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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Vladimir Petkovic
 Beitrag Verfasst: Montag 9. Mai 2011, 17:24 
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Berner Zeitung, 09.05.2011

Zitat:
Petkovics Kreis schloss sich

Die 99.Super-League-Partie als YB-Trainer war die letzte für Vladimir Petkovic – wie die erste fand sie beim FC Luzern statt.

Prominent war die YB-Führungsriege am Samstag im Gersag-Stadion in Emmenbrücke erschienen. YB-Beirat Beat Baumann, der Technische Direktor Hansruedi Hasler, CEO Ilja Kaenzig, YB-Verwaltungsrat Heinz Schneiter und Stadionchef Thomas Gurtner sassen nebeneinander auf der kleinen Tribüne – und eine Reihe weiter unten fieberten die Frau Vladimir Petkovics sowie die beiden Töchter mit dem YB-Trainer mit. Vergeblich.

Bereits vor der Begegnung Luzern - YB (1:1) war das Ende der Dienstzeit Petkovics nach bald drei Jahren in Bern besiegelt gewesen, wie Kaenzig am Sonntag zugab: «Wir hatten uns vorher entschieden, die Zusammenarbeit zu beenden.» Der erneut harmlose Auftritt der Young Boys beschleunigte die Ereignisse nur noch ein wenig. Sofort nach der Rückkehr kam es zur Krisensitzung der Verantwortlichen im Stade de Suisse, nach Mitternacht waren die Würfel gefallen.

Zuletzt seltsam gelöst

Vladimir Petkovic wurde am Sonntagmorgen um acht Uhr an der nächsten Sitzung im Stadion über seine Entlassung informiert – er dürfte es geahnt haben. Seltsam gelöst hatte er in den letzten Tagen gewirkt, gerade so, als ob eine riesige Last von ihm gefallen wäre. Beim Gesprächstermin Mitte der letzten Woche war er aufgeräumt und witzig wie selten, und seine Worte, es gehe immer irgendwie und irgendwo weiter, erscheinen heute in einem anderen Licht. «Ich habe mir nichts vorzuwerfen und arbeite wie immer konzentriert», sagte er vor der Partie in Luzern. Und nach dem Unentschieden beim FCL meinte Petkovic: «Das Team hat einen guten Charakter gezeigt.»

Parallelen zum ersten Spiel

Gestern nun teilte Vladimir Petkovic per SMS freundlich mit, er wolle vorerst keine Auskunft zu seinem Rausschmiss in Bern geben. Für ihn hat sich auf beinahe schon wundersame Weise ein Kreis geschlossen. Die erste Partie mit den Young Boys hatte Petkovic im August 2008 in Luzern 3:0 gewonnen. Damals wie am Samstag amtierte beim FCL ein Interimstrainer: Vor bald drei Jahren war gerade Ciriaco Sforza entlassen worden, sodass Jean-Daniel Gross die Luzerner dirigierte, diesmal sass Christian Brand für Rolf Fringer auf der FCL-Bank. Und auch die Zuschauerzahl (7593 vor drei Jahren, 7586 vorgestern) unterschied sich in Petkovics erstem und letztem YB-Ernstkampf kaum. Gastspiele bei Luzern spielten für Petkovic sowieso eine entscheidende Rolle – vor fast genau einem Jahr verzockte er sich in Emmenbrücke fürchterlich. Bei idealem Verlauf des Abends hätte YB Meister werden können, Petkovic aber schonte mehrere Stammspieler, die Berner verloren beim FCL 1:5 – und wenige Tage später die Finalissima gegen Basel zu Hause 0:2.

Erfolg – und Probleme

Immerhin war Vladimir Petkovic, wie er letzte Woche stolz erklärte, zuletzt mit Abstand dienstältester Super-League-Trainer gewesen. Und er war – gemessen am Punkteschnitt pro Partie (1,97) – auch einer der erfolgreichsten YB-Trainer bisher. Zuletzt aber brachen die Young Boys regelrecht ein, die 99.Ligapartie am Samstag mit den Young Boys war die letzte für Petkovic.

Schmutzige Wäsche mag nun niemand öffentlich waschen bei den Young Boys, doch man erfuhr in letzter Zeit regelmässig Details von Petkovics Problemen bei YB. So galt der Arbeitsstil des Coachs hinter vorgehaltener Hand manchmal als diktatorisch, er hörte kaum auf Ratschläge aus dem Trainer- und Betreuerstab. Mit den Fussballern habe er zu wenig gesprochen, die zahlreichen taktischen Defizite der zuweilen jungen Spieler seien zu wenig diskutiert worden. Die meisten waren nicht mehr gut auf Petkovic zu sprechen. Auch die ungewöhnliche Dreierkette in der Abwehr war umstritten.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/26261137

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Vladimir Petkovic
 Beitrag Verfasst: Dienstag 10. Mai 2011, 11:54 
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merci vladi für deine ehrliche arbeit in bern!

:vladimir_petkovic:

frage: ich habe mal gehört, dass der klub der einen trainer aus einem laufenden vertrag in die wüste schickt nur solange verpflichtet ist eine abfindung zu bezahlen, bis dieser wieder einen neuen job hat? stimmt das?


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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Vladimir Petkovic
 Beitrag Verfasst: Dienstag 7. Juni 2011, 12:48 
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petkovic soll in der türkei beim aufsteiger samsunspor kulübü unterschrieben haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Vladimir Petkovic
 Beitrag Verfasst: Dienstag 7. Juni 2011, 14:36 
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http://de.wikipedia.org/wiki/Samsunspor

Viel Glück Petko!


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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Vladimir Petkovic
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 8. Juni 2011, 10:45 
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08.06.2011

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Zitat:
Von der Axpo Super League in die Türkei

Ehemaliger YB-Coach Vladimir Petkovic zu türkischem Aufsteiger

Der bei den Young Boys nicht mehr erwünschte Vladimir Petkovic setzt seine Trainer-Karriere in der Türkei fort.

Laut übereinstimmenden Medienberichten hat der 47-Jährige mit Samsunspor Kulübü einen Vertrag unterschrieben. Petkovic folgt beim Verein, der soeben in die höchste Liga seines Landes aufgestiegen ist, auf Hüseyin Kalpar, der zu Caykur Rizespor gewechselt hat.

Petkovic war bei den Young Boys vor rund einem Monat und nach knapp drei Jahren Zusammenarbeit freigestellt worden. Für die letzten Spiele der zu Ende gegangenen Meisterschaft der Axpo Super League übernahm sein Assistent Erminio Piserchia das Coaching. Nach der kurzen Sommerpause wird Christian Gross die Berner betreuen.

In der Türkei dürfte sich Petkovic Respekt verschafft haben, als er zu Beginn der vergangenen Saison mit YB in der Champions-League-Qualifikation Fenerbahce Istanbul aus dem Rennen geworfen hat.


http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/akt ... 55569.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Vladimir Petkovic
 Beitrag Verfasst: Dienstag 2. August 2011, 10:12 
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02.08.2011

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Sein Weg

Neuer Ort, alte Ideen – der frühere YB-Coach Vladimir Petkovic sucht das Glück in der Türkei

bsn. · Die Offerte kam, als Vladimir Petkovic im Auto sass. Er war mit seiner Familie auf der Heimfahrt aus Paris ins Tessin, als den ehemaligen YB-Coach die Anfrage erreichte, ob ihn der Trainerjob beim türkischen Klub Samsunspor interessiere. Warum nicht? Am nächsten Morgen flog Petkovic nach Istanbul, wo er über das Engagement beim Süper-Lig-Aufsteiger verhandelte, acht Stunden lang. Von Tee zu Tee, von Kaffee zu Kaffee, das brauche Zeit, sagt Petkovic. Tags darauf folgte Teil 2 des Kennenlernens: ein einstündiger Flug ostwärts, nach Samsun, einer Stadt am Schwarzen Meer. Danach unterschrieb Petkovic einen Zweijahresvertrag.

Im türkischen Fussball würden Trainer euphorischer geheuert und eiliger gefeuert als anderswo, heisst es. Petkovic soll im Land seit 2010 ein Begriff sein, als er mit YB überraschend Fenerbahce bezwang. Er fürchtet die Launen des Geschäfts nicht, «man sollte nicht zu viel nachdenken, der Job birgt Risiken». Als Dolmetscher und Assistent steht Serdar Dayat zur Seite, der in Ankara einst dem Deutschen Thomas Doll half. Der Aufstieg Samsunspors überraschte im Mai sogar das Umfeld, der neue Präsident ist erst seit Juni im Amt. Für Aussenstehende mag die Situation wirr wirken, doch Petkovic spricht, als habe er alles im Griff. Geld sei kein Problem, sagt er, hinter dem neuen Präsidium stünden Personen mit Kapital; eine Verbindung soll via Schokoladenindustrie in die Schweiz führen. Zur Frage nach der Budgethöhe sagt Petkovic: «Über 20 Millionen Euro sollten es sein.» Mit anderen Worten: Die finanziellen Möglichkeiten scheinen verhandelbar.

Zuletzt engagierte Petkovic Spieler aus Holland und Portugal, vom FC Sion verpflichtete er Alvaro Dominguez. Petkovic kommt entgegen, dass der Ligastart wegen befürchteter Manipulationen in den September verschoben worden ist; so bleibt mehr Zeit für die Kaderzusammenstellung. Doch etwas ist schon gewiss: Petkovic geht seinen Weg und setzt erneut auf das 3:4:3-System, das in Bern Garant für Spektakel und Kritik war. Nachdem er mit YB den Meistertitel 2010 verspielt hatte, kam der kroatisch-schweizerische Doppelbürger kaum mehr aus der Schusslinie; im Mai 2011 entliessen ihn die Berner. Petkovic scheint für die YB-Chefs Verständnis aufzubringen: «Sie wollten nicht wieder mit Zweifeln in die neue Saison gehen.» In Bern heisst es, Petkovic sei zu stur gewesen; er entgegnet: «Ich hätte noch sturer sein müssen. Ich habe meine Ideen, dazu stehe ich.»

Petkovic erzählt von Samsunspor-Spielern, die sich auf Youtube YB-Partien mit dem 3:4:3-System angeschaut hätten – sie seien begeistert gewesen. Der Trainer wiederum versteht schon ein paar Brocken Türkisch und weiss, was das oft gehörte «yavas yavas» heisst: langsam, langsam. Es gefällt ihm nicht. Denn wenn's zu langsam geht mit Fortschritten, werden rasch Gründe für Misserfolg gesucht. Und im Bedarfsfall orten sicherlich auch Türken im 3:4:3-System den Hort des Bösen.

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Vladimir Petkovic
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 15. September 2011, 10:08 
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15.09.2011

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«Fussball wird sehr emotional gelebt»

22 neue Spieler und ein verspäteter Ligastart: Den Ex-YB-Trainer Petkovic erwartete im türkischen Samsun schon allerlei Unvorhergesehenes.

Vladimir Petkovic ist in aufgeräumter Stimmung, als er dem «Bund» zwischen zwei Trainings telefonisch Auskunft gibt über die ersten Monate bei Samsunspor Kulübü. «Mir geht es sehr gut. Das Wetter ist perfekt: 28 Grad, keine Wolke am Himmel. Gestern, als wir trainingsfrei hatten, war ich den ganzen Tag am Strand», berichtet der 48-jährige aus Samsun am Schwarzen Meer, wo er seit Anfang Juli tätig ist. Der Einstand in der türkischen Meisterschaft ist Petkovic geglückt. Samsunspor gewann das erste Heimspiel gegen Gençerbirligi 3:2. Unter die Torschützen reihten sich Álvaro Dominguez, der zuletzt für Sion spielte, und der Ex-Mainzer Aristide Bancé.

Vladimir Petkovic, wie haben Sie die Premiere in der Süper Lig erlebt?
Es war ein sehr aufregendes Spiel. Wir gingen schnell 3:0 in Führung, kontrollierten den Gegner eine Stunde lang, ehe wir nach dem ersten Gegentor etwas den Faden verloren. Das hängt wohl auch damit zusammen, dass das Team noch nicht gefestigt ist.

Wieso nicht? An der Vorbereitungszeit kann es nicht gelegen haben. Die war wegen der mehrwöchigen Verschiebung des Saisonstarts so lange wie nie in den letzten Jahren.
Bei Samsunspor ist in den letzten zwei Monaten etliches umstrukturiert worden. Mehr als die Hälfte der Aufstiegsmannschaft hat den Klub verlassen, 22 neue Spieler sind gekommen. 10 der 22 sind von unserem neuen Sportdirektor Adnan Sezgin erst unmittelbar vor Ablauf der Transferfrist am 5. September verpflichtet worden. Deshalb musste ich letzte Woche viel improvisieren.

Wieso hat Samsunspor Sezgin erst kurz vor dem Saisonstart angestellt?
Das ist Teil der Professionalisierung, die der Präsident von Samsunspor nach der Rückkehr in die Süper Lig vorantreibt. Sezgin, der bis im Frühling bei Galatasaray als Generaldirektor gearbeitet hat, soll die Voraussetzungen schaffen, damit sich der Klub in der vorderen Hälfte der obersten türkischen Liga etabliert.
Hatten Sie etwas zu sagen zu den «Last Minute»-Transfers?
Nicht viel. Sezgin hat mir gesagt, dass etliche unserer Spieler qualitativ nicht genügten. Dann ist er – mit dem Segen des Präsidenten wohlverstanden – auf Einkaufstour gegangen.

Ist das nicht frustrierend für Sie?
Nein. Ich bin froh, habe ich einen Sportdirektor zur Seite, der mit den Gepflogenheiten des Geschäfts bestens vertraut ist und mir den Rücken stärkt. Vor Sezgins Ankunft geschah bei Samsunspor vieles eher zufällig.

Der türkische Fussball ist in diesem Sommer von einem grossen Wettskandal erschüttert worden, in den unter anderen Meister Fenerbahçe Istanbul verwickelt ist. Wegen der umfangreichen Untersuchungen startete die Saison erst am 9. September. Wie haben Sie mit Ihrem Team die Wartezeit überbrückt?
Die Vorbereitung war für alle sehr anstrengend. Wir hatten unsere Form für den 5. August terminiert, als die Süper Lig beginnen sollte. Nach der Verschiebung mussten wir eine Erholungsphase einschalten, ehe wir den Motor ein zweites Mal hochfahren konnten. Hinzu kommt, dass viele Trainings ohne Ernstkämpfe eine mentale Herausforderung sind für Spieler und Betreuerstab. Ich bin froh, ist unter diesen schwierigen Umständen der Start gut gelungen.

Wie stark stufen Sie Ihre Mannschaft ein?
Das ist schwierig zu sagen. Was ich weiss: Mit 25 bis 30 Millionen Euro hat Samsunspor das zweitkleinste Budget der Liga. Für diese Saison lautet die Zielsetzung: Ligaerhalt. Mittelfristig sind die Ambitionen aber höher. Der Präsident möchte gerne in der Europa League spielen.

Sie haben Ihren Erfahrungsrucksack schon ordentlich füllen können innert kürzester Zeit?
Das kann man sagen. Ich habe hier Dinge erlebt, mit denen ich in der Schweiz nie konfrontiert worden wäre.

Wie erleben Sie den Fussball in der Türkei?
Er wird sehr emotional gelebt, im positiven wie im negativen Sinn. Die Türken identifizieren sich viel stärker mit dem Fussball als die Schweizer.

Wie ist Ihr Verhältnis zur Presse, die als nicht gerade zimperlich gilt?
Bis jetzt habe ich keine negativen Erfahrungen gemacht. Das Interesse ist sehr gross. In jedem Training sind sieben bis acht Journalisten und Fernsehleute. Auch das zeigt, wie hoch der Stellenwert des Fussballs hierzulande ist.

Wie gut sprechen Sie schon Türkisch?
Noch nicht mehr als einige Worte. Ich habe einen Dolmetscher, der mir alles auf Deutsch übersetzt. Zudem sprechen einige meiner Spieler Deutsch, Französisch oder Italienisch. Das hilft mir, um zu überleben. (Lacht.)

Haben Sie noch Zeit, den Schweizer Fussball zu verfolgen?
Ich verfolge ihn sehr intensiv. Von YB habe ich fünf Partien am TV gesehen.

Wie beurteilen Sie die Entwicklung der Berner?
Ich möchte keine Aussage dazu machen. Ich habe gute Erinnerungen an YB. Wir haben in der vorletzten Saison 77 Punkte geholt, viele spektakuläre Spiele gezeigt, viele Tore geschossen, in Europa mitgespielt. Ich erinnere daran, dass wir in den drei Jahren, in denen ich YB coachte, im Durchschnitt zwei Punkte erzielten. Das ist ein stolzer Wert.

Wenn Sie mit Samsunspor eine solche Quote erreichen, dann . . .
. . . sind wir nächste Saison im Europacup dabei. (Lacht.)


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Fu ... y/26505042

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Vladimir Petkovic
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 15. September 2011, 14:58 
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der start ist vladi in der der türkei schon mal ganz gut gelungen.


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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Vladimir Petkovic
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 9. November 2011, 18:21 
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09.11.2011

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Petkovics neuer, hektischer Alltag

Fussball · Vladimir Petkovic besitzt einen guten Ruf als Offensivtrainer. Beim türkischen Aufsteiger Samsunspor aber kämpft der frühere YB-Coach jetzt gegen die Relegation.

Den Humor hat Vladimir Petkovic nicht verloren. Seine Anstellung als YB-Trainer verlief ja teilweise turbulent, auch das Verhältnis zu den Medien war am Ende nicht frei von Reibereien. Und jetzt sagt er zum Journalisten aus Bern lachend: «Ach, drei Monate hier sind wie drei Jahre bei YB.» In der Hafenmetropole Samsun am Schwarzen Meer arbeitet Petkovic seit diesem Sommer. Er hat sein Engagement mitten im grössten Chaos der türkischen Fussballgeschichte angetreten. Die schmutzige Skandalstory um korrupte Machenschaften und verschobene Fussballspiele, gekaufte Schiedsrichter und bestochene Fussballer unterhält die türkische Öffentlichkeit seit Monaten. «Hier läuft vieles ein wenig anders», sagt Petkovic. «Aber unser Verein ist ja von diesem Theater nicht gross betroffen.»

Wertvolle Erfahrung

Einen Zweijahresvertrag hat Petkovic bei Samsunspor unterschrieben. Eine Arbeitsplatzgarantie ist das im hektischen türkischen Fussball nicht, es ist eine All-inclusive-Garantie auf Abenteuer, Stress und Nerventest. Immerhin: Den Lohn hat Petkovic bisher pünktlich erhalten. Aber im Klub tobt ein Machtkampf, Vorstandsmitglieder sind zerstritten, und es fällt Petkovic nicht immer leicht, den Überblick zu behalten. «Kurz vor Saisonstart, der wegen der Korruptionsaffäre ja um mehrere Wochen verschoben worden war, kam zum Beispiel ein neuer Direktor und brachte gleich neun Spieler mit», erzählt er.

Es ist eine verrückte Anekdote aus dem neuen Leben des Trainers, der von August 2008 bis Mai 2011 bei YB arbeitete. Petkovic wurde mit den Young Boys zweimal Zweiter, einmal fast Meister (0:2 in der Finalissima 2010 gegen Basel), einmal fast Cupsieger (2:3 nach 2:0-Führung im Final 2009 gegen Sion), führte den Klub im Sommer 2010 beinahe in die Champions League und kurz darauf in die Europa League. Von der Super League ist Petkovic in der Süper Lig gelandet, sein Klub ist nicht mehr Titel- sondern Abstiegskandidat, aber er beklagt sich nicht: «Manchmal herrscht hier das nackte Chaos. Doch es ist eine interessante Herausforderung und wertvolle Erfahrung, mit so vielen Mentalitäten und Nationalitäten zu arbeiten.» In seinem neuen Berufsumfeld sei alles sehr emotional, sagt Petkovic. «Nach einem Sieg bist du der König, nach einer Niederlage hast du alles falsch gemacht.» Erst im Sommer stieg Samsunspor nach fünf Jahren in der Zweitklassigkeit wieder auf – und von Petkovic wird nun gefühlt der Durchmarsch in den Europacup erwartet. Mindestens. Aber nach 10 Runden steht Samsunspor mit 8 Punkten nur auf dem zweitletzten Platz, am Freitag resultierte im Heimspiel gegen den abgeschlagenen Letzten Ankaragücü (erst 2 Zähler) nach 2:0-Führung bloss ein 2:2-Remis.

Mehr Masse als Klasse

Petkovic steht ein breites Kader mit 30 Fussballern zur Verfügung, aber Masse dominiert Klasse. Einige der bekanntesten Akteure wie der frühere Bundesligaspieler Selim Teber (Kreuzbandriss) laborieren an Verletzungen. Auch der beste Stürmer, der kraftvolle, einstige Mainz-Torjäger Aristide Bancé, ist selten fit. Als wichtigste Kräfte bezeichnet Petkovic den brasilianischen Abwehrchef Andre Bahia, jahrelang bei Feyenoord, sowie den zentralen Aufbauer Michael Fink aus Deutschland. Der Kolumbianer Alvaro Dominguez, bei Sion früher ein prächtiger Spektakelmacher, fällt derweil regelmässig angeschlagen aus.

Und so experimentiert Petkovic munter in seinem Multikultikader, das er auf Deutsch und mit Dolmetscherhilfe unterrichtet. Er hat noch keine Zeit gehabt, seine berühmte Abwehrdreierkette zu installieren. «Jetzt zählen nur Resultate», sagt der 48-Jährige. Viele Niederlagen kann er sich kaum mehr leisten. Seine Frau ist jedenfalls nicht in das riesige Appartement am Hafen gezogen. Sie lebt weiter im Tessin und ist wie die beiden Töchter oft zu Besuch. Zumindest Geniesser Petkovic hat am Leben in der Türkei Gefallen gefunden: «Das Wetter ist wunderbar und das Essen ausgezeichnet.» Fabian Ruch

Vladimir Petkovic Viel Spektakel bei YB – aber kein Titel

Vladimir Petkovic ist auch in der Türkei ausgezeichnet über die Super League informiert. Er liest im Internet täglich mehrere Schweizer Zeitungen und verfolgt auch die Berner Presse genau. «YB wird immer in meinem Herzen sein», sagt Petkovic. «Ich habe in Bern insgesamt eine gute Zeit erlebt und tolle Freundschaften geknüpft.» Wenn es die Zeit zulässt, verfolgt Petkovic über Livestream im Internet sogar die Partien der Young Boys – so sah er auch die 0:1-Niederlage der Berner am Sonntag bei Aufsteiger Servette. «Die Ansprüche bei YB sind immer sehr hoch», sagt Petkovic, «und wenn es nicht läuft,hat es jeder Trainer schwer.» Einen öffentlichen Kommentar über die harzige YB-Spielweise unter seinem Nachfolger Christian Gross lässt sich Petkovic nicht entlocken. Aber dem 48-Jährigen ist nicht entgangen, wie zahlreiche Fans und Beobachter von YB auf einmal mit Wehmut an die Zeit zurückdenken, als Petkovic die Young Boys trainierte. «Ich glaube, die Leute kamen bei uns gerne ins Stadion», sagt Petkovic. «Wir spielten nach vorne und versuchten auch auswärts immer, das Spiel zu gestalten.»

Im Rückblick fallen Beurteilungen ja oft milder und positiver aus. Und so sagt Vladimir Petkovic: «Ich verspüre keinen Zorn, weil ich bei YB im Frühling entlassen wurde. Im Gegenteil, ich bin stolz, durfte ich für diesen grossen Verein arbeiten.» Er denke gerne an die Jahre im Stade de Suisse zurück. Bei YB habe er deutlich stärkere Fussballer zur Verfügung gehabt als jetzt bei Samsunspor, sagt Petkovic. «Wir hatten in Bern wirklich eine sehr gute Mannschaft. Es ist bloss schade, hat es mit einem Titel so knapp nicht geklappt.» Vladimir Petkovic liess YB grösstenteils in einem spektakulären 3-4-3-System agieren – und stellte sein Team auch in Europacup-Auswärtspartien offensiv ein und auf. «Wir waren relativ erfolgreich», sagt Petkovic. «Aber den Cupfinal 2009 gegen Sion hätten wir nach der 2:0-Führung niemals verlieren dürfen.» Und er ärgere sich immer noch über die verpasste Meisterschaft vor eineinhalb Jahren im Duell mit Basel – nach grossem Vorsprung. «In der Finalissima gegen den FCB spielten wir nicht gut», sagt Petkovic, «aber wäre alles normal gelaufen, hätten wir da längst Meister sein müssen.» Der Abgang des starken Verteidigers Saif Ghezal in der Winterpause sei damals hart gewesen. «Es gab leider auch sonst einige Unruhe bei uns», sagt Vladimir Petkovic. «Und das war bitter. Wir hätten den Titel verdient gehabt, denn wir waren in dieser Saison insgesamt das beste Team.»

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Vladimir Petkovic
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 25. Januar 2012, 13:24 
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24.01.2012

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Eklat bei Kulübü Samsunspor

Ex-YB-Trainer Vladimir Petkovic entlassen

Vladimir Petkovic ist per sofort nicht mehr Trainer von Samsunspor. Der ehemalige YB-Coach muss in der Türkei seine Koffer packen.

Bittere Pille für Vladimir Petkovic: Nach seiner Entlassung bei den Young Boys im Mai 2011 muss er, kein Jahr später, erneut seinen Trainersessel räumen. Und das, obwohl der 48-Jährige das letzte Meisterschaftsspiel am Samstag 2:0 gewann.

Der gebürtige Bosnier wird beim türkischen Aufsteiger Samsunspor entlassen. Mit Petkovic müssen laut Vereinsseite auch der Konditionstrainer und ein Staff-Mitarbeiter den Verein verlassen. Sein bisheriger Co-Trainer Burak Dilmen übernimmt das Amt des Chef-Coachs.

Samsunspor belegt in der Süper Lig nach 21 Spielen mit 16 Punkten nur den zweitletzten Tabellenplatz. Die Bilanz von Petkovic: elf Niederlagen, sieben Remis und lediglich drei Siege.


http://www.blick.ch/sport/fussball/inte ... sen-192862

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