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 Betreff des Beitrags: Re: (7) Seydou Doumbia
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 30. Juni 2016, 01:40 
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YB-Kultstürmer zum FC Basel

Der Serienmeister engagiert für Breel Embolo einen attraktiven Ersatz: Seydou Doumbia stösst zum FCB. Es ist ein Leihgeschäft, das für hiesige Verhältnisse nicht günstig ist, aber kaum Risiken birgt.

Es ist zum Merkmal des FC Basel geworden, Spieler mit einer aussergewöhnlichen Vergangenheit in die Schweiz zurückzuholen. Auch in diesem Sommer pflegt der FCB dieses Image – mit der Ausnahme, dass der prestigeträchtige Zuzug seine Schweizer Spuren nicht in Basel hinterlassen hat, sondern in Bern. Die Basler verpflichten Seydou Doumbia, den wohl besten YB-Ausländer der letzten Jahre. Von 2008 bis 2010 schoss der Ivoirien Tor um Tor, er war ein YB-Kultspieler, dem die Fans einen eigenen Song widmeten. Doumbia avancierte zum international umworbenen Stürmer, träumte von England und ging für 15 Millionen zu ZSKA Moskau. In Russland blieb er viereinhalb Jahre, ehe er zur AS Roma wechselte, die ihn zuerst zurück nach Moskau und zuletzt an Newcastle United verlieh. Den Traum von der Premier League lebte er im letzten Frühling bloss drei Partien und 29 Minuten lang.

In Russland behauptete sich Doumbia wie in der Schweiz zweimal als Torschützenkönig, in Italien und England aber blieb ihm der Durchbruch verwehrt. Es liegt in der Natur der Sache, dass auch der Schweizer Branchenleader einen Stürmer aus einer grossen Liga normalerweise nur verpflichten kann, wenn dessen Karriere ins Stocken geraten ist. Ebenso unbestritten ist aber, dass die Basler wieder einmal einen interessanten Transfer tätigen, der kaum Risiko birgt. Der FCB besitzt eine einseitige Option, Doumbia definitiv zu verpflichten. Entpuppt er sich als der altbekannte Spektakel-Stürmer, werden ihn die Basler für gutes Geld wohl gerne endgültig unter Vertrag nehmen; ist Doumbia nicht mehr so schnell und torgefährlich wie einst, tritt im Sommer 2017 wieder der Vertrag mit der AS Roma in Kraft. Die Vorbereitung des Transfers dauerte rund zwei Monate. Der FCB dürfte eine für ein Leihgeschäft beträchtliche Summe aufwerfen, die im siebenstelligen Bereich liegt. Aus Italien werden zwei Millionen Euro kolportiert, was mit Vorsicht zu geniessen ist, da auch Leihgebühren oft erfolgsabhängig sind. Mit Sicherheit überweist der FCB einen Betrag, den manch anderer Schweizer Klub für die definitive Übernahme eines Spielers bezahlt. Aber die Basler können es sich leisten. Die bevorstehende Champions-League-Teilnahme garantiert gut 20 Millionen Franken, für den Verkauf Breel Embolos an Schalke kassieren sie noch einmal mindestens so viel, am Wechsel des einstigen FCB-Juniors Granit Xhaka von Mönchengladbach zu Arsenal partizipieren sie mit rund zehn Millionen.

So gesehen ist der Doumbia-Deal ein attraktives Investment, das sich finanziell verschmerzen lässt. Er ist quasi die Antwort auf den Abgang des Publikumslieblings Embolo, als wolle der FCB keine Chance unversucht lassen, den Fans im St.-Jakob-Park Spektakel zu bieten. Aber vor allem ist der Transfer ein weiteres Signal, dass der FCB nicht nur nach Unterhaltung strebt, sondern nach nichts anderem als dem achten Meistertitel in Serie. Es ist eine Süffisanz dieser Rückkehr-Geschichte: Der FCB scheint seine Überlegenheit weiterhin so gut zu pflegen, dass Doumbias Aussichten nicht so schlecht stehen, auf schnellstem Weg Schweizer Meister zu werden. Schon YB hatte er in der Saison 2009/10 mit seinen Noch-und-noch-Goals so nahe an den Meistertitel geschossen, wie die Berner seit 1986 nie waren – doch in der Schlussphase büsste auch Doumbia an Unwiderstehlichkeit ein, in letzter Minute schnappten die Basler den Titel weg. Und gaben ihn seitdem nicht wieder her.


http://www.nzz.ch/sport/fussball/fussba ... l-ld.92541

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 Betreff des Beitrags: Re: (7) Seydou Doumbia
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 30. Juni 2016, 01:42 
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Ex-YB-Stürmer Doumbia zum FCB

«Vielleicht breche ich meinen Tor-Rekord!»

Seydou Doumbia (28) ist zurück in der Schweiz. Der FC Basel leiht den Ivorer von der AS Roma für eine Saison aus.

Der Schweizer Meister hat sich mit der AS Roma auf eine Leihe bis Ende Saison mit der Option auf eine definitive Übernahme geeinigt.

Doumbia ist in der Super League ein alter Bekannter. Und in Bern ist er ein Gott. Von 2008 bis 2010 trug er das YB-Dress, wurde zweimal Torschützenkönig. 2010 gar mit 30 Treffern - Rekord!

«Vielleicht breche ich ja meine Bestmarke», sagt er gegenüber dem FCB-TV.

YB verkaufte Doumbia vor sechs Jahren an ZSKA Moskau, wo er ebenfalls am Laufmeter einnetzte. In insgesamt 150 Matches gelangen ihm 95 Treffer.

Bei der AS Roma, seinem Verein seit Januar 2015, konnte sich Doumbia nie richtig durchsetzen, wurde an seinen alten Arbeitgeber ZSKA Moskau und anfangs Jahr an Newcastle United ausgeliehen.

Der Ivorer (33-facher Nationalspieler), der am Rheinknie die Lücke von Breel Embolo (zu Schalke) schliessen soll, erhält beim FCB die Trikotnummer 88. Doumbia: «Ich komme direkt aus den Ferien. Es ist jetzt wichtig, dass ich mich physisch und mental gut vorbereite.»


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 03865.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (7) Seydou Doumbia
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 30. Juni 2016, 01:43 
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YB-Publikumsliebling Seydou Doumbia zu Basel

Der frühere ­YB-Publikumsliebling Seydou Doumbia (28) wird in der nächsten Saison das Trikot des FC Basel tragen. Der Ivorer wechselt leihweise von der AS Roma zum Schweizer Meister.

Geheim lässt sich eine spektakuläre Verpflichtung nur selten abwickeln. Das war bei Breel Embolos Wechsel vom FC Basel zu Schalke nicht möglich – und es hat auch beim Transfer von Seydou Doumbia nicht funktioniert.

Der 28-jährige Ivorer wird in der nächsten Saison die Farben des FCB tragen. Der Schweizer Meister übernimmt den Stürmer leihweise von der AS Roma, mit Kaufoption. In Italien ist von einer Leihgebühr von zwei Millionen Euro die Rede. Und davon, dass Basel den gesamten Lohn übernehme, der bei drei Millionen Euro taxiert wurde.

Selbst wenn man berücksichtigt, dass die Tarife im Fussball teurer werden und der FCB seine finanziellen Kennzahlen stetig steigert, kommt man zum Schluss, dass wohl näher bei der Wahrheit liegt, wer diese Zahlen ungefähr halbiert.

58 Tore für YB, 95 für ZSKA

Keine Freude am Transfer dürften die YB-Fans haben, war Doumbia doch in Bern Publikumsliebling und wurde zweimal Torschützenkönig der Super League. Von 2008 bis 2010 erzielte Doumbia in 79 Spielen 58 Tore für die Young Boys. Von 2010 bis 2015 traf er für ZSKA Moskau in 150 Einsätzen 95-mal und war auch in der russischen Liga zweimal treffsicherster Stürmer.

Es kommt also kein Talent und keine Ergänzung zum FCB, sondern eine für Schweizer Verhältnisse richtig dicke Nummer. Ein Spieler mit einem Palmarès und einer Torquote, wie ihn der FCB normalerweise nicht holen kann, ohne mit Prinzipien zu brechen.

Dass der Transfer klappt, liegt auch am Spieler, der den Roma-Verantwortlichen früh zu verstehen gab, dass er lieber nach Basel wolle als sich einem anderen Interessenten anzuschliessen. «Ich habe bei meinem Weggang von YB gesagt, dass ich irgendwann wieder in die Schweiz zurückkehre», erklärt Doumbia auf der FCB-Website.

Es liegt aber auch daran, dass Doumbias Karriere in der Ewigen Stadt stockte. Dort spielte er in eineinhalb Saisons 14-mal, erzielte zwei Tore – und wurde zweimal ausgeliehen, an Newcastle und wiederum an ZSKA. Basel kommt es folglich entgegen, kann man den Ivorer erst ausleihen.

So lässt sich sehen, ob er noch immer jener Doumbia ist, der die Schweiz einst mit dem Rekord von 30 Toren in einer Saison verliess. Der neue FCB-Stürmer hat jedenfalls hohe Erwartungen an sich selbst: «Ich hoffe, dass ich meinen Torrekord brechen kann.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/28581453

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 Betreff des Beitrags: Re: (7) Seydou Doumbia
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 30. Juni 2016, 01:52 
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Doumbia geht fremd

Sechs Jahre nach seinem Abgang aus Bern leiht sich der grösste hiesige Rivale der Young Boys den Ivorer von der AS Roma aus.

Seydou Doumbia war zwischen 2008 und 2010 eine Bereicherung für die Super League und bei YB die Lebens­versicherung im Angriff. Der Spektakelmacher erzielte 50?Tore für die Berner und avancierte in seinen letzten zwei Saisons zum Torschützenkönig.

Nun meldet sich der 33-fache Nationalspieler der Elfenbeinküste zurück in der Liga, wo sein Stern aufgegangen ist. Der Ivorer wird in Zukunft in der Hauptstadt jedoch nicht mehr für seine Treffer verehrt, vielmehr wird er deswegen gefürchtet: Basel leiht sich den 28-Jährigen aus – und will damit den Transfer von Nationalspieler Breel Embolo zu Schalke kompensieren. Der Meister deponierte bei der AS Roma, Doumbias Arbeit­geber, sein Interesse an einer definitiven Übernahme ab 2017/18.

Karriere geriet ins Stocken

Doumbia begann seine Laufbahn in der Heimat. 2006 wechselte er für zwei Jahre nach Japan. Erst in Bern gelang ihm gut zwei Saisons später der Durchbruch. Seine erfrischende Art machte ihn schnell zum Publikumsliebling.

Im Sommer 2010 zog es den 1,78?m grossen Offensivspieler von den Young Boys für fünf Jahre zu ZSKA Moskau. Mit den Russen wurde Doumbia dreimal Meister, zweimal Cupsieger sowie ebenfalls zweimal Liga-Torschützenkönig. Sein Marktwert per Ende Juli 2015 wurde gemäss dem Internet-Portal Transfermarkt auf 25?Millionen Euro geschätzt, mehr als doppelt so viel wie aktuell.

Anfang 2015 unterzeichnete Doumbia bei der AS Roma einen Vertrag über vier Jahre. Für die Römer kam Doumbia dann noch in 14?Serie-A-Spielen zum ?Einsatz (2?Tore). Danach wurde er im ?August 2015 an ZSKA Moskau und im?Februar 2016 an Newcastle United ausgeliehen. In der Premier League kam Doumbia nur auf 29?Einsatzminuten. Trainer Rafael Benítez setzte im Kampf gegen den Abstieg nie richtig auf den Goalgetter von der Elfenbeinküste. Newcastle stieg schliesslich ab. Für Doumbia geht es bei seiner Rückkehr in die Schweiz vor allem darum, seine Karriere neu anzukurbeln.

http://www.derbund.ch/sport/fussball/Do ... y/22795663

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 Betreff des Beitrags: Re: (7) Seydou Doumbia
 Beitrag Verfasst: Freitag 1. Juli 2016, 20:30 
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01.07.2016

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YB-Bickel hätte den Topskorer gerne zurückgeholt

«Doumbia war für uns zu teuer!»

Warum der Berner Publikumsliebling dem FC Basel den Vorzug gab.

Er ist zurück in der Schweiz! Seydou Doumbia(28) – der «Lord», wie ihn die YB-Fans nannten. Für die Berner hat Doumbia (2008 –2010) 50 Tore erzielt. Danach wechselte er zu ZSKA Moskau. Auch dort schlug der pfeilschnelle, technisch starke Stürmer sogleich ein: 150 Spiele, 95 Tore.
Weniger Glück war ihm nach seinem Wechsel 2015 zur AS Roma beschieden. Von dort wurde er erneut nach Moskau ausgeliehen, später an Newcastle. Die Rückkehr in die Schweiz will er trotzdem nicht als Rückschritt verstanden wissen.

Doumbia zu BLICK: «Ich habe immer gesagt, dass ich einmal in die Schweiz zurückkommen würde.» Dass er ausgerechnet beim FCB gelandet ist, gegen den er mit YB 2010 die Finalissima verloren hatte, ist kein Zufall. «Basel ist ein Spitzenteam.»
Natürlich hätte auch YB den Topskorer gerne zurückgeholt. YB-Sportchef Fredy Bickel: «Wir wissen, dass Seydou eigentlich Berner ist. Dass die Fans ausgeflippt wären, wenn er zu uns gekommen wäre. Dass auch wir Freude gehabt hätten. Aber ein Engagement von Doumbia war finanziell für uns nicht machbar.»
Der FCB kommentiert die Details des einjährigen Leihvertrags mit der AS Roma nicht. Laut «Gazzetta dello Sport» soll Doumbia inklusive Prämien auf rund 2 Mio. Jahresgehalt kommen, die Basler haben eine Kaufoption. Doumbia lächelt: «Das Geld war nicht ausschlaggebend. Sonst wäre ich nach China, Qatar oder Mexiko gegangen. Ich wollte Champions League spielen, mich mit den Besten der Welt messen.»
Über das Duell am 10. August gegen YB habe er sich noch keine grossen Gedanken gemacht: «Es wird ein spezielles Spiel. Ich liebe die Berner und sie lieben mich. Aber so ist Fussball. Nun werde ich halt gegen YB spielen.»
Auch Fredy Bickel nimmt den Wechsel zum Konkurrenten sportlich: «Ein toller Transfer für den FCB. Für die Schweizer Liga hätten die Basler ihn wohl nicht unbedingt gebraucht, das dürfte ein Transfer für die Champions League gewesen sein.»


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 14144.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (7) Seydou Doumbia
 Beitrag Verfasst: Freitag 22. Juli 2016, 00:27 
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20.07.2016

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Erinnerungen auffrischen mit Seydou Doumbia

Seydou Doumbia war bei YB zwischen 2008 und 2010 der Torschütze vom Dienst und ein Spektakelmacher dazu. Nun hat die Super League das ivorische Ausnahmetalent zurück. Auf was darf mach sich beim FC Basel freuen?

Seydou Doumbias Vermächtnis bei den Young Boys darf sich sehen lassen. Denn in den 2 Jahren, in denen er in der Hauptstadt wirkte, hinterliess der Stürmer Spuren. 2008 war er als damals 21-Jähriger aus Japan gekommen und setzte bald schon zum Höhenflug an.

In total 79 Partien für die Berner erzielte er wettbewerbsübergreifend 58 Treffer. Sowohl 2009 wie auch vor seinem Abschied ins Ausland 2010 war dem Ivorer die Torschützenkrone gewiss (einmal mit 30, das andere Mal mit 20 Treffern).

6 Saisons später nimmt Doumbia beim Ligakrösus FC Basel einen neuen Anlauf. Wir haben im Archiv gewühlt und 6 sehenswerte bzw. wertvolle Tore von ihm im YB-Dress ausgegraben – als Appetitanreger auf die am Samstag beginnende Meisterschaft 2016/17 mit Super-League-Rückkehrer Doumbia.


http://www.srf.ch/sport/fussball/super- ... ou-doumbia

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 Betreff des Beitrags: Re: (7) Seydou Doumbia
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 10. August 2016, 13:26 
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10.08.2016

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Gegen den einstigen Liebling

Heute (20.30 Uhr) empfängt der FC Basel die Young Boys zum Spitzenkampf in der noch jungen Saison. ­Damit trifft Seydou Doumbia erstmals auf seinen früheren Arbeitgeber, bei welchem er viele Spuren hinterlassen hat.

Es ist noch nicht lange her, da zierte ein Graffito von Seydou Doumbia das Stade de Suisse. Es war eine künstlerische Liebeserklärung an den Torjäger, den die YB-Fans auch nach seinem Abgang 2010 als «Lord» verehrten. Kein Spieler hat seither eine vergleichbare Zuneigung des Berner Publikums erhalten.

Nun gehört er, der zwischen 2008 und 2010 für die Young Boys sagenhafte 58 Treffer erzielte, wieder zu den Attraktionen der sonst wenig spektakulären Super League. Allerdings sorgt er nicht im gelb-schwarzen Dress für Torgefahr, wie es viele Berner gerne gesehen hätten, sondern in jenem des FC Basel.

Das hatte Konsequenzen. Seydou Doumbia ist nicht mehr da. Ihm wurde die Liebe entzogen. Sein Konterfei am Stade de Suisse wurde mit jenem von Guillaume Hoarau übersprayt.

Eine schmerzhafte Erinnerung

Wenn Doumbia in diesen Tagen auf YB angesprochen wird, dann lächelt er und schüttelt den Kopf. «Das ist ein Spiel wie jedes andere. Wir wollen die drei Punkte ­holen», sagt er vor dem heutigen Rencontre im St.-Jakob-Park. Es ist eine Aussage, die von jedem anderen Basler Spieler stammen könnte. Das weiss Doumbia. Und ebenso dürfte ihm bewusst sein, dass er heute Abend im Fokus stehen wird.

Also fügt er an: «Klar ist es für mich persönlich ein bisschen speziell, gegen YB zu spielen.» Deshalb und weil womöglich die eine oder andere verletzte Fanseele vor dem Wiedersehen emotional reagieren könnte, meidet Doumbia in diesen Tagen soziale Netzwerke. «Ich versuche, ruhig zu bleiben.»

Sechs Jahre sind mittlerweile seit seinem Abschied aus der Hauptstadt vergangen. Bei YB blieb in dieser Zeit kaum ein Stein auf dem anderen, weshalb Doumbia kaum noch Kontakte nach Bern pflegt. Und doch verbindet ihn noch etwas mit den Young Boys, eine Erinnerung – allerdings eine schmerzhafte: die Finalissima 2010, das Ende der gelb-schwarzen Meisterträume. «Wir haben fast alles richtig gemacht», sagt er. «Aber dieses letzte Spiel...»

Als er im Sommer zum FC Basel wechselte, sprachen ihn die Teamkollegen rasch auf diese finale Partie an. «Es gibt Spiele, die bleiben in Erinnerung.»

Ein stolzer Vater

Doumbia ist reifer geworden. 28-jährig ist er mittlerweile. Kein Jungspund mehr, der ständig seine Frisuren wechselt oder kurz entschlossen mit dem Zug nach Paris fährt, so wie er das damals in Bern tat. «Wenn du eine Familie hast, ändert alles», sagt Doumbia, stolzer Vater einer dreijährigen Tochter. «Alles ist verplant.» Allerdings wolle er sich nicht beklagen. «Es ist wunderschön, wenn ich nach Hause komme und sie bereits auf mich wartet, damit wir spielen können.»

Im Moment allerdings geht das nicht. Doumbia wohnt noch im Hotel, seine Familie weilt derweil in Belgien, im Heimatland seiner Frau. «Ich warte auf mein Haus, bald kann ich umziehen», sagt er. Dann werden auch Frau und Tochter nach Basel ziehen. Es sei nie einfach, von der Familie getrennt zu sein, sagt Doumbia. «Zuletzt habe ich alle sechs Monate das Land gewechselt. Aber so ist halt meine Arbeit.»

Doumbias Reise begann im Winter 2015. Die AS Roma verpflichtete den Stürmer von ZSKA Moskau, stattete ihn mit einem Vertrag bis 2019 aus. Es waren turbulente Tage für Doumbia. Eben hatte er mit der Elfenbein­küste den Afrika-Cup gewonnen, feierte diesen Triumph mit den Teamkollegen ausgelassen. Zwei Tage nach seiner Ankunft in Rom stand er im Heimspiel gegen Parma bereits in der Stammformation. Doumbia war ausgelaugt, wurde unter den Pfiffen der Römer Fans ausgewechselt.

Damit war das Schicksal des Ivorers in der italienischen Hauptstadt besiegelt. «Das tat wirklich weh», sagt er über diese Zeit. Doch habe er in Italien auch viel gelernt. Und gezweifelt hat Doumbia sowieso nicht. «Auch wenn es schwierig war. Ich wusste, dass ich Qualitäten habe. Es fehlte einfach an der Geduld.» Dass er recht hatte, bewies Doumbia in Moskau, wohin ihn die Roma im Sommer 2015 auslieh. Sofort traf er das Tor ­wieder.

Ein Abenteurer

Nach leihweisen Engagements bei ZSKA und Newcastle versucht er sein Glück nun also in Basel. In der Liga, in welcher er seine Karriere vor acht Jahren lancierte. Für den FCB hat er in drei Spielen bereits zwei Tore erzielt. «Mir ist es wichtig, mich gut in einer Mannschaft zu integrieren. Und als Stürmer ist es natürlich wichtig fürs Selbstvertrauen, wenn du regelmässig triffst», sagt er.

Im nächsten Sommer könnte ihn der FCB von der AS Roma ­definitiv übernehmen. «Wenn es gut läuft, die Vereinsverantwortlichen interessiert sind, kann ich mir gut vorstellen, zu bleiben», sagt er. Und wenn nicht? «Ich bin ein Abenteurer, liebe die Herausforderung.»

Am einfachsten kann Doumbia die Basler Verantwortlichen natürlich mit Toren überzeugen. Vielleicht auch gegen YB. Wie wäre das? «Wissen Sie, es gibt Spiele, da muss man einen Torjubel nicht zelebrieren», sagt er. «Und das ist ein solches Spiel.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/24114345

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 Betreff des Beitrags: Re: (7) Seydou Doumbia
 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. August 2018, 18:54 
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28.08.2018

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Doumbia wechselt zum Erstligisten Girona

Der früher YB- und FC-Basel-Goalgetter Seydou Doumbia findet einen neuen Verein. Der 30-Jährige unterschreibt beim spanischen Erstligisten Girona einen Vertrag über drei Jahre.

Der ivorische Internationale wechselt ablösefrei von Sporting Lissabon zu den Katalanen, die in der vergangenen Saison als Aufsteiger mit dem 10. Rang überraschten. Der Start in diese Meisterschaft ist Girona mit nur einem Punkt aus den ersten zwei Partien nicht wunschgemäss gelungen.

In der Super League erzielte Doumbia in 113 Pflichtspielen für die Young Boys (2008 bis 2010) und den FC Basel (2016 bis 2017) 79 Tore und wurde dreimal Torschützenkönig.


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -132981447

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