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 Betreff des Beitrags: Erminio Piserchia - Trainer
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 3. Mai 2012, 01:14 
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Erminio Piserchia


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Position: Trainer

Rückennummer: -

Nationalität: Schweiz

Geburtsdatum: 12. Januar 1961

Grösse (cm): -

Gewicht (kg): -

Hobbies: Sport allgemein, Familie

bei YB seit: 2012

vorherige Clubs (Aktiver): GC, Laufen, FC St. Gallen, FC Lugano
vorherige Clubs (Trainer): Birsfelden, FC Basel, Schöftland, FC Aarau, YB (Trainer & Nachwuchschef)


Statistiken:
http://www.transfermarkt.ch/de/erminio-piserchia/aufeinenblick/trainer_834.html
http://www.football-lineups.com/coach/608/

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 Betreff des Beitrags: Re: Erminio Piserchia - Trainer
 Beitrag Verfasst: Samstag 12. Mai 2012, 13:35 
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12.05.2012

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Zitat:
Loyal zum Verein, offensiv im Denken

Erminio Piserchia ist seit bald neun Jahren bei YB angestellt. Vor dem Derby am Sonntag in Thun spricht der Interimstrainer über seine Rolle bei den Young Boys – unaufgeregt, wie es seine Art ist.

Trainer kommen und gehen bei YB, mal schneller, mal langsamer. Erminio Piserchia, seit Oktober 2003 in Bern, ist immer noch da. Er war Assistent von Hans-Peter Zaugg, Gernot Rohr, Martin Andermatt und Vladimir Petkovic. Als Christian Gross letztes Jahr mit riesigem Brimborium und eigenen Mitarbeitern sein Amt antrat, wurde Piserchia zum Nachwuchschef versetzt – oder befördert. Und jetzt ist der 48-Jährige in interimistischer Leitung dabei, eine verunglückte YB-Saison zu einem versöhnlichen Ende zu führen. Er nimmt diese Funktion auch bereits zum vierten Mal ein.

Wenn man sich mit Erminio Piserchia unterhält, fällt sofort seine angenehme Art auf. Dieser Mann ist kein Lautsprecher und kein Schauspieler, er ist bescheiden, geerdet, unaufgeregt und in diesem Showgeschäft geradezu aussergewöhnlich normal. Am Freitag sagt Piserchia: «Die Spieler trainieren stark. Es ist wichtig, eine gute Stimmung zu haben, dann fällt es allen leichter.»

In zwei Heimspielen (1:0 gegen Zürich, 2:2 gegen Luzern) hat Piserchia mit Assistent Thomas Häberli die nach der Herrschaft von Gross verunsicherten YB-Akteure bisher betreut. Die temporären Cheftrainer haben mutige Aufstellungen gewählt und einen optimistischen Fussball spielen lassen. «Das passt zum Team», sagt Piserchia. Er hat aber zuletzt, beim 2:2 gegen Luzern, auch unangenehme Bekanntschaft mit der Unberechenbarkeit dieses Teams geschlossen. Raúl Bobadilla und Pascal Doubai flogen in der Schlussphase nach Undiszipliniertheiten vom Platz und wurden gleich für sechs Partien gesperrt. Piserchia räumt ein, dass es wohl besser gewesen wäre, den aufgeputschten Bobadilla auszuwechseln. «Das war vielleicht ein Fehler, ja, aber er ist ein Spieler, der immer etwas Entscheidendes machen kann.»

Erminio Piserchia ist frei von Eitelkeiten. Und er sagt: «Wir haben mit den Spielern gesprochen, sie haben sich entschuldigt, jetzt geht es weiter. Es bringt nichts, sich lange mit negativen Dingen herumzuschlagen.» Darum hat er auch Nassim Ben Khalifa, der kurz nach seiner Einwechslung mit einem fürchterlichen Ballverlust den 2:2-Ausgleich Luzerns ermöglicht hatte, sofort wieder aufgebaut. «Ben Khalifa ist sehr motiviert», sagt Piserchia, «deshalb hat es mich extrem gefreut, war er unter der Woche bereit, im U-21-Team Spielpraxis zu sammeln.»

Piserchia war am Mittwochabend als Zuschauer dabei, als Ben Khalifa in der 1. Liga in Malley in der 90.Minute das 2:1-Siegtor auf Vorarbeit eines anderen Erstteamlers, Freddy Mveng, erzielte. «Es ist wichtig, dass die Jungen eingesetzt werden und Vertrauen gewinnen», sagt Piserchia. Man kann das als Kritik an Christian Gross verstehen, zumal der bei YB gescheiterte Gross ja nicht auf Piserchia als Assistenten setzte.

Aber Piserchia ist keiner, der polemische Voten benutzt. Er weiss viel, kennt alle und jeden im Betrieb, doch er nutzt das nicht aus, um in den Medien Stimmung zu machen. Piserchia ist loyal zum Verein, genau deshalb ist er ja auch noch bei YB. «Ich war gerne Assistent und Bindeglied zwischen Trainer und Spielern», sagt Piserchia, «und es war sehr spannend, zuletzt zehn Monate als Nachwuchschef zu arbeiten.» Die vielen Talente müssten einfach besser integriert werden, fordert der frühere NLA-Fussballer. «Jetzt ist das Kader mit 25 Spielern viel zu gross. Es wäre perfekt, wenn hinter vielleicht 15 gestandenen Akteuren immer vier, fünf Junge im Team stehen würden.»

Nachwuchs oder Assistent?

Die schönsten Erlebnisse in seinen bald neun Jahren in Bern seien die wunderbaren Europacupspiele letzte Saison gewesen, erzählt Piserchia. Der 1:0-Sieg in Istanbul gegen Fenerbahçe etwa oder die Champions-League-Playoffs gegen Tottenham (3:2, 0:4), als die Königsklassensterne kurzzeitig zum Greifen nah waren – und natürlich der tolle Steigerungslauf später in der Europa League. Weniger nett seien die zwei verlorenen Cupfinals gegen Sion und die beiden Finalissimas gegen Basel gewesen. «Aber ich bin ein positiver Mensch. Deshalb sehe ich auch jetzt das Gute bei YB. Wir werden nächste Saison eine gute Rolle spielen.»

Seine eigene ist noch offen. Nachwuchschef oder Assistent des neuen Chefs? Piserchia wartet ab. Unaufgeregt. Und loyal.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... ry/1183703

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 Betreff des Beitrags: Re: Erminio Piserchia - Trainer
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 23. Mai 2012, 15:51 
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23.05.2012

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Piserchias stolze Serie

YB-Interimstrainer Erminio Piserchia ist seit 9 Partien ohne Niederlage. Und der FC Basel feiert am Mittwoch.

Was vielleicht nicht viele Leute wissen: Erminio Piserchia hat als Kind beim FC Aesch gespielt, also beim selben Klub, wo später auch die FCB-Stürmer Alex Frei und Marco Streller waren. Piserchia kennt sich in Basel sehr gut aus, und heute trifft er als YB-Interimstrainer erstmals auf den FCB. «Ich freue mich auf dieses Spiel», sagt Piserchia, «und wir fahren nach Basel, um eine schwierige Saison mit einem Erfolgserlebnis zu versüssen.»

Siegt YB heute im St.-Jakob-Park, und verliert Luzern gleichzeitig in Sion, würden die Berner ja noch Zweite und könnten in der Europa-League-Qualifikation im Sommer zwei Runden später einsteigen. «Es ist schön, geht es noch um etwas», sagt Piserchia. Er hat den Auftrag, den Europacup zu erreichen, erfüllt. Sein Vertrag bei YB als Nachwuchschef läuft noch bis 2014, er möchte nächstes Jahr die Uefa-Pro-Lizenz erwerben, was eineinhalb Jahre dauert. Frühestens im Sommer 2014 also könnte Piserchia, der die Stimmung im YB-Kader merklich verbesserte, als Super-League-Trainer arbeiten. «Es ist nicht so, dass ich mir das nicht zutrauen würde», sagt Piserchia, der seit 2003 bei YB ist. Der 48-Jährige arbeitete viermal als YB-Interimstrainer und ist seit 9 Partien (5 Siege, 4 Remis) ungeschlagen, nachdem er die ersten zwei Spiele verloren hatte.

Grosses FCB-Fest im Stadion

Den neuen Trainer werden die Young Boys vermutlich erst nach Pfingsten präsentierten, die Kaderzusammenstellung wird dann mit dem Nachfolger von Christian Gross weiter vorangetrieben werden. Und heute in Basel wird YB ja mal wieder Zeuge, wie der FCB einen Meisterpokal erhält. Die Begegnung im St.-Jakob-Park wird in sehr feierlichem Rahmen stattfinden, da Basel vor der Partie auch noch mehrere verdienstvolle Spieler wie Benjamin Huggel (hört in der Super League auf) und Xherdan Shaqiri (zu Bayern) verabschieden wird.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/11425846

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 Betreff des Beitrags: Re: Erminio Piserchia - Trainer
 Beitrag Verfasst: Dienstag 1. Mai 2018, 11:46 
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01.05.2018

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«Habe nie mit den Jungs Playstation gespielt»

YB-Nachwuchstrainer Erminio Piserchia coachte einige Spieler der Meistermannschaft. Er verrät, wer den grössten Ehrgeiz und wer das loseste Mundwerk hatte.

Herr Piserchia, von der aktuellen Meistermannschaft bildeten Sie als Nachwuchscoach Leonardo Bertone, Gregory Wüthrich, Michel Aebischer und Marco Bürki aus. Wie erlebten Sie die vier als Junioren?
Erminio Piserchia: Die vier zeichneten sich schon früh durch einen sehr grossen Ehrgeiz aus. Man merkte, sie wollten mehr. Sie kamen auch viel von sich aus auf uns Trainer zu und fragten: «Hey Coach, wo kann ich mich noch verbessern?»

Wer hatte den grössten Ehrgeiz?
Michel Aebischer hatte eine unglaubliche Power. Ausserdem war er das Herzstück der Mannschaft. Er konnte das Mannschaftsgefüge sehr gut zusammenhalten.

Und wer hatte am meisten ­Flausen im Kopf?
Das war ebenfalls Michel Aebischer. Er hatte immer einen guten Spruch auf Lager, der für ­Lacher sorgte und die Stimmung auflockerte.

Können Sie ein konkretes ­Beispiel nennen?
Neulich gab er zusammen mit YB-Goalie David von Ballmoos einem Journalisten ein Interview. Das Thema war: Wo seht ihr euch im Jahr 2023? Als von Ballmoos mit «hoffentlich immer noch bei YB» antwortete, rief ­Michel quer durch den Raum Richtung Sportchef Christoph Spycher: «Du, ‹Wuschu›, du wirst hier gebraucht. David braucht einen neuen Vertrag bis 2023.» Alle im Raum mussten lachen. Das ist typisch Michel.

«Als Michel ­Aebischer seine ­erste Gelbe Karte in der 1.?Mannschaft holte, habe ich ihm per SMS gratuliert.»Erminio Piserchia

Wem trauen Sie noch Grosses zu?
Den Sprung in die 1. Mannschaft betrachte ich bereits als einen grossen Schritt. Es sind Spieler, die Kontinuität und Vertrauen brauchen. So gesehen sind sie hier in Bern gut aufgehoben. Kann sein, dass sich der eine oder andere in einer besseren Liga behaupten würde. Wichtig ist einfach, dass sie in jungen Jahren nicht zu überstürzt einem verlockenden Angebot aus dem Ausland folgen, dort dann aber nur auf der Bank sitzen bleiben.

Fiebern Sie mit «Ihren» Spielern besonders mit, wenn diese bei einer Super-League-Partie im Einsatz sind?
Auf jeden Fall. Ich habe die vier auf ihrem sportlichen Weg ja auch ein Stück weit begleitet und mitgeprägt. Umso mehr fiebere ich mit ihnen mit. Ausserdem macht es mich unglaublich stolz, wenn ich sie im Einsatz der 1. Mannschaft sehe. Die vier hatten zum Teil keinen einfachen Weg. Bei Leonardo Bertone hiess es am Anfang, es reiche nicht für die erste Mannschaft. Trotzdem haben wir ihn als Junior forciert, weil wir merkten, dass er durchaus das Talent dazu hat.

Haben Sie noch intensiven ­Kontakt mit Ihren ehemaligen Schützlingen?
Trotz unterschiedlichen Trainingszeiten sehen wir uns regelmässig im Stadion. Da tauschen wir uns jeweils kurz aus. Ich schicke den Spielern auch mal eine SMS. Als etwa ­Michel Aebischer seine erste Gelbe Karte in der 1. Mannschaft holte, habe ich ihm per SMS gratuliert (lacht).

Machen Sie auch mal eine blöde Bemerkung, wenn sich einer einen Fauxpas geleistet hat?
Das mache ich eher bei Marco Wölfli, dessen Assistenztrainer ich während 8 Jahren war. Vor seinem Comeback in der zweiten Saisonhälfte foppte ich ihn hin und wieder mit der Bemerkung: «Du Marco, spielst du eigentlich auch wieder mal?» Mit ihm kann man gut solche Spässe treiben.

Wie wichtig ist es eigentlich für einen Juniorentrainer, dass er auch auf der Playstation das Fussballspielen beherrscht?
(lacht) Das wäre sicher vorteilhaft dafür, mit den Jungs zu konkurrenzieren. Aber grundsätzlich ist das eher ein Wettkampf, den die Spieler untereinander pflegen. Ich persönlich habe noch nie mit den Jungs eine Partie Fussball auf der Playstation gespielt. Ich weiss aber auch nicht, ob ­meine vier ehemaligen Schützlinge dermassen dem Gamen frönen. Ich glaube eher nicht.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/31772880

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 Betreff des Beitrags: Re: Erminio Piserchia - Trainer
 Beitrag Verfasst: Samstag 22. September 2018, 22:58 
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22.09.2018

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Evergreen: In der Fremde die Heimat gefunden

Drei Jahre lang trug Erminio Piserchia in den 1980er-Jahren das Trikot des FC St.Gallen. Wäre es nach dem Basler gegangen, wären viele weitere hinzugekommen. Heute ist sein Blut gelb-schwarz.

Er kam als Fremder – und ging drei Jahre später als halber Einheimischer. Zwischen 1986 und 1989 trug Erminio Piserchia das Trikot des FC St. Gallen. Noch heute schwärmt der Basler von dieser Zeit. «Es gibt nur ein Wort dafür: fantastisch.» Er habe sich wohl gefühlt, Freude am Fussball gehabt, Freundschaften geschlossen, die bis heute anhalten – und wäre am liebsten «noch viele weitere Jahre» beim FCSG geblieben.

Als der Sohn italienischer Einwanderer im Sommer 1986 zu den Espen wechselt, die sich bereits drei Jahre zuvor um ihm bemüht hatten, schlägt er sogar ein Angebot des FC Basel aus. Das habe einen simplen Grund gehabt: «Ich war neugierig, wollte etwas Neues erleben.» Zunächst erwarten ihn jedoch die alten Probleme: Wie bei den Grasshoppers, die ihn ein Jahr zuvor in die Nationalliga B zum FC Laufen abgeschoben hatten, kommt der damals 22-Jährige anfangs kaum zum Einsatz. Trainer Uwe Klimaschefski hält nicht viel vom jungen Italiener, bezeichnet ihn als «Pizzaverkäufer» und schiebt ihn meist in den Nachwuchs ab. «So einen Trainer habe ich nie erlebt», erinnert sich Piserchia.

Vom Ergänzungsspieler zur Teamstütze

Als der FCSG wenige Monate später Klimaschefski durch Frei ersetzt, blüht Piserchia richtiggehend auf. Im rechten Mittelfeld entwickelt er sich zur Teamstütze und schiesst wichtige Tore. Und doch muss er den FC St. Gallen im Sommer 1989 verlassen: Als der FCSG Hugo Rubio holt, stehen zu viele Ausländer im Kader – Piserchia muss gehen. Das hat auch mit dem Trainer zu tun: Mit Kurt Jara, der schon bei GC sein Trainer war, hat er das Heu nicht auf der gleichen Bühne. Da er beim FCSG keine Perspektive mehr sieht, bittet er die Verantwortlichen, das Angebot des FC Lugano annehmen zu dürfen. «Ich hatte meinen Vertrag in St. Gallen erst vor einem Jahr um zwei Jahre verlängert. Ihn aufzulösen, widersprach meinen Prinzipien.»

Bei den Tessinern ist er wieder Stammspieler, bis er sich in der Winterpause eine Verletzung am Knöchel zuzieht, die ihn für den Rest der Saison ausser Gefecht setzt. In der folgenden Spielzeit ist er meist nur noch Ersatz, verletzt sich erneut, erhält aber dennoch einen neuen Vertrag. In der Winterpause der Saison 1991/92 muss er die Profikarriere jedoch definitiv beenden – mit knapp 28 Jahren. «Die Knöchelverletzung habe ich nie richtig auskuriert», sagt Piserchia. 1992 versucht er zwar ein Comeback beim Basler Amateurclub FC Riehen, doch der Knöchel hält auch auf tieferem Niveau der Belastung nicht Stand.

Gelb-schwarzes Blut – aber Platz für andere Farben

Schon früh steigt Piserchia ins Trainermetier ein. 1993 übernimmt er den FC Birsfelden (2. Liga), später trainiert er auch den SC Schöftland und den SC Zofingen. Einen Namen macht er sich vor allem im Jugendbereich: Nachdem er bereits als U18-Trainer beim FC Basel und als U21-Trainer des FC Aarau gearbeitet hat, wechselt er 2003 zu den Young Boys, wo er bis heute geblieben ist. In dieser Zeit bekleidete er verschiedene Posten: Er war für diverse Jugendmannschaften verantwortlich, war Technischer Leiter der Nachwuchsabteilung, arbeitete als Co-Trainer der ersten Mannschaft und stand mehrmals als deren Interimstrainer an der Seitenlinie – erstmals im Espenmoos.

Aktuell betreut er die U16. Die Arbeit mit Jugendlichen mache ihm grossen Spass, sagt er. Seit zwei Jahren hat er die Uefa-Pro-Lizenz und könnte somit auch eine Profimannschaft führen. «Das würde mich schon reizen.» Nach so langer Zeit schlage sein Herz für die Berner: «Mein Blut ist gelb-schwarz.» Auch seine erwachsenen Töchter, mit denen er wegen der langen Anreise aus dem Baselbiet eine Zeit lang eine WG in Bern hatte, haben bei YB die Lehre gemacht. «Es hat aber Platz für andere Farben», räumt er ein.

Er sei glücklich bei den Bernern, sagt der 54-Jährige. Er könne sich aber durchaus vorstellen, noch eine andere Herausforderung anzunehmen. «Ich habe immer noch den Drang, mich auf Neues einzulassen. Und wer weiss, vielleicht führt mich mein Weg eines Tages sogar zurück nach St. Gallen.» Es wäre ein später versöhnlicher Abschluss.


https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stga ... ld.1055506

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 Betreff des Beitrags: Re: Erminio Piserchia - Trainer
 Beitrag Verfasst: Freitag 14. Februar 2020, 17:44 
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Erminio Piserchia verlässt YB am Saisonende

Erminio Piserchia, bei YB Trainer der U16-Junioren, hat sich entschieden, den am Saisonende auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Der 56-Jährige war in den letzten 16 Jahren bei YB in verschiedenen Funktionen auf unterschiedlichen Stufen tätig – als langjähriger Assistenztrainer und mehrmals auch als interimistischer Cheftrainer in der ersten Mannschaft sowie als Leiter und Trainer in der Nachwuchs-Abteilung. Seit Sommer 2017 führt Piserchia die U16-Junioren der Young Boys.

Der BSC Young Boys bedankt sich bereits jetzt herzlich bei Erminio Piserchia für sein grosses Engagement und wünscht ihm für die private und berufliche Zukunft alles Gute.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erminio Piserchia - Trainer
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 15. April 2020, 13:43 
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15.04.2020

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YB verliert eine treue Seele

Nach 16 Jahren verlässt Piserchia die Young Boys

Mehrmals war Assistent Erminio Piserchia bei YB als Interimstrainer eingesprungen. Zuletzt trainierte er den Nachwuchs, bald geht der 56-Jährige neue Wege.

Egal in welcher Situation und Position er bei YB gerade war, Erminio Piserchia verfolgte stets den gleichen Grundsatz: «Ich habe einen Auftrag zu erfüllen.» Nie ging es ihm darum, Werbung in eigener Sache zu betreiben. Die Loyalität gegenüber dem Club und dem Cheftrainer war dem Assistenten stets das Wichtigste. Deshalb sind seit seinem ersten Training am 15. Oktober 2003 mit dem damaligen Coach Hans-Peter Zaugg nun 16,5 Jahre vergangen. Wenn er jetzt auf das bevorstehende Ende angesprochen wird, versagt Piserchia am Telefon die Stimme. YB ist dem 56-jährigen Baselbieter ans Herz gewachsen.

Nach Bidu Zaugg hiessen seine Cheftrainer Gernot Rohr, Martin Andermatt und Vladimir Petkovic. Alle mussten vorzeitig gehen. Aber keiner war ihm böse, dass er geblieben war und für ihn kurzzeitig das Ruder übernommen hatte. «Bei keinem Trainer habe ich hinter dessen Rücken gehandelt. Wenn ich anderer Meinung war, sprach ich dies an. Danach wurde die Angelegenheit ausdiskutiert und war erledigt.» Die Ehrlichkeit hat sich ausbezahlt. Noch heute ist der Sohn italienischer Einwanderer mit den ehemaligen Cheftrainern befreundet. «Im schnelllebigen Fussballgeschäft bedeuten mir diese guten Verhältnisse viel.»

Das Lob der Töchter

Die Rolle des loyalen Assistenztrainers wirkte bei Piserchia nie aufgesetzt. Und wenn ihm die Töchter sagen, dass er sich in all den Jahren als Mensch nicht verändert habe, ist das für ihn das schönste Kompliment. Vorübergehend hatte er mit den beiden Kindern während ihrer Ausbildung in Bern sogar eine Wohngemeinschaft gebildet. Domizil der Familie Piserchia ist aber stets Therwil BL geblieben.

Um seine ruhige und bodenständige Art zu begründen, erzählt Piserchia ein wegweisendes Erlebnis aus seiner Aktivzeit, als er 1983 von Concordia Basel zu den Grasshoppers wechselte. «Karl Oberholzer besprach mit mir die Modalitäten und reichte mir am Schluss die Hand. Als 19-Jähriger hätte ich mich nie getraut zu fragen, wo denn der Vertrag bleibe.» Ein Papier erhielt der Jungprofi vom GC-Präsidenten nie, den Lohn jedoch immer. «Sein Wort und sein Handschlag waren mehr wert als jedes Papier, das hat mir imponiert und mich geprägt.»

Wechsel in den Nachwuchs

Als im Sommer 2011 Christian Gross nach Bern kam, übernahm Piserchia das Amt im Nachwuchs als Technischer Leiter. «Das war zwar nicht meine Welt, aber dennoch eine spannende Aufgabe, die ich mit viel Leidenschaft anging.» Gross wurde nur neun Monate später entlassen, so sprang Piserchia im Frühjahr 2012 ein fünftes und letztes Mal als Feuerwehrmann ein. Der 2:1-Erfolg am 23. Mai 2012 in Basel war sein letztes Spiel als YB-Interimstrainer. Zwölfmal hat er in der Super League an der Seitenlinie dirigiert, nur die ersten zwei Spiele gingen verloren. Hinzu kommen ein Sieg im Schweizer Cup und 2010 ein 2:2 in der Qualifikation zur Champions League gegen Fenerbahce Istanbul, als er den gesperrten Petkovic ersetzt hatte. Unter seiner Leitung gaben junge Talente wie Michael Frey oder Leonardo Bertone ihre Debüts bei YB. «Das beweist, dass ich den Mut hatte, etwas zu ändern», blickt Piserchia zurück. Treuer Begleiter während all der Jahre war Goalie Marco Wölfli. «Mit ihm verbindet mich enorm viel.»

Die Zukunft ist offen

Unter Sportchef Fredy Bickel wurde Piserchia 2014 wieder Trainer. Er übernahm die U-18-Equipe. Seit drei Jahren betreut er die U-16-Junioren. Mit ihnen hätte er in diesem Frühjahr um den Schweizer-Meister-Titel kämpfen wollen, nachdem es in der Saison 2017/18 gelungen war, die Meisterschaft zu gewinnen. Wegen der Corona-Pandemie sitzt Piserchia, der seit 2015 die Uefa Pro Lizenz, die höchste Trainerausbildung, besitzt, jedoch in Therwil im Homeoffice und stellt online Aufgaben für die Spieler zusammen. Gerne hätte er in der nächsten Saison bei YB wieder eine Stufe höher gearbeitet, doch im Club sind alle Positionen besetzt. Deshalb hat er sich schweren Herzens entschieden, den auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern und eine neue Herausforderung zu suchen. Piserchia erhofft sich, einmal nicht als Interims-, sondern als Chefcoach im Profibereich wirken zu können.


https://www.bernerzeitung.ch/nach-16-ja ... 1331429562

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 Betreff des Beitrags: Re: Erminio Piserchia - Trainer
 Beitrag Verfasst: Freitag 1. Mai 2020, 19:03 
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29.04.2020

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Raus aus der zweiten Reihe für Erminio Piserchia: Von YB zurück in die Heimat

Der Baselbieter Erminio Piserchia beendet Ende Juni nach 17 Jahren seine Trainertätigkeit bei YB und sucht eine neue Herausforderung.

Erminio Piserchia verbringt wegen der Coronapandemie ungewohnt viel Zeit in der Nähe seines Zuhauses in Therwil. Bei Spaziergängen kommen ihm dann so manche Gedanken über die bisherige Karriere. Zum Beispiel wie dieser verlaufen wäre, wenn er damals einen Spielervermittler gehabt hätte. «Mag sein, dass der Weg vielleicht die eine und andere Veränderung genommen hätte», sagt er beim Gespräch in Aesch. Er erzählt auch, dass er gerne beim FC Basel gespielt hat. Auch damals, als Basel in der NLB spielte. Aber es hat sich nie ergeben. «Man hatte mich wohl nie auf dem Schirm und ich wollte mich nicht selbst ins Gespräch bringen, denn so hast du kaum gute Karten», sagt der 56-Jährige. Dabei wäre es gar nicht so abwegig gewesen.

Piserchias Fussballkarriere begann in Aesch. «Die Eltern wohnten nur unweit des Löhrenackers. Sie liessen den kleinen Erminio machen. «Sie waren nicht gegen Fussball, unterstützten mich aber auch nicht. Sie kamen in die Schweiz, um zu arbeiten», sagt Piserchia. Bei Concordia Basel spielte er später in der 1. Liga. Ein Handschlag mit Präsident Karl Oberholzer besiegelte 1983 den Wechsel in die NLA zu den Grasshoppers. Gleich in der ersten Saison durfte Piserchia den Meistertitel feiern. Am Ende des zweiten Jahres in Zürich wurde ihm dann signalisiert, dass seine Chancen auf Einsätze klein seien. Statt in den Nachwuchs verbannt zu werden, zog er einen Wechsel zum FC Laufen vor. Die Laufentaler spielten damals unter Urs Siegenthaler in der NLB. «Das war in Ordnung, denn ich wollte wieder spielen, um mich so empfehlen zu können», erklärt Piserchia.

Die loyale mehrfache Nummer Zwei

Erminio Piserchia stieg zwar mit Laufen ab, doch seine Rechnung ging auf. Er konnte in die NLA zurück, zunächst zum FC St. Gallen und später zum FC Lugano wechseln. «Es war eine gute Zeit. Leider beendete eine Fuss-OP meine Aktivkarriere auf weniger schöne Weise», erzählt Piserchia. Er konzentrierte sich fortan auf das Traineramt, das er beim FC Birsfelden startete. Kurz war er dann als U18 Trainer beim FC Basel, aber dann trennten sich die Wege bereits wieder. Über Schöftland ging es zu Aarau, wo er Assistent bei Rolf Fringer und Jochen Driess war. Nach einem Traineramt beim SC Zofingen kam die Anfrage der Young Boys, wo er am 15. Oktober 2003 ein Amt antrat, das ihm vorkommen musste wie eine 17-jährige Achterbahn-Fahrt.

Piserchia war zunächst Assistent bei Hans-Peter Zaugg. Eines Tages wurde er dann ins Büro des Sportchefs gerufen. «Man teilte mir mit, dass sich der Verein vom Chef-Trainer trennen werde und ob ich bereit sei, das Team interimistisch zu übernehmen. Ich sagte zu.»
Als Piserchia das Büro verliess kamen ihm Zweifel. «Ich stellte mir die Frage, ob ich das überhaupt schaffe, ob ich mit der Verantwortung klarkomme.» Er fuhr nach Therwil und diskutierte das Ganze mit seiner Frau. Nach einer Nacht mit wenig Schlaf wachte er auf und wusste: «Ich kann das!» Piserchia blieb auch unter Gernot Rohr und später unter Marco Schällibaum Assistent und als auch der gehen musste, hiess der Mann neben dem neuen Coach Martin Andermatt noch immer Erminio Piserchia. «Ich weiss, das ist im Sport nicht üblich. Muss der Cheftrainer gehen, geht auch sein Assistent. Ich habe mich aber nie in den Vordergrund gestellt. Mir ging es immer um die Arbeit und ich kam mit allen gut aus», erklärt Piserchia.

Die sportliche Führung der Berner wusste, was man an ihm hatte. Mehrmals vertraute man ihm das Team an, bis ein neuer Mann unter Vertrag stand. Das war auch 2008 wieder so, bevor der heutige Schweizer Nationaltrainer Vladimir Petkovic zu YB kam. An jene Zeit wurde Piserchia vor zwei Wochen wieder schmerzlich erinnert, als das SRF die «Finalissima 2010» nochmals zeigte. «Ja, ich schaute es mir an, obwohl es damals eine meiner bittersten Erfahrungen war. Wir waren zwei Runden vor Saisonende so gut wie Meister, hätten auswärts in Luzern mit einem Sieg alles klarmachen können. Petkovic schonte unseren Defensivpatron Dudar, da es im letzten Match gegen Basel ging. Es war das falsche Signal. Wir verloren 1:5, der Rest ist bekannt.»

Als dann auch Petkovic gehen musste und Christian Gross kam, zog Piserchia einen Strich. «Ich wollte nicht mehr nur der Assistent, ich wollte Chef eines Teams sein.» Als das Angebot kam, als technischer Leiter im Nachwuchs zu arbeiten, dachte er, das sei eine spannende Sache. Bald schon aber wurde Piserchia bewusst, dass er keiner für das Büro ist.

Piserchia übernahm die U18 von YB und hatte eine erfolgreiche Zeit. Die Versetzung in die U16 fand er damals zwar in Ordnung. Doch wenn er jetzt auf einem seiner Spaziergänge darüber nachdenkt, weiss er, dass es der falsche Weg war. «Meine Eltern lehrten mich, dass man im Leben anständig und korrekt sein muss. Das ist ja sicher nicht falsch, aber manchmal muss man auch seine Wünsche durchsetzen und auf den Tisch hauen. Ich bin in einem Alter und habe so viel erlebt und Erfahrung sammeln können, dass ich mehr will.»

Eine WG mit den beiden Töchtern in Bern

Ein anderes Hobby als Spazieren hat Piserchia aktuell nicht. «Ich denke, wenn ich wach bin, immer an Fussball.» Dazu gibt es eigentlich nur noch die Familie. «Ich bin meiner Frau enorm dankbar. Sie unterstützte mich immer, sie war und ist auch mein grösster Kritiker», sagt Piserchia. Gemeinsam haben die beiden zwei Töchter. Sie machten ihre Berufsausbildung in Bern, im Umfeld des Klubs. «Wir drei bildeten eine Berner WG. Das war eine spannende Zeit», sagt Piserchia.

Aktuell ist das fussballfreie Leben weniger spannend. Doch das soll sich ändern. Wenn die Coronakrise vorbei ist, möchte Piserchia wieder einen Trainerjob. «Ich möchte Cheftrainer in einem ambitionierten Klub und von einem ambitionierten Team sein. So kann ich etwas bewirken und das weitergeben, was ich in all der Zeit an Erfahrung sammeln konnte», sagt er.

Gerne denkt Piserchia noch an die internationalen Spiele gegen Fenerbahce, Stuttgart im Schneegestöber und Tottenham («Wir führten nach 28 Minuten 3:0 und gewannen am Ende nur knapp mit 3:2») oder die Meistertitel, die er hautnah miterlebte, zurück. Erinnerungen, die – wie er betont – ihm niemand mehr nehmen kann. «Was ich bisher gemacht habe passt für mich», sagt Piserchia. Doch jetzt will er sein Weg als Trainer weitergehen. Denn das Team auf dem Platz zu betreuen, macht definitiv mehr Spass als Spaziergänge rund um Therwil.


https://www.bzbasel.ch/sport/basel/raus ... -137749956

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