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 Betreff des Beitrags: Re: Fredy Bickel - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Dienstag 13. September 2016, 21:33 
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ich wünsche fredy alles gute für die zukunft. es ist wirklich sehr schade gibt es wieder so viel unruhe in den verein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fredy Bickel - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 14. September 2016, 07:20 
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Fredy Bickel muss gehen

YB und die Einflüsterer

YB trennt sich vom Sportchef. Die Machtverhältnisse entwickelten sich zuungunsten Bickels, und der Berner Klub will weniger Geld ausgeben.

Es ist ein Jahr her, dass der YB-Verwaltungsratspräsident Hanspeter Kienberger der NZZ sagte, der Sportchef Fredy Bickel sitze «sicher im Sattel, wir planen langfristig mit ihm». Und es ist acht Monate her, dass die Young Boys den Vertrag mit Bickel erneuerten, unbefristet, mit langer Kündigungsfrist.

Diese Frist ist am Dienstag angelaufen. Der Berner Fussballklub trennt sich von Bickel, es ist der nächste abrupte Einschnitt in jüngerer Vergangenheit. Immer wieder mussten bei YB vielgepriesene Führungsleute gehen, teilweise Knall auf Fall, 2010 der CEO Stefan Niedermaier, 2011 der Trainer Vladimir Petkovic, 2012 der nächste Trainer Christian Gross und der nächste CEO Ilja Kaenzig, 2015 der übernächste Trainer Uli Forte. Und stets fiel auf, wie fragil das YB-Gebilde ist – wie wenig die Berner wissen, wohin sie wollen und mit wem. Die einzige Konstante sind die Brüder Andy und Hans-Ueli Rihs, die Investoren, die seit Jahren die Löcher stopfen und die Richtung ändern, hin und her. Mit Bickel geht auch der für den Kommerz zuständige CEO Alain Kappeler, die Bereiche Sport und Kommerz würden zusammengelegt, heisst es in einem Communiqué. Vor vier Jahren, mit der Entlassung Kaenzigs, waren Sport und Kommerz getrennt worden, hin und her, her und hin.

Der neue Verwaltungsrat

Nach offiziellem Wortlaut passt YB die Organisationsstruktur an, die Trennung von Bickel und Kappeler erfolge im gegenseitigen Einvernehmen. Über Kappeler ist zu hören, er habe das Amt schon letzte Woche niedergelegt, bei Bickel zweifeln Insider die Freiwilligkeit an. YB war für ihn schon fast eine Mission persönlicher Wiedergutmachung, nachdem seine erste Amtszeit als YB-Sportchef 2002 mit einem Rechtsstreit geendet hatte. Bickel ist ein ebenso streitbarer wie erfolgreicher Sportchef, nach seiner Rückkehr zu YB im Winter 2012/13 bekam er seine alten Geschichten um die Ohren gehauen – doch die Brüder Rihs stützten ihn stets. Und wann immer es auch hiess, Bickel führe ein Eigenleben und tanze dem fussballfremden Verwaltungsrat auf der Nase herum, nahmen ihn die Vorgesetzten in Schutz. Wie sagte Kienberger im Gespräch vor einem Jahr, nachdem er auf Bickels angebliche Machtfülle angesprochen worden war: «Er hat keine Unterschrift auf dem Bankkonto, er kann selber kein Geld bewegen, er kann keinen Vertrag allein unterschreiben.»

Auf den ersten Blick erstaunt es, dass Bickel diesen Sukkurs plötzlich verlor. Und sie überraschen, diese Speerspitzen im Communiqué, etwa: die Rihs-Brüder erwarteten «aber», dass sich die sportlichen Ziele nach den wirtschaftlichen Möglichkeiten richten. Mit anderen Worten: Nicht mehr ausgeben als einnehmen. Es ist eine nachvollziehbare Absicht – aber in diesem Kontext schwingt schon fast der Vorwurf mit, Bickel habe über die Stränge schlagen wollen. Zumindest gegen aussen signalisierte Bickel Verständnis dafür, dass die Rihs-Brüder nicht mehr zu blinden Investitionen bereit sind. Deshalb war für Bickels Sturz mitentscheidend, dass sich die Zusammensetzung des Verwaltungsrats verändert hat, seit Bickel wiederholt das Vertrauen ausgesprochen worden war. Dem Gremium, dem so oft vorgeworfen worden war, zu wenig Branchenkenntnis zu besitzen, gehört seit März 2016 Urs Siegenthaler an, der frühere Fussballer, der sich als Berater der deutschen Nationaltrainer Jürgen Klinsmann und Joachim Löw einen Namen machte. Manche Leute sprechen unverhohlen von einem Machtkampf zwischen Siegenthaler und Bickel. Gesichert scheint aber auch, dass die Allianz zwischen Bickel und dem Trainer Adi Hütter dünner geworden ist. Hütter stand dem Verwaltungsrat teilweise näher als dem Sportchef, was Bickels Handlungsspielraum verringerte.

Bickel war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen; Siegenthaler stellt die Interpretation des Machtkampfs in Abrede, der jüngste Beschluss richte sich «nicht gegen eine Person. Es war ein rein wirtschaftlicher Entscheid.» In den letzten Jahren hatte Bickel das Team umgebaut. Es war eine Renovation mit System, die eigene Junge förderte, aber immer einmal wieder auch viel Geld kostete. Ein Titel resultierte nicht, auch in der neuen Saison liegt YB schon wieder neun Punkte hinter dem FC Basel. Siegenthaler ist quasi das Symbol der neuen Ansicht, dass der zweite Rang hinter dem FCB auch mit weniger Aufwand zu erreichen ist, mit einem Kader, in dem Spieler des gehobenen Durchschnitts nicht so viel verdienen wie bei YB. Die Lohnsumme ist offenbar so hoch, dass sich heuer trotz schon gesicherten europäischen Einnahmen von 5,6 Millionen Euro erneut ein Minus abzeichnet. Diese Konstellation ist Bickel in letzter Zeit verschärft angelastet worden, obwohl er – wie beteuerte Kienberger? – keinen Vertrag allein unterschreiben konnte.

Risiko und Vernunft

Aber die Verantwortung muss Bickel tragen, der einstige Mann der Hoffnung, der bei allen Stärken als Hochpreis-Sportchef gilt. Ihm wird auch zum Verhängnis, dass sich die Zürcher Rihs-Brüder auf immer neue Einflüsterer verlassen. Vor sechs Jahren war es Benno Oertig, der sie von der Entlassung seines internen Rivalen Niedermaiers überzeugte; die nächsten Statthalter waren etwa Kienberger und Werner Müller, die 2012 Kaenzigs Abgang und Bickels Rückholung forcierten. Nun zählen Rihs und Rihs auf Siegenthaler als neues sportliches Gewissen, ein Vertrauen, das auch die Frage birgt, ob Rang 2 mit weniger Aufwand und noch mehr eigenen Nachwuchsspielern wirklich zu halten ist. Doch Siegenthaler sagt, wenn es für Rang 2 jährlich ein Defizit von vier Millionen Franken brauche, «kann Rang 2 weder für YB noch für mich wichtig sein. Das ist Vernunft.»

Als neuen CEO präsentierte YB am Dienstag Wanja Greuel; der neue Leiter Sport ist bestimmt, wird aber erst im Oktober bekanntgegeben. Darin liegt bei allem schwer oder gar nicht Verständlichen vielleicht das grösste Unverständnis: dass die Young Boys keine Aufbruchstimmung versprühen; dass sie nicht genauer aufzeigen, wie der neue Weg aussieht und mit wem sie ihn beschreiten; dass sie verschweigen, wer die neue Person ist, die diesmal langfristig das Vertrauen der Brüder Rihs geniesst.


http://www.nzz.ch/sport/fussball/fredy- ... -ld.116593

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 Betreff des Beitrags: Re: Fredy Bickel - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 01:52 
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YB-Goalie Mvogo trauert Bickel nach

«Wir hatten eine super Zeit mit Fredy»

Es war ein Schock für die Spieler, als sie über die Entlassung von Fredy Bickel informiert worden. Goalie Yvon Mvogo sagt: «Es hat mir für Fredy wehgetan.»

Der geschasste Sportchef war nahe beim Team. Oft in der Kabine. Während den Spielen auf der Bank. Bickel spürte, wie der Puls der Mannschaft schlug. «Er hat einen super Job gemacht», sagt denn auch Mvogo, der unter Bickel YB-Legende Marco Wölfli als Nummer eins ablöste. «Wir haben eine super Zeit miteinander gehabt», sag der Fribourger nachdenklich.

Aber, so Mvogo, seien Fussballer, Angestellte, und sie müssten sich auf das zu konzentrieren, was auf dem Platz ist. «Wir müssen damit umgehen und vorwärts schauen», sagt der Keeper noch. Sein Job sei es, die Bälle zu halten. Basta. Auch die Frohnatur, die sonst immer ein Lachen im Gesicht hat, ist für einmal nicht zu Scherzchen aufgelegt.

Was Mvogo sonst noch zum Knall bei YB sagt: Im Video.

Um 19 Uhr also steigt das erste Europa-League-Gruppenspiel von YB. «Gegen die stärkste Mannschaft in der Gruppe», qualifiziert Trainer Adi Hütter Gegner Olympiakos Piräus. Und zählt auf: «43-mal Meister, 27-mal Cupsieger, acht Champions-League-Teilnahmen. Das sagt alles.»

Man habe die Griechen beim 6:1 zum Saisonstart gegen Veria vor Ort beobachtet. Und war beeindruckt. Ex-Real- und Inter-Star Esteban Cambiasso sowie Captain Luka Milivojevic gäben den Rhythmus im Mittelfeld vor. Vorne wirble Ex-Xamaxien Ideye Brown.

Immerhin: Der gegen Luzern sackstarke Steve von Bergen konnte am Dienstag bereits wieder mittrainieren, trotz des schmerzhaften Schlags, der ihn in der Schlussphase zur Auswechslung gezwungen hatte. Weshalb Hütter drei Innenverteidiger hat und gar nicht erst in die Versuchung kommen kann, Milan Vilotic aus der U21 ins Kader zu berufen. Das ändert nichts daran, das YB aus dem letzten personellen Loch pfeift. Hütter: «Aber ich kann immer noch eine kompetitive Mannschaft aufs Feld bringen.»


http://www.blick.ch/sport/fussball/euro ... #ui-tabs-1

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 Betreff des Beitrags: Re: Fredy Bickel - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 02:09 
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14.09.2016

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Fertig lustig bei YB

Fredy Bickel ist bei YB zum zweiten Mal gescheitert. Diese Niederlage ist noch brutaler für den Sportchef. Denn diesmal ist der Fall endgültig.

Fredy Bickel und YB – es ist eine besondere Beziehung. Bei seinem ersten Engagement in Bern baute der damals noch recht junge Sportchef ab 1999 eine Wohlfühl­oase auf und führte die Young Boys zurück in die NLA.

YB machte damals schwer glücklich, aber Bickel stolperte über einen hässlichen Streit mit Stadionchef Peter Jauch. Er hatte seine Kompetenzen überschritten, zu viel Geld ausgegeben, eigenmächtig Entscheidungen getroffen, sogar die Polizei wurde eingeschaltet, Bickel verlor den Job und zwischenzeitlich seinen guten Ruf.

Weit über ein Jahrzehnt später scheiterte er weniger aufregend. Aber nur auf den ersten Blick. Denn diesmal ist die Niederlage für Bickel brutaler. Und endgültig. Er wird nicht mehr zehn Jahre lang jeden Tag daran denken, dass er in Bern oben noch einen Job zu beenden habe.

Er verlor erneut einen Machtkampf, gegen Urs Siegenthaler. Vor allem aber zog er den Kürzeren gegen eine Person, die ähnlich funktioniert. Auch Siegenthaler ist einer, der die Leute begeistern und für sich gewinnen kann, der sie einseift, wenn es sein muss, und der als gewiefter Menschenfänger gilt.

Tränenreicher Abschied

Es sind viele Tränen geflossen am Dienstagmorgen, als der bei vielen Angestellten beliebte Bickel im Stade de Suisse entlassen wurde. Mal wieder fiel eine Königsfigur bei YB tief. Wie einst Stefan Niedermaier.

Oder Ilja Kaenzig. Oder Christian Gross. Oder Uli Forte. Um nur einige Beispiele zu nennen. Bickel darf und will sich öffentlich nicht zitieren lassen. Aber er leidet sehr unter dem Rauswurf, er hing und hängt an YB, er ist ein Gefühlstyp, bei ihm menschelt es immer sofort, und als er 2013 zurückkehrte, da war es sein Ziel gewesen, bis 2016 einen Titel zu gewinnen.

Das ist ihm nicht gelungen, aber die Young Boys verbesserten sich, von Rang 7 auf Rang 3 und dann zweimal auf Rang 2, sie haben sich ganz klar als zweitbestes Team der Liga etabliert, aber sie sind dem FC Basel nicht näher gerückt. Im Gegenteil. Sie sind ein Europa-League-Team. Basel ist ein Champions-League-Team.

Man kann die Amtszeit von Bickel positiv bewerten. Oder negativ. Es ist vieles eine Frage des Blickwinkels. Bei Bickel ist das besonders ausgeprägt. Man kann es toll finden, wie die Young Boys auf junge Fussballer setzten, sie dominierten die Nachwuchstrophy deutlich.

Bickel baute das ­Kader um und ab, es wirkt heute ausbalanciert, das grosse Ver­letzungspech kann man dem Sportchef nicht anlasten. Es hat ausgezeichnete Routiniers wie Guillaume Hoarau, Supertalente wie Denis Zakaria, jede Position ist doppelt besetzt, es hat mehrere Akteure mit beträchtlichem Marktwert, neben Zakaria beispielsweise auch Yvon Mvogo, Yuya Kubo oder Yoric Ravet.

Vom Verwaltungsrat gedeckt

Man kann also Bickels Werken freundlich betrachten. Man kann aber auch sagen: Bickel hat – wie immer – zu viel Geld ausgegeben, er hat Verträge mit Spielern verlängert, die man vielleicht nicht hätte verlängern müssen (Jan Lecjaks, Alain Rochat, Scott Sutter).

Er hat den teuren Milan Vilotic verpflichtet. Er hat teilweise nicht besonders geschickt verhandelt, zu hohe Ablösesummen und zu feudale Verträge ermöglicht. Aber der Verwaltungsrat hat das immer alles abgesegnet.

Und es war der Verwaltungsrat, der in diesem Sommer in einem internen Papier zum Angriff auf Basel aufrief. Und es war der Verwaltungsrat, der sportlich so lange dermassen inkompetent zusammengestellt war, dass es irgendwann hiess, Fredy Bickel sei viel zu mächtig geworden.

Falscher Mann fürs Sparen

Aus irgendeiner Weinlaune heraus tanzte in diesem Frühling auf einmal Urs Siegenthaler heran. Andy und Hansueli Rihs, die YB-Besitzer, sind mässig begeisterte Fussballfreunde, sie hören mal auf jenen Einflüsterer und dann auf diesen, sie investieren mal viel zu viel und wollen mal sparen, es ist ein Hin und Her ohne Struktur.

Nun sollen wieder Kosten minimiert werden. Dafür ist Fredy Bickel der falsche Mann. Aber dann hätte man den Vertrag mit dem Sportchef im Winter nicht verlängern müssen.

Wenn man sich mit Leuten aus dem inneren Zirkel des Vereins unterhält, wird rasch klar, dass eine fehlende Strategie das Hauptproblem des Klubs ist. «YB muss sich endlich entscheiden, was es sein will», sagt einer.

Ein anderer, der wie viele schockiert ist über die Kommunikationspo­litik des Verwaltungsrats, meint: «Die haben nicht begriffen, wie jämmerlich ihr Auftritt ist.»

Immerhin: Nach neuester Vereinsdoktrin soll nicht mehr ausgegeben als eingenommen werden. Zumindest war das bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch so. Es klingt fast zu vernünftig, um mit YB in Verbindung gebracht zu werden.

Aber vielleicht ist in einem Jahr schon wieder ­alles anders. Wenn der nächste Menschenfänger unterwegs ist. Wenn Verwaltungsräte Feuer fangen. Oder wenn Vereinsbesitzer auf einmal doch wieder das Gefühl erhalten, ein Titel wäre doch noch eine feine Sache.

Der riesengrosse Radfan und Investor Andy Rihs sagte in einem Interview mit dieser Zeitung einmal: «Ein Meistertitel mit YB wäre wie der Gewinn der Tour de France.»

Vilotic als Sinnbild

Vielleicht würde sich auch Fredy Bickel freuen, wenn die Young Boys – irgendwann, irgendwann – wieder einen Titel feiern. Vorerst muss sich der Zürcher erholen. Er blickt auch gesundheitlich auf nicht immer einfache Zeiten zurück.

Und die letzten Monate nach Siegenthalers Einstieg waren hart für einen, der es kuschelig mag. Zumal Bickel polarisierte. Auf den Rängen wie im Internet.

Zuletzt gelang es Bickel Ende August nicht, einen neuen Arbeitgeber für Milan Vilotic zu finden. Was auch am Verteidiger lag, der mehrere Angebote ablehnte. Vilotic war 2014 für die überrissene Ablösesumme von rund 3,5 Millionen Franken auf Wunsch von Trainer Uli Forte verpflichtet und mit einem prächtig dotierten Vertrag bis 2018 ausgestattet worden.

Coach Adi Hütter sortierte den Serben aus. Auch wenn es unfair für Bickel ist, weil zwei Trainer die Hauptverantwortlichen dieser Geschichte sind – doch vielleicht ist der «Fall Vilotic» eine Art Sinnbild für Bickels Scheitern bei YB.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/22917700

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 Betreff des Beitrags: Re: Fredy Bickel - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 29. September 2016, 23:16 
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Bickel: «Es lief schon länger schlecht»

Gut zwei Wochen lang hat er geschwiegen. Nun spricht der ehemalige YB-Sportchef Fredy Bickel erstmals seit seiner Absetzung mit den Medien.

Fredy Bickel scheint gut gelaunt, als er die Tür zu seiner Wohnung öffnet. «Telebärn» hat den ehemaligen YB-Sportchef in seiner Dachwohnung in der Berner Altstadt besucht, bevor er dort auszieht. Ab Dezember wohnt er wieder in seiner Heimat Mettmenstetten.

Nachdem er seine Dachterrasse und das Schlafzimmer mit Sicht auf das Münster vorgeführt hat, spricht Bickel erstmals über seine Absetzung als Sportchef bei YB am 13. September.

Er habe schon seit längerer Zeit ein schlechtes Gefühl gehabt, sagt Bickel. «Als es im März den Wechsel im Verwaltungsrat gab, habe ich schnell gemerkt, dass es nicht so gut läuft. Ich hatte bald einmal das Gefühl, es könnte zu einer Entlassung kommen. Daraufhin habe ich immer wieder nachgefragt und nie eine Antwort bekommen. Das war am Ende auch die grösste Enttäuschung.»

«Es war jeden Tag eine Freude»

Zum Vorwurf, er habe bei YB zu viel Geld ausgegeben, meint Bickel: «Klar trägt man in meiner Position Verantwortung.» Eine grosse Rolle hätten die Neuorganisation und wirtschaftliche Faktoren gespielt. Letztes Jahr sei besonders viel zusammengekommen: «YB spielte nicht im Europacup und es konnten keine Spieler verkauft werden. Da muss ich einen grossen Teil der Verantwortung mittragen.»

Das Kapitel YB sei für ihn nicht einfach abzuschliessen. Es sei «wunderbar» gewesen. «Ich verlasse YB und die Menschen, mit denen ich zusammengearbeitet habe, mit einem guten Gefühl. Es war jeden Tag eine Freude.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/14734277

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 Betreff des Beitrags: Re: Fredy Bickel - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Sonntag 2. Oktober 2016, 01:18 
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Bickel verrät seine neuen Pläne

«Ich habe keine Lust mehr auf Fussball»

Ex-YB-Sportchef Fredy Bickel zeigt seine Altersresidenz. Redet über seine Entlassung. Verrät, weshalb er einen Bogen um jedes Stadion macht. Und dass ihm schon ein Job als Barkeeper angeboten wurde.

Vor seinem inneren Auge ist das Haus schon eingerichtet. Fredy Bickel (51) strahlt und sagt: «Hier kommt der Beamer hin. Hier die Weinbar. Da die Boule-Bahn, hier die Juke-Box.» Er steht auf dem zweiten Stockwerk und zeigt SonntagsBlick den Rohbau seiner Altersresidenz in Mettmenstetten ZH.

Es wird ein Familien-Projekt. Im Parterre entstehen zwei Wohnungen – eine für ihn, die andere für seine ältere Tochter Lara (24). Im ersten Stock wird Bickels Schwester mit ihrem Mann und ihren Kindern einziehen. Und unter dem Dach gibts einen grossen Gemeinschaftsraum. Inklusive einer Kiesbahn, um Boule zu spielen. «Hier werden wir uns regelmässig treffen.» Auch seine Eltern werden dabei sein. Sie wohnen im Nachbarshaus. Da, wo Fredy gross wurde. «Da habe ich als Bub immer Fussball gespielt», sagt Bickel und zeigt über die Hecke. Im Zuge des Neubaus haben die Bickels unterirdisch die Häuser verbinden lassen. «Meine Familie ist mir sehr wichtig», sagt er. Ende Jahr will er einziehen. Ein ambitioniertes Ziel! «Zuletzt ha­be ich das Projekt etwas schleifen lassen. Jetzt habe ich aber Zeit dafür.»

Mehr, als ihm lieb ist. Am Dienstag vor vier Wochen wurde der Sportchef der Berner Young Boys Knall auf Fall freigestellt.

BLICK: Fredy Bickel, kam für Sie Ihre Entlassung ebenso überraschend wie für alle anderen?
Fredy Bickel: Einerseits schon, weil man uns immer im Glauben liess, alles sei gut. Andererseits nicht wirklich, weil ich nach dem personellen Wechsel im Verwaltungsrat sofort gespürt habe: das wird ganz schwierig.

Und jetzt sind Sie frustriert?

Nein. Aber enttäuscht. Vor allem, weil ich im Nachhinein erfuhr, dass die Entlassung schon seit Monaten beschlossene Sache war und dass man sich mit meinem Nachfolger schon längere Zeit einig war. Man hat mich ins Leere laufen lassen.

Ihnen wird vorgeworfen, zu viel Geld ausgegeben zu haben.

Man muss wissen, dass ich bei YB keinen Vertrag alleine unterschreiben konnte. Alle Entscheide haben wir gemeinsam gefällt. Aber ich war in der operativen Leitung und trage die Verantwortung. Wir haben letzte Saison die Europa League verpasst und keine Spieler teuer verkaufen können.

Sie hinterlassen ein Defizit …

… ja, aber dass es 2015 ein Defizit gegeben hat, wussten die YB-Verantwortlichen schon im Januar. Da hat man meine Arbeit noch gelobt und den Vertrag mit mir verlängert. Ich verlasse YB mit einem guten Gefühl, und weiss, dass wir gute Arbeit geleistet haben.

Und trotzdem wurden Sie in Bern entlassen. Weshalb?

Einzelne Personen im Verwaltungsrat haben diesen Entscheid gefällt. Und ich muss diesen akzeptieren.

Sie meinen Urs Siegenthaler, Hanspeter Kienberger und Richard Gostony?

Namen kommentiere ich nicht. Aber, wenn es Neuausrichtungen in Firmen gibt, kann es solche Entscheidungen geben. Dies nachvollziehen können, ist für den jeweils Betroffenen schwierig. So auch für mich.

Sie haben bei Ihrem Amtsantritt YB einen Titel in den nächsten drei Jahren versprochen. Das war ziemlich naiv, oder?

Diese Aussage ist in einem speziellen Kontext entstanden. Aber klar: Ich habe es so formuliert, es war ungeschickt. So habe ich selbst Druck auf mich aufgesetzt.

Freut es Sie, dass Urs Siegenthaler YB bereits wieder verlassen musste?

Nein. Ich will auch nicht zurückblicken und mir vorstellen, was jetzt wäre, wenn er nicht zu YB gekommen wäre. Es ist passiert.

YB hat betont, man wolle fortan stärker mit Nachwuchs-Spielern arbeiten. Haben Sie zu wenig auf junge Spieler gesetzt?

Zuletzt haben wir zweimal die U21-Trophy gewonnen, waren das jüngste Team der Liga mit den meisten eigenen Spielern. Zudem haben wir bei YB unsere Anzahl von Nachwuchs-Nationalspielern von 1 auf 34 erhöht, seit ich hier bin. Wir haben in den letzten Jahren eine tolle Nachwuchsabteilung aufgebaut. Auch dank Nachwuchschef Ernst Graf.

Graf ist wie viele, die Sie nach Bern holten, vom FCZ. Besteht nun das Risiko, dass nach Ihrer Entlassung alle abspringen?

Ernst habe ich nicht nur zu YB geholt, weil er ein Freund ist. Er ist der beste Nachwuchschef der Schweiz. Ich kann zu hundert Prozent hinter jedem stehen, den ich zu YB geholt habe. Sie werden den Klub nicht verlassen. Sie sollen und werden den Weg weitergehen.

Jetzt einfach mit Christoph Spycher. Ist er ein geeigneter Bickel-Nachfolger?

Wuschu ist der bestmögliche Nachfolger. Er bringt alles mit, was es braucht. Insbesondere Fachwissen und grosse Sozialkompetenz.

Schafft er, was Ihnen nicht gelungen ist? Einen Titel mit YB? Oder ist das ein Ding der Unmöglichkeit?

Man kann in Bern Titel holen, davon bin ich überzeugt. Sogar in dieser Saison ist dies noch möglich. Ich hoffe, dass es bald klappt. Dafür braucht es vor allem Kontinuität im gesamten Verein.

Was ist einfacher: FCZ-Sportchef zu sein, wo mit Präsident Ancillo Canepa einer allein das Sagen hat, oder YB-Sportchef, mit verschiedenen Verwaltungsräten, einem Präsidenten und Hauptsponsoren?

Vielleicht war es schon einfacher beim FCZ. Die Wege waren kürzer und ich hatte mit Cillo ein sehr offenes Vertrauensverhältnis.

Schauen Sie sich noch YB-Spiele an?

Ja. Das Spiel in Astana habe ich in Ruhe mit meinem Vater vor dem TV angeschaut. Um die Stadien mache ich im Moment einen grossen Bogen. Ich habe keine Lust mehr auf Fussball. Zumindest im Moment. Die letzten Monate haben an mir gezehrt, ich brauche eine Pause. Spitzenfussball schenkt einem unglaublich viele Emotionen und Freude. Aber er raubt Zeit und Energie.

Im 2007 haben Sie sich scheiden lassen. Vor längerer Zeit haben Sie sich von Ihrer Freundin getrennt und sind wieder Single. Ist der Job eines Sportchefs nicht kompatibel mit einer Beziehung?

Es ist sicher nicht einfach, wenn man den Job so ausübt, wie ich das getan habe. Meine Arbeit hat mich bestimmt, das hatte schon zum Teil sehr egoistische Züge. Ich weiss, dass es nicht einfach war, mit mir zusammen zu sein. Aber ich pflege heute noch ein freundschaftliches Verhältnis zu meinen Ex-Frauen.

Wird es wieder einmal einen Sportchef Fredy Bickel geben?

Ich denke, dass irgendwann meine Batterien wieder aufgeladen sind und ich wieder etwas im Fussball bewegen will. Ich bin jetzt 51 und noch zu jung, um aufzuhören zu arbeiten. Und zu alt, um etwas ganz Neues anzufangen.

Mittlerweile sitzen wir im Restaurant Rössli bei einer kalten Platte. Einige Meter von Bickels Rohbau entfernt. Hier kennt ihn jeder. Und er kennt jeden. «Ciao Fredy, wie gehts?», fragt ein Mann in Arbeiter-Montur, der Ferdi. «Ciao Ferdi, gut und dir?», fragt der Ex-YB-Sportchef zurück. «Das ist meine Heimat. Hier wohnen meine ältesten Freunde und meine Familie. Hier fühle ich mich wohl», sagt er. Und hier schaut man auf seine Freunde. So hat ihm Vreni, die Wirtin des Rössli, bereits einen Job angeboten. «Sie hat mich gefragt, ob ich bei ihr an der Bar arbeiten wolle», sagt Bickel und lacht. Er hat vorerst freundlich abgesagt. «Ich habe im Moment andere Projekte.»

Was machen Sie, ausser sich um den Bau zu kümmern?

Zum Glück habe ich viele Träume und Ideen, was ich gerne machen will. Ein Buch zu schreiben, gehört sicher dazu. Ich bin jetzt 25 Jahre im Profifussball. Stoff hätte ich genug.

Haben Sie schon einen Buchtitel im Kopf?

So ganz spontan fällt mir ein: «Profifussball – Traum oder Albtraum?»

Also: «Sportchef – Traum oder Albtraum?»

Im Moment würde ich eher zu Zweitem tendieren.

Werden Sie nun auch wieder singen? Sie haben ja schon mal ein Lied aufgenommen. Wie war der Titel?

Das war im Jahr 2002, das Lied hiess: «Wo die Liebe ein Zuhause fand» und handelte von den Young Boys. Und Sie liegen richtig: Es gibt ein neues Projekt für ein Mundart-Lied. Entstanden ist die Idee an unserem Stammtisch im Freundeskreis mit und um Beat Schlatter.

Dann hoffen wir, dass Sie diesmal mit dem Singen mehr Erfolg haben. Ancillo Canepa hat einst gesagt, dass Sie im 2002 knapp 30 Exemplare verkauft hätten. Und er habe eines davon erstanden.

Das war eine einmalige Auflage von 3000, und das Lied war schon bald ausverkauft. Allerdings glaube ich nicht, dass sich Cillo eine CD gekauft hat. Wenn er eine besitzt, dann habe ich sie ihm wahrscheinlich geschenkt.

Werden Sie wieder solo singen?

Nein, nein. Wir planen ein lustiges Projekt. Nicht, dass Sie jetzt schreiben, dass Bickel eine Karriere als Sänger plant. Dass ich kein guter Sänger bin, weiss ich. Aber es macht mir trotzdem Spass.

Zurück auf der Baustelle. Passanten bestaunen Bickels Auto. Kein Wunder! Er fährt einen VW Porsche 914/6. Ein Modell aus dem Jahr 1970. «Das war mein Kindheitstraum, den ich mir vor 15 Jahren erfüllt habe», sagt Bickel. Was auffällt, ist die Farbe des Oldtimers. YB-Gelb! Werden Sie ihn jetzt umspritzen? «Nein! Den habe ich gegen Ende meiner ersten Zeit bei YB gekauft. Der bleibt gelb.» Das Ende seiner ersten YB-Zeit war hässlicher – diese endete in einer Schlammschlacht mit YB-Chef Peter Jauch. «Da war ich jung und naiv. Ich habe mich darauf eingelassen und auch provoziert.»

Heute ist alles anders. Bickel: «Ich habe den Verein in Frieden und Freundschaft verlassen und mit dem Gefühl, dass wir alle zusammen auch viel gute Arbeit geleistet haben.» Ist es ausgeschlossen, dass Bickel seine Zelte ein drittes Mal in Bern aufschlägt? «Ich denke, das ist ausgeschlossen», sagt er und braust davon. Im YB-Gelben Sportwagen mit Berner Nummer.


http://www.blick.ch/sport/fussball/bick ... 55918.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Fredy Bickel - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 8. Dezember 2016, 12:20 
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Fredy Bickel vor Wechsel ins Ausland

Der frühere FCZ- und YB-Sportchef soll einen Traditionsclub zurück an die Spitze führen.

Fredy Bickel könnte bald wieder aktiver Sportchef sein. Laut gut unterrichteten österreichischen Quellen ist der 51-jährige Schweizer Topfavorit von drei Kandidaten bei Rapid Wien. Vor kurzem ist er bei einem Besuch in Rapids Stadion gesehen worden, am Sonntag soll der neue Mann vorgestellt werden.

Falls Bickel tatsächlich in Wien unterschreibt, ist er ab 1. Januar 2017 Angestellter in einem Club, der den Ruhm so gut kennt wie die Unruhe. Was den Erfolg angeht, ist Rapid so etwas wie das GC von Österreich. Mit 32 Titeln ist der Verein Rekordmeister. Ausserdem hat Rapid 14-mal den Cup gewonnen.

Nur: Die ganz erfolgreichen Zeiten liegen wie bei den Grasshoppers schon einige Jahre zurück. International schaffte es der Club 1985 (1:3 gegen Everton) und 1996 (0:1 gegen PSG) im Cup der Cupsieger bis in den Final. National schlossen die Wiener aus dem Stadtteil Hütteldorf die Meisterschaft letztmals 2008 auf Rang 1 ab, 1995 war Rapid Cupsieger.

Ein neues Stadion

Die vergangenen drei Spielzeiten beendete der 1898 als «1. Wiener Arbeiter-Fussball-Club» gegründete Verein auf Rang 2 hinter dem neureichen Serienmeister Red Bull Salzburg. In dieser Saison allerdings läuft es nicht. Rapid liegt nach 18 Bundesliga-Partien lediglich auf Rang 5 und hat bereits 12 Punkte Rückstand auf Leader Sturm Graz. Zur Spitzengruppe gehören auch Altach mit dem früheren FCZ-Stürmer Dimitri Oberlin sowie RB Salzburg und Rapids Stadtrivale Austria.

Rapid, das seit dieser Saison im neu erstellten Allianz-Stadion mit seinen fast 30’000 Plätzen antritt und pro Heimspiel mehr als 20’000 Zuschauer anzieht, erlebte jüngst immer wieder auch Krisen. Trotz ordentlichem sportlichem Erfolg hat sich der Club nach der vergangenen Saison von Trainer Zoran Barisic getrennt und Mike Büskens verpflichtet. Allerdings hielt das Arbeitsverhältnis mit dem früheren Schalke-Verteidiger und Fortuna-Düsseldorf-Trainer nur bis Anfang November. Dann wurde Büskens nach nur zwei Siegen in zehn Meisterschaftspartien entlassen. Sportdirektor Andreas Müller, ebenfalls ehemaliger Profi sowie Manager auf Schalke, musste auch gleich gehen.

Vertrag bis 2019

Bickel wäre Müllers Nachfolger, angedacht ist offenbar ein Vertrag bis Mitte 2019. Und Bickel müsste in Wien neben Rang 2 auch auf weitere Besonderheiten nicht verzichten, die er aus Bern schon kennt. So, wie es bei den Young Boys die YB-Viertelstunde gibt, kennt Rapid die Rapidviertelstunde. Sie wird im Gegensatz zu Bern allerdings nicht eingesungen, sondern eingeklatscht. Auch Rapid hat in seiner Geschichte zahlreiche Spiele in den letzten Minuten gedreht.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Fr ... y/18922892

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 Beitrag Verfasst: Freitag 9. Dezember 2016, 01:59 
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Wer ist Rapids möglicher neuer Sportdirektor?

Hopp Schwiiz!

Der SK Rapid soll auf der Suche nach einem neuen Geschäftsführer Sport im Nachbarland Schweiz fündig geworden sein (Infos). Der Name des großen Favoriten eines angeblich drei Kandidaten umfassenden Trios ist Fredy Bickel.

Hierzulande verbindet man (noch) nicht allzu viel mit dem ehemaligen Young-Boys-Bern Sportchef, in seinem Heimatland ist der 51-Jährige jedoch eine große Nummer, der bei Grasshoppers, FC Zürich und eben Bern Schlagzeilen machte und Erfolge am laufenden Band feierte.

LAOLA1 hat sich Informationen eingeholt und klärt auf, wer Fredy Bickel ist:

- Der am 19. Mai 1965 geborene Schweizer ist geschiedener Familienvater, lebt derzeit als Single und hat zwei Töchter.

- Bickel blickt auf eine kaufmännische Ausbildung beim Mode-Unternehmen Mode-Zehnder AG zurück, wo er in der Buchhaltung tätig war.

- Ab 1989 verschrieb er sich dem Journalismus. Von 1989 bis 1992 absolvierte er ein Volontariat als Journalist/Moderator bei Radio Sunshine in Rotkreuz. Danach arbeitete er für diverse Medien als freischaffender Journalist und übte Management-Mandate für verschiedene Sportler und Künstler aus.

- Dies öffnete ihm die Türe zum Sport. Von 1992 bis 1999 durchlief er unterschiedliche Funktionen bei den Grasshoppers Zürich. Das Erstaunliche dabei: Bickel mauserte sich vom Buchhalter und Pressechef zum Technischen Direktor und in weiterer Folge zum Assistent des Sportchefs.

- Parallel zu seiner Tätigkeit bei den Grasshoppers sammelte der muntere Zeitgenosse Erfahrungen bei der UEFA, wo er seit 1996 als Delegierter eingesetzt wurde. Nicht umsonst wurde er von Schweizer Medien vor kurzem noch eher mit einem Amt bei der UEFA oder FIFA als mit Rapid in Verbindung gebracht.

- 1999 machte Bickel erstmals Bekanntschaft mit den Young Boys Bern, seine zweite Station im Schweizer Sport-Business. Dem Verein gelang unter seiner Ägide als CEO die Rückkehr in die höchste Spielklasse, die Super League, sowie die Europacup-Teilnahme.

- Auch in weiterer Folge kehrte mit dem aufstrebenden Manager Erfolg ein - nämlich beim FC Zürich, wo er ab 2003 tätig war. In seiner Ära als Sportchef fuhr der Verein drei Meistertitel ein, wurde Cupsieger und schaffte es in die Champions League. 2006 übernahm er zusätzlich die Leitung der Bereiche Profi-Fussball, der FC-Zürich-Academy und der medizinischen Abteilung. Zudem war er ab 2008 Mitglied der Geschäftsführung. Somit würde er bei Rapid nicht nur die Voraussetzungen für einen Sportdirektor, sondern auch jene für den Geschäftsführer Sport erforderlichen Attribute mitbringen.

- 2013 folgte die Rückkehr zu den Young Boys Bern, wo er als sportlicher Leiter aktiv war. Bickel war auch verantwortlich dafür, dass der österreichische Trainer Adi Hütter im September 2015 dem Lockruf der Schweiz erlag und seitdem dort für Furore sorgt.

- Bickel soll in der Schweiz den Ruf eines streitbaren Sportchefs genießen. Allerdings scheint Bickel abseits des Sports für jeden Spaß zu haben zu sein. 2002 nahm der damals in Bern aktive CEO sogar ein Lied mit dem Namen "Wo die Liebe ein Zuhause fand" auf.

- Möglicherweise würden bei Rapid mit Bickel mehr Spieler im Nationalteam spielen, denn der Top-Kandidat auf den Posten kennt Marcel Koller aus gemeinsamen Zeiten bei den Grasshoppers Zürich und wollte diesen 2013 nach Bern lotsen - ohne Erfolg.

- Als Schweizer Sportchef gehört auch der passende Style dazu. Bickel gilt als leidenschaftlicher Porsche-Fahrer.

- Von der aktiven Karriere ist bisher noch nichts erwähnt worden, da diese auf Profi-Ebene nur drei Monate dauerte. Zwar schaffte es Bickel in den Kader von Erstligist SC Zug, allerdings war das Abenteuer nach kürzester Zeit wieder beendet.

- Seine Entwicklung über die Jahre beschrieb Bickel im Endeffekt so: "Zuerst war es der Traum, Fussballprofi zu werden. Als ich merkte, dass daraus nichts wird, wechselte ich in den Journalismus, um das Geschehen auf dem Platz zumindest von der Pressetribüne verfolgen zu können. Irgendwann wollte ich noch näher an den Spielfeldrand heran."
Eine große Umstellung müsste Bickel bei einer Übersiedelung nach Wien nicht hinnehmen. Sowohl in Bern als auch bei Rapid liegen die größeren Erfolge schon einige Jahre zurück. Und auch von Fan-Seite her gibt es Gemeinsamkeiten. Denn die obligatorische Rapid-Viertelstunde kennt er als Young-Boys-Viertelstunde von seinem Ex-Verein. Der einzige Unterschied: Während diese in der Schweiz eingesungen wird, wird diese bei den Grün-Weißen eingeklatscht.

- Bickel müsste sich in Hütteldorf mit jenen Leuten arrangieren, die bereits dort sind. Auch wenn die Situation ungewöhnlich ist, dass Damir Canadi vor wenigen Wochen engagiert wurde und der Sportchef erst danach kommt. Ein Zitat lässt jedoch vermuten, dass er dazu imstande ist: "Ich bin eine Art Brückenbauer, der die richtigen Leute in verschiedenen Teams zusammenwirken lässt."

- Dass Bickel für jeden Spaß zu haben ist, stellte er nicht nur mit dem oben genannten Song unter Beweis. Auch ein Auftritt in einer Schweizer Talkshow inklusive Kostümierung und Gesangseinlage geistert herum:


http://www.laola1.at/de/red/fussball/bu ... y-bickel-/

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 Betreff des Beitrags: Re: Fredy Bickel - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Freitag 9. Dezember 2016, 02:10 
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Zitat:
Neuer Job für Fredy Bickel?

«Ich führe mit vier bis fünf Vereinen Gespräche»

Rapid Wien soll Fredy Bickel nach Österreich holen wollen.

Der im September bei YB entlassene Fredy Bickel (51) könnte bald einen neuen Sportchef-Job haben.

Der österreichische Traditionsverein Rapid Wien soll ernsthaft an Bickel interessiert sein.

Der Rekordmeister aus unserem östlichen Nachbarland ist seit November im Umbruch: Sowohl Trainer Mike Büskens als auch Sportchef Andreas Müller mussten gehen. Mit Damir Canadi, Ex-Trainer von Altach, ist die Trainerstelle bereits wieder besetzt.

Zur «Berner Zeitung» sagt Bickel: «Ich dachte eigentlich, eine Pause bis Sommer 2017 würde mir guttun. Mir ist aber auch klar, dass es attraktive Klubs nicht wie Sand am Meer gibt.»

Auf BLICK–Anfrage meint Bickel: «Ich bestätige lediglich, dass ich mit vier bis fünf Vereinen Gespräche führe. Mehr kann und will ich nicht sagen. Ich stehe ja noch immer bei YB unter Vertrag.»

Bereits am Sonntag soll Rapid seinen neuen Mann vorstellen.


http://www.blick.ch/sport/fussball/inte ... 68649.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Fredy Bickel - Sportchef
 Beitrag Verfasst: Sonntag 11. Dezember 2016, 23:47 
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Fredy Bickel wird Sportchef bei Rapid Wien

Nun ist es offiziell: Der österreichische Bundesligist Rapid Wien hat die Verpflichtung von Fredy Bickel als neuen Sportchef bekanntgegeben.

In den letzten Tagen vermehrten sich die Hinweise, dass dem ehemaligen YB-Sportchef Fredy Bickel ein neuer Job im Ausland winkt, insbesondere in Wien soll das Interesse am 51-Jährigen gross gewesen sein. Am Samstagnachmittag hat nun Rapid den Vollzug vermeldet: «Der neue Geschäftsführer Sport heisst Fredy Bickel».

Vertrag bis 2019

Gemäss der Vereinsmitteilung hat Fredy Bickel beim österreichischen Rekordmeister für zweieinhalb Jahre unterschrieben. Bickel lässt sich mit folgenden Worten zitieren: «Ich freue mich ungemein auf diese neue Herausforderungen bei einem ebenso traditionsreichen wie mit ambitionierten Zielen ausgestatteten Klub wie dem SK Rapid.» Für ihn schliesse sich ein Kreis, «weil meine beiden Grossmütter aus Österreich stammen.»

Auch bei Rapid freut man sich über den Vollzug: «Ich freue mich sehr», lässt sich Vereinspräsident Michael Krammer zitieren, «dass es uns gelungen ist, mit Fredy Bickel eine sehr erfahrene und renommierte Persönlichkeit zur Zusammenarbeit gewinnen zu können. Ihm eilt nicht nur ein einwandreifer Ruf voraus, sondern konnte er auch in allen Gesprächen vollends überzeugen und kristallisierte er sich im Rahmen der Hearings sehr rasch als unser absoluter Wunschkandidat heraus.»

Vorgänger im November gefeuert

Bei Rapid Wien wurden im November die zwei deutschen Verantwortlichen, Sportchef Andreas Müller und Trainer Mike Büskens, entlassen. Als neuer Coach wurde kurz auch Adi Hütter von YB gehandelt. Schliesslich schnappte sich der Traditionsklub Rapid Damir Canadi vom Überraschungsteam Altach, das einst auch von Hütter betreut worden war.

Bickel war bei den Young Boys im September nach rund dreieinhalb Jahren Arbeit entlassen worden. Weil seine Kündigungsfrist zwölf Monate betrug, musste er erst den Vertrag auflösen, ehe er bei seinem neuen Arbeitgeber unterschreiben konnte.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/31961187

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