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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Montag 15. Juni 2020, 22:44 
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Fabian Lustenberger ordnet ein

«Dass man mal eine Tablette braucht, kann vorkommen»

Der weit verbreitete Konsum von Schmerzmitteln hat jüngst in Deutschland die Schlagzeilen gefüllt. Wie begegnet YB der Problematik?

Der Aufschrei im Anschluss an die ARD-Dokumentation «Geheimsache Doping – Hau rein die Pille» war riesig. Medikamentenmissbrauch scheint im deutschen Fussball an der Tagesordnung zu sein. Und zwar längst nicht nur im Profigeschäft.

Gerade vor dem Hintergrund, dass auf die Super-League-Klubs mit dem Wiederanpfiff nach der Corona-Pause ein Mammutprogramm wartet, interessiert es, wie hierzulande mit der heiklen Angelegenheit umgegangen wird. SRF Sport hat zwei YB-Protagonisten mit dem Thema konfrontiert.

«Wir werden wachsam sein müssen und die Situation beobachten.» So lautete die Antwort des Berner Teamarztes Jan Montagne auf die Frage, ob mit Blick auf das intensive Pensum die Gefahr bestehe, dass seine Spieler eher zu Schmerzmitteln greifen würden.

Nicht Tag für Tag erlebt

Fabian Lustenberger, der Captain der Young Boys, kennt die Bundesliga aus 12 Jahren bei Hertha BSC. Nach seinem Empfinden war die Problematik nicht so akut. Dass «Pillen wie Smarties verteilt» werden, hat er nie erlebt. «Ein Fussballer hat die Intention, auf dem Platz stehen zu wollen. Erfordert es die Situation, nimmt er halt mal eine Schmerztablette, um etwas zu kaschieren – aber immer mit dem Hintergedanken, die Gesundheit nicht zu gefährden.»

Auch kann sich der 32-Jährige vorstellen, dass der eine oder andere Spieler präventiv eine Pille nehme, um ein gutes Gefühl zu haben. Aber dies sei zu seiner Zeit in Berlin sicher nicht Tag für Tag der Fall gewesen.

Hat man einen guten Draht zum Spieler, sollte der Konsum kontrolliert werden können.
Autor: Jan MontagneYB-Teamarzt


Zusammenfassend meint Lustenberger, dass es vorkommen könne, dass ein Fussballer hin und wieder eine Tablette brauche. «Wichtig ist, dass man einen Mittelweg findet und unterscheidet zwischen Training und Wettkampf.»

Werden die Empfehlungen eingehalten?

Gemäss Doktor Montagne werden bei YB Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. «Wir raten davon ab, sie vorbeugend einzusetzen.»

Die Spieler dahingehend zu kontrollieren, ist eine Herausforderung. «Aber wenn man einen guten Draht zum Team hat, kann man dies steuern», so Montagne.

Untenstehend erfahren Sie, wie Lustenberger und Montagne den bevorstehenden englischen Spiel-Wochen entgegensehen und wie beim Meister vorgebeugt werden konnte.


https://www.srf.ch/sport/fussball/fussb ... -vorkommen

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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Freitag 10. Juli 2020, 12:35 
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Gewinnt YB jetzt auch in Basel, Fabian Lustenberger?

Seit sieben Spielen hat YB auswärts nicht mehr gewonnen. Nun kehrt der Meister dorthin zurück, wo der Auswärtsfluch begann: nach Basel.

Das Wichtigste in Kürze

- Am Samstag (20.30 Uhr) trifft YB im Klassiker auswärts auf den FC Basel.
- Der Meister will im Joggeli seine chronische Auswärtsschwäche vergessen machen.
- In den letzten sieben Gastauftritten holte YB gerade mal drei Punkte und gewann nie.
- Nach dem 3:3 von St. Gallen in Lugano ist YB wieder Leader.

YB braucht Nestwärme. Im heimischen Wankdorf, wie das «Nest» der Berner seit Juli wieder offiziell heisst, gab es zuletzt elf Siege de suite. Verloren hat der Meister zu Hause zuletzt im Oktober 2018 – oder vor 27 Spielen.

Wäre da nicht diese chronische Auswärtsschwäche, YB wäre seinen Verfolgern längst enteilt und könnte den Champagner kühl stellen. Immerhin: Nach dem 3:3 von St.Gallen in Lugano ist YB wieder Leader.

Aber: Der letzte Auswärtsdreier resultierte im Spätherbst beim 4:3 in Sion. Seither gab es vier Niederlagen und drei Remis.

Begonnen hat der Fluch in der Fremde Anfang Dezember. Mit 0:3 schickte der FC Basel YB damals auf den Heimweg. Am Samstag kommt es nun zur Reprise dieses Duells im Joggeli.

«Es ist das grosse Ziel, dass wir auswärts auch einmal gewinnen», sagt YB-Captain Fabian Lustenberger. «Warum nicht in Basel gleich damit beginnen und so den Schlussspurt einleiten?»

Joggeli kein gutes Pflaster für YB

Mit einem Sieg könnten die Stadtberner den langjährigen Branchenprimus um zwölf Punkte distanzieren.

Die Statistik gibt dem Meister keinen Grund für Optimismus. In den letzten zehn Spielen am Rheinknie resultierten fünf Niederlagen, vier Unentschieden und lediglich ein Sieg.

Allerdings: Dank der verkürzten Sperre von Jean-Pierre Nsame kann der Meister am Samstag wieder auf die Dienste von Toptorjäger Nsame zählen.


https://www.nau.ch/sport/fussball/gewin ... r-65740433

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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Sonntag 12. Juli 2020, 15:02 
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YB-Captain über die Corona-Fälle beim FCZ

«Keine Ahnung, ob das noch Sinn ergibt»

Nach dem 2:3 in Basel sagt Fabian Lustenberger, dass ihn die Ungewissheit über die Fortsetzung der Meisterschaft beschäftigt. Und der 32-Jährige kritisiert die Spielplan-Ansetzung.

Der Spieltag wurde von den Corona-Fällen beim FC Zürich überschattet. War es überhaupt möglich, sich auf die Partie in Basel zu fokussieren?

Ganz ehrlich, mich beschäftigt dieser Vorfall. Ich habe viel zu diesem Thema gelesen. Die Saison schien auf einem guten Weg zu sein, die Partien verliefen ohne Komplikationen. Insofern war die Meldung ein Dämpfer. Jetzt herrscht viel Ungewissheit.

Können Sie dieses Gefühl umschreiben?

Ich frage mich, wie es weitergehen soll. Muss abgebrochen werden? Falls ja: Wie wird die Tabelle gewertet? Es gehen einem tausend Sachen durch den Kopf. Natürlich kann man versuchen, weiterzuspielen, als wäre nichts gewesen. Aber das ist nicht einfach, weil es einen ja selbst betrifft.

Nächste Woche steht für YB das Spiel beim FCZ an.

Muss der FCZ nun gegen uns direkt aus der Quarantäne kommend antreten? Oder gar mit der zweiten Mannschaft? Momentan gibt es Fragen über Fragen. Es ist eine Hängepartie.

Ergibt es unter diesen Umständen überhaupt Sinn, die Saison zu beenden?

Keine Ahnung. Es ist nicht meine Aufgabe, das zu bewerten. Klar ist, durch die Verschiebungen und die lange Pause ist der Wettbewerb beeinflusst worden – das wünscht man sich als Sportler nicht. Ich bin gespannt, ob sich noch eine Lösung finden lässt, die für alle einigermassen fair ist.

Der Spielplan ist eng getaktet, es gibt fast keine Ausweichdaten. War die fünfwöchige Vorbereitung zu lang?

Ich bin überzeugt, es wäre gesundheitlich vertretbar gewesen, die Saison zwei Wochen früher fortzusetzen. Aber im Nachhinein ist man immer schlauer.

«Wir hätten die Saison zwei Wochen früher fortsetzen können.»

Der Fall FCZ zeigt, wie gross die Verantwortung ist, welche die Spieler tragen. Eine Ansteckung kann die ganze Saison gefährden. Wie gehen Sie damit um?

Ich bin viel daheim. Und wenn wir als Familie etwas unternehmen, dann halten wir uns möglichst nicht in geschlossenen Räumen auf.

Mussten Sie als Captain schon eingreifen, weil sich ein Kollege nicht an die Vorgaben hielt?

Ich weiss nicht von allen, was sie in ihrer Freizeit tun. Das ist auch nicht meine Aufgabe, ich bin Captain, nicht Kontrolleur. Der Club gab uns Vorgaben. Und der Trainer erinnert uns hin und wieder daran, vorsichtig zu sein. Aber jeder ist alt genug. Es ist eine Frage der Eigenverantwortung und der Selbstdisziplin. Gerade die jüngeren Spieler werden aus dieser Phase viel mitnehmen können.

Die Clubs sind nicht verpflichtet, die Spieler auf Covid-19 zu testen. Wie erleben Sie die Massnahmen?

Vor jedem Training wird Fieber gemessen. Zudem müssen wir einen Fragebogen zu Symptomen ausfüllen. Das schien gut zu funktionieren. Bis jetzt.


https://www.bernerzeitung.ch/keine-ahnu ... 1605439896

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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 16. Juli 2020, 12:36 
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Nach Horror-Zusammenstoss

YB bangt um Captain Lustenberger

Nach einem Horror-Zusammenstoss mit Servettes Koné ist der Einsatz von YB-Captain Fabian Lustenberger (32) am Samstag gegen Zürich fraglich. Ohne ihren Teamleader sind die Berner verwundbar.

Im Stadion Wankdorf läuft die 37. Minute, als den 1000 Zuschauern der Atem stockt. Ein hoher Ball an der Mittellinie. YB-Captain Fabian Lustenberger und Servette-Stürmer Koné steigen zum Kopfballduell hoch. Der Ivorer in Genfer Diensten ist einen Tick schneller am Ball. Lustenbergers Stirn trifft Konés Hinterkopf mit voller Wucht.

Lustenberger sackt zusammen. Breitet die Arme aus. Er hackt seinen rechten Fuss dreimal in den Kunststoffrasen. Als die Teamärzte das Feld betreten, schiesst Blut aus Lustenberger Stirn. Immerhin: Er ist bei Bewusstsein, kann selber aufstehen. Doch die blonden Haare sind rot vom Blut. An ein Weiterspielen ist nicht zu denken.

Lustenberger klagt über Kopfschmerzen

YB-Trainer Gerarado Seoane sagt eine halbe Stunde nach dem Spiel zu BLICK: «Es war eine Platzwunde, die man nähen muss. Das geschieht in diesem Moment. Man konnte das nicht am Spielfeldrand machen.» Lustenberger klagt über Kopfschmerzen.

Auf der Tribüne schaut Philippe Senderos zu, der Genfer, der Ex-Servettien, der bei der WM 2006 Ähnliches erlebt hatte. Gegen Südkorea hatte Senderos das 1:0 per Kopfball erzielt (Endstand 2:0) und war dabei mit einem Südkoreaner zusammengestossen. Senderos konnte damals mit Turban bis zur 53. Minute weiterspielen.

Ohne den Captain gegen Zürich?

Für Lustenberger ist am Mittwochabend das Spiel nach dem Zusammenprall vorbei. Ob er am Samstag gegen Zürich dabei sein wird? «Fraglich», sagt Trainer Seoane. Dabei ist Lustenberger wohl der wichtigste Spieler in diesem zuletzt doch sehr fragilen YB-Meisterteam. Mit Lustenberger hat YB in dieser Saison im Schnitt 2,08 Punkte pro Spiel gewonnen. Ohne den Captain sind es 1,97 Punkte pro Spiel. Angesichts der engen Ausgangslage an der Tabellenspitze können diese paar Prozente entscheidend sein.

Dass Servette kaum zehn Minuten nach Lustenbergers Ausfall den Führungstreffer erzielt, mag Zufall sein. Und es ist auch unerheblich, weil YB das Spiel schliesslich doch noch mit 4:2 zu seinen Gunsten entscheidet.

Aber in Bern wären sie schon sehr froh, wenn der Captain am Samstag in Zürich auf der Kommandobrücke stehen würde.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 94209.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Freitag 31. Juli 2020, 09:21 
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31.07.2020

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Der YB-Captain Fabian Lustenberger sagt vor der Titelentscheidung: «Das ist krass, das muss ich zugeben»

Lustenberger hat am Freitagabend mit YB die Chance auf den Meistertitel. Er spricht über die Intensität des Endspurts und darüber, was er auf dem Platz alles in Kauf nimmt. «Berufsrisiko», sagt Lustenberger.

Fabian Lustenberger, Sie spielten bis 2019 während zwölf Jahren bei Hertha Berlin und haben noch nie einen Titel gewonnen – wann sind Sie einem Titel am nächsten gekommen?

Ich habe mit Hertha Berlin zweimal die Meisterschaft der zweiten Bundesliga gewonnen. Da gibt es am Ende auch eine Schale hochzustemmen, oder eine Felge, wie es in Deutschland heisst.

Pardon, zweite Bundesliga zählt nicht.

In dem Fall war es an der U-21-EM 2011, als wir im Final standen. Und 2007 war ich mit dem FC Luzern im Cup-Final.

2009 belegten Sie mit Hertha Berlin überraschend den vierten Schlussrang, bis zur 25. Runde lag Ihr Team vorne.

In dieser Rückrunde fehlte ich verletzt. Aber ja, wir kamen damals in eine Euphorie, wie es derzeit mit dem FC St. Gallen zu vergleichen ist.

Gibt es in Bern nach den Titeln 2018 und 2019 keinen Platz mehr für Euphorie?

Doch, vor allem nach unserem grossen Umbruch im Sommer. Aber die Euphorie kommt wegen Corona nicht richtig zustande, würde ich sagen. Zuvor hatten wir an Heimspielen wiederholt weit über 25000 Zuschauer. Darin zeigt sich, dass vieles gut läuft und es Lust und Hunger gibt. Aber es ist etwas anderes, wenn man wie YB als Mitfavorit in die Meisterschaft startet, als wenn man als Überraschungsteam vorne reinrutscht.

Was ist anders?

Die Anspruchshaltung. Von uns wird der Titel fast erwartet – was ja klar ist. Nach zwei Meistertiteln können wir nicht sagen: Rang 2 oder 3 ist auch toll. Jeder Spieler, der kommt oder schon hier ist, weiss um diese Erwartungshaltung. Das muss nicht negativ sein.

Aber es könnte auch zermürben.

Ja. Aber wir sind auf gutem Weg. Obwohl die Saison nicht leicht war, haben wir die Chance, in den letzten zwei Spielen alles für uns zu entscheiden.

Wie erleben Sie die YB-Führung im Umgang mit dieser Erwartungshaltung?

Genau so, wie es sein muss, es gibt ein Klima des gegenseitigen Vertrauens und keine Unruhe. Es wird sehr viel verlangt – weil alle im Klub wissen, was es braucht, um erfolgreich zu sein. Der Sportchef Christoph Spycher lebt es an oberster Stelle vor. Und es zieht sich durch den ganzen Klub – alle ziehen an einem Strang. Jeder weiss genau, woran er ist und worum es geht. Das ist vermutlich ein grosser Trumpf von YB, wie die Erfolge der letzten Jahre zeigen.

Es ist rasch gesagt, alle zögen an einem Strang. Haben Sie ein Beispiel dafür?

Ich kam ins erste Training – und von Anfang an wird dir alles erklärt. Nico Zaugg, der Materialwart, kam auf mich zu und erklärte alles – das ist der Ablauf, so und so, jeder Schritt klar geregelt. Ich sah schnell, dass jeder weiss, in welchem Radius er sich frei bewegen darf – und sobald er aus dieser Zone rausgeht, wird er wieder reingeholt, etwa von Spycher. Es wird gesagt: «Hör, so ist der Weg.» Ich hatte sofort ein gutes Gefühl, dass ich mich mit dem Wechsel zurück in die Schweiz richtig entschieden hatte.

Bis dahin hatten Sie die Verhältnisse nur von Schilderungen vom früheren YB-Captain Steve von Bergen gekannt, der ein guter Kollege von Ihnen ist?

Ja, ich hatte viel Kontakt mit Steve, und ich traf auch Spycher zweimal. Man kann viel erzählen – aber sobald ich bei YB war, merkte ich, dass das, was erzählt wird, auch zutrifft. So etwas macht einen Menschen und einen Klub glaubwürdig, was im Fussball nicht immer so ist.

Sie übernahmen sogleich das Amt des Captains. Mussten Sie oft Kollegen in diesen Radius zurückholen?

Nicht unbedingt. Ich sehe meine Aufgabe in erster Linie auf dem Platz – damit dort jeder Disziplin zeigt und die Aufgabe erfüllt. Neben dem Platz sind andere Personen da, der Trainer Gerardo Seoane, der Sportchef, der Staff. Bei Bedarf habe ich kein Problem, hinzustehen und auf etwas hinzuweisen. Aber ich bin nicht unbedingt der Typ dazu. Deshalb versuche ich, mich selber zu bleiben und mit Leistung voranzugehen.

Wie ist denn Ihre Art, das Captain-Amt neben dem Platz auszufüllen?

Vorbild sein, pünktlich erscheinen, im Training immer Vollgas geben – damit niemand das Gefühl hat, man könne mal zwei Tage etwas Pause machen. Alles gehört dazu. Damit die anderen sehen: Der ist zwar 32, aber gibt gleichwohl in jedem Training Vollgas.

Vom Trainer Gerardo Seoane sagten Sie einmal, er habe einen sehr hohen Anspruch an sich und an das Team. Wie merkt ein Spieler, dass ein Trainer einen hohen Anspruch an sich selber hat?

In den Gesprächen mit ihm. Wenn mich Gerardo Seoane fragt, ob alles gut ist, beispielsweise mit den Trainings, wie ich darüber denke – und dass er Feedbacks einholt betreffend Trainingsintensität. Haben wir zu viel gemacht, zu wenig? Das zeigt mir, dass er sich hinterfragt. Ich lernte nicht viele Trainer kennen, die so regelmässig nachfragten. Gerade in Corona-Zeiten ist dieses Gespür extrem wertvoll.

Und reagiert Seoane auf Feedbacks?

Es ist nicht so, dass er alles über den Haufen werfen würde. Aber man hat das Gefühl, dass er uns zuhört und uns versteht.

Bei Seoane fällt auf, dass er sehr klar weiss, wo er hinwill mit einem Spieler. Welche Ziele definierte er mit Ihnen?

Es ist ein Unterschied, ob es um einen jüngeren Spieler geht oder um einen Routinier wie mich. Aus mir wird er keinen Spieler mehr machen, der oft in den Abschluss geht. Er nahm mich in die Pflicht, den Jungen zu helfen. Durch Leistung, Präsenz, Ruhe – und dass ich da bin, im Training, im Spiel.

Wie sehr Sie da sind, war früh zu sehen. Schon die dritte Super-League-Partie spielten Sie versehrt zu Ende, mit gelbem Turban. Vor zwei Wochen schieden Sie gegen Servette mit einer Kopfverletzung aus. Sie verlangen sich viel ab.

Ja, das ist so. Ich bin sehr ehrgeizig, ich will auch im Training wenig Fehler machen, das treibt mich an. Und wenn ich etwas abbekomme, ist es halt so. Es hindert mich nicht daran, weiterzumachen oder möglichst schnell fit zu werden.

Auferlegen Sie sich nicht zu viel?

Nein. Ich kam zu YB, um etwas zu gewinnen – eben, ich habe noch keinen Titel. Und wenn ich die Möglichkeit dazu habe, bin ich bereit, sehr viel dafür zu geben. Gewisse Sachen nehme ich in Kauf, wie ich in den vergangenen 13 Jahren immer wieder Sachen in Kauf genommen habe. Es ist, wie es ist, damit muss man leben, Berufsrisiko.

Geben Ihnen Kopfverletzungen nicht zu denken? Dahingehend vielleicht, dass Sie lieber mal ein Spiel mehr auslassen?

Nach dem Ausscheiden gegen Servette liess ich das Spiel gegen den FC Zürich aus – das reichte. Letztlich geht es darum, was der Doktor und der Physiotherapeut sagen und wie man sich selber fühlt. Von diesen Seiten hatte ich schon vor dem Spiel gegen den FCZ grünes Licht erhalten, weil ich keine Hirnerschütterung hatte, kein Kopfweh, keinen Schwindel. Aber ich fühlte mich nicht bereit, weil ich noch die Fäden drin hatte. Im Nachhinein bin ich froh, denn es gab mir eine Pause. Und eine blöde Aktion gegen den FCZ oder ein Ellbogenschlag – da beginnst du von vorne. Sehen Sie, ich auferlege mir nicht zu viel. Ich sage nicht einfach: Ich muss spielen, ich muss, ich muss. Es muss immer vertretbar sein.

Wie fühlt sich diese Saison an?

Lang. Vom Gefühl her sind wir schon in der neuen Saison, nach acht Wochen Pause und fünf Wochen Vorbereitung. Auf mich wirkt es recht normal, weil ich noch nicht weiss, wie es sich anfühlt, wenn man im Frühling einen Meistertitel gefeiert hat. Deshalb ordne ich dem Titelgewinn auch alles unter.

Gab es während des Lockdown mal den Gedanken, dass es gar nicht so wichtig ist, ob man Meister wird?

Den Titel zu gewinnen, stand immer an oberster Stelle. Ich dachte nie: Werden wir halt Zweiter – auch okay. Es wäre anders gewesen, wenn die Meisterschaft abgebrochen worden wäre, der allgemeinen Gesundheit und der Sicherheit zuliebe. Aber in der Annahme, dass es weitergeht: Da will man Erster werden.

Und nach einer derart merkwürdigen Saison wäre es nicht einfacher, einen zweiten Rang abzuhaken?

Ganz und gar nicht. Wir sind so nahe, entsprechend gross wäre die Enttäuschung, egal, ob merkwürdig oder nicht.

Alle drei, vier Tage ein Spiel – wie anstrengend ist, was jetzt abläuft?

Für mich ist es nicht so anstrengend, wie ich dachte. Wir haben das Glück, ein grosses und gutes Kader zu haben, das uns rotieren lässt. Ich bin zweimal früh ausgewechselt worden. Und es ist für das nächste Spiel vielleicht Gold wert, wenn du mal eine halbe Stunde länger durchatmen darfst.

Tauschen Sie sich mit Spielern aus anderen Klubs über die Belastung aus?

Man sieht es ja, man braucht sich gar nicht gross auszutauschen. Das beste Beispiel war für mich der FC Luzern am letzten Sonntag im Match gegen uns: Auf der Bank sassen vorwiegend U-21-Spieler. Das ist krass, das muss ich zugeben. Wir hatten im Herbst viele Verletzte, nun erwischt es andere Teams, und es ist klar, dass sie bei diesem Rhythmus ans Limit kommen. Aber ich bin bei YB, und es soll nicht böse klingen: Für mich ist wichtig, wie es bei uns ist, und das fühlt sich richtig und gut an.

Aber dieser Endspurt, wie er jetzt durchgezogen wird, ist grenzwertig, oder?

Ja, grundsätzlich vielleicht schon. Handkehrum hat die Liga den Entscheid gefällt, die Saison durchzubringen, was ich auch sehr begrüsst habe – und diese Art und Weise ist die einzige Möglichkeit. Allen war klar, dass es anstrengend und schwierig wird.

Es sollte nicht jährlich so sein, oder?

Sicher nicht. Sechs englische Wochen in Folge: Wir müssen nicht darüber diskutieren, dass es das nicht braucht.


https://www.nzz.ch/sport/der-yb-captain ... 7#register

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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Sonntag 2. August 2020, 01:43 
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YB-Captain Lustenberger

«Es wird das eine oder andere Bier geben»

YB ist der Geistermeister! Die Szenerie im Tourbillon ist surreal. Die Emotionen und die Freude sind echt. Der 14. Berner Meistertitel wird so oder so unvergessen bleiben. Vor allem auch bei den Spielern und Trainer.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 21771.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Sonntag 2. August 2020, 02:04 
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YB-Captain Lustenberger im grossen Interview

«Ich habe den Nati-Rücktritt nie gegeben»

Zwei Spieler waren für den 14. YB-Meistertitel entscheidend: Kanonier Nsame mit seinen 30 Toren. Und Captain Fabian Lustenberger mit seiner Präsenz, seiner Aura, seiner Stilsicherheit. Der Luzerner über einen Kulturschock, Zukunftsangst und den Nati-Trainer.

Gratulation! Schweizer Meister Lustenberger. Wie tönt das?
Fabian Lustenberger: Danke, es tönt gut! Aber es ist für mich immer noch schwierig einzuordnen. Auf jeden Fall ist es eine riesige Freude und Genugtuung.

32 mussten Sie werden, um endlich den ersten Titel zu holen …
Und es macht mich enorm stolz, dass wir diese schwierige Saison erfolgreich haben abschliessen können. Toll, dass ich in die Schweiz zurückkehren und gleich dieses Highlight erleben durfte.

Aber eben: den ersten Titel mit 32.
Immerhin war ich in Deutschland Zweitligameister. Gar zweimal. Aber das zählt nicht so richtig, ich weiss. Doch damit kann ich gut leben. Trotzdem habe ich damals etwas in den Händen halten dürfen. Aber dies hier ist etwas anderes. Eine Riesensache.

Warum schwierig?
Die ganzen Umstände mit Corona. Und es war eine Saison im Zeichen eines Neu-Anfangs, weil eine fast neue Mannschaft auf dem Platz stand. Das war nicht einfach. Wir haben es dennoch gut gemacht und den Titel auch verdient. Und ich denke, wir haben unsere Corona-Vorbildfunktion sehr gut wahrgenommen.

Was war der Knackpunkt, dass es aufseiten von YB kippte?
Wir hatten in der Rückrunde lange Zeit diese latente Auswärtsschwäche. Dann siegten wir in Zürich 5:0. Da haben wir den Bock umgestossen. Und danach kein einziges Tor mehr gekriegt, auch auswärts nicht. Das zeugt von einer gewissen Klasse, Entwicklung und Reife. Denn Meisterschaften gewinnt man mit einer soliden Defensive.

Ein Wort zum letzten verbliebenen Kontrahenten St. Gallen?
Die Ostschweizer haben eine sensationelle Saison gespielt. Kaum jemand hatte sie auf dem Zettel. Sie haben die Liga erfrischt mit einem anderen Fussball, den sonst niemand gespielt hat.

Wie gross ist der Anteil des Captains am dritten Titel in Serie?
Das müssen andere beurteilen. Es ist immer schwierig, ja falsch, über sich selber zu sprechen. Ich habe versucht meine Leistung zu bringen und der Mannschaft auch ausserhalb des Platzes zu helfen. Schlussendlich sind wir aber als Team Meister geworden. Und nicht einzelne Spieler.

Gut. Ich tue das und urteile: Der Anteil des Captains war gross!
Schön das zu hören. Man hört immer gerne, wenn die Leute zufrieden sind mit einem. Wenn man eine gewisse Wertschätzung und Anerkennung erhält. Das gibt einem ein gutes Gefühl und ist ein Zeichen, dass man es nicht so schlecht gemacht hat.

Wie speziell war es, den Titel auswärts ohne Fans feiern zu müssen?
Richtig speziell wäre es mit einem vollen Stadion gewesen. Aber ganz ehrlich – ob auswärts, zu Hause, auf der Couch – das ist egal. Hauptsache, Meister!

Gab es nach Ihrer Rückkehr nach zwölf Jahren Hertha irgendetwas, das Sie nie erwartet hätten?
Ich habe versucht mit relativ wenig Erwartungen hierherzukommen und nicht zu versuchen, Dinge zu vergleichen. Das ist mir gut gelungen. Ich habe mir nie gesagt: Uff, jetzt spielst du in Lugano vor 2000, 3000 Zuschauern. Und in der Bundesliga hatte es soundso viele Fans. Das habe ich komplett ausblenden können. Ich habe es angenommen, wie es ist, und so Überraschungen vermieden.

Aus Ihrer Luzerner Zeit kannten Sie das ja.
Okay. Aber es ist ein Unterschied, ob man als 18-Jähriger hier spielt und noch nicht alles so wahrnimmt, sich noch keine Gedanken macht, was ausserhalb so alles passiert. Da hat man einfach mitgespielt, und es lief … Mit der Zeit habe ich eine gewisse Verantwortung innerhalb der Mannschaft erhalten. Da macht man sich dann auch mehr Gedanken.

Einen Vergleich muss man dennoch anstellen: Zwölf Jahre in der Weltstadt Berlin – und dann die beschaulichen Berner Lauben …
(Lacht) Der grössere Kulturschock war damals, als ich von meinem Heimatort Nebikon LU mit 2000 Einwohnern in die Weltstadt Berlin zügelte. Ich kenne trotz der zwölf Berlin-Jahre die Schweiz ja sehr gut, war in allen Ferien hier. Bei meinen Eltern, bei Kollegen. Die Verbindung zur Schweiz war immer da, der «Schock» klein. Zumal ich ja meine Familie mit der Rückkehr wieder um mich herum hatte. Nur schon deswegen war es wert zurückzukommen.

Wie viel Berner steckt schon in Ihnen? Von Nebikon in den Kanton Bern sind es ja nur gerade mal drei Kilometer Luftlinie.
Berner bin ich bisher nicht geworden. Aber sehr gut aufgenommen worden bei YB und in dieser schönen Stadt, wo man sich sehr wohl fühlen kann. Auch das bestätigt mir, dass ich den richtigen Schritt gemacht habe. Und es ist wieder eine Hauptstadt, wie Berlin …

Der Titel 2020 ist schon ein bisschen made in Innerschweiz: Sie sind Luzerner, der Trainer auch, Assistent Schnarwiler ist Zuger und Sportchef Spycher ist in Wolhusen LU geboren.
Was soll ich dazu sagen? Stimmt. Aber es ist egal. Es ist ein Titel für YB – und nichts anderes.

Sie sind Vater von drei kleinen Kindern. Wie war da die Lockdown-Zeit?
Es war eine intensive, aber schöne Zeit. Eine Zeit, in der ich persönlich einiges nachholen konnte. Denn ich war die beiden Jahre vor meiner Rückkehr in die Schweiz alleine in Berlin. Meine Frau Monique war schon in der Schweiz mit den Kids. Wir waren jeden Tag zusammen, haben es genossen, über längere Zeit zusammen zu sein und haben diese Zeit gut gemeistert. Denn wenn die Kinder Sommerferien haben, beginnt normalerweise für einen Fussballer bereits wieder die Vorbereitung.

Wie stark waren Sie Lehrer?
Ich war der Lehrer von Jonas Jan, des Ältesten, der in der dritten Klasse ist. Das war nicht ohne. Da gab es schon viel zu tun. Aber wir haben das hingekriegt

Haben Sie Zukunftsangst ob der Situation auf dem Planeten?
Angst nicht, das wäre fehl am Platz. Aber Respekt vor dieser Situation. Man bekommt viel mit, man liest viel. Als Einzelner hat man aber wenig Einfluss und versucht bloss, das Beste daraus zu machen und sich an die Regeln zu halten, damit es besser wird. Und ich hoffe, dass es bald wieder besser wird, damit die Normalität zurückkehrt, man sich wieder komplett frei bewegen kann und bald wieder mehr Leute im Stadion sind.

Was braucht es für diese Normalität?
Die Fallzahlen müssen sinken. Dafür hat jeder Einzelne eine grosse Eigenverantwortung zu tragen.

Könnten Klubs mit tausend Zuschauern überleben?
Auf die Dauer nicht, nein. Aber ich bin nicht der Finanzchef, sondern der Fussballer. Aber es ist klar: Die Vereine sind abhängig vom Ticketverkauf. Deshalb hoffen wir alle, dass mit den neuen Schutzkonzepten wieder eine gewisse Auslastung im Stadion möglich sein wird.

Wenn die Einnahmen sinken, muss gespart werden. Und das grösste Sparpotenzial bei Fussballklubs sind immer die Löhne der Spieler …
Wenn Sie das so sagen, wird das so sein … Wir haben dieses Thema auch besprochen und uns für einen Lohnteilverzicht entschieden. Gut möglich, dass es bald wieder zu einem Thema wird. Aber im Moment steht das Sportliche wieder im Vordergrund. Es warten noch das letzte Spiel gegen St. Gallen und der Cup.

Den Meistertitel habt Ihr im Sack. Nun ist der Hunger auf den ersten Cuptitel seit 33 Jahren sicher riesig!
Klar ist er das. Es wäre das i-Tüpfelchen auf diese Saison.

Aber es ist ja immer noch nicht sicher, wann gespielt wird.
Der Viertelfinal gegen Luzern ist fixiert. Den können wir am nächsten Donnerstag spielen. Und wie es dann weitergeht, sollten wir gegen Luzern gewinnen, liegt nicht in unserer Hand. Dann muss eine Lösung gefunden werden.

Als Fussballer muss man im Moment flexibel sein.
Ja. Aber uns hat das nicht gross tangiert. Wir haben irgendwann den Spielplan erhalten und dann gespielt und das Beste aus der Situation gemacht. Wichtiger war, dass es überhaupt weiterging.

Und nun läufts seit Wochen mit tausend Anwesenden im Stadion. Wie nehmen Sie diese Kulisse wahr?
Es kommt eine gewisse Stimmung auf, es ist erstaunlich … Wenn 650 einen Gesang anstimmen, hört man das. Klar ist es nicht so, wie wenn 25'000 da sind. Aber es ist immerhin schön, dass jemand da ist, bei dem man sich nach dem Spiel für den Support bedanken und ein bisschen feiern kann und nicht direkt in die Kabine muss …

Kennen Sie Pierre Richard?
Nein. Wer ist das?

Ein französischer Schauspieler, bekannt als «Der grosse Blonde mit dem schwarzen Schuh». Ein Film-Tollpatsch, der immer wieder hinfällt und sich Schrammen zuzieht. Guillaume Hoarau sagte, sie seien der Pierre Richard des Schweizer Fussballs, weil sie in Berlin nie verletzt waren und in Bern haben sie dauernd Bobochen …
(Lacht laut) Es ist ja nicht so, dass ich in Berlin nie verletzt war. Aber ich hatte nie einen Cut. In Bern musste ich schon nach dem dritten Spieltag das erste Mal genäht werden. Dann die Fussverletzung. Das Kompartment-Syndrom, das auch zwei kleine Schnitte nötig gemacht hat. Solche Dinge habe ich in zwölf Jahren Hertha nie gehabt, das stimmt.

Dann ist die Super League die härtere Liga als die Bundesliga?
Wenn man will, kann man das so sehen. Grundsätzlich ist die Super League eine gute Adresse, es macht Spass hier zu spielen.

32 sind Sie nun geworden, wie wir bereits festgestellt haben. Da darf es erlaubt sein, die Frage nach Ideen für die Zeit nach der Karriere zu stellen.
Klar. Ich gehe schwer davon aus, dass ich irgendwie im Fussball bleibe. Ich habe viele Erfahrungen sammeln können, so viele Sachen mitbekommen, dass ich einen gefüllten Rucksack habe, dessen Inhalt ich weitergeben kann, gerade den Jungen. Am ehesten also Juniorentrainer oder Trainer.

Also eher Trainer und nicht Stratege, sprich Sportchef oder so, wie es zum Beispiel Gelson Fernandes vorschwebt.
Ich würde das offenlassen. Ich kann mir beides vorstellen. Aber ich werde sicher mal den Trainerschein machen und dann schauen, was möglich ist und ob es passt. Vielleicht geht es dann in die andere Richtung. Aber Fussball wird immer eine zentrale Rolle spielen.

Sie haben den Rücktritt aus der Nati gegeben und Kritik an Trainer Vladimir Petkovic geübt. Wie sehen sie das heute mit einem zeitlichen Abstand von vier Jahren?
Halt! Ich habe offiziell den Rücktritt nicht gegeben. Man könnte mich theoretisch nach wie vor aufbieten. Aber ich werde ja nicht mehr aufgeboten. Weshalb dies für mich kein Thema ist. Aber ich hatte mit Vladimir Petkovic ein Gespräch zuvor, habe ihm die Situation geschildert. Das ist so lange her und abgehakt. Ich bin nun einfach Fan der Nati, schaue die Spiele und hoffe, dass die Schweiz gewinnt. Ich habe Petkovic an den Football Awards begrüsst und mit ihm gesprochen. Ich habe null Probleme damit, hege keinen Groll und bin auch nicht beleidigt oder so. Es war eine sportliche Entscheidung, die ich zu hundert Prozent akzeptiere. Es ist so, wie es ist, und ich fühle mich sehr wohl bei YB.

Und es hat je etwas Positives, wenn man keine Länderspiele hat.
Genau. Die Länderspielweekends sind die einzigen freien Wochenende mit der Familie. Das ist auch sehr schön. Die Situation, so wie sie jetzt ist, ist absolut in Ordnung.


Persönlich: Fabian Lustenberger

Im April 2006 debütierte Fabian Lustenberger beim FC Luzern in der Challenge League – einen Monat vor seinem 18. Geburtstag. Der Trainer hiess René van Eck, und am Ende stand die Rückkehr des FCL in die Beletage des Schweizer Fussballs. Unter Van Ecks Nachfolger Ciri Sforza war Lustenberger gesetzt, ehe er im August 2007 dem Lockruf von Lucien Favre folgte und nach Berlin ging. Zwölf Jahre trug er den Hertha-Dress, bestritt 308 Pflichtspiele, schoss 5 Tore, war Mittelfeldmann, Abwehrchef, Captain, Ersatzspieler. Stieg zweimal ab und wieder auf, spielte Europa League. Titel holte er keine. Dafür reüssierte er nun in seinem ersten Jahr bei YB. In der Nati spielte er dreimal, zuletzt im November 2015 beim 2:1 in Wien gegen Österreich.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 22649.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 17. August 2020, 21:23 
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Sportpanorama

Studiogast Fabian Lustenberger

Im «sportpanorama» war YB-Captain Fabian Lustenberger zu Gast.


https://www.srf.ch/play/tv/sendung/spor ... 2aa7603f59

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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Freitag 21. August 2020, 11:50 
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YB: Spielt Fabian Lustenberger bald wieder in der Schweizer Nati?

YB-Captain Fabian Lustenberger (32) hatte in der vergangenen Saison massgeblichen Anteil am Meistertitel der Berner. Folgt schon bald ein Nati-Aufgebot?

Das Wichtigste in Kürze

- Fabian Lustenberger spielte mit YB eine überragenden Saison.
- Sein letzter Auftritt in der Schweizer Nationalmannschaft liegt fast fünf Jahre zurück.
- Würde der Abwehrchef ein Nati-Aufgebot überhaupt noch annehmen?

30 Liga-Spiele, 20 Siege, sechs Unentschieden und vier Niederlagen. YB-Captain Fabian Lustenberger machte in seiner Debut-Saison bei den Young Boys deutlich, wie wichtig er fürs Team ist. Er spielt überragend.

Er selbst zeigt sich bescheiden. Kurz nach dem Gewinn des Meistertitels in Sion sagt der YB-Captain gegenüber Nau.ch: «Es geht nicht um mich. Ich habe meinen Teil zum Erfolg beigetragen, wie jeder andere Spieler auch.»

Zweieinhalb Wochen später startet der Innerschweizer mit YB bereits in die neue Saison. Trotz der kurzen Pause habe er sich gut erholen können und sei wieder frisch für die kommende Saison.

Ein Gejammer wegen der kurzen Verschnaufpause? Fehlanzeige! Mit seinen 32 Jahren ist und bleibt der ehemalige Captain von Hertha BSC ein Vorbild.

Erneutes Nati-Aufgebot für Fabian Lustenberger?

Wird er diese Rolle bald auch im Team von Nationalmannschafts-Trainer Vladimir Petkovic übernehmen? Für Lustenberger eine Frage, mit der er sich laut eigenen Angaben «seit gefühlten drei Jahren nicht mehr beschäftigt habe».

Lustenberger sagt: «Meine Situation in der Nati ist klar: Ich habe glaube ich seit 2016 kein Aufgebot mehr erhalten. Deshalb gehe ich auch nicht davon aus, das es noch Eines geben wird.»

Bedeutet das etwa den Rücktritt aus dem Nationalteam? «Nein, ich bin nie aus der Nati zurückgetreten», erwidert Lustenberger.

Dank Rücktritt und Verletzung zu erneutem Einsatz?

Ausgeschlossen scheint eine Nominierung für die kommenden Freundschaftsspiele im September aber nicht zu sein.

Auch wenn die Nati mit Elvedi, Akanji und Cömert über drei Innenverteidiger verfügt, würde ein weiterer erfahrener Spieler sicher nicht schaden.

Insbesondere nach dem Rücktritt von Captain Stephan Lichtsteiner und dem Langzeitverletzten Fabian Schär sind neue Defensiv-Personalien gesucht. Lustenberger scheint dank seiner guten Leistungen in der Super League durchaus eine denkbare Option zu sein.

Auch für Nati-Trainer Petkovic? Auf Anfrage von Nau.ch will der SFV keine Stellung zu einem möglichen Nati-Aufgebot von Fabian Lustenberger nehmen.

Den nächsten Ernstkampf bestreitet die Nati am 3. September in der Ukraine (Nations League) und dann am 6. September gegen Deutschland (in Basel).


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-sp ... i-65763806

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 Betreff des Beitrags: Re: (28) Fabian Lustenberger
 Beitrag Verfasst: Samstag 29. August 2020, 15:54 
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«Sicher einen Schluck Alkohol»

So würden FCB-Widmer und YB-Lustenberger Cupsieg feiern

Silvan Widmer (27) weiss, wie man Cupsieger wird, Fabian Lustenberger (32) noch nicht. Der FCB-Verteidiger erklärt, wie er einen Titelgewinn feiern würde. Und der YB-Defensivmann verrät, wem er den Sieg widmen ­würde. Ring frei für den Cup-Schlagabtausch!

Der Cup-Held meiner Jugend

Silvan Widmer: In der Schweiz habe ich keine Erinnerungen an einen Helden, weil ich als Kind nie Fan eines Vereins war. Aber ich war immer ein grosser Bewunderer von Zinédine Zidane.

Fabian Lustenberger: Puuh! Wann hat der FC Luzern letztmals den Cup gewonnen? Das ist eine Frage … 1992? Da war ich vier. Also eher Jean-Michel Tchouga. Der hat uns 2007 in den Final geschossen und war schon zwei Jahre zuvor im Endspiel.

Meine schlimmste Cup-Pleite

Widmer: Das war in meinem ersten Jahr mit Udinese. Wir standen gegen die Fiorentina im Halbfinal und haben das Hinspiel zu Hause mit 2:1 gewonnen. Wären wir in den Final eingezogen, hätten wir uns automatisch für die Europa League qualifiziert. Aber wir verloren das Rückspiel mit 0:2. Bitter.

Lustenberger: Klar der 2007 mit 0:1 verlorene Final gegen Basel durch einen Penalty weit in der Nachspielzeit. Es ist bisher meine einzige Niederlage im Cup in der Schweiz. Mit Hertha bin ich zudem gegen einen Viertligisten rausgeflogen. Gegen wen? Habe ich vergessen …

Meine schönste Cupfeier

Widmer: Der Cupsieg mit dem FCB 2019 im Final gegen den FC Thun. Mein erster Titel. Das werde ich nie vergessen. Weil es keine einfache Saison war und wir am Ende trotzdem etwas zu feiern hatten. Ganz Basel hat sich gerngehabt, das war extrem schön für uns.

Lustenberger: Titel habe ich keinen gewonnen. Also sind es am ehesten der Finaleinzug 2007 und das Erreichen des Halbfinals mit Hertha 2016 nach einem Sieg gegen Heidenheim. Aber ist das eine Feier?

Mein bestes Cupspiel

Widmer: Der Halbfinal gegen Winterthur vom letzten Dienstag war sicher nicht schlecht. Und in der letzten Saison habe ich gegen denselben Gegner im Viertelfinal den Siegtreffer geschossen.

Lustenberger: Beim 2:0-Sieg in derselben Saison in Nürnberg.

Mein Highlight der Cupsaison 2019/20

Widmer: Der Viertelfinal gegen Lausanne. Es war das erste Spiel nach der Corona-Pause, sehr speziell für uns alle. Lausanne war ein starker Gegner, und ich habe in der Verlängerung den entscheidenden Treffer erzielt.

Lustenberger: Der Halbfinal gegen Sion in einem hart umkämpften Spiel. Oder soll ich mein Tor beim 11:2 gegen Freienbach nennen? Nein, doch eher das Sion-Spiel.

Faszination Cup in drei Worten

Widmer: Ich habe nur zwei – Hero oder Zero.

Lustenberger: Underdog. Titelchance. Unberechenbarkeit.

Dieses Ritual habe ich vor dem Cupfinal

Widmer: Ich lege das Handy früh weg, höre noch ein bisschen Musik, versuche mich ansonsten aber zu fokussieren.

Lustenberger: Kein spezielles. Ich habe aber immer die gleichen Abläufe beim Umziehen oder Einlaufen. Zum Beispiel, dass ich mich immer der Linie des 16ers entlang einlaufe und nichts mit dem Ball mache. Oder dass ich mich immer zuerst tapen lasse, bevor ich das Dress anziehe. Aber das ist weniger Aberglaube als Gewohnheit.

Mit dieser Musik mache ich mich für den Cupfinal heiss

Widmer: Am häufigsten höre ich House. Martin Garrix. Um mich aufzupushen.

Lustenberger: Das habe ich früher getan, jetzt nicht mehr. Ich höre alles, querbeet. Und in der Kabine läuft eh schon Musik. Ich kann gut damit leben, dass ich keiner bin, der die Musik auswählt. Die Jungs machen das schon gut.

So werde ich den Cupsieg feiern

Widmer: Wenn wir den Cup holen, dann würde ich sicher einen Schluck Alkohol trinken. Oder auch zwei. Zusammen mit meiner Frau.

Lustenberger: Der Situation angemessen. Mit Familie und Teamkollegen, also im engen Kreis.

Dieser Person werde ich den Cupsieg widmen

Widmer: Jedem einzelnen FCB-Fan, der nach der Corona-Pause nicht mehr ins Stadion kommen konnte. Aber auch meiner Frau, meiner Tochter und dem Baby, das wir im Januar erwarten.

Lustenberger: Mit Marco Wölfli und Guillaume Hoarau werden zwei Spieler nächste Saison nicht mehr dabei sein, die viel für den Klub geleistet haben. Ihnen würde ich den Sieg widmen.

Diesen Spieler vom Finalgegner hätte ich gerne in meinem Team

Widmer: YB hat viele gute Spieler, aber ich bin extrem zufrieden mit meiner Mannschaft und will keinen Spielertausch.

Lustenberger: Weil es ein guter Freund ist: Vali Stocker.

Die Stärken des Finalgegners sind ...

Widmer: Die Physis. Und sie schiessen extrem viele Tore. Auch die Standards sind stark.

Lustenberger: Das Team ist unglaublich erfahren, mit vielen Spielern, die international schon gezeigt haben, was sie können. Die haben schon eine gewisse Klasse!

Die Schwächen des Finalgegners sind ...

Widmer: Sie machen immer mal wieder Fehler im Spielaufbau, wenn man sie gut unter Druck setzt. Und sie sind verwundbar in der Defensive.

Lustenberger: Ich weiss nicht, ob das eine Schwäche ist von Basel: Aber wir spielen zu Hause auf dem Kunstrasen und haben darauf gute Erfahrungen gemacht. Wir haben ja in dieser Saison im Wankdorf einzig gegen Porto verloren.

Mein Resultat-Tipp

Widmer: 2:1 für uns.

Lustenberger: YB gewinnt. Alles andere ist egal.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cup ... 67085.html

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