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 Betreff des Beitrags: Re: (25) Josef Martinez
 Beitrag Verfasst: Samstag 7. Dezember 2013, 19:51 
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Der Topskorer, der aus der 1. Liga kam

Im Derby zwischen Thun und YB (Sonntag, Arena Thun, 16 Uhr, BZ-Liveticker) steht Josef Martinez im Fokus. Der Venezuelaner ist von YB an Thun ausgeliehen und innert Kürze zum Leistungsträger avanciert.

Er lacht schon zur Begrüssung. Und als Josef Martinez vom Fotografen aufgefordert wird, ihm den Schnee vehement anzuwerfen, schaut er zuerst ungläubig, lacht dann noch mehr und freundet sich temporär mit dem ungeliebten, weil kalten Weiss an.

Lachen ist zentral für den 20-Jährigen: «Ich bin eigentlich immer fröhlich und positiv.» Diese Persönlichkeit manifestiert sich auf dem Rasen. In unberechenbaren Aktionen, schnellem Direktspiel und Toren. Sehenswerten Toren und regelmässigen: Schon achtmal hat er in der Liga getroffen und führt die Skorerliste gemeinsam mit Marco Streller an, ist aber noch effizienter: Streller traf im Schnitt alle 135 Minuten, Martinez sogar alle 115.

Als er vor der Saison ins Oberland kam, hätte niemand an solche Erfolge gedacht. Bei YB war er in der letzten Saison nur gerade 218 Minuten im Fanionteam eingesetzt worden. Die 18 Tore in 11 Einsätzen mit den Reserven in der 1. Liga waren ein schwacher Trost. «Ich durfte einfach nicht regelmässig genug spielen», sagt Martinez, will sich aber nicht damit aufhalten, «das ist vorbei. Jetzt bin ich sehr zufrieden.»

«Vielflieger-Award»

Beim FCT erlebt Martinez bisher das Gegenteil, Trainer Urs Fischer musste sogar seine Einsätze dosieren. Die Gefahr, den Jungstar zu verheizen, bestand: Innerhalb der Marathon-Equipe der Liga holte Martinez den «Vielflieger-Award», dreimal jettete er zusätzlich in die Heimat, um für sein Land zu spielen. Eine mit etwa 85 Flugstunden verbundene Ehre, die Kraft kostete, Martinez traf in der Super League bis letzten Sonntag zwei Monate nicht. Für ihn überwiegt das Positive: «Es ist das Höchste für mich, mein Land zu vertreten, aber es war sehr anstrengend. Zum Glück bin ich noch jung.»

Martinez spielt nicht nur gerne für die «Rotwein»-Auswahl wie der Kosename seiner Nationalmannschaft («vinotinto») übersetzt heisst. Die Leaderrolle innerhalb des «kleinen» FC Thun ist für ihn zusätzliche Motivation: «Das ist eine grosse Verantwortung. Viele sagen, der FC Thun sei nicht gross, für mich ist er aber sehr gross. Das Team versucht immer, das Beste herauszuholen, auch wenn es nicht läuft. Wir sind wie eine Familie.»

Die sportliche Integration schreitet beim Offensivmann bestens voran, inklusive der Arbeit am Defensivverhalten, an der sprachlichen arbeitet er dreimal pro Woche mit dem Besuch von Deutschlektionen.

Morgen trifft er auf befreundete YB-Spieler wie Gonzalo Zarate, «Wuschu» Spycher, Moreno Costanzo oder Marco Wölfli. Eine Konstellation, mit der er keine Probleme hat: «Auf dem Platz sind wir Gegner, danach wieder Freunde. Wer weniger Fehler macht, wird gewinnen.» Auch nach Derbyende könnte das Duell andauern, wegen ihm. Der auf ein Jahr befristete Leihvertrag enthält eine Klausel, wonach ihn YB in der Winterpause zurückfordern kann. Trainer Uli Forte dazu: «Das Leihgeschäft hat sich auf alle Fälle gelohnt, Martinez spielt sehr gut. Wir haben aber viele Verletzte und müssen genau überlegen, was wir tun werden.»

«Auch im Sinne von YB»

Neue Nahrung erhielten diese Gedanken durch die Verletzung von Samuel Afum. Sportchef Andres Gerber denkt aber, dass Martinez auch 2014 für Thun spielen wird: «Die Verletzung ist wohl weniger schlimm als befürchtet und YB an der Spitze dran. Josef ist bei uns aus dem Nichts zum Topskorer geworden, es wäre für seine Entwicklung ideal, wenn er noch sechs Monate bleibt. Das wäre auch im Sinne von YB.»

Der Betroffene sagt dazu nicht viel: «Ich lebe in der Gegenwart und spiele für Thun. Den Rest müssen die Klubs ausmachen.» Egal, ob Thun oder YB: Falls er sein Potenzial ausschöpft, ist Martinez bald zu gut für die Super League. Von einer grossen Liga träumt er, aber nicht nur: «Ich möchte eine erfolgreiche Karriere haben, von der ich irgendwann meinen Kindern erzählen kann und Ehre für Venezuela einlegen. Vor allem will ich aber auch eine gute Person sein.» Dank seiner Spielstärke und der positiven Art ist die Basis gelegt.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/20211821

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 Betreff des Beitrags: Re: (25) Josef Martinez
 Beitrag Verfasst: Sonntag 15. Dezember 2013, 18:49 
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Josef Martinez wieder bei YB

Im Hinblick auf die Rückrunde kehrt der Venezolaner Josef Martinez zu YB zurück. Der 20-jährige Offensivspieler war vor dieser Saison an Thun ausgeliehen worden und sorgte in der Vorrunde mit acht Toren und drei Assists für Aufsehen. Nun machen die Young Boys von einer Option Gebrauch, die es erlaubt, Martinez bereits im Winter zurückzuholen.


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 Betreff des Beitrags: Re: (25) Josef Martinez
 Beitrag Verfasst: Sonntag 15. Dezember 2013, 23:13 
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Martinez zurück zu YB

Thun muss in der Rückrunde ohne den Topskorer Josef Martinez auskommen. Der Liga-Konkurrent YB pocht auf eine Klausel im Leih-Vertrag und ruft den 20-jährigen Venezolaner nach sechs Monaten zurück.

Die Berner Oberländer erfüllen den Wunsch der Young Boys ungern. "Wir sind überzeugt, dass er von einem weiteren halben Jahr beim FC Thun profitiert hätte", erklärte Sportchef Andres Gerber. Zusammen mit Marco Streller ist der Südamerikaner in der Super League als achtfacher Torschütze topklassiert.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ma ... y/21347756

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 Betreff des Beitrags: Re: (25) Josef Martinez
 Beitrag Verfasst: Montag 16. Dezember 2013, 01:09 
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finde ich sehr gut, dass martinez zurückkommt.


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 Betreff des Beitrags: Re: (25) Josef Martinez
 Beitrag Verfasst: Montag 16. Dezember 2013, 10:57 
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«Ein wenig niedergeschlagen, weil es vorbei ist»

Nach einem grossartigen Halbjahr in Thun wird Josef Martinez vorzeitig von YB zurückgerufen. Der Venezolaner sprach über Vergangenheit und Zukunft.

Josef Martinez, die Vorrunde von Thun endet mit dem 1:2 bei Aufsteiger Aarau mit einer Enttäuschung.
Josef Martinez: Enttäuschung ist das falsche Wort, aber ich bin traurig, weil uns in der Tabelle ein Sieg noch etwas näher an die Spitzengruppe herangebracht hätte. Aarau hat sich aber viele Torchancen erarbeitet, und über die gesamte Spielzeit gesehen ist der Sieg verdient. Wir müssen nun weiterarbeiten, um in der Rückrunde bereit zu sein.

Dann muss Thun ohne Sie auskommen, weil Sie, wie vor wenigen Minuten bekannt wurde, 2014 wieder bei YB spielen werden. Ist diese Entscheidung schon lange gereift?
Nein, nicht so lange, und ich musste natürlich zuerst auch etwas nachdenken und dann entscheiden. Ich war sehr glücklich beim FC Thun, habe hier das Vertrauen erhalten vom technischen Staff und viele Möglichkeiten zum Spielen. Ich bin der Mannschaft und allen Beteiligten sehr dankbar. Jetzt will ich vorwärtsschauen und mich auf das nächste Jahr bei YB konzentrieren.

Was hat Ihnen in dieser Zeit in Thun am besten gefallen?
Ganz ehrlich: alles. Ich könnte nichts anführen, das hier nicht stimmte. Ich habe mich mit allen verstanden, sonst wären die Leistungen nicht möglich gewesen. Aber der Fussball ist so, manchmal geht es gut, manchmal nicht. Das ist wie eine Lehre fürs Leben.

Wie fühlen Sie sich in diesem Moment?
Irgendwie bin ich ein wenig niedergeschlagen, weil es vorbei ist. Ich muss ja diese Freude zurücklassen, diese Leute, die mich begleitet haben, die Mannschaft. Aber eben, der Fussball ist so. Ich muss nun weiterarbeiten, um auch bei YB Erfolg zu haben.

Haben Sie nicht auch ein wenig Angst, dass Sie in einem Grossklub, wo die Konkurrenz viel grösser ist, deutlich weniger Spielzeit erhalten werden?
Nein, solche Gedanken mache ich mir nicht. Natürlich hatte ich eine Zeit bei YB, als ich kaum spielen durfte. Jetzt denke ich, dass es eine neue Chance ist.

In welchen Bereichen müssen Sie bei YB Fortschritte machen, damit Sie in Ihrer Karriere einen Schritt vorwärtskommen?
Ich kann jeden Tag etwas verbessern und jeden Tag etwas Neues lernen. Wichtig ist, immer kühlen Kopf zu bewahren und aus den Fehlern zu lernen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/12156512

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 Betreff des Beitrags: Re: (25) Josef Martinez
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 8. Januar 2014, 01:46 
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YB-Rückkehrer Josef Martinez

http://www.srf.ch/player/tv/sportaktuel ... 44fe5d3de2


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 Betreff des Beitrags: Re: (25) Josef Martinez
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 8. Januar 2014, 11:39 
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YB: Mit venezolanischen Toren zum Titel?

Die Young Boys schielen nach einer wechselvollen Hinrunde schüchtern auf den Titel. Mit dabei: Top-Torjäger Josef Martinez, der aufgrund seiner herausragenden Leistungen in Thun vorzeitig zurückbeordert wurde.

Bei den Young Boys wird es zur Rückrunde eine Verjüngungskur geben - die allerdings nur zum Teil freiwillig erfolgt: So wird Yvon Mvogo, Keeper der U21-Nationalmannschaft, für den Langzeitverletzten Marco Wölfli einspringen.

Zu einem anderen Wechsel mussten die Stadtberner jedoch nicht gezwungen werden: Mit Josef Martinez verstärkt sich YB, das zur Winterpause nur 2 Punkte hinter Leader Basel klassiert ist, mit dem aktuellen Top-Torschützen der Super League. Ein klare Kampfansage an den Serienmeister vom Rhein?

Martinez, die Zweite

Das «M»-Wort verbittet sich Uli Forte nach der wechselvollen Hinrunde seiner Mannschaft, die Rückholaktion des zur Sommerpause an Thun ausgeliehenen Venezolaners folgt einer anderen Logik.

In seinen ersten beiden Saisons bei YB sammelte Martinez zwar reichlich Sympathien beim Publikum, das Zeitfenster zwischen der Entlassung von Christian Gross und der «Seuchensaison» unter Martin Rueda war aber nicht zur Leistungsexplosion angetan.
Durchbruch im beschaulichen Berner Oberland

Im familiären Thuner Umfeld entwickelte sich Martinez dagegen prächtig: 8 Tore, 3 Vorlagen - die Bilanz nach 6 Monaten Berner Oberland liest sich eindrücklich. So eindrücklich, dass YB die junge Offensivkraft vorzeitig zurückbeorderte. Martinez selber, der den Exploit mit der gestiegenen Einsatzzeit, vor allem aber mit grossen Vertrauen begründet, freut sich auf die neue, alte Herausforderung: «Ich hatte 6 gute Monate in Thun und bin zufrieden mit den Erfahrungen und der Spielpraxis, die ich sammeln konnte. Aber das ist jetzt Geschichte.»

Wohlfühloase Thun, Haifischbecken Bern?

Zurück bei den ambitionierten Bernern dürfte nicht nur die Konkurrenz, sondern auch der Druck auf den jungen Angreifer grösser sein. Christoph Spycher, väterlicher Freund des Südamerikaners, hat keine Bedenken, dass der neue Stürmer-Stern der Super League in Bern verglühen könnte.

«Es hat sich viel verändert in Bern, die Situation hat sich stark verbessert. Fredy Bickel und Uli Forte haben ein Umfeld geschaffen, in dem sich die Spieler glücklich schätzen können, hier zu sein. Zuvor gab es sicher Umstände, die es einem jungen Spieler aus Südamerika erschwerten, sich hier durchzusetzen.»

«Auch Venezolaner können Fussball spielen»

Martinez selber blickt seiner Rückkehr derweil optimistisch entgegen: «Persönlich will ich natürlich spielen und noch mehr Tore schiessen. Vor allem möchte ich YB aber helfen, den Titel zu holen, auf den man hier so sehnlich lange wartet.»

Wieder im gelb-schwarzen Trikot auflaufen zu können, ist für Martinez auch eine Genugtuung: «Alex (Gonzalez, ausgeliehen an Aarau) und ich haben uns nach der Ausleihe gesagt, dass wir jetzt zeigen, dass wir Venezolaner auch Fussball spielen können.» Gesagt, getan.


http://www.srf.ch/sport/fussball/super- ... -zum-titel

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 Betreff des Beitrags: Re: (25) Josef Martinez
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 8. Januar 2014, 13:07 
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Martinez zurück im Hintergrund

Nach überaus erfolgreichen Monaten beim FC Thun nimmt Josef Martinez den nächsten Anlauf bei YB. Der Ligatopskorer macht einen gereiften Eindruck, im Stadtberner Angriff ist er allerdings einer unter vielen.

Damals, als Josef Martinez in Bern ankam, schneite es in dicken Flocken. Ein scheuer venezolanischer Jüngling stand im Januar 2012 etwas verloren im Presseraum des Stade de Suisse, nicht ganz zufällig in Nähe der Heizung, neben ihm sein Copain Alexander Gonzalez. Später setzten sich die beiden Südamerikaner mit einem gequälten Lächeln auf einen Schlitten und machten, vor allem für die Kameras, einen Versuch am mässig steilen Allmendhang.

Der Schnee von damals ist längst geschmolzen, aktuell liegt gar keiner mehr dort, wo Martinez vor zwei Jahren angekommen ist. Dem scheuen Lächeln ist ein breites Grinsen gewichen, breit darunter die Brust. Der Teenager ist inzwischen 20-jährig, sein Auftreten ein gänzlich anderes. Erfrischend erzählt der Angreifer von den Kurzferien in seiner Heimat Venezuela, von der Sonne, vom Strand, von der «wunderbaren Zeit» mit seiner Familie. «Gar nichts» habe er einige Tage lang gemacht, seine Batterien aufgeladen, das Handy ausgeschaltet, «denn eine TV-Station hat mich noch zu erreichen versucht».

Im Zimmer mit dem Routinier

Das Interesse am 12-fachen venezolanischen Nationalspieler ist gestiegen. Achtmal hat Martinez in der Vorrunde getroffen, gleich viel wie Basels Marco Streller. Der quirlige, schussstarke Stürmer war von YB an Thun ausgeliehen, flugs zogen die Stadtberner nach der starken Saisonhälfte von Martinez die Rückholoption. «Er hat enorm von der Zeit in Thun profitiert», sagt YB-Trainer Uli Forte über seinen neuen Schützling. Martinez weiss selbst nicht ganz genau, wie es zu seinem Exploit in Thun kam. «Ich wurde immer sehr gut betreut, es fehlte mir an nichts.»

Hinter ihm steht Christoph Spycher und erklärt einem TV-Reporter den Reifeprozess des Josef Martinez. «Er hat in Thun nicht nur super Fussball gespielt, sondern auch gezeigt, wie selbstständig er ist und dass er sich in einer anderen Mannschaft zurechtfindet», erzählt Spycher. Deutsch versteht Martinez immer besser, Berndeutsch zwar noch nicht so richtig, und trotzdem muss er bei Spychers Worten verlegen lächeln. Während seines Engagements in Thun blieb er in der Region wohnhaft, in Heimberg, die raren Kontakte nach Bern blieben erhalten, darunter der zu Spycher. Der YB-Teamleader nahm die Venezolaner Martinez und Gonzalez schon früh unter seine Fittiche, und man traf sich auch noch, als Gonzalez an Aarau und Martinez an Thun ausgeliehen war. Auf YB-Reisen ist Spycher für gewöhnlich mit Marco Wölfli im Zimmer. Weil der Goalie aber mit einer Achillessehnenverletzung lange ausfällt, wird Spycher im Trainingslager ab heute im portugiesischen Faro mit Martinez wohnen. Auch das spricht für die gute Integration des Topskorers – wer mit dem Routinier das Zimmer teilt, der ist nahe dran an der Mannschaft.

Vielseitig einsetzbar

War er beim FC Thun nach überragendem Saisonbeginn schnell eine fixe Grösse im Team, wird Josef Martinez bei den Young Boys wieder um einen Stammplatz kämpfen müssen – er ist einer unter vielen. Auf den Aussenpositionen, wo er sich, wie er sagt, am wohlsten fühlt, hat Trainer Uli Forte in der Vorrunde nicht allzu viel rotiert. Demgegenüber liessen die YB-Leistungen gerade in der Offensive nach dem überzeugenden Start oftmals zu wünschen übrig. «Martinez wird zu seinen Einsätzen kommen», sagt Forte; «ich werde kämpfen müssen», meint der Spieler selbst.

Nach Monaten im Rampenlicht ist es für Josef Martinez also auch eine Rückkehr in den Hintergrund. Doch der sportlichen Ausgangslage gewinnt der Ehrgeizige mehr ab als der persönlichen: «YB ist näher an der Spitze», beurteilt er seine neue Situation, «und dort will ich hin.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/14837356

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 Betreff des Beitrags: Re: (25) Josef Martinez
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 30. Januar 2014, 17:20 
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28.01.2014

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Martinez: ''Habe grossen Hunger auf Tore''

Nach einer tollen Vorrunde mit zahlreichen starken Leistungen für seinen Leih-Verein FC Thun kehrte Josef Martinez vorzeitig zurück zu seinem Stammverein Young Boys. Mit sport.ch sprach der Stürmer über die Zeit in Thun, seine Ziele in Bern und seinen grossen Traum.

sport.ch: Josef Martinez, blicken wir zurück. Vor zwei Jahren wechselten Sie aus Ihrer Heimat Venezuela in die Schweiz zu den Young Boys. Weshalb?

Josef Martinez: Ich hatte zuhause bereits sehr viel erreicht und hegte diesen für einen südamerikanischen Spieler typischen Traum von einem Wechsel nach Europa. Als ich dann das Angebot von einem der besten Klubs der Schweiz bekam, fiel die Entscheidung ziemlich einfach. Es gibt nicht nur Real Madrid, Chelsea und Barcelona, sondern auch kleinere, sehr gute Vereine. YB ist ein solcher.

Hat es weh getan, als Sie die Young Boys in diesem Sommer nach Thun geschickt haben?

Nein, auf keinen Fall. Ich wusste, dass ich mich für einen grossen Klub wie YB noch verbessern musste und da kam mir die Möglichkeit, nach Thun zu gehen, sehr gelegen.

Trotzdem muss die Freude sehr gross gewesen sein, als Sie erfahren haben, dass man Sie bereits im Winter zurückholen will?

Ja. Ich habe erst zwei Spiele vor Ende der Vorrunde erfahren, dass Trainer Uli Forte und der Verein mich bereits für die Rückrunde zurückholen möchten. Es war seit ich weg war mein ganz grosser Traum und Wunsch, wieder zu den Young Boys zurückzukehren. Die Vorfreude ist immer noch riesig, ich will hier den Unterschied machen, Spiele gewinnen und die venezolanische Flagge hochhalten.

Hätten Sie nicht gerne die Saison mit den neuen Kollegen in Thun fertiggespielt?

Ja klar, es war eine coole Zeit, aber so ist der Fussball. Alles ändert sich und meistens auch sehr schnell.

Wer hat Ihnen im Berner Oberland am meisten geholfen?

Ich stand vielen Menschen sehr nahe. Aus dem Trainerstaff war Pi Zürcher immer eine wichtige Ansprechperson für mich. Von den Spielern bin ich vor allem Dennis Hediger, Enrico Schirinzi und Cassio sehr dankbar. Aber eigentlich haben mir alle Spieler den Aufenthalt sehr schön gestaltet.

8 Tore und 3 Assists haben Sie für Thun verbucht. Wie erklären Sie sich Ihre Leistungsexplosion im Berner Oberland? War es die frische Bergluft?

Möglicherweise, ja... (lacht). Nein, es war sehr wichtig für mich, das Feeling für das Toreschiessen zu kriegen. Ich bekam viel Einsatzzeit, das war sehr wichtig.

Wieviele Treffer werden Sie in der Rückrunde für YB erzielen?

Gute Frage (lächelt). Es ist schwierig zu sagen, ich hoffe die 8 Tore aus der Vorrunde toppen zu können. Das Wichtigste bleibt aber, dass ich der Mannschaft helfen kann. Es ist nicht so einfach, viele Tore zu schiessen, man spielt ja schliesslich nicht auf der Playstation (schmunzelt).

Trotz durchwachsener Hinrunde liegen die Young Boys nur zwei Punkte hinter Leader Basel. Ist der Titel möglich?

Wir haben sicherlich eine starke Mannschaft, aber auch Basel, Luzern und die Grasshoppers sind nicht gerade schwache Teams. Die Wahrheit ist, dass die Super League eine wahnsinnig spannende Liga ist. Wir wollen den Fans guten Fussball bieten und wenn wir am Ende auf Platz 1 oder 2 stehen, wären wir sicher nicht unzufrieden.

Haben Sie persönlliche Ziele für die nächsten paar Monate?

Ich will immer besser werden und mir viele Einsatzminuten erkämpfen. Ich möchte immer gut spielen und werde vorerst von Match zu Match denken. Es ist mir auch unheimlich wichtig, ein gutes Bild für mein Heimatland Venezuela abzugeben.

Gibt es einen fussballerischen Aspekt, den Sie bei Ihrem Thuner Abenteuer besonders verbessert haben?

Es war mehr ein mentaler Fortschritt, den ich nach Bern mitnehme. Ich habe nun den unbedingten Willen stets erfolgreich zu sein und grossen Hunger auf Tore.

Konnten Sie auch im Oberland den Kontakt zu YB wahren?

Ja, vor allem mit den Spielern habe ich mich immer wieder ausgetauscht. Besonders mit "Wuschu" Spycher und Gonzalo Zarate hatte ich jede Woche Kontakt. Ich möchte an dieser Stelle noch anmerken, dass Spycher auf und neben dem Platz eine tolle Person ist - ein wahres Vorbild, ein guter Freund und ein fantastischer Leader.

Spüren Sie bereits den Druck der Berner Fans, die viel Hoffnung in Sie setzen?

Das ist alles Kopfsache. Ich versuche, nicht daran zu denken und mich hundertprozentig auf meine Arbeit bei YB zu fokussieren. Ich bin mir bewusst, dass es im Fussball sehr gute und dann wieder sehr schwache Phasen gibt. Dies soll aber meine Spielweise nicht beeinflussen, ich will Tore schiessen und gewinnen.

Auf welcher Position fühlen Sie sich am wohlsten?

Ich will einfach spielen, die Position entscheidet der Trainer. Wenn es sein muss, spiele ich auch im Tor (lacht).

Welchen Stürmer nehmen Sie sich als grosses Vorbild?

Der Venezolaner José Salomon Rondon von Rubin Kazan ist ein fantastischer Angreifer, auch wenn er, im Gegensatz zu mir, als Mittelstürmer auf der "9" spielt. Auch Juan Arango von Borussia Mönchengladbach beeindruckt mich, weil er seit über 15 Jahren im Ausland spielt und stets tolle Leistungen zeigt. Er ist ein Idol für ganz Venezuela.

Was ist ein grosser Traum, den Sie sich unbedingt mal erfüllen möchten?

Es wäre fantastisch, mal mit meinem Heimatland Venezuela an einer WM-Endrunde teilnehmen zu dürfen.

Haben Sie einen absoluten Lieblingsverein in Europa?

Ja, die Berner Young Boys. Ausserdem bin ich kein grosser Fan, aber mir gefällt die Spielweise von Real Madrid.


http://sport.ch.sportalsports.com/sport ... 00000.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (25) Josef Martinez
 Beitrag Verfasst: Freitag 31. Januar 2014, 14:17 
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Der Rückkehrer und sein «Padre»

Josef Martínez’ wichtigste Ansprechperson bei YB ist Christoph Spycher. Der Routinier stand ihm und Landsmann Alexander González bei der Integration mit Rat und Tat zur Seite.

Christoph Spycher steht bei Josef Martínez hoch im Kurs. «Er ist mein Padre», klärt der Venezolaner die kleine Journalistengruppe auf, die sich beim letzten Medientermin vor dem Rückrundenstart um ihn geschart hat. «Vater» Spycher winkt im Hintergrund ab. «Josef braucht mich kaum noch. Er ist viel selbstständiger geworden.» Er müsse ihm nur noch selten einen kräftigen Tritt in den Hintern geben, witzelt der Teamsenior. Schallendes Gelächter

Da haben sich zwei ganz unterschiedliche Typen gefunden: hier der bald 36-jährige Spycher aus Oberscherli bei Bern, der fünf Jahre in der Bundesliga (Eintracht Frankfurt) verbracht hat und über 40-mal für die Schweizer Nationalmannschaft gespielt hat; da der 20-jährige Martínez, geboren und aufgewachsen in Venezuela, seit Januar 2012 fernab seiner Heimat als Profi tätig, 12 Länderspiele.

Als der Südamerikaner vor etwas mehr als zwei Jahren in Begleitung seines ein Jahr älteren Landsmannes Alexander González in die Schweiz kam, war der Kulturschock riesig. Es war eisig kalt und schneite, von der hiesigen Sprache verstand er kein Wort, im Klub gaben sich die Spieler fleissig die Klinke in die Hand – es war die Zeit, als das Team auf Wunsch des damaligen Trainers Christian Gross auf etlichen Positionen verändert wurde und beim BSC YB viel Unruhe herrschte. Das Glück von Martínez und González war, dass sich Christoph Spycher um sie kümmerte. Ohne viel Aufhebens zu machen, übernahm er die Rolle des Integrationsministers. Er führte die Venezolaner in die hiesigen Sitten und Gebräuche ein, lud sie zu sich nach Hause ein, vermittelte in der Kabine und auf dem Platz.

Mit dem FC Thun steil aufwärts

Der Kontakt riss auch dann nicht ab, als die beiden Spieler im letzten Sommer den Klub verliessen und leihweise bei Aarau (González) beziehungsweise Thun (Martínez) unterkamen. Martínez fand sein Glück rasch: Er integrierte sich am neuen Ort enorm schnell und avancierte mit 8 Treffern zum besten Torschützen der Liga. Er sei sehr gut betreut worden beim FC Thun, und es habe ihm an nichts gefehlt, erzählt der Angreifer. Dennoch mag er nicht klagen, dass ihn die Young Boys in der Winterpause zurückgeholt haben. YB sei ein Klub mit hohen Ambitionen, und es freue ihn, habe die sportliche Führung Vertrauen in ihn, sagt Martínez artig.

Trainer Uli Forte gefällt, wie sich der Rückkehrer ins Zeug gelegt hat in der Vorbereitung. «Josef ist ein sehr belebendes Element für unser Spiel.» Auch ist Forte nicht entgangen, wie der kleine und wirblige Offensivspieler in den sechs Monaten in der Fremde an Selbstvertrauen gewonnen hat und selbstsicherer geworden ist. Das hat unter anderem damit zu tun, dass Martínez Land, Leute und Sprache besser kennt. «Es gefällt mir in der Schweiz, obwohl ich meine Familie vermisse.» Wie viele andere Fussballsöldner aus Lateinamerika, Afrika oder Asien nutzt der Venezolaner regelmässig Skype, um sich mit seinen zu Hause gebliebenen Angehörigen zu unterhalten.

Der Pokerspieler

Auf das bevorstehende Derby gegen den FC Thun angesprochen, lässt sich Martínez nicht aus der Reserve locken. «Ich weiss nicht, ob mich der Trainer aufstellt», erklärt er mit einem unschuldigen Grinsen. Das Leuchten in den dunklen Augen verrät, dass er ziemlich sicher mehr weiss, als er preisgeben will. Am gleichen Abend, als YB im Neufeld das letzte Testspiel vor dem Rückrundenstart austrägt, gehört Martínez zum Kreis jener arrivierten Spieler, die gegen den Erstligisten Köniz gar nicht erst zum Einsatz kommen. Ein weiteres Indiz, dass Forte am Sonntag auf ihn setzt.


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