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 Betreff des Beitrags: Re: (19) Moreno Costanzo
 Beitrag Verfasst: Dienstag 22. August 2017, 18:54 
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Costanzo verlässt Vaduz auf eigenen Wunsch

Der FC Vaduz und Moreno Costanzo gehen nach zwei Saisons getrennte Wege.
Der Liechtensteiner Challenge-League-Verein löste den noch eine Saison gültigen Vertrag mit dem Mittelfeldspieler "auf Wunsch des Spielers" per sofort auf, wie der FC Vaduz auf seiner Website bekannt gab.

Der 29-jährige Costanzo hatte in den letzten zwei Saisons beim Super-League-Absteiger 57 Spiele (12 Tore) absolviert, kam in dieser Saison verletzungsbedingt aber nie zum Einsatz. Zuvor hatte der gebürtige Wiler unter anderem bei St. Gallen, YB und Aarau gespielt und war zu insgesamt sieben Länderspielen für die Schweiz gekommen.


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -131636609

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 Betreff des Beitrags: Re: (19) Moreno Costanzo
 Beitrag Verfasst: Montag 28. August 2017, 17:01 
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Arbeitsloser Moreno Costanzo (29)

«Ich habe Hütchen und einen Ballsack gekauft»

Letzten Montag hat Moreno Costanzo auf eigenen Wunsch seinen Vertrag bei Vaduz aufgelöst und trainiert jetzt alleine.

BLICK: Weshalb hatten Sie keine Lust mehr auf Vaduz und Ihren darum Vertrag aufgelöst?

Moreno Costanzo: Der FC Vaduz und ich haben über die Beweggründe Stillschweigen vereinbart.

Hatten Sie Zoff bei Vaduz oder einfach keine Lust auf die Challenge League?

In Vaduz hatte ich keine Probleme und die Challenge League ist schon nicht gerade meine Lieblingsliga.

Sie haben noch keinen neuen Klub. Warum pokern Sie?

Ich pokere nicht. Ich habe meinen Entscheid wohl überlegt und stehe voll dahinter. Den möglichen Konsequenzen bin ich mir voll bewusst.

Was, wenn Sie keinen neuen Klub finden? Immerhin sind Sie zweifacher Familienvater…
… ich habe natürlich mit meiner Frau vor dem Entscheid geredet. Sie hat mich unterstützt, sie will lieber einen Mann, der glücklich ist.

Alle dachten, dass Sie beim FC St. Gallen landen würden. Es haben ja auch Gespräche stattgefunden. Warum hats nicht geklappt?

Bei St. Gallen sind mit Barnetta, Aleksic, Ben Khalifa, Taipi und Kukuruzovic fünf Spieler auf meiner Position. Die Position ist besetzt. St. Gallen hat mir abgesagt. Diese Türe ist Stand heute zu.
Haben Sie keine anderen Angebote?

Doch, ich könnte sofort bei zwei ausländischen Klubs unterschreiben. Aber ich bin nicht restlos überzeugt.

Sie pokern also trotzdem. Wo halten Sie sich eigentlich fit?

Ich trainiere alleine. Hütchen und einen Ballsack habe ich schon gekauft. Ich bin 29 und habe genügend Übungen mitbekommen. Ich bin gesund und fit. Es ist alles eine Frage der Disziplin.
Und Sie sind diszipliniert?

Sicher, sie können jederzeit vorbeikommen und meine Werte anschauen.

Kaum ein anderer Mittelfeldspieler hat dieselben Werte wie Sie. Sie haben 95 Skorerpunkte in 239 Super-League-Spielen erzielt. Warum klopft kein Superligist an?

Das müssen Sie nicht mich, sondern die Sportchefs fragen.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 16956.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (19) Moreno Costanzo
 Beitrag Verfasst: Freitag 8. September 2017, 22:48 
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Moreno Costanzo: Feingeist mit edler Technik

Mit Moreno Costanzo hat der FC Thun einen Akteur verpflichtet, der mit seiner Übersicht auch die Mitspieler besser machen kann.

Am Ende der Trainingseinheit stellt Moreno Costanzo seine Fertigkeiten zur Schau. Während die meisten Thuner Akteure auf der Massagebank liegen oder unter der Dusche stehen, feilt der 29-Jährige zusammen mit Teamkamerad Nicola Sutter am Passspiel. Um die 40 Meter weit fliegen die Bälle wie an der Schnur gezogen durch die Luft. Punktgenau. Von Mann zu Mann.

Dabei beeindruckt weniger die Präzision – die darf von Professionals erwartet werden. Die Eleganz und die Geschmeidigkeit in Costanzos Bewegungen imponieren, das lockere Fussgelenk und die unangestrengte Leichtigkeit, mit der er die Kugel auf die Reise schickt. Der siebenfache Nationalspieler ist ein fussballerischer Feingeist, ein Edeltechniker, dem der Ball gehorcht wie ein perfekt erzogener Hund seinem Frauchen.

Zurück ins Rampenlicht

«Die ersten Eindrücke haben mein Bild bestätigt, das ich vom Klub hatte. Es geht bodenständig zu und her, und man weiss genau, was man will. Ich fühlte mich auf Anhieb wohl in Thun», sagt Costanzo. Vor zwei Wochen löste der Ostschweizer seinen Kontrakt beim FC Vaduz auf. Kurzerhand fädelte sein Berater Gespräche mit den Thuner Verantwortlichen ein, einige Tage später unterschrieb Costanzo im Oberland ein Arbeitspapier, das ihn für zwei Jahre an den Verein binden wird. Ein Transfer, der Sinn ergibt – für beide Parteien.

Costanzo, zu Beginn seiner Karriere mit Vorschusslorbeeren überschüttet und von den Medien als Megatalent gehypt, blickt auf sportlich durchzogene letzte Jahre zurück. Anfang 2015 wechselte er von YB leihweise zu Aarau – «dieser Transfer war ein Fehler» –, ein halbes Jahr später schloss er sich dem FC Vaduz an, mit dem er in der letzten Saison jedoch in die Challenge League abstieg.

In Thun hat er die Möglichkeit, sich wieder ins Rampenlicht zu manövrieren, seine Fähigkeiten zu zelebrieren und so den einen oder anderen Kritiker, der findet, der Techniker hätte viel zu wenig aus seinen Möglichkeiten gemacht, doch noch von seinen Stärken zu überzeugen. Gleichzeitig bieten sich Thun-Coach Marc Schneider mit dem Zuzug des Mittelfeldakteurs mehr Varianten in der Spielgestaltung.

Ein Akteur mit Costanzos kreativen Fähigkeiten, freie Räume zu erkennen und die Bälle präzis in diese Lücken zu verteilen, hat dem FC Thun, bei dem viel über das Kollektiv läuft, in dieser ausgeprägten Form gefehlt. Auch seine Stärken bei Standards und Weitschüssen tun jeder Mannschaft gut. Zudem könnte dem als sensibel geltenden Costanzo der Umstand, dass der Druck in Thun weniger hoch ist als etwa bei YB, zupass kommen.

«Eine gewisse Erwartungshaltung, die erfüllt werden sollte, ist in jedem Verein vorhanden. Das ist in Thun nicht anders», sagt Costanzo. Nach 10 Jahren als Fussballprofi wisse er aber, wie der Hase läuft, erklärt der Familienvater, der mit seiner Frau eine passende Bleibe in der Region sucht. «Selbst ein Star wie Thomas Müller, der mit Bayern und Deutschland alles erreicht hat, sieht sich immer wieder Kritik ausgesetzt. So ist das im Fussballgeschäft», sagt Costanzo.

Schneiders klare Ansprache

Costanzos Eindruck vom Team ist «gut», explizit lobt er die klare Ansprache von Coach Marc Schneider, der genaue Vorstellungen davon habe, was er von den Spielern verlange. Weil er seinen letzten Ernstkampf mit Vaduz im April bestritten hat, gehe es für ihn darum, möglichst schnell in den Rhythmus zu kommen. «Und dann hoffe ich – auf welcher Position auch immer –, dass ich dem Team helfen kann.»

Spätestens wenn Costanzo in einem Ernstkampf einen Traumpass aus dem Fussgelenk zaubern wird, könnte auch die Konkurrenz bemerken: Dieser Mann hat das Zeug, Thun unberechenbarer zu machen.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/13106609

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 Betreff des Beitrags: Re: (19) Moreno Costanzo
 Beitrag Verfasst: Samstag 15. Juni 2019, 01:08 
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Costanzo kehrt zum FCSG zurück

Costanzo wieder ein «Grün-Weisser»

Moreno Costanzo kehrt für eine Saison zum FC St. Gallen zurück. Dies gab der Klub aus der Ostschweiz am Mittwoch bekannt. Der 31-Jährige hatte seine Karriere bei den «Espen» gestartet. 2008 hatte er massgeblichen Anteil am Wiederaufstieg in die Super League. 2010 wechselte Costanzo zu YB, zuletzt war er beim FC Thun tätig. «Mit Moreno Costanzo haben wir einen erfahrenen Spieler verpflichten können, der nicht nur aufgrund seiner Routine einen wichtigen Part bei uns einnehmen wird», so Sportchef Alain Sutter.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... sg-zurueck

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 Betreff des Beitrags: Re: (19) Moreno Costanzo
 Beitrag Verfasst: Samstag 15. Juni 2019, 01:10 
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Costanzo kehrt zum FCSG zurück

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«Traue mir höchstes Niveau zu»

Der FC St.Gallen hat gute Erfahrungen damit gemacht, seine Eigengewächse wieder zurückzuholen. Am Mittwoch hat der Club die Wiederverpflichtung von Moreno Costanzo (31) bekanntgegeben. Darüber freut sich nicht nur der Verein.

Die Geschichte von Moreno Costanzo und dem FC St.Gallen ist emotional. Sie handelt von Aufstieg und Fall: Costanzo stieg von den Junioren zu den Profis auf, er stieg mit St.Gallen in die Challenge League ab und gleich wieder auf. 2011 spielte er für YB und war mit einem Tor gegen St.Gallen direkt am erneuten Abstieg der Espen beteiligt. Das liess ihn damals dicke Tränen weinen, denn die Liebe zu seinem Heimatverein besteht bis heute. Umso grösser ist die Freude über die Rückkehr, denn der heute 31-Jährige hat in St.Gallen einen Vertrag für ein Jahr unterschrieben.

Moreno Costanzo, du warst lange verletzt, ein Kreuzbandriss. Nachdem du wieder spielen konntest, wurde der Vertrag in Thun nicht verlängert, obwohl es sportlich nicht schlecht lief. Musstest du zweimal überlegen, als der FC St.Gallen angeklopft hat?
Nein, sicher nicht. Das ist mein Verein, ich habe hier die ganze Juniorenabteilung durchlaufen, bin Profi geworden. Meine Familie ist von hier – das war die erste Wahl. Der FC St.Gallen ist ein guter Club in der Super League, es kommen viele Zuschauer, ich bin ein Ostschweizer. Der Transfer ist eine super Sache.

Die Erwartungen an dich als jungen Spieler und jetzt als 31-Jährigen Routinier haben sich geändert. Was bringst du mit?
Ich bin sicher erfahrener geworden, durfte Vieles erleben. Highlights, aber auch ein paar weniger gute Momente. Und diese Erfahrung kann ich nutzen, um der Mannschaft zu helfen.

Wo soll es hingehen mit dem FC St.Gallen? Was ist möglich?
Wir sind sicher ambitioniert in dieser Zehner-Liga. Trotzdem kann es schnell in beide Richtungen gehen, das hat man letzte Saison gesehen. Es gibt die zwei Grossen, YB und Basel, der Rest versucht, es so gut wie möglich zu machen. Schwer zu sagen.

Du hast einen Haufen Erfahrungen gemacht, warst bei verschiedenen Vereinen und in der Nationalmannschaft. Schliesst sich der Kreis mit der Rückkehr zum FC St.Gallen?
Das kann man so sagen. Ich bin jetzt 31 Jahre alt und kehre zu meinem Heimatverein zurück. Trotzdem traue ich mir noch drei oder vier Jahre Fussball auf höchsten Niveau zu. Ich freue mich, hier zu sein und will die Leute mit meinen Leistungen überzeugen.

Drei bis vier Jahre beim FC St.Gallen? Du hast ja nur für ein Jahr unterschrieben.
So war das Angebot. Mein Ziel ist es, länger hier zu bleiben. Ich war lange verletzt und habe zehn Monate für die Rückkehr gebraucht. Es ist jetzt mal ein Jahr mit dem Ziel, noch längerfristig wirken zu können.

Ein Spieler aus der eigenen Jugend, der nach vielen Jahren nach Hause zurückkehrt: Das erinnert an die Geschichte von Tranquillo Barnetta.
Ich will mich nicht mit Quillo vergleichen. Er hatte eine absolute Top-Karriere und war ein Glücksfall für St.Gallen. Klar, ich bin auch aus der Ostschweiz und hier Profi geworden, es gibt Parallelen. Aber wir haben unterschiedliche Geschichten.

Du brauchst deine Qualitäten doch nicht zu verstecken.
Ich will mit meinem Fussball überzeugen. Ich denke, ich war immer einer, der für ein Tor oder einen Assist gut ist. Nun muss ich nicht nur im Mittelfeld meine fussballerischen Qualitäten einbringen, sondern auch die Jungen mitnehmen und mit ihnen zusammen ein gutes Team bilden – damit das eine tolle Saison wird.


https://www.fm1today.ch/traue-mir-hoech ... zu/1065570

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 Betreff des Beitrags: Re: (19) Moreno Costanzo
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 13. August 2020, 00:03 
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Zwei Minuten nach der Einwechslung klingelt's: Moreno Costanzo war der Schnellste

Erstes Länderspiel, erste Ballberührung, erstes Tor: Moreno Costanzo schaffte am 11. August 2010 als 22-Jähriger, was in einem Fussball-Länderspiel der Schweiz sonst keinem gelang.

Die Schweiz spielte in Klagenfurt gegen Österreich – ein Testspiel. Der Trainer damals hiess Ottmar Hitzfeld, und die Schweiz tat sich in Test-Länderspielen schwer. Aus den ersten acht unter Hitzfeld resultierten bloss zwei Siege.

Auch in Österreich sah es nicht gut aus. 20 Minuten vor Schluss stand es immer noch 0:0, als Hitzfeld den Spielmacher auswechselte. Routinier Hakan Yakin musste raus, Moreno Costanzo kam rein. Der Debütant brauchte keine zwei Minuten, um die Partie mit der allerersten Ballberührung zu entscheiden. Costanzo spekulierte nach einem Abwehrfehler richtig und lenkte mit dem rechten Fuss den Ball vorbei am österreichischen Goalie ins Netz ab. Es blieb beim 1:0.

Derart schnell und effizient fügte sich noch keiner in die Nationalmannschaft ein. Andere waren auch schnell: Bei Valentin Stocker dauerte es 2008 acht Minuten, Hakan Yakin (1999) und Eren Derdiyok (2008) trafen als Debütanten jeweils nach zwölf Minuten. Erst im letzten Jahr gelang Cedric Itten, seit dieser Woche ein Glasgow Ranger, nach sechs Minuten in St. Gallen gegen Georgien das zweitschnellste Länderspieltor eines Debütanten.

Im allerletzten Moment nachnominiert

Nicht nur Costanzos Länderspiel-Debüt verlief märchenhaft. Schon wie er zum Team stiess, war eine Geschichte für sich. Costanzo setzte sich am Montagmorgen ins Auto und fuhr in Richtung Winterthur. Die U21 spielte dort gegen Griechenland. In Winterthur kam Costanzo nie an. Auf der Fahrt wurde er an den Flughafen Kloten beordert. Er soll mit der Nati nach Österreich fliegen. Costanzo wurde im allerletzten Moment für Xavier Margairaz nachnominiert, der seinerseits eigentlich für Blerim Dzemaili hätte nachrücken sollen.

In Klagenfurt konnte Costanzo auch am Tag nach dem Spiel sein Debüt für das Geschichtsbuch noch nicht richtig einordnen. «Vielleicht realisiere ich später, was jetzt in diesen Tagen passiert ist», sagte der Nati-Neuling. Für Costanzo ging es damals Schlag auf Schlag weiter – mit den Young Boys in der Meisterschaft und der Champions-League-Qualifikation.

«Für den ganz grossen Durchbruch hat mir wohl etwas gefehlt»

Costanzo wechselte kurz vorher aus der Ostschweiz nach Bern, wo er mit YB Meister werden und sich für eine grosse Liga Europas empfehlen wollte. Alles kam anders. Nach fünf Jahren bei den Young Boys hiessen die weiteren Stationen Aarau, Vaduz, Thun und St. Gallen. Bei St. Gallen erhielt Costanzo in diesen Tagen keinen neuen Vertrag mehr; er wird die Karriere beenden.

Costanzos Karriere entwickelte sich nicht so, «wie ich mir das vor zehn Jahren, als ich an nichts anderes als Fussball dachte, vorgestellt hatte». Bei den Young Boys wurde ihm die Nummer 10 angeboten, und er nahm sie. Das Nationalteam rief, und mit der ersten Ballberührung gelang ihm das einzige Tor. Bei YB verlor Costanzo aber kurz nach der Vertragsverlängerung bis 2017 den Stammplatz, und für die Nationalmannschaft stand er bloss in sieben Partien und nie eine halbe Stunde lang auf dem Platz. Costanzo: «Für den ganz grossen Durchbruch hat mir wohl etwas gefehlt.»

Im internationalen Vergleich kann sich Costanzos Länderspiel-Debüt vom 11. August 2010 sehen lassen. An den Deutschen Uwe Rahn kam der Ostschweizer aber nicht heran. Rahn benötigte am 17. Oktober 1984 im WM-Qualifikationsspiel Deutschland – Schweden (2:0), dem ersten Pflichtspiel unter Teamchef Franz Beckenbauer, nach der Einwechslung für Felix Magath nur 19 Sekunden und auch nur eine Ballberührung zum schnellsten Joker-Tor eines Debütanten.


https://www.bluewin.ch/de/sport/fussbal ... 24740.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (19) Moreno Costanzo
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 13. August 2020, 09:58 
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Costanzo rechnet mit FCSG ab

«Kann man mit 18-Jährigen machen»

Mit 32 Jahren verlässt Moreno Costanzo die Fussballbühne durch den Hinterausgang. Jetzt rechnet er mit dem FC St. Gallen ab.

Vor einem Jahr wurde der verlorene Sohn als vermeintliche Integrationsfigur zurück nach St. Gallen geholt. Nach einer völlig verpfuschten Saison tritt der ehemalige Nati-Spieler durch die Hintertüre ab. «Nicht einmal im letzten Heimspiel gegen Xamax schenkte man mir ein paar Minuten», sagt Costanzo in der Thurgauer Zeitung.

Für den einst als Wunderkind gehandelten Spielmacher ist klar, dass ihn der Sportchef und der Trainer gar nie wollten und nur Präsident Matthias Hüppi hinter seiner Verpflichtung stand. «Es hiess, ich käme als Stammspieler. Doch von Anfang an handelte man so, wie wenn man mich nicht wollte.» Eine reelle Chance habe er nie erhalten. «Letztlich wurde ich der fairen Chance beraubt, mich anders zu präsentieren. Ich konnte nicht beweisen, dass ich es noch kann.»

Trainer Peter Zeidler mag er nur leise Vorwürfe machen. «Was soll ich dem Trainer Vorwürfe machen? Er ist mit dem Team Zweiter geworden.» Der Trainer habe schon mit ihm geredet, aber das seien nur Alibiaussagen gekommen. «Das kannst du mit 18-Jährigen machen», so Costanzo.

«Das passt wohl zu unserer Gesellschaft»

Sehr enttäuscht sei er aber von Sportchef Alain Sutter. Weil er sich im letzten Heimspiel nicht einmal von den Fans verabschieden konnte und keine Spielminute erhalten hat. Schon bei Tranquillo Barnetta und Daniel Lopar ist ein ehrenvoller Abschied verpasst worden. «Das passt wohl zu unserer Gesellschaft. Geleistetes geht schnell vergessen», sagt Costanzo. Und fügt an: «Basel und YB machen es besser, sodass die Spieler ohne Groll den Verein verlassen.»

Das ganz Jahr habe Spuren hinterlassen und am Ende bleibt eine gewisse Bitterkeit. «Man kann auch zehn Kinder haben und drei Hunde, aber wenn du bei der Arbeit nicht glücklich bist, dann ist das auch in der Familie präsent.»

Costanzo will nun in der Immobilienbranche Fuss fassen. Eine Umstellung, vor der er nach 14 Jahren im Profifussball Respekt hat. Sollte es wieder jucken, dann will er höchstens noch für eine Seniorenmannschaft auflaufen. Zumindest da dürfte es an Angeboten nicht mangeln.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 39202.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (19) Moreno Costanzo
 Beitrag Verfasst: Montag 28. September 2020, 12:08 
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Neuer Job von Moreno Costanzo

Erst Fussballstar, dann Immobilien-Praktikant

Der Übergang zur zweiten Karriere ist für viele Spitzensportler schwierig. Wie ist das «richtige Leben» für Ex-Fussballer Moreno Costanzo und Beni Huggel?

In anderen Branchen wird es ab 50 Jahren schwierig, im Sport gehört man schon mit 30 zum alten Eisen. «Für über 30-Jährige ist es hart auf dem Markt», sagt Moreno Costanzo. Der Fussballspieler galt im Juniorenalter als Supertalent, stand mit dem U-21-Nationalteam im EM-Final und spielte in seinen besten Jahren bei den Berner Young Boys und in der Schweizer Nationalmannschaft.

Doch das alles ist weit weg. Aktuell ist Costanzo in Hemd und Anzug unterwegs, begleitet als Praktikant Immobilienmakler der Hugo Steiner AG zu Kunden, bemüht sich um einen guten Auftritt und hofft auf eine spätere Festanstellung.

Das schlimmste Jahr der Karriere

In der letzten Saison war er bei seinem Stammverein St. Gallen unter Vertrag, spielte aber in den Überlegungen des Trainers keine Rolle. Das «schlimmste Jahr der Karriere» sei das gewesen, sagt Costanzo. Weil er nicht in einer tieferen Liga das Ende der Karriere hinauszögern wollte, entschied sich der 32-Jährige im August, das Kapitel Fussball abzuschliessen und das «normale Leben» in Angriff zu nehmen.

In Sachen Ausbildungen hatte er auf dem Arbeitsmarkt wenig vorzuweisen, der Abschluss der Berufssportlehre lag über zehn Jahre zurück. Also aktivierte er sein Netzwerk, fragte hier und da nach Jobs und landete so in der Immobilienbranche. Immobilien zu verkaufen, könne man rasch lernen, das sei wie der Beruf des Spielerberaters keine exakte Wissenschaft, sondern man brauche ein gewinnendes Auftreten und ein gutes Gespür für Menschen, begründet Costanzo. Er traut sich zu, in diesem Metier Fuss zu fassen, fügt aber an, die Umstellung auf einen gewöhnlichen 8-Stunden-Arbeitstag sei gewöhnungsbedürftig.

Nach dem Jubel droht das Loch

Nicht allen Spitzensportlern gelingt der Übergang in die zweite Karriere. Viele verdrängen den Gedanken ans Karriereende möglichst lange und fallen dann in ein Loch. Auf dem Arbeitsmarkt sind sie keine Stars, sondern oft schlicht unterqualifiziert. Kümmerten sich vorher mehrere Leute um ihr Wohlergehen, sind sie nach dem Rücktritt vom Spitzensport plötzlich auf sich gestellt.

Beni Huggel, langjähriger Captain des FC Basel und Stammspieler in der Nationalmannschaft, erlebte dies auf die harte Tour. Nachdem er frühzeitig seine Trainerkarriere abgebrochen hatte, bewarb er sich für diverse Stellen. Dank seines Namens wurde er oft zu Gesprächen eingeladen, zu einer Anstellung kam es aber nie. Der Tiefpunkt war, als ihm ein HR-Verantwortlicher sagte, er habe ja noch nie in seinem Leben richtig gearbeitet. Huggel realisierte, dass er ganz unten anfangen musste – als Praktikant in der Administration eines Tenniszentrums; nebenher belegte er an einer Fachhochschule einen Betriebswirtschaftskurs für Quereinsteiger.

«Es kann doch nicht sein, dass die umjubelten Sportler nach Karriereende einfach fallen gelassen werden.»
Benjamin Huggel, Ex-Captain des FC Basel

Die Ungewissheit, was er künftig arbeiten könne, habe ihn belastet, gibt Huggel offen zu. Eine Zeit lang habe er die wiederkehrende Frage, was er jetzt eigentlich beruflich mache, nicht mehr hören können. Immerhin: Huggel konnte unmittelbar nach seinem Rücktritt vor acht Jahren eine Expertenrolle beim Schweizer Fernsehen übernehmen, dazu kamen Anfragen für Referate und Personal Training.

Huggel gründete eine eigene Firma und ersparte sich so weitere Vorstellungsgespräche. Und oft, wenn er in einer Firma über Leidenschaft oder Teamwork referierte, sagten ihm die Manager, die ihn gebucht hatten, Leute mit so viel Drive und Herzblut könnte jedes Unternehmen gut brauchen. Fragte er zurück, ob sie ihn denn einstellen würden, krebsten viele zurück.

Netzwerk für motivierte Ex-Profis

«Es kann doch nicht sein, dass die umjubelten Sportler nach Karriereende einfach fallen gelassen werden», dachte sich Huggel und entschloss sich, ein Netzwerk ins Leben zu rufen, das die Wirtschaft, die Sportler und ihre Vereine näher zusammenbringt. Das Ziel: Athleten sollen in der Nachsportkarriere leichter Fuss fassen können, Unternehmen im Gegenzug leistungsfähige Mitarbeiter gewinnen.

Natürlich stelle es ein gewisses Risiko für die Firmen dar, Quereinsteiger statt Fachleute mit Berufserfahrung einzustellen, räumt Huggel ein. Allerdings veralte Fachwissen rasch, wer motiviert sei, könne Wissensdefizite gut aufholen. Eine starke Persönlichkeit hingegen könne nicht in Kursen erworben werden. Sportler seien in aller Regel «äusserst zielorientiert, hart im Nehmen und geübt im Umgang mit Veränderungen und Rückschlägen». Deswegen würden sie vielfach mehr Verantwortung übernehmen und mehr bewegen in ihrem Umfeld als Berufsleute, die gelernt haben, sich hinter anderen zu verstecken.

Dave Heiniger, der bei der Swisscom und Axa in leitender Position im HR tätig war, teilt diese Sicht der Dinge. Er hat deshalb mit Huggel, dem Eishockeyspieler Severin Blindenbacher und dem Skifahrer Nils Hintermann im April das «Athletes Network» lanciert. Die neue Organisation, die am 5. Oktober in Bern die erste Netzwerkveranstaltung durchführt, will nebst Unternehmen, Verbänden und Sportclubs auch Bildungspartner an Bord holen, welche die Athleten beim Übergang in die Nachsportkarriere unterstützen. Eines ist für Huggel klar: «Die meisten Sportler wollen auch nach dem Ende der ersten Karriere Höchstleistungen erbringen – davon können künftige Arbeitgeber profitieren.»


https://www.bernerzeitung.ch/vom-umjube ... 0309687871

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