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 Betreff des Beitrags: Re: (20) Michael Frey
 Beitrag Verfasst: Freitag 23. Januar 2015, 16:57 
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«Der Klub hat gesehen, dass ich ihm helfen kann»

Nach seinem Knöchelbruch muss Ex-YB-Stürmer Michael Frey (20) bei Lille mehrere Monate pausieren. Seine Rehabilitation startet er zu Hause in Münsingen.

Münsingen statt Monaco – während Ihr Team am Samstag gegen den Grossklub spielt, müssen Sie das Bein hochlagern. Schauen Sie sich das Spiel überhaupt an?
Michael Frey: Klar, ich fiebere mit, und gerade diese Begegnung wird mit Spannung erwartet.

Sie werden in dieser Saison möglicherweise nicht mehr zum Einsatz kommen dafür werde ich fitter, ich kann an Defiziten arbeiten, an denen ich sonst nie trainiere.
Natürlich ist diese Verletzung enorm bitter, und es ist das Schlimmste, was mir in meiner Karriere passiert ist. Aber als Fussballer hast du immer ein wenig im Hinterkopf, dass du dich früher oder später verletzest. Jetzt hat es mich erwischt.

Und wie kam es dazu?
Ich stand in der Startelf letzten Samstag, wir spielten in Lorient, auf einem Kunstrasen. Beim Einlaufen hatte ich ein gutes Gefühl in den Schuhen mit den etwas längeren Stollen, also behielt ich diese an. In einer Szene, ziemlich zu Beginn, blieb ich nach einem Zweikampf hängen und knickte um. Ich wollte aufstehen, doch der rechte Fuss gab nach.

Welche Rolle spielte dabei Ihr Gegenspieler?
Er schubste ein wenig, nicht viel mehr. Es war nicht einmal ein Foul, wie ich später im Fernsehen sah. Der Fuss knickte vor allem unter meinem eigenen Gewicht um. Zum Glück blieb das Knie unverletzt, die Bewegung sah sehr ungesund aus.

Wie schnell war klar, dass der Knöchel gebrochen und eine Operation unumgänglich ist?
Vom Gefühl her schnell, ganz sicher aber dann beim Röntgen im Spital. Ich hatte noch nie so eine Verletzung und wusste nicht genau, ob ich jetzt die Zähne zusammenbeissen müsse oder ob das wirklich ernst sei.

Es gibt kaum einen guten Zeitpunkt für eine Verletzung, aber Sie hatten eben begonnen, sich in Lille besser zurechtzufinden...
Das mag sein. Ich habe Fortschritte gemacht, technisch, physisch. Und am allerwichtigsten für mich: Der Klub hat gesehen, dass ich ihm helfen kann. Das Tor zuletzt (zum 1:0-Sieg gegen Caen/die Red.) zählt auch zum Eindruck.

Sie tragen fürs Erste einen dicken Gips. Was steht jetzt überhaupt auf dem Programm?
Wir haben vereinbart, dass ich die nächsten sechs Wochen in der Schweiz bleibe. Ich werde mit dem Physiotherapeuten Hanspeter Sterki zusammenarbeiten, ihn kenne ich aus früheren Jahren. Zu Beginn werde ich vor allem den Oberkörper belasten und das gesunde, linke Bein, später auch den rechten Oberschenkel. Einmal pro Woche tausche ich mich telefonisch mit dem Klubarzt aus.

Sie sind nun zur Ruhe gezwungen. Entspricht Ihnen das?
Eigentlich nicht, nein (lacht). Aber es ging alles sehr schnell in letzter Zeit, nun kann ich etwas verschnaufen. Und meine Freunde besuchen mich hier, am Sonntag kommt Marco Bürki mit YB vom Trainingslager zurück. Vielleicht gehe ich mal ins Stade de Suisse. Und eben: Ich will ständig weitertrainieren und freue mich schon jetzt auf mein Comeback.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/15795970

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 Betreff des Beitrags: Re: (20) Michael Frey
 Beitrag Verfasst: Samstag 22. August 2015, 00:24 
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Verletzter Ex-YB-Star Michael Frey zetert über Franzosen-Arzt

«Da kann ich auch zum Metzger gehen»

MÜNSINGEN - BE - Der Lille-Stürmer sieht die YB-Niederlage gegen Karabach und glaubt: «Ich muss neu operieren.»

Ein freudiger Tag wars für Lille-Stürmer und Ex-YB-Star Michael Frey (21) gestern nicht. Er war Zaungast bei YB vs. Karabach (0:1). Doch warum hat er überhaupt Zeit dafür? Auch in Frankreich läuft schliesslich die Saison. Der Knöchelbruch bei Frey liegt schon sieben Monate zurück.

Er sei immer noch verletzt. «Momentan bin ich bei den Eltern», sagt der Münsinger zu Radio Energy Bern. Also habe er gedacht, er schaue sich das Spiel an.

Ein Wunder, sei er nicht fussball-invalid

Immer noch verletzt? Dem Bein gehe es nicht so gut: «Ich muss wahrscheinlich neu operiert werden.» Weil der Arzt in Frankreich «etwas gepfuscht» habe, beginnt er.

Frey wird konkret. Es seien eine Platte und vier Schrauben im Bein. «Eine Schraube ist nicht einmal im Knochen, die ging vorbei. Eine andere ist abgebrochen. Und die Platte schaut einen Zentimeter zu weit unten raus.» Die drücke immer in den Knorpel.

Ein Schweizer Arzt habe Frey jetzt gesagt, es sei ein Wunder, dass er nicht fussball-invalid sei, sagt der frustrierte Ex-Young-Boy.

Er legt noch einen drauf: «Wenn ich nochmals operiere, dann tue ich das sicher bei einem Schweizer Doktor, nicht bei einem französischen. Ich kann jedem Mensch auf der Welt sagen: Geht nicht zu einem französischen Doktor! Da hätte ich auch zum Metzger von Münsingen gehen können. Der hätte etwa gleich gut operiert.»

Das Verdikt freut wohl fast niemanden: Nicht den Spieler, nicht die Berner Frey-Fans, nicht seinen Klub in Lille. Nur vielleicht den Münsinger Dorf-Metzg Nussbaum.


http://www.blick.ch/sport/fussball/inte ... 92744.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (20) Michael Frey
 Beitrag Verfasst: Freitag 11. September 2015, 12:48 
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In Lille unglücklich

Kehrt Michael Frey im Winter zu YB zurück?

Michael Frey (21) hat in Frankreich einen schweren Stand. Er kann sich vorstellen, im Winter in die Schweiz zurückzukehren.

Er kann einem nur leidtun!

Nach einem schwierigen ersten Auslandjahr ist Michael Frey bei Lille auf dem Abstellgleis gelandet.

Dabei hat er noch nicht einmal schlecht gespielt. Nachdem er zu Beginn oft eingesetzt wurde und auch regelmässig in der Startelf stand, zog sich der 21-Jährige im Januar dieses Jahres einen Knöchelbruch zu. Drei bis vier Monate Pause, hiess es nach der Operation.

Weil ein Arzt seine Arbeit nicht wie erwünscht erledigte (BLICK berichtete), kann der Münsinger heute, fast acht Monate später, immer noch nicht spielen. Und die Verletzung warf ihn auch komplett aus den Plänen von Lille-Coach Hervé Renard. Dieser sagte Frey schon vor dem ersten Training der neuen Saison, dass er sich einen neuen Klub suchen soll. Obwohl er sagt, dass er keiner sei, der einfach davonläuft, wenn der Trainer kurzfristig nicht mit ihm plant, schaute sich Frey bei anderen Vereinen um.

Die Suche nach einem neuen Klub erwies sich aber als schwieriger als gedacht. Niemand wollte den Mittelstürmer, dem seit Januar die Spielpraxis fehlt. So muss sich Frey mit der Tatsache abfinden, erst im Winter wieder wechseln zu können.

Spätestens bis dann will der U21-Natispieler wieder fit sein. Womöglich könnte er in der Super League zu alter Stärke zurückfinden, eine Rückkehr in seine Heimat schliesst Frey jedenfalls nicht aus. «Ich könnte mir vorstellen, in der Schweiz Spielpraxis zu sammeln», zitiert ihn die «Aargauer Zeitung». «Vielleicht bei den Young Boys», fährt er fort.

92 Mal lief der Angreifer von 2012 bis 2014 für YB auf, erzielte dabei 24 Tore. In Bern würde man den verlorenen Sohn wohl mit offenen Armen empfangen.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 57367.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (20) Michael Frey
 Beitrag Verfasst: Freitag 11. September 2015, 12:49 
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In Lille unglücklich

Kehrt Michael Frey im Winter zu YB zurück?

Michael Frey (21) hat in Frankreich einen schweren Stand. Er kann sich vorstellen, im Winter in die Schweiz zurückzukehren.

Er kann einem nur leidtun!

Nach einem schwierigen ersten Auslandjahr ist Michael Frey bei Lille auf dem Abstellgleis gelandet.

Dabei hat er noch nicht einmal schlecht gespielt. Nachdem er zu Beginn oft eingesetzt wurde und auch regelmässig in der Startelf stand, zog sich der 21-Jährige im Januar dieses Jahres einen Knöchelbruch zu. Drei bis vier Monate Pause, hiess es nach der Operation.

Weil ein Arzt seine Arbeit nicht wie erwünscht erledigte (BLICK berichtete), kann der Münsinger heute, fast acht Monate später, immer noch nicht spielen. Und die Verletzung warf ihn auch komplett aus den Plänen von Lille-Coach Hervé Renard. Dieser sagte Frey schon vor dem ersten Training der neuen Saison, dass er sich einen neuen Klub suchen soll. Obwohl er sagt, dass er keiner sei, der einfach davonläuft, wenn der Trainer kurzfristig nicht mit ihm plant, schaute sich Frey bei anderen Vereinen um.

Die Suche nach einem neuen Klub erwies sich aber als schwieriger als gedacht. Niemand wollte den Mittelstürmer, dem seit Januar die Spielpraxis fehlt. So muss sich Frey mit der Tatsache abfinden, erst im Winter wieder wechseln zu können.

Spätestens bis dann will der U21-Natispieler wieder fit sein. Womöglich könnte er in der Super League zu alter Stärke zurückfinden, eine Rückkehr in seine Heimat schliesst Frey jedenfalls nicht aus. «Ich könnte mir vorstellen, in der Schweiz Spielpraxis zu sammeln», zitiert ihn die «Aargauer Zeitung». «Vielleicht bei den Young Boys», fährt er fort.

92 Mal lief der Angreifer von 2012 bis 2014 für YB auf, erzielte dabei 24 Tore. In Bern würde man den verlorenen Sohn wohl mit offenen Armen empfangen.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 57367.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (20) Michael Frey
 Beitrag Verfasst: Freitag 11. September 2015, 12:59 
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neiiiiinnn!!! der soll jetzt mal was lernen und endlich erwachsen werden. bei der erst besten gelegenheit haut er sowieso wieder mir nichts dir nichts ab.


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 Betreff des Beitrags: Re: (20) Michael Frey
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 21. Oktober 2015, 18:13 
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Das Krückenjahr des Kämpfers

Michael Frey hat seit Mitte Januar mehr Operationen erlebt als Spiele bestritten. Nach äusserst schwierigen Monaten arbeitet der 21-jährige Berner hart am Comeback.

Den Humor hat Michael Frey nicht verloren. «Weltmeister im Krückenlaufen» wäre er wohl, sagt er, mittlerweile sei er sehr schnell mit den Dingern unterwegs. Insgesamt während 5 Monaten musste er in diesem Jahr auf Krücken zurückgreifen, auch im Moment ist er auf die Gehhilfe angewiesen. «Aber bald kann ich sie endgültig weglegen», sagt Frey.

2015 ist für ihn ein Seuchenjahr, nachdem er Ende Januar in Frankreich am Knöchel operiert worden war. «Da wurde leider geschlampt», sagt der Angreifer Lilles, mehrere Sachen seien schiefgelaufen, vor allem eine Platte sei falsch eingelegt worden.

Der Test in Nottingham

Und so befindet sich Michael Frey immer noch im komplizierten Aufbautraining – oder genauer: wieder. Dabei dachte er in der Sommerpause, er könne nach seinem Fussbruch Mitte Januar endlich angreifen. Der neue Lille-Trainer Hervé Renard aber hatte für Frey keine Verwendung, der frühere YB-Junior stand kurz vor einem Transfer zu Nottingham in die zweithöchste englische Liga («das wäre perfekt für mich gewesen») – doch er bestand den medizinischen Test in England im August nicht.

«Zum Glück wurde ich dort untersucht», sagt Frey, «denn wenn ich in diesem Zustand weitertrainiert hätte, wäre ich vielleicht Sportinvalide geworden. Nur dank meiner sehr guten Muskulatur hatte ich nicht noch grössere Probleme.»

Also wurde der Berner vor zwei Monaten noch einmal operiert, diesmal in Basel und vor allem: ohne Pfusch. Und nun ackert er jeden Tag hart fürs Comeback, wohnt bei den Eltern in Münsingen, trainiert in Thun im Kraftraum und ist davon überzeugt, in einigen Wochen wieder auf dem Platz zu stehen. Bald stehen abschliessende Röntgenuntersuchungen an, «aber ich spüre, dass nun endlich alles gut kommt».

Die guten Seiten der Verletzung

Die letzten Monate waren sehr schwierig für Frey, auch mental, aber sein optimistisches Wesen liess ihn nur selten zweifeln. «Es geht weiter», sagt er, «und es wird umso schöner sein, wenn ich aufs Feld zurückkehren kann.» Zudem habe die lange Verletzungspause auch ihre schönen Seiten. «Ich habe gemerkt, dass es nicht nur Fussball gibt», erklärt der 21-Jährige, «das hat mir gutgetan.» Er habe viel gezeichnet, lerne das Gitarrenspiel und habe gemerkt, wer wirklich seine Freunde seien.

Nach Lille in den Norden Frankreichs geht Frey erst wieder, wenn er topfit ist. «Die könnten mich gut brauchen, die neuen Stürmer haben noch nie getroffen», sagt er, wie immer sehr von sich überzeugt. «Zumal ich stärker sein werde als vorher.»

Ob er tatsächlich eine Zukunft hat bei seinem Arbeitgeber, wo er einen Vertrag bis Sommer 2018 besitzt, wird sich in der Winterpause weisen. Frey ist offen für alles, auch für eine temporäre Rückkehr in die Schweiz. «Aber derzeit geht es für mich einzig darum, in Form zu kommen.»

Der Traum für das Jahr 2016

Spekuliert wird auch über eine leihweise Rückkehr zu YB, wo allerdings genügend Angreifer im Kader stehen. Frey besuchte zuletzt die Heimspiele der Young Boys und steht in Kontakt mit ehemaligen Teamkollegen. «Es ist zu früh, um zu sagen, wo ich in der Rückrunde spielen werde», sagt er. Zwischendurch spürt man im Gespräch, wie sehr ihn die mühsame Situation nervt.

Groll gegen den französischen Arzt, der ihn im Januar operiert hatte, hegt er keinen mehr, nachdem er vor wenigen Wochen gegenüber Radio Energy noch erklärte: «Geht nicht zu einem französischen Arzt. Da hätte ich auch zum Dorfmetzger von Münsingen gehen können.» Heute fragt er: «Was bringt es mir, sauer zu sein oder eine Entschädigung zu fordern?» Er hoffe einfach, bald wieder spielen zu können.

2016 soll ein besseres Jahr werden für ihn. Vor seiner Verletzung stand der kräftige Stürmer im erweiterten Kader der Schweizer Nationalmannschaft, in diesen Kreis will er so rasch wie möglich zurück. «Es geht schnell im Fussball, das habe ich gemerkt», sagt Frey. «In beide Richtungen.» Nächstes Jahr findet die EM statt. In Frankreich. Eine Teilnahme an der Euro würde ihn ganz bestimmt mit dem Land seines Vereins versöhnen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/25818758

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 Betreff des Beitrags: Re: (20) Michael Frey
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 18. November 2015, 00:43 
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17.11.2015

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Gitarre, Pinsel und bald wieder Fussball

Das Comeback von Michael Frey rückt näher. Unklar ist, ob er weiterhin bei Lille in der Ligue 1 spielen wird. Die lange Verletzungspause hat er mit Kunst und Training überbrückt.

«Das Einzige, was ich zu meiner Zukunft sagen kann, ist, dass ich bei Lille einen Vertrag bis 2018 habe.» Michael Frey weiss im Moment nicht, wie es in seiner jungen Fussballerkarriere weitergehen wird. Derzeit weilt der U-21-Nationalspieler in der Schweiz und kuriert seine Knöchelverletzung aus. Anfang September liess er sich hier zum zweiten Mal operieren, um die Fehler, die beim ersten Eingriff in Frankreich gemacht wurden, zu korrigieren. Nachdem er sich im Sommer zurückgekämpft habe, sei die zweite Operation ein weiterer Schlag auf den Kopf gewesen, erinnert sich Frey. Jetzt sind die Krücken weg und der Fuss ist wieder voll belastbar. In drei bis vier Wochen darf er wieder «seckle», wie er das Laufen in breitem Berndeutsch bezeichnet. Und wenn es so weit ist, wird es auch nicht mehr lange dauern, bis der Vollblutfussballer wieder den Ball kickt.

Der Kubo von Lille

Der Start in Frankreich vor mehr als ­einem Jahr war für den Ex-Young-Boy nicht einfach. «Ich war der Yuya Kubo von Lille», scherzt Frey, «in Bern rede ich von morgens bis abends. In Lille hat mir niemand zugehört, weil sie mich nicht verstanden haben.» Nach einem halben Jahr konnte er auch dank der Hilfe eines alten Deutschprofessors mitdiskutieren. Neben und auf dem Platz lief es immer besser für ihn. Bis der Münsinger sich im Januar dieses Jahres verletzte. Ganz am Anfang sei er erleichtert gewesen, einmal etwas herunter­fahren zu können, nachdem er so gekämpft habe, um sich in Lille zu etablieren. Die Erleichterung wich bald dem Wunsch, endlich wieder Fussball spielen zu können. Gezweifelt habe er keine Sekunde: «Ich weiss, dass ich stärker zurückkommen werde.»

Um stärker zurückzukommen, trainiert der 21-Jährige jeden Tag mit Hans­peter Sterki, ­seinem Physio, Kinesiologen und Mentaltrainer in Personalunion, mit dem er ­bereits bei YB zusammengearbeitet hat. Neben dem körperlichen Training hält er auch den Kopf fit, löst Rechenübungen und schaut sich jeden Tag Matches und Trainings an oder «was man sonst alles findet. Youtube ist eine wunderbare Welt.» Frey konnte so «mit den Augen lernen», während dies physisch nicht möglich war.

«Es regt mich auf, wenn ich um die Mitspieler herum bin, aber selbst nicht mitmachen kann», nennt Frey den Grund, weshalb er für die Reha nicht in Lille geblieben ist. Er wohnt zwischenzeitlich wieder bei den Eltern in Münsingen. «Es ist nicht immer einfach, aber wir haben das sehr gut gemacht. Ich bin stolz auf meine Familie», sagt Frey und fügt lachend an, «eine 4,5-Zimmer-Wohnung und nur ein Fernseher – da kann es manchmal einen kleineren Streit um die Fernbedienung geben.»

Mehr Zeit für Musik und Kunst

Ohne Fussball bleibt mehr Zeit fürs ­Malen und Zeichnen, für die «richtigen» Kollegen, für den Besuch von YB-Matches und fürs Gitarrespielen. Eine halbe bis eine Stunde pro Tag übt er normalerweise im Keller. Es klinge schon ziemlich gut – «aber jetzt kommt die Theorie». Für die Band seines Gitarrenlehrers hat er ein Plakat für ein Konzert im Dezember gemalt, das jetzt reproduziert und zwischen Thun und Bern aufgehängt wird. Es ist eines von vielen neuen ­Bildern, die in diesem Jahr entstanden sind.

Bald soll der Fokus wieder einer anderen Kunst gelten: «Fussball ist auch eine Art Kunst. Du kannst dich auch ausdrücken auf dem Platz.» Spätestens Mitte Dezember kann Frey voraussichtlich wieder voll trainieren. Ob und wann er zum OSC Lille zurückkehren wird, ist offen. Erst seit diesem Sommer im Amt, wurde Trainer Hervé Renard, der nicht mit dem Schweizer plante, am vergangenen Mittwoch beim Ligue-1-Vertreter entlassen. «Im Fussball geht es manchmal enorm schnell», sagt Frey, «ich weiss nicht, wer der neue Trainer sein wird, und muss nun einfach schauen, was passiert.» Die Karten in der Mannschaft könnten neu gemischt werden. Im Winter wird sich zeigen, wie und wo es für ihn weitergeht.

Sein Name wird auch immer wieder mit dem ehemaligen Verein in Verbindung gebracht. «YB ist ein toller Verein, dem ich viel verdanke», sagt Frey. Und fügt verschmitzt an: «Sie könnten mich brauchen!»


http://www.derbund.ch/sport/fussball/gi ... y/15814624

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 Betreff des Beitrags: Re: (20) Michael Frey
 Beitrag Verfasst: Montag 23. November 2015, 20:19 
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 Betreff des Beitrags: Re: (20) Michael Frey
 Beitrag Verfasst: Freitag 18. Dezember 2015, 09:26 
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Bescherung kommt für Frey nach Weihnachten

von Peter Berger - Heute Donnerstag vor elf Monaten hat sich Michael Frey verletzt. Nun naht für den Lille-Stürmer das Comeback.

Das Jahr 2015 hatte so gut begonnen, Michael Frey hatte sich bei Lille einen Stammplatz erkämpft. Dann kam der Zwischenfall am 17. Januar in der Partie gegen Lorient: Knöchel gebrochen, Syndesmoseband gerissen, Innen- und Aussenband beschädigt. Drei bis vier Monate Pause lautete die Prognose. Wegen eines Ärztepfuschs musste Frey im Herbst jedoch nochmals unters Messer.

Heute sind es genau elf Monate her seit der Verletzung. «Endlich darf ich wieder sprinten und mit dem Ball trainieren», erzählt Frey euphorisch. «Am 27. Dezember kehre ich nach Lille zurück, einen Tag später beginnt das Mannschaftstraining.» Die Bescherung kommt für ihn also quasi erst nach Weihnachten.

Ob er jedoch bleibt oder zwecks Spielpraxis ausgeliehen wird, weiss der frühere YB-Stürmer noch nicht. «Der Club will mich sehen. Ich weiss nicht, was passieren wird. Klar ist jedoch, ein Jahr Entzug reicht, ich will endlich wieder spielen. Denn ich spüre eine gewisse Wut in mir, die muss raus.» Das Energiebündel brennt auf Einsatzminuten.

Bald XL-Grösse

Viel zu lange dauerte die Zwangspause. «Ich konnte elf Monate keine Tore schiessen, dafür konnte ich mich persönlich weiterentwickeln.» Frey spricht davon, dass er geduldiger geworden sei. Nebst der Malerei, seinem langjährigen Hobby, hat er nun auch das Gitarrenspiel erlernt.

Vor allem aber war er im Kraftraum. «Langsam brauche ich die Grösse XL», scherzt Frey, betont jedoch, dass er körperlich in Topform sei. Nun geht es für ihn nach der ersten schweren Verletzung der Karriere darum, auch fussballerisch wieder in Schwung zu kommen.

Lille? GC? England?

In Lille trifft Michael Frey auf einen neuen Trainer: Frédéric Antonetti ist seit 22. November im Amt. Ob Antonetti den Stürmer einbauen oder ausleihen will, wird sich erst im Januar zeigen. Als Leih-Station kämen die Grasshoppers in Frage, falls Munas Dabbur im Winter geht. Ein Thema bleibt auch England, namentlich Nottingham Forest und die Blackburn Rovers, wo Frey im Sommer zu medizinischen Tests weilte.


http://www.20min.ch/sport/fussball/story/10961758

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 Betreff des Beitrags: Re: (20) Michael Frey
 Beitrag Verfasst: Freitag 22. Januar 2016, 19:15 
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Michi Frey wechselt zum FC Luzern

Der ehemalige YB-Stürmer Michael Frey steht vor einem Wechsel zum FC Luzern. Am Montag wird der Münsiger zum medizinischen Test in Luzern erwartet.

Der FC Luzern soll vor einer Verpflichtung des ehemaligen YB-Goalgetters Michi Frey stehen, wie die Luzerner Zeitung berichtet. Demnach steht noch der medizinische Check am Montag aus. Sollte dieser positiv ausfallen, soll Frey auf Leihbasis vom OSC Lille zu den Zentralschweizern wechseln.

Der 21-jährige Münsiger soll bei den Luzernern Dario Lezcano ersetzen, der in der Winterpause zum FC Ingolstadt in die Bundesliga wechselte. Frey war im Sommer 2014 von den Young Boys zum französischen Erstligisten OSC Lille gewechselt. Dort kam er nach seiner schweren Knöchelverletzung im Januar 2015 jedoch nicht mehr zum Zug.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/19015927

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