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 Betreff des Beitrags: Erminio Piserchia - Trainer
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 3. Mai 2012, 01:14 
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Erminio Piserchia


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Position: Trainer

Rückennummer: -

Nationalität: Schweiz

Geburtsdatum: 12. Januar 1961

Grösse (cm): -

Gewicht (kg): -

Hobbies: Sport allgemein, Familie

bei YB seit: 2012

vorherige Clubs (Aktiver): GC, Laufen, FC St. Gallen, FC Lugano
vorherige Clubs (Trainer): Birsfelden, FC Basel, Schöftland, FC Aarau, YB (Trainer & Nachwuchschef)


Statistiken:
http://www.transfermarkt.ch/de/erminio-piserchia/aufeinenblick/trainer_834.html
http://www.football-lineups.com/coach/608/

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 Betreff des Beitrags: Re: Erminio Piserchia - Trainer
 Beitrag Verfasst: Samstag 12. Mai 2012, 13:35 
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12.05.2012

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Zitat:
Loyal zum Verein, offensiv im Denken

Erminio Piserchia ist seit bald neun Jahren bei YB angestellt. Vor dem Derby am Sonntag in Thun spricht der Interimstrainer über seine Rolle bei den Young Boys – unaufgeregt, wie es seine Art ist.

Trainer kommen und gehen bei YB, mal schneller, mal langsamer. Erminio Piserchia, seit Oktober 2003 in Bern, ist immer noch da. Er war Assistent von Hans-Peter Zaugg, Gernot Rohr, Martin Andermatt und Vladimir Petkovic. Als Christian Gross letztes Jahr mit riesigem Brimborium und eigenen Mitarbeitern sein Amt antrat, wurde Piserchia zum Nachwuchschef versetzt – oder befördert. Und jetzt ist der 48-Jährige in interimistischer Leitung dabei, eine verunglückte YB-Saison zu einem versöhnlichen Ende zu führen. Er nimmt diese Funktion auch bereits zum vierten Mal ein.

Wenn man sich mit Erminio Piserchia unterhält, fällt sofort seine angenehme Art auf. Dieser Mann ist kein Lautsprecher und kein Schauspieler, er ist bescheiden, geerdet, unaufgeregt und in diesem Showgeschäft geradezu aussergewöhnlich normal. Am Freitag sagt Piserchia: «Die Spieler trainieren stark. Es ist wichtig, eine gute Stimmung zu haben, dann fällt es allen leichter.»

In zwei Heimspielen (1:0 gegen Zürich, 2:2 gegen Luzern) hat Piserchia mit Assistent Thomas Häberli die nach der Herrschaft von Gross verunsicherten YB-Akteure bisher betreut. Die temporären Cheftrainer haben mutige Aufstellungen gewählt und einen optimistischen Fussball spielen lassen. «Das passt zum Team», sagt Piserchia. Er hat aber zuletzt, beim 2:2 gegen Luzern, auch unangenehme Bekanntschaft mit der Unberechenbarkeit dieses Teams geschlossen. Raúl Bobadilla und Pascal Doubai flogen in der Schlussphase nach Undiszipliniertheiten vom Platz und wurden gleich für sechs Partien gesperrt. Piserchia räumt ein, dass es wohl besser gewesen wäre, den aufgeputschten Bobadilla auszuwechseln. «Das war vielleicht ein Fehler, ja, aber er ist ein Spieler, der immer etwas Entscheidendes machen kann.»

Erminio Piserchia ist frei von Eitelkeiten. Und er sagt: «Wir haben mit den Spielern gesprochen, sie haben sich entschuldigt, jetzt geht es weiter. Es bringt nichts, sich lange mit negativen Dingen herumzuschlagen.» Darum hat er auch Nassim Ben Khalifa, der kurz nach seiner Einwechslung mit einem fürchterlichen Ballverlust den 2:2-Ausgleich Luzerns ermöglicht hatte, sofort wieder aufgebaut. «Ben Khalifa ist sehr motiviert», sagt Piserchia, «deshalb hat es mich extrem gefreut, war er unter der Woche bereit, im U-21-Team Spielpraxis zu sammeln.»

Piserchia war am Mittwochabend als Zuschauer dabei, als Ben Khalifa in der 1. Liga in Malley in der 90.Minute das 2:1-Siegtor auf Vorarbeit eines anderen Erstteamlers, Freddy Mveng, erzielte. «Es ist wichtig, dass die Jungen eingesetzt werden und Vertrauen gewinnen», sagt Piserchia. Man kann das als Kritik an Christian Gross verstehen, zumal der bei YB gescheiterte Gross ja nicht auf Piserchia als Assistenten setzte.

Aber Piserchia ist keiner, der polemische Voten benutzt. Er weiss viel, kennt alle und jeden im Betrieb, doch er nutzt das nicht aus, um in den Medien Stimmung zu machen. Piserchia ist loyal zum Verein, genau deshalb ist er ja auch noch bei YB. «Ich war gerne Assistent und Bindeglied zwischen Trainer und Spielern», sagt Piserchia, «und es war sehr spannend, zuletzt zehn Monate als Nachwuchschef zu arbeiten.» Die vielen Talente müssten einfach besser integriert werden, fordert der frühere NLA-Fussballer. «Jetzt ist das Kader mit 25 Spielern viel zu gross. Es wäre perfekt, wenn hinter vielleicht 15 gestandenen Akteuren immer vier, fünf Junge im Team stehen würden.»

Nachwuchs oder Assistent?

Die schönsten Erlebnisse in seinen bald neun Jahren in Bern seien die wunderbaren Europacupspiele letzte Saison gewesen, erzählt Piserchia. Der 1:0-Sieg in Istanbul gegen Fenerbahçe etwa oder die Champions-League-Playoffs gegen Tottenham (3:2, 0:4), als die Königsklassensterne kurzzeitig zum Greifen nah waren – und natürlich der tolle Steigerungslauf später in der Europa League. Weniger nett seien die zwei verlorenen Cupfinals gegen Sion und die beiden Finalissimas gegen Basel gewesen. «Aber ich bin ein positiver Mensch. Deshalb sehe ich auch jetzt das Gute bei YB. Wir werden nächste Saison eine gute Rolle spielen.»

Seine eigene ist noch offen. Nachwuchschef oder Assistent des neuen Chefs? Piserchia wartet ab. Unaufgeregt. Und loyal.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... ry/1183703

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 Betreff des Beitrags: Re: Erminio Piserchia - Trainer
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 23. Mai 2012, 15:51 
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23.05.2012

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Piserchias stolze Serie

YB-Interimstrainer Erminio Piserchia ist seit 9 Partien ohne Niederlage. Und der FC Basel feiert am Mittwoch.

Was vielleicht nicht viele Leute wissen: Erminio Piserchia hat als Kind beim FC Aesch gespielt, also beim selben Klub, wo später auch die FCB-Stürmer Alex Frei und Marco Streller waren. Piserchia kennt sich in Basel sehr gut aus, und heute trifft er als YB-Interimstrainer erstmals auf den FCB. «Ich freue mich auf dieses Spiel», sagt Piserchia, «und wir fahren nach Basel, um eine schwierige Saison mit einem Erfolgserlebnis zu versüssen.»

Siegt YB heute im St.-Jakob-Park, und verliert Luzern gleichzeitig in Sion, würden die Berner ja noch Zweite und könnten in der Europa-League-Qualifikation im Sommer zwei Runden später einsteigen. «Es ist schön, geht es noch um etwas», sagt Piserchia. Er hat den Auftrag, den Europacup zu erreichen, erfüllt. Sein Vertrag bei YB als Nachwuchschef läuft noch bis 2014, er möchte nächstes Jahr die Uefa-Pro-Lizenz erwerben, was eineinhalb Jahre dauert. Frühestens im Sommer 2014 also könnte Piserchia, der die Stimmung im YB-Kader merklich verbesserte, als Super-League-Trainer arbeiten. «Es ist nicht so, dass ich mir das nicht zutrauen würde», sagt Piserchia, der seit 2003 bei YB ist. Der 48-Jährige arbeitete viermal als YB-Interimstrainer und ist seit 9 Partien (5 Siege, 4 Remis) ungeschlagen, nachdem er die ersten zwei Spiele verloren hatte.

Grosses FCB-Fest im Stadion

Den neuen Trainer werden die Young Boys vermutlich erst nach Pfingsten präsentierten, die Kaderzusammenstellung wird dann mit dem Nachfolger von Christian Gross weiter vorangetrieben werden. Und heute in Basel wird YB ja mal wieder Zeuge, wie der FCB einen Meisterpokal erhält. Die Begegnung im St.-Jakob-Park wird in sehr feierlichem Rahmen stattfinden, da Basel vor der Partie auch noch mehrere verdienstvolle Spieler wie Benjamin Huggel (hört in der Super League auf) und Xherdan Shaqiri (zu Bayern) verabschieden wird.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/11425846

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 Betreff des Beitrags: Re: Erminio Piserchia - Trainer
 Beitrag Verfasst: Dienstag 1. Mai 2018, 11:46 
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01.05.2018

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Zitat:
«Habe nie mit den Jungs Playstation gespielt»

YB-Nachwuchstrainer Erminio Piserchia coachte einige Spieler der Meistermannschaft. Er verrät, wer den grössten Ehrgeiz und wer das loseste Mundwerk hatte.

Herr Piserchia, von der aktuellen Meistermannschaft bildeten Sie als Nachwuchscoach Leonardo Bertone, Gregory Wüthrich, Michel Aebischer und Marco Bürki aus. Wie erlebten Sie die vier als Junioren?
Erminio Piserchia: Die vier zeichneten sich schon früh durch einen sehr grossen Ehrgeiz aus. Man merkte, sie wollten mehr. Sie kamen auch viel von sich aus auf uns Trainer zu und fragten: «Hey Coach, wo kann ich mich noch verbessern?»

Wer hatte den grössten Ehrgeiz?
Michel Aebischer hatte eine unglaubliche Power. Ausserdem war er das Herzstück der Mannschaft. Er konnte das Mannschaftsgefüge sehr gut zusammenhalten.

Und wer hatte am meisten ­Flausen im Kopf?
Das war ebenfalls Michel Aebischer. Er hatte immer einen guten Spruch auf Lager, der für ­Lacher sorgte und die Stimmung auflockerte.

Können Sie ein konkretes ­Beispiel nennen?
Neulich gab er zusammen mit YB-Goalie David von Ballmoos einem Journalisten ein Interview. Das Thema war: Wo seht ihr euch im Jahr 2023? Als von Ballmoos mit «hoffentlich immer noch bei YB» antwortete, rief ­Michel quer durch den Raum Richtung Sportchef Christoph Spycher: «Du, ‹Wuschu›, du wirst hier gebraucht. David braucht einen neuen Vertrag bis 2023.» Alle im Raum mussten lachen. Das ist typisch Michel.

«Als Michel ­Aebischer seine ­erste Gelbe Karte in der 1.?Mannschaft holte, habe ich ihm per SMS gratuliert.»Erminio Piserchia

Wem trauen Sie noch Grosses zu?
Den Sprung in die 1. Mannschaft betrachte ich bereits als einen grossen Schritt. Es sind Spieler, die Kontinuität und Vertrauen brauchen. So gesehen sind sie hier in Bern gut aufgehoben. Kann sein, dass sich der eine oder andere in einer besseren Liga behaupten würde. Wichtig ist einfach, dass sie in jungen Jahren nicht zu überstürzt einem verlockenden Angebot aus dem Ausland folgen, dort dann aber nur auf der Bank sitzen bleiben.

Fiebern Sie mit «Ihren» Spielern besonders mit, wenn diese bei einer Super-League-Partie im Einsatz sind?
Auf jeden Fall. Ich habe die vier auf ihrem sportlichen Weg ja auch ein Stück weit begleitet und mitgeprägt. Umso mehr fiebere ich mit ihnen mit. Ausserdem macht es mich unglaublich stolz, wenn ich sie im Einsatz der 1. Mannschaft sehe. Die vier hatten zum Teil keinen einfachen Weg. Bei Leonardo Bertone hiess es am Anfang, es reiche nicht für die erste Mannschaft. Trotzdem haben wir ihn als Junior forciert, weil wir merkten, dass er durchaus das Talent dazu hat.

Haben Sie noch intensiven ­Kontakt mit Ihren ehemaligen Schützlingen?
Trotz unterschiedlichen Trainingszeiten sehen wir uns regelmässig im Stadion. Da tauschen wir uns jeweils kurz aus. Ich schicke den Spielern auch mal eine SMS. Als etwa ­Michel Aebischer seine erste Gelbe Karte in der 1. Mannschaft holte, habe ich ihm per SMS gratuliert (lacht).

Machen Sie auch mal eine blöde Bemerkung, wenn sich einer einen Fauxpas geleistet hat?
Das mache ich eher bei Marco Wölfli, dessen Assistenztrainer ich während 8 Jahren war. Vor seinem Comeback in der zweiten Saisonhälfte foppte ich ihn hin und wieder mit der Bemerkung: «Du Marco, spielst du eigentlich auch wieder mal?» Mit ihm kann man gut solche Spässe treiben.

Wie wichtig ist es eigentlich für einen Juniorentrainer, dass er auch auf der Playstation das Fussballspielen beherrscht?
(lacht) Das wäre sicher vorteilhaft dafür, mit den Jungs zu konkurrenzieren. Aber grundsätzlich ist das eher ein Wettkampf, den die Spieler untereinander pflegen. Ich persönlich habe noch nie mit den Jungs eine Partie Fussball auf der Playstation gespielt. Ich weiss aber auch nicht, ob ­meine vier ehemaligen Schützlinge dermassen dem Gamen frönen. Ich glaube eher nicht.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/31772880

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 Betreff des Beitrags: Re: Erminio Piserchia - Trainer
 Beitrag Verfasst: Samstag 22. September 2018, 22:58 
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22.09.2018

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Evergreen: In der Fremde die Heimat gefunden

Drei Jahre lang trug Erminio Piserchia in den 1980er-Jahren das Trikot des FC St.Gallen. Wäre es nach dem Basler gegangen, wären viele weitere hinzugekommen. Heute ist sein Blut gelb-schwarz.

Er kam als Fremder – und ging drei Jahre später als halber Einheimischer. Zwischen 1986 und 1989 trug Erminio Piserchia das Trikot des FC St. Gallen. Noch heute schwärmt der Basler von dieser Zeit. «Es gibt nur ein Wort dafür: fantastisch.» Er habe sich wohl gefühlt, Freude am Fussball gehabt, Freundschaften geschlossen, die bis heute anhalten – und wäre am liebsten «noch viele weitere Jahre» beim FCSG geblieben.

Als der Sohn italienischer Einwanderer im Sommer 1986 zu den Espen wechselt, die sich bereits drei Jahre zuvor um ihm bemüht hatten, schlägt er sogar ein Angebot des FC Basel aus. Das habe einen simplen Grund gehabt: «Ich war neugierig, wollte etwas Neues erleben.» Zunächst erwarten ihn jedoch die alten Probleme: Wie bei den Grasshoppers, die ihn ein Jahr zuvor in die Nationalliga B zum FC Laufen abgeschoben hatten, kommt der damals 22-Jährige anfangs kaum zum Einsatz. Trainer Uwe Klimaschefski hält nicht viel vom jungen Italiener, bezeichnet ihn als «Pizzaverkäufer» und schiebt ihn meist in den Nachwuchs ab. «So einen Trainer habe ich nie erlebt», erinnert sich Piserchia.

Vom Ergänzungsspieler zur Teamstütze

Als der FCSG wenige Monate später Klimaschefski durch Frei ersetzt, blüht Piserchia richtiggehend auf. Im rechten Mittelfeld entwickelt er sich zur Teamstütze und schiesst wichtige Tore. Und doch muss er den FC St. Gallen im Sommer 1989 verlassen: Als der FCSG Hugo Rubio holt, stehen zu viele Ausländer im Kader – Piserchia muss gehen. Das hat auch mit dem Trainer zu tun: Mit Kurt Jara, der schon bei GC sein Trainer war, hat er das Heu nicht auf der gleichen Bühne. Da er beim FCSG keine Perspektive mehr sieht, bittet er die Verantwortlichen, das Angebot des FC Lugano annehmen zu dürfen. «Ich hatte meinen Vertrag in St. Gallen erst vor einem Jahr um zwei Jahre verlängert. Ihn aufzulösen, widersprach meinen Prinzipien.»

Bei den Tessinern ist er wieder Stammspieler, bis er sich in der Winterpause eine Verletzung am Knöchel zuzieht, die ihn für den Rest der Saison ausser Gefecht setzt. In der folgenden Spielzeit ist er meist nur noch Ersatz, verletzt sich erneut, erhält aber dennoch einen neuen Vertrag. In der Winterpause der Saison 1991/92 muss er die Profikarriere jedoch definitiv beenden – mit knapp 28 Jahren. «Die Knöchelverletzung habe ich nie richtig auskuriert», sagt Piserchia. 1992 versucht er zwar ein Comeback beim Basler Amateurclub FC Riehen, doch der Knöchel hält auch auf tieferem Niveau der Belastung nicht Stand.

Gelb-schwarzes Blut – aber Platz für andere Farben

Schon früh steigt Piserchia ins Trainermetier ein. 1993 übernimmt er den FC Birsfelden (2. Liga), später trainiert er auch den SC Schöftland und den SC Zofingen. Einen Namen macht er sich vor allem im Jugendbereich: Nachdem er bereits als U18-Trainer beim FC Basel und als U21-Trainer des FC Aarau gearbeitet hat, wechselt er 2003 zu den Young Boys, wo er bis heute geblieben ist. In dieser Zeit bekleidete er verschiedene Posten: Er war für diverse Jugendmannschaften verantwortlich, war Technischer Leiter der Nachwuchsabteilung, arbeitete als Co-Trainer der ersten Mannschaft und stand mehrmals als deren Interimstrainer an der Seitenlinie – erstmals im Espenmoos.

Aktuell betreut er die U16. Die Arbeit mit Jugendlichen mache ihm grossen Spass, sagt er. Seit zwei Jahren hat er die Uefa-Pro-Lizenz und könnte somit auch eine Profimannschaft führen. «Das würde mich schon reizen.» Nach so langer Zeit schlage sein Herz für die Berner: «Mein Blut ist gelb-schwarz.» Auch seine erwachsenen Töchter, mit denen er wegen der langen Anreise aus dem Baselbiet eine Zeit lang eine WG in Bern hatte, haben bei YB die Lehre gemacht. «Es hat aber Platz für andere Farben», räumt er ein.

Er sei glücklich bei den Bernern, sagt der 54-Jährige. Er könne sich aber durchaus vorstellen, noch eine andere Herausforderung anzunehmen. «Ich habe immer noch den Drang, mich auf Neues einzulassen. Und wer weiss, vielleicht führt mich mein Weg eines Tages sogar zurück nach St. Gallen.» Es wäre ein später versöhnlicher Abschluss.


https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stga ... ld.1055506

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