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 Betreff des Beitrags: Re: (29) Raphaël Nuzzolo
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 19. Mai 2016, 09:25 
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Vielen Dank Nuzz und alles Gute bei Xamax Neuchâtel.

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 Betreff des Beitrags: Re: (29) Raphaël Nuzzolo
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 19. Mai 2016, 18:07 
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merci nuzz, es waren tolle fünf jahre mit dir! :beer:


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 Betreff des Beitrags: Re: (29) Raphaël Nuzzolo
 Beitrag Verfasst: Freitag 20. Mai 2016, 11:01 
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Cooles Bild von Nuzzolo.

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 Betreff des Beitrags: Re: (29) Raphaël Nuzzolo
 Beitrag Verfasst: Samstag 21. Mai 2016, 11:11 
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Zitat:
«Ich dachte: Nun gehe ich unter»

Nach fünf Jahren wird Raphaël Nuzzolo YB Richtung Neuenburg verlassen. Der 32-jährige Bieler spricht über seinen Wandel vom Topskorer zum Reservisten und seinen Differenzen mit ex-Coach Christian Gross.

Am Mittwoch wurde bekannt, dass Sie YB Richtung Xamax verlassen werden. Die Meldung schlug kaum Wellen – sind Sie etwas enttäuscht?
Raphaël Nuzzolo: Wo denken Sie hin? Ich bin doch ein normaler, gewöhnlicher Mensch. Über mich muss nicht seitenweise berichtet werden. In Neuenburg übrigens war viel los. Für den Klub ist es ein grosses Ding, kommt ein YB-Spieler.

Teamkollegen und Staff-Mitglieder beschreiben Sie als freundlichen, pflichtbewussten Typen, der sich nicht zu wichtig nimmt...
...ich brauche zum Abschied kein Tamtam, wenn Sie das meinen. Ich erhielt in den letzten zwei ­Tagen viele nette Nachrichten, offenbar haben die Leute in Bern ein gutes Bild von mir. Ich bin ein seriöser Arbeiter, emotional auf dem Feld, aber ruhig und bescheiden daneben.

Hätten Sie die Ellbogen bei YB stärker ausfahren sollen?
(überlegt) Könnte ich die Zeit zurückdrehen, würde ich nichts anders machen. Ich habe mich nie als grosses Talent betrachtet, von mir hatte doch niemand erwartet, dass ich mal bei einem Spitzenteam spielen würde. Nun habe ich über dreihundert Spiele in der Super League absolviert, viele Tore für YB geschossen. Das passt.

Warum wechseln Sie als 32- Jähriger, im besten Fussballeralter, zu Xamax in die Challenge League?
Vielleicht hätte ich einen grösseren Klub finden können. Aber Xamax hatte Priorität – es ist meine erste Liebe. Bei YB ist es in dieser Saison schwierig für mich, meine Rolle ist weniger wichtig geworden. Ich spürte: Jetzt ist die Zeit gekommen zurückzugehen.

Vom YB-Topskorer 2013 zum Reservisten – fiel es Ihnen schwer, diese Rolle zu akzeptieren?
Ich bin ein Teamplayer, das ist keine Floskel! Und gestänkert habe ich sicher nie. Ich versuchte, meinen Kollegen zu helfen, auch wenn ich nicht spielte. Aber natürlich hatte ich manchmal weniger Lust aufs Training, weil ich wusste, dass ich am Wochenende ohnehin nicht spielen würde. In Neuenburg werde ich mehr Spielgelegenheiten erhalten. (lacht)

Sie hatten Xamax im Sommer 2011 drei Monate nach der Ankunft des Tschetschenen Bulat Tschagajew verlassen...
...ich flüchtete – als Erster.

Weshalb?
Im Cupfinal gegen Sion lief es schlecht. Tschagajew kam in der Pause in die Garderobe, benahm sich wie ein Verrückter. Er drohte einem Spieler, ihn umzubringen. Da wusste ich: Das wird meine letzte Halbzeit für Xamax sein, mit solchen Leuten will ich nichts zu tun haben. Dass er den Klub zugrunde richtete, ging mir nahe.

Seit 2001 sind Sie Profi, haben nur für zwei Vereine gespielt. Sind Sie eine treue Seele?
Abschiede fallen mir sehr schwer. Ich brauche Stabilität, nur so kann ich Leistung bringen. Dass ich Xamax jemals verlassen würde, hatte ich lange für unmöglich gehalten. So absurd es klingt, aber ich muss Tschagajew dankbar sein, hat er mich vertrieben. Bei YB habe ich eine tolle Familie gefunden, Wunderbares erlebt wie die Abende im Europacup. Obwohl es zu Beginn schwierig war.

Inwiefern?
In Neuenburg kannte ich jeden, begrüsste vom Abwart bis zum Präsidenten alle mit Handschlag. Bei YB ist alles viel grösser, das war eine grosse Umstellung. Und vor allem hatte ich es nicht leicht unter Christian Gross.

Sie verstanden sich nicht mit ihm?
Wir hatten es nicht sonderlich gut zusammen. Aber ich weiss, dass es solch schwierige Phasen braucht in einer Karriere – ich lernte viel daraus. Gross hat mich mehrmals vor der ganzen Mannschaft kritisiert. Das war heftig. Sind Sie einer, der vom Trainer Streicheleinheiten braucht?
Nein, aber ich brauche mehr Wärme, mehr Gespräche und Rückmeldungen als andere. Vielleicht ist das eine Schwäche von mir.

Innert fünf Jahren hatten Sie in Bern fünf Coaches, die Interimstrainer nicht eingerechnet. Orten Sie in den vielen Wechseln den Grund für fehlende Titelgewinne?
Seit ich hier bin, leistete man sich zu viele Fehler. Um Basel zu schlagen, muss YB perfekt sein und Glück haben – Ausfälle wie jene von Steve von Bergen und Guillaume Hoarau können wir nicht einfach kompensieren. Es gab bei YB den einen oder anderen Konzeptwechsel zu viel, und wir Spieler haben im Cup total versagt. Seit Sportchef Fredy Bickel da ist, stimmt die Richtung.

Auch dank Coach Adi Hütter?
Adi Hütter ist kein schlechter Trainer, nur weil er nicht auf mich setzt. Er hat das Team hervorragend weiterentwickelt, sein System passt gut zu den Spielern, die da sind. Er hat viel bewirkt.

Wie meinen Sie das?
YB spielt sehr attraktiv, im weitesten Sinne wie zu den Zeiten, als Doumbia und Konsorten offensiv für Furore sorgten. Nun muss das Team defensiv noch ­stabiler werden. Die junge Generation hat riesiges Potenzial, Hütter fordert und fördert sie. Ich bin sicher, dass Mvogo, Zakaria, Hadergjonaj und Co. Grosses erreichen werden. Bald bin ich ein Fan von YB, nächste Saison werde ich die Spiele schauen kommen und mitfiebern.

Apropos Nachwuchs: Bei YB spielen viele Talente, welche gegen aussen forsch hohe Ziele kommunizieren. Haben Sie einen Wandel registriert?
Ich wurde nach meinem NLA-Debüt in die 2.?Liga abgeschoben. Würde das nun einem Jungen so ergehen, wären in seinem Umfeld alle total nervös. (lacht) Früher liessen die Routiniers die Junioren spüren, dass für sie kaum Platz in der Garderobe war. Ich sagte mir immer: So will ich nie werden.

Ob Trainer, Mitspieler, Tor oder Fauxpas – was werden Sie aus Ihrer YB-Zeit wohl nie vergessen?
Vor zwei Jahren gingen wir mit dem Team zum Riverrafting. Das Boot kenterte, und ganz ehrlich, ich geriet in Panik. Wasser ist nicht mein Element. Da dachte ich: Nun gehe ich unter.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/30040300

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 Betreff des Beitrags: Re: (29) Raphaël Nuzzolo
 Beitrag Verfasst: Dienstag 24. Mai 2016, 19:48 
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Zitat:
Nuzzolo nach seinem letzten YB-Heimspiel

«Auch ohne Hattrick behalte ich den Ball»

Raphael Nuzzolo (32) nimmt von seinem letzten YB-Heimspiel (2:3 gegen Basel) den Ball als Andenken nach Hause. Nächste Saison schnürt er wieder für Xamax die Schuhe.


http://www.blick.ch/sport/nuzzolo-nach- ... 63980.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (29) Raphaël Nuzzolo
 Beitrag Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 03:03 
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17.09.2016

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Raphaël Nuzzolo im grossen Interview

''Schwierig, die Entscheidungen bei YB nachzuvollziehen''

Im letzten Sommer kehrte Raphaël Nuzzolo nach fünf Spielzeiten beim BSC Young Boys zu Neuchâtel Xamax zurück. Mit dem Neuenburger Traditionsverein steht der 33-jährige Offensivspieler nach 7 Challenge-League-Runden hinter dem FC Zürich auf Platz 2 und trifft am Sonntag im Schweizer Cup auf den FC Sion.

Im ersten Teil des grossen Interviews sprach Nuzzolo mit uns über seine Rückkehr an den Neuenburgersee, seine Rolle im Team, das Niveau in der Challenge League, die Jagd auf den FC Zürich, die Langeweile in der Super League und das grosse Chaos bei Ex-Verein YB...

sport.ch: Dass du irgendwann mal zu deinem Neuchâtel Xamax zurückkehren würdest, war wohl für niemandem ein Geheimnis. Wieso kam es aber genau im letzten Sommer zu diesem Schritt?

Raphaël Nuzzolo: Ich hatte bei YB eine ganz schöne Zeit und habe mich stets wohlgefühlt. Nach dem frühen Trainerwechsel in der letzten Saison (Adi Hütter übernahm für Uli Forte, Anm. d. Red.) wurde mir dann ziemlich schnell klar, dass ich etwas weniger wichtig war. Deshalb kam der Kontakt mit Xamax zustande. Sie haben mich angerufen und ich dachte, es wäre der richtige Zeitpunkt, um nach Neuenburg zurückzukehren.

Und wie geht es dir in deiner neuen und alten Heimat?

Die Challenge League ist eine gute und sehr interessante Liga, die momentan viele Traditionsvereine beherbergt. Xamax ist eine sehr ambitionierte Mannschaft und wir sind sogar besser in die Saison gestartet als erwartet. Ich bin froh, wieder in Neuenburg zu sein und freue mich, auf was noch kommt.

Wie sieht denn deine Rolle in der Mannschaft aus? Übernimmst du als Routinier noch einige Zusatzaufgaben nebem dem Platz?

Meine Rolle im Team ist eigentlich ziemlich ähnlich wie bei YB. In Bern musste ich mich zuerst mal in einem Topverein beweisen - nach 5 Jahren ist man aber natürlich ein Routinier und versucht, wenn immer möglich den jungen Spielern zu helfen. Dies versuche ich jetzt natürlich auch bei Xamax. Die Fondation Facchinetti bringt immer wieder gute Talente hervor. Diesen bei der Integration in die erste Mannschaft und in die neue Liga zu helfen, macht grossen Spass.

Aarau, Wil, Xamax, Servette und der FC Zürich - viele sprechen von der besten Challenge League aller Zeiten. Du hast bis vor einigen Monaten noch in der Super League gekickt - wie gross ist die Diskrepanz noch, was das Niveau angeht?

Ich denke, es gibt schon noch einen ziemlich grossen Unterschied. Ich als Offensivspieler finde zum Beispiel ganz klar mehr Räume vor, als noch in der obersten Spielklasse. Auch im taktischen und technischen Bereich kann die Challenge League nicht ganz mit der Super League mithalten. Im Oberhaus werden auch die Torchancen konsequenter genutzt. Die Challenge League ist aber auf jeden Fall eine attraktive Liga und vor allem für junge Spieler, die ihre Karriere lancieren wollen, in den ersten Jahren sehr interessant.

Du hast ja schon vor 10 Jahren mit Xamax eine Saison in der Challenge League gespielt. Ist die Liga jetzt deutlich besser?

Nein. Damals spielten vier Tessiner Vereine, Vaduz, Aarau und Servette noch in der Challenge League. Da war das Niveau also auch schon sehr gut und der Aufstieg ein schwieriges Unterfangen.

Nach 7 Runden stehst du mit Xamax drei Punkte hinter dem FC Zürich auf Platz 2. Das Direktduell im Letzigrund habt ihr nur knapp mit 0:1 verloren. Was ist also das Saisonziel, seht ihr euch als FCZ-Jäger?

In dem Moment, als der FC Zürich abgestiegen ist, war sofort klar, dass der Traditionsklub in der neuen Saison auch wieder Topfavorit auf den Aufstieg sein würde. Der Verein konnte viele starke Spieler - darunter mit Armando Sadiku und Burim Kukeli sogar zwei EM-Teilnehmer für Albanien - halten und sind auch vom Budget her uneinholbar. Auch Wil und Aarau sind uns in finanzieller Hinsicht deutlich überlegen. Wir haben also nicht den Aufstieg selber als Saisonziel festgelegt, wollen aber oben mitspielen und das Rennen um die Super League so lange wie möglich offen halten. Ich hoffe, wir können es bis zum letzten Spieltag spannend machen. Wenn ich aber ehrlich bin: Vom Budget und Kader her sind wir bestimmt nicht Favorit.

Bisher sieht es aber ganz gut aus. Wenn man in den ersten 7 Spieltagen nur vier Punkte abgibt, gehört man definitiv zu den Favoriten...

Wir haben bis jetzt vor allem in der Maladière überzeugt. Die nächsten zwei Partien gegen Chiasso und Le Mont stehen jedoch auswärts auf dem Programm. Auf dem Papier müssen wir 6 Punkte holen, aber es wird nicht einfach. Danach werden wir wissen, wo wir stehen und ob wir wirklich mit den ganz Grossen tanzen können.

Wenn wir schon bei den ganz Grossen sind: Verfolgst du die Super League auch weiterhin oder ist auch bei dir die Begeisterung weg, weil der FC Basel wie immer nach Belieben dominiert?

Ich bin absolut fussballverrückt, deshalb verfolge ich die Super League - wenn ich nicht gerade selber im Einsatz stehe - sehr intensiv. Von den Vereinen her ist die Liga sicherlich etwas weniger attraktiv als auch schon. Vaduz, Lugano, Lausanne und Thun haben alle ein sehr kleines Budget. Wenn Klubs wie Zürich, Xamax und Aarau sich im Unterhaus tummeln, ist es klar, dass in der obersten Spielklasse "kleinere Namen" antreten. Dass der FC Basel bereits nach 7 Runden wieder so weit vorne weg ist, macht die Liga auch nicht wirklich attraktiver. Da der FCB bereits wieder in der Gruppenphase der Champions League steht, dürfte die finanzielle Schere noch weiter auseinandergehen.

Für Super-League-Schlagzeilen sorgte in den letzten Tagen auch dein Ex-Klub YB. Wie schätzt du das Chaos um die Entlassung von Sportchef Fredy Bickel ein? Wie tangiert dies den Alltag der Spieler?

Ich habe auch schon solche Situationen erlebt und weiss ganz genau, was jetzt im Kopf der YB-Spieler vorgeht. Es ist sehr schwierig, unter diesen Umständen normal weiterzuspielen. Fredy (Bickel) hat sehr viel gemacht für den Klub und ist jetzt plötzlich weg. Ich bin mir auch sicher, dass in den nächsten Wochen noch weitere Veränderungen folgen. Es ist einfach sehr schade, dass wieder eine Saison verloren geht und man somit noch mehr Boden auf den FC Basel verliert. Dabei hatte man in den letzten Jahren mit Uli Forte und in der Rückrunde mit Adi Hütter einige Schritte vorwärts gemacht und immer noch etwas mehr Punkte gesammelt. In zwei Jahren könnten sich natürlich die momentanen Entscheidungen als richtig erweisen, aber im Moment ist es sehr schwierig, diese nachzuvollziehen.

So erging es logischerweise auch den YB-Fans, die im Europa-League-Spiel gegen Olympiakos Piräus deshalb auf einen organisierten Support verzichteten. Hast du Verständnis für die Unzufriedenheit der Berner Anhänger?

Ich würde mich selber als YB-Fan bezeichnen und kann die Fans sehr gut verstehen. Da kommt ein neuer Mann und beginnt, einiges umzustellen - stellt das ganze zudem kommunikativ nicht so elegant an. Den Fussballvereinen und ihren Verantwortlichen sollte ohnehin viel bewusster werden, dass die eigenen Fans ein sehr wichtiger Bestandteil des eigenen Erfolgs sind. Wenn die Anhänger mit einer Entscheidung ihres Klubs nicht zufrieden sind, haben sie als freie Menschen das Recht, zu protestieren. Es ist halt einfach schade, dass vor allem auch die Spieler darunter leiden. Man spürt es halt schon auf dem Platz, wenn die eigenen Fans unzufrieden sind.

Letzte Frage: Du bist 33 Jahre alt und hast ohne Zweifel noch einige Saisons als Aktivfussballer vor dir. Hast du dir aber auch schon Gedanken über die Zeit danach gemacht? Wirst du im Bereich Profifussball bleiben oder dich völlig neu orientieren?

Fussball ist meine grosse Leidenschaft und deshalb werde ich natürlich versuchen, in diesem Business zu bleiben. Ich mache jetzt sicher mal das Trainerdiplom, bzw. ich bin eigentlich schon drauf und dran. Es gibt aber auch viele andere Berufe im Fussball, die mich interessieren. Sollte es dann aus irgendeinem Grund nicht klappen, kann ich mich immer noch in der "normalen" Berufswelt umschauen.


http://sport.ch.sportalsports.com/sport ... 00000.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (29) Raphaël Nuzzolo
 Beitrag Verfasst: Montag 30. Januar 2017, 20:21 
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30.01.2017

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Nuzzolos Herzensangelegenheiten

Raphael Nuzzolo hat am Samstag erstmals wieder im Stade de Suisse gespielt. Nach fünf Jahren bei YB ist der Bieler Leistungsträger bei Neuenburg Xamax. Der Aufstieg in die Super League ist sein letztes, grosses Ziel.

Es ist ein Bild, an das man sich in den letzten Jahren gewohnt hatte: Raphael Nuzzolo verschwindet nach dem letzten Testspiel vor dem Rückrundenstart in der Garderobe der Young Boys. Doch am vergangenen Samstag trägt der 33-Jährige nicht Gelb-Schwarz sondern Rot-Schwarz.

Gut acht Monate sind vergangen seit Nuzzolo ein letztes Mal für YB im Stade de Suisse auflief. 21'721 Zuschauer sahen damals im Mai eine starke Abschiedsvorstellung des Bielers, gelang ihm doch bei der Niederlage gegen Basel das Tor zum 1:3. Es war sein 33. Tor im 192. Pflichtspiel. Den Matchball nahm er als Erinnerung an diese denkwürdige Partie mit nach Hause.

«Ich habe auf mein Herz gehört»

Doch das alles ist mittlerweile weit weg. Nuzzolo ist zurück bei Neuenburg Xamax, dem Klub also, für den er in vor knapp 15 Jahren debütierte und wo er insgesamt über zehn Jahre seiner Karriere verbracht hat. «Ich habe auf mein Herz gehört», sagt er. Trotz eines gültigen Vertrags bei den Young Boys entschied er sich für einen Wechsel in die Challenge League, auch in der Hoffnung auf mehr Einsatzzeit. Denn bei den Bernern war Nuzzolo nur noch die Rolle des Ergänzungsspielers beschieden.

Diese Hoffnung wurde erfüllt. Nuzzolo ist nicht nur Stammkraft sondern Leistungsträger, und mit acht Toren und ebenso vielen Vorlagen ist er gar der beste Skorer im Ensemble von Michel Decastel. «Es ist nicht einfach, von der Super League in die Challenge League zu gehen», sagt Nuzzolo, da der Rhythmus ganz ein anderer sei. Dennoch bekundete er keinerlei Anpassungsschwierigkeiten. In seinem ersten Ernstkampf bereitete er sogleich ein Tor vor und übernahm fortan eine immer tragendere Rolle in der Mannschaft.

«Ich wusste, was auf mich zukommt»

Die Erwartungshaltung an den Rückkehrer war vor der Saison sehr hoch im Umfeld der Neuenburger. Nuzzolo wurde mitunter als «Königstransfer» und «Hoffnungsträger» betitelt. Die Leute sehnen sich nach der Zeit vor dem betrügerischen Investoren Bulat Tschagajew, der den Klub zugrunde richtete, und Nuzzolo steht als Sinnbild für diese Sehnsucht. «Ich wusste, was auf mich zukommt», sagt der 33-Jährige und bestätigt, dass viel von ihm erwartet werde. Aber am meisten setze er sich immer noch selber unter Druck. «Ich will meinem Klub unbedingt helfen, und das ist mir bisher gut gelungen.»

Mit 36 Punkten liegt Xamax souverän auf dem zweiten Platz der Challenge League. 10 Punkte trennen sie von den ersten Verfolgern Wil und Aarau, der noch ungeschlagene Leader Zürich ist allerdings bereits um 12 Punkte entrückt. Der FCZ habe eine überragende Mannschaft, sagt Raphael Nuzzolo, und für Xamax gehe es deshalb primär darum, den zweiten Platz zu verteidigen. «Vielleicht können wir die Lücke noch etwas schliessen», meint er, äussert aber gleichzeitig Zweifel daran, dass sich die Zürcher den direkten Wiederaufstieg noch nehmen liessen.

«Ich komme immer gerne hierher»

«In der nächsten Saison wollen wir sicher angreifen.» Diese Worte sind mehr als eine Floskel, denn Raphael Nuzzolo hat sich in seiner Karriere ein letztes Ziel gesetzt: mit Xamax die Rückkehr in die höchste Spielklasse schaffen. In der Vorbereitung auf die Rückrunde bezwangen die Neuenburger sowohl Lugano (2:0) als auch Lausanne (4:1), und auch gegen die Young Boys wahrten sie in einer ereignisarmen Partie ihre Ungeschlagenheit gegen Super-Ligisten (1:1).

Xamax sei ein kleiner Verein und müsse jeden Tag hart dafür arbeiten, um sich an der Spitze der Challenge League zu etablieren, sagt Nuzzolo. Für ihn ist Xamax weit mehr als ein Arbeitgeber, vielmehr eine Herzensangelegenheit. Nuzzolo spricht denn auch von seinem «Herzensklub». Doch auch die Young Boys haben nach fünf intensiven Jahren einen Platz im Herzen des Bielers. Nuzzolo ist regelmässig als Zuschauer im Stade de Suisse anzutreffen und fiebert mit seinen Freunden auf dem Rasen mit.

«Ich komme immer gerne hierher», sagt er, als er gut zwanzig Minuten später wieder aus der Berner Kabine kommt. Es gab viel zu erzählen und zu lachen mit seinen ehemaligen Teamkollegen. Nun trägt er doch wieder Gelb-Schwarz. Unter dem Arm, zumindest. Er hat sich einige YB-Trikots geholt. «Die sind nicht für mich», sagt er und lacht, bevor er im Neuenburger Mannschaftsbus verschwindet.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/18290174

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 Betreff des Beitrags: Re: (29) Raphaël Nuzzolo
 Beitrag Verfasst: Montag 3. April 2017, 20:58 
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 Betreff des Beitrags: Re: (29) Raphaël Nuzzolo
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 21. März 2018, 19:48 
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21.03.2018

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Schon 21 Saison-Tore

Nuzzolo mit Xamax auf dem Weg in die Super League

Der Ex-YB-Stürmer will endlich wieder im Stade de Suisse und im St. Jakob-Park spielen.

Wie YB eine Klasse höher, liegt Xamax in der Challenge League 16 Punkte vor der Konkurrenz. Grossen Anteil daran hat Liga-Topskorer Raphaël Nuzzolo. Der Bieler hat diese Saison schon 21 Tore erzielt und 6 Assist gegeben.

Im Januar wurde er als bester Spieler der BCL ausgezeichnet. Im SRF-Interview spricht der 34-Jährige...

...über den guten Lauf von Xamax:

«Die Aufstiegsfeier ist noch nicht geplant, denn es fehlen noch ein paar Siege. Aber wir hoffen, dass wir am letzten Spieltag auf der Maladière den Pokal entgegen nehmen können.»
«Wir sind eine komplette und zusammengewachsene Mannschaft. Ein Grossteil des Teams hat viel Erfahrung in der Challenge League.»

...über seine Torproduktion:

«Früher spielte ich eher am Flügel, jetzt häufiger als Sturmspitze. Natürlich habe ich Mitspieler, die super Pässe und Flanken spielen.»

...über seine Zukunft:

«Ich habe unglaublichen Spass am Fussball. Mein grosses Ziel war, mit meinem Herzensklub Xamax wieder aufzusteigen und im Stade de Suisse oder im St. Jakob-Park zu spielen. Solange mein Körper mitmacht, werde ich weiterspielen.»

https://www.srf.ch/sport/fussball/chall ... per-league

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 Betreff des Beitrags: Re: (29) Raphaël Nuzzolo
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 11. April 2018, 18:34 
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11.04.2018

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Sein Herz schlägt noch immer für YB

Raphael Nuzzolo siegt mit Xamax in der Challenge League Runde für Runde – und gibt sich zurückhaltend. Das erinnert stark an YB.

Es ist eine dieser verblüffenden Entwicklungen, die der Sport manchmal so mit sich bringt. Dass Raphael Nuzzolo jetzt, 22 Monate nachdem er die Young Boys verlassen hat, mit Xamax Runde für Runde das Gleiche erzählen muss wie seine früheren Teamkollegen in Gelb-Schwarz. Dass er mit den Neuenburgern dominiert, die Konkurrenz weit hinter sich gelassen hat und jetzt, neun Runden vor Saisonschluss, ebenso nah am Titel ist. Einfach eine Etage tiefer.

Mit Xamax steht Nuzzolo in der Challenge League vor dem Aufstieg. 18 Punkte liegen die Neuenburger nach dem 3:2 in Wil am Montagabend vor dem ersten Verfolger Servette. Etwas anbrennen wird da kaum mehr.

Der Wechsel in die Sturmspitze

Nuzzolo hat in seiner alten Heimat neues Glück gefunden. Hat nach einer erfüllten, aber titel­losen Super-League-Karriere über fünf Saisons mit YB den Gang in die Zweitklassigkeit in Kauf genommen, sich auf die mentale Veränderung eingelassen, am Wochenende nach Chiasso, Wohlen und Rapperswil zu fahren, und nicht mehr nach Basel, Zürich und Sitten. «Das war eine Herausforderung», gibt Nuzzolo zu. Und bald, zwei Jahre nach seinem Wechsel, ist er möglicherweise zurück in der höchsten Spielklasse.

Xamax hält sich natürlich noch bedeckt, aber im Prinzip ist die Situation ähnlich wie eine Klasse höher bei YB: Die Neuenburger sind zu stark, zu konzentriert, zu souverän, als dass man sich jetzt noch den Einbruch vorstellen könnte, der für einen Abrutsch eintreten müsste. «Plötzlich spürst du auch weniger Druck, es läuft immer besser. Du bleibst ruhig, auch wenn du mal in Rückstand gerätst», beschreibt es Nuzzolo.

Der Aufstieg wäre die Krönung einer schönen Renaissance um den Club mit der bewegten Geschichte. 2011 kaufte der Tschetschene Bulat Tschagajew den stolzen Verein auf – und wirtschaftete ihn in nur einem Jahr komplett zugrunde. Der Neubeginn war nicht einfach, Präsident Christian Binggeli bezeichnet die 400'000 Franken, welche es in der 2. Liga interregional als erstes Budget zu stemmen galt, noch heute als «den schwierigsten Schritt».

Viele weitere Schritte später stand Xamax im Sommer 2015 in der Challenge League, dem vom Präsidenten er­klärten Ende der Fahnenstange. Doch Binggeli und seine Leute kauften klug und bedächtig ein, und auf diese Saison hin war ein Kader mit der berühmten Mischung beisammen: Jüngere und Ältere, Aufstrebende und Routinierte. Und als eine Art Medley davon: Raphael Nuzzolo.

Mit seinen 34 Jahren ist der Bieler der Teamsenior, er kennt die Super League aus über 320 Pflichtspielen, hat auch in der Challenge League bald 100 Partien auf dem Konto. Und gleichzeitig ist der Erfahrenste im Team auch ein Neuer, ein Aufstrebender, ein Lernbegieriger. Seit zwei Saisons nämlich ist der frühere Flügel ein echter Mittelstürmer – mit echt überzeugender Torquote.

Die Nähe zu von Bergen

«Das ist ja eher aus der Not her­aus entstanden», sagt Nuzzolo schmunzelnd und erzählt, wie sich damals Gaetan Karlen verletzt hat und Trainer Michel Decastel ihn fragte, ob er sich diese Position vorstellen könne. «In meiner ersten Saison gelangen mir zwei Tore. Sehr zuversichtlich war ich eigentlich nicht», sagt er lachend. Jetzt sind es in 26 Spielen schon 22 Treffer.

Die Quote spricht für sich: Raphael Nuzzolo ist in Neuenburg mit vollem Eifer bei der Sache. Doch noch lieber als über Xamax spricht Nuzzolo über anderen Sport. Er ist ein Freak, wenn man so will, von ihm heisst es, dass er sich auch das Montagsspiel in der portugiesischen Liga anschaue, und am allerliebsten spricht der SCB-Fan derzeit über: YB.

Da sprudelt es aus ihm heraus, da kommt er ins Schwärmen. Von der Genug­tuung, die der nahe Titelgewinn auch ihm verschaffe. Von der wundersamen Auferstehung des Marco Wölfli. Vom frankofonen Flair. Und von Steve von Bergen. «Endlich erhält er die Anerkennung, die er verdient», sagt er über seinen Copain, neben dem er vor dreizehn Jahren bei Xamax die Karriere lancierte.

Die beiden stehen noch immer eng in Kontakt, und vielleicht kehrt ja von Bergen, dessen Vertrag bei YB im Sommer endet und der mit seiner Familie näher an der Maladière als am Stade de Suisse wohnt, eines Tages zurück. Prä­sident Binggeli sagt: «Er muss nicht an meine Tür klopfen. Für ihn ist schon ein Keil drin.»

Nuzzolo also darf das Abenteuer Super League noch einmal planen. Am meisten freut er sich – wer hätte das gedacht – auf die Partien gegen die Young Boys. In der aktuellen Saison war Nuzzolo bei etlichen Heimspielen im Stadion. Und frei nach Goethe gibt er, der YB-Fan im Xamax-Trikot, zu: «Ich habe zwei Herzen in meiner Brust.»


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/22511106

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