamburger SV in letzter Sekunde geplatzt, nun wird auch aus dem Wechsel zu Stuttgart nichts. Ist nicht die Gefahr da, dass nun ein enttäuschter und lustloser Sanogo zu YB zurückkehrt?
Ich kann mir seinen Frust vorstellen, nach allem, was er zuletzt erlebt hat. Ich glaube aber nicht, dass sich das negativ auf sein Verhalten bei uns auswirken wird.

Gibt es noch weitere Interessenten für Sanogo?
Es liegen weitere Anfragen für ihn vor, das stimmt. Deshalb ist nicht auszuschliessen, dass er uns doch noch verlässt. Das ist im Moment aber nur Spekulation.

Sollte Sanogo bleiben, besteht im Zentrum kein Handlungsbedarf. Wer kommt, wenn er doch noch geht? Buff? Dzemaili? Ein Ausländer?
Unser primäres Ziel bleibt, das Team zusammenzuhalten. Oder anders gesagt: Wir sind am Verwalten unseres Kaders. Deshalb reagieren wir nur, wenn das nötig ist. Und zu einzelnen Namen will ich nichts sagen. Wir sind laufend mit Spielern in Kontakt, um mögliche ­Abgänge abdecken zu können, falls es nötig ist. Tiefergehende Gespräche mit möglichen Kandidaten führen wir aber erst, wenn der Bedarf wirklich da ist.

In der Offensive war dies mit der Rückkehr von Michael Frey offenbar der Fall.
Wir haben im Juli und August ein sehr happiges Programm. Gerndt und Kubo sind noch nicht richtig fit. Ausserdem wird uns Kubo auch längere Zeit fehlen, weil er mit Japans Auswahl bei Olympia mitspielt. Es gab noch die Option mit dem jungen Marko Dangubic als viertem Stürmer. Ich glaube aber, dass es besser für ihn ist, zuerst einige Zeit in der Challenge League durchzuspielen. Es gibt drei bis vier Vereine, die Interesse haben. Allen voran Winterthur und Wohlen.

Die Rückkehr von Michael Frey, der bei Lille noch weiter unter Vertrag stand, dürfte nicht günstig gewesen sein?
Ich bin Michael Frey sehr dankbar, dass er die Sache mit Lille selber geregelt hat, weil er zu uns zurückkommen wollte. Das hat mir geholfen, dass sich schliesslich auch die finanzielle Seite so präsentierte, dass seine Rückkehr zu YB möglich wurde. Wir freuen uns alle, dass er wieder da ist.

Gross wäre die Freude bei den YB-Fans auch gewesen, wenn Seydou Doumbia statt in Basel wieder in Bern gelandet wäre.
Doumbia war auch bei uns schon seit längerer Zeit ein Thema. Ihn zurückzuholen, wäre natürlich ein Traum gewesen. Es tut weh, dass er nicht bei uns, sondern in Basel spielen wird. Was die Finanzierung betrifft, war eine Verpflichtung für uns aber schlicht nicht machbar. Da bewegt sich der FCB in einem anderen Bereich.

Ein Fragezeichen gibt es noch in der Abwehr. Milan Vilotic soll Interesse an einem Wechsel haben. Wie konkret sind diese Absichten?
Von unserer Seite kann ich dazu nicht viel sagen. Steve von Bergen ist im ersten Spiel gesperrt. Und bei Grégory ­Wüthrich hoffen wir, dass er nach seiner Verletzung bald wieder voll mittun kann. Ob er beim Saisonstart schon ­wieder einsetzbar ist, können wir noch nicht abschätzen. Deshalb ist es nicht so, dass wir etwas forcieren.

Sie sind mit der Mannschaft seit Dienstag im Trainingslager in der Nähe von Salzburg. Wie sind die Bedingungen, und wie ist die Stimmung im Team?
Der Ort ist super, der Rasen direkt beim Hotel sensationell. Die Stimmung ist sehr gut, auch wenn es schade ist, dass noch nicht alle Spieler der Gruppe da sind. Sanogo, Zakaria und Gajic, der noch Knieprobleme hat, werden nun aber auch bald zum Team stossen. Wer solche Probleme hat, jammert auf hohem Niveau.

Apropos Problem: Das Testspiel am 16. Juli gegen Nantes musste wegen der Tour de France abgesagt werden. Gibt es schon eine Alternative?
Wir hoffen, bald eine neue Lösung präsentieren zu können. Im Moment verhandeln wir mit Zenit St. Petersburg und mit Stuttgart.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Wi ... y/12802023

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 Betreff des Beitrags: Re: Fredy Bickel - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Samstag 30. Juli 2016, 11:03 
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«Fredy Bickel, braucht YB nicht einen Verteidiger?»

Das Heimspiel Samstag (20.00 Uhr) gegen Lugano wird für die Young Boys schon zum Stresstest.

Fredy Bickel, nach der Verletzung von Alexander Gerndt reden wieder alle von der Stürmersuche. ­Brauchen die Young Boys nicht einen überragenden Verteidiger?
Wir haben fünf Innenverteidiger. Zudem ist die Kadergrösse vom Verwaltungsrat mit 23 Spielern vorgegeben. Ich kann da nicht einfach das Kader ausbauen.

Der «Bund» hat Ihnen diese Frage schon zum Ende der letzten Saison gestellt. Damals sagten Sie: «Wir werden sicher nicht Ausschau ­halten nach einem neuen Abwehrchef.» Bleiben Sie dabei?
Ja, natürlich. Wir hatten wegen Sperren und Verletzungen nicht alle Spieler an Bord. Aber deswegen kann ich nicht einfach weitere Verteidiger engagieren. Das ist auch eine finanzielle Frage.

Wir denken an die Europacupspiele gegen Everton vergangene Saison und an das 0:2 gegen Schachtar Donezk. Ein überragender Verteidiger, ist das eine naive Überlegung?
Nein, das ist keine naive Überlegung. Aber es ist auch eine Frage der Philosophie. Wir wollen unseren jungen Spielern eine Chance geben. Dazu müssen sie zum Einsatz kommen. Das ist immer auch ein Balanceakt. Klar würde es uns gut anstehen, in Zukunft einen überragenden Abwehrspieler zu holen. Aber im Moment ist das zu weit weg.

Wie funktioniert die Hierarchie? Müssen Sie Transfers mit dem neuen Verwaltungsrat Urs Siegenthaler absprechen?
Es läuft im Prinzip wie zuvor. Es gibt die Sportkommission. Zuvor war Werner Müller der Vorsitzende, jetzt ist es Urs Siegenthaler. Wir bringen die Vorschläge. Wir bedeutet Trainer Adi Hütter, Chefscout Stéphane Chapuisat und ich. Und die Sportkommission entscheidet dann mit dem Verwaltungsrat, ob unsere Vorschläge genehmigt werden oder nicht.

Bringt Urs Siegenthaler nicht selber Vorschläge?
Bisher noch nicht. Aber im Sommer war er natürlich noch beim DFB mit der deutschen Nationalmannschaft stark ­absorbiert. Ich habe mit ihm zurzeit vor allem Mailkontakt. Ich denke, das wird sich in Zukunft ändern.

YB hat am Samstag das Heimspiel gegen Lugano und in einer Woche empfängt es Thun zum Derby. Was erwarten Sie?
Ich erwarte, dass wir die beiden Spiele gewinnen. Um in der Meisterschaft einen Schritt vorwärtszukommen, muss man Partien gegen Gegner, die auf dem Papier schwächer besetzt sind, gewinnen. Das haben wir in der vergangenen Rückrunde gut umgesetzt, in der Zeit ­zuvor war uns das mehrmals nicht gelungen.

Gegen Lugano muss also ein Sieg her, ohne Wenn und Aber?
Das ist unsere Erwartung. Aber es gibt Spiele, da rennt man an, dominiert, fängt einen Konter ein und verliert. Man kann nicht im Voraus die Parole herausgeben: Dieses Spiel muss gewonnen ­werden, sonst ist Feuer im Dach. Man muss immer berücksichtigen, wie der Spielverlauf war.

Die Doppelbelastung Europacup und Super League war für die Young Boys in den vergangenen Jahren oft ein Problem. Letzte Saison verlor YB früh den Anschluss an Basel.
Das ist so. Die nächsten beiden Heimspiele in der Super League sind für uns unheimlich wichtig. Das müssen wir diese Saison besser machen als vor einem Jahr. Die Doppelbelastung darf keine Ausrede sein.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Fr ... y/14797369

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 Betreff des Beitrags: Re: Fredy Bickel - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Sonntag 31. Juli 2016, 14:19 
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YB-Sportchef Fredy Bickel

«Man kann es nicht nur mit Geld machen»

Sportchef Fredy Bickel möchte mit den Young Boys bereit sein, sollte sich der FC Basel eine Krise leisten. Auch daraus bezieht der dienstälteste Sportchef Motivation für seine Arbeit.

NZZ am Sonntag: Fredy Bickel, wie läuft die Planung für das Jubiläum im nächsten Jahr?

Fredy Bickel: Sie meinen: 30 Jahre ohne Titel? Ich höre jedes Jahr, dass wir ein Jubiläum feiern können. Wir haben die Saison vorbereitet wie jede andere auch.

Sie und die YB-Führung haben zurückhaltender die Saisonziele genannt als auch schon. Ist das eine Lehre aus dem letzten Jahr?

Das hatte sicher Einfluss. Wir haben überdacht, was in der letzten Sommerpause war und was danach mit unseren eher offensiven Aussagen passiert ist. Aber es hat auch mit der Realität zu tun. Basel hat wieder ein Ausrufezeichen gesetzt. Andere Vereine hatten im Vergleich zu Basel keine Möglichkeit, an Spieler nur annähernd heranzukommen, die sie ebenfalls interessiert hätten. Das sage ich weder mit Frust noch mit Neid. Die Basler machen es gut: Sie lassen den anderen keine Möglichkeit, Höhenluft zu schnuppern.

Ein Ziel gibt es: YB muss in den Europa-Cup. Wenn YB in der Vergangenheit etwas musste, war das meist eine schlechte Voraussetzung dafür, dass es gelang.

Wir haben daran gearbeitet, dass wir einen Schritt weiter sind. Das ist uns in der vergangenen zweiten Saisonhälfte nicht so schlecht gelungen. Jetzt müssen wir hinstehen und sagen: Mit dem Aufwand und den Mitteln, die wir haben, müssen wir jedes Jahr in den Europa-Cup kommen.

YB muss sich im Normalfall höchstens mit Platz 2 begnügen. Braucht es mehr Geld, um an die Spitze zu kommen?

Man kann es nicht nur mit Geld machen. Es ist hilfreich. Aber man braucht auch Ruhe, Geduld und einmal einen Erfolg, zum Beispiel im Cup. Es wäre keine Erfolgsgarantie, wenn einer käme mit 50 Millionen. Bei Basel ist mehr dahinter als einfach nur das Geld.

Aber mit grösseren finanziellen Mitteln könnten Sie eben Doumbia zurückholen und müssten ihn nicht Basel überlassen.

Aber irgendwann muss man auf eigenen Füssen stehen. Der Anspruch muss sein, dass wir uns selber finanzieren können.

Die YB-Geldgeber sind nicht mehr bereit, zu investieren, damit es vielleicht einmal für einen Titel reicht. Das war auch schon anders.

Dass sie uns nicht einfach machen lassen, um am Ende der Saison das Defizit zu decken, ist ganz normal. Ich kann nachvollziehen, dass wir das Geld selber erwirtschaften sollen und sie nicht wie Göttis hinter uns stehen. Wenn man sähe, dass wir ganz nahe dran sind und nur ein kleiner Baustein fehlt zum Erfolg, wäre es wohl anders.

Es kann doch nicht sein, dass man sich mit dem 2. Platz begnügt. Auch Sie selber nicht.

Manchmal frage ich mich, wie es für die kleineren Klubs ist. Ich selber kann ja auch nicht in eine Saison gehen und denken: Schauen wir mal. Natürlich will ich etwas gewinnen! Das ist mein Antrieb und auch derjenige des Vereins. Aber ich weiss, dass vieles zusammenkommen muss, damit es gelingt. Der FCZ hat die drei Meistertitel auch geholt, weil Basel geschwächelt hat. Wer sagt mir, dass es keine Saison geben wird, in der Basel in eine Minikrise gerät und wir eine Saison ohne Schwankungen haben? Sie können sagen, das sei das Prinzip Hoffnung. Aber es ist vielmehr ein Ansporn. Ich will mir nicht vorwerfen, YB sei nicht bereit, wenn sich eine Gelegenheit auftut. Selbst wenn Basel in den letzten Jahren geschwächelt hätte, wäre YB nicht bereit gewesen. Wir arbeiten, dass wir in Zukunft bereit sind.

Was war der Fehler in der Zeit bei YB, aus dem Sie am meisten gelernt haben?

Schwer zu sagen. Ich glaube im Nachhinein, dass ich die Aufgabe unterschätzt habe. Ich hatte das Gefühl, es könnte schneller gehen, bis YB dort steht, wo es heute steht.

Haben Sie die sportliche Aufgabe unterschätzt oder die Eigenheiten der YB-Kultur?

Beides. Es gab in den Strukturen des Vereins Dinge, die stärker verankert waren, als es von aussen schien.

Was meinen Sie konkret?

Man will Prozesse ändern, stösst auf Widerstand und merkt dann, dass dahinter mehr steckt als Unwille. Das ist auch schön. Mir sagt man auch, dass ich in einem Alter sei, in dem ich mich nicht verändern wolle. Ich habe auch Mühe, mich von Liebgewonnenem zu trennen. So gesehen passe ich vielleicht nicht schlecht zu YB.

Langsam, selbstgefällig, behäbig – so will es das Klischee über Bern und seine YB.

Man kann das auch positiv auslegen. Es gibt eine Bodenständigkeit, man weiss um die Geschichte, hat eine Identität, man spricht mit den Leuten. So hält man auch an Dingen fest, die dem Klub früher etwas bedeutet haben. Es kann auch eine Stärke sein, dass man nicht einfach mit dem Rasenmäher das alte Zeug abrasiert.

Wir haben nach dem grössten Fehler gefragt – was war der grösste Glücksfall? Die Verpflichtung von Guillaume Hoarau?

Hoarau war vor allem auch neben dem Platz ein Glücksfall. Mit seiner spontanen, lockeren Art gelang es ihm, im und um den Klub die Sicht auf YB zu öffnen. Bei YB ging man nicht auf diese Weise an die Öffentlichkeit und hat dann beispielsweise auf einer Bühne gesungen, wie er das macht.

Hoarau strahlt einen gewissen Glamour aus, der YB zugänglicher gemacht hat.

Ja, absolut. Hoarau hat geholfen, dass man auch in Bern sieht, dass Fussball mit Unterhaltung zu tun hat. Nicht nur nach aussen, auch im Team. Er hat die anderen Spieler vorangebracht.

Sie arbeiten seit 25 Jahren als Sportchef. Sind Sie ein Fossil?

Die Arbeit hat sich in den letzten zehn, fünfzehn Jahren enorm verändert. Ich bin ja Teil einer Entwicklung, lerne dazu, mache Erfahrungen. Aber ich glaube, dass es immer einen Sportchef braucht als Puffer zwischen Mannschaft, Trainer und Führung.

Wie machen Sie eigentlich Pause?

Wenn man so im Betrieb ist wie ich, gibt es kaum eine Pause. Mehr als ein paar Tage im Oktober kann ich fast nicht weggehen.

Ist das nicht ungesund?

Ich habe mit Ärzten darüber gesprochen. Es gibt die Meinung, dass man krank wird, wenn man aufhört. Daran halte ich mich.

Immer Fussball – man trifft Sie an der WM in Brasilien in Salvador, an der Euro in Paris.

Es ist mir wichtig, dabei zu sein. Besonders, wenn unsere Spieler teilnehmen. Sie sollen wissen, dass jemand vom Klub da ist. An einem Turnier trifft man Leute, pflegt Kontakte, lernt Neues. Ich bin noch nicht so weit, dass ich mich während eines Turniers in eine Berghütte zurückziehen kann.

Haben Sie nie genug vom Fussball?

Als ich noch jünger war, hoffte ich, dass ich möglichst lange im Fussball bleiben könne. In meinem Alter überlegt man eher, ob man etwas verpasst hat. Ob es noch etwas anderes gibt.

Und? Wie antworten Sie sich selber?

Wenn ich mich in einer ruhigen Minute mit einem Rotwein hinsetze und darüber nachdenke, dann ist es gut. Wo bekomme ich so viel Emotionen wie im Fussball? Was kann mir mehr geben? Ein Beispiel: Ich habe mich gefreut, dass Blerim Dzemaili eine gute Euro gespielt hat. Ich kenne ihn seit Juniorentagen. Und dann sehe ich, wo er hingekommen ist. Dieses Gefühl gibt mir viel. Wegen solcher Momente mache ich meine Arbeit.


http://www.nzz.ch/sport/fussball/yb-spo ... -ld.108444

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 Betreff des Beitrags: Re: Fredy Bickel - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 18. August 2016, 12:45 
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YB-Sportchef Fredy Bickel kann die Europa League planen

«Wir müssten das Wunder von Bern toppen»

Irgendwie stand er bedröppelt da, Fredy Bickel (Bild), der YB-Sportchef nach diesem bitteren 1:3 gegen Gladbach. Er beginnt nun zu planen – die Europa League.

BLICK: Fredy Bickel, glauben Sie an Wunder?
Fredy Bickel (51): Nein. Wenn wir jetzt noch weiterkommen wollen, so bräuchte es mehr als ein Wunder. Das würde das Wunder von Bern bei weitem toppen.

Also glauben Sie nicht mehr ans Weiterkommen?
Es ist schön, an etwas zu glauben. Aber Hoffnungen müssen irgendwie berechtigt sein. Jetzt sind sie es nicht mehr.

Das war doch nach dem 0:2 in Lemberg gegen Schachtar Donezk genauso?
Nein, das war anders. Wir hatten schon unmittelbar nach dem Hinspiel in der Kabine dieses Gefühl, dass die etwas verpasst haben. Schachtar hätte uns mit 0:5 nach Hause schicken können. Die Ukrainer hätten den Sack zumachen müssen. Doch sie taten es nicht. Deshalb lebte unsere Hoffnung.

Gladbach hingegen hat den Sack mit diesen drei Auswärtstoren zugemacht.
Die haben uns die Chance genommen, an ein Weiterkommen zu glauben.

Besonders bitter macht diese Niederlage das irreguläre 1:2. Wie erklären Sie sich das? Ein Blackout des Assistenten?So etwas auf diesem Niveau – das gibts doch gar nicht! Ich glaube nicht, dass ich jemals solch einen Offside-Fehlentscheid erlebt habe. Jeder im Stadion hat es gesehen. Nur der Assi nicht. Und Ref Rizzoli stand gleich daneben und machte … nichts.

War der Auftritt von YB für Sie sonst einigermassen okay?
In der ersten Halbzeit hätten wir ein wenig mutiger sein sollen. Und ein Lichtblick ist für mich, dass Zakaria und Schick wieder mittun konnten.

Immerhin: Sie können nun mit der Planung loslegen. Mit der Planung der Europa League.
Sagen wir es so: Die Planung läuft in Richtung Europa League.

Es braucht sicher einen rechten Aussenverteidiger.
Grundsätzlich schon. Aber zuerst muss die Frage endgültig beantwortet sein, wie lange Sven Joss genau ausfällt.

Ein Ersatz für Alex Gerndt?
Da kennen wir die Ausfalldauer. Die ist lang. Dennoch werden wir eher keinen Stürmer verpflichten.
Und einen Flügel?

Eine eher realistische Variante ist es, sich zu überlegen, einen Spieler zu holen, der sowohl am Flügel wie auch ganz vorne eingesetzt werden kann.


http://www.blick.ch/sport/fussball/yb-s ... 90780.html

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