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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 25. April 2013, 09:07 
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YB verliert eine Integrationsfigur

Thomas Häberli und die Young Boys trennen sich auf Ende Saison. Der Assistenztrainer des kürzlich entlassenen Martin Rueda geht ohne Groll, seine fussballerische Zukunft ist noch offen.

Bei den Berner Young Boys ist eine weitere Personalentscheidung gefallen. Thomas Häberli wird den Club auf Ende dieser Spielzeit verlassen. Der frühere Stürmer, der bei YB zwischen 2000 und 2009 in der Super League zu einer Leaderfigur der Mannschaft gereift war, übernahm nach seinem Karrierenende den Trainerjob bei der U-18-Auswahl von YB, ehe er diese Saison als Assistent von Cheftrainer Martin Rueda wieder zum Profiteam stiess.

«Es war eine sehr lehrreiche Zeit für mich, auch wenn nicht alles so lief, wie wir uns das gewünscht haben», blickt Häberli auf die durchzogene Saison zurück. «Für mich galt immer, loyal zum Chef zu sein. Deshalb war es für mich auch klar, dass ich nach der Freistellung von Martin Rueda nicht als Assistenztrainer weitermachen würde.» Es ist ein offenes Geheimnis, dass YB-Sportchef Fredy Bickel dem Luzerner nahelegte, sein Amt abzugeben und sich bis Ende Saison um die 2. Mannschaft, die U-21-Equipe in der 1. Liga Classic, zu kümmern. Deren Trainer Joël Magnin rückte interimistisch zum Assistenten von Rueda-Nachfolger Bernard Challandes auf. Ab nächster Saison wird der 41-jährige Magnin aber an seinen angestammten Platz zurückkehren und wiederum für die U-21 verantwortlich sein.

Unverständnis oder gar Verärgerung über die Absetzung beim Profiteam herrscht bei Häberli keine. «Das ist Teil des Spiels und gehört zum Fussball. So etwas muss man akzeptieren. Damit habe ich kein Problem.» Zudem sei zwischen ihm und dem Club stets alles fair abgelaufen. «Ich habe eine besondere Beziehung zu YB und verdanke dem Verein viel.» Auch Bickel spricht von einer harmonischen Trennung. «Die Gespräche zwischen uns sind sehr konstruktiv verlaufen. Es ging uns beiden darum, eine Auslegeordnung zu machen, um für seine weitere Trainerkarriere die richtigen Schlüsse zu ziehen», sagt der Zürcher, der Häberli im Sommer 2000 von Basel zu YB geholt hatte.

Zeit für eine Luftveränderung

Häberli seinerseits ist überzeugt, dass jetzt der ideale Zeitpunkt gekommen sei, sich an einem anderen Ort neu zu orientieren. «Es ist gerade nach dieser speziellen Saison und den vielen Jahren in Bern Zeit für eine Luftveränderung, ich kann ja nicht 25 Jahre bei YB bleiben. Dazu bin ich auch nicht der Typ. Aber wer weiss, vielleicht kehre ich später einmal nach Bern zurück», sagt der gebürtige Innerschweizer, der sich über seine Zukunft noch ausschweigt, «weil ich dazu im Moment noch nichts Konkretes sagen kann». Priorität hat für den 39-Jährigen das Erwerben der Uefa-Pro-Lizenz, die er braucht, um später auch einmal einen Club in der Super League als Cheftrainer betreuen zu können.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/13569555

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 25. April 2013, 14:39 
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25.04.2013

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YB verliert eine Integrationsfigur

Nach 13 Jahren wird Thomas Häberli YB per Ende Saison verlassen. Der Trainer der U-21 sagt, er hege keinen Groll und würde gerne später einmal wieder nach Bern zurückkehren.

Am Mittwoch wurde bekannt, dass die Young Boys und Thomas Häberli per Ende Saison nach 13 Jahren getrennte Wege gehen werden. Der Entscheid stehe vor dem Hintergrund, dass der langjährige Spieler, Nachwuchs- und Assistenzcoach die Ausbildung für die Uefa-Pro-Lizenz vorantreiben will, teilte der Verein mit. Häberli war bis zur Entlassung Martin Ruedas vor gut zwei Wochen dessen Assistent. Danach übernahm er für Joel Magnin, der nun Bernard Challandes interimistisch bis zum Saisonende als Assistent zur Seite steht, die zweite Mannschaft der Gelb-Schwarzen.

Dieser Beschluss der YB-Führung sei zwar der Stein des Anstosses für seinen Entscheid gewesen, den Klub zu verlassen, sagt Häberli. Aber er habe schon länger mit dem Gedanken gespielt, eine Veränderung anzustreben. Und: «Für mich war es die logische Konsequenz, dass ich als loyaler Assistent nicht mit einem anderen Trainer weitermachen konnte», sagt der Innerschweizer. «Ich hege keinen Groll. Und es wird nichts Störendes an meinem Abgang geben.»

Züri West als «The Häberlis»

YB-Sportchef Fredy Bickel, der den Stürmer im Sommer 2000 von Basel zu YB geholt hatte, sagt, Häberli habe sich bei YB äusserst verdient gemacht. «Die Gespräche sind sehr konstruktiv verlaufen. Es ging uns beiden darum, eine Auslegeordnung zu machen, um für seine weitere Trainerkarriere die richtigen Schlüsse zu ziehen.»

Mit Häberli verliert YB zweifelsohne eine Integrationsfigur. Der 39-Jährige bestritt bis zu seinem Karriereende vor knapp 4 Jahren während neun Saisons insgesamt 267 Meisterschaftspartien für die Berner und erzielte 74 Tore. Danach war er im Verein in verschiedenen Funktionen tätig. Bei der Feier zum 110.Geburtstag der Young Boys trat die Band Züri West mit Frontsänger Kuno Lauener unter dem Pseudonym «The Häberlis» auf. «Mein Abschied Ende Mai wird sicher sehr speziell und intensiv», sagt der frühere Publikumsliebling. «YB ist ein riesiger Teil meines Lebens.»

Seine Sporen abverdienen

Wohin sein Weg führe, wollte oder konnte der Luzerner nicht sagen. «Es gibt einige Optionen. Klar ist: Ich will weiterhin als Trainer tätig sein.» Einer allfälligen Rückkehr zu YB ist die Vereinsikone nicht abgeneigt. «Das wäre sicher eine reizvolle Aufgabe, bei einem so grossen Klub einmal tätig zu sein. Aber zuerst muss ich mir diesen Job verdienen und anderswo Erfolge erzielen», sagt Thomas Häberli.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/28697895

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 Beitrag Verfasst: Freitag 26. April 2013, 11:13 
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26.04.2013

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Wird Thomas Häberli U-21-Trainer des FCB?

Am Mittwoch gaben die Young Boys bekannt, dass Thomas Häberli den Klub Ende Saison nach zwölf Jahren verlassen wird. Der frühere Offensivspieler, der auf diese Saison hin die Rolle des Assistenten von Martin Rueda übernommen hatte und jetzt das 1.-Liga-Team von YB interimistisch betreut, wollte sich zu seiner Zukunft bisher nicht konkret äussern. Nun gibt es Anzeichen, dass der 39-Jährige beim FC Basel eine neue Aufgabe übernehmen wird, und zwar als U-21-Trainer. Das Nachwuchsteam des FCB wurde in dieser Saison von Carlos Bernegger betreut, bis dieser Anfang April zum Cheftrainer des FC Luzern aufstieg. Seither wird die Mannschaft, die in der 1. Liga Promotion auf Platz 1 steht, interimistisch von den früheren FCB-Spielern Massimo Ceccaroni und Benjamin Huggel betreut. Schon vor einigen Tagen hat der FC Basel die Position des U-18-Trainers mit dem früheren Internationalen und Bundesliga-Spieler Raphael Wicky neu besetzt.

Häberli selber wollte sich zu diesen Gerüchten gestern nicht äussern. Für den Innerschweizer wäre es eine Rückkehr, hatte ihn doch Christian Gross im Jahr 2000 von Kriens nach Basel geholt. Damals gelang ihm der Durchbruch in der höchsten Schweizer Liga aber noch nicht, sodass er nach nur 8 Einsätzen beim FCB zu YB wechselte, wo er für die Berner bis 2009 total 74 Meisterschaftstore erzielte.

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 Beitrag Verfasst: Samstag 27. April 2013, 18:50 
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Thomas Häberli geht zum FC Basel

Nun ist klar, wohin es Thomas Häberli zieht: Der 39-Jährige wird ab Juli neuer Trainer der U21-Mannschaft des FC Basel.

Ab Juli übernimmt Thomas Häberli beim FCB den Trainerposten der U21-Mannschaft, teilt der FC Basel auf seiner Homepage am Freitag mit. Thomas Häberli betreut noch bis Saisonende beim BSC YB die zweite Mannschaft. In Basel wird er Carlos Bernegger ersetzen, der im April zum FC Luzern wechselte, und Massimo Ceccaroni, der seither das U21-Team interimistisch trainierte.

Bekannt in Basel

Die letzten 13 Jahre verbrachte Häberli zumeist im YB-Umfeld. Bevor er im Jahr 2000 zu den Young Boys wechselte, spielte er beim FC Basel unter Christian Gross. Im Interview mit seinem zukünftigen Arbeitgeber sagte der 39-jährige Häberli: «Ich ging damals von Basel nach Bern – und jetzt komme ich zurück nach Basel.» Er betont jedoch auch, dass er sich dennoch auf eine spannende restliche Zeit bei YB freue.

Als Grund für den Wechsel nennt er neben dem Timing: «Mit dem neuen Nachwuchscampus und der tollen Infrastruktur bietet der FCB ein gutes Arbeitsumfeld.» Die zehn Monate als Assistenztrainer bei YB seien eine tolle Erfahrung gewesen. Aber es sei nicht dasselbe, wie wenn man selber eine Mannschaft führe.

Noch offen ist derzeit, wer ihm als Assistenztrainer zur Seite stehen wird. Benjamin Huggel, der aktuelle Assistenztrainer, wird ab Sommer ebenfalls sein eigenes Team übernehmen, die U14.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/20332440

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 Beitrag Verfasst: Samstag 27. April 2013, 19:02 
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26.04.2013

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Thomas Häberli geht zum FC Basel

Die YB-Legende übernimmt ab Juli den frei gewordenen Trainer-Posten beim U21-Team des FC Basel.

Am Mittwoch gaben die Young Boys bekannt, dass Thomas Häberli den Klub Ende Saison nach zwölf Jahren verlassen wird. Der frühere Offensivspieler, der auf diese Saison hin die Rolle des Assistenten von Martin Rueda übernommen hatte und jetzt das 1.-Liga-Team von YB interimistisch betreut, wollte sich zu seiner Zukunft bisher nicht konkret äussern.

Nun ist klar, wohin es den 39-Jährigen zieht: Er wird ab 1. Juli neuer U21-Trainer beim FC Basel. Dies teilte der FCB am Freitag auf seiner Website mit. Häberli ersetzt Carlos Bernegger, der am 8. April als Cheftrainer zum FC Luzern wechselte, sowie Massimo Ceccaroni, der seither die U21 interimistisch betreut.

Häberli erhält einen Zweijahresvertrag

Thomas Häberli ist in Basel kein Unbekannter, hatte er doch im Jahr 2000 unter Christian Gross eine NLA-Saison für den FCB bestritten. Damals gelang ihm der Durchbruch in der höchsten Schweizer Liga aber noch nicht, sodass er nach nur 8 Einsätzen beim FCB zu YB wechselte, wo er für die Berner bis 2009 total 74 Meisterschaftstore erzielte.

Nach seinem Rücktritt als aktiver Fussballer vor vier Jahren trainierte er zuerst während einer Saison den Drittligisten den FC Perlen-Buchrain aus seiner Innerschweizer Heimat, mit dem er in die 2. Liga aufstieg. Parallel dazu übernahm er bereits Aufgaben als Scout für die Young Boys.

2010 kehrte Häberli zu YB zurück – zuerst für zwei Saisons als U18-Trainer, danach als Assistent von Cheftrainer Martin Rueda. Nach der Freistellung Ruedas vor wenigen Wochen übernahm Häberli die U21 von YB, die er nun noch bis Saisonende trainieren wird, ehe er mit einem Zweijahresvertrag nach Basel geht.

Noch offen ist, wer bei der U21 des FCB ab der kommenden Saison Häberlis Assistenztrainer sein wird, da geplant ist, dass der aktuelle Assistenztrainer der U21, Benjamin Huggel, ab Sommer 2013 die U14 des FCB übernehmen wird.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Th ... y/28369584

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 Beitrag Verfasst: Freitag 19. Juli 2013, 18:47 
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19.07.2013

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«Plötzlich sind sie in der Männerwelt»

Massimo Ceccaroni und Thomas Häberli sind zwei Eckpfeiler im Nachwuchs des FC Basel

Basel. Da sitzen sie also beide auf der Geschäftsstelle des FC Basel, im Turm hoch oben über dem St.-Jakob-Park. Der eine, Massimo Ceccaroni (44), seit einem Jahr Technischer Leiter der FCB-Nachwuchsabteilung. Der andere, Thomas Häberli (39), seit rund drei Wochen Trainer der Basler U21, der zweitwichtigsten Mannschaft beim Stadtclub. In der Saison 1999/2000 haben Ceccaroni und Häberli bei Rotblau noch zusammen gespielt, nun arbeiten sie gemeinsam auf Stufe Junioren.

Die beiden verbindet aber nicht nur die tägliche Arbeit mit der kommenden Fussballer-Generation. Es ist auch ihre persönliche Vergangenheit, die Parallelen aufweist. Was Verteidiger Ceccaroni beim FCB verkörpert, ist Stürmer Häberli bei den Berner Young Boys: eine Kultfigur. In neun Jahren bei YB erzielte Häberli 66 Tore, sein letzter Treffer gelang ihm gegen den FCB. Zuletzt arbeitete er im Trainerstaff der Berner. Als einer der grössten Häberli-Fans gilt Kuno Lauener, der Frontmann von Züri West. Die Band trat zuweilen sogar unter dem Namen «The Häberlis» auf.

BaZ:

Thomas Häberli, hat sich Kuno Lauener seit Ihrem Wechsel nach Basel schon bei Ihnen gemeldet?

Thomas Häberli:

Ja, wir haben uns zu einem Nachtessen getroffen.

Was sagte er zu Ihrer neuen Aufgabe?

Häberli:

Er wünschte mir viel Glück. Böse Worte gab es keine, denn als Trainer bleibt man in den seltensten Fällen jahrelang beim gleichen Verein. Man muss den Horizont ständig erweitern und neue Wege gehen. Allgemein waren die Reaktionen aus Bern positiv, obwohl es für viele etwas fremd war, wenn einer nach 13 Jahren YB den Club verlässt.

Sie kommen aus der Innerschweiz und brachten es in Bern zum Publikumsliebling. Was machten Sie anders als die anderen?

Häberli:

Ich denke, es ist die Art und Weise, wie ich mich auf dem Spielfeld gegeben habe. Ich wirkte authentisch. Zudem gehörte ich einige Male zu denjenigen, die am Ende einer Saison den Karren aus dem Dreck ziehen mussten, um das Minimalziel zu erreichen. Bestimmt war auch die Leistung, an der ein Stürmer gemessen wird, mitentscheidend. Ich erinnere mich, dass mir oftmals kurz vor Schluss siegbringende Tore gelangen.

Massimo Ceccaroni, auch Sie galten als ehrlicher Spieler, der nie den Boden unter den Füssen verloren hat. Ist Ihnen Thomas Häberli vom Typ her ähnlich?

Massimo Ceccaroni:

Ja, wir haben gewisse Eigenschaften, die sich gleichen. Ich denke da etwa an die Loyalität und Bescheidenheit, die wir an den Tag legen. Das Wichtigste ist jedoch diese Authentizität, wir können uns nicht verstellen. Es kommt nicht von ungefähr, dass Thomas Häberli in vielen Schweizer Stadien ebenso beliebt war wie in Bern. Das sagt vieles über seinen Charakter aus.

Thomas Häberli, Kuno Lauener sagte nach Ihrem Rücktritt: «Wenn man neun Jahre bei YB gespielt hat, kann man seine Karriere nicht in Basel beenden – Häbi hat ein gutes Timing.» Nun ist es vier Jahre später doch der FC Basel. Ist das Timing wieder das richtige?

Häberli:

Ich hoffe es. Denn als Spieler hätte ich ein paarmal die Möglichkeit gehabt, YB zu verlassen, doch ich blieb in Bern. Als Trainer bin ich nun überzeugt, dass der Schritt zum richtigen Zeitpunkt erfolgt ist. Schliesslich habe ich das Telefon aus Basel am Tag erhalten, als ich bei YB als Assistenztrainer des Super-League-Teams in die Berner U21 versetzt wurde …

Ceccaroni:

…was absoluter Zufall war. Thomas Häberli war unser Wunschkandidat. Wir wollen beim FCB nicht nur die besten Nachwuchsspieler, sondern auch die besten Nachwuchstrainer haben. Dass er dies ist, kann ich guten Gewissens sagen, da ich zusammen mit ihm einen Trainerkurs absolviert habe. Er bringt die Energie mit, die es braucht, um mit den Jungen etwas zu erreichen.

Wie viele Bewerbungen hatten Sie nach dem Abgang von Carlos Bernegger zu Luzern auf dem Tisch liegen?

Ceccaroni:

Sehr viele. Aber ich muss zugeben: Wir haben uns sehr schnell für Thomas Häberli entschieden, obwohl wir wussten, dass er eine sehr grosse Verbundenheit mit YB hat. Meine grösste Angst war, dass er sagt: «Du, ich kann als Thomas Häberli nicht von YB zum FCB wechseln.»

Thomas Häberli, ist es attraktiver, die U21 des FC Basel zu trainieren als etwa Lausanne-Sport in der Super League?

Häberli:

Das ist überhaupt nicht vergleichbar. Wer bei Basel angestellt ist, arbeitet für den besten Club der Schweiz. Das ist eine grosse Herausforderung. Hier muss ich die Spieler besser machen, damit sie nach einer kurzen Adaptionszeit in der 1. Mannschaft die verlangte Leistung bringen können. Ich möchte, dass die U21-Spieler mal sagen können: «Bei Thomas Häberli habe ich etwas gelernt, da bin ich weitergekommen.» Anders in Lausanne, wo es in erster Linie um die Resultate geht.

Ceccaroni:

Das sehe ich auch so. Es spielt nicht so eine tragende Rolle, ob wir Erster oder Fünfter werden. Das wichtigste ist, dass wir diejenigen Spieler, die das Potenzial für Höheres haben, so gut vorbereiten, dass der Sprung von der U21 in das Fanionteam möglichst klein ist. Unser Ziel ist, dass einer nach einem halben Jahr in der Super-League-Mannschaft 90 Minuten im St.-Jakob-Park bestehen kann. Wie viele Spieler dies pro Saison sind, ist nicht entscheidend.

Der Altersschnitt in der U21 ist in der nächsten Saison so tief wie noch nie. Nach einem Jahr mit Erfahrenen setzen Sie nun voll auf die Karte Ausbildung.

Ceccaroni:

Das ist wichtig. Wir haben gemerkt, dass die Jungen in der neu geschaffenen 1. Liga Promotion bestehen können. Dafür braucht es nun die sogenannt Alten nicht mehr.

Die U21-Akteure spielten zuletzt bei Juniorenteams, die fast immer gewonnen haben. Ist dies nicht gefährlich?

Häberli:

Es braucht diese Entwicklung. Plötzlich sind die Junioren in einer Männerwelt. Der behütete Aufstieg durch alle U-Klassen gerät ins Stocken. Deshalb ist es wichtig, dass die Jahrgänge, die eigentlich noch in der U18 spielen können, in die U21 integriert werden. Sie müssen lernen, dass einem auch mal Gegenwind ins Gesicht bläst.

Wie können diese technisch bereits sehr gut geschulten Fussballer noch besser werden?

Häberli:

Die Spieler müssen merken, dass sie ihren Mitspieler brauchen, um Fortschritte zu erzielen. Nur wenn ich verstehe, wie mein Nebenan spielt, kann ich einen Nutzen daraus ziehen. Darin liegt viel Potenzial.

In Ihrem Kader hat es Kräfte, die auf den Notizzetteln europäischer Clubs stehen. Wie gehen Sie damit um?

Häberli:

Der Übergang in die U21 ist für diese Spieler wie auch für alle anderen Akteure ein grosser Schritt. Man muss sich vor Augen führen, dass eine gute U18-Mannschaft maximal das Niveau einer 1.-Liga-Classic-Equipe aufweist. Nicht mehr. Es braucht schnell Fortschritte. Das ist die gros­se Gefahr. Erst in der U21 zeigt sich, wer dieses Extra hat, das es für den Durchbruch braucht.

Ceccaroni:

Wichtig scheint mir, die Spieler darauf zu sensibilisieren, dass Fussball nicht alles ist im Leben. Wir wollen ebenso die Persönlichkeit stärken, indem wir darum besorgt sind, dass jeder einer Ausbildung nachgeht. Ich betone es immer wieder: Den Sprung nach ganz oben schaffen nur sehr wenige. Das versuchen wir zu vermitteln.

Wie war der Wechsel von den Junioren in den Aktivbereich zu Ihrer Zeit?

Ceccaroni:

Ich spielte in der Inter-­A1-Mannschaft, kam in den Nachwuchs und irgendwann in die 1. Mannschaft. Aber das kann nicht mit heute verglichen werden, die Ansprüche sind gestiegen. Früher fand fast jeder in der Reserve-Mannschaft des FCB ein Plätzchen. Das wäre heute unvorstellbar.

Wie schwierig ist es heute, überhaupt in die U21 zu kommen?

Ceccaroni:

Ich spreche immer wieder von dieser Pyramide: Je weiter es nach oben geht, desto schwieriger wird es. Wichtig scheint mir, dass wir in den tieferen Alterskategorien noch strenger werden müssen mit den Promotionen in die nächsthöhere Klasse. Spieler, die leistungsmässig auf der Kippe stehen, dürfen nicht mehr aus Goodwill weitergezogen werden.

Das klingt hart.

Ceccaroni:

Ja, aber schauen Sie: Unser Ziel muss es doch sein, dass jeder, der in der U18 spielt und zu den ersten Elf gehört, die Voraussetzung mitbringt, in zwei bis drei Jahren in der 1. Mannschaft mittun zu können. Das ist unser Ansatz, damit müssen unsere Trainer arbeiten.

Häberli:

Manchmal ist aber auch die Altersstruktur im Fanionteam ausschlaggebend, ob einer seinen Weg geht oder eben nicht. Wenn es in einer Mannschaft junges Blut braucht, ist die Chance grösser. Wenn jedoch einer auf einer Position spielt, die bereits mit Leistungsträgern besetzt ist, muss er vielleicht den Umweg über einen anderen Verein machen. Die Pipeline ist manchmal einfach voll, das kommt vor.

Ceccaroni:

Und genau in diesem Punkt dürfen wir uns nichts vormachen. Wir sind der FCB. Bei uns spielen die Jungen nicht deshalb, weil im Verein etwa wenig Geld vorhanden ist, sondern weil sie Leistungsträger sind. Unsere Überzeugung ist, dass wir mehrere eigene Junioren in die 1. Mannschaft bringen. Wir wollen unsere Spieler schon im Nachwuchs an ein internationales Niveau heranführen. Gelingt dies, dann sind wir definitiv auf dem richtigen Weg.

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 Beitrag Verfasst: Freitag 7. April 2017, 17:41 
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Thomas Häberli: «Irgendwann greife ich an»

Thomas Häberli war bei YB die Kultfigur. Heute arbeitet er als Talentmanager beim Rivalen FC Basel. Vor dem sonntäglichen Duell im St.-Jakob-Park verrät er, wie seine Zeit als Spieler in Bern wirklich zu Ende gegangen ist.

Als Thomas Häberli im Mai 2009 von YB-Trainer Vladimir Petkovic, CEO Stefan Niedermaier und Sportchef Alain Baumann zum Gespräch gebeten wurde, ahnte er nichts Schlimmes. Er dachte sich, die Herren wollten ihm ­Anfang Woche noch einmal die Bedeutung des bevorstehenden letzten Saisonspiels gegen den FC Basel verdeutlichen.

Schliesslich hatte Häberlis Wort in der Kabine Gewicht. Er war Captain, Routinier, zuverlässiger Torschütze: in Bern längst eine Kultfigur. Stattdessen aber stellte der Coach seinen Angreifer vor vollendete Tatsachen: Er plane trotz Vertrag bis 2010 nicht mehr mit ihm. «Ich fiel aus allen Wolken», sagt der 42-Jährige.

Ärger über Petkovic

Treffpunkt mit Thomas Häberli ist das Stadionrestaurant des Basler St.-Jakob-Parks. Für den Serienmeister arbeitet er als Talentmanager. Die Episode von seinem Abgang in Bern hat er in der Öffentlichkeit zuvor nie erzählt. Längst kann er darüber ­lachen, spricht von einem legendären Gespräch. Aber damals vor acht Jahren war er stinksauer.

«Ich sagte zu Petkovic: Dann muss ich ja gar nicht mehr kommen.» Häberli blieb dem Training die ganze Woche fern. Erst die letzte Einheit vor der Partie in Basel machte er wieder mit. Zum Trainer meinte er: «Lass mich in Ruhe. Wenn du mich brauchst, dann bringst du mich.»

Es vergingen 70 Minuten, bis Petkovic Häberli brauchte. Beim Stand von 2:0 wechselte er die Offensivkraft ein. Es war Häberlis 267 Meisterschaftsspiel für die Berner. Und er erzielte tatsächlich sein 74. und letztes Tor. YB gewann 3:0, überholte Basel und beendete die Saison auf Rang 2. Wochen später gab der Publikumsliebling sein Karriereende bekannt. Ohne zur Schau gestellten Groll, ohne schmutzige Wäsche zu waschen. Mit Pektovic, dem heutigen Nationaltrainer, verstand er sich rasch wieder.

Lob für Spycher

Als Thomas Häberli gefragt wird, an welche Partien gegen den grossen Rivalen er am liebsten zurückdenke, fällt ihm diese zuerst ein. Doch gerade in der Schlussphase seiner Karriere erlebte der Stürmer etliche erinnerungswürdige Duelle, den Cup­halbfinal miteingerechnet vermochte er mit YB die letzten vier zu gewinnen.

Damals befanden sich Bern und Basel auf Augen­höhe, 2008 und 2010 wurde die Saison erst in einer Finalissima entschieden. Solche Spannungsmomente sind heute nur noch Wunschdenken.

Der FC Basel kann diesmal schon sieben Spieltage vor Schluss Meister werden. Zwischen dem Leader und dem Tabellenzweiten klafft vor dem sonntäglichen Spiel in Basel (16 Uhr, Bernerzeitung.ch tickert live) eine riesige Lücke von 17 Punkten. «Hier werden einfach sehr wenige Fehler gemacht», sagt Häberli.

Ein Beleg: Während er spricht, findet nebenan die Medienkonferenz mit Trainer Urs Fischer vor der Cuppartie in Winterthur statt. Einen Tag später gelingt dem FCB der Finaleinzug. Bei YB ist derweil die Wunde nach dem peinlichen Ausscheiden gegen Winterthur nicht verheilt.

Häberli mag die Differenzen zwischen den Klubs nicht dramatisieren. Er findet, in beiden Vereinen werde sehr gute Arbeit geleistet, Strukturen und Stadien seien vergleichbar. Zudem wertet es der frühere YB-Nachwuchscoach als gutes Zeichen, sind etliche Weggefährten immer noch in Bern angestellt.

«Das war eine Wahnsinns­geschichte. So etwas ist beim FC Basel nicht vorstellbar.»Thomas Häberli über die Causa Siegenthaler bei YB

«Auch bei YB gibt es in vielen Bereichen Kontinuität», sagt Häberli. Die Turbulenzen im Herbst, als Sportchef Fredy Bickel und CEO Alain Kappeler abgesetzt worden waren und Urs Siegenthaler für wenige Tage als neuer starker Mann im Klub galt, irritierten aber auch ihn. «Das war eine Wahnsinnsgeschichte. So etwas ist bei Basel nicht vorstellbar.»

Die Causa habe jedoch auch Gutes gebracht. Häberli meint die Ernennung von Christoph Sypcher zum Sportchef. «Sie hat mich enorm gefreut.» Den 39-Jährige, der zuvor ebenfalls Talentmanager war, bezeichnet er als eine «super Wahl». Häberlis Verbundenheit mit YB ist unüberhörbar.

Tanz auf vielen Hochzeiten

2013 verliess Thomas Häberli die Young Boys. In den vier Jahren zuvor war er mal Assistent im Fanionteam, mal Nachwuchscoach. Beim FCB übernahm er die U-21, wurde 2015 nach enttäuschenden Resultaten abgesetzt und zum Talentmanager ernannt.

Seine Tätigkeit nennt er einen «coolen» Job. Er betreut die rund 20 hoffnungsvollsten Talente des Klubs. Besucht sie, falls sie an andere Vereine ausgeliehen sind, steht in Kontakt mit Schulen und dem Schweizer Fussballverband, Lehrmeistern und Coachs.

Häberli ist zudem Teil des Trainerstabs von Urs Fischer. Er war in der Champions League dabei, hilft in den Trainingslagern mit. «Ich tanze auf vielen Hochzeiten. Das macht den Job hochinteressant. Momentan ist es perfekt, so, wie es ist», sagt er. Seine Wortwahl verrät jedoch: Er will mehr.

«Irgendwann greife ich an», sagt Thomas Häberli. Er möchte als Trainer zurück auf die grosse Bühne, von der er 2009 mit einem letzten Knall abgetreten war.


Häberli als Begleiter der grossen YB-Talente

Thomas Häberli trainierte in der U-18 den aussergewöhnlichen YB-Jahrgang 1994. Dass aus dem heutigen Berner Kader der sehr begabte Goalie Yvon Mvogo den Durchbruch schaffen würde, sei absehbar gewesen.

Den Werdegang von Leonardo Bertone bezeichnet der 42-Jährige als spannend. Er war als Assistenztrainer dabei, als man im Fanionteam den Mittelfeldspieler beinahe abschrieb. «Wir sagten: Komm, wir geben ihm noch eine Chance.» Der Grat sei sehr schmal gewesen, obwohl Bertone zweifelsohne über Talent verfüge. «Für gewisse Spieler ist der Weg nach oben steinig.»

Er denkt auch an Sven Joss, dessen grosse Spielintelligenz und gute Technik augenfällig gewesen seien. Der frühere Nachwuchscoach wäre dennoch keine Wette eingegangen, dass es der Aussenverteidiger zum Profi bringt. Jetzt ist Joss dabei, sich in Bern einen Stammplatz zu erobern. «Das ist enorm schön. Und zeigt, dass vor allem auch ein grosser Wille wichtig ist.»

Michael Frey schulte Häberli in der U-18 vom defensiven Mittelfeldakteur zum Stürmer um. «Danach ging es für ihn sehr schnell nach oben.» Dass Frey nach schwerer Zeit letztes Wochenende mal wieder getroffen habe, habe er mit Freude zur Kenntnis genommen.

Innenverteidiger Gregory Wüthrich, der seit Saisonanfang verletzt fehlt, drückt Häberli derweil die Daumen. «Ich hoffe sehr, dass ihm der Durchbruch gelingt.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/10792353

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 Beitrag Verfasst: Freitag 22. Februar 2019, 00:47 
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Thomas Häberli übernimmt beim FC Luzern

Die Innerschweizer haben einen Nachfolger für René Weiler gefunden. Per sofort übernimmt Häberli in Luzern

Der Nachfolger des beurlaubten René Weiler als Cheftrainer des FC Luzern heisst Thomas Häberli. Der 44-jährige gebürtige Luzerner kehrt damit beruflich in seine Heimat zurück.

Beim aktuellen Siebten der Super League erhielt Häberli einen Vertrag bis Saisonende. Für den früheren Stürmer und offensiven Mittelfeldspieler Häberli ist es der erste Cheftrainer-Posten. Nachdem er die Spielerkarriere 2009 beendet hatte, war er ab 2010 als Nachwuchstrainer bei den Young Boys und seit 2013 unter anderem ebenfalls für den Nachwuchs beim FC Basel tätig. Im Schweizer Verband wirkte er zudem später beispielsweise als Stürmertrainer bei der U-17.

Neun Jahre seiner Profilaufbahn verbrachte Häberli ab 2000 bei den Young Boys. In Bern gehörte er zu den treusten und beliebtesten Spielern. In der Saison 2007/08, als YB den Meistertitel im Finish gegen den FCB verpasste, war Häberli mit 18 Toren Zweiter der Torschützenliste, hinter seinem Teamgefährten Hakan Yakin. Ebenfalls 2008 traten «Züri West», angeführt von YB-Fan Kuno Lauener, als «The Häberlis» am 110-Jahre-Jubiläum des Vereins im Stade de Suisse auf.

Sportchef Meyer ist von Häberli «überzeugt»

Zuletzt arbeitete Häberli beim FC Basel als Spielerentwickler und als einer der Assistenten von Cheftrainer Marcel Koller. Häberli gab die Anstellung in der Winterpause unter unklaren Umständen auf. Dem Vernehmen nach haben sich Basel und Häberli «in gegenseitigem Einvernehmen» getrennt. Es hiess zudem, Häberli wolle sich für eine mögliche Anstellung als Cheftrainer in einem andern Verein freihalten.

Für den Luzerner Sportchef Remo Meyer ist klar: «Häberli hat während seinen Anstellungen im Nachwuchs von YB und Basel bewiesen, dass er junge und hungrige Spieler weiterentwickeln kann, und diese zu führen weiss - für unsere sportliche Strategie ist dies von zentraler Bedeutung. Aufgrund seiner Erfahrungen als Assistenztrainer bei YB und Basel sind wir auch davon überzeugt, dass er der Aufgabe gewachsen ist, die Verantwortung für ein Profiteam in der Schweiz zu übernehmen.»

Häberli wird am Freitagvormittag seine erste Trainingseinheit leiten.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/24031305

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 Beitrag Verfasst: Freitag 22. Februar 2019, 00:49 
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Weiler-Nachfolger gefunden

Häberli wird neuer FCL-Trainer

Wie von BLICK angekündigt, beerbt der Ur-Luzerner Thomas Häberli (44) beim FCL den entlassenen Rene Weiler. «Eine gute Wahl», sagt sein Förderer Martin Rueda.

Es ist eine lange, zähe Sitzung des FCL-Verwaltungsrats, bis am Donnerstagabend endlich der neue Trainer gefunden ist: Es ist, wie von BLICK angekündigt, Thomas Häberli, der damit die Nachfolge von Rene Weiler antritt. Häberlis Vertrag läuft bis im Juni 2019.

Mit Häberli bekommt der FCL nicht nur einen Einheimischen – Häberli ist als Bauernsohn in Ballwil LU aufgewachsen – sondern auch einen Mann, der mit Jungen arbeiten kann.

Nach seinem überraschenden Rücktritt 2009, als ihn der damalige YB-Trainer Vladimir Petkovic aussortierte, heuerte «Häbi» zunächst als Coach beim FC Perlen-Buchrain an, um später als Nachwuchscoach und Assistent von Martin Rueda zu YB zurückzukehren.

Beim FC Basel schliesslich war Häberli zuletzt Assistent des im Juli entlassenen Raphael Wicky und davor ebenfalls Nachwuchscoach und Talentmanager gewesen.

«Kennt die Werte des FC Luzern bestens»

Nun soll Häberli also frischen Wind nach Luzern bringen, nachdem es für den FCL in den ersten drei Spielen der Rückrunde drei Niederlagen abgesetzt hat.

FCL-Sportchef Remo Meyer begründet die Wahl wie folgt: «Es war für uns zentral, einen Trainer, der die Innerschweiz und die Werte des FC Luzern bestens kennt, anzustellen. Thomas Häberli hat im Nachwuchs von YB und Basel bewiesen, dass er junge und hungrige Spieler weiterentwickeln kann. Für unsere sportliche Strategie ist dies von zentraler Bedeutung. Auf Grund seiner Erfahrungen als Assistenztainer bei YB und Basel sind wir auch davon überzeugt, dass er der Aufgabe gewachsen ist.»

«Er kann das», ist auch sein Ex-Chef Martin Rueda überzeugt. «Taktisch und fachlich hat er auf jeden Fall das Zeug, um in der Super League zu trainieren.» Unter Rueda ( 2012/13) war Häberli vor allem für die Offensive zuständig gewesen. Rueda: «Er hat ein gutes Gespür. Sowohl für das Spiel wie auch für die Spieler. Menschlich ist er sowieso untadelig.»

Nicht alle VR-Mitglieder stehen hinter ihm

Auf Häberli wartet in Luzern eine Herkulesaufgabe. Kommt hinzu, dass nicht alle Verwaltungsräte vorbehaltlos hinter seiner Wahl stehen. BLICK erfuhr: Bis zuletzt wurden in der VR-Sitzung auch andere Namen (Heiko Vogel, Boris Smiljanic) diskutiert. FCL-Hauptinvestor Bernhard Alpstaeg («ich bevorzuge eine Schweizer Lösung») und Sportchef Remo Meyer, der Häberli seit vielen Jahren kennt, konnten sich am Schluss durchsetzen.

Aus Basel eilt Häberli der Ruf voraus, ein «Theoretiker» zu sein, der mit Basels U21 bestenfalls mittelmässige Resultate erzielte.

Häberli ist in den letzten zehn Jahren der 11 Trainer in Luzern. Er soll am Freitag bereits das erste Training leiten und danach in einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt werden.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 79860.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 3. März 2019, 21:47 
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In der YB-Kabine sassen sie nebeneinander - jetzt sind alle drei beim FCL

Einst sassen Thomas Häberli, Christian Schwegler und Christian Schneuwly in der Kabine der Young Boys nebeneinander. Heute ist Häberli als Trainer beim FC Luzern der Chef seiner ehemaligen Mitspieler.

Die Nummern 13, 14 und 15 sind in der Heimkabine der Young Boys im Stade de Suisse nebeneinander aufgereiht. Gelb-Schwarz die Trikots, die Namen Schneuwly, Schwegler und Häberli prangen auf dem Rücken. Die Leibchen gehören dem jungen Talent Christian Schneuwly, Stamm-Aussenverteidiger Christian Schwegler und dem Star Thomas Häberli. Elf Jahre ist es her, seit die Drei 2008 mit YB fast den Meistertitel feiern konnten. Die Finalissima gegen Basel ging mit 0:2 verloren. «Wir hatten eine tolle Mannschaft», erinnert sich Schneuwly zurück, der damals noch auf wenig Spielzeit kam.

Seit Freitag arbeiten die Drei beim FC Luzern wieder zusammen. Häberli (44) als Trainer, Schneuwly (31) als Captain, Schwegler (34) als Routinier. «Natürlich ist diese Konstellation speziell», sagt Schneuwly. «Doch ich habe schon als Spieler immer zu Häbi hochgeschaut, von daher ändert sich für mich persönlich wenig.» Und auch Christian Schwegler hat offensichtlich kein Problem mit der Situation, lobt nach dem 1:1 beim FC Zürich seinen neuen Vorgesetzten, auch wenn er festhält: «Ich kenne ihn schon noch besser als Spieler denn als Trainer. In den nächsten Wochen wird sich das aber bestimmt ändern. Ich glaube, wir können von ihm viel lernen.»

«Häberli war ein Vorbild, der Tipps gab»

Christian Schneuwly kennt Häberli nicht nur als Mitspieler und Cheftrainer, sondern auch in der Funktion des Co-Trainers bei den Young Boys. «Häberli ist ein sehr intelligenter und kommunikativer Trainer, der konstruktive Anweisungen geben kann», sagt Schneuwly, der überzeugt davon ist, dass sein ehemaliger Mitspieler die perfekte Wahl als Cheftrainer des FC Luzern ist. «Wir haben viele junge Spieler, da ist Häbi durch seine Erfahrung als Nachwuchstrainer und auch sein Standing als Spieler die richtige Wahl.» Als ehemaliger Spieler könne sich Häberli zudem gut in die Gefühlslagen der Akteure hineinversetzen. «Und gerade beim Toreschiessen weiss er genau, was es braucht.»

Dass Häberli dereinst eine Karriere als Trainer einschlagen könnte, zeigte sich schon zu YB-Zeiten. Häberli war ein Vorbild für die jungen Spieler, einer, der gerne Tipps gab und weiterhalf. «Er war ein hervorragender Spieler. Wir konnten sehr viel von ihm lernen», sagt Schneuwly. «Gerade mein Bruder Marco hat viel profitiert und abgeschaut, weil beide Stürmer waren.» Starallüren habe Häbi jedoch nie gehabt. «Typisch für einen Innerschweizer war er bodenständig.»

Das Trio, das eine Saison lang nebeneinander in der Kabine gesessen hatte, trennte sich nach der Finalissima, weil Schneuwly in die Challenge League an Biel ausgeliehen wurde. Bei dessen Rückkehr ein Jahr später waren Schwegler und Häberli weg. Schwegler wechselte 2009 nach Österreich zu RB Salzburg, Häberli trat zurück und startete im YB-Nachwuchs und bei Perlen-Buchrain die Trainerkarriere.

Nun sind sie beim FCL also wieder zusammen, wenn auch in anderer Konstellation. Im ersten gemeinsamen Spiel holte der FCL einen Punkt, spielte 1:1-Unentschieden beim FC Zürich. Am Samstag reisen die Luzerner wieder in den Letzigrund, diesmal als Gast von GC. Dann will Häberli seinen ersten Sieg feiern, bevor es im Cup-Viertelfinal am Aschermittwoch gegen die alte Liebe geht – die Young Boys.


https://www.luzernerzeitung.ch/sport/vo ... ld.1097186

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