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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 30. Januar 2019, 00:43 
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Kommentar zum Hertha-Abgang Danke, Lusti!

Als am Montagnachmittag Hertha BSC vermeldete, dass mit Fabian Lustenberger, 30, der dienstälteste Profi der Berliner im Sommer den Verein nach zwölf Jahren verlassen wird, war ich im ersten Moment traurig. Denn der meist gut gelaunte Lockenkopf verkörpert ein langes und wichtiges Stück Vereinsgeschichte. Mit dem vielseitigen Profi, der im Sommer 2007 als 19-Jähriger vom FC Luzern zur Hertha kam, verbinden sich Erinnerungen an große Spiele, an zahlreiche Siege und auch an viele bittere Niederlagen.

Im vergangenen Jahr traf ich mich zweimal mit Lusti, wie er bei Hertha BSC von allen gerufen wird. Im Juli begleitete ich ihn ins Helios-Klinikum nach Berlin-Buch, wo er einen krebskranken Jungen besuchte. Im Verein „Kolibri“, der sich um solch schwer erkrankte Kinder kümmert, hatte sich Lustenberger schon länger engagiert. „Eine Herzensangelegenheit“, sagte er bescheiden.

Im November plauderten wir entspannt bei einem Interview, als er vor seinem 200. Bundesligaspiel für Hertha stand. Als er vor zwölf Jahren nach Berlin kam, sei das ein „Kulturschock“ gewesen, verriet er. Bis dato hatte er bei seinen Eltern gewohnt in einem 2 000-Seelen-Dorf. Nun bekam er seine erste eigene Wohnung, musste seinen ersten eigenen Haushalt managen.

Lustenberger hat sich in Berlin immer sehr wohlgefühlt. Er lernte hier seine Frau kennen, mit der er inzwischen drei Kinder hat. Er fand zahlreiche Freunde. Zweimal ist er mit Hertha abgestiegen und zweimal wieder nach oben geklettert. Er war Kapitän unter Trainer Jos Luhukay und musste unter Pal Dardai das Amt an Vedad Ibisevic abtreten. Gefallen hat ihm das nicht, aber er hat die Antwort nur mit guten Leistungen auf dem Platz gegeben. Lustenberger erlebte bei Hertha acht Trainer.

Im Sommer wird er zurück in seine Heimat gehen, wo seine Familie schon in der Nähe von Luzern lebt. Beim Schweizer Meister Young Boys Bern bekommt er einen Vertrag bis 2022. Dort wird er sich garantiert schnell heimisch fühlen. Trainer Gerardo Seoane stammt wie er aus Luzern. Co-Trainer ist Harald Gämperle („Dirty Harry“), der schon unter Lucien Favre bei Hertha als „gnadenloser“ Assistent galt. Und mit Landsmann Steve von Bergen steht Lustenbergers sehr guter Freund in der Abwehr von Bern, mit dem er schon gemeinsam bei Hertha verteidigte.

Noch fünfzehnmal könnte Lustenberger bei Hertha in der Liga zum Einsatz kommen. Er wird stets alles geben, ganz sicher. Schon jetzt ein herzliches „Danke, Lusti“!


https://www.berliner-zeitung.de/sport/h ... --31950600

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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 31. Januar 2019, 21:57 
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YB-Spycher erklärt Lustenberger-Transfer

«Von Bergen kann nicht mehr unser Abwehr-Leuchtturm sein»

Im Sommer kommt Fabian Lustenberger von der Hertha zu YB. Nun ist klar in welcher Rolle: Als neuer Abwehrchef! Dazu animiert hat ihn ausgerechnet der aktuelle Abwehrchef.

Im Sommer kommt Fabian Lustenberger von der Berliner Hertha zu YB. Nun ist klar in welcher Rolle: Als neuer Abwehrchef! Womit er keinen Geringeren als Team-Captain Steve von Bergen (35) verdrängen würde.

Sportchef Christoph Spycher klärt auf: «Steve kann nicht mehr alle drei, vier Tage ein Spiel über neunzig Minuten bestreiten. Das sieht er auch so. Deshalb kann er nicht mehr unser Leuchtturm sein, der die Abwehr zusammenhält. Er kann nicht mehr unsere Nummer eins der Innenverteidigung sein, der 50 Spiele in einer Saison bestreitet.»

Wie es mit Von Bergen weitergeht, ist noch offen. Drei Szenarien stehen zur Debatte:

- Erstens: Der Neuenburger hängt noch eine Saison bei YB an. Dann aber nur noch als Teilzeit-Spieler.
- Zweitens: Er geht weg von YB, zum Beispiel zu seinem Stammklub Xamax, wo er als Spieler noch ein par Jährchen anhängt.
- Drittens: Er hängt die Fussballschule an den Nagel und wird bei YB weiterbeschäftigt.
Denn, so Spycher: «Es gibt eine Zukunft nach dem Fussball. Und da haben wir grosses Interesse Steve hier zu behalten, in irgendeiner Funktion. Ich hätte ihn gerne in meinem Team.»

Ironie des Schicksals: Von Bergen selber hat seinen Kumpel Lustenberger – die beiden haben von 2007 bis 2010 gemeinsam in Berlin gespielt – zum Transfer nach Bern animiert. Das sei immer wieder ein Thema zwischen ihnen gewesen, sagt Von Bergen, der mit Lustenberger schon oft gemeinsam die Ferien verbrachte.

Und seine eigenen Zukunft? Es interessiere ihn nicht, was im Juni sei, versichert der langjährige Nati-Verteidiger. 2018 habe er auch erst im Mai verlängert. «Im Moment verspüre ich immer noch die Leidenschaft Fussball zu spielen. Mit wem, gegen wen, werden wir sehen», so Von Bergen in der «NZZ».

Im April, so Spycher, würde man konkret darüber sprechen. Aber den Ersatz hat er ja bereits an Bord geholt.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 45562.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Freitag 1. Februar 2019, 00:57 
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Mein Thema: Darum hat sich Fabian Lustenberger für YB entschieden

Unser Sportredaktor Daniel Wyrsch schreibt zum Wechsel des früheren Luzern-Spielers von Hertha Berlin zu den Young Boys.

Für zahlreiche FCL-Fans muss die Enttäuschung gross gewesen sein, als Anfang Woche bekannt wurde, dass Fabian Lustenberger im Sommer zu den Young Boys wechselt. Das Unverständnis über diesen Transfer wurde mir wegen der vielen Reaktionen bewusst, die ich aus Kreisen unserer Leser bekommen habe.

Noch im letzten Frühjahr hatte Lustenberger in einem Interview gesagt, dass eine Rückkehr zum FC Luzern für ihn ein Traum sein würde. Ich bin sicher, der stets topseriöse Profi von Hertha Berlin hat es so gemeint, wie er es gesagt hat. Er hätte nach zwölf Jahren beim deutschen Hauptstadtverein sehr gerne wieder im blauweissen Dress des FCL Fussball gespielt.

Vieles wäre für ein Lustenberger-Comeback in Luzern ideal vorbereitet gewesen. Der bald 31-jährige Nebiker hat längst ein Eigenheim in Schenkon, wo Frau und Kinder bereits eingezogen sind. Auch die Eltern, Geschwister und alten Freunde wird der Luzerner ab Sommer wieder in seiner Nähe haben. Warum also der berufliche Wechsel nach Bern?

Die Antwort ist rein rational. Wie jeder andere begehrte Profi hat Lustenberger geschaut, welche sportlichen Perspektiven ihm die möglichen neuen Klubs bieten. Spielt er bei YB künftig mit guten Chancen um den Meistertitel und den Cupsieg sowie um die Qualifikation für die Champions League, hätte er beim FCL höchstens auf einen Triumph im Cup hoffen können. Lustenberger hat als Ü30-Spieler noch immer grossen Hunger auf Titel, da er mit Hertha nur zwei Gewinne der Zweitliga-Meisterschaft errungen hat.

Bei der Entscheidungsfindung hat das Geld bestimmt ebenfalls eine Rolle gespielt, selbst wenn der Innerschweizer das letzte Dutzend Jahre in Berlin ein gutes Salär bekommen hat. Allerdings werden in Deutschland die Einkommen in der Grössenordnung von Bundesliga-Profis mit über 40 Prozent vom Staat besteuert.

Da Fabian Lustenberger wegen des auslaufenden Hertha-Vertrages ablösefrei zu den Young Boys wechselt, bekommt er vom neuen Arbeitgeber zum sonst schon lukrativen Dreijahresvertrag mit Option für eine weitere Saison marktüblich ein Handgeld obendrauf. Insgesamt ergibt das einen Deal über die drei Jahre, der inklusive Erfolgsprämien mehr als 2 Millionen Franken wert sein wird.

Von solchen Profiverträgen ist der FCL meilenweit entfernt. Er kommt dem bescheidenen Haushalten von Thun klar näher als jenem von YB und Basel. Ausserdem hat Lustenberger mit José Noguera den selben Berater wie YB-Trainer Gerardo Seoane. Auch er ein Luzerner und Ex-FCL-Mann.


https://www.tagblatt.ch/newsticker/spor ... ld.1089703

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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Freitag 15. März 2019, 20:49 
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Lustenberger: „Ohne Favre wäre ich nicht hier“

Fabian Lustenberger trifft im Topspiel gegen Dortmund auf seinen Förderer Lucien Favre und vergleicht ihn mit Hertha-Trainer Pal Dardai

Berlin Als Fabian Lustenberger zum Interview Platz nimmt, sieht er Vergangenheit und Zukunft vor sich: ein wandfüllendes Bild, das das vollbesetzte Olympiastadion bei einem Spiel gegen Borussia Dortmund zeigt, so wie es auch heute wieder sein wird (18.30 Uhr, Sky). „Das werde ich vermissen“, sagt der 30 Jahre alte Schweizer, der im Sommer nach zwölf Jahren bei Hertha zu Young Boys Bern wechselt. Ein Gespräch über die Magie der Bundesliga, das Wiedersehen mit Förderer Lucien Favre, seine bemerkenswerte Beziehung zu Hertha und das, was bleibt.

Berliner Morgenpost: Herr Lustenberger, voriges Wochenende sind Sie mit Hertha-Legende Erich Beer gleichgezogen. 301 Pflichtspiele in Blau-Weiß – was bedeutet Ihnen diese Zahl?

Fabian Lustenberger: Es ist nicht so, dass ich die ganze Zeit mitgezählt habe. Ich wusste beispielsweise, dass ich vor der Saison bei 191 Bundesliga-Spielen stand, und die 200 wollte ich dieses Jahr unbedingt vollmachen. Eine schöne Zahl, die zeigt, dass es mit Hertha und mir in den letzten zwölf Jahren gut gepasst hat.

Mit weniger Verletzungspech hätten Sie sogar Pal Dardai als Rekordspieler ablösen können …


Das stimmt, aber man tut gut daran, wenn man nicht immer in die Vergangenheit guckt. Wer hätte vor dieser Saison gedacht, dass ich 20 Spiele mache? Ich selbst jedenfalls nicht, zumindest nicht so oft über 90 Minuten. Über die ganze Karriere gleicht sich das aus. Diese Zahlen kann mir keiner mehr nehmen.

Sonnabend werden Sie zum letzten Mal ein ausverkauftes Olympiastadion erleben.

Wahrscheinlich. Gefühlt geht’s für mich aber eher um‚ das letzte Spiel gegen …‘. Dass es gegen Dortmund jetzt noch mal voll wird, ist schön, aber das liegt ja nicht an mir.

Vergangene Woche in Freiburg sind Sie als letzter ins Stadion eingelaufen, schienen die Atmosphäre aufsaugen zu wollen.

Das mache ich nicht bewusst. In Freiburg waren viele Freunde aus der Schweiz da, vielleicht habe ich mich deshalb etwas mehr umgeschaut. Wehmut verspüre ich noch nicht so stark, ich denke, die kommt spätestens nach dem letzten Spiel. Bis dahin versuche ich jede Partie zu genießen.

Der Mann, der Sie in die Bundesliga geholt hat, ist Sonnabend Trainer Ihres Gegners. Haben Sie noch Kontakt zu Lucien Favre?

Ganz selten. Zum Geburtstag schreibe ich ihm, auch zum Erfolg in Nizza oder dem neuen Job in Dortmund habe ich ihm gratuliert. Er hat sich bedankt.

In Berlin hat Favre Ihnen das Wort Polyvalenz angeheftet. War er der wichtigste Trainer Ihrer Karriere?

Ich glaube schon, ohne ihn wäre ich wohl nie bei Hertha gelandet. Und: Er hat mich gleich spielen lassen. Im ersten Jahr habe ich als 19-Jähriger gleich 24 Partien gemacht.

Wenn Sie eine Anekdote zu Favre erzählen sollten, welche wäre das?

Wir haben im Training öfters mit nur zwei Ballkontakten gespielt. Damals hat er noch mitgemacht, und die Regel war: Er gewinnt. Es gab keine schlechten Bälle von ihm, sondern wir haben sie schlecht angenommen. Andersrum waren immer unsere Pässe schuld (lacht).

Legendär ist seine Detailbesessenheit.

In der Kabine erklärt er dir manchmal aus dem Nichts eine Spiel-Situation und wie du damit umgehen sollst – wahrscheinlich, weil er irgendeinen Geistesblitz hat, wenn er dich sieht. Dann zeichnet er die Szene mit dem Finger an die Wand, zwischen Tür und Angel.

Menschlich gilt Favre nicht gerade als unkompliziert. Gab es bei Hertha Spieler, die mit seiner Art gefremdelt haben?

Ich war damals noch zu jung, um eventuell solche Strömungen zu erkennen. Ich bin aus einem kleinen Dorf in der Schweiz in die Millionenstadt Berlin gekommen und war einfach froh, da zu sein. Es gibt wohl nur wenige Trainer, die das komplette Paket kombinieren.

Wie viel Favre erkennen Sie in der Arbeit seines Ex-Spielers Pal Dardai wieder?

Puh, schwierig zu sagen. Fußballtechnisch ist Lucien vor allem wegen seiner Erfahrung noch vorn, das hat aber auch einfach damit zu tun, dass Pal erst ein paar Jahre Trainer bei den Profis ist. Pal hat dafür ein gutes Krisenmanagement, vielleicht, weil er hier Spieler war und genau weiß, was in Berlin passiert, wenn es mal schlecht läuft. Er bewahrt die Ruhe und gibt der Mannschaft Sicherheit.

Favre hat Hertha 2009 in die Europa League geführt, Dardai acht Jahre später ebenfalls. Welcher Hertha-Jahrgang war der stärkere?

Von den Einzelspielen waren wir damals unglaublich gut – Raffael, Pantelic, Voronin, Cicero, Simunic, Friedrich. Vom Potenzial her ist unsere aktuelle Mannschaft aber die beste, die wir in meiner Zeit hier hatten. Früher war die Erfahrung etwas wichtiger, jetzt sind wir auch jung und schnell.

Es heißt, im Profi-Fußball sei kein Platz für Freundschaften. Selbst dann nicht, wenn man zwölf Jahre bei einem Klub bleibt?

Doch, es haben sich schon Freundschaften etabliert. Mit Valentin Stocker oder Steve van Bergen habe ich noch Kontakt, auch mit Sandro Wagner oder Jens Hegeler. Ich bin sicher, dass auch zu Spielern aus der jetzige Mannschaft ein Draht bleiben wird, zum Beispiel zu Per Skjelbred.

Zu den Fans hat sich keine allzu innige Beziehung ergeben. Ein Liebling der Massen sind Sie nicht geworden.

Zum Teil liegt das sicher an meiner Position. Ich hatte selten die Gelegenheit, aufs Wappen zu klopfen, ich hab‘ ja kaum Tore geschossen. (lacht) Trotzdem: Viele Leute schreiben mir jetzt, bedanken sich, dass ich trotz der zwei Abstiege geblieben bin und wünschen mir alles Gute. Was bei mir ankommt, ist zu 99,9 Prozent sehr positiv. Ich habe den Leuten auf meine Art gezeigt, dass ich Herthaner bin und hierher gehöre.

Sie hätten stärker auf die Identifikations-Pauke hauen können, haben Ihr Verhältnis zum Klub aber immer sehr professionell definiert. Ein Stück Selbstschutz, weil Sie erlebt haben, wie schnelllebig das Geschäft ist?

Vielleicht, ja. Aber ich ticke auch einfach so. Die Abwägung war immer: Beim Altbewährten bleiben, wo man sich wohl fühlt? Oder irgendwo komplett neu anfangen? Wenn meine Familie hier geblieben wäre, hätte ich gern noch mal verlängert. Hertha wird immer ein Teil meines Lebens sein, dafür wird allein schon unser mittlerer Sohn sorgen. Wenn Samu Fußball spielt, ist er Hertha, und Hertha gewinnt immer. Das gerahmte Trikot mit der Nummer 200 (ein Klub-Präsent zum 200. Bundesligaspiel, d. Red.) kommt natürlich auch mit in die Schweiz. Ob ich’s aufhängen darf, muss ich noch mit meiner Frau abklären (lacht).

Wenn Sie auf die zwölf Jahre zurückblicken: Worauf sind Sie stolz?

Darauf, dass ich trotz aller Widerstände immer zurückgekommen bin. Es ist nicht selbstverständlich, dass man trotz vieler Nackenschläge am Ende der Saison trotzdem wieder fast am meisten gespielt hat. Ich habe mich nicht unterkriegen lassen und bin meinen Weg gegangen.

Was war Ihr bitterster Moment in Berlin?

Der zweite Abstieg mit der Relegation, zumal ich nur auf der Tribüne saß. Nach dem Hinspiel in Berlin bin ich ein Stunde sitzen geblieben, da ist alles zusammengebrochen, ich dachte ‚scheiße, das war’s‘. Nach dem Rückspiel hat man die ganzen Geschichten über die Vorgänge in den Katakomben gehört, ich war ja nicht dabei. Den Prozess zum möglichen Wiederholungsspiel vor dem DFB-Sportgericht habe ich am Liveticker verfolgt. Das war brutal.

Für Sie persönlich war der Abstieg auch ein Startschuss.

Ja, danach kam meine erfolgreichste Zeit. Aufstieg, danach Kapitän, ich habe konstant und viel gespielt.

Was werden Sie am meisten vermissen?

Bern hat einen Schnitt von 23.000 Zuschauern, das ist nicht schlecht, aber in Deutschland sind die Stadien nun mal größer und besser gefüllt. Daneben werde ich natürlich Berlin vermissen, allein die Kantstraße ist ja kulinarisch der Wahnsinn. Obwohl die Stadt so groß ist, ist alles gefühlt um die Ecke. Man kennt nach so vielen Jahren die Leute in den Restaurants, wird begrüßt, ist gern dort. In der Schweiz lebe ich auf dem Dorf, aber dafür habe ich bald wieder meine Familie um mich. Das entschädigt für alles.

Mit welchen Zielen gehen Sie zurück in die Schweiz?

Erst einmal zählt jetzt bis zum Saisonende weiterhin nur Hertha. Wenn es in Bern für die Champions League reicht, nehm‘ ich das natürlich dann gern mit, aber das ist für mich noch weit weg. Gesund bleiben und spielen – alles andere wird sich zeigen.

Vorerst kommen noch neun Spiele mit Hertha. Was macht Sie zuversichtlich, dass die Mannschaft gegen Dortmund wieder ihr Favoritenschreck-Gesicht zeigt?

Wenn wir 110 Prozent abrufen können, so wie gegen Bayern oder Gladbach, können wir auch Dortmund schlagen, wir hatten ja zuletzt eigentlich immer gute Spiele und Ergebnisse gegen sie. Natürlich sind sie Favorit, aber wir haben ein volles Stadion hinter uns. Mein letztes Duell gegen den BVB zu gewinnen, wäre für mich natürlich schön.

Angenommen es reicht nicht für Punkte, ist das Thema Europa League dann vom Tisch?

Es würde dann auf jeden Fall wohl deutlich schwieriger, zumal man nicht das Gefühl hat, dass die Mannschaften vor uns groß ins Straucheln kommen. Wir tun gut daran, einfach Woche für Woche Punkte zu sammeln. Zu was es dann am Ende reicht, werden wir sehen.


https://www.morgenpost.de/sport/hertha/ ... -hier.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 3. April 2019, 22:53 
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Hertha-Schock Lusti im Training verletzt - Verdacht auf Muskelfaserriss

Wird Fabian Lustenbergers (30) zwölfjährige Hertha-Ära so gemein beendet? Im Sommer wechselt der Schweizer zu Young Boys Bern. Seit gestern ist fraglich, ob er nochmal im blau-weißen Trikot spielt. Der Routinier verletzte sich im Training. Der Verdacht: Muskelfaserriss im Oberschenkel. Die Saison könnte für Lusti damit gelaufen sein.

Lustenberger wusste sofort, dass etwas kaputt gegangen ist. Der Schweizer fasste sich mit schmerzverzerrtem Gesicht an den rechten, hinteren Oberschenkel, zog sich wütend das gelbe Trainingsleibchen aus und schmiss es auf dem Boden.
Mit dem Golf-Kart Richtung Kabine

Herthas Physiotherapeuten eilten aufs Feld, bandagierten per Sofort-Maßnahme Lustis Bein. Dann ging es mit dem Golf-Kart der medizinischen Abteilung direkt in die Kabine.

Kurios: Der Lustenberger-Schmerz kam direkt nach einem Erfolgserlebnis. Unmittelbar als der Ball nach einem strammen Torschuss im Netz zappelte, ging Lusti, der Hertha nach 12 (!) Jahren in Richtung Bern verlässt, zu Boden.

Dardai muss wohl umbauen

„Das war heute ein intensives Sprint-Training. Das brauchen wir für die Körpersprache“, erklärte Dardai, der noch keine Diagnose abgeben wollte. „Wir müssen abwarten, was er hat.“

Noch in der Kabine wurde der Eidgenosse von Herthas Teamärzten untersucht. Danach ging es ab zur MRT! Sollte sich die Muskelverletzung bestätigen, wird Lustenberger definitiv beim von Dardai nach der Leipzig-Klatsche (0:5) ausgerufenen Charakter-Test gegen Düsseldorf (Sonnabend, 15.30 Uhr) fehlen.

Weil mit Jordan Torunarigha (21, Sprunggelenksverletzung) bereits ein Innenverteidiger ausfällt, muss Dardai gegen die Rheinländer wohl von seiner zuletzt favorisierten Dreier-Abwehr-Reihe abrücken und mit einer Viererkette spielen lassen.

https://www.berliner-kurier.de/sport/he ... s-32320870

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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Samstag 11. Mai 2019, 11:08 
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Abschied einer Legende Warum Fabian Lustenberger Hertha fehlen wird

All die Untiefen und Abgründe der menschlichen Seele lassen sich erkunden und vermessen. Haben jedenfalls Psychologen aus Ulm, Landau und Kopenhagen im vergangenen Jahr herausgefunden. Sie gehen davon aus, dass Egoisten, Narzissten, Psychopathen, Sadisten und andere eher bösartige Menschen einiges gemeinsam haben, nämlich: einen „dark factor“ in ihrer Persönlichkeitsstruktur. Gemeint ist damit ein extremer Hang, den eigenen Nutzen zu maximieren und dabei den Schaden der anderen bereitwillig in Kauf zu nehmen oder sogar absichtlich herbeizuführen. Und was hat das mit Fabian Lustenberger zu tun? Warum hat ein Fanklub von Hertha BSC einen Abschiedssong („Lusti, wir brennen für dich“) gedichtet, in dem es geheimnisvoll heißt: „Der Schweizer mit der dunklen Seele“?

Die Tatsache, dass Cheftrainer Pal Dardai und sein Chefassistent Rainer Widmayer Hertha im Sommer verlassen, hat zuletzt die Gewissheit überlagert, dass auch Lustenberger, 31, seit zwölf Dienstjahren in Berlin – keiner im Kader hat mehr – ebenfalls noch zwei finale Spiele vor sich hat, bevor er sich den Young Boys Bern anschließt; an diesem Sonnabend um halb vier in Augsburg, eine Woche später im Olympiastadion gegen Leverkusen. Bitte extra saugfähige Taschentücher mitbringen.

Besuch in der Kinderklinik

Lustenberger, der den inoffiziellen Status Vereinslegende genießt und bei Heimspielen als Einziger mit dem Ostkurvenruf „Fußballgott!“ begrüßt wird, hat bereits glaubhaft versprochen: „Ich bin und bleibe Herthaner.“ Und seit Januar immer wieder angekündigt: „Ich nehme noch alles mit.“ Bislang sind es 305 Pflichtspiele oder eben 22 983 Minuten, fünf (meist grandiose) Tore, acht Vorlagen, dazu eine Ehefrau (kommt aus Brandenburg), drei Kinder (leben seit zwei Jahren in der Schweiz), viele Freundschaften und erst am Donnerstag wieder jede Menge leuchtende Augen, als Lustenberger eine Kinderklinik besuchte.

Und dieser Typ soll eine dunkle Seele haben? „Was sie damit meinen, weiß ich wirklich nicht. Man könnte jeden Menschen in meinem Umfeld fragen, aber von einer dunklen Seele würde niemand sprechen, da bin ich mir ziemlich sicher“, sagte Lustenberger der Berliner Morgenpost.

Es gibt sie trotzdem, diese eine Zielgruppe, der Lustberger eher unfreundlich begegnet, weil diese Zielgruppe nun mal etwas hat oder will, was er auch hat oder haben will: den Ball. Da ist Lustenberger voll auf seinen eigenen Nutzen fokussiert, die Gegner sind sein Ziel, manchmal, aber nur manchmal nimmt er auch in Kauf, dass es kracht und wehtut.

Zu den unterschätzen Geschichten dieser Saison gehört das Kapitel, in dem steht, dass Lustenberger der beste Zweikämpfer seiner Mannschaft ist. Seine Erfolgsquote liegt bei 65,2 Prozent, was Bundesligaplatz elf bedeutet; in der vergangenen Saison waren es sogar 70,4 Prozent und Gesamtplatz drei. Auch das wird Hertha fehlen in der Zukunft. So wie Lustenbergers besondere Gabe, auf dem Platz das zu tun, was gerade anfällt, ob im Mittelfeld oder in der Abwehr. Immerhin passt also diese Fansongzeile: „Dein Spiel ist polyvalent, du hast nie das Training verpennt.“

Abschiedsgespräch am Mittwoch

In seinen zwölf Jahren für Hertha hat Lustenberger im Schnitt 22 Ligaspiele bestritten; es wären mehr gewesen, wenn er nicht so häufig verletzt gewesen wäre und weniger, wenn man all die Saisonprognosen ernst genommen hätte, in denen es regelmäßig hieß, der Lustenberger, der werde diesmal wirklich seinen Stammplatz verlieren. Was er verloren hat vor drei Jahren, war lediglich das Kapitänsamt, weil Dardai sich mehr körperliche und verbale Präsenz wünschte auf dem Platz, einen „ganz großen Anführer“.

Die Wahl des Trainers fiel auf Vedad Ibisevic, der wahrscheinlich einen höheren „dark factor“ vorweisen kann. Nach der Absetzung schwieg Lustenberger monatelang, dann sagte er: „Ich hatte schon ein paar Tage damit zu tun.“ Warum er nicht eher darüber sprechen wollte? „Ich glaube, das konnte ich mir rausnehmen.“ Ja, konnte er, durfte er auch. Genauso das Recht, erst am kommenden Mittwoch über seinen Abschied zu sprechen. Bleibt ja noch ein bisschen Zeit, um über die dunkle Seele nachzudenken.


https://www.berliner-zeitung.de/sport/h ... d-32522642

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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Samstag 11. Mai 2019, 22:03 
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«Lusti, wir brennen für dich»

So lustig verabschieden sich Hertha-Fans von Lustenberger

Im Sommer wechselt der Ex-Hertha-Kapitän Fabian Lustenberger nach zwölf Jahren zu den Berner Young Boys. Zum Abschied hat der Berliner Fanclub «Axel Kruse Jugend» dem Schweizer mit «Lusti, wir brennen für dich» ein musikalisches Denkmal gesetzt.


https://www.blick.ch/sport/fussball/int ... 15283.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 15. Mai 2019, 23:50 
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Letzter Auftritt für Hertha BSC Lustenberger nimmt stilvoll Abschied

Currywurst, Brezel, Butter. Fabian Lustenberger, 31, tischte am Mittwoch groß und zugleich bodenständig auf. Der Schweizer verlässt Hertha BSC nach zwölf Jahren und lud zu seinem Abschiedsinterview im Medienraum des Bundesligisten ein. Er hat in all den Jahren so manchen Zwist mit Reportern gehabt und hielt sich auch nie mit analytischer Medienkritik nicht zurück. Doch der dreifache Vater hat längst seinen Frieden mit den Journalisten gefunden.

Bei Hertha hat sich der Defensivspezialist immer wohlgefühlt – trotz Verletzungsmisere am Anfang als Jungprofi mit einem Mittelfußbruch, trotz zwei Abstiegen, trotz seiner Absetzung als blau-weißer Kapitän 2016. „Bei mir hat es hier zwölf Jahre lang sportlich im Verein und privat mit der Familie gepasst. Als ich vor zwölf Jahren ankam, hätte ich mir das auch nicht erträumt, dass ich so lange bleibe. Es war eine supertolle Zeit, ich werde es vermissen“, sagt er.

Currywurst, Brezel, Butter. Fabian Lustenberger, 31, tischte am Mittwoch groß und zugleich bodenständig auf. Der Schweizer verlässt Hertha BSC nach zwölf Jahren und lud zu seinem Abschiedsinterview im Medienraum des Bundesligisten ein. Er hat in all den Jahren so manchen Zwist mit Reportern gehabt und hielt sich auch nie mit analytischer Medienkritik nicht zurück. Doch der dreifache Vater hat längst seinen Frieden mit den Journalisten gefunden.

Bei Hertha hat sich der Defensivspezialist immer wohlgefühlt – trotz Verletzungsmisere am Anfang als Jungprofi mit einem Mittelfußbruch, trotz zwei Abstiegen, trotz seiner Absetzung als blau-weißer Kapitän 2016. „Bei mir hat es hier zwölf Jahre lang sportlich im Verein und privat mit der Familie gepasst. Als ich vor zwölf Jahren ankam, hätte ich mir das auch nicht erträumt, dass ich so lange bleibe. Es war eine supertolle Zeit, ich werde es vermissen“, sagt er.


https://www.berliner-zeitung.de/sport/h ... d-32547254

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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 15. Mai 2019, 23:52 
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Lustenberger-Abschied Darum wird der Schweizer für immer Herthaner bleiben

Eine Ära geht bei Hertha BSC zu Ende. Fabian Lustenberger (31) macht Sonnabend gegen Leverkusen nach zwölf(!) Jahren sein letztes Spiel für die Blau-Weißen. Eine Zeit, die den Schweizer mächtig stolz macht, er genießt die letzten Tage bei seiner Hertha.

Currywurst, Brezel, Butter. Lusti tischte gestern bei seinem Abschiedsinterview im Medienraum des Bundesligisten auf. Nicht zu opulent, sondern bodenständig, dafür herzlich und nett mit viel Stil.

"Vor zwölf Jahren hätte ich nicht gedacht, dass ich so lange bleibe."

Lustenberger hat sich im Verein immer wohlgefühlt – trotz Verletzungsmisere am Anfang als Jungprofi mit einem Mittelfußbruch, trotz zwei Abstiegen, trotz seiner Absetzung als blau-weißer Kapitän 2016. „Bei mir hat es hier zwölf Jahre lang sportlich im Verein und privat mit der Familie gepasst. Als ich vor zwölf Jahren ankam, hätte ich mir das auch nicht erträumt, dass ich so lange bleibe. Es war eine supertolle Zeit. Ich werde es vermissen“, sagt er.

Sein Wechsel zu Young Boys Bern in seine alte Heimat hat genau wieder die zwei Gründe: Privat – seine Frau Monique wohnt mit den drei Kindern in der Alpenrepublik. Und natürlich das Sportliche. „Es ist jetzt der richtige Moment zu gehen. Jetzt stehe ich noch einigermaßen im Fokus, bin nicht irgendwie Spieler 16, 17. Ich bin irgendwie noch wichtig. So ist es mir lieber, als wenn ich später gehe und die Leute nur sagen: Ach der Lustenberger war ja auch noch da. Jetzt habe ich einen schönen Abschied“, lässt er Einblicke in sein Seelenleben zu.

„Wenn ich jetzt noch mal Autogramme schreibe, Geschenke von Fans bekomme, dann denke ich kurz an den Abschied. Aber bei mir ist noch Hertha-Alltag. Das die Zeit vorbei ist, realisiere ich wahrscheinlich erst richtig, wenn ich in der Schweiz bin.“

"Der Abschied in der Ostkurve wird emotional."

Doch die Verabschiedungszeremonie im Olympiastadion am Sonnabend beim Saisonfinale gegen Leverkusen rückt immer näher. Der sachliche Lustenberger gibt ehrlich zu: „Ich weiß nicht, was mich erwartet. Ich lasse mich überraschen. Es wird ein spezieller Moment, es wird emotional. Wie weit die Emotionen gehen, weiß ich noch nicht.“ Die Fans mögen solche Urgesteine, sie werden Lusti mit einem „Fußballgott-Sprechchor“ verabschieden.

Er ist mit sich selbst im Reinen: „Wenn ich mal nicht gespielt habe, wollte ich mir nie vorwerfen lassen, dass ich mich danach hängenlasse. Das ist mir gelungen.“ Fleißig, treu, loyal. Mit Lustenberger verliert Hertha einen Ausnahmefußballer, der ohne große Tricks und Tore auf dem Platz glänzte.

Ab Juli bricht beim Schweizer Meister eine neue Zeit für ihn an. Danke Lusti, du bist und bleibst trotzdem ein echter Herthaner.


https://www.berliner-kurier.de/sport/he ... n-32547700

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 15. Mai 2019, 23:57 
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Lustenberger erklärt Hertha-Ende nach 12 Jahren

„Es ist schön, jetzt zu gehen“

Nach 308 Pflichtspielen für Hertha (die kommende Partie gegen Leverkusen eingerechnet) macht Fabian Lustenberger (31) Schluss. Zwölf Hertha-Jahre machen den Schweizer zur Vereins-Legende. Nur fünf Profis schafften mehr Spiele für die Berliner. Am Sonnabend läuft er um 15.30 Uhr mit seinen Kindern ein letztes Mal ins Olympiastadion ein. BILD sprach mit Lustenberger über...

... Vereinstreue in schnelllebigen Zeiten: „So etwas kommt zu Stande wenn es sportlich und vom Verein her passt. Ich bin ohnehin ein Mensch, der nicht so sehr auf Veränderungen steht. Als ich 2007 mit Dieter Hoeneß meine erste Pressekonferenz gegeben habe, hätte ich aber nicht gedacht, dass ich zwölf Jahre später immer noch da bin.“

...den Zeitpunkt des Wechsels: „Es ist schön, jetzt zu gehen, weil ich sportlich noch im Fokus bin. Vielleicht hätte ich nächstes Jahr kein Spiel mehr gemacht, dann macht ein Abschied auch weniger Spaß. Meine Familie freut sich, auf unsere neue Heimat.“

...Wehmut: „In den letzten Wochen wollten die Fans viele Autogramme und Selfies haben. Ich habe auch viele Geschenke bekommen. Dann wird einem bewusst, dass da ein großer Abschied bevorsteht. Ich bin sicher, dass es am Sonnabend sehr emotional wird.“

...sein bestes Spiel: „Das 6:1 gegen Frankfurt 2013 direkt nach dem Aufstieg, ich war erstmals Kapitän. Ich erinnere mich auch gern an das 4:2 gegen Gladbach aus dieser Saison oder das 2:1 in Dortmund 2013.“

...sein schlechtestes Spiel: „Das 0:5 in Leipzig in dieser Saison war sicher nicht mein Glanzpunkt. Auch das Relegationsspiel in Düsseldorf würde ich gern vergessen (Hertha stieg danach 2012 ab, d. Red.). So etwas passiert. Man darf deshalb nicht alles in Frage stellen und muss daraus lernen.“

...seinen verrücktesten Fußballer-Moment: „2010 haben wir bei 1860 gespielt und unser Torhüter Marco Sejna sah Rot und wir konnten nicht mehr wechseln. Markus Babbel wollte eigentlich Roman Hubnik ins Tor stellen. Aber ich dachte, den brauchen wir um vorn noch ein Tor zu schießen. Also bin ich in den Kasten gegangen. Ein Gegentor habe ich nicht zugelassen.“

...seine Absetzung als Kapitän 2016: „Das war keine einfache Zeit. Ich wollte der Mannschaft aber dennoch helfen. Es ging darum, sich im Training nicht hängen zu lassen. Das hat der Trainer gesehen und mich wieder spielen lassen.“

...über Mitspieler, die in Erinnerung bleiben: „Marko Pantelic war unglaublich. Er hat Tore gemacht, die eigentlich keine waren. Mit Sandro Wagner, Valentin Stocker oder Steve von Bergen sind tolle Freundschaften entstanden.“

...seinen neuen Klub Young Boys Bern: „Ich freue mich, nach Hause zu kommen. Ich werde dort viel Verantwortung übernehmen müssen, das ist eine Herausforderung. Natürlich hoffe ich auch, dass wir uns für die Champions League qualifizieren.

...seine Zukunft: „Ich will im Fußball bleiben, peile eine Karriere als Trainer an.“

...Rückkehr zu Hertha: „Grundsätzlich kann ich mir viel vorstellen und will das nicht ausschließen.“


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