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 Betreff des Beitrags: (Assistenz-Trainer) Harald Gämperle
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 17. Juli 2013, 11:43 
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Harald Gämperle


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Position: Assistenz-Trainer

Rückennummer: -

Nationalität: Schweiz

Geburtsdatum: 11. Mai 1968

Grösse (cm): 182

Gewicht (kg): 77

Hobbies: Essen, Familie, Sport

bei YB seit: 2013

Spielerlaufbahn: FC St. Gallen, Grasshopper Club, Xamax Neuchâtel

Assistenz-Trainerlaufbahn: BSC Young Boys, Hertha BSC, FC Zürich



Statistiken:
http://www.transfermarkt.ch/de/harald-gaemperle/aufeinenblick/trainer_2582.html

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 Beitrag Verfasst: Samstag 27. Juli 2013, 11:59 
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 Beitrag Verfasst: Sonntag 1. September 2013, 10:07 
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Zitat:
Die Nummer 2 ist keine Duckmaus

YB-Assistent Harald «Harry» Gämperle ist laut, direkt und fordernd. Doch der wer ihn auf den harten Hund ohne Herz reduziert, tut ihm unrecht.

Kerzengerade Haltung, schneller Schritt, kein Gramm Fett am ganzen Körper. Trüge Harald Gämperle statt ein rotes ein gelbes T-Shirt, würde er glatt als Spieler durchgehen. Ist er ab längst nicht mehr. 45 ist er im Mai geworden, das vorzeitige Ende der Aktivkarriere liegt 14 Jahre zurück, als er nach dem zweiten Kreuzbandriss kapitulierte und ins Trainermetier einstieg. Die erste Station führte ihn als Assistent dorthin, wo er seit Mitte Juni wieder tätig ist: zum BSC Young Boys. Das war im Jahre 2000. Seither sind Unmengen von Wasser die Aare heruntergeflossen, hat YB zweimal das Stadion gewechselt und einiges öfters den Trainer.

Der aktuelle Chefcoach heisst bekanntlich Uli Forte. Unter dem 39-jährigen Zürcher ist den Bernern einen Start nach Mass gelungen, der sie an die Spitze der Tabelle katapultiert hat (siehe Kasten). Dass es Forte gelungen ist, die Spieler aus der Komfortzone zu locken, ist auch Gämperles Verdienst. Der Assistent redet wie sein Chef Klartext, dirigiert und korrigiert lautstark. Sieht er im Training Dinge, die ihm nicht passen, interveniert er meistens sofort oder gibt die Beobachtungen Forte weiter. Die beiden Männer tauschen sich ohnehin häufig aus – auf und neben dem Trainingsfeld. Forte sei ein sehr kommunikativer und offener Typ, der ihn in Entscheidungsprozesse einbeziehe, so Gämperle, der jeweils auch die Videosequenzen mit Aufnahmen des jeweiligen Gegners zusammenschneidet.

Der Bundesliga-Abstecher

Gämperle kehrte mit einem reichlich gefüllten Rucksack nach Bern zurück. Er verbrachte mehrere Jahre an der Seite von Lucien Favre, zuerst beim FC Zürich (2004–2007), danach bei Hertha BSC Berlin (2007–2009). Mit ihm feierte er mit dem FCZ zwei Meistertitel und einen Cupsieg. Später bei der Hertha lebten sich die beiden Männer menschlich auseinander. Gämperle mag heute zum Thema Lucien Favre nichts mehr sagen. «Die nächste Frage, bitte.»

Der zweifache Familienvater ist einer der wenigen Schweizer, die in der 1. Bundesliga im Coachingbereich gearbeitet haben. Schlecht kann die Arbeit nicht gewesen sein, die er in Berlin abgeliefert hat, sonst wäre die Hertha kaum wieder an ihn herangetreten im vergangenen Winter. Der Klub mit dem 70-Millionen-Euro-Budget bot dem Schweizer die Stelle des Technischen Leiters der Nachwuchsabteilung an. Gämperle fühlte sich geschmeichelt. Dennoch erteilte er den Berlinern eine Absage, weil er sich vor dem «Bürogummi-Leben» fürchtete. «Ich stehe fürs Leben gern auf dem Fussballplatz.»

«Ein Glücksfall für YB»

Seitens YB wird der Rückkehrer mit Lobeshymnen überschüttet. Sportchef Fredy Bickel bezeichnet ihn als besten Assistenten der ganzen Liga. Forte sagt: «Harry ist ein Glücksfall für YB – und für mich.» Sein Erfahrungsschatz sei immens, die Fachkompetenz hoch, die Geradlinigkeit imponierend. «Er gibt mir viele Inputs.» Dem lang gedienten Materialwart Hans Imboden gefällt, wie Gämperle mit seiner Wachsamkeit und fordernden Art die Spieler auf Trab hält. «Ihm entgeht nichts.»

Gämperle treibt nicht nur die Spieler zu Höchstleistungen, sondern auch sich selber. Er ist regelmässig im Kraftraum anzutreffen, geht joggen oder steigt aufs Velo, wenn es die Zeit erlaubt. Seine Fitness ist legendär. Thun-Trainer Urs Fischer erinnert sich an ein Trainingslager mit dem FC Zürich im Engadin, als sein Assistent nach einer rasanten Abfahrt von Corviglia auf St. Moritz hinunter nochmals mit dem Bike den Berg hochfuhr.

Gämperle hat sich zeitlebens nie geschont. Als Profi bei St. Gallen, GC und Xamax legte er Sonderschichten ein, schindete sich an Kraftmaschinen, wenn andere längt die Beine hochlagerten. Mit zeitlichem Abstand beurteilt er das eiserne Stählen des Körpers selbstkritisch: «Ich war damals übertrainiert. Die eine oder andere Pause mehr hätte mir gutgetan.»

Gämperle mag wie ein Asket wirken. Ist er aber nicht. Er esse gerne gut und wisse ein Glas Rotwein durchaus zu schätzen, erzählen Leute, die ihn länger kennen. Hinter der harten Fassade verberge sich ein feinfühliger und herzlicher Mensch mit hoher Sozialkompetenz, so Urs Meier. Der FCZ-Trainer hat als Aktiver bei GC zuweilen mit dem beinharten Aussenverteidiger das Zimmer geteilt.

Für immer Assistent?

YB, Baden, Zürich, Berlin, Zürich, YB: Das sind die Klubs, für die Harald Gämperle seit der Jahrtausendwende als Assistenztrainer gearbeitet hat. Da Gämperle in all den Jahren nur einmal interimistisch das Amt des Cheftrainers bekleidet hat (nach Fischers Entlassung beim FCZ), wird er leicht despektierlich der ewige Assistent genannt. Er selber nimmts mit Humor: «Das ist für mich keine Beleidigung. Ich stehe gerne im zweiten Glied.» Was nicht heissen will, dass der Ostschweizer keine höheren Ambitionen hegt. «Wieso nicht, wenn das Angebot stimmt?» Derzeit holt er nach, was er während der Zusammenarbeit mit Favre nicht konnte: die Lehrgänge, die notwendig sind, um die Uefa-Pro-Lizenz zu erwerben.

Vorderhand muss sich YB nicht sorgen, den Assistenten zu verlieren. Er sei nach Bern zurückgekehrt, um ein Spitzenteam formen zu helfen, erklärt Gämperle. Einen ersten kleinen Schritt hätten sie getan in den letzten Wochen. Nicht mehr und nicht weniger. Das Wichtigste sei es, die Mannschaft täglich ans Limit zu führen. Oder wie es Forte formuliert: «Die Stromstärke muss permanent hoch sein.»


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Di ... y/21736956

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 Beitrag Verfasst: Montag 23. März 2015, 10:23 
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21.03.2015

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YB: Symbiose an der Seitenlinie

YB-Sportchef Fredy Bickel hält Harald Gämperle für den Besten seines Fachs. Der Assistenztrainer sagt, er könne einen Cheftrainer rasch einschätzen. Vor dem Heimspiel gegen den FCZ (So., 16 Uhr, im Liveticker), bildet er mit Uli Forte ein harmonisches Duo.

Harald Gämperle lächelt verlegen, als er gebeten wird, die Aussage zu kommentieren. Der beste Assistenztrainer der Schweiz sei er, sagte YB-Sportchef Fredy Bickel einmal. «Das kann ich nicht beurteilen», beteuert Gämperle, ehe er aber doch unaufgefordert auf seine Vorzüge zu sprechen kommt. Er könne einen Cheftrainer sehr rasch lesen, «was ist seine Philosophie, was mag er, was nicht. Und dann setzte ich es um.» Aber, und das ist dem 46-Jährigen wichtig, er sage auch deutlich, was er denke. «Ich nicke nicht alles durch.»

Seit nun bald 15 Jahren steht Gämperle im zweiten Glied, erst bei YB hinter Marco Schällibaum (2000–2003), später in Zürich und Berlin, wo er Lucien Favre assistierte, ehe er zum FCZ zurückkehrte. In der Öffentlichkeit fand Gämperle in all den Jahren kaum statt, gewürdigt wurde meist die Arbeit seiner Chefs.

Nur einmal preschte Gämperle vor. Als Favre in Berlin vor der Entlassung gestanden hatte, kritisierte er die Spieler öffentlich scharf. Die deutschen Medien nahmen den Steilpass dankend auf. In der Sache, findet der Ostschweizer, habe er richtig gehandelt. Über die Art und Weise lasse sich aber diskutieren. «Vielleicht war ich zu solidarisch mit Favre.» Jedenfalls kam es nur wenige Tage nach dessen Freistellung zum Bruch mit dem sensiblen Romand.

Kein Good Guy, kein Bad Guy

Favre, einst filigrane Nummer 10, und Gämperle, ein rustikaler Aussenverteidiger, so unterschiedlich sie als Spieler waren, so verschieden sind sie als Menschen. Dennoch arbeiteten die beiden jahrelang erfolgreich zusammen. «Mit mir lässt es sich aushalten», findet Gämperle. Dennoch, die Art und Weise, wie der Ostschweizer vor 2 Jahren nach Bern zurückkehrte, schien ein gewisses Konfliktpotenzial zu bergen. Gämperle war verpflichtet worden, bevor ein neuer Trainer festgestanden hatte.

Es sei zwar schon eine besondere Konstellation gewesen, sagt Gämperle rückblickend, eine Brisanz mag er darin aber nicht erkennen. Zumal er Uli Forte, der knapp einen Monat später bei YB vorgestellt wurde, aus seiner ersten Zeit beim FCZ kannte. Forte coachte damals Red Star, der Zweitligist trainiert auf derselben Sportanlage.

«Jeder kennt seine Rolle, wir befinden uns im ständigen Austausch», beschreibt Gämperle die Zusammenarbeit mit dem um 6 Jahre jüngeren Zürcher, dem er einen sehr guten Draht zur Mannschaft attestiert. Dass Forte den Good Guy und er den Bad Guy gebe, will Gämperle aber nicht so verstanden haben. Der Ruf des harten Hundes komme womöglich von früher her. «Heutzutage erreicht man die Spieler anders. Natürlich muss man fordernd sein. Ich sage meine Meinung, gehe aber nie unter die Gürtellinie.»

Ambitionen ja, Absichten nein

Gerade bei der Mentalität erkennt Gämperle aber noch Steigerungspotenzial. Er findet, es fehle zuweilen noch an der letzten Entschlossenheit. Wenn Spieler nach dem 1:1 in Aarau sagen, nun könne man den Punktgewinn gegen Zürich vergolden, bereitet das ihm Mühe. «Gegen kleinere Teams haben wir schlicht zu viele Punkte liegen gelassen.» Die offensive Spielweise des FC Zürich, der am Sonntag im Stade de Suisse (16 Uhr, im Liveticker auf www.bernerzeitung.ch) gastiert, behage YB dagegen wieder mehr.

Grundsätzlich stimmt Harald Gämperle die Entwicklung der letzten zwei Jahren aber positiv. Mit einem Titelgewinn mit den Gelb-Schwarzen würde sich für ihn, der in Bern seine Trainerkarriere lanciert hatte, der Kreis schliessen. Dereinst will er selbst ins erste Glied rücken, im Sommer wird er die Uefa-Pro-Lizenz erhalten, die ihm einen Job als Cheftrainer ermöglichte. «Aber», stellt Gämperle klar, «ich bin gerne hier, ich bin gerne Assistent.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/20893417

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 Beitrag Verfasst: Montag 10. August 2015, 00:29 
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07.08.2015

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YB-Interimstrainer Gämperle

Die Last des starken Lobs

Harald Gämperle, der interimistische Nachfolger von Uli Forte, gilt als ewiger Assistent. YB-Sportchef Fredy Bickel hat ihn schon als «besten Assistenten» bezeichnet. Das ist nicht nur von Vorteil.

Es gibt ein Balkon-Bild der netten Grillparty, verbreitet in sozialen Netzwerken am Donnerstag, also am Tag, an dem YB den Trainer Uli Forte freigestellt hat. Zu sehen sind YB-Spieler wie Sutter, Benito und Gerndt sowie frühere Angestellte wie Silberbauer und Simpson. Auch der Youngster Leonardo Bertone hat sich verewigen lassen, im grossen Schwimmring, auf der Aare gleitend – am heissen Tag, an dem Forte gehen muss. Was auch immer von der Verbreitung solcher Bilder zu halten ist: Sie ist ungeschickt und erweitert Deutungsmuster.

Es ist Freitagmittag, hoch oben im Stade de Suisse, Presidents Lounge. Es fliesst im Moment einfach nicht so recht bei YB. Das stellt der Sportchef Fredy Bickel fest, als er vom Gegner im Play-off der Europa League spricht, von Karabach Agdam, Aserbaidschan; vom «schwierigsten Los». YB hat in der Tat zu kämpfen in diesen Tagen, Abstimmungsprobleme. Als sich Forte am Morgen von der Mannschaft verabschiedet, ist Bickel noch nicht zugegen. «Wir haben uns verpasst», sagt Bickel, ein Termin sei verschoben worden. So kann das gehen.

Harald Gämperle, der Assistent, der zumindest interimistisch zum Chef wird, hat Forte dagegen noch kurz getroffen. YB verschliesst sich zumindest der Option nicht, dass Gämperle auf Dauer Cheftrainer werden könnte. Je nach Resultaten. Das betont Bickel am Freitag. Gämperle, der noch eine Trainingseinheit von der Uefa-Pro-Lizenz entfernt ist, lässt verlauten: «Jeder hat das Ziel, Cheftrainer zu werden. Aber ich habe an keinem Stuhl gesägt.» Immerhin räumt er ein, dass sich auch im Trainerteam Risse gebildet hätten.

Der Ostschweizer, einer der treuen Wegbegleiter Bickels, war im FC Zürich und in Berlin sechs Jahre lang Assistent Lucien Favres. Er assistierte danach in Zürich Urs Fischer und Rolf Fringer, er war in Bern die Nummer zwei – wie schon während der ersten Bickel-Zeit vor über einem Jahrzehnt. Gämperle, der ewige (Bickel-)Assistent. Oder wie sich Bickel schon ausgedrückt hat: «der beste Assistenztrainer». Nicht in jeder Lage gereicht ein Lob im Superlativ zum Vorteil. Gämperle sieht seiner YB-Premiere am Sonntag gegen den FC Thun gelassen entgegen. Er werde nicht nervös sein, sagt er einem Reporter, er tue dies nicht zum ersten Mal. Schon in Zürich rutschte er nach den Entlassungen Fischers und Fringers vorübergehend in die Verantwortung. Kann er YB führen? «Letztlich entscheiden das die Spieler», antwortet er. Nicht an der Grillparty, sondern auf dem Rasen.


http://www.nzz.ch/sport/die-last-des-st ... 1.18592054

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 Beitrag Verfasst: Montag 10. August 2015, 00:30 
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09.08.2015

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Gämperle bleibt nach dem Wunschstart auf dem Boden

Harald Gämperle ist kein Trainer der lauten Töne. Bescheiden bleibt er auch nach seinem Sieg im ersten Spiel als Hauptverantwortlicher der Young Boys. Das 3:1 gegen Thun entlockt ihm keinen Jubel.

"Harry" Gämperles zentrale Aussage nach dem Match war eine, die man von ihm fast schon hatte erwarten können: "Ich muss meiner Mannschaft ein grosses Kompliment machen." Der 47-jährige St. Galler leitete alles, was er für seinen ersten grossen Auftritt im Stade de Suisse an Lob empfing, unverzüglich nach unten in seiner Crew weiter.

Blickte man an der Medienkonferenz nach dem Spiel in die Gesichter der beiden Trainer, konnte man nicht herauslesen, ob nun Harald Gämperle oder sein Thuner Kontrahent Ciriaco Sforza gewonnen hatte. Sforza liess nichts von Enttäuschung erkennen, Gämperle andererseits nichts von Freude.

Den Augenblick des Triumphs, nach dem sich vielleicht manch einer hätte auf den Schultern tragen lassen, erlebte Gämperle mit der Bescheidenheit des Assistenztrainers, als der er bei YB vor dem Engagement des nun entlassenen Uli Forte angestellt worden war. Das 3:1 gegen Thun hin oder her - "ich mache mir keine Illusionen", sagte der Ostschweizer. "Es wird mir gar nichts ausmachen, wenn ich plötzlich wieder der Assistent bin." Wie es mit ihm weitergeht, liegt in den nächsten Wochen allein an der Klubführung unter Präsident Werner Müller, den Geldgebern Andy und Hansueli Rihs sowie natürlich Sport- und Personalchef Fredy Bickel. Vielleicht kommen die Herren zur Ansicht, dass der loyale Korporal Gämperle zu Höherem taugt.

Es ist verfrüht, analysieren zu wollen, welcher Anteil am Sieg über Thun dem Interimstrainer zukommt. Ein Faktum war aber allemal, dass die Stadtberner, durch die Rote Karte gegen Guillaume Hoarau kurz vor der Pause dezimiert, in der zweiten Halbzeit dermassen solid und stilsicher auftraten, dass die Berner Oberländer ihre zahlenmässige Überlegenheit nicht nutzen konnten. Vielleicht waren es die ersten Spuren der fussballerischen Handschrift von Harald Gämperle.


http://www.aargauerzeitung.ch/sport/fus ... -129427587

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 12. August 2015, 12:25 
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12.08.2015

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Gämperles Bewerbungsspiele

Harald Gämperle ist eine Art Anti-Uli-Forte. Der YB-Interimstrainer strebt am Mittwoch gegen Lugano seinen zweiten Heimsieg an.

Der Stilbruch könnte nicht heftiger sein. Nach Uli Forte, dem redefreudigen, kumpelhaften Trainer, befehligt nun Harald Gämperle die Young Boys. Der Ostschweizer ist ein ruhiger, korrekter Typ, der nicht mehr sagt, als er sagen muss. Aus Gesprächen und Pressekonferenzen mit Entertainer Forte liefen die Journalisten immer mit mindestens einer schlagzeilenträchtigen Aussage davon, bei Gämperle gehts sachlicher zu und her.

Am Dienstagmittag sitzt er im Stade de Suisse und gibt Auskunft über seine ersten Tage als Interimscheftrainer bei YB. Er habe sich in der neuen Rolle nicht verändern müssen, sagt Gämperle, der Umgang mit den Spielern sei schon vorher von Respekt geprägt gewesen. «Und man kann und muss in kurzer Zeit nicht alles auf den Kopf stellen.»

Der Spielplan meint es gut

Gämperle hält sich lieber auf dem Trainingsplatz auf, als mit den Medien zu sprechen. Er muss gerade die Young Boys aus einer Ergebniskrise führen, der Spielplan meint es gut mit ihm, auf das Heimspiel gegen das müde, schwache Thun (3:1) folgt heute das Heimspiel gegen den naiven, defensiv schwachen Aufsteiger Lugano. «Jedes Spiel ist wichtig», sagt der Coach, «wir können uns keine Ausrutscher mehr leisten.»

Je länger man mit Gämperle spricht, umso stärker fällt seine unprätentiöse Art auf. Seine Antworten sind stets sachbezogen und nüchtern, aber keineswegs immer langweilig. «Jeder Spieler ist ersetzbar», sagt er, als es um die vielen Ausfälle bei YB geht. Gämperle jammert nicht, er gilt als harter, akribischer Arbeiter, der nichts dem Zufall überlässt. «Meine Vorstellung ist, dass wir gut organisiert sind und die kleinen Dinge richtig machen.»

«Es geht um YB»

Siegt Gämperle weiter, nimmt er Druck aus der YB-Trainersuche. Und empfiehlt sich selber als Chef. Der Vertraute von Sportchef Fredy Bickel ist bald im Besitz der Uefa-Pro-Lizenz, es fehlt eine Trainingseinheit, die bewertet wird – Gämperle kann sie praktischerweise mit einem Super-League-Team abhalten.

Geht es um seine Ansprüche, eiert der 47-Jährige herum. «Das entscheide nicht ich», sagt er, und selbst nach wiederholtem Nachfragen bleibt ein klares Bekenntnis zu seinen Ambitionen aus. «Was soll ich sagen?», fragt er zurück, dann meint er: «Es geht um YB. Ich habe kein Problem, wenn ich wieder ins zweite Glied rücken muss.»

Manche behaupten, Harald Gämperle sei der perfekte und ewige Assistenztrainer. Er sieht das anders. Natürlich möchte er bald Chefcoach sein, sonst hätte er ja nicht den höchsten Trainerlehrgang absolviert. «Die sechs Jahre unter Lucien Favre in Zürich und bei Hertha haben mich sehr geprägt, auch von Urs Fischer habe ich viel gelernt», sagt er.

Viele Gespräche geführt

Mit dem bei YB letzte Woche entlassenen Uli Forte war Gämperles Verhältnis zuletzt wenig innig. Gämperle ist vorsichtig genug, um sich in dieser Sache nicht zu positionieren. «Ich wollte immer das Beste für YB», sagt er. Manchmal wirkt er kühl, oft distanziert, die Spieler schätzen den strengen Trainer, weil sie bei ihm wissen, woran sie sind.

Taktisch hat Gämperle wenig verändert, er hat das System von 4-2-3-1 auf 4-1-4-1 umgestellt und will in der Angriffsauslösung keine zwei «Sechser», die sich auf den Füssen rumstehen. Milan Gajic gibt den Ballverteiler, die Innenverteidiger sind in der Spieleröffnung weniger gefordert. An der Seitenlinie verhält sich Gämperle ruhig, weil er findet, es bringe nichts, die Spieler nervös zu machen. «Sie wissen, was sie zu tun haben. Sonst haben wir sie schlecht auf ihre Aufgaben vorbereitet.»

In den letzten Tagen führte Gämperle viele Gespräche mit den Akteuren. Seine früheren Aufgaben wie die Videoanalyse führt er weiter aus, Assistent Erich Hänzi ist ja erst seit knapp einer Woche dabei. Und so geht Gämperle, der mit seiner Innerschweizer Frau und den zwei Söhnen (20 und 10 Jahre) in Rothenburg lebt, unbeirrt seinen Weg. Er will nicht auf Pressekonferenzen überzeugen, sondern als Fussballlehrer.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/26055946

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 12. August 2015, 12:28 
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12.08.2015

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«Der ewige Assistent» schweigt eisern

Harald Gämperle lässt sich nicht in die Karten blicken, ob er sich zutraut, bei YB vom Interimscoach zum Cheftrainer aufzusteigen. Am Abend empfangen die Berner Lugano.

Medientermin mit Harald Gämperle vor dem heutigen Meisterschaftsspiel YB - Lugano in der Mixed-Zone des Stade de Suisse. Der Interimscoach versucht es sich auf einem Ledersessel bequem zu machen, den Pressechef Albert Staudenmann hurtig organisiert hat. Es will nicht so recht gelingen. Ohnehin macht Gämperle nicht den Eindruck, als habe er die Fragestunde kaum erwarten können. Er war noch nie einer, der sich ins Rampenlicht drängt. Viel lieber, als Journalisten Red und Antwort zu stehen, arbeitet er auf dem Fussballplatz und in der Kabine oder betreibt Videostudien.

Der Ostschweizer ist quasi ein Gegenentwurf zum extravertierten, wortgewaltigen Uli Forte, dessen Funktion er letzten Freitag vorübergehend übernommen hat. Den Unterhalter spielen, ausschweifend erzählen, Anekdoten zum Besten geben: Das sind nicht seine Dinge. Der 47-Jährige antwortet kurz und knapp, sachlich, nüchtern. Aussagen, die Anlass zu Diskussionen, Kontroversen oder Angriffsfläche bieten könnten, versucht er tunlichst zu vermeiden. Auf die Frage nach den angeblichen Differenzen zwischen Forte und seinem Staff mag Gämperle gar nicht erst eingehen.

Den Rollenwechsel vom Assistenten zum Chefcoach will er relativiert haben: «Die Aufgaben sind etwas anders, doch deswegen muss ich mich als Typ nicht verändern.» Er versuche immer einen kühlen Kopf zu bewahren und den Spielern während der Woche zu vermitteln, was sie im Match zu tun hätten. Was sagt Gämperle zur wenig schmeichelhaften Bemerkung eines TV-Reporters, er sei und bleibe der ewige Assistent? «Das ist die Einschätzung eines Journalisten, die ich nicht mitbekommen habe und deshalb auch nicht kommentieren möchte.»

Die nötigen Papiere im Sack

Fehlanzeige auch beim Thema, das derzeit weitaus am meisten interessiert beim BSC Young Boys: Trotz mehrmaligem Nachfragen drückt sich Gämperle um eine klare Stellungsnahme dazu, ob er sich vorstellen könne, in Fortes Fussstapfen zu treten. Es sei nicht an ihm zu entscheiden, ob er für diesen Job geeignet sei, sagt er. Das notwendige Papier, sprich die Uefa-Pro-Lizenz, hat der gebürtige St.?Galler demnächst im Sack. Was einzig noch fehlt: das Abhalten eines Trainings bei einem Super-League-Club unter Aufsicht eines Instruktors.

Was klar ist: Sollte sich Sportchef Fredy Bickel für einen anderen Kandidaten aussprechen, wird Gämperle nicht den Aufstand proben. Ein solches Verhalten passt nun mal nicht zum loyalen Ostschweizer, der stets zur Stelle war, wenn Bickel rief. Im Juni 2000 kam er ein erstes Mal nach Bern, um dem damaligen YB-Trainer Marco Schällibaum zur Seite zu stehen. 2004 folgte er Bickel zum FC Zürich, mit dem er zwei Meistertitel und einen Cupsieg feiern konnte. Nach dem Abstecher zu Hertha Berlin, der mit der Entlassung seines damaligen Chefs Lucien Favre endete, dauerte es nur ein paar Monate, bis das Duo Bickel/Gämperle abermals vereint war.

Wenn Bickel und seine Mitstreiter nicht kurzfristig ihre Meinung ändern, darf sich Gämperle zumindest bis Ende August Interimstrainer nennen. Als solcher bestreitet er heute Abend das zweite Heimspiel innert vierer Tage. Gegner ist Aufsteiger Lugano, der zuletzt gegen GC einen sehr unvorteilhaften Eindruck hinterliess (1:6-Niederlage). Das hindert Gämperle nicht daran, die Tessiner wegen ihrer offensiven Qualitäten über den Klee zu loben. «Sie kombinieren sehr gut.»

Sulejmani wieder dabei

Die personellen Probleme bei YB sind vor der fünften Meisterschaftsrunde nicht kleiner geworden. Guillaume Hoarau muss wegen der roten Karte im Berner-Derby die erste von zwei Spielsperren absitzen, Renato Steffen fällt wegen eines viralen Infekts weiter aus, Loris Benito, Sékou Sanogo und Alexander Gerndt sind verletzt.

Immerhin kann YB wieder auf Miralem Sulejmani zählen, der am Sonntag wegen einer Rotsperre fehlte. Ob der Serbe in die Startformation zurückkehrt, will Gämperle erst heute entscheiden. Er müsse längerfristig planen, da am Samstag bereits der enorm wichtige Cupmatch in Kriens auf dem Programm stehe. Wer von den Rotationen betroffen ist, lässt sich nur erahnen. Erster Anwärter auf die Position der einzigen Sturmspitze ist Haris Tabakovic, der gegen Thun als Einwechselspieler einen guten Eindruck hinterliess. Und was für einen Stürmer das Wichtigste ist: Er schoss ein Tor. «Der Trainer hat mir nicht gesagt, ob ich von Anfang an eine Chance kriege», sagt der 21-Jährige knapp 32 Stunden vor dem Anpfiff.

Das zentrale Mittelfeld dürften wieder Milan Gajic und Leonardo Bertone besetzen, für die Aussenbahnen kommen Gonzales, Nuzzolo und Sulejmani in Frage.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/de ... y/29304011

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 12. August 2015, 17:50 
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«Ich muss mich als Typ nicht verändern»

von Peter Berger - Uli Fortes interimistischer Nachfolger Harald Gämperle (47) weiss: Mit vielen YB-Siegen steigen seine Chancen auf das Amt als definitiver Cheftrainer.

Harald Gämperle, wie schwierig ist ein Rollenwechsel vom ­Assistenten zum Chef?
Man hat andere Aufgaben, muss mehr ins Detail gehen, viele Gespräche führen.

Aber als Typ müssen Sie sich nicht verändern – vom Kollegen zum harten Hund werden?
Ich bin nicht einer, der auf Kollege macht. Als Typ muss ich mich deshalb nicht ändern.

Sie haben einmal gesagt: Zu viele Emotionen führen zu Fehlern.
Emotionen gehören zum Fussball, aber man muss sie kontrollieren und in jeder Situation einen kühlen Kopf bewahren. Würde ich an der Seitenlinie herumhüpfen, würde sich das auf die Mannschaft über­tragen.

2012 absolvierten Sie im Frühjahr als Fischer-Nachfolger beim FCZ sechs Spiele, der erste Meisterschaftssieg als Interimscoach gelang Ihnen erst jetzt mit dem 3:1 gegen Thun.
Ist das so? Irgendwann ist ­immer das erste Mal.

Mit jedem Sieg steigt die Chance, dass Sie definitiver Forte-Nachfolger werden.
Ich muss mit Siegen den Verantwortlichen den Trainer-Entscheid so schwierig wie möglich machen.

Das heisst, Sie würden gern Cheftrainer bei YB bleiben?
Primär will ich helfen. Ich habe kein Problem, wieder ins zweite Glied zurückzutreten.

Das ist wenig konkret.
Ich sage jetzt nicht Ja oder Nein, denn das muss nicht ich entscheiden. Klar ist: Jeder, der wie ich die Uefa-Pro-Lizenz erlangen will, will einmal Cheftrainer sein. Aber das muss in meinem Fall nicht sofort, sondern kann auch erst in ein paar Jahren sein.


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... y/30173677

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. August 2015, 13:11 
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Wenn man bei euch angemeldet ist, braucht man ja gar keine Zeitung mehr lesen. Klasse Service.


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