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 Betreff des Beitrags: Re: (11) Michael Frey
 Beitrag Verfasst: Sonntag 27. Mai 2018, 21:57 
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bisch haut eifach scho ä arrogante charakterlump. hoffe i gseh di nie meh i gäub-schwarz! :angry:

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 Betreff des Beitrags: Re: (11) Michael Frey
 Beitrag Verfasst: Montag 28. Mai 2018, 01:25 
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«YB hat nicht so fest an mich geglaubt»

Der FCZ ist Cupsieger, mitentscheidend war Michael Freys 1:0. Dieser sorgte mit seinem Jubel vor Hütter für Fragezeichen. Nun kommt seine Begründung.

Nicht einmal zehn Minuten sind im Cupfinal gespielt, da zieht Michael Frey von der Strafraumlinie ab und trifft flach in die Ecke. 1:0 für Zürich. Es ist eine wichtige Szene im Spiel und ein grosser Moment für den 23-Jährigen. «Ich weiss nicht, was ich sagen soll. Eben vor der Kurve habe ich noch geweint, aber jetzt bin ich schon wieder einigermassen gefasst», sagt er nach der Partie.

Der Seitenhieb gegen den Ex-Verein

«Es war ein richtiger Cupfinal, in welchem wir einfach kaltblütiger waren.» Vor allem sei es besonders, gegen die Young Boys – Freys Ex-Verein – zu gewinnen. «Als kleiner sechsjähriger Junge habe ich schon immer geträumt, in diesem Stadion einen Titel zu gewinnen. Jetzt habe ich ihn – einfach in anderen Farben.»

YB gönne er zwar den Meistertitel und sei stolz auf seinen Ex-Verein. Doch er fügt hinzu: «Als ich in Bern war, hat man nicht so richtig an mich geglaubt.» Dies ist auch der Grund für die skurrile Szene kurz nach dem Treffer. Denn anstatt zur Fankurve zu rennen, macht Frey eine Kehrtwende und stürmt in Richtung Spielerbank. Dabei sprintet er jubelnd und mit Blickkontakt sehr nahe an YB-Trainer Adi Hütter vorbei. Die Begründung folgt im SRF-Interview. «Mein Jubel vor Hütter? Ich wollte zeigen: Vielleicht hätte YB das Double geholt, wenn ich noch bei ihnen wäre.»

«Diesen Titel teile ich mit Uli Forte»

Grund zum Jubeln hat auch FCZ-Trainer Ludovic Magnin. Der Lausanner weiss, weshalb sein Team gewonnen hat: «Die Mentalität ist eine Qualität dieser Mannschaft. Sie hat seit drei Monaten hart gearbeitet und wir haben gesehen, dass man in einem Spiel viel erreichen kann.» Magnin dankt dabei nicht nur dem Präsidenten Ancillo Canepa und seiner Frau, sondern auch seinem Vorgänger: «Diesen Titel teile ich mit meinem Vorgänger Uli Forte, denn er hat diese Mannschaft in die Halbfinals gebracht.»


http://www.20min.ch/sport/fussball/stor ... r-30300724

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 Betreff des Beitrags: Re: (11) Michael Frey
 Beitrag Verfasst: Montag 28. Mai 2018, 01:30 
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27.05.2018

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Zitat:
Michael Frey und YB: Wahrheiten einer Trennungsgeschichte

Michael Frey führt den FC Zürich gegen seinen früheren Lieblingsklub zum Cup-Sieg. Der Saisonverlauf gibt aber auch den Young Boys recht.

Doch, doch, er passe durchaus in ein Schema, sagte Michael Frey im vergangenen Sommer, sein Schema sehe nämlich so aus: «Ich versuche so zu spielen, dass wir gewinnen. Vielleicht mache ich es nicht in allen Momenten so, wie es der Trainer will, sondern eher, wie ich es situativ für richtig empfinde.»

Cup-Finals kommen wie gerufen für solche Schemata, für von Intuition und Emotionen getriebene Spieler. Vom allerersten Moment an sprach aus Frey dieser unbedingte Wille, aus dem Cup-Final etwas Besonderes zu machen. In der zweiten Minute lief er alleine aufs Tor zu und scheiterte knapp. Bald darauf aber brachte er sein Team in Führung. Es war der Wegweiser zum Titel.

Frey wuchs in Münsingen auf, nur einige Kilometer von Bern entfernt. YB war sein Traum, im Stade de Suisse wollte er einmal einen Titel gewinnen. Und am Sonntag schaffte er es – als Stürmer des FC Zürich, seit einem Jahr nicht mehr bei YB, verabschiedet und verletzt.
Ins Gesicht geschrien

Über die Tiefe dieser Verletzung sprach er nie öffentlich, er liess sie höchstens durchschimmern, andere redeten nur hinter vorgehaltener Hand darüber. Aber am Sonntag brach es zuerst aus ihm heraus, ohne dass er redete. Nach dem 1:0 rannte Frey am YB-Trainer Adi Hütter vorbei und schrie ihm ins Gesicht. Und als die Verlierer den Siegern Spalier standen und jeder jeden abklatschte, da schien es, Frey habe wirklich jeden abgeklatscht – bloss Hütter nicht.

Und so erzählte dieser Cup-Final viel mehr von dieser Trennungsgeschichte als manch ein verklausulierter Satz der letzten Monate. Mit seiner Herkunft und seiner Extrovertiertheit wirkte Frey einst wie gemacht für die Young Boys der Zukunft, und beide Seiten, YB und Frey, hätten sich mögen wollen – aber sie hielten sich nicht mehr aus. Frey wollte eine Führungsrolle einnehmen, nachdem er 2016 nach Abstechern nach Lille und Luzern zu YB zurückgekehrt war. Aber er fand seinen Platz nicht mehr, weder auf dem Platz noch in der Hierarchie. Er brauche viel Betreuung, heisst es; er wolle immer spielen, immer von Anfang an, und wenn dem nicht so sei, werde es anstrengend. Bei YB hatte es im Sturm auch Guillaume Hoarau und Roger Assalé gegeben, im FCZ aber stiess Frey auf Leute, die bereit schienen, ihm einen hohen Status zu geben. Für den FCZ kam er zu 31 Super-League-Einsätzen, 30-mal spielte er von Anfang an. Er galt als Forte-Spieler, vom Trainer Uli Forte gewünscht und gefördert – weil sie Brüder im Geiste seien, Menschen, die stark über die Motivation funktionieren. Doch der Sportchef Thomas Bickel stärkte Frey genauso, und die grosse Erweckung mit sechs Toren in den letzten fünf Spielen erlebte Frey erst, nachdem ihn der neue Trainer Ludovic Magnin einmal aus dem Kader gestrichen hatte.

Die Frage des Mehrwerts

In der Schlussphase dieser Saison fern von Bern hat Frey sein Profil geschärft, er hatte nicht nur die Rolle des Leaders, sondern spielte sie auch, ein gewisser heiliger Zorn trieb ihn bis zum Final. Als wolle er jedes falsche Wort vermeiden, gab er in den vergangenen Tagen keine Interviews, und dieser eine Satz nach dem Cup-Final legte nahe, dass es vielleicht keine schlechte Idee gewesen war. Denn Frey sagte vor der TV-Ka­mera, wenn er noch bei den Young Boys wäre, hätten sie vielleicht das Double geholt.

Mit diesem Seitenhieb legte Frey quasi Wahrheiten der Trennung offen, seine Verletztheit, sein Selbstverständnis – und dass er mehr gelitten hatte unter seinem Abgang als YB. Der FCZ-Sportchef Bickel hatte 2017 gesagt, Frey sei «ein Mehrwert im Sozialgefüge». Genau dieses Plus hatte YB nicht mehr gesehen. Und so lag darin die einzige Versöhnlichkeit dieser Partie: Irgendwie gab sie beiden Seiten recht. Frey hat etwas Spezielles, das ihn Spiele prägen und entscheiden lässt, und er verhehlt nicht, dass auch er dieser Meinung ist. Aber um heuer Meister zu werden, brauchte YB nicht Spieler für ein Spiel, sondern eine Mannschaft für eine ganze Meisterschaft.


https://www.nzz.ch/sport/michael-frey-u ... ld.1389210

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 Betreff des Beitrags: Re: (11) Michael Frey
 Beitrag Verfasst: Montag 28. Mai 2018, 12:50 
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Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 15:28
Beiträge: 3493
Zitat:
Und was sagt Hütter zu Michael Freys mehr als provokativem Jubel Zentimeter vor des Coaches Gesicht? «Michi war gut. Er hat gezeigt, wie man eine Mannschaft mitreisst. Aber wir sind ohne ihn Meister geworden... Und der Jubel? Das kann man sicher besser lösen.»


Einmal mehr hat Adi souverän reagiert.


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