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 Betreff des Beitrags: Re: (7) Marvin Spielmann
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 2. Oktober 2019, 12:22 
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Der Mittelfeldspieler, der im Sommer von Thun zum Schweizer Meister gestossen war, dürfte rund 6 Wochen ausfallen.

die 6 wochen sind nun in etwa vorüber, weiss jemand ob spielmann demnächst wieder einsatzbereit sein wird?


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 Betreff des Beitrags: Re: (7) Marvin Spielmann
 Beitrag Verfasst: Samstag 8. Februar 2020, 14:03 
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Der Unberechenbare sucht die Unbeschwertheit

Marvin Spielmann blickt auf ein schwieriges erstes Halbjahr in Bern zurück. Der Offensivspieler könnte nun vom Abgang Roger Assalés profitieren.

Die Büroszene ist zu bezeichnend, um an dieser Stelle unerwähnt zu bleiben. Als man sich am Mittwoch auf zum Termin mit Marvin Spielmann macht, fragt ein Arbeitskollege– ein bekennender YB-Fan –, ob man nach Thun fahre. Die Frage ist ernst gemeint, ohne jeglichen sarkastischen Unterton gestellt.

Im Sommer wechselte Spielmann mit der Empfehlung von 25 Toren in 79 Ligapartien für Thun zu den Young Boys. Nach bald 8 Monaten bei YB steht in seinem Leistungsausweis: 16 Einsätze, meist als Einwechselspieler, 1 Treffer. Angekommen ist der schnelle Offensivspieler in Bern immer noch nicht so recht.

Beim Termin im Stade de Suisse fragt Spielmann zuerst, ob man das Gespräch vom Tisch beim Katakombeneingang, an dem die Mitspieler nach dem Training vorbeigehen, in einen Raum etwas abseits verlegen könne. Es ist ein Missverständnis, das den bald 24-Jährigen seit Beginn der Profikarriere begleitet: dass er gerne im Mittelpunkt steht, ein Lautsprecher und arrogant ist.

«Spielertypen wie ihn gibt es in der Schweiz nicht viele.»
Mauro Lustrinelli über Marvin Spielmann


Vielleicht gründet diese Annahme in seinem Spielstil, der gerade für einen Schweizer etwas Exzentrisches hat. Ein früherer Trainer bezeichnete diesen einst als brasilianisch. Vielleicht liegt es auch an Spielmanns Gestus: Er kann schon einmal die Hände verwerfen, wenn etwas nicht gelingt. Mauro Lustrinelli, der Spielmann in Thun und beim ­U-21-Nationalteam trainierte, sagt: «Er ist ein sensibler, zurückhaltender Typ, ja fast ein wenig introvertiert. Er muss Vertrauen spüren, damit er sich öffnet.»

Die folgenschwere Grätsche

Als Marvin Spielmann im Winter 2017 vom FC Wil nach Thun gewechselt war, traf er in der Rückrunde kein einziges Mal. Dann verkauften die Oberländer Christian Fassnacht an YB, und Spielmanns Einfluss wuchs. Es kam die Partie in Bern, die zum Wendepunkt wurde. Thun gewann 4:0, Spielmann erzielte zwei Treffer. Der Oltner, Sohn einer Kongolesin und eines Schweizers, war angekommen in der Super League. «Ich glaube schon, dass mir jetzt ein solches Erlebnis fehlt», sagt er, hält kurz inne, um einen Begriff zu suchen. Dann sagt er: «Ich brauche einen Knopföffner.»

Begibt man sich mit ihm auf die Suche danach, warum dem so ist, dann landet man bald einmal im Genfer Vorort Carouge. Hinter Spielmann lagen Mitte August zufriedenstellende erste Wochen bei YB, beim Cupfauftakt wollte er sein Premierentor für die Berner erzielen. Es waren keine sechs Minuten gespielt, als ein Genfer Innenverteidiger Spielmann blockte und auch, aber beileibe nicht nur, den Ball traf. Das Band im Sprunggelenk des Flügels riss.

Noch Monate später kam YB-Sportchef Christoph Spycher auf die Szene zu sprechen, als er forderte, man müsse die YB-Spieler besser schützen. «Wenn man sieht, wie mein Fuss unter dem Körper meines Gegners verschwindet», sagt Spielmann, «dann muss man sagen: Es hätte schlimmer kommen können.»

«So etwas kann nun mal passieren.»
Spielmann über die Grätsche, die zu seiner Verletzung führte


Das Sprechtempo bleibt auch jetzt gemächlich. Im Solothurner Dialekt meint er, Wut habe er nie verspürt. «So etwas kann nun mal passieren.» Spielmann sah sich die Szene einmal noch an, von da an war für ihn der Vorfall erledigt. Die Folge aber war eine zweimonatige Pause.

Als er im Oktober zurückkehrte, war das herbstliche Marathonprogramm im vollen Gange. Nicht die beste Ausgangslage, sich wieder einzufügen. Seinen vielleicht stärksten Auftritt hatte er in der Europa League bei Feyenoord Rotterdam, als ihm als Joker das 1:1 gelang. Er jedoch auch in der 94. Minute den Siegtreffer vergab. Es hätte genau so ein «Knopföffner» sein können.

Der hemmende Gedanke

Nun aber könnte Marvin Spielmann zum Profiteur des Abgangs von Roger Assalé zu Leganés werden. Im ersten Spiel ohne den Ivorer stand er vergangenen Samstag beim FC Luzern in der Startelf. Er sagt zwar, er versuche, sich vor einer Partie nie unter Druck zu setzen, sich einzubläuen, dass Fussballspielen ja vor allem sein grosses Hobby sei. Aber vor der Tatsache, dass in der Startaufstellung ein Platz frei geworden war und er diesen geerbt hatte, davor konnte er dann doch nicht die Augen verschliessen. «Natürlich empfindet man so», sagt Spielmann. Er meint, dies könne kontraproduktiv sein.

Der Kampf um die Positionen, sich jeden Tag beweisen müssen – es war etwas, das er in Thun nicht mehr musste, und ein Grund, warum er den nächsten Schritt anstrebte. «Ich weiss, wie bei YB gearbeitet wird», sagt ­U-21-Nationaltrainer Lustrinelli. Er ist überzeugt: «Man wird Spielmann die Zeit geben, sich einzufinden.»

Der Tessiner, der bei Thun und YB unter Vertrag gestanden war, kommt auf die Stärken Spielmanns zu sprechen. Er sei ein moderner Flügel, unberechenbar, schnell, schuss- und dribbelstark. «Solche Spielertypen gibt es in der Schweiz nicht viele.» Er denkt an Ruben Vargas, Noah Okafor und den Lausanner Dan Ndoye und sagt, Spielmann benötige ein Erfolgserlebnis. «Dann kann er für YB zum Skorer werden.»

Vielleicht braucht einer wie Spielmann ein solches Erlebnis eher als andere, weil seine Spielweise bedingt, nicht darüber nachzudenken, ins Dribbling zu gehen, ohne Zögern abzuschliessen, im «Flow» zu sein, wie er sagt. Wie fühlt sich das an? «Man kann machen, was man will, es klappt einfach. Es ist das beste Gefühl, das man als Sportler haben kann.» Erreicht er diesen Zustand, wird er bald auch in Bern seine Spuren hinterlassen.


https://www.bernerzeitung.ch/news/stand ... y/19265336

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 Betreff des Beitrags: Re: (7) Marvin Spielmann
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 9. April 2020, 15:11 
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 Betreff des Beitrags: Re: (7) Marvin Spielmann
 Beitrag Verfasst: Samstag 4. Juli 2020, 00:37 
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Marvin Spielmann und die seltene Eigenschaft eines Fussballers

YB-Flügel Marvin Spielmann hadert mit seinen Leistungen, doch Trainer Gerardo Seoane glaubt an den Oltner und stärkt ihm den Rücken.

Ein Interview geben? Ausgerechnet jetzt, wo es doch so gar nicht läuft? Die grosse Mehrheit der Fussballprofis würde sich in einer solchen Situation freundlich für die Anfrage bedanken, um dann ausrichten zu lassen, dass man im Moment nicht sprechen und sich ganz auf die Leistung konzentrieren möchte. Aber gerne ein anderes Mal ...

Marvin Spielmann gehört zur kleinen Minderheit, die anders tickt. Der Flügelspieler von YB erscheint pünktlich zum Gesprächstermin im Bauch des Wankdorfstadions und redet nicht um den heissen Brei herum. Er sagt: «Die Saison verläuft für mich nicht zufriedenstellend. Meine Leistungen sind ungenügend.»

Hoppla, da übt einer so offen Selbstkritik, wie es in dieser Branche nur selten geschieht. «Ich erwarte von mir viele Skorerpunkte, habe es bisher aber nur auf je ein Tor und einen Assist gebracht», sagt Spielmann enttäuscht. Doch Trainer Gerardo Seoane macht ihm Mut: «Marvin hat grosses Potenzial. Wir wollen ihm den Rücken stärken und glauben daran, dass er seine Torgefahr bald wieder ausspielen kann.»

Mit einem gut gefüllten Rucksack zu YB gegangen

Spielmanns Karriere hatte in den letzten beiden Jahren beim FC Thun so richtig Fahrt aufgenommen. Auch YB ist beeindruckt gewesen und im letzten Sommer bereit, 1,5 Millionen Franken auf den Tisch zu legen, um die Konkurrenz aus dem Ausland auszustechen. Spielmann machte sich vor dem Transfer viele Gedanken, ob der Schritt vom kleinen FC Thun zu Meister YB der richtige sei oder vielleicht doch zu gross. Aber sind vor ihm nicht auch Christian Fassnacht und Sandro Lauper denselben Weg gegangen und haben reüssiert? Spielmann sagt: «Ich bin mit einem gut gefüllten Rucksack in Bern angekommen.»

Ein Blick in diesen gibt ihm recht: Nach der fussballerischen Ausbildung im Team Aargau und dem Abschluss der KV-Lehre im Departement für Bildung, Kultur und Sport in Aarau startet Spielmann beim FC Aarau seine Profikarriere. Doch das Brügglifeld ist nur Durchgangsstation. Der FC Wil und dessen türkische Investoren wollen den Schweizer Fussball aufmischen und locken Talente wie Spielmann mit üppigen Salären in die Ostschweiz. Eine Erfolgsstory wird daraus zwar nicht, für Spielmann aber ein Lehrplätz, wie es im Fussball laufen kann. Nur gut, bekommt er beim FC Thun die Chance, in der Super League Fuss zu fassen. Nach einem halben Jahr des Akklimatisierens schiesst er in seiner ersten Saison 13 Tore und wird zum Shootingstar. Und legt in der nächsten Spielzeit nach. Er trifft zwölfmal, gibt siebenmal den entscheidenden Pass und reiht sich in der Scorerliste bei den Besten ein, ex aequo mit Stars wie Nsame, Van Wolfswinkel, Gerndt und Sulejmani.

Die leidige Verletzung im Cupspiel in Carouge

Nach dem Wechsel zu YB führt sich der 24-Jährige ordentlich ein und kommt in den ersten vier Meisterschaftsspielen zum Einsatz. Doch dann verletzt er sich im Cupmatch in Carouge am Sprunggelenk und fällt wochenlang aus. Das Comeback verläuft harzig. Zwar schiesst er in der Europa League gegen Feyenoord ein wichtiges Tor, in der Super League aber wartet er auch nach 16 Teileinsätzen auf einen Treffer. Härter noch: In den beiden letzten Partien gegen Xamax und Servette hat es Spielmann nicht mal mehr ins Aufgebot geschafft. Ein Spiel seiner Mannschaft wie am Dienstag in Genf zu Hause vor dem Fernseher verfolgen zu müssen, ist frustrierend. «So etwas wünsche ich niemandem», sagt Spielmann. Seoane beruhigt: «Jeder Profi hat stärkere und weniger gute Phasen. Es gilt, den Fokus zu behalten, und konsequent und mit Elan zu arbeiten. Das tut Marvin. Wir erwarten von ihm, dass er weiter mit Freude ins Training kommt und Vollgas gibt.»

Der 11-fache frühere Schweizer U21-Internationale wirkt an diesem Donnerstagmittag nicht, als sei er am Boden zerstört. Aber ratlos ist er schon. «Ich gebe immer alles. Im Spiel und im Training. Doch mental war ich noch nie der Stärkste», sagt Spielmann. Er hat zwar in den letzten Jahren mit drei Mentaltrainern je ein Gespräch geführt, wirklich geholfen hat es ihm nicht. «Der mentale Bereich wird grundsätzlich vom Trainerteam abgedeckt», sagt Seoane. «Wir begleiten unsere Spieler intensiv und zeigen ihnen die verschiedenen Wege auf. Ob dann ein Spieler noch zusätzlich von aussen Unterstützung braucht, ist ihm überlassen.»

Spielmann denkt, irgendwann finde er schon aus dem Loch hinaus. Das Rezept: Endlich mal ein Tor erzielen, ein Erfolgserlebnis haben, Selbstvertrauen tanken, um dann nach dem berühmten Ketchup-Prinzip am Fliessband zu treffen. So, wie vor drei Jahren, als er beim 4:0-Auswärtssieg von Thun gegen YB zwei Tore schoss und in den nachfolgenden drei Spielen gleich noch einmal vier. «Da habe ich gezeigt, dass ich es kann», sagt Spielmann.

Ein extrem harter Konkurrenzkampf

Andres Gerber bestätigt: «Ja, Marvin kann es. Er ist schnell und hat einen guten Schuss.» Der Thuner Sportchef formuliert wunderschön, wie er den Fussballer Spielmann sieht: «Auf mich wirkt er wie eine Wildkatze, die wechselweise jagt, eine grosse Beute macht und sich dann vor der nächsten Pirsch wieder etwas ausruht.» Aber Marvin sei sensibel und bei YB einem extremen Konkurrenzkampf und hohem Druck ausgesetzt. Jetzt brauche er halt auch Geduld. Von sich selbst, von YB, vom Umfeld.

Letzteres befindet sich vornehmlich in seiner Heimatstadt Olten, wo er aufgewachsen ist und wo er auch heute mit seiner Freundin und einem kleinen Hund, einem rassereinen Mini-Malteser, lebt. «Hier fühle ich mich wohl», sagt Spielmann, «aber das gilt auch für YB, wo ich mit Fassnacht, Lauper, Bürgy und Lotomba einen guten Freundeskreis habe.» Er sucht keine Ausreden und wirkt erstaunlich reif, wenn er sagt: «Die Verletzung liegt lange zurück, und ich bin fit. Dass in Bern ein harter Konkurrenzkampf auf mich wartet, war mir immer bewusst. Würde ich damit nicht klarkommen, wäre ich hier fehl am Platz.»


https://www.solothurnerzeitung.ch/sport ... -138356953

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 Betreff des Beitrags: Re: (7) Marvin Spielmann
 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. August 2020, 23:33 
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Siegtorschütze im Cupfinal

«Definitiv habe ich jetzt Tränen in den Augen»

Marvin Spielmann hat eine schwierige Saison erlebt, doch im Cupfinal erzielt er das goldene Goal. Ganz anders ist die Gefühlslage bei FCB-Coach Marcel Koller.

Er hat wässrige Augen, als er kurz nach Spielschluss fürs Fernsehinterview vor die Kamera steht. Marvin Spielmann hat die Young Boys nur wenige Minuten zuvor mit einem Traumtor zum Cupsieg und damit auch zum Double geschossen. «Definitiv habe ich jetzt Tränen in den Augen», sagt er. Der Matchwinner hat keine einfache Zeit hinter sich.

«Ich hatte eine schwierige Phase, die gesamte letzte Saison», erzählt der 24-jährige Offensivakteur. «Aber ich habe weitergearbeitet und konnte heute dem Team helfen. Wenn man nicht aufgibt, kommt es irgendwann im Leben zurück.» Spielmann war im vergangenen Sommer als Leistungsträger von Thun zu YB gewechselt, konnte in der Hauptstadt aber nie ganz überzeugen. Bis jetzt

Realisiert habe er das Ganze noch nicht richtig. «Aber ich bin froh, dass wir der Stadt Bern etwas zurückgeben können», so Spielmann.

Koller fühlt «eine gewisse Leere»

Grossen Anteil am Double hat YB-Trainer Gerardo Seoane. Nach dem Final zeigt er sich konstant entspannt und lächelnd. «Das tut gut», meint er nach dem Double und lobt seine Mannschaft. Dass er mit der Einwechslung von Spielmann alles richtig gemacht und quasi den Sieg eingewechselt habe, lässt er aber nicht gelten. «Bei so einer Bank ist das auch nicht so schwierig», meint Seoane.

Schwieriger hat es Marcel Koller. Dass er sein letztes Spiel als FCB-Trainer verliert – und dann noch auf diese Weise –, das schmerze ihn. Doch nun heisst es für ihn Abschied nehmen, ab September übernimmt Ciriaco Sforza das Traineramt in Basel. «Jetzt gerade herrscht in mir eine gewisse Leere», sagt Koller. Doch er verspricht auch: «Man steht immer wieder auf.»


https://www.bernerzeitung.ch/definitiv- ... 2247289848

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 Betreff des Beitrags: Re: (7) Marvin Spielmann
 Beitrag Verfasst: Dienstag 1. September 2020, 09:59 
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YB ist Cupsieger: Marvin Spielmann erklärt seinen Sieg-Treffer

YB schlägt Basel mit 2:1. Marvin Spielmann entscheidet den Cupfinal mit einem Tor in der 89. Minute zugunsten der BSC Young Boys.

Das Wichtigste in Kürze

- YB gewinnt den Cupfinal gegen den FC Basel mit 2:1.
- Marvin Spielmann trifft in der 89. Minute zum Sieg.
- In der 89. Minute wird bei den BSC Young Boys Geschichte geschrieben!

2018 schiesst Jean-Pierre Nsame YB zum ersten Meistertitel nach 32 Jahren. Mit einem Treffer nach 88 Minuten und 27 Sekunden.

Am Sonntag gewinnen die BSC Young Boys das erste Double seit 52 Jahren. Marvin Spielmann erlöst die Berner.

Der eingewechselte Mittelfeldspieler erzielt das Sieg-Tor nach 88 Minuten und 20 Sekunden. Auch, weil Basel-Goalie Nikolic daneben greift.

Der Matchwinner bleibt nach dem Spiel im Interview mit Nau.ch cool: «Nur weil ich das Tor schoss, habe ich nicht mehr zum Sieg beigetragen als andere. Heute hat es einfach eine extrem grosse Portion Mentalität gebraucht.»

YB-Trainer Seoane: «Brauchte deutliche Worte in Pause»

Gerardo Seoane findet es zwar schade, durften keine Fans ins Stadion. Aber: «Das Double fühlt sich unglaublich an. Kompliment an die ganze Mannschaft für die Leidensfähigkeit!»

Er sei einfach nur stolz auf die BSC Young Boys. «In der Kabine brauchte es nach dem Rückstand deutliche Worte. Aber dann haben sie es super gemacht.»

Für YB-Goalie Marco Wölfli hätte es keinen schöneren Abschied geben können. «Wenn du zum Ende deiner Karriere drei Meistertitel holst und mit dem Double abschliesst, dann kannst du nur zufrieden sein.»

Die Freude von Captain Fabian Lustenberger wird etwas getrübt. Der 32-Jährige musste verletzt ausgewechselt werden. Trotzdem überwiegt das Positive.

«Wir werden jetzt zusammen essen – eine grosse Feier gibt es nicht. Ein Bierchen wird es sicher geben, aber wir haben eine grosse Verantwortung und deren sind wir uns bewusst.»

Ganz anders die Gefühlslage beim Captain der Verlierermannschaft, bei Valentin Stocker. «Es ist schade, dass die Partie nicht auf unsere Seite gekippt ist. Schade, stehe ich beim vermeintlichen 1:0 im Offside.»

Eine Antwort, woran es gelegen haben könnte, kann Stocker so kurz nach dem Spiel noch nicht liefern. «Schwierig zu sagen. Wir wollten uns unbedingt belohnen für eine Saison, die sehr anstrengend war. Es tut weh.»


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-is ... r-65771508

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