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 Betreff des Beitrags: Re: (9) Marco Schneuwly
 Beitrag Verfasst: Freitag 9. Dezember 2011, 13:16 
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Thun denkt an Marco Schneuwly

Frohe Weihnachten oder nicht? Für YB und Thun steht morgen zum Abschluss der Vorrunde sehr viel auf dem Spiel.

Eine Niederlage gegen den kleinen Kantonsrivalen würde die Sinnkrise bei den Young Boys weiter vertiefen. Der selbsternannte Titelanwärter ist in den vergangenen Wochen sowieso schon oft aus den Fugen und «Meister-Traktanden» gefallen.

Auf der Gegenseite geraten die Thuner immer weiter in die Abstiegs­zone. «Das Derby ist sehr wichtig. Für uns ist es besser, wenn wir Punkte holen. Sonst überwintern wir mit viel Druck und Unsicherheit», sagt Andres Gerber. Der Thuner Sportchef wehrt sich jedoch dagegen, dass sich das Team auf einer Talfahrt befinde. «Wenn wir die Vorrunde als Ganzes betrachten, verlief sie für uns zufriedenstellend. Nur weil wir zu Beginn einen Höhenflug hatten, erscheint jetzt der Eindruck einer Talfahrt. Es gilt aber beides zu relativieren.»

Trotzdem wollen sich die Berner Oberländer für die Rückrunde wappnen. «Wir suchen einen Stürmer», so Gerber. Die 35-jährigen Milaim Rama und Mauro Lustrinelli sollen entlastet werden. Eine Möglichkeit wäre Marco Schneuwly (26). «Dass wir ihn gerne hätten, ist kein Geheimnis.»

Der Freiburger spielt bei YB unter Christian Gross nur selten und dürfte nach der Pause, wenn auch die Berner Zuzüge in der Offensive getätigt haben, noch weniger Kredit geniessen.
Kein Thema in Thun ist Mario Raimondi. Der Oberdiessbacher erhielt zuletzt mehrmals von Gross nicht einmal ein Aufgebot. «Liebend gern hätte ich ihn zurück in Thun», sagt Gerber, «aber nicht im Moment. Wir haben auf seiner Position genügend Alternativen.»


http://www.20min.ch/sport/fussball/story/27387894

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 Betreff des Beitrags: Re: (9) Marco Schneuwly
 Beitrag Verfasst: Montag 23. Januar 2012, 17:43 
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Marco Schneuwly von YB zu Thun

Stürmer Marco Schneuwly verlässt die Berner Young Boys und schliesst sich per sofort Kantonsrivale Thun an. Der 26-Jährige unterschrieb im Berner Oberland einen Vertrag bis 2014 und wird im neuen Team wieder mit seinem Bruder Christian zusammen spielen.

Die Young Boys entsprachen mit der Freigabe dem Wunsch Schneuwlys, der seit 2004 bei YB unter Vertrag stand. Er folgt seinem Bruder Christian, der im letzten Sommer den gleichen Weg von YB nach Thun gegangen war.

Kein Stammplatz mehr

Marco Schneuwly erzielte in 106 Spielen für die Young Boys 18 Tore. In der aktuellen Saison war der Stürmer bei YB oft nicht mehr erste Wahl und kam in der Herbstrunde nur in 8 Spielen zum Einsatz.


http://www.sport.sf.tv/Nachrichten/Arch ... YB-zu-Thun

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 Betreff des Beitrags: Re: (9) Marco Schneuwly
 Beitrag Verfasst: Dienstag 24. Januar 2012, 11:20 
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Zu Bruder Christian

YB-Stürmer Schneuwly nach ThunJetzt ist es definitiv: YB-Stürmer Marco Schneuwly wechselt zum FC Thun.

Marco Schneuwly (26) wechselt mit einem Vertrag bis Sommer 2014 von YB zum FC Thun. Dort trifft der Stürmer auf seinen jüngeren Bruder Christian (23), der leihweise im Berner Oberland spielt.

Schon vor der Saison stand der U17-Europameister von 2002 kurz vor einem Wechsel zu Thun. Damals machte sich YB-Trainer Christian Gross aber für einen Verbleib des bulligen Stürmers stark.

In dieser Saison kam der Fribourger in der Super League nur zu acht Einsätzen und erzielte dabei einen Treffer. An Mayuka und Ben Khalifa kam Schneuwly nicht vorbei.

Am Sonntag spielte Schneuwly noch eine Halbzeit gegen den ukrainischen Spitzenverein Dynamo Kiew. Bereits heute fliegt er ab Malaga zurück in die Schweiz.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... hun-192707

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 Betreff des Beitrags: Re: (9) Marco Schneuwly
 Beitrag Verfasst: Dienstag 24. Januar 2012, 11:31 
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«Dank Schneuwly haben wir plötzlich ein Luxusproblem»

Thuns Sportchef Andres Gerber äussert sich im Interview hocherfreut über die Verpflichtung von Marco Schneuwly. Nach dem Zuzug des Freiburgers haben die Thuner im Angriff nun beinahe ein Überangebot.

Der Transfer Marco Schneuwlys von den Young Boys zum FC Thun wurde endlich Tatsache. Warum hat es so lange gedauert?
Andres Gerber: Das Problem war, dass Marco bei YB noch einen Vertrag bis im Sommer 2012 hatte. Solange die Young Boys ihn nicht freigaben, waren uns die Hände gebunden. Wir waren schon lange an seiner Verpflichtung interessiert, und auch der Spieler wollte zu uns. Wir sind froh, dass es nun geklappt hat.

Sie haben den 26-Jährigen als Wunschspieler bezeichnet. Zuletzt hat er aber bei YB nicht mehr allzu oft gespielt. Wie kann er Ihrem Team helfen?
Marco ist nicht nur ein guter Fussballer, sondern er passt auch menschlich gut zu uns. Wir wollen beim FC Thun keine Stars; es ist das Kollektiv, das uns auszeichnet. Klar sind die fussballerischen Fähigkeiten wichtig, entscheidender für mich ist aber, dass ein Spieler gut ins Team passt. Ich bin mir sicher, dass er sich rasch integrieren und uns mit Toren weiterhelfen wird.

Mit Christian Schneuwly spielt bereits Marcos Bruder beim FC Thun: Denken Sie, dass die Wiedervereinigung der beiden Brüder Christian beflügeln wird?
Dass «Chrigu» bei uns im Kader ist, ist dabei sicherlich kein Nachteil. Schlechter spielen wird er nach der Verpflichtung seines Bruders vermutlich nicht (schmunzelt). Dass Christian allerdings noch dominanter auftreten wird als in der Hinrunde, glaube ich kaum. Das ist nämlich fast nicht möglich.

Was bedeutet der Zuzug Schneuwlys für die anderen Stürmer? Wer muss nun in den sauren Apfel beissen?
Der Konkurrenzkampf im Angriff ist jetzt in der Tat enorm gross. Mit Lustrinelli und Rama haben wir zwei arrivierte Stürmer, bei denen wir wissen, was wir an ihnen haben. Und mit Neuzugang Fabiano und Lezcano, der auch als Stürmer eingesetzt werden kann, haben wir verschiedene Optionen. Wir haben plötzlich ein Luxusproblem. Schneuwly hat allerdings keine Stammplatzgarantie, auch er wird sich erst beweisen müssen. Allerdings wird er bei uns etwas länger Zeit dazu haben, als er dies in Bern hatte.

Was ist für den FC Thun möglich in dieser turbulenten Spielzeit? Mit dem Abstieg wird man ja jetzt wohl nichts mehr zu tun haben…
Es ist tatsächlich so, dass wir nach vorne schauen, uns nach oben orientieren wollen. Vor Saisonbeginn hätte ich nicht damit gerechnet, dass wir in der Winterpause auf dem 5. Tabellenrang stehen. Trotzdem dürfen wir aber nicht vergessen, dass wir das zweitkleinste Budget der Liga haben. Wenn sich zwei, drei wichtige Spieler verletzen, haben wir nicht immer die Möglichkeit, diese adäquat zu ersetzen. Wir dürfen optimistisch, müssen aber auch realistisch sein.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/26345014

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 Betreff des Beitrags: Re: (9) Marco Schneuwly
 Beitrag Verfasst: Dienstag 24. Januar 2012, 11:33 
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Die Brüder Schneuwly sind wieder vereint

Marco Schneuwly wechselt per sofort von den Young Boys zum FC Thun. Der Stürmer war unter Christian Gross meistens nur dritte Wahl.

Was im Frühsommer 2011 noch im letzten Moment scheiterte, hat nun im zweiten Anlauf geklappt: Marco Schneuwly trägt ab sofort den Dress des FC Thun. Gestern gaben die beiden Vereine bekannt, dass der Freiburger in den nächsten Tagen bei den Thunern einen Vertrag bis Sommer 2014 unterschreiben wird. Eigentlich handelt es sich um eine reine Vollzugsmeldung, denn YB hatte seit längerem signalisiert, man lasse Schneuwly ziehen, sobald genügend neue Stürmer vorhanden seien. Nach aktueller Lesart handelt sich dabei um den Venezolaner Josef Martinez und Michael Frey (U-21).

Marco Schneuwly genoss bei Trainer Christian Gross, der Anfang Saison auf ihn setzte, bald kein grosses Vertrauen mehr. Der Zürcher gab sein Vertrauen stattdessen Mayuka und Ben Khalifa. Für Schneuwly war es eine frustrierende Erfahrung. Dennoch liess er sich nicht hängen, kämpfte und rackerte im Training unverdrossen weiter. Etwas anderes hätte auch nicht zum vorbildlichen Profifussballer gepasst.

«Ich freue mich auf Neuanfang»

Schneuwly sagt rückblickend: «Vom sportlichen Standpunkt her blicke ich auf ein verlorenes halbes Jahr zurück.» Deshalb fällt ihm der Abschied von YB, wo er seit 2002 unter Vertrag stand, auch nicht allzu schwer: «Ich freue mich auf den Neuanfang beim FC Thun.» Dort trifft der bald 27-Jährige auf etliche vertraute Gesichter. Allen voran auf seinen jüngeren Bruder Christian, der auf die laufende Saison hin leihweise zu den Oberländern wechselte. Regen Kontakt pflegt Marco Schneuwly auch mit Marc Schneider, den er wie Enrico Schirinzi, Dennis Hediger und Thomas Reinmann aus gemeinsamen YB-Zeiten kennt.

Schneuwly war 17-jährig, als er bei YB seinen ersten Vertrag unterschrieb. Die ersten zwei Saison verbrachte er bei der U-21-Auswahl, wo ihm in 41 Meisterschaftspartien beachtliche 27 Tore gelangen. Es folgten zwei mässige Saisons in der ersten Mannschaft. Der Durchbruch gelang dem Wünnewiler erst nach Lehr- und Wanderjahren beim damaligen Challenge-League-Vertreter Sion und dem SC Kriens. Unter Trainer Martin Andermatt durfte sich Marco Schneuwly erstmals Stammspieler nennen. Seine statistisch beste Saison erlebte er 2008/2009 (32 Partien/9 Tore). In der Spielzeit 2009/2010 bildete Schneuwly zusammen mit Doumbia und Regazzoni ein starkes Sturmtrio – bis ihn Ende November 2009 eine schwere Verletzung stoppte. Nach dem Kreuzbandriss schaffte er es nicht mehr, sich über längere Zeit einen Stammplatz zu erobern.

Gerber: «Gehen kein Risiko ein»

Gestern verabschiedete sich Marco Schneuwly von seinen alten Teamkollegen, mit denen er in Südspanien im Trainingslager weilte. Heute bestreitet der Angreifer bereits das erste Training für seinen neuen Arbeitgeber. Thun-Sportchef Andres Gerber lobt die Neuverpflichtung in den höchsten Tönen: «Mit der Verpflichtung von Marco Schneuwly gehen wir kein Risiko ein. Er passt sportlich und menschlich ausgezeichnet zu uns.» Mit der Ankunft des Freiburgers verschärft sich der Konkurrenzkampf im Angriff. Um einen Platz streiten sich nunmehr Mauro Lustrinelli, Milaim Rama, der Brasilianer Fabiano und der ältere Schneuwly.

http://www.derbund.ch/sport/fussball/Sc ... y/19972862

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 Betreff des Beitrags: Re: (9) Marco Schneuwly
 Beitrag Verfasst: Dienstag 24. Januar 2012, 11:35 
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Schneuwly sah bei YB keine Perspektiven mehr

YB-Stürmer Marco Schneuwly geht künftig für den FC Thun auf Torjagd. Der 26-Jährige reiste am Montagmorgen aus dem Trainingslager in Spanien ab.

Der Wechsel des YB-Stürmer hatte sich abgezeichnet. Allerdings ging man davon aus, dass Schneuwly die Young Boys erst verlässt, wenn diese einen neuen Stürmer verpflichtet haben.

Nach eingehender Analyse der Situation sei man zum Schluss gekommen, dem Wunsch des verdienstvollen Spielers zu entsprechen und ihn trotz Vertrags bis im Sommer ziehen zu lassen, schreibt YB am Montagmorgen in einer Mitteilung.

YB-Urgestein

In der ersten Meisterschaftshälfte brachte es der 26-jährige Stürmer nur auf 298 Minuten Einsatzzeit, verteilt auf acht ASL-Partien. Marco Schneuwly hat mit zwei Ausnahmen (Kriens, Sion) seit 2002 stets für YB gespielt.

Mit Mayuka (derzeit am Afrika-Cup), Ben Khalifa, dem aus Venezuela gekommenen Martinez und Nachwuchsspieler Frey stehen derzeit vier gelernte Angreifer im Kader. YB bemühe sich weiterhin um Verstärkung, die jedoch sportlich, menschlich und finanziell passen müsse.

Schneuwly-Brüder wieder vereint

Marco Schneuwly verabschiedet sich bereits heute Montag von seinen Teamkollegen im Trainingslager und reist nach Bern zurück. Der 26-Jährige unterschreibt bei Thun einen Vertrag bis Sommer 2014, die Höhe de Ablösesumme wollen die beiden Vereine nicht bekanntgeben.

Wie der FC Thun mitteilt, wird Schneuwly bereits am Dienstag in Thun trainieren. Für Sportchef Andres Gerber handle es sich um einen Wunschtransfer: «Es ist kein Geheimnis, dass wir uns um Marco Schneuwly bemüht haben. Er passt sportlich und menschlich ausgezeichnet in unser Team. Es war auch der Wunsch des Spielers, zum FC Thun zu wechseln. Wir freuen uns, mit den beiden Brüdern Christian und Marco in die Rückrunde starten zu können.»

Christian Schneuwly, der seine Profikarriere ebenfalls in der Stadt Bern begonnen hatte, wechselte bereits im letzten Sommer leihweise von YB zu Thun. Mit vier Treffern war der bald 24-jährige Freiburger in der Hinrunde gemeinsam mit Mauro Lustrinelli und dem zu Basel gezogenen Stephan Andrist bester Thuner Torschütze.

Ein neues Kapitel

Marco Schneuwly selbst sagte gegenüber der Berner Zeitung, dass für ihn nach 9,5 Jahren ein neues Kapitel anfange. Er freue sich auf die besseren Perspektiven, «diese sind bei YB nicht mehr vorhanden gewesen».

Wie Schneuwly weiter berichtet, erwarte ihn in Thun keine vollkommen neue Welt, er kenne ja bereits die halbe Mannschaft. Natürlich freue er sich auch, wieder mit seinem Bruder zusammenspielen zu können.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/26117737

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 Betreff des Beitrags: Re: (9) Marco Schneuwly
 Beitrag Verfasst: Montag 13. Mai 2013, 16:25 
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12.05.2013

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Der neu entdeckte Spass

Der 28-jährige Stürmer Marco Schneuwly erlebt beim FC Thun die persönlich beste Saison seiner Laufbahn

THUN Als Urs Fischer im Januar seine Trainerstelle in Thun antrat und als Erstes eine Auslegeordnung machte, fragte er bald: «Und wer erzielt eigentlich die Tore für uns?» Auf der Suche nach einer Antwort befasste er sich natürlich mit der Offensivabteilung, vor allem auch mit Marco Schneuwly, von dem er wissen wollte, was er an Massnahmen wünsche, um zu alter Stärke zurückzufinden. «Spezifische Trainings wären hilfreich», antwortete Schneuwly – und bekam, was er wollte. Er übte fortan Abschlüsse in allen Variationen, stundenlang, oft machte er das abseits des Mannschaftstrainings.

Die Fleissarbeit hat sich ausbezahlt. «Die Verkrampfung ist gelöst», stellt Fischer mit Genugtuung fest. Elf Tore und drei Vorlagen sind eine bemerkenswerte Zwischenbilanz und eine Quote, wie es sie in Schneuwlys Karriere noch nie gab. Allein in den letzten sieben Runden traf er sieben- mal. Dafür findet Fischer eine simple Erklärung: «Ein Stürmer lebt zu einem grossen Teil auch von seinem Selbstvertrauen. Erzielt er Tore, funktioniert vieles wie von allein.»

Seine Idole hiessen Romario, Bebeto und Ronaldo

Eine Auszeit nahm Schneuwly an Auffahrt bei Servette – und prompt verloren die Thuner erstmals nach sechs Runden 0:2. «Es klingt simpel, aber mein Auftrag besteht darin, Tore zu erzielen», sagt der 28-Jährige, «wenn es gelingt, geht es uns allen gut.»

Wäre in seiner Karriere alles nach Plan gelaufen, würde Schneuwly heute für die Young Boys stürmen. Der Freiburger wuchs in Wünnewil auf, seine Idole hiessen Romario, Bebeto und Ronaldo, die brasilianischen Zauberer. Und der Club seines Herzens war Dortmund mit Stéphane Chapuisat. Schneuwly war Junior bei Wünnewil, Düdingen und Fribourg, und wo er auftauchte, waren seine Brüder Christian und Lukas selten weit. Der eine steht heute bei YB unter Vertrag, der andere, Lukas, ist Offensivkraft vom Erstligisten Düdingen.

2002 fand Marco Schneuwly zu YB, und Sportchef Fredy Bickel glaubte, das könnte einer werden wie der Deutsche Horst Hrubesch, ein kräftiger Stürmer mit Vorlieben für Kopfball. Schneuwly schloss seine Ausbildung zum Maschinenzeichner ab, stieg 2005 als 20-Jähriger zu den Profis auf, verbrachte fussballerische Lehrzeit in der Challenge League bei Sion und Kriens, bevor er wieder zu den Young Boys zurückkehrte und Vladimir Petkovic begegnete, der auf ihn setzte.

Für Schneuwly war kein Platz mehr, als Bobadilla zu YB kam

Ausgerechnet im Steigflug aber passierte das verhängnisvolle Malheur: Ein Zweikampf mit dem Basler Scott Chipperfield im November 2009 endete mit einem Kreuzbandriss, und nach mehr als halbjähriger Pause tat sich Schneuwly schwer, den Anschluss wiederzufinden. Er suchte nach einer Option, um Praxis zu erhalten, und wäre sich im Sommer 2011 mit Thun einig gewesen.

Seinen Weggang aber verhinderte Christian Gross, der soeben als Trainer verpflichtet worden war. Schneuwly glaubte an eine wundersame Wende und an eine Zukunft bei YB – und erlebte eine bittere Enttäuschung. Zuerst spielte er, fand sich dann auf der Bank wieder, und als die Berner für teures Geld Raúl Bobadilla bekamen, lief Schneuwlys Zeit in Bern im Winter 2012 ab.

Darüber ist er hinweggekommen, weil er in Thun hat, was er braucht: ein harmonisches Umfeld, ein Team ohne Diven, einen Trainer, der ihn nach einem schwächeren Auftritt nicht gleich mit der Ersatzrolle abstraft. Der passionierte Golfer mit Handicap 23,6 weiss sein Leistungsvermögen realistisch einzuordnen. Er sieht in sich weder einen Messi noch einen Cristiano Ronaldo. Er ist Schneuwly, der den Traum hat, vielleicht einmal ins Blickfeld von Ottmar Hitzfeld zu geraten. Vorweisen kann er bis jetzt nur ein U-21-Länderspiel in Irland 2007.

Gerbers Lob: «Schneuwly hält sich nicht für einen König»

Thuns Sportchef Andres Gerber findet: «Wer Tore am Laufmeter erzielt und sich über Wochen in einer solchen Verfassung präsentiert, taucht automatisch im Dunstkreis der Nationalmannschaft auf. Vielleicht stolpert der Nationaltrainer einmal über den Namen Schneuwly.» Der Wert des Stürmers für Thun ist unbestritten. Und Gerber sagt über ihn: «Er hat mit seiner Postur Durchsetzungsvermögen, eine gute Nase im Strafraum, und er überzeugt mit seiner unaufgeregten Art. Er hält sich nach ein paar Toren nicht gleich für einen König.»

Bis 2014 läuft Schneuwlys Vertrag im Berner Oberland, das gibt zum einen Sicherheit. Zum andern ist das Selbstvertrauen so sehr gewachsen, dass er sich den Sprung ins Ausland auch in seinem Alter noch zutrauen würde. Er sei keiner, den schnell Selbstzweifel befielen, sagt er, «und ein Sensibelchen bin ich auch nicht». Heute schon befasst er sich aber mit dem Leben nach der Karriere. Als er noch bei den Young Boys spielte, absolvierte er die Berufsmatura.

«Ich habe gelernt, dass es im Fussball unverhofft und schnell Änderungen geben kann», sagt Schneuwly, «ich will nicht unvorbereitet in den nächsten Lebensabschnitt, und mit der Matura bieten sich Optionen.» Vorderhand aber geniesst er den Fussball, er hat in seinem achten Jahr als Profi den Spass wiederentdeckt. Daran ändert ein missratener Donnerstag in Genf nichts.

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 Betreff des Beitrags: Re: (9) Marco Schneuwly
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 10. Juli 2013, 12:53 
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Der nächste Schritt in der Karriere von Marco Schneuwly

Am Wochenende startet die Super League in die neue Saison. Marco Schneuwly steht beim FC Thun noch stärker in der Verantwortung. Der Stürmer wird wie sein Verein oft unterschätzt.

Marco Schneuwly ist jetzt Vizecaptain. Vielleicht muss man das zu Beginn dieser Geschichte erwähnen, denn Marco Schneuwly ist gerade daran, den nächsten Schritt in seiner Karriere zu machen. 28 Jahre alt ist der Fussballer mittlerweile, er ist erfahren und in wechselhaften Saisons zum Führungsspieler beim FC Thun gereift. Schneuwly selber findet, es ändere sich gar nicht so viel an seiner Rolle: «Ich war schon letztes Jahr einer der routinierten Spieler hier und habe Einfluss genommen.» Schneuwly bezeichnet sich als Teil der Thuner Achse, die bei Goalie Guillaume Faivre beginne und über Abwehrspieler Thomas Reinmann sowie Captain und Mittelfeldvorkämpfer Dennis Hediger führe und bei ihm aufhöre.

Und jetzt ist Marco Schneuwly wie Reinmann Captain-Stellvertreter, es ist eine Auszeichnung für den ruhigen Angreifer, der nun die bekannteste Figur im Thuner Kader ist. «Es ist schön, wenn sich die Medien für einen interessieren und es gut läuft», sagt Schneuwly. «Aber ich weiss das einzuschätzen. Jeder Stürmer gerät in die Kritik, wenn er zehn Spiele nicht mehr getroffen hat.»

Die Sache mit Rooney

Marco Schneuwly blickt auf das beste Halbjahr seiner Laufbahn zurück. 10 Tore erzielte der bullige Offensivspieler im Frühling, in seiner stärksten Phase waren es sieben Treffer in sechs Begegnungen. Man kann Schneuwly ja als «Phasenstürmer» bezeichnen, wenn man möchte. Wenn es ihm läuft, erzielt der Freiburger Tor um Tor in Spiel um Spiel, aber in seiner fussballerischen Biografie finden sich auch immer wieder ziemlich lange Durststrecken. So traf er beispielsweise in der letzten Vorrunde nur dreimal. «Das geht doch beinahe jedem Stürmer so», sagt Schneuwly. «Es gibt bloss eine Handvoll Weltklassestürmer, die fast in jeder Partie treffen.»

Sein Ziel sei es, konstanter zu werden. Und sein Trainer meint, wenn Schneuwly so weiterspiele wie zuletzt, würden 15 bis 20 Saisontore für ihn drinliegen. «Schneuwly ist enorm wertvoll», sagt Thuns Coach Urs Fischer. «Und er steht bei uns mit seiner Klasse jetzt noch mehr in der Verantwortung, weil wir erfahrene Spieler verloren haben.» 40 Tore hat der U-17-Europameister von 2002 in 166 Einsätzen in der Super League erzielt, es ist eine respektable, aber keine überragende Quote. Schneuwlys Karriere erhielt nach einer ausgezeichneten Vorrunde mit YB im Dezember 2009 einen heftigen Knicks, als er sich das Kreuzband riss. «Das war ein sehr bitterer Moment», sagt Schneuwly. Damals verspielten die Young Boys in der Rückrunde noch den Titel an Basel, und es gibt nicht wenige Beobachter, die behaupten, YB hätte sich mit Schneuwly nicht mehr abfangen lassen.

Auf jeden Fall hat sich Schneuwly nach seiner schweren Verletzung bei YB nicht mehr durchsetzen können, er wurde ein Opfer der teuren, gescheiterten Phase-3-Offensive in Bern. «Ich wollte es unter dem damaligen Trainer Christian Gross noch einmal versuchen, erhielt aber nicht besonders viele Einsatzgelegenheiten», sagt Schneuwly, der seit Januar 2012 in Thun spielt. Die schmeichelhafte Aussage von Gross, Schneuwly sei sein Wayne Rooney bei YB, schadete dem Angreifer. Er konnte die Erwartungen nicht erfüllen.

Das Ausland und die WM

Marco Schneuwly ist kein Weltklassestürmer bei Manchester United, aber er hat sich Stufe um Stufe zurückgekämpft. Und er hat seinen Traum von einem grossen Transfer auch mit 28 Jahren nicht aufgegeben. «Jeder Fussballspieler wünscht sich, Titel zu gewinnen oder ins Ausland zu wechseln», sagt Schneuwly. «Aber ich weiss sehr zu schätzen, was ich in Thun habe. Ich spüre hier das Vertrauen der Verantwortlichen, und das ist wichtig für mich.»

Schneuwly wird ja – wie der FC Thun – gerne unterschätzt, aber das muss kein Nachteil sein. Wenn der Stürmer so weitertrifft wie im Frühling, wird er auf einmal zum Thema für die WM 2014, sollte sich die Schweiz dafür qualifizieren. Es kann schnell gehen im Fussball. Damit mag sich der neue Thun-Vizecaptain aber noch nicht befassen. Er nimmt lieber weiter Schritt für Schritt.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/30257070

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 Betreff des Beitrags: Re: (9) Marco Schneuwly
 Beitrag Verfasst: Samstag 13. September 2014, 17:02 
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13.09.2014

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«Mein Sohn ist ein gutes Orakel»

Im Sommer ist der 29-jährige Stürmer von Thun nach Luzern gewechselt, mit den kriselnden Innerschweizern gastiert er am Sonntag bei seinem Ex-Verein YB. Der Freiburger Marco Schneuwly im Interview.

Was haben Sie am Montagabend gemacht?
Marco Schneuwly: Ich sass vor dem Fernseher, sah mir das Spiel der Schweizer Nationalmannschaft gegen England an. Weshalb fragen Sie?

Nun, die Schweiz verlor 0:2, der Offensivabteilung mangelte es an Kreativität und Effizienz. Dachten Sie nicht: Denen hätte ich helfen können?
Nein. Ich sage auch nicht, dass ich diese oder jene Chance verwertet hätte.

Mit Eren Derdiyok und Mario Gavranovic sind zwei potenzielle Nationalspieler verletzt. Hatten Sie mit einem Aufgebot gerechnet?
(überlegt) Nicht wirklich. Aber diese Frage wurde mir zuletzt mehrmals gestellt. Es hiess ja auch schon, ich sei zu alt fürs Nationalteam, was meiner Meinung nach kein Kriterium sein darf. Die Leistung zählt – aber als Spieler kann man das Aufgebot bedingt beeinflussen. Viele Faktoren entscheiden, der Trainer weiss schon, was er tut.

Sie kennen Vladimir Petkovic aus gemeinsamen YB-Zeiten...
(lacht) ja, aber das garantiert leider nichts. Natürlich würde ich sehr gerne einmal fürs Nationalteam spielen, ich war ja im Nachwuchs lange mit dabei, wurde U-17-Europameister.

Es gibt Leute, die sagen, Marco Schneuwly sei ein Stürmer ohne herausragende Qualitäten. Werden Sie gemeinhin unterschätzt?
Das kann sein, ja. Aber ich lese selten, was über mich geschrieben wird. Wenn jemand sagt, ich sei zu wenig gut, versuche ich im nächsten Spiel das Gegenteil zu beweisen. Jedes Tor kommt dann einer Genugtuung gleich. Vielleicht kriege ich zu wenig Anerkennung; aber ich habe es nicht nötig, im Rampenlicht zu stehen.

Seit Sie Vater sind, scheinen Sie lockerer geworden zu sein. Täuscht dieser Eindruck?
Seither betrachte ich gewisse Dinge ein wenig differenzierter. Nach einem schlechten Match grüble ich weniger lange als früher, mein Sohn heitert mich auf, egal, was er macht. Er ist übrigens ein ziemlich gutes Orakel.

Inwiefern?
Vor einem Spiel hatte ich ihn gefragt, ob mir ein Treffer gelingen würde. Er sagte ja – und behielt recht. Wir wiederholten das einige Male, mit ganz wenigen Ausnahmen lag er stets richtig (lacht).

Und Ihre Grossmutter zahlt Ihnen noch heute einen Fünflieber pro geschossenes Tor?
Ja, damit hat sie nie aufgehört. Schade, habe ich für diese Beiträge nie ein Konto eröffnet. Wäre doch interessant zu wissen, was sich über all die Jahre hinweg angesammelt hätte.

Mit Luzern sind Sie schlecht in die Saison gestartet. In zehn Pflichtspielen gewann der Klub nur einmal, gegen die Amateure Konolfingens. Was läuft schief?
Unsere Chancenauswertung ist schlecht. Aufwand und Ertrag stehen in keinem Verhältnis. Die Unruhe bei den Fans ist spürbar.

Im beschaulichen Thun war der Druck geringer – haben Sie den Wechsel schon bereut?
Nein! In Luzern stimmt das Paket. Thun bot mir einen Zweijahresvertrag an, in Luzern habe ich für drei Saisons unterschrieben. Hier ist alles eine Nummer grösser, die ganze Region steht hinter diesem Verein.

Ihnen läuft es hervorragend, in drei Wettbewerben haben Sie bereits neun Treffer erzielt. Dennoch meinte Sportchef Alex Frei im August, mit einem Marco Streller im Sturm stünde Luzern mit fünf Punkten mehr zu Buche.
(überlegt) Ich habe das nicht als Kritik an meiner Person verstanden. Wer möchte Marco Streller denn nicht in seinem Team haben? Ich denke, Alex Frei wollte die Offensivspieler mit seiner Aussage anstacheln.

Hat die Partie vom Sonntag in Bern gegen YB bereits wegweisenden Charakter?
Man sollte nicht schon jetzt in Panik verfallen. Wir haben zu wenig Punkte, das ist klar, wir brauchen Siege. Aber an und für sich haben wir in den letzten Wochen gut gespielt – nur die positiven Resultate fehlen, was sehr bitter ist.

Sie hatten bei YB im Nachwuchs gespielt und bestritten weit über 100 Partien für die erste Mannschaft. Pflegen Sie noch Kontakte zum Verein?
Nur mit ein paar Spielern. Christoph Spycher ist ja jetzt Experte beim Fernsehen, ihn sehe ich wieder regelmässig. Man sollte sich mit ihm gut stellen, dann drückt er in der Analyse vielleicht ein Auge zu (lacht). Natürlich sind Spiele in Bern für mich noch immer speziell, ich war ja als Kind auch YB-Fan. Spielt YB gut, ist es sehr schwierig, zu punkten.

Nicht wenige sind der Meinung, YB wäre 2010 Meister geworden, hätten Sie sich in der Winterpause nicht verletzt gehabt...
...das soll jetzt nicht überheblich klingen, aber ich kenne viele Leute, die das sagen. Sie hadern mit dieser Verletzung mindestens so sehr wie ich.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/17004929

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 Betreff des Beitrags: Re: (9) Marco Schneuwly
 Beitrag Verfasst: Samstag 5. November 2016, 22:11 
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Ex-YB-Stürmer macht Luzern glücklich

Seit Marco Schneuwly beim FCL spielt, hat er seine Torquote fast verdoppelt. Am Sonntag (16.00 Uhr) tritt er gegen die Young Boys an, gegen die er zuletzt immer getroffen hat.

Marco Schneuwly liest einiges von dem, was über ihn geschrieben wird, in Zeitungen und auf Online-Plattformen. Letzte Woche rechnete die «Luzerner Zeitung» vor, wie lange er zuletzt ohne persönlichen Torerfolg geblieben ist. 472 Minuten – so lange wie noch nie, seit Schneuwly beim FC Luzern unter Vertrag stehe, liess das Innerschweizer Leitblatt seine Leserschaft wissen.

Der Artikel versetzte Schneuwly weder in helle Aufregung noch brachte er ihn ins Grübeln. «Ich habe mit den Jahren gelernt, nicht alles persönlich zu nehmen», sagt der bald 32-Jährige. Bleibe ein Stürmer länger ohne Erfolgserlebnis, würden automatisch kritische Stimmen laut. In seinem Fall könne man die Kritik auch positiv sehen. «Ich habe für den FCL zu häufig getroffen», scherzt er.

Schneuwly hat wieder gut lachen seit dem letzten Spieltag. 73 Minuten waren zwischen Lausanne-Sport und Luzern gespielt, als ihm per Kopfball das Anschlusstor gelang, sechs Minuten später war er Urheber des Ausgleichs. Im Nu war der zuvor nahezu unsichtbare Mittelstürmer mit knapp über 20 Ballkontakten zum eigentlichen Matchwinner aufgestiegen. «Im Fussball gibt es viele unerklärliche Dinge», weiss der FCL-Topskorer, der aktuell die Torschützenliste der Super League anführt.

Dass sein Name in diesem Ranking ganz weit oben auftaucht, ist nichts Spezielles mehr, seit er sich im Sommer 2014 dem FCL anschloss. 17 Tore in der Saison 2014/15, 16 Tore in der letzten Spielzeit, in der aktuellen Meisterschaft bereits wieder 9 Tore: So lauten die statistischen Werte, die Schneuwly auf die Höhe von YBs Spektakelmacher Guillaume Hoarau hieven, dem im fast identischen Zeitraum 41 Meisterschaftstore gelangen. Der Ex-YB-Spieler sagt, der charismatische Franzose habe ihm einiges voraus. «Seine Präsenz und sein Einfluss auf das Team sind beeindruckend.»

Schneuwly bestätigt den Eindruck, dass er heute mit einem anderen Selbstverständnis auf den Platz gehe als in Zeiten, in denen es weit weniger gut lief. Nach der schweren Knieverletzung Ende 2009 habe es mehr als ein Jahr gedauert, bis er wieder volles Vertrauen in den Körper gehabt habe. Sein Pech war, dass Vladimir Petkovic im Frühling 2011 von YB entlassen wurde und dessen Nachfolger Christian Gross schon nach kurzer Zeit nicht mehr auf ihn setzte. Weshalb es nicht sonderlich erstaunte, zog er einige Monate später nach Thun.

Constantins Werben

Schneuwly bereut es nicht, hat er mit 29 Jahren das beschauliche Umfeld des FC Thun verlassen und sich einem Club angeschlossen, bei dem schnell mal Unruhe aufkommt, wenn es nicht wunschgemäss läuft. Die mit Getöse vollzogenen Trennungen von Sportchef Rolf Fringer und Assistenztrainer Roland Vrabec im vergangenen Winter mag er nicht kommentieren, «da wir Spieler gar nicht viel mitbekommen haben». Stellung bezieht Schneuwly zur Aufregung, die im Juli 2015 um seine Person entstand, als ihn Christian Constantin mit einem sehr gut dotierten Mehrjahresvertrag zum FC Sion zu locken versuchte.

«Wenn sich Luzern nicht gegen den Transfer gesperrt hätte, wäre ich ins Wallis gegangen.» Das Angebot sei zu gut gewesen, um es nicht ernsthaft zu prüfen. Für Schneuwly spricht, wie er auf das Nein seines Arbeitgebers reagierte. Trotz der Enttäuschung zog er sich nicht in den Schmollwinkel zurück, sondern sorgte mit seinen Abschlussqualitäten dafür, dass Luzern eine turbulente Saison auf dem versöhnlichen 3. Platz beendete.

Ehrenplatz in der FCL-Chronik

Marco Schneuwly hat (noch) nicht den Status eines David Zibung, der seit schier ewigen Zeiten das Tor des FCL hütet. Oder eines Claudio Lustenberger, welcher seit nunmehr 10 Jahren in der linken Aussenbahn seine Kilometer abspult bis zur Erschöpfung. Doch der manchmal etwas ungelenk wirkende Mittelstürmer ist auf gutem Weg, sich in der FCL-Chronik eine umfangreiche Würdigung zu sichern.

Der bodenständige Deutschfreiburger registriert die deutlich gestiegene Wertschätzung in der Zentralschweiz sehr wohl. Mit Trainer Markus Babbel hat er ein gutes Einvernehmen, auch wenn ihn dieser schon öffentlich gesenkelt hat. «Er ist fadengerade, offen und ehrlich.» Und vielleicht sei es gar nicht schlecht, gebe es vom Coach hie und da einen Tritt in den Hintern. Morgen, wenn YB in der Swisspor-Arena gastiert, wird ein solcher nicht nötig sein. In den letzten vier Partien gegen seinen Ex-Club war Schneuwly immer unter den Torschützen.

Im Moment spricht einiges dafür, dass Schneuwly seine Karriere beim FCL beendet. Erste Gespräche über eine Verlängerung des bis 2018 datierten Kontrakts haben bereits stattgefunden. Was den Routinier aus der Innerschweiz weglocken könnte, wäre ein seriöses Angebot aus dem Ausland. «Wenn das ganze Paket stimmt und meine Familie mitzieht, würde ich es ernsthaft prüfen.» Es wäre eine wahrhaft verrückte Wendung einer Fussballerkarriere, die erst spät so richtig in Fahrt gekommen ist.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ex ... y/30212073

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